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Es ist nun drei Monate her, dass ich mit dem Kanal Extra Extra meine Reise ins Youtube-Land angetreten habe. Der Kanal hat sich seit seinem damaligen Auftritt deutlich verändert und ich habe viel gelernt.

Simpel ist der Erfolg

Ganz am Anfang habe ich meine Videos recht kompliziert aufgenommen. Es gab mehrere Abschnitte mit einer dazwischen eingeblendeten Markierung für den folgenden Abschnitt. Diese wöchentlichen Präsentationen waren dann 20-30 Minuten lange Videos.
Ab der vierten Woche veränderte sich das Format: Nun gab es eine Besprechung des Magazins vorher, dann einen Zusammenbau des Extras im Zeitraffer und dann eine Bewertung des jeweiligen Extras sowie einen Blick in die Vorschau. Die bisherigen Zwischentitel wurden vor das Video geschaltet. So wie hier beim ersten Video dieses Typs mit Reys Speeder bei Lego Star Wars. Nur bei Minifiguren gab es eine Ausnahme, da der Zusammenbau selbst sich da gut zum Besprechen eignete — erstmals bei Ninjago Kai.
Und inzwischen sind sowohl die Infotafel vor dem Video, als auch der Zeitraffer, gefallen. Das Ergebnis: Jedes Video nehme ich inzwischen in einem einzigen Take auf. Kamera an, Reden, Ende und Anfang zwischen Reden und Drücken des Aufnahmeknopfes rausschneiden, Standbild für die Links anhängen, fertig. Dieses einfache Format funktioniert tatsächlich deutlich besser als das komplexere Format vorher. Selbst die komplexesten Videos sehen nun nicht schlimmer aus als das hier:screenshot-buildDas ist nicht viel. Abgesehen vom Filmen selbst sind das vielleicht 10 Minuten Arbeit. Die meiste Zeit wird anschließend davon eingenommen, dass mein Computer das Video dann zu einer Datei verarbeiten muss und diese dann nochmal optimiert, damit der Upload schneller geht – das ist dann zwar eine Stunde, aber eine Stunde, in der nicht ich, sondern der Rechner arbeitet.
Klar, man kann es komplizierter machen, wenn man will. Das habe ich zu Anfang ja auch gemacht. Aber einen Grund dafür gibt es bei dieser Art von Videos eigentlich nicht.

Ja, es funktioniert

adrevMeine Einnahmen bei Youtube haben sich recht rasch entwickelt. Noch wirft der Kanal keinen Gewinn ab, aber er entwickelt sich recht schnell. Da dieses Projekt ja auch gewisse Ausgaben mit sich bringt, ist das ein ganz guter Pfad, den er da einschlägt.
Allerdings muss ich schon sagen, vorhersagbar ist was anderes. Ich meine, das da rechts ist eine Übersicht über den CPM (Einnahmen pro tausend Ansichten) einiger meiner Videos. Die Bandbreite zwischen diesen Zahlen ist einfach nur wild. Kein Wunder, dass niemand zuverlässige Schätzungen zu Youtube wirtschaftlichem Potenzial abgeben mag.

Lego

Meine Hauptnische war am Anfang das Vorstellen von Magazinbeilagen. Mit dem Wechsel auf Vorstellungen einer Beilage pro Heft wurde eines sofort klar: Die Mehrheit der Beilagen in Zeitschriften ist uninteressant und wiederholt sich zudem häufig. Ich weiss wohl, dass es eine Menge Videos zu Handspinnern gibt, aber wirklich etwas sagen kann man über die Dinger nicht. Es sei denn, man ist Spinnerexperte.
Ähnliches gilt für immergleiche Spelzeugwaffen, Figuren von Charakteren oder Tieren (Pferde, Mein-kleines-Pony, Schlümpfe, Drachen usw.) und viele andere häufig zu findende Extras. Ich bin sicher, Experten zum jeweiligen Thema können da einiges zu sagen, so wie ich es bei Dinosaurierfiguren kann, aber ich halt nicht.
Die eine Ausnahme, die immer interessant ist, ist Lego. Da kommt zu dem Modell selber halt noch der Zusammenbau hinzu, über den man sprechen kann. Da es aktuell sechs laufende Lego-Magazine gibt und jeder Lego mag, ist das nicht die schlechteste Situation. Und in der Tat merke ich auch, dass Lego eine riesige Fanbasis hat. Dafür muss ich nur mal die Zahl der Ansichten für meine Lego-Folgen mit den Nicht-Lego-Folgen vergleichen. Lego erreicht inzwischen dreistellige Zahlen (Rekordhalter: Lego Ninjago 29 mit über 500 Ansichten), während mein Video mit den wenigsten Ansichten momentan der Test der ersten Ausgabe der aktuellen Marvel-Figurensammlung mit Spider-Man ist, welcher nur achtmal angeschaut wurde. Dabei hat das Spider-Man-Video sogar eine Musikeinlage! Und für beide Videos habe ich keinerlei Werbung gemacht, ich habe sie einfach nur hochgeladen, für die Suchmaschinen attraktiv betextet und dann in die Welt entlassen.
Und das Fandom ist extrem spezifisch: Selbst die beiden Tests von legokompatiblen Nicht-Lego-Sets (Dinotrux Ty-Rux & Bullz und Dinotrux Ton-Ton) dümpeln weit unter den Lego-Videos, obwohl meine Videos die einzigen Tests dieser drei Sets, die ich finden konnte.
Ich werde dennoch hin und wieder auch andere Beilagen vorstellen. Die Yps ist dabei der einzige regelmäßige Kandidat, da die Gimmicks im Vergleich zu den meisten Extras deutlich interessanter sind. Schleichs Minisaurier fallen in meine persönliche Leidenschaft und bleiben deshalb ebenfalls regelmäßige Gäste. Die anderen bekommen Gelegenheitsvideos wie etwa beim Löwenzahn-Magazin mit seinem Hai-Modell.
Das ist mir wichtig, weil ich immer die Option offenhalten will, das Format weiterzuentwickeln.
Erfolgreichstes Lego-Thema bei mir ist übrigens ganz klar Ninjago, gefolgt von Nexo Knights und Star Wars. City und Friends liegen weit ab, haben aber bisher auch nur je ein Video. Elves kann ich noch nicht bewerten.

Youtube kann nerven

Jedes Mal, wenn ein Video fertig hochgeladen wurde, schickt Youtube eine eMail an die Hochladenden, in der es fragt, ob das Video fertig ist und veröffentlicht werden kann. Ich meine, ja, der Prozess dauert eine Weile, aber trotzdem brauche ich bei einem Upload nicht jedes Mal sofort ein Nachhaken, weil das Fenster, in dem ich es hochlade ja eh noch offen ist.

Weiter geht’s

Nachdem ich mich nun bei Youtube recht sicher fühle, geht das Projekt in die nächste Phase. Und das bedeutet zwei Dinge. Zum einen ist der Vorlesetag am 17. November der perfekte Termin, um meinen anderen Kanal zu starten, auf dem ich meine Kurzgeschichten als Tonaufnahmen anbiete. Der Plan ist, mit jeweils zwei Geschichten in deutsch und englisch zu starten, um danach jede Woche eine Geschichte hinzuzufügen. In der Regel handelt es sich dabei in beiden Sprachen um die selbe Geschichte, ein Original und eine Übersetzung. Genug Material für das erste halbe Jahr habe ich.
Im Dezember gibt es dort noch eine Sonderaktion, aber die verrate ich erst eine Woche später.
Die andere Neuerung folgt gleich nach der nächsten Überschrift:

Video-Woche

Bisher habe ich so gut wie keine Werbung für meine Videos gemacht. Ich habe sie hochgeladen und dann sich selbst überlassen. Und dafür haben sie sich erstaunlich gut entwickelt. Natürlich habe ich jedes mit den bestmöglichen Stichworten ausgestattet, eine gute Beschreibung hinzugefügt, ein möglichst repräsentatives Vorschaubild ausgewählt und thematische Wiedergabelisten angelegt. Aber groß angekündigt habe ich die Videos nirgendwo.
Ich werde von nun an jeden Samstag in diesem Blog eine Übersicht über die Videos der Woche einstellen. Dieses Mal etwas ausführlicher, in den nächsten Wochen dann in Form einer einfachen Übersicht für beide Kanäle. Und diese Woche haben wir:
Extra Extra
Noch ist Extra Extra der einzige laufende Kanal. Er wartet diese Woche mit zwei Videos auf: Einem Test des Lego-Nexo-Knights-Magazins mit einem für den Kampf extrem unpraktisch ausgestatteten Gargoyle als Minifigur und ein Test des Mega Construx (ehemals Mega Blox) Sets Ton-Ton Target Toss aus der Dinotrux-Serie.