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Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Das „mehr oder weniger“ ist durchaus gemeint. An manchen Sonntagen ist es einfach so.

Musik der Woche

Nach drei Wochen habe ich ganz klar keine andere Option, als groß zu starten. Zum Beispiel mit einem der besten Songs, die je geschrieben, gesungen, aufgenommen und bevideot wurden. Damit kann natürlich nur etwas von Weird Al Yankovich gemeint sein.

Nachrichten der Woche

Zunächst: DSGVO und das neue europäische Urheberrecht sind aktuell sehr große Themen, die ich kaum ignorieren können werde. Ich werde diese hier allerdings überspringen, da ich ihnen ganz eigenständig Aufmerksamkeit widme. Die aktuelle Internetpolitik ist ein wichtiges Thema, das einen eigenen Artikel verdient.
Obwohl, die Nachricht ist zu bizarr für einen normalen Artikel und gleichzeitig zu bizarr, um in den Sieben am Sonntag nicht aufzutauchen: Die DSGVO könnte die Schufa erledigen. Dass deren Geschäftsmodell mehr als fragwürdig ist, dürftekeine Überraschung sein. Ebenso wenig, dass es der Datenschutz ist, der diese Auskunftei hochprivater Informationen am Ende zur Strecke bringt.
Ein vergleichbar offensichtliches Ergebnis hat die Tage eine Untersuchung zu Tage gebracht: Atomkrieg ist keine sonderlich intelligente Idee. Tja, und nu?
Immerhin sitzt da in Washington, D.C., jemand am Roten Knopf, der zu dumm ist, diesen von der Snooze-Funktion seines Weckers zu unterscheiden, wenn es drauf ankommt. Aber der verliert ja nach und nach seine Macht. Zum beispiel möglicherweise seine Schanklizenz, denn für diese braucht man im District of Columbia dem Gesetz nach einen guten Charakter, welchen Trump einer offiziellen Beschwerde nach nicht nachweisen könne. Das wäre so großartig!
Aber Trump ist ja nur Teil eines Gifts, das derzeit überall versprüht wird. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. So wie die Wöchentlichkeit dieser Beiträge. Weniger zum Beispiel, wenn die Welt den Skandal verkündet, jeden Monat kämen 100 bereits abgeschobene Migranten wieder. 100! Wir werden alle sterben! Jetzt mal abgesehen davon, dass es durchaus Gründe für einen mehrfachen Einreiseversuch gibt (und einige davon liegen in der deutschen Bürokratie), ich bin ziemlich sicher, mit 100 pro Monat kommen wir klar.
Jetzt wird es langsam Zeit für gute Nachrichten. Aber das wird nichts. Ihr kennt Hello Kitty? Nun, es gibt eine Raupe mit Hello Kittys Gesicht. Oder jedenfalls nah genug. Hier ist ein Youtube-Video, das ich jetzt mal nicht einbette, weil dieser Beitrag schon fünf Videos enthält und irgendwann auch mal laden soll.
Oh, doch, hier ist eine gute Nachricht: Einer der belgischen Schrott-Reaktoren ist mal wieder vom Netz gegangen. Nur aus irgendeinem Grund schalten die Belgier die Drecksdinger ständig wieder an. Vermutlich läuft da ein Suizidkult oder sowas. Ihr wisst schon, alles ist lustig und Blutbad oder Schlaftabletten und dann machen die etwas, was Leute betrifft, die nicht Mitglieder sind. Typisch.
Nicht ganz so gefährlich, aber auch nicht sonderlich gesund scheint Titandioxid zu sein. Diese Zutat in vielen Kosmetikprodukten wie Zahnpasta, welche diese schön weiss macht, scheint Diabetes zu begünstigen.
Und nun noch ein persönlicher Abschluss: Viva wird eingestellt. Der Sender war für mich ein prägendes Phänomen der Jugend, er lief praktisch ständig im Hintergrund. Als Viva schließlich zu wenig Musik und zu viele Shows sendete, war dies der letzte Tropfen, der mich vor mehr als zehn Jahren dazu brachte, den Fernseher als Maschine komplett aus meinem Leben zu verbannen. Aber klar, die Zielgruppe hat allgemein aufgehört, Fernseher als Teil ihres Lebens zu nutzen und ich erwarte, dass Viva nur der erste vieler Tode in einem Medium ist, dessen Zeit langsam endet. Ich erwarte derzeit, dass der letzte private Sender in zehn Jahren entweder untergeht oder nur noch als Anhängsel einer Online-Plattform existiert.

Geniestreich der Woche

Das Genie, welches beim letzten mal die Erdbeerpizza präsentierte, präsentiert nun: Döner Hawaii.
Ich meine, warum nicht? Der Hawaiitoast ist eh eine extrem lustige Erfindung der deutschen Fernsehgeschichte, gefolgt von der Pizza Hawaii. Nur Döner ist immer noch Döner. Manchmal mit Falafel, manchmal mit unterschiedlichen Fleischen oder Fleischersatzen, aber doch immer Döner. Warum kann der Dönernicht so vielfältig sein wie die Pizza oder das Sandwich?
Also, packt etwas Ananas in den Döner!
Das Konzept hat es bis jetzt in genau eine mir bekannte Döneria und in einen Buchtitel geschafft. Das ist ein bisschen mau, da geht noch was! Und ja, das bedeutet, ich war wieder nicht der einzige mit der Idee. Aber eines Tages werde ich die kulinarische Welt revolutionieren! So wie der Mensche, der irgendwann herausgefunden hat, dass Kartoffeln essbar sind. Und anschließend Deutschland gegründet hat.

Politik der Woche

Okay, die letzten drei Wochen haben die leeren vorherigen zwei gut ausgeglichen. Es war Sitzungszeit. Und Landesparteitag.
Beginnen wir mit letzterem. Die LDK Troisdorf, wie das bei Grünens heisst, war geprägt von der Wahl zum neuen Vorstand, bei dem es sehr zu meiner Überraschung die einzige Bewerberin der Grünen Jugend, Jule Wenzel, nicht zur Beisitzerin geschafft hat. Das fand ich dann doch etwas enttäuschend. Auch die beiden Kandidaten aus der niederrheinischen Nachbarschaft, Christoph Stolzenberg und H.C. Markert, haben das Rennen leider nicht gemacht. Man merkte allerdings eine gewisse Veränderungsstimmung. So nennt man das wohl, wenn alle im geschäftführenden Vorstand nur mit um die 70&37; gewählt werden, wenn es noch nicht mal Gegenkandidat/-innen gibt.
Inhaltlich gab es einen großen Punkt zur Wohnungspolitik, die ganz einfach nicht so mein Thema war. Allerdings gab es auch den Beschluss, eine Kommission zu bilden, wie wir mit der Digitalisierung umgehen wollen. Klingt etwas bekloppt, aber damit soll auch externer Sachverstand eingebunden werden und wenn ich mir die Ergebnisse der DSGVO so anschaue, kann unsere Partei solche gut gebrauchen.
Zeitgleich war ja auch die Fahrradkonferenz RADKOMM im nahen Köln und wir beschlossen pünktlich vor deren Beginn auch, die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu unterstützen. Das hat auch die Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität & Verkehr empfohlen, zu der ich gehöre.

Noch zwei Tage vor der LDK saß ich in Rheydt im Umwelt- und Feuerwehrausschuss. Dieser begann gleich mit dem Punkt „Vortrag der Landwirtschaftskammer zum Thema ‚Glyphosat‘“, der aus einem Grünen Antrag von der vorherigen Sitzung zurückging. Ein Vertreter der Landwirtschaftskammer aus Köln war gekommen, um zum Thema zu referieren. Er schilderte die Beschränkungen der Landwirte beim Pestizideinsatz, fand das Wort „Pestizid“ ganz furchtbar und will es durch „Pflanzenschutzmittel“ ersetzt wissen (äh, ja, vergiss es) und erzählte immerhin auch von ausgiebiger Erprobung, chemische durch mechanische Methoden der Unkrautbekämpfung zu ersetzen.
Es gab auch einen Bericht zum Thema Elektromobilität, der vor allem ganz viel Verzweiflung enthielt. Die in der Praxis eingesetzte Technologie ist hochgradig unpraktisch und stellt die Städte vor erhebliche Probleme, wenn sie in größerem Umfang genutzt werden sollte. Kurzgesagt bringt Steckdosenaufladung ordentlichen Kabelsalat mit sich. Gleichzeitig fragte ich nach konkreten Technologien, die andernorts in der Erprobung sind oder sogar in den 70ern und 80ern in unserer eigenen Stadt erprobt wurden. Doch da habe ich wohl zu viel erwartet. In Mönchengladbach macht man nichts Neues, in MG verwaltet man die Missstände und moppert drüber.
Zu wenig Fantasie war auch das Problem bei unserem Antrag auf die Einrichtung von Wildniswald-Flächen. Das sind Waldflächen, auf denen keine menschlichen Eingriffe erfolgen, wenn diese nicht der Verkehrssicherung am Rand der Gebiete dienen. So sollen in ausgewiesenen Gebieten natürliche Prozesse stattfinden. Weg von Forstwirtschaft und gewollten menschlichen Vorstellungen, hin zu einem dynamischen System, in dem die Natur ihren eigenen Gesetzen folgt.
Doch vor der Dynamik eines natürlichen Systems hatte so mancher Angst. Denn dann kann man nicht mehr anpflanzen, wie im Garten, sondern es wachsen nur noch Pflanzen und Tiere, die an diesem Ort tatsächlich von Natur aus leben können. Welch ein Schreckensszenario! Kam also nicht durch, die Idee. Dabei wäre der Rheindahlener Forst auf dem Gelände des ehemaligen NATO-Hauptquartiers eine großartige Chance für so ein Projekt gewesen.

Am Dienstag darauf folgte der Bau- und Planungsausschuss.
Wie dem Wildniswald erging es dort auch unserem Antrag auf ein Klimafolgenkonzept. Ein solches dient dazu, die Stadt auf absehbare Klimaveränderungen vorzubereiten. es ist damit ein ergänzender Baustein zum Klimaschutz, der diese möglichst gering zu halten sucht. Doch die GroKo wollte weder verstehen, dass ein gesamtstädtisches Konzept etwas anderes ist als, dass wir bei diesem und jenem Baugebiet ein paar Bäume hinstellen, noch, dass Klimafolgenschutz im Klimaschutzkonzept der Stadt überhaupt nicht vorkommt und da auch gar nicht reingehört. Und ja, ich sage bewusst „wollte nicht verstehen“, denn für doof halte ich die GroKoler/-innen nicht.
Aber das muss nichts heissen. Ein anderer von mir formulierter und im November abgelehnter großer Radverkehrsantrag kam in Form einer Verwaltungsvorlage wieder. Da habe ich mich doch gleich nett bedankt.
Beim Thema Radverkehr blieb ich dann noch ein wenig. Im Tagesordnungspunkt für Anfragen der Ausschussmitglieder fragte ich nach, welche Radschnellwege und vergleichbaren Radwege denn nun konkret in der Entwicklung seien und wie der jeweilige Stand ist. Darauf bekam ich zwar keine direkte Antwort, aber dafür die Zusage eines vollen Berichts der Verwaltung. Was deutlich ergiebiger ist, aber halt auch länger dauert. Ich freue mich sehr darauf, mehr zu hören als Gerüchte und vage Andeutungen.

Wortgeschmeide der Woche

Life, uh, finds a way

Life, uh, finds a way

Lange nichts mehr von mir selber gehört. Doch diese Durststrecke endet nun: Hier ist sie endlich, die für 2018 aktualisierte und erweiterte Neuauflage von The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World. Das da oben ist das Cover der Papierausgabe.
Ja, es ist mein zweites Buch mit Papierausgabe, die nun bei Amazon erhältlich ist. Und ja, die Schrift auf dem Cover ist leicht nach links verrutscht. Und ja, ich beiss mir dafür jetzt in den Hintern, denn das habe ich in der Vorschau nicht gesehen, bei der ich einen halben Tag lang damit beschäftigt war, die Beschriftung des Buchrückens richtig zu positionieren. Der Fehler hat sich wohl eingeschlichen, als ich die Größe des Covers für die Dicke des Rückens angepasst und dabei einen Teil der Beschriftung verschoben habe.
Mit 128 Seiten ist es ein bisschen dicker als die Standard-Ausgabe von How to Sing Butterflies.
Naja. Hier nun die Amazon-Links für das eBook und die Papierausgabe. In mein Buchregal kommt es eh.

Fotos der Woche

Krabbenspinne verzehrt in einer Blüte eine erbeutete Honigbiene

Bienensterben in der Praxis

Die Dynamik der Natur in einem Bild. Offenbar ist unsere Obstwiese in Dahl ein Paradies für Krabbenspinnen. Die reiche Blütenvielfalt lockt viele bestäubende Insekten an und auf diese wiederum ist die Veränderliche Krabbenspinne spezialisiert, die man hier gut beim Beuteschlagen beobachten kann.
Hier hat sich ein besonders großes Exemplar eine Honigbiene geschnappt.
Von einem Biber gefällter Baum

Justin war hier

Bei der Diskussion um den Wildniswald war der Mühlenbach mit seinem Biber ein recht ausgiebiger Punkt in der Diskussion. Dessen Spuren hatte ich zufällig am vorhergehenden Wochenende von der Straße aus entdeckt und fotografiert. Wer schon immer mal sehen wollte, wie ein vom Biber umgenagter Buam im wahren Leben aussieht, kann dies hiermit tun.

Videos der Woche

Es stellt sich als überraschend kompliziert heraus, Fiction Science ans Laufen zu bringen. Hauptproblem ist derzeit, dass Youtube mir nur 15 Minuten pro Video zugesteht. Um das zu ändern, müsste ich das Konto per Telefon verifzieren, was aber nur für zwei Kanäle innerhalb von 12 Monaten geht. Die habe ich bereits aufgebraucht.
Da „Welcome to Jurassic Park“ etwa 20 Minuten hat, ist das ein Problem. Die Filmausschnitte dagegen waren zu meiner Überraschung kein Problem.
Das Intro des Kanals ist zum Glück deutlich kürzer und ging reibungslos online. Der Rest muss dann etwas später folgen.

Auf der Lego-Seite des Lebens haben wir einen schönen großen AT-ST mit einigen interessanten Teilen, ein Sortiment Strandsportutensilien samt Hamster (warum auch nicht?) und einen weissen Ritter mit einer leicht übertriebenen Lanze.