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Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Bad Lip Reading ist ein Youtube-Kanal, der genau das macht: Filmausschnitte mit falsch von den Lippen der Figuren abgelesenen Dialogen nachzusynchronisieren. Manchmal kommt dabei auch Musik raus, so wie hier bei Bushes of Love. Und die ist in der Regel alles andere als schlecht, nur halt sehr bizarr. Vor allem Star Wars ist da ein beliebtes Ziel und ich hatte es nicht leicht, zwischen der textlichen Absurdität von Bushes of Love und der völlig unpassend fröhlichen Stimmung von Not a Moon zu entscheiden.

Nachrichten der Woche

Wie kommen die „Klimaskeptiker“ eigentlich an ihre schrägen Daten? Nun, wie man aus einem ziemlich eindeutigen Erwärmungstrend mit statistischen Tricks eine Abkühlung macht, zeigt das Blog Open Mind mit den Messdaten der USA. Das Ergebnis: Kompletter Quatsch, der aber mit korrekten Zahlen operiert. Nur halt mit einem schwer fehlerhaften Datensatz.
Unterdessen kommen zwei neue Quellen für die Luftverschmutzung, einschließlich der Treibhausgase,ans Tageslicht. Zum einen gibt es da die Erkenntnis, dass das eh schon katastrophale Fracking auch eine deutliche Luftverschmutzung mit sich bringt. Und weil das noch nicht reicht, stellt sich auch Plastik (insbesondere Mikroplastik) als Methanquelle heraus.
Wie ein wärmeres Deutschland aussehen wird, erleben wir ja grade: In großen Teilen trocken und verbrannt. Aber es gibt auch Tiere, denen das warme Wetter sehr zu Gute kommt. Der eigentlich sehr seltenen Süßwasserqualle etwa, von der ich durchaus ein Fan bin, die aber eigentlich andere Gewässer gewohnt ist. Sie benötigt tiefe Seen, die sich im Sommer schnell aufwärmen. Und diese Kriterien erfüllen diesen Sommer deutlich mehr Seen deutlich besser als früher.
Es ist dennoch gut, wenn etwa Edeka ein plastikfreies Pfandsystem in der Fleischteke anbietet. Ob das ausgerechnet im Fleischverkauf viel Sinn hat, kann man natürlich debattieren, aber es gibt halt in NRW gar keine militanten Veganer, nur ganz normale, die hin und wieder mal einen Sticker an eine Metzgerei kleben. Aber gut, dass wir das endlich mal geklärt haben!

Gefährlicher sind da schon einige Tendenzen der Digitalisierung. So gab es etwa in Venezuela einen Anschlag mit einer Drohne, an der ein Sprengsatz befestigt war.
Im US-Staat Georgia sind es eher die passiv-aggressiven Wahlmaschinen, die Mist bauen und so eine immer wieder wichtige Warnung liefern, solche Sachen einfach nicht elektronisch durchzuführen. Zettel kann man später nachzählen, elektronische Stimmabgaben sind schlichtweg nicht kontrollierbar.

Und zu guter letzt dieser Comic leider unbekannter Herkunft.

Geniestreich der Woche

Bälle!

Bälle!

Es gibt auf der Welt ein paar gemischte Sportarten, allen voran natürlich Mixed Martial Arts. Aber, so habe ich mich diese Woche gefragt, was wäre eigentlich, wenn man auch Ballsportarten mischen würde?
Das Ergebnis ist Ballball. Ein Spiel, in dem auf einem Feld zwei Mannschaften antreten, die beide unterschiedliche Ballsportarten spielen. Jede Begegnung ist anders und spannend, die Anforderungen an die Spieler sind enorm. Natürlich ist nicht jede Ballsportart mit gemischtem Ballsport kompatibel und es muss spezielle Regeln für die Ballübernahme geben, aber ich denke, Ballball könnte ein sehr spaßiger Sport werden.
Nun bin ich jemand, der Zuschauersport allgemein eher langweilig findet. Fußball und seine direkten Verwandten ganz besonders. Und das wäre bei Ballball wohl auch nicht groß anders, aber da könnte ich wenigstens nachvollziehen, was da an Strategien und wöchentlichen Begegnungen spannend und abwechslungsreich genug ist, um sich darüber ständig zu unterhalten.
Los, mach das jemand! Und wenn auch nur als Videospiel.

Politik der Woche

Eine ruhige Sommerwoche ist für mich Grund genug, statt der üblichen Politik etwas praktisches hier reinzusetzen: Wir machen vom Verein Transition Town MG (oder offiziell „Mönchengladbach im Wandel e.V.“) ein VHS-Seminar zum Thema Upcycling mit diversen Praxisbeispielen.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet das Jahr 2030 als Symbol für Die ZukunftTM gilt, aber es ist offenbar die Role, die diese Jahreszahl jetzt hat. Früher war das ja 2000, aber das funktioniert aus offensichtlichen Gründen nicht mehr.
Zu großen Teilen sind die garndiosen Bücher über Die Welt Der ZukunftTM verschwunden. Bücher, die die ständige Verwendung alberner TMs rechtfertigen, voll mit Visionen einer Welt, die offensichtlich nie kommen wird. Die waren großartig.
Der Brockhaus-Verlag hat sich nun daran versucht. Das Ergebnis reicht nicht an die Titel der 70er und 80er heran, aber es ist ein ganz guter Versuch, die (hauptsächlich politische) Zukunft vorherzusagen. Ein bisschen mehr technische Abgefahrenheit hätte allerdings nicht geschadet. Aber dafür braucht man wohl Michio Kaku und Elon Musk. Wobei Elon Musk eigentlich nur die Titel aus den 70ern umzusetzen versucht. nein, Hyperloop und autonome Autos sind keine neuen Ideen. s ist wirklich alte Science-Fiction.
Wo war ich? Ach ja, Brockhaus 2030. Ist gut.

Fotos der Woche

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Zu meinem Beitrag über das erste Jubiläum von Extra Extra nahm ich dieses Foto vom Kinderheftregal im Bahnhofskiosk auf. Ich denke, das Foto ist eien Wiederholung wert, es ist ein so perfekter Ausschnitt unserer gegenwärtigen Plastikkultur. Endlos Plastiktüten, die allein zum Wegschmeissen gedacht sind, um ein nicht verrottendes Objekt (ein Heft), wo ein einfacher Klebestreifen oder -tropfen reichen würde, um die jeweiligen Beilagen auf den Heften zu befestigen. Und alles in knallbunt.

Die heutige Ankunft in der Dahler Oase brachte eine Überraschung mit sich: Mitten auf dem Weg lag ein etwa vier Meter langer Ast der in sechs Metern Höhe aus dem großen Birnbaum ausgebrochen war. Das muss bei den Sturmböen am Mittwoch oder Donnerstag geschehen sein, als es auch zum ersten Mal seit Wochen endlich wieder regnete.
Den Ast haben wir dann heute auseinandergenommen und die Birnen „notgeerntet“ – über 20 kg waren mit dem Ast runtergekommen. Die müssen nun nachreifen, denn diese Birnensorte wird erst im September reif.

Videos der Woche

Die LegoMagazine brachten diese Woche zwei Minifiguren mit sich: Zunächst Owen Grady in Lego Jurassic World 2 mit einem Aussichtsstand dabei und dann, etwas puristischer, Obi-Wan Kenobi in der Version aus Episode II in Lego Star Wars 39. Zwecks Abwechslung habe ich dazwischen noch ein herrlich beklopptes Modell von Best Lock vorgestellt, das angeblich einen Raptor darstellen soll. Na, wenn sie meinen…

Für Fiction Science habe ich mich inzwischen für einen Rytmus entschieden. Es wird künftig immer Sonntag abend neue Videos dort geben. Für die nächste Zeit immer zwei. So werde ich nach dem Schreiben dieses Blogbeitrags die Videos zu Stygimoloch und den Sauropoden in Jurassic World fertigschneiden und hochladen.
Die Woche drauf geht es dann um Haie, dann Star Wars und dann geht es für zwei weitere Folgen zurück nach Jurassic Park/World.