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Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Ohne Kreuz an der Wand, denn ich habe schon genug Kleiderhaken und der Katholenzombie ist zwar ganz lustig für Goths, aber wird doch schnell zu langweilig, um Gäste damit zu erschrecken. Jeden Sonntag, mehr oder weniger. Die Sieben, nicht das Gästeerschrecken.

Musik der Woche

Diese Woche erinnerte Youtube mich mit einem Vorschlag daran, dass die Dandy Warhols mal existiert haben. Womit bewiesen wäre, dass meine Youtube-Vorschläge besser sind als eure. Ha!
Apropos: Wer zum Teufel ist Ben Schmid? Der will mir ständig in Werbespots Webseiten verkaufen und ich habe keine Ahnung, warum ich die von ihm kaufen sollte.

Links der Woche

Beginnen wir diesen Abschnitt direkt mit der großen guten Nachricht der Woche: Die EU hat das Verbot von drei besonders insektenschädlichen Giften der Kategorie Neonikotinoide beschlossen. Ein guter Schritt!

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Und nun zu etwas völlig anderem: Das ist ein Pandicorn. Pandicorns sind etwas, was in dieser Welt existiert. Naja, im Internet. Das reicht. Pandicorns! Jetzt brauchen wir nur noch einen deutschen Namen. Ständig „Pandicorns“ zu sagen klingt irgendwie blöd.
Die großen Islamtheoretiker der Allesweiss-Schule dürfen jetzt mal sehr verwirrt dreinschauen: Muslimische Frauen tragen als Zeichen gegen Antisemitismus Kippa auf dem Kopftuch.
Völkerverständigung läuft selbst in Österreich, wenn es nur Geld bringt. Dort ist jetzt ein direkter Güterzug aus China eingetroffen. Das ist eine gute Nachricht. Viele Leute denken bei China-Importen an Flugzeuge, aber Flugzeuge sind für die meisten Gütertransporte zu teuer und daher deutlich seltener, als die meisten Leute glauben. Also nimmt man Schiffe, die ewig brauchen. Züge sind ein großer Schritt vorwärts, da sie nicht komplett den asiatischen Kontinent umfahren müssen, um nach Europa zu kommen.
Achja, die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Eu ist schon gut bescheuert. So kann man WhatsApp in Zukunft erst ab 16 verwenden. Offiziell, denn kontrollieren will das keiner. Wäre interessant, die dahinterstehende Rechtsauslegung andernorts anzuwenden, denn dann dürfte man unter 16 das Internet nicht benutzen. Ja, das gesamte Internet. Die Ausnahmen sind so wenige, dass man durchaus feststellen kann, dass es ein Internet ohne Datenspeicherung nicht gibt. Ich habe ein paar sehr kräfige Wörterbucheinträge für die DSGVO und ihre Realitätsferne.
In England wundert sich die Daily Mail (deren Tageszeitung für Vollhonks), dass mit dem Austritt aus der EU auch damit verbundene Freiheiten wie die Reisefreiheit fallen. Ich hoffe wirklich, das beschränkt sich auf die Mail und deren Leserschaft.
Begründungen für Ereignisse sind oft amüsanter als das Ereignis selbst. Aktuelles Glanzlicht ist dabei die Erklärung Facebooks, die Datenextraktion durch Cambridge Analytica sei wohl möglich gewesen, weil Facebook die AGB von Cambridge Analytica nicht durchgelesen habe.
Unterdessen hat sich auch für Nordkoreas Atomteststop eine Erklärung gefunden: Deren Testgelände ist zusammengebrochen, die können gar keine Atombombentests mehr durchführen. Wobei ich auch davon ausgehe, dass Nordkorea ganz einfach pleite ist und keine andere Möglichkeit mehr hat als sich abzuwickeln.
Die Raumsonde Rosetta hat uns erstmals eine Videoaufnahme von der Oberfläche eines Kometen geschickt. Die Aufnahme wurde im September 2017 aus den wenigen Daten des Landemoduls Philae geborgen.

Service-Mitteilung der Woche

Artikel 137 WRV

Auszug der wesentlichen Teile des Artikels 137 WRV

„Es besteht keine Staatskirche“ und die Kirchen und der Staat sind getrennt. Das ist jetzt eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
Ausser für die Bayern.
Okay, es war ein etwas seltsames Vorgehen, die betreffenden Artikel aus der Weimarer Reichsverfassung nicht ins Grundgesetz zu nehmen, sondern nur auf sie zu verweisen. Weitgehend sinnlos, aber es wurde wohl getan, um eine neue Diskussion mit den Kirchen zu vermeiden.
Und wer sich über die Debatte wundert, der möge sich einfach vorstellen, Bayern hätte für alle Staatsbediensteten das Kopftuch zur Pflichtkleidung erklärt. Vielleicht versteht ihr dann das Problem.

Politik der Woche

Der Dienstag brachte eine ewig lange Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mit einigen großen Themen wie der Erneuerung von sieben Brücken, welche die GroKo eine ganze Reihe ihrer Leuchtturmprojekte kosten dürfte. Für mich relevant war hauptsächlich der Punkt Elektromobilitätskonzept, wo ich dem Team die Themen O-Busse und Verkehrsvermeidung nahebringen konnte. Tatsächlich tauchte der O-Bus in der Wiederholung der Vorstellung im nächsttägigen Umweltausschuss dann auch auf.
Am Samstag in Solingen kam das Thema O-Bus dann erneut auf, diesmal eher zufällig. Denn dort wurde uns von der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr der Grünen (LAG MoVe) das Konzept hinter den neuen O-Bussen vorgestellt, die sich streckenweise von der Oberleitung abkoppeln und dann mit Akkuladung weiterfahren können. Das System soll auch stark in die künftige Stromversorgung und -verteilung der Stadt Solingen eingebunden werden. Das Ganze war sehr interessant.
Lustigerweise bin ich tatsächlich mit einem O-Bus angereist, der in Wuppertal einen Teil der Strecke ohne Oberleitung fuhr. Allerdings war dies noch ein älteres Modell, welches diese Strecke mit einem Dieselmotor überwand.
Daneben gab ich der Bundestagsfraktion mit, dass man beim Thema „Mehr Güter auf die Schiene“ nicht nur über Gleise, sondern auch mal über Bahnhöfe reden muss. Denn wenn die Autobahn überall erreichbar ist, gleichzeitig aber die Güterbahnhöfe ausserhalb der Hafenstädte praktisch verschwunden sind und dort jetzt Bürokomplexe, Wohngebiete und Einkaufzentren stehen, nützt das schönste Gleisnetz wenig. Oliver Krischer verwies in seiner Antwort auf die Digitalisierung, aber auch die bekommt die Waren nicht von Zauberhand auf die Waggons. Um Waren auf der Schiene transportieren zu können, müssen diese überhaupt auf die Schiene kommen können. Und da kann man so viele Computer einsetzen, wie man will, am Ende braucht man dafür doch einen Kran.

Wortgeschmeide der Woche

Sorry, diese Abteilung bleibt diese Woche mal etwas leer. Mir ist nichts empfehlenswertes über den Weg gelaufen.

Fotos der Woche

Ich beschränke mich diese Woche auf einen Screenshot. Der sieht recht unspektakulär aus, aber hier ist der Trick: Ich habe die VRR-Seite (Mobilversion, auf dem PC klappt es problemlos) nach einer Fahrt von Mönchengladbach Hbf nach Solingen Mitte gefragt. Solingen ist bei Wuppertal. Der Name der Stadt sieht dem Namen der Stadt Hannover nicht sonderlich ähnlich.

Kleiner Spaziergang bis zum Ziel ist einzuplanen

Kleiner Spaziergang bis zum Ziel ist einzuplanen

Video der Woche

Diese Woche blieb nicht viel Zeit übrig und so gibt es keine neuen Videos. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten hier an meiner Sammlung von Schnipseln für spätere volle Videos interessiert sind.
Zum Ausgleich empfehle ich diese Woche, bei Isaac Arthur reinzuschauen, der sich ausführlich mit der Zukunft beschäftigt, insbesondere mit Raumfahrt und der Kolonisierung anderer Planeten. Ich habe beispielhaft seine Ausführungen zur Industrialisierung des Mondes und zu Realisierung und Nutzen von Raumstationen im Erdorbit eingestellt.

Nächste Woche geht es dann bei mir weiter. Material ist im Kasten, Schnitt folgt.