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Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Ich könnte so tun, als hätte es diese Woche eine Auswahl gegeben bei der Musik der Woche, aber mal ganz im Ernst: Elon Musk hat ein Auto in den Orbit geschossen. Dafür hat die Musikgeschichte genau eine Reaktion parat.

Schenkung der Woche

Rewe sucht offenbar ständig nach einem Umgang mit Lebensmitteln jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums. Der Markt bei mir um die Ecke etwa verkauft Waren kurz vor diesem stark reduziert im Kassenbereich.
Ein Markt in Bad Brückenau geht weiter und hat in seinem eigenen Ladenlokal ein Regal aufgebaut, in dem abgelaufene Lebensmittel einfach mitgenommen werden können.

Nachtmusik der Woche

Gefängnis ist für die einen offenbar schlimmer als für die anderen.
Das beweist zum Beispiel ein Mann, der regelmäßig in seinem belgischen Gefängnis verkloppt wird. Aber nicht, wiel er ein besonders schweres Verbrechen verübt hätte, für das auch die anderen Häftlinge keine Toleranz mehr haben, wie man es aus Filmen kennt. Nein, dieser Mann schnarcht.
Also, nicht im üblichen Rahmen natürlich, das wäre ja nichts ungewöhnliches. Nein, der Betroffene erreicht ein Maximum von 93 Dezibel.
Meine Überlegung, wäre ich die belgischen Behörden, wäre ja, ob man dem Mann nicht einen Job anbieten kann, abgesichert in den Trakten mit besonders üblen Verbrechern zu übernachten. Neben einer Mikrofonanlage.

Kaiju der Woche

Ich hatte diese Woche eine alte Spielzeugkiste durchgraben. Dabei fiel mir ein lange vergessenes Teil in die Hände, ein Panzer, der sich zu einem Dinosaurier entfaltete, wenn man hinten auf eine Taste drückt. Also suchte ich nach mehr Informationen über dieses Teil. Ich wusste nur noch, dass es ein Hot Wheels Ableger war.
Es stellte sich heraus, dass es sich um Tankasaurus rex aus der Serie Attack Pack handelte. Die 90er waren eine großartige Zeit für abgefahrenes Spielzeug.
Aber das ist grade nicht der Punkt. Der Punkt ist das andere, deutlich häufigere Ergebnis meiner Internetrecherche: Das da rechts ist Kyōryū Sensha, was übersetzt einfach nur Dinosaurier-Panzer bedeutet. Er stammt aus der japanischen Filmserie Ultraman und scheint einen gewissen Kultstatus erreicht zu haben. Genug, dass es bei Amazon Figuren von dem Ding gibt. Und genau so sollte es auch sein, ich meine, seht euch das Ding an! Besser kann man die japanische Fernsehindustrie der 1960er gar nicht einfangen!

Bumerang der Woche

Die Zeit machte in einem Artikel die Behauptung zu Journalismus, dass die Deutschen sich nicht ausreichend mit Wirtschaft auskennen. Das ist jetzt eigentlich keine so absurde Behauptung. An den Schulen ist Wirtschaft unterentwickelt, selbst an den Hochschulen ist die Ökonomie sehr einseitig und versagt regelmäßig bei der Beschreibung der Realität.
Ich meine, wie viele kennen sich schon mit Preisfindungsmechaniken, der Begründung des Zinssystems oder der Funktionsweise von Börsen aus? Das sind hochkomplexe Themen, bei denen keiner mehr durchsteigt, die aber für unseren Alltag enorme Auswirkungen haben können. Das ist alles kein falscher Vorwurf.
Und dann kommt die erste Frage:

Die erste Frage im Fragebogen war zum Aufwärmen: Wie hoch steht der Dax? Das wird jeden Abend in der „tagesschau“ und in nahezu jeder anderen Nachrichtensendung angesagt. Es hätte ein Selbstläufer sein müssen. Trotzdem trauten sich knapp 30 Prozent der Teilnehmer keine Antwort zu.

Ja, die erste Frage war der aktuelle Stand des Dax. Eine Frage, deren Antwort vollkommen belanglos ist. Denn zu wissen, wie hoch der Dax aktuell liegt, hat nichts mit dem Verständnis von Wirtschaft zu tun. Das ist einfach nur eine Zahl.
Das selbe gilt für die übrigen Fragen. Die Inflationsrate, Arbeitslosigkeit oder Steuerbelastung einzelner Einkommensgruppen zu kennen, hat nichts mit Wirtschaftswissen zu tun. Das ist überflüssiges Nachrichtenwissen ohne Bedeutung für das eigene Leben. Das ist Zeug, dass man sich nicht merken muss, weil es einerseits morgen ohnehin nicht mehr stimmt und andererseits bei Bedarf schnell nachgeschlagen werden kann.
Die Zeit hat also einen Artikel über mangelndes Wirtschaftswissen veröffentlicht in dem sie beweist, dass sie selbst nicht einmal weiss, was Wirtschaftswissen eigentlich umfasst. Denn Wissen über die Funktionsweisen der Wirtschaft wurde nicht mal erwähnt, geschweige denn abgefragt. Peinlich.

Befreiung der Woche

Norwegen schließt alle verbliebenen Pelzfarmen des Landes.
Der Prozess soll zwar noch bis 2025 dauern, aber wenigstens ist der Schritt klar: Die Pelztierhaltung im Land endet.

Wtf der Woche

Okay, hierzu gibt es keinen Link, ich glaube, das ist nicht wirklich jugendfrei. Und selbst wenn, werde ich diese Art von Folterfantasie nicht verlinken. Aber das Wissen um seine Existenz ist schon irgendwie faszinierend.
Ich präsentiere also Eye Drop Torment, einen wirklich seltsamen Fetischmanga aus, natürlich, Japan.
eye-drop-tormentDass Folterfantasien mit Augentropfen existieren, ist alleine schon etwas, was ich nicht erwartet hatte. Vor allem habe ich es nicht in einer Empfehlungsliste unter einem harmlosen Shoot’em’Up erwartet.
Aber ich muss die kreative Energie dennoch anerkennen: Dem Verfasser war einfache Augenfolter nicht genug, er baute sich ein Opfer, wie es nur im Manga existieren kann. Es handelt sich um einen Ninja, der am ganzen Körper Augen hat.
Was stimmt mit den Leuten nicht?