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Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Hin und wieder mit kleiner Pause, aber das holen wir schon wieder raus.

Musik der Woche

Wenn man ein bisschen in die Welt der alten Fernsehserien-Vorspänne eintaucht, stößt man auf so einige Kuriositäten. Definitiv einen Preis verdient hat sich dabei aber ein Power-Rangers-Klon namens Tattooed Teenage Alien Fighters from Beverly Hills. Der Vorspann hat einen gesungenen Titelsong. Und ja, der Titel kommt darin vor. Gesungen. Vollständig. Mit ansatzweise metalligen Gitarren.

Fundstücke der Woche

Auf die EU wird ja gerne geschimpft. Aber sie tut auch gutes. Zum beispiel bringt sie den lange überfälligen Plan voran, öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse auch der Öfentlichkeit verfügbar zu machen. Frei, nicht über das System endlos überteuerter akademischer Zeitschriften.
Ein jetzt schon offenes Forschungsergebnis ist etwa ein brandneues Verfahren aus der Darmbehandlung. Man nehme einen Draht und forme ihn zu einer Schlinge. Verfeinerungen sind noch nötig, aber in diesem Fall hat es funktioniert, auf diese Weise einen tief im Anus eines Italieners feststeckenden Dildo zu entfernen.

Leider nicht oder nur sehr lückenhaft behandelbar ist die etwas übersehene Katastrophe, die der Brand des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro darstellte. Es handelte sich um ein international bedeutendes Museum und den Ort einiger der wichtigsten Sammlungen des südamerikanischen Kontinents in den Fachbereichen Linguistik, Paläontologie, Biologie und Archäologie. Das war einer der schlimmsten Schläge für die Welt der Wissenschaft und das Wissenserbe der Welt in der Moderne, wenn nicht gar der schlimmste.

Und noch einer zur EU und ihren positiven Ergebnissen: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Kirche nicht mal eben Leute entlassen kann, die nicht nach ihren Vorstellungen leben. Das tun die nämlich ganz gerne mit Geschiedenen, Wiederverheirateten, Homosexuellen, Austretenden und dergleichen mehr.

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht - Bild: ebay

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht – Bild: ebay

Eigentlich hatte ich nach diesen Schlappen gesucht, die innen Bürsten haben, damit man sich damit im Stehen die Füße schrubben kann. Mein erstes Suchergebnis war die obige Monstrosität von einem Schuh. Ohen Fuß darin sieht das nur ein bisschen albern aus, mit einem Fuß dagegen… sagen wir mal so, plant jemand, eine ganz eigene friesische Version eines Clowns zu erfinden? Nur halt noch verstörender, als Clowns eh schon sind? Das da ist auf jeden Fall ein Anfang!

Schnell was niedliches - Bild: Fancy

Schnell was niedliches – BIld: Fancy

Ich brauch da ja schnell was niedliches zum Ausgleich. Hier zum Beispiel ein Bleistiftanspitzer in Form eines am Stift nagenden Eichhörnchens. Awww. Gefunden bei Fancy.

Um den Hambacher Forst läuft zur Zeit eine von einigen Presseorganen doch sehr fragwürdige Kampagne. So meint die Rheinische Post dieser Tage etwa, ein Tunnelsystem ähnlich jenem der Vietcong unter dem Wald entdeckt zu haben. Das zitieren dann auch die anderen Presseogane munter weiter, während selbst die Polizei etwas verwundert dasteht, wo denn dieses Gerücht herkommt und klar dementiert.

Geniestreich der Woche

Die Woche haben wir erneut über den barrierefreien Zugang zur Kaiser-Friedrich-Halle diskutiert. Und während mein letzter Einwurf mit den Passagierballons nicht so ganz ernst gemeint war, ist dieser es schon eher: Wenn Denkmalschutz das Problem ist, kann man dann nicht wenigstens an der äusseren Eingangstreppe eine mobile Hebebühne abstellen, mit der Rollstühle und dergleichen über die Stufen gehoben werden können? Da sie mobil ist, ist sie nicht Teil des Gebäudes und wäre somit von etwaigen Denkmalschutzfragen nicht betroffen.
Ich bin nur nicht sicher, ob es eine solche Hebebühne bereits gibt, oder ob man sie erfinden müsste. Aber das scheint mir nicht so schwierig zu sein.

Wortgeschmeide der Woche

Jutta Profijt hat einen neuen Roman raus. Alle für einen dokumentiert das (natürlich fiktive) Leben in einer von der Räumung bedrohten udn reichlich chaotischen WG in einer Villa am Rhein. Ein frischer Kurs für Juttas Romane, die lange Krimis und Liebesgeschichten schrieb und hier inhaltlich etwas neues ausprobiert. Mir fällt allgemein kein anderer Titel ein, der sich mit Alle für einen vergleichen ließ.
Wer sich also von der Inhaltsbeschreibung angesprochen fühlt, für den ist das ganz klar eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich selbst habe meine literarische Schreibproduktion im Bereich der Kurgeschichten wieder hochgefahren und will das jetzt auch so fortführen. Aktuell habe ich zwei Kurzgeschichten (Das literarische Forever Memories und die kleine Piratengeschichte Hydra) sowie eine kleine Spielerei von 12 Wörtern Länge in Auswahlverfahren von Herausgebern. Ich bin gespannt,ob es eine davon bis zur Veröffentlichung schafft. Weitere Geschichten kommen von jetzt an laufend dazu.

Politik der Woche

Im Moment ist an verschiedensten Ecken sehr viel los und leider nicht viel davon positiv.
Es gab ein Treffen zur Frage, wie man nach den Vorfällen in Chemnitz mit dem Problem der massiv auftretenden Rechten umgeht. Ich bin da der Meinung, dass wir vor allem ein Kommunikationsproblem haben. Nicht mit den Rechten, sondern mit den Menschen, die sich in Notlagen befinden und für die die Rechten vermeintlich einfache Lösungen parat zu haben scheinen. Die Linke hat sic zu einer Elite entwickelt, die philosophische Debatten führt, zu denen niemand ausser ihr noch Zugang hat. Ich werde dazu beizeiten mehr schreiben und einen Ausweg vorschlagen.
Wir haben wie gesagt auch über die Kaiser-Friedrich-Halle gesprochen, darüber, wie wir aus Gladbach den Leuten im Hambacher Forst helfen können (ich habe da hin und wieder Obst hingeschickt, andere waren direkt vor Ort im Wald) und über mögliche Nachbesserungen an den Planungen für den Parkplatz eines neuen Supermarktes in der Innenstadt. Das klingt nach einer seltsamen Mischung, ist aber in der Stadtpolitik recht typisch.
Heute dann führte ich einen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach von Roermond in die Stadt, immer eine schöne Strecke für eine Fahrradtour. Ich habe nach der Fahrt die Zahl von insgesamt 2800 Teilnehmern an der Gesamtsternfahrt gehört, was absolut beeindruckend ist.

Fotos der Woche

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Nachdem mein Telefon zwischenzeitlich eine Weile einen freien Speicher von exakt 0 Bytes auf dem Systemspeicher ausgewiesen hat, habe ich mal ein bisschen aufgeräumt. Jetzt ist darauf wieder ein bisschen Platz und kann Funde wieder dokumentieren.
Hier also das Roermonder Münster bei meiner Ankunft heute morgen um Schlag 10 Uhr.

Videos der Woche

Fiction Science geht zum dieswöchigen Start des neuen Predator-Films The Predator erstmals auf diese Filmserie ein. Nach etwas Überlegen änderte ich meinen ursprünglichen Plan, über die seltsame Schwemme menschenähnlicher Ausserirdischer zu sprechen und entschied mich statt dessen, zu versuchen herauszufinden, wo die Yautja (der Eigenname der Spezies) evolutionär eigentlich herkommen. Sie sind Predatoren, also Raubtiere, aber was genau ist eigentlich die Beute, auf deren Jagd sie sich ursprünglich hinentwickelt haben? De komischen Mandibeln sind nämlich für viele Raubtiere in dieser Form ziemlich unnütz und sogar störend.

Das andere Video von Fiction Science ist der erste Versuch mit einem etwas anderen Format, in dem ich einige Videos anderer Kanäle empfehle, die für meine Abonnenten interessant sein könnten. Da Youtube am Ende der Videos bis zu vier Elemente erlaubt, habe ich die Zahl auf vier festgelegt. Es ist ein bunter Strauss herausgekommen, bei dem für alle etwas dabei sein dürfte. Das Konzept funktioniert natürlich besser, wenn der Kanal etwas gewachsen ist, aber wieso nicht jetzt schon anfangen?

Extra Extra ist auch wieder in Schwung. Die Lego Nexo Knights liefern gleich zwei Minifiguren: Eine königliche Wache und den jungen Ritter Robin mit einem Jetpack.

Darauf folgt Lego Star Wars mit einem Zerstörer-Droiden, auch bekannt als Droideka. Nicht die hübscheste Version dieses Roboters, aber dafür gibt er einen guten Hubschrauber ab.

Den aktuellen Abschluss bildet Lego City, das uns mit Mark einen Müllmann samt passendem Zubehör bringt. Eine etwas einfache Figur, aber dafür liegt ihr ordentlich großes Zubehör bei.