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Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Okay, wir haben das eine Weile nicht mehr gemacht. Betrachtet es als eine Rückkehr zur Normalität.

Musik der Woche


Lindsey Stirling ist immer ein paar Anhörungen ihrer Songs wert. Wobei Christmas C’Mon anlassbezogen wohl das zuckrigste ihrer Videos ist. Ich bin kein Fan von Becky G, aber im Duett mit Stirlings Gitarre funktioniert ihr Auftritt sehr gut.
Der Tiefgang ist nicht besser als Helene Fischer, aber bei Lindsey schaltet man für die Gitarrenmusik rein, insofern ist das okay.
Übrigens wäre an dieser Stelle fast Nie wieder Krieg, nie wieder Las Vegas von den Ärzten aufgetaucht, in Erinnerung an den Tod der RTL-Hütchenspiellegende Salvatore, gespielt von Franco Campana, der vor einigen Wochen verstorben ist. Aber jetzt ist Dezember und dann gibt es Weihnachtsmusik. Oh, merkt euch den Helene-Fischer-Nebensatz, der kommt diesen Monat noch zurück.

Rant der Woche

„Woran erkennt man einen Veganer?“
„An der Schwarm von Nichtveganern, die ihn umschwärmen und von der Falschheit seines Weges zu überzeugen!“
Was soll das heissen, so geht der Witz nicht? So ist es aber einfach und dieser Rant bei der Huffington Post (die ich normalerweise wegen der erschlagenden Werbung nicht verlinke) ist eine ziemlich gute Zusammenfassung der Situation.
Ja, ich weiss, der Artikel ist von vor fast zwei Jahren, aber dadurch wird er nicht schlechter.

Dinosaurier der Woche

halszkaraptor
Halszkaraptor ist ein seltsamer kleiner Dinosaurier aus der Mongolei. Er stellt offenbar eine amphibische Form der Raptorenfamilie dar, mit zu Flossen umgebildeten Armen, wie sie kein zweites Mal in der bekannten Tierwelt zu finden sind.
Damit füllt sich die Riege im und am Wasser lebender Dinosaurier langsam. Neben Halszkaraptor haben sich in den letzten Jahren auch der nordafrikanische Spinosaurus und der zentralasiatische Psittacosaurus als Bewohner der Binnengewässer erwiesen. Ich bin heute noch stolz darauf, diese Entwicklung beim Spinosaurus fast 20 Jahre vor der tatsächlichen Entdeckung aufgrund einiger Merkmale verwandter Arten vorausgesagt zu haben.
Für Interessierte bietet die Veröffentlichung zu Halszkaraptor in Nature nicht nur viel Text, sondern auch viele Aufnahmen des gefundenen Skeletts.

Klimaschutzmaßnahme der Woche

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Forschungen an der Universität von Reading haben ergeben, dass sich Fett in der Atmosphäre hochinteressant verhält. Einmal in der Luft (etwa beim Frittieren von Speisen), verhält es sich deutlich zäher und langlebiger als Wasser. Dadurch regt es die Bildung von Wolken an und stabilisiert diese, was durch Reflexion von Sonnenlicht einen Kühleffekt hat.
Also, mehr Pommes! Wir müssen hier schließlich die Welt retten!

Energiekrise der Woche

Das war leider abzusehen: Bitcoins werden ein ernsthaftes Energieverbrauchsproblem.
Der Kern des Problems ist dieser: Mit jeder generierten Bitcoin steigt die nötige Rechenkraft pro Bitcoin exponenziell an. Das ist kein Versehen, das war Absicht bei der Erfindung der Bitcoins, um die Menge der verfügbaren Bitcoins zu begrenzen. Die Menge an Bitcoins im Umlauf sollte mit der Zeit langsamer wachsen. Klingt zunächst ganz sinnvoll.
Das Problem dabei ist, je mehr Rechenkraft ein Vorgang verbraucht, desto mehr Energie verbraucht er auch. Und bei exponenziellem Wachstum kann das schnell ausser Kontrolle geraten. Und jetzt verbraucht der Handel mit Bitcoins mehr Strom als die gesamte Republik Irland. Das sind eine Menge Kraftwerke, die man für so einen Energieverbrauch am Laufen halten muss. Mehr als Alaska.
Wenn die Wachstumsrate sich fortsetzt, verbrauchen Bitcoins zum Februar 2020 die gesamte Menge des auf der Erde gegenwärtig hergestellten Stroms. Das ist kein langer Zeitraum. Wir sollten diese Bullshit-Währung abschaffen. Sofort!

Staatsgründung der Woche

Die kleinste Nation der Erde besteht gegenwärtig aus einem einzelnen Satelliten im Orbit des Planeten. Asgardia hat eine Bevölkerung von 114.000 (Datensätzen der Bürger) und existiert für etwa anderthalb Jahre, bevor es in der Atmosphäre verglüht, nachdem es in den nächsten Tagen von der ISS abkoppelt.

Fahrrad der Woche

Es gibt deutlich zu wenig ungewöhnliches im Internet. Hier ist Darth Vader auf einem Einrad, wie er mit einem Flammen werfenden Dudelsack Schnee schiebt.

Bonus: Buch der Woche

Steaks, Walls And DossiersNatürlich kann ich diese Anthologie nicht vergessen: Steaks, Walls and Dossiers ist eine Sammlung von 13 Parodien auf einen berühmt-berüchtigten aktuellen US-Präsidenten, dessen Identität ich hier nicht verrate.
Mit dabei ist auch eine Kurzgeschichte von mir. In Thine Image it ein parodistisches Spiel mit Trumps Narzissismus am Ende seiner ersten Amtsperiode. Ich hatte sehr viel Spass mit dem Schreiben dieser Geschichte und hoffe, sie vermittelt dies auch beim Lesen.
Die Sammlung ist in Englisch und dies ist eine Geschichte, die sehr schwer zu übersetzen sein wird, weil die Pointe am Ende komplett auf einer sprachlichen Besonderheit des Englischen beruht.

Das eBook gibt es zur Zeit für 0,99 € bei Amazon, weitere Shops sollen demnächst folgen.