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Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche in rundumerneuerter Form, wobei es sich teils (Video der Woche) um einen Vorlauf handelt. Die Internetfundstücke sind einer der sieben Punkte und müssen nun nicht weiter sieben Stück sein. Mal sehen, wie gut das funktioniert.

Musik der Woche

Zu großen Veränderungen passt wenig so gut wie eine 80er-Powerhymne. Dare von Stan Bush ist zur Zeit meine 80er-Powerhymne, bekannt aus dem originalen Transformers-Kinofilm.
Übrigens sind die Transformers-Filme für Cineasten gar nicht uninteressant. Beide sind absolut perfekte Zeitkapseln ihres jeweiligen Jahrzehnts. Dass die 2000er kein sonderlich gutes Jahrzehnt waren, tut dem keinen Abbruch.

Links der Woche

Was bisher den Löwenanteil der Sieben am Sonntag ausgemacht hat, habe ich jetzt hier rein gepackt. Im Gegenzug können das mal mehr, mal weniger als sieben sein. Manches ist lustig, manches ist traurig, manches interessant, manches kurios und manches auch einfach nur bekloppt. Aber alles ist erwähnenswert. Okay, bis auf das Monopoly-Spiel, das ist einfach nur lustig.

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ - Bild: Amazon

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ – Bild: Amazon


Es gibt ein Pummeleinhorn-Monopoly (Link geht zu Amazon).
Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen haben das Geheimnis römischer Opferhöhlen gelüftet. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine österreichische Ayurveda-Anhängerin hat mal eben sich und ihre lokale Kläranlage mit Quecksilber aus ihrer „natürlich-sanften Heilmethode“ vergiftet.
Wie man nach der Braunkohle und ihren Einkünften weitermacht, zeigt zur Zeit das Rheinische Revier mit Vernetzung und Planungen für eine Region nach dem absehbaren und hoffentlich noch schneller werdenden Kohleausstieg. Wie man es nicht macht, zeigt die Lausitz.
Wenn auf eine schwarze Frau mit den Worten: „Wir wollen keine Ausländerbabys hier“ eingeschlagen wird, dann weiss man bei der Polizei in Wurzen auch nicht, ob das vielleicht ein ausländerfeindlicher Akt gewesen sein könnte.
Eindeutig rassistisch dagegen: Schwarze Köche, die zum Black History Month Gerichte servieren, die Schwarze gerne mögen. Sie würden Klischees bedienen.

Service-Mitteilung der Woche

Keine Ahnung, ob das ein Regularium wird. Mal schauen.
Diese Woche jedoch ist es mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die schwarzen Tütchen zum Einpacken von Hundekot nicht den Zweck haben, die Umwelt zusätzlich zum Kot noch mit einer Plastiktüte zu belasten, indem man anschließend die Tüte ins Gebüsch wirft. Vor allem nicht in Brombeerbüsche, wo sie dann an den Stacheln hängenbleibt, reisst und ihren Inhalt richtig schön verteilt. Das ist für den Mülleimer gedacht, ihr Schweine!
Ich kann nicht glauben, dass das der Erwähnung bedarf.
Wobei das hier fast schon wieder als Kunstwerk durchgeht:

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

Okay, im Ernst: „Exkrement in Zweisamkeit“ ist ein deutlich zu guter Titel.

Politik der Woche

Die Sieben fressen die Politische KW. Es ist einfach deutlich übersichtlicher und auch weniger Arbeit, die wöchentlichen Beiträge in einem zu haben. Das macht es auch einfacher, keinen davon aus Zeitmangel zu überspringen.
Also dann, politische Tätigkeit dieser Woche (soweit öffentlich):
Zentral war diese Woche der Umweltausschuss (pardon Umwelt- und Feuerwehrausschuss) der Stadt Mönchengladbach. Der war dieses Mal mit nur vier Tagesordnungspunkten (einer wurde aus gesundheitlichen Gründen verschoben) recht kurz.
Von den vier übrigen waren zwei Initiativen der Grünen. Die Umsetzung eines Klimasparbuches lehnte der Ausschuss leider ab und dazu gibt es wenig zu sagen.
Interessanter lief es beim Thema Glyphosat-Verbot in MG. Wurde das beim letzten Anlauf vor ein paar Jahren noch einfach abgelehnt, war das Thema diesmal Wesentlich präsenter und verlangte nach ernsthafter Debatte. Die GroKo wollte klargestellt wissen, dass auch aus ihrer Sicht Glyphosat ein Problem sei. Natürlich gab es den Verweis auf mangelnde Zuständigkeit der Stadt (und die kommunale Version von „Wieso sollen wir aufhören, wenn die in China weitermachen?“), aber es gab auch einen Vorschlag der Linken, der Gehör fand: Die Stadt soll gemeinsam mit den Landwirten nach Möglichkeiten suchen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und damit verbunden die Artenvielfalt zu schützen. Das wurde dann zum Beschluss des Ausschusses und somit ist die Stadt bei dem Thema weiter.
Bei den übrigen Punkten brachte ich beim zu erarbeitenden „Masterplan Stadtbezirke“ (gemeint sind die Gebiete ausserhalb der beiden großen Innenstädte von Mönchengladbach) meine Kritik ein.
Zunächst die fachliche, dass man so unterschiedliche Bereiche wie Rheindahlen (Kleinstadt) und Buchholz (Dorf) wohl kaum in einem so umfassenden Plan erfassen kann, was Dezernent Dr. Bonin bestätigte und nach Bedarf nach diesem ersten Grobkonzept eine Teilung des Plans ankündigte.
Gestört hatte mich die Behauptung, die verkehrliche Anbindung der ländlichen Stadtteile sei gut, was aber nur für den Autoverkehr stimmt und somit meines Erachtens eine schlichtweg falsche Behauptung ist. Gute Erreichbarkeit nur mit dem Auto ist für mich die Definition einer schlechten Verkehrssituation, denn das Auto sehe ich als Krücke, mit der Fehler ausgebügelt werden.
Dann sprach ich noch das Thema Zersiedelung an, was damit auch zusammenhängt. Der Niederrhein ist stark zersiedelt und wir brauchen auch eine Strategie, wie wir das einschränken. Wenn es uns ernst ist mit dem Artenschutz (siehe ein paar Absätze zuvor), müssen wir auch die Räume schaffen, in denen Natur sich entfalten kann.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht.

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen geklaut

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen auf Facebook geklaut


Das ist Thomas Maria Claßens Radwanderführer Niederrhein. Radeln für die Seele mit 15 Radtouren am Niederrhein. Die gemütliche Variante zum Genießen des Landes, wer Thomas ein wenig kennt, weiss, dass er auch sportliche Touren macht. Erschienen im Droste-Verlag für hübsches Hellblau.
Radeln für die Seele: Niederrhein, wie ich es selber jetzt aus schriftästhetischen Gründen nenne, ist ab morgen für 16,99 € im Buchhandel erhältlich. Im lokalen Buchhandel, den man super per Fahrrad erreichen kann, und natürlich auch bei Amazon.
Es ist der erste Band einer Reihe, gefolgt von Norbert Schmidts Radtourenempfehlungen für die Eifel im April.

Fotos der Woche

Fotografische Mission der Woche waren Bilder vom heutigen Repair Café in Rheydt, um Material für einen Flyer zu bekommen, den wir zur Zeit gestalten. Es folgt eine kleine Auswahl.
skandal-in-gruenDen Anfang macht dieser kleine Schraubendreher, der aus einer sozialdemokratischen Familie stammt und vor kurzem zu den Grünen übergetreten ist. Und jetzt muss er abseits sitzen, draussen am Wasser. Armer kleiner Schraubendreher!
radio-innenlebenDass dieses Radio ein paar Tage hinter sich hat, hätten wir ihm auch ohne den Staub geglaubt.
handy-reparaturDass die Kamera entschieden hat, lieber auf den Hintergrund scharf zu stellen, als auf das Handy, ärgert mich. Vor allem nach ewigem Warten, dass der Lötkolben mal heiss wird, um sowohl die Reparatur als auch das Foto machen zu können. Das ist einfach ein wirklich gutes Motiv.
rasenmaeher-opDrüben am Fahrradstand läuft es nach dem Motto „Wenn es zwei Räder hat und keinen Motor, wird es schon ein Fahrrad sein!“
vw-kaefer-1960Draussen vor der Tür wartete geduldig dieses Krabbeltierchen. Weil der Käfer mit den Schlafzimmeraugen noch nicht süß genug war, hat er kurzerhand noch eine dazu passende Sonnenblende bekommen. Jetzt sieht er aus wie ein sehr müdes Auto. Hat ein bisschen was von einem Hund, der vor der Metzgerei warten muss.

Video der Woche

Ich habe beschlossen, meine Youtube-Drehs wieder aufzunehmen. Das ist eine längere Geschichte, zu der ich in einem eigenen Beitrag kommen werde. Immer ganz am Ende, damit die Musik potenziell durch ist, wenn ihr hier ankommt.
Dieser Punkt hier steht zur Vorbereitung dessen. Und da es diese Woche kein Video von mir gab, ist hier statt dessen eins, dass ich sehr gut fand. Also wie die Politik der Woche die Aufnahme eines bisher eigenen Formats zwecks Übersichtlichkeit und Arbeitseffizienz.