Sieben am Sonntag 08.10.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgew√§hlt zum Ende der Woche. Eine Chronik des allt√§glichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkw√ľrdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundst√ľcke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Nach einer kleinen Pause bedingt durch einen absolut wahnsinnigen Oktober auf absolut nirgends geäusserten Wunsch wieder da.

Musik der Woche

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Woche ging die Nachricht vom Tode Tom Pettys um. Auch wenn er als K√ľnstler der 70er und 80er gilt, geh√∂rt Into the Great Wide Open fraglos zum Soundtrack meiner Jugendjahre.
Es war allerdings noch ein enges Rennne zwischen diesem Song und Learning to Fly.

Zusagen der Woche

Logo von Eye to the TelescopeEin Detail √ľber den Monat, in dem ich eine Bibliothek war habe ich hier im Blog &emdash; anders als in den sozialen Medien &emdash; noch ausgelassen. Ich habe in Zeiten, in denen nichts los war den Raum gefunden, Beitr√§ge f√ľr zwei Ausschreibungen einzureichen. Und tats√§chlich wurden sie beide von den jeweiligen Magazinen angenommen.
Da ist zun√§chst ein Gedicht f√ľr Eye to the Telescope. Gesucht wurden dort Gedichte aus dem Bereich der „Speculative Poetry“ (Science-Fiction, Horror und Fantasy in Gedichtform) mit dem Thema ungew√∂hnlicher Genderkonzepte in Fantasie und/oder Zukunft. Das Ergebnis erscheint am 15. Oktober, ist ein Sonett und tr√§gt den Titel Fling of Petals. Ja, im Ernst, ein Sonett. Im jambischen Tetrameter. Auf Englisch. Mit Bezug auf ein obskures Shakespeare-Gedicht. Das kein Sonett war. Es geht um Bienchenmenschen und Bl√ľmchenmenschen.
Darauf folgte eine Kurzgeschichte um ein Laborexperiment mit etwas ungew√∂hnlichen Experimentsleitern. Dar√ľber will ich nicht zuviel verraten, aber es ist eine b√∂se kleine Geschichte mit einem Twist am Ende, der zum zweiten Lesen f√ľhrt. Ein wenig Horror, der im Laufe der n√§chsten Monate im Mad Scientist Journal erscheinen wird.
Nachdem das nun zwei erfolgreiche Einsendungen in Bereichen waren, die nicht direkt mein Kerngebiet sind (dies war mein erstes jemals eingereichtes Gedicht und Horror schreibe ich auch eher selten), passt die dritte Einsendung, von der ich im Laufe der n√§chstes Wochen h√∂ren soll, da nat√ľrlich perfekt rein. Verlangt war ein Gedicht √ľber Jesus, Verzeihung, PersonalSaviorLordJesusChrist (sic!) aus ungew√∂hnlicher Sichtweise. Ich denke, ein Gedicht von einem Atheisten √ľber den Nagel in Jesu linkem Handgelenk und seine Sicht der Dinge in freiem Vers war ungew√∂hnlich genug. Nein, das ist kein Scherz. Freier Vers √ľber einen der N√§gel, mit denen Jesus gekreuzigt wurde.Banner der Herbstausgabe des Mad Scientist Journal

Gartenschild der Woche

Geduldig wartend √ľberdauert das Unkraut des Menschen nichtiges Tun

„Geduldig wartend √ľberdauert das Unkraut des Menschen nichtiges Tun“ – Bild: Wikimedia Commons/Emma7stern

Das ist so wahr.
ich halte allgemein sehr wenig vom Unkraut j√§ten. Das einzige, was man damit erreicht, ist ein Fleckchen nutzlos kahle Erde. Ja, manchmal hilft es, wenn man eine neue Pflanze ansetzt und diese sich erstmal durchsetzen muss, aber das systematische und regelm√§√üige J√§ten von Beeten bedeutet f√ľr mich nur eines: Der Garten wurde schlecht geplant &emdash; oder aber da ist jemand mit sehr seltsamen Vorstellungen von √Ąsthetik am Werk.
Ich halte das so: Will man bestimmte Pflanzen als Unkraut aus dem Garten haben, so bek√§mpft man einfach das sprichw√∂rtliche Feuer mit Feuer. Bedeutet konkret, man setzt gezielt stark wuchernde, aber erw√ľnschte Pflanzen an seiner Stelle. Deshalb besteht die fr√ľhe Bepflanzung in der Dahler Oase zu gro√üen Teilen aus Pflanzen wie Minze, Erdbeere, Lavendel, Fetthenne, Beinwell oder Zitronenmelisse. Attraktive oder n√ľtzliche Pflanzen, die in der Lage sind, konkurrierendes „Unkraut“ aktiv zu verdr√§ngen und sich an seiner Statt auszubreiten.
Wer mit der Natur zu kooperieren versteht, gärtnert eben entspannter. Und meist auch erfolgreicher.

Tintenfisch der Woche

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ist der perfekte Drachen f√ľr langweilige Tage in den Rheinwiesen oder wenn alle anderen nach dem Grillen bei Kaiserswerth vollgefressen ausruhen. Gro√üartig!

Fahrradzubehör der Woche

Europalette als Anhänger an einem Fahrrad

Zum fahren wird allerdings die Kraft von Grayskull benötigt РBild: Fleximodal

Das ist der Bicyclift von Fleximodal in Aktion. Diese franz√∂sische Entwicklung ist ein genial einfaches Prinzip, um eine Palette in Sekunden in einen Fahrradanh√§nger zu verwandeln: Unter die Palette wird ein Teil geschoben, welches dann in ein Ger√ľst einhakt, welches √ľber eine Kupplung ans Fahrrad geh√§ngt wird.
Heraus kommt ein einfacher, unbeladen sehr leichter und kleiner Fahrradanh√§nger f√ľr die schnelle Auslieferung von G√ľtern ohne Lkw. Oder auch f√ľr den privaten Transport gr√∂√üerer Objekte. Nie wieder m√ľssen wir h√∂ren, man k√∂nne mit dem Fahrrad nicht zum Baumarkt fahren. ich fahre √ľbrigens regelm√§√üig mit dem Fahrrad zum Baumarkt. Ich erwarte jeden Tag ein Sixpack, aber es will einfach nicht kommen. Ich verstehe das auch nicht.

Solaranlage der Woche

Haus mit roten Dachschindeln

Wie Sie sehen, sehen Sie nix – Bild: csem.ch

Was bei diesem Haus aussieht wie normale rote Dachschindeln sind tatsächlich Solarpanele. Mit diesen roten Panelen konnte die schweizer Firma CSEM erfolgreich ein Haus im Kanton Freiburg unter Einhaltung der Denkmalschutzregeln mit einer großflächigen Solaranlage ausstatten.

Dummheit der Woche

Gut, die Nachricht ist schon etwas älter, aber zu bekloppt, um sie zu unterschlagen: Offenbar bastelt man in der Formel 1 zur Zeit an Einrichtungen, damit die Autos mehr Lärm machen. Ihr wisst schon, so wie die Bekloppten, die sich absichtlich defekte Auspuffanlagen an den tiefergelegten Japanschrott hängen, um mit ihren Psychosen anzugeben.
Okay, das war jetzt gemein. So schlimm sind japanische Autos gar nicht.