Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen Fiction Science

Das war 2018

Okay, da sich die Fertigstellung meines Videos zum Jahresabschluss (siehe weiter unten) wegen meines leicht altersschwachen Rechners um einen Tag verzögert hat (es war um 1 Uhr morgens online und da wollte ich den Beitrag dann nicht mehr fertigschreiben, ohne vorher zu Bett zu gehen), gibt es den Jahresrückblick diesmal halt erst im Folgejahr und den Ausblick dann morgen.
Aber bevor das passiert in guter Tradition dieses Blogs einen Mix aus den Hitsongs des vergangenen Jahres.

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Das Blog hat sich 2018 nicht groß verändert. Ich habe die Seitenleiste etwas aufgeräumt und angepasst (was ich ständig tue) und im März habe ich die Sieben am Sonntag zu einem festeren Format gewandelt. Nun gibt es mehr Inhalt in sieben feststehenden Kategorien. Hin und wieder tausche ich eine Kategorie aus, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt.
Und das ist es schon für dieses Blog selber. Weiter zu den interessanteren Themen.

Medial

Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers
2018 ist nicht ganz so viel erschienen, wie ich mir erhofft hatte. Immerhin vier Veröffentlichungen sind es am Ende geworden: Eine aktualisierte und erweiterte Ausgabe von The Dinosaurs of Jurasic Park and Jurassic World, die nunmehr auch als Papierausgabe vorliegt, zwei Kurzgeschichten und die Übersetzung eines kleinen Kochbuchs für Dampfgarer.
Aber das bedeutet beileibe nicht, dass 2018 nichts passiert wäre. Vielmehr konzentrierte sich meine Produktion sehr stark auf Videos. Im März startete ich den Kanal Extra Extra wieder. Dieser Kanal mit Besprechungen von Zeitschriftenbeilagen musste wegen einer defekten Kamera pausieren, nur um dann weiterzuschlafen, weil Youtube die Bedingungen änderte, unter denen Kanäle Geld verdienen konnten. Im März beschloss ich dann, dennoch mit dem Kanal weiterzumachen und ihn den neuen Anforderungen entsprechend aufzubauen. Extra Extra ist seitdem konstant, wenn auch sehr langsam, gewachsen. Zuletzt habe ich begonnen, ihn mehr mit anderen Themen zu füllen. Mein ursprünglicher Gedanke bei dem Kanal war ein Kanal zur Besprechung von Experimentiersets und ich werde ihn in Zukunft wohl stärker auf diese und Lego-Sets (sprich „Lernspielzeug“) ausrichten. Dieser Kanal funktioniert recht gut und die Videos bringen sehr wenig Aufwand mit sich. Teilweise kann ich sie nach der Aufnahme unbearbeitet auf Youtube hochladen, nur die 20 Sekunden Abschlussbild für die Videolink muss ich noch einfügen.
Über das Jahr habe ich bei diesen Videos sowohl meine Fertigkeiten als auch meine technische Ausstattung verbessert und die aktuellen Videos sind weit oberhalb der Qualität der Videos aus dem März.
Im Sommer kam der Kanal Fiction Science hinzu. Dieser englischsprachige Kanal ist aus den Überlegungen zu einer Fortsetzung vom Jurassic-Park-Buch entstanden. Jedes Video nimmt sich eines Themas aus einem Film oder Spiel an (in Zukunft auch Fernsehserien, Bücher und so weiter) und nimmt es als Ausgangspunkt für ein Thema aus der Wissenschaft. Die bislang erfolgreichsten Videos sind zu Venom (biochemische Barrieren), Stygimoloch in Jurassic World: Fallen Kingdom (Artenkonzepte in der Paläontologie) und zu The Predator (Reflexion von Umweltbedingungen in der Evolution). Der Kanal ist noch sehr klein, aber ich arbeite daran, ihn 2019 deutlich größer zu machen. Mein Ziel für 2019 sind bescheidene 100 Abonnements.
Ich habe all dies auch in ein Video zum Jahresabschluss gegossen, in dem ich für jede Veröffentlichung ein Objekt in einen Karton gepackt und diesen dann vor der Kamera unboxt habe. Ich nenne es „Unbox Your Year“ und es ist etwas unter 30 Minuten lang. Am Ende gibt es ein kurzes Best-Of meiner Videoproduktion 2018.

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Politisch

Dieser Abschnitt wird lang. Ich war selbst überrascht, wie viel dann doch 2018 geschehen ist. Also habe ich ihn mit einigen bunten Bildern aufgelockert.
Das ist einer der positiven Effekte dieser Beiträge für mich selbst: Ich denke, dass ich im letzten Jahr zu sehr wenig gekommen bin und dann sehe ich im Schreiben meine Jahresbilanz. An dem Punkt merke ich dann, dass ich statt eines Blogbeitrages auch ein komplettes Buch über diese schreiben könnte und muss mich anstrengen, das nicht zu tun.

Verkehr war 2018 ein ganz großes Thema in meiner Politik. Das begann mit dem Start eines Arbeitskreises Verkehr bei den Grünen, die sich im Laufe des Jahres mit der S28, Radschnellwegen und dem Gesamtzustand des Bahnverkehrs in Mönchengladbach beschäftigten. Natürlich stehen für 2019 weitere Themen an, etwa die Straßenbahndiskussion.

Das schlug sich auch in der Gremienpolitik nieder: Wir hatten eine Debatte zur Hindenburgstraße, die mir sehr vertraut war. Doch wo ich den Vorschlag einer einspurigen Busführung auf dieser Straße als gescheitert zugestehen musste, wählte die lokale GroKo den Weg der Verbohrtheit und weigerte sich kurzerhand, die verheerende Bilanz der Abschlussstudie zur Kenntnis zu nehmen. Statt dessen pickte sie einzelne positiv klingende Sätze aus dieser heraus und begründete somit die Richtigkeit des Vorschlags.
Ein positivere Wiederbegegnung brachte das Thema „Knotennetzpunkte“. Hier begegnete mir mein Vorschlag zum Ausbau des Netzes nahezu wortgetreu wieder, nur diesmal als Vorschlag der Verwaltung. Vor allem die Lückenschlüsse im Netz waren exakt jene, die ich zuvor angesprochen hatte. Diesen hatte die GroKo 2017 abgelehnt, nun ging er einstimmig durch.
Dicke Bretter sind noch bei meinem diesjährigen Vorschlag zu bohren, dem Radschnellweg MG-Roermond. Dieser wuchs im September in einen von mir angebotenen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach aus Roermond und führte im Oktober zu einem Treffen der Parteien beim ADFC, um die Möglichkeiten des Teilstücks Mönchengladbach-Wegberg zu besprechen. Das Treffen verlief dann auch gut und alle waren sich einig, dass dies recht leicht umzusetzen sei —allein, tatsächlich umsetzen wollte es dann in der Haushaltsdebatte im November/Dezember niemand mehr.

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Wichtig wurde auch das Thema „Bäume“ in verschiedenen Facetten. So gipfelte der seit Jahren zunehmende Trend in Mönchengladbach, Grün wegzunehmen, in wachsende Proteste der Bürger und wir Grüne in der Stadt entschieden uns, das Thema gezielt anzugehen. Es gab Demos und eine Unterschriftensammlung zu angedachten Baumfällungen am Edmund-Erlemann-Platz, entlang der Hindenburgstraße und am Martin-Luther-Platz. Grade beim Edmund-Erlemann-Platz mutet mir das heute noch wie ein Tanz auf dem Grab an. Wer Eddie Erlemannkannte wirdsich denken können, dass er entsetzt gewesen wäre.
Immerhin hat die Stadtverwaltung schnell eingelenkt. Am Erlemann-Platz sollen nun deutlich weniger Bäume fallen und an der Hindenburgstraße ficht die Stadt rhetorische Rückzugsgefechte („Das war doch nur ein Vorchlag!“). Nur am Martin-Luther-Platz,wo die Kirche zuständig ist, tut sich immer noch absolut gar nichts. Dort geht es, ganz unchristlich eigentlich, um den Willen zur architektonischen Pornografie. Man soll die Kirche unverhüllt sehen können, als gehörten die Bäume gar nicht zu deren ureigenen Charakter und an ihrer zentralen Stelle zum Bild von Odenkirchen.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Jürgen Mülders


Sprechen wir 2018 politisch von Bäumen, sprechen wir natürlich auch vom Hambacher Wald. Der hat uns dieses Jahr einige Male beschäftigt, ich möchte nur einmal den Höhepunkt dessen herausheben: Eine absolut gigantische Demo zum Erhalt des Waldes und für den Ausstieg aus der Kohleverbrennung. Wie schon 2017 nach Tihange haben wir auch 2018 zum Hambacher Wald gemeinsam mit den Linken und Umweltverbänden zwei Busse zur Demo organisiert, die in kurzer Zeit komplett gefüllt waren.
Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) - Foto: Paula Elsholz

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) – Foto: Paula Elsholz

Und das passiert, wenn man wegen derSohne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! - Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Und das passiert, wenn man wegen derSohne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! – Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) - BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer's war

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) – Bild: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer es war

Nennenswert an dieser Stelle auch der Zukunftskongress Rheinisches Revier in Düren, wo es um Wege ging, wie man den Ausstieg aus der Braunkohle vor allem wirtschaftlich lokal bewältigen kann. Anders, als RWE im Dienste seiner Aktienkurse glauben machen möchte, gibt es dafür Konzepte und auch existierende Ansatzpunkte. Das Rheinland kann von der Kohle wegkommen und dabei noch stärker werden, als es je war.

Eine andere Erhaltsdiskussion traf gegen Ende des Jahres ein: Das Haus Erholung sollte plötzlich an einen privaten Anbieter verkauft werden, um auf dem Nachbargrundstück ein mögliches Hotel profitabel zu machen. Doch damit verschwindet ein wichtiger Raum für Vereine und Initiativen, aber auch für Veranstaltungen der Stadt. Mönchengladbach mangelt es an solchen Räumen, da ist es unklug, die wenigen vorhandenen Räume an private Anbieter zu verschachern.
Und so bildete sich eine Bürgerinitiative gegen den Verkauf, die aktuell auch noch bis Anfang Februar läuft. Die habe ich nicht mitbegründet, aber ich unterstütze sie immer gerne und aus Überzeugung.

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja - Bild: Karl Sasserath

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja – Bild: Karl Sasserath

Ich möchte abschließen mit dem wohl meistgeteilten Foto, welches ich 2018 gemacht und veröffentlicht habe. Diese Aufnahme des Abteibergs vor dem Münster in Mönchengladbach wurde schlagartig wie wild geteilt und ging durch halb Facebook. Ich habe nicht die geringste verbliebene Übersicht, wo es überall hingegangen ist.
Es steht exemplarisch für den Umgang der Stadt mit ihrem Grün.

Agrarisch

Mit der Dahler Oase habe ich inzwischen sonntags nachmittags einen Fixpunkt, der nur selten wegfällt. Wir haben mit einem Kernteam von drei Leuten und einer langen Liste von gelegentlich helfenden Freunden aus dem verwilderten ehemaligen Garten ein fruchtbares Stück Land gemacht, auf dem über das Jahr viel Frucht erscheint. Auch, wenn der extrem trockene Sommer eine echte Herausforderung war, erkennt man inzwischen auf dem Grundstück am Hephata einen entstehenden kleinen Park.
Menschen nutzen das Gelände für Spaziergänge, es gibt zahlreiche Beerensträucher und einige Beete mit Gemüse. Schön ist es geworden und ich bin richtig stolz darauf, was wir da aufgebaut haben. Nur ein aktuelles Foto habe ich grade nicht, auch weil es Winter ist. Naja, vielleicht ein paar über das restliche Jahr verteilte Bilder:

Fotografisch

Hier noch eine kleine Galerie meiner besten Fotoaufnahmen aus 2018. Da ich diesen Abschnitt als ersten geschrieben habe, mag sich da manches wiederholen. Nur die Fotos von politischen Veranstaltungen habe ich gezielt vermieden, nicht weil sie schlecht wären, sondern weil ich vorher schon wusste, dass sie sich doppeln würden.

Und damit ein Frohes Neues, morgen geht es mit dem Ausblick auf 2019 weiter!