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Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Und nun: Cthulhu fthagn! Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Der Song selbst ist offen gesagt nicht weiter anmerkenswert, es ist das Video dazu, das ihm den dieswöchigen Platz sichert. Das passiert halt, wenn ich den Grand Prix/Eurovision nicht anschaue, weil dieser 2017 so unsäglich uninteressant war. Ein Jahr, in dem Deutschland den vierten Platz erreicht, ist allerdings auch kein gutes Omen.
Zu Fantasy von DyE — eine faszinierende Anwendung cthuluesken Horrors als Sinnbild der sich völlig verändernden Weltsicht der Pubertät, gewürzt mit Bildern von sozialem Druck. Und einer fremden Dimension mit Wesen, die unsere Sinne selbst zum Bersten bringen.
Oder kurz gesagt, Pubertät.

Nachrichten der Woche

ich möchte, dass ihr euch die dümmste Frage vorstellt, die euch zum Thema „Flüchtlinge“ einfält. Dann nehmt ihr sie und macht sie noch dämlicher. Bereit?Okay, hier ist, woran ihr euch messen müsst:

Bei dem ist auf jeden Fall was im Trinkwasser

Bei dem ist auf jeden Fall was im Trinkwasser


Wo wir grade bei Panik sind, der neue europäische Datenschutz bringt da auch einige mit. Das nimmt biswielen seltsame Formen an. So haben wir nun dank dieser Schwachsinnsregelung den Rückzug von US-Unternehmen und die Schließung ganzer Blogs. Weil niemand mehr die Regeln versteht und wer sie versteht, kann sie kaum umsetzen. Die DSGVO enthält eine Datenschutzvorstellung die nur erfüllbar ist, wenn man in Zukunft keine Webseiten mehr benutzt. Sie offenbart das Weltbild von Menschen, die tief im 20. Jahrhundert feststecken und in eine Welt des 21. Jahrhunderts gefallen sind, die sie nicht verstehen.
Apropos, hier ist Christina Schulze Föcking, wie sie sich im Umgang mit moderner Technik blamiert. Bei ihr gab es nämlich doch keinen bösartigen Hackerangriff, da konnte nur jemand in ihrem Haushalt nicht mit seinem Fernseher umgehen.
Deutlich besser mit moderner Technik umgehen können inzwischen so manche Tierarten, die beginnne, sich an das Stadtleben anzupassen. Das ist etwas, womit ich schon eine Weile rechne und was ich sogar mal als Teil der Meilensteine der Evolution angedacht habe: Ein komplett neues Ökosystem Stadt mit eigenen Spezies, die sich allein an die Bedingungen dieses Lebensraumes angepasst haben und dabei zu neuen Arten wurden.
Und zu guter letzt haben wir eine neue Art von Fahrrad. Weil ich heute im Bauen von Überleitungen so extrem gut bin.
Angetrieben wird es vermutlich mit den Händen auf dem Boden

Angetrieben wird es vermutlich mit den Händen auf dem Boden

Geniestreich der Woche

Denkmalschutz ist ein erhebliches Problem, wenn gleichzeitig andere Fragen zu klären sind. Das ist der beispielsweise Fall bei unserer Zentralbibliothek, deren Unterdenkmalstellung massiv eine Sanierung und vor allem einen Ausbau erschwert. Noch häufiger ist Denkmalschutz aber bei der Frage der Barrierefreiheit ein Problem, vor allem bei großen Hallen. So etwa bei der Kaiser-Friedrich-Halle.
Frustriert von der Musealisierung (ja, das Wort habe ich mir grade ausgedacht) kritzelte ich eine Notiz auf meinen Zettel. Das Bild konnte ich leider nicht brauchbar fotografieren, aber der folgende Ersatz sollte klar machen, woran ich dachte:

230 Jahre ist retro genug, oder?

230 Jahre ist retro genug, oder?

Ein Heissluftballon oder eine Montgolfière als aussen anliegende Aufzugsanlage dürfte altbacken genug sein, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden, oder? Der Ballon würde über Schienen gehalten und so direkt am Gebäude hoch- und runterfahren. In seinem Korb können Personen befördert werden, insbesondere auch solche im Rollstuhl und dergleichen.
Ja, ich weiss, Denkmalschutz funktioniert so nicht. Denkmalschutz funktioniert nach überaus hirnrissigen Regeln, mit denen versucht wird, ein Bauwerk ohne Sinn und Verstand in einem bestimmten Zustand (oft nicht der Originalzustand) einzufrieren. Fast so hirnrissig wie meine Idee. Fast, denn so schnell überbietet mich hier niemand!

Politik der Woche

Wochen mit Feiertagen sind allgemein etwas kurz und leer.
Bedeutend war der Beschwerdeausschuss der Stadt, dem ich diese Woche mal als Zuhörer beiwohnte. Dort ging es um die Umstellung des Abfallkonzeptes. ich werde dazu noch in einem eigenen Artikel mehr schreiben, aber: Das war keine Sternstunde der städtischen Politik.
Eine Debatte ohne Fachleute, die ziellos verlief und bei der dann nur entschieden wurde, diese Woche nicht zu entscheiden. Was für eine Reaktion auf eine 1802-mal eingegangene Petition.

Wortgeschmeide der Woche

Endlich ein ernsthaftes Buch über die Erstellung lebensgroßer Dinosaurier-Modelle! Bisher habe ich nur zwei Bücher zum Thema, die beide weniger ernst gemeint sind. Chris McGowans How to Build Your Own Dinosaur out of Chicken Bones und T. rex to Go sind Anleitungen, wie man einen kleinen Dinosaurier aus Hühnerknochen baut. Das ist… kreativ?
Brian Cooleys Make-a-Saurus ist ein um Längen sinnvolleres Buch, das den Prozess im Bau echter lebensgroßer Dinosauriermodell erklärt. Vom Grundgerüst bis zum Gefieder.
Nicht nur für Dinosaurierfans, auch für andere Menschen, die sich für die Rekonstruktion ausgestorbener und die Modellierung lebender Tiere interessieren.

Fotos der Woche

Wenn Reinhold Messner eine Schnecke wäre

Wenn Reinhold Messner eine Schnecke wäre

Ich habe 31 Fotos von dieser Schnecke. Nicht, wiel sie so ein tolles Motiv ist, sondern weil meine Kamera mir keine Möglichkeit gibt, manuell auf ein bestimmtes Objekt im Bild zu fokussieren und sich sie so ständig auf den Hintergrund einstellte. Aber es ist dennoch ein interessantes Motiv, wie die Schnecke sind komplett um die Pflanze wickelt, um auf ihr hochzuklettern.
Grün

Grün

In der Dahler Oase sprießt es. Das aktuell größte Gewächs, das sich eindeutig von den Wildkräutern unterscheiden lässt, ist der Topinambur. Die Pflanze ist im Grunde die Essenz der Idee hinter der Oase: Nutzpflanzen, die sich aus eigener Kraft durchsetzen und (kontrolliert) im Garten ausbreiten.
Mehr Grün

Mehr Grün

Die Kirschen haben es offenbar eilig, den Sommer zu sehen. Das sind eine Menge Kirschen und schon recht groß. Vor zwei Wochen erst hat die Kirsch voll geblüht.
Kein Grün

Kein Grün

Und nun zu etwas völlig anderem: Am Freitag kamen endlich meine neuen Umlenkrollen fürs Liegerad an. Nachdem ich jetzt schon drei Rollen durchgenudelt habe, habe ich mich entschieden, gezielt ein Metallteil als Ersatz zu bekommen. Das allerdings ist in Deutschland gar nicht so einfach, hier gibt es nur Plastikteile, die zudem den falschen Achsdurchmesser haben. Das Aufbohren der Achse hilft nicht unbedingt bei der Haltbarkeit. Der China-Import hat etwas länger gedauert, aber dafür habe ich gleich drei Stück bestellt, um Vorrat zu haben. Ich hoffe, die halten länger.

Videos der Woche

Diese Woche gab es zwei Lego-Sets mit Tieren: Die Tierklinik mit Kater Chico aus Lego Friends und einen Baby-Raptor mit seinem Nest aus Lego Jurassic Park.

Zum Stand von Fiction Science: Momentan sammel ich Videoschnipsel, um meine eingesprochenen Beiträge zu unterlegen. Da fällt mir ein, hat jemand einen T. rex mit einem Rollator, der Kinder vom Rasen jagt? Aus einem unerfindlichen Grund finde ich dazu nichts passendes im Internet.