Sieben am (SpÀt)Sonntag 26.11.2018

Der wöchentliche RĂŒckblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltĂ€glichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, MerkwĂŒrdigkeiten und sonstigen -keiten, der FundstĂŒcke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal ist spĂ€ter Sonntag, als der Kalender vermuten lĂ€sst.

Musik der Woche

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reisen dann mal musikalisch in den fernen Norden, nach Schleswig-Holstein. Es gibt ja allgemein eher wenig GrĂŒnde, sich dorthin zu begeben. Eigentlich nur Sylt oder Transfer. Und eben das SĂ€gewerk Bad Segeberg. Das stellen dann mal eben die Wise Guys vor.
Ich sollte öfter einfach auf irgendwelche Youtube-Videos mit lustigen Namen klicken. Was kann da schon schiefgehen?

FundstĂŒcke der Woche

Der Brexit bleibt ein Schaulaufen von Inkompetenz und Dummheit. Neuestes Highlight ist das britische Parlamentsmitglied Nadie Dorries. Sie hat eine Beschwerde zu den AustrittsvertrÀgen, die Theresa May mit der EU verhandelt hat: Da fliegen die Briten doch glatt beim Austritt aus der Eu auch aus dem EU-Parlament. Gut, damit hÀtte man nun wirklich nicht rechnen können.
Proteste gegen Dinge, die völlig logisch sind und gegen die jeder Protest Zeitverschwendung ist,gibt es aber auch in der EU: Gegen die Ölpreise zum Beispiel.
Aber fĂŒr richtiges politisches Versagen muss man immer noch in die USA blicken. Absolut beeindruckend ist, was der Internet Historian zu Verlauf und Tod der Internetkampagne Kony2012 (Link fĂŒhrt zu einem Video) gegen den afrikanischen Warlord Joseph Kony zusammengetragen hat. Lasst das einfach mal bis zu dem Punkt laufen, an dem der UN-Plan ins Spiel kommt, Kony zu einem Treffen mit Brad Pitt und Angelina Jolie einzuladen.

Wie man es gut macht, fĂŒhrt der deutschen Politik dann mal Flixbus vor. Die machen einfach, was sonst immer als unmöglich, zu teuer oder sonstwie nicht umsetzbar behandelt wird und nehmen ihren ersten Elektrobus ins Angebot auf.
Man kann ĂŒber ElektromobilitĂ€t lange streiten, aber sie ist letztlich unumgĂ€nglich, wenn wir von den unsere Zukunft als Spezies und Zivilisation gefĂ€hrdenden fossilen Energien weg wollen.

Klimaprognosen klingen meist gruselig. Noch gruseliger klingen da wohl Riesenviren im Waldboden. Aber keine Angst, was da bei Harvard aufgetaucht ist, ist nicht nur harmlos, sondern auch wichtig: Mit der recht jungen Entdeckung von Viren, die die GrĂ¶ĂŸe von Bakterien erreichen,geht ein regelrechter Sprung in der Biologie einher.
Seit langem ist die Frage ungeklÀrt, ob Viren eigentlich Lebewesen sind und wo sie herkommen. Diese Riesenviren bestÀrken die These, dass Viren die Nachfahren eigenstÀndiger Lebewesen sind, die im Laufe der Zeit vollkommen in ihrer parasitÀren Lebensweise aufgegangen sind, bis sie nur noch Fragmente ihrer einstigen Form waren. Das hat umfangreiche Auswirkungen darauf, wie wir die Frage danach angehen können, wie das Leben auf der Erde einst seinen Anfang genommen hat.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Spielerei der Woche

Rollenspiele der 8- und 16-Bit-Ära haben eine sehr eigene Ästhetik, die heute wenig ĂŒberraschend nostalgisch aufgeladen ist. Zugleich gibt es einen Trend, alte Rollenspielserien ohne die Rollenspielinhalte als Handyspiele rauszubringen.
Ein sehr erfolgreiches Beispiel davon war der jeglichen Inhaltes unverdĂ€chtige PokĂ©mon-Ableger PokĂ©mon Go,der sich allein auf das Sammeln der Monster und gelegentliche Stadionbesuche konzentrierte. Das war substanzlos, aber fĂŒr eine Weile sehr spaßig und vor allem viral erfolgreich.
Pocket Healer basiert auf keiner bestimmten alten Rollenspielreihe, Àhnelt aber sehr stark den ersten NES-Teilen der extrem erfolgreichen Reihe Final Fantasy. Sie reduziert das Spiel in entsprechender Manier rein auf die KÀmpfe, eine Geschichte zwischen den KÀmpfen gibt es nicht. Und es ist sogar noch etwas reduzierter als das: Man spielt nur die Heilerin der Gruppe, die zudem nichts tun kann, ausser die anderen Gruppenmitglieder zu heilen.
Ziel des Spiels ist es, die Gruppe durch so viele KĂ€mpfe wie möglich am Leben zu halten. Das kostet Mana, welches sich nur langsam wieder aufbaut. Es geht also darum, zur rechten Zeit das richtige Gruppenmitglied zu heilen und so lange zu ĂŒberleben. Das ist ĂŒberraschend schwer (das Mana geht schnell zur Neige). Ob es dabei wirklich eine Taktik gibt oder ob man nur auf immer höhere Boni hinspielt, die lĂ€ngeres Überleben ermöglichen, habe ich dabei noch nicht ganz raus. Auf jeden Fall hat es diesen „Ein-Versuch-noch“-Charakter.
Pocket Healer kann man bei itch.io online spielen oder bei Google Play fĂŒr Android laden. Ich empfehle wegen des aufrechten Formats des Spielbilds die Android-Version oder wenigstens Spielen auf dem Handy.

Wortgeschmeide der Woche

Es gibt in der Geschichte so manches Leben, an das man oft nicht denkt und das absolut absurd klingt, das aber tatsĂ€chlich passiert sein muss, wenn man drĂŒber nachdenkt.
Ein Beispiel dafĂŒr ist die Person, die ins Bild rĂŒckt, wenn man fragt,woher eigentlich die TĂ€towierungen der HĂ€ftlinge in den Konzentrationslagern kamen.
Heather Morris gibt in The Tattooist of Auswchitz die Geschichte von Lali Sokolov wieder, jenem slowakischen Juden, dessen Aufgabe es war, diese TÀtowierungen zu stechen. Die New York Times hat einen interessanten Artikel dazu, wie wahre Geschichte und erzÀhlte Geschichte in der ErzÀhlung dieses Schicksals zusammenspielen.

Politik der Woche

Am Dienstag traf sich der Arbeitskreis Verkehr der Gladbacher GrĂŒnen. Als Gast durften wir Detlef Neuß begrĂŒĂŸen, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn. Mit diesem haben wir uns einen Überblick ĂŒber die anstehenden Vorhaben der Bahn in Mönchengladbach verschafft und diverse Entwicklungen und VorschlĂ€ge diskutiert.
Und derer gibt es in der Stat aktuell viele, selbst wenn man die reinen Baumaßnahmen ignoriert. Die Diskussion, die S-Bahnlinie 28 von Kaarst bis Viersen zu verlĂ€ngern, lĂ€uft immer noch und wir finden das auch sinnvoll, um Neuwerk besser anzubinden und um die tĂ€glich komplett zugestaute A52 zu entlasten. Es gibt konkrete VorschlĂ€ge, wo ein Bahnhof fĂŒr die Hochschule stehen kann, fehlt aber noch an einer Bahn, die dort halten kann. DafĂŒr brĂ€uchten wir die aus Richtung Köln geplante S-Bahnlinie 6, fĂŒr deren VerlĂ€ngerung bis Mönchengladbach aber noch ein Engpass im Bereich Odenkirchen beseitigt werden muss. Und dann gibt es da noch den Alternativvorschlag eines Bahnhofs am Montforts-GelĂ€nde, wofĂŒr wir aber keinen Bedarf und einen zu großen Abstand von der Hochschule sehen (da kann man auch gleich wie gehabt am Hauptbahnhof aussteigen).
Die Diskussion war recht ausfĂŒhrlich und es gab viel zu bereden, sodass wir die Runde im Dezember fortsetzen werden.

Der Mittwoch begann politisch mit einer Aufsichtsratssitzung der Marketing-Gesellschaft MG, von der ich natĂŒrlich nicht viel erzĂ€hlen kann. Nur so viel: Die MGMG jongliert derzeit sehr viele Themen. Die Vielzahl an Entwicklungen und Veranstaltungen nimmt so langsam großstĂ€dtische Ausmaße an.
Das war im haus Erholung und kurz darauf gab es nebenan in der Volkshochschule eine weitere Veranstaltung, wenn auch eine, die nicht mit den GrĂŒnen zu tun hatte. Ich zĂ€hle sie dennoch als politisch. FĂŒr Transition Town habe ich ein Netzwerktreffen der Umweltinitiativen in Mönchengladbach moderieren dĂŒrfen. Es ging darum, Kontakt aufzubauen und Projekte gemeinsam anzugehen. Und in der Tat kamen viele solche Projekte zusammen. Ganze 10 Vorhaben konnten die Vereine und Initiativen vorstellen, von einem WildkrĂ€uterpark ĂŒber ein gemeinsames Herangehen an das Thema „versteinerte VorgĂ€rtenldquo; bis zum Bau von Feinstaubsensoren als Datenquelle fĂŒr ein bundesweites Crowdsourcing-Projekt.
Das war definitiv ein fruchtbares Treffen mit vielen Ideen und Kontakten.

Der Donnerstag war dann wieder parteilicher. Beim regulĂ€ren Offenen BĂŒro in der GrĂŒnen GeschĂ€ftsstelle gab es noch ein Mal in einer großen Runde von Mitgliedern und Interessierten einen RĂŒckblick auf den Bundesparteitag und ein Treffen zum Haushalt des Landesverbandes.

Fotos der Woche

Da nenn nochmal jemand den November trist: Im verbliebenen Land zwischen den eingestÀdterten Dörfern Dahl und Schrievers in Mönchengladbach gibt es zuverlÀssig Farbtupfer, auch so tief im Herbst. Diese Woche ist mir das Duo in den folgenden Bildern aufgefallen, ein Sanddorn (orange) und eine Schönfrucht (violett) am Wegesrand.

Trist wird es erst, wenn Stadt und/oder Mags Hand bzw. SĂ€ge anlegen. So war ich diese Woche sehr enttĂ€uscht, wie hĂ€sslich das Postkartenmotiv der Stadt, der MĂŒnsterhang, in Folge fehlgeleiteten „AufrĂ€umens“ geworden ist.

Videos der Woche

Fiction Science beschÀftigt sich diese Woche mit dem Mosasaurus aus Jurassic World und seiner FÀhigkeit, erstaunlich hoch zu springen. Ich hatte zunÀchst gedacht, dazu nicht viel sagen zu können, aber dann sah ich, dass die Fehler in der Darstellung des Tiers einen Einfluss auf diese FÀhigkeit haben. Und so wurde aus einer mit 4 Minuten vermuteten Episode eine solche von knapp 12 Minuten.
Es war ĂŒbrigens auch das komplexeste Video, das ich bis jetzt je zusammengestellt habe: 47 Objekte, darunter viele Videoausschnitte, kamen zu diesem neuesten Teil der Reihe zusammen.

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Übrigens habe ich auch den Auftritt des Kanals professioneller gestaltet. Er hat jetzt ein eigens gestaltetes Logo in seinem Profilbild und Header. Das Logo stellt eine DNA-Kette dar, die in einen Filmstreifen ĂŒbergeht. Es liegt auf dem blauem Hintergrund, der das Design des Kanals zusammenhĂ€lt und sich auch in den Videos wiederfindet. Das Ergebnis ist ein auf den ersten Blick unverwechselbarer Auftritt.

Im deutschsprachigen Bereich geht es wieder mit einem Lego-Heft weiter. Lego Star Wars ist unser aktuelles Heft. Diesem liegt ein kleiner Bausatz eines imperialen Sternenzerstörers aus den Originalfilmen bei. Ein recht solider Block von Plastik, der vor allem im Vergleich zu einem fast vier Jahre alten VorgĂ€nger zeigt, wie sich die Lego-Hefte ĂŒber die Jahre entwickelt haben.

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Abseits von Lego bereitet Extra Extra sich auf den Dezember vor. Diesen fĂŒllt dieses Jahr der Galileo-Adventskalender von Clementoni. Ich habe schon etwas vorgeschaut und kann diesen Adventskalender ganz klar empfehlen. Die 24 Experimente in diesem Kalender haben eine deutlich höhere QualitĂ€t, als ich in irgendeinem anderen Adventskalender gesehen habe.

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