Sieben am Sonntag 04.03.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewĂ€hlt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltĂ€glichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, MerkwĂŒrdigkeiten und sonstigen -keiten, der FundstĂŒcke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche in rundumerneuerter Form, wobei es sich teils (Video der Woche) um einen Vorlauf handelt. Die InternetfundstĂŒcke sind einer der sieben Punkte und mĂŒssen nun nicht weiter sieben StĂŒck sein. Mal sehen, wie gut das funktioniert.

Musik der Woche

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großen VerĂ€nderungen passt wenig so gut wie eine 80er-Powerhymne. Dare von Stan Bush ist zur Zeit meine 80er-Powerhymne, bekannt aus dem originalen Transformers-Kinofilm.
Übrigens sind die Transformers-Filme fĂŒr Cineasten gar nicht uninteressant. Beide sind absolut perfekte Zeitkapseln ihres jeweiligen Jahrzehnts. Dass die 2000er kein sonderlich gutes Jahrzehnt waren, tut dem keinen Abbruch.

Links der Woche

Was bisher den Löwenanteil der Sieben am Sonntag ausgemacht hat, habe ich jetzt hier rein gepackt. Im Gegenzug können das mal mehr, mal weniger als sieben sein. Manches ist lustig, manches ist traurig, manches interessant, manches kurios und manches auch einfach nur bekloppt. Aber alles ist erwÀhnenswert. Okay, bis auf das Monopoly-Spiel, das ist einfach nur lustig.

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ - Bild: Amazon

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ – Bild: Amazon


Es gibt ein Pummeleinhorn-Monopoly (Link geht zu Amazon).
Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen haben das Geheimnis römischer Opferhöhlen gelĂŒftet. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine österreichische Ayurveda-AnhĂ€ngerin hat mal eben sich und ihre lokale KlĂ€ranlage mit Quecksilber aus ihrer „natĂŒrlich-sanften Heilmethode“ vergiftet.
Wie man nach der Braunkohle und ihren EinkĂŒnften weitermacht, zeigt zur Zeit das Rheinische Revier mit Vernetzung und Planungen fĂŒr eine Region nach dem absehbaren und hoffentlich noch schneller werdenden Kohleausstieg. Wie man es nicht macht, zeigt die Lausitz.
Wenn auf eine schwarze Frau mit den Worten: „Wir wollen keine AuslĂ€nderbabys hier“ eingeschlagen wird, dann weiss man bei der Polizei in Wurzen auch nicht, ob das vielleicht ein auslĂ€nderfeindlicher Akt gewesen sein könnte.
Eindeutig rassistisch dagegen: Schwarze Köche, die zum Black History Month Gerichte servieren, die Schwarze gerne mögen. Sie wĂŒrden Klischees bedienen.

Service-Mitteilung der Woche

Keine Ahnung, ob das ein Regularium wird. Mal schauen.
Diese Woche jedoch ist es mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die schwarzen TĂŒtchen zum Einpacken von Hundekot nicht den Zweck haben, die Umwelt zusĂ€tzlich zum Kot noch mit einer PlastiktĂŒte zu belasten, indem man anschließend die TĂŒte ins GebĂŒsch wirft. Vor allem nicht in BrombeerbĂŒsche, wo sie dann an den Stacheln hĂ€ngenbleibt, reisst und ihren Inhalt richtig schön verteilt. Das ist fĂŒr den MĂŒlleimer gedacht, ihr Schweine!
Ich kann nicht glauben, dass das der ErwÀhnung bedarf.
Wobei das hier fast schon wieder als Kunstwerk durchgeht:

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

Okay, im Ernst: „Exkrement in Zweisamkeit“ ist ein deutlich zu guter Titel.

Politik der Woche

Die Sieben fressen die Politische KW. Es ist einfach deutlich ĂŒbersichtlicher und auch weniger Arbeit, die wöchentlichen BeitrĂ€ge in einem zu haben. Das macht es auch einfacher, keinen davon aus Zeitmangel zu ĂŒberspringen.
Also dann, politische TÀtigkeit dieser Woche (soweit öffentlich):
Zentral war diese Woche der Umweltausschuss (pardon Umwelt- und Feuerwehrausschuss) der Stadt Mönchengladbach. Der war dieses Mal mit nur vier Tagesordnungspunkten (einer wurde aus gesundheitlichen GrĂŒnden verschoben) recht kurz.
Von den vier ĂŒbrigen waren zwei Initiativen der GrĂŒnen. Die Umsetzung eines Klimasparbuches lehnte der Ausschuss leider ab und dazu gibt es wenig zu sagen.
Interessanter lief es beim Thema Glyphosat-Verbot in MG. Wurde das beim letzten Anlauf vor ein paar Jahren noch einfach abgelehnt, war das Thema diesmal Wesentlich prĂ€senter und verlangte nach ernsthafter Debatte. Die GroKo wollte klargestellt wissen, dass auch aus ihrer Sicht Glyphosat ein Problem sei. NatĂŒrlich gab es den Verweis auf mangelnde ZustĂ€ndigkeit der Stadt (und die kommunale Version von „Wieso sollen wir aufhören, wenn die in China weitermachen?“), aber es gab auch einen Vorschlag der Linken, der Gehör fand: Die Stadt soll gemeinsam mit den Landwirten nach Möglichkeiten suchen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und damit verbunden die Artenvielfalt zu schĂŒtzen. Das wurde dann zum Beschluss des Ausschusses und somit ist die Stadt bei dem Thema weiter.
Bei den ĂŒbrigen Punkten brachte ich beim zu erarbeitenden „Masterplan Stadtbezirke“ (gemeint sind die Gebiete ausserhalb der beiden großen InnenstĂ€dte von Mönchengladbach) meine Kritik ein.
ZunĂ€chst die fachliche, dass man so unterschiedliche Bereiche wie Rheindahlen (Kleinstadt) und Buchholz (Dorf) wohl kaum in einem so umfassenden Plan erfassen kann, was Dezernent Dr. Bonin bestĂ€tigte und nach Bedarf nach diesem ersten Grobkonzept eine Teilung des Plans ankĂŒndigte.
Gestört hatte mich die Behauptung, die verkehrliche Anbindung der lĂ€ndlichen Stadtteile sei gut, was aber nur fĂŒr den Autoverkehr stimmt und somit meines Erachtens eine schlichtweg falsche Behauptung ist. Gute Erreichbarkeit nur mit dem Auto ist fĂŒr mich die Definition einer schlechten Verkehrssituation, denn das Auto sehe ich als KrĂŒcke, mit der Fehler ausgebĂŒgelt werden.
Dann sprach ich noch das Thema Zersiedelung an, was damit auch zusammenhĂ€ngt. Der Niederrhein ist stark zersiedelt und wir brauchen auch eine Strategie, wie wir das einschrĂ€nken. Wenn es uns ernst ist mit dem Artenschutz (siehe ein paar AbsĂ€tze zuvor), mĂŒssen wir auch die RĂ€ume schaffen, in denen Natur sich entfalten kann.

Wortgeschmeide der Woche

BĂŒcher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht.

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen geklaut

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen auf Facebook geklaut


Das ist Thomas Maria Claßens RadwanderfĂŒhrer Niederrhein. Radeln fĂŒr die Seele mit 15 Radtouren am Niederrhein. Die gemĂŒtliche Variante zum Genießen des Landes, wer Thomas ein wenig kennt, weiss, dass er auch sportliche Touren macht. Erschienen im Droste-Verlag fĂŒr hĂŒbsches Hellblau.
Radeln fĂŒr die Seele: Niederrhein, wie ich es selber jetzt aus schriftĂ€sthetischen GrĂŒnden nenne, ist ab morgen fĂŒr 16,99 € im Buchhandel erhĂ€ltlich. Im lokalen Buchhandel, den man super per Fahrrad erreichen kann, und natĂŒrlich auch bei Amazon.
Es ist der erste Band einer Reihe, gefolgt von Norbert Schmidts Radtourenempfehlungen fĂŒr die Eifel im April.

Fotos der Woche

Fotografische Mission der Woche waren Bilder vom heutigen Repair CafĂ© in Rheydt, um Material fĂŒr einen Flyer zu bekommen, den wir zur Zeit gestalten. Es folgt eine kleine Auswahl.
skandal-in-gruenDen Anfang macht dieser kleine Schraubendreher, der aus einer sozialdemokratischen Familie stammt und vor kurzem zu den GrĂŒnen ĂŒbergetreten ist. Und jetzt muss er abseits sitzen, draussen am Wasser. Armer kleiner Schraubendreher!
radio-innenlebenDass dieses Radio ein paar Tage hinter sich hat, hÀtten wir ihm auch ohne den Staub geglaubt.
handy-reparaturDass die Kamera entschieden hat, lieber auf den Hintergrund scharf zu stellen, als auf das Handy, Àrgert mich. Vor allem nach ewigem Warten, dass der Lötkolben mal heiss wird, um sowohl die Reparatur als auch das Foto machen zu können. Das ist einfach ein wirklich gutes Motiv.
rasenmaeher-opDrĂŒben am Fahrradstand lĂ€uft es nach dem Motto „Wenn es zwei RĂ€der hat und keinen Motor, wird es schon ein Fahrrad sein!“
vw-kaefer-1960Draussen vor der TĂŒr wartete geduldig dieses Krabbeltierchen. Weil der KĂ€fer mit den Schlafzimmeraugen noch nicht sĂŒĂŸ genug war, hat er kurzerhand noch eine dazu passende Sonnenblende bekommen. Jetzt sieht er aus wie ein sehr mĂŒdes Auto. Hat ein bisschen was von einem Hund, der vor der Metzgerei warten muss.

Video der Woche

Ich habe beschlossen, meine Youtube-Drehs wieder aufzunehmen. Das ist eine lÀngere Geschichte, zu der ich in einem eigenen Beitrag kommen werde. Immer ganz am Ende, damit die Musik potenziell durch ist, wenn ihr hier ankommt.
Dieser Punkt hier steht zur Vorbereitung dessen. Und da es diese Woche kein Video von mir gab, ist hier statt dessen eins, dass ich sehr gut fand. Also wie die Politik der Woche die Aufnahme eines bisher eigenen Formats zwecks Übersichtlichkeit und Arbeitseffizienz.

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