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Freitägliche Fünf 22.01.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche Braille, Medizin ohne Tierversuche und viel mit Fahrrädern.

1. Braille-eBook-Display

(Screenshot aus dem Youtube-Video unten)

(Screenshot aus dem Youtube-Video unten)

Keine Ahnung, warum es so lange dauert, ein Braille-Display für eBooks auf den Markt zu bringen, aber hier ist mal wieder ein Versuch. Ich hoffe sehr, dass das Gerät Erfolg hat, eBook-Reader für Braille sind ein großer Fortschritt für blinde und sehbehinderte Menschen: Jedes als eBook verfügbare Buch kostenneutral auch in Braille!
Die Entwickler erklären das Konzept und seine Vorteile hier:

2. Ein Buck

So nenn ich das hier mal. Just, wenn man glaubt, alles gesehen zu haben, kommt ein Quadricycle mit Auflieger daher. Fährt in Dänemark für den Fahrradkurierdienst Pling aus.

Achtung, Schwertransport! - Bild: Pling

Achtung, Schwertransport! – Bild: Pling

3. Apropos

Keine Ahnung, wo das herkommt, aber ich mag's

Keine Ahnung, wo das herkommt, aber ich mag’s

4. CERST

Die Uni Düsseldorf beherbergt seit dieser Woche das CERST – Centrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch. Hier sollen neue Forschungsmethoden ergründet werden, die es einfacher machen, auf Tierversuche zu verzichten. Denn egal, was manche Gruppen erzählen, leider sind Tierversuche noch nicht vollständig vermeidbar, einfach weil wir nicht genug über den Körper wissen um nur aus Simulationen und Laborversuchen an Zellkulturen sicherstellen zu können, ob ein Mittel nicht eher schadet als nutzt.

5. Kofferraum

Im Moment ist es mir schlichtweg zu kalt, im Hof am Liegerad zu basteln, aber gestern kam mein „Kofferraum“ und den hab ich dann schnell mal angeflanscht. Hier ein Vorher-Nachher:

Gepäckspinne gegen Tasche - Tasche sieht auf jeden Fall besser aus

Gepäckspinne gegen Tasche – Tasche sieht auf jeden Fall besser aus

Der angebaute Gepäckträger des Rades ist leider wenig brauchbar, also musste eine andere Lösung her. Für eine Klemmfeder ist kein Platz, Seitentaschen wollte ich wegen dem Luftwiderstand vermeiden, also sollte es eine Tasche sein, die im Windschatten des Fahrers auf dem Gepäckträger aufsitzt. Diese Tasche habe ich relativ günstig bei Banggood gefunden, als ich eine Lichtanlage mit Blinker und Bremslicht bestellt habe (nich unterwegs) und dann kurzerhand mitgeordert. Im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte ruhig die etwas größere Version nehmen können. Naja, Versuch macht kluch, nech?
Dennoch ist das deutlich besser als die provisorische Lösung mit der Gepäckspinne. Die Seiten werden übrigens durch Platten aus geschäumtem Kunststoff abgedeckt, weniger zur Aerodynamik denn als Werbeträger – je auf einer Seite für MG Nachhaltig und für meine Bücher.
Aktueller Inhalt der Tasche ist übrigens der Gurt, mit dem der Sitz bespannt werden wird, sobald die Temperaturen wieder zweistellig werden. Nein, ich manövrier das Rad nicht durch den Flur, nur um das drinnen im Warmen machen zu können. Ich hab schließlich keinen Grund zu übertriebener Eile.


Dino-Dienstag 37

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diesmal mit näherem Blick auf einige Dinosaurierschädel.

Die Geheimnisse der Ceratopsier-Babys

Das Wachstum junger Ceratopsier ist für Paläontologen überraschend interessant, da sich die Form der Schädel dieser Tiere im Laufe des Wachstums stark zu verändern scheint. Das ist der Grund, weshalb vor einiger Zeit die Idee umging, Triceratops könnte nie existiert haben: Einige Wissenschaftler entwickelten damals den Gedanken, Triceratops und Torosaurus könnten das selbe Tier sein, wobei der sehr anders geformte Schädel von Torosaurus damit erklärt wurde, dass diese schlichtweg deutlich ältere Individuen darstellten als jene Schädel, die als Triceratops eingeordnet wurden. Bislang bleibt offen, ob die Vermutung stimmt, dass sich die Schädel der Ceratopsier im Laufe des Lebens so sehr veränderten.
Ein neuer Fund aus Kanada liefert dazu neue Hinweise: Ein zum Zeitpunkt seines Todes wohl etwa drei Jahre alter Chasmosaurus.

Awwww... (Bild: Michael Skrepnick)

Awwww… (Bild: Michael Skrepnick)

Chasmosaurus gehört unter den Ceratopsiern zu den Arten mit besonders langen Nackenschildern, doch bei dem jungen Tier im Bild ist der Schild bei weitem nicht so groß wie bei den bekannten erwachsenen Tieren, auch wenn der Schädel insgesamt eindeutig Chasmosaurus zugeordnet werden kann. Das stützt die These, dass sich die großen Nackenschilder vieler Ceratopsier erst in späteren Jahren entwickelten.
Ebenfalls gestützt wird das von einer fast zeitgleich veröffentlichten Untersuchung am mongolischen Ceratopsier Protoceratops. Protoceratops, ein hornloser Ceratopsier von der Größe eines Schweines ist der am häufigsten gefundene Dinosaurier in der Mongolei und dank der Menge an Funden gibt es von diesem Saurier Exemplare aller Altersstufen. Und ein großer Vergleich der Schädel dieser Tiere zeigt: Die Schädel, insbesondere die Nackenschilde, dieser Art verändern sich nicht nur im Laufe des Lebens, sie verändern sich erheblich. Frisch geschlüpfte Tiere haben so gut wie keinen Schild, erwachsene Tiere haben einen großen Schild, der sich deutlich vom Hals absetzt. Die Tatsache, dass die Schilde sich erst bei erwachsenen Tieren so stark entwickelten nehmen die Forscher dieser Untersuchung als Hinweis, dass sie der Brautwerbung dienten.
Im gesamten Tierreich ist es Schmuck für die Partnerwerbung gemein, dass er sich erst gegen Ende des Wachstums ausprägt, vom bunten Gefieder der Vögel über Löwenmähnen bis zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen beim Menschen.

Spinosaurus der Schlinger

Spinosaurus ist ein Dinosaurier, der nach den neuen Erkenntnissen der letzten Jahre rasant seltsamer wird. Der riesige Raubsaurier, der inzwischen zum einzigen eindeutig auf das Leben im Wasser angepassten Dinosaurier wurde, hatte offenbar speziell veränderte Kiefer, mit denen er kleinere Beutetiere in einem Stück verschlingen konnte. Dazu gehören auch Hinweise auf einen Kehlsack wie er auch bei Krokodilen vorkommt. Für einen schwimmenden Fischfresser durchaus praktisch.


Fluchtursachen besteuern!

Fassen wir die Forderung dieses Beitrags einfach mal in einem Textbild zusammen. Die sozial medialen mögen das. Das sollte es tun und danach kommt der etwas ausführlichere Teil:

Probieren wir das mit der Wirkung von Bildern mal aus (Quelle für den Panzer unbekannt, das Bild fliegt seit Jahren überall im Netz rum)

Probieren wir das mit der Wirkung von Bildern mal aus (Quelle für den Panzer unbekannt, das Bild fliegt seit Jahren überall im Netz rum)

Wolfgang Schäuble ist ein elendiger Hetzer, der regelmäßig die Stimmung in Deutschland anheizt. Nein, lasst mich das noch mal neu formulieren: Wolfgang Schäuble ist ein elendiger Hetzer, der regelmäßig die Stimmung in Deutschland anheizt. Okay, doch, war beim ersten Mal richtig. Aktuell geht es um seinen Vorschlag, die Kosten der aktuellen Fluchtsituation im Nahen Osten und Afrika durch eine Sonderabgabe aufs Benzin zu finanzieren. Ich kann es mir kaum als Versehen vorstellen, ausgerechnet der Erstweltler liebstes Steckenpferd, das Autofahren, anzugehen. Natürlich, der Klimawandel ist eine immer wichtigere Fluchtursache, aber der Treibstoff wird ja bereits entsprechend besteuert, wenn auch mit einer Reihe von Ausnahmen im Schiffs- und Flugverkehr.
Es ist die freundlichste Vermutung angesichts dieses Vorschlags anzunehmen, der Minister habe nicht nachgedacht. Denn sollte diese Idee Ergebnis eines Nachdenkens sein, würfe das ein sehr schlechtes Licht auf den Plan und seine mögliche Motivation. Denn er ist — wiederum bestenfalls — extrem fantasielos, gibt es doch viele andere potenzielle Geldquellen und vor allem solche, die weniger dazu geeignet sind, die Stimmung anzuheizen und zugleich gerechter wären. Siehe oben. Oder in den folgenden Punkten des Artikels.
Das Grundkonzept ist einfach: Schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, indem wir die Verantwortlichen für die Fluchtursachen die Bekämpfung der Fluchtursachen und die Bewältigung der Fluchtfolgen bezahlen lassen. Verursacherprinzip halt. Das bringt auf der einen Seite Geld, auf der anderen macht es entsprechende Investitionen unattraktiver.

Kriegskostensteuer

Das dürfte die einfachste Maßnahme sein. Technisch genau betrachtet müsste es eine Abgabe sein, damit das Geld zweckgebunden eingenommen werden kann und niemand den Strick dreht, die Regierung würde zu Kriegsgewinnlern werden. Mit dem Geld würde die Bundesrepublik dann gezielt Friedensarbeit und Friedensforschung fördern. Die hätte natürlich zunächst das Problem, wohin mit der plötzlichen Geldflut, aber das wird sich sicherlich bald geben.
Die Rüstungsunternehmen leben davon Geräte herzustellen, mit denen Menschen sich gegenseitig umbringen. Ein Panzer hat einfach keine andere Funktion als das. Sie leben davon, dass Krieg Geld kostet, sie versorgen die Schlachtfelder des Planeten mit dem Belag.
Und damit werden sie gewaltige Konzerne, einige der größten der Welt. Also, lassen wir sie für das Vermarkten von Tötungswerkzeugen ordentlich bezahlen. Mir schweben so 19% vor, also quasi eine Verdoppelung der Mehrwertsteuer. Es gibt einen verminderten Mehrwertsteuersatz für die Grundversorgung, warum nicht einen erhöhten für destruktive Produkte wie Waffen? Meinetwegen mit Ausnahmen für Lieferungen an die eigene Regierung, aber auch nur an die, schon Exporte an Partner sidn voll zu besteuern (sonst erklären wir halt kurzerhand Länder wie Saudi-Arabien zu Ausnahmen und das ganze Konzept ist dahin). Alles, wofür keine Bestellungen der Bundesrepublik vorliegen, ist mit der Abgabe zu belegen und diese ist für die Friedensarbeit zweckzubinden.

Strafzoll für „Unfair Trade“

Gerne spricht man hierzulande abwertend von Wirtschaftsflüchtlingen, die keine richtigen Flüchtlinge seien. Gleich so, als wären Armut und Hungersnot weniger schlimm als Krieg und politische Verfolgung.
Eine wichtige Ursache für Armut in den Entwicklungsländern ist die Ausbeutung durch die Länder der „entwickelten Welt“.
Der Ansatz von Fair Trade ist, diese Ausbeutung durch gerechte Handelsbedingungen zu vermeiden. Kakao- und Kaffeebauern kriegen dann mehr als 10 Cent pro Arbeitsstunde, nur leider kosten die Produkte leider entsprechend viel. Das Beste wäre es, wenn ausbeuterisch gewonnene Produkte mehr kosten würden als gerecht erworbene und es gibt eine Möglichkeit, das sicherzustellen: Das etwas untergegangene Konzept der Strafzölle. Erst wenn sich Ausbeutung nicht mehr lohnt, wird sie zurückgehen, insbesondere im internationalen Raum, in dem die Regierungen der Empfängerstaaten der Waren wenig bis keinen echten Einfluss haben.
Eine alternative Option wäre ein Mindestlohn für ausländische Arbeitnehmer und Abhängig von deutschen Unternehmen, das wäre aber deutlich einfacher zu umgehen, deshalb schlage ich es nicht als Lösung vor.

Kapitaleinkünfte besteuern wie Lohneinkünfte

Einkünfte aus Kapitalanlagen sind praktisch komplett niedriger besteuert als solche aus Beschäftigung, ob abhängig oder selbstständig. Das führt dazu, dass ein wild wucherndes Spekulationsgeschäft für Banken und Investoren extrem lohnend ist. Gerecht ist das nicht. Die Folgen sind vielfältig und nicht nur die Entwicklungsländer, sondern die ganze Welt hat daran zu leiden. Riskante Finanzgeschäfte blühen und machen die Weltwirtschaft anfällig für Krisen, die ihrerseits Not auslösen. Wir sehen jetzt an der europäischen Peripherie (vor allem Griechenland), wie solche Strukturen selbst entwickelte Nationen in Schutt und Asche legen können.
Wenn sich die riskantesten Kapitalgeschäfte aufgrund der Steuerlast nicht mehr so sehr lohnen, löst das zwar nicht direkt die Probleme der Welt, aber es trägt erheblich zur Stabilisierung der von Krise zu Krise taumelnden Weltwirtschaft bei. Und wenn wir die Welt wieder in Ordnung bringen wollen, ist das schlichtweg notwendig.

Weiterdenken!

Dies sind ein paar innerhalb eines Nachmittags niedergeschrieben Gedanken. Sie sind als Denkanstoß gedacht, in welche Richtung man auch gehen könnte. Sie leiden sicherlich an Einfachheit, aber wie gesagt sind sie keine vollen Konzepte, sondern einfach Ideen. Ideen müssen lange reifen und dies auch in mehr als einem Kopf tun. Ich hoffe, das Konzept, Kriegsursachen zu besteuern, bekommt nun in einigen Köpfen den Raum zu reifen.


Freitägliche Fünf 15.01.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche mit ziemlichem Potpourri. Kommt halt auch mal vor.

1. Waschbecken sind langweilig

Ich habe keine Ahnung, wo dieses Bild herstammt (Google liefert mir etliche Seiten, die alle nicht Urheber sind), aber der Gedanke ist richtig: Waschbecken könnten viel formenfroher sein, als sie es derzeit sind.
Das ist mir eine schöne Inspiration und deswegen ist es hier bei. Ausserdem gefällt mir dieses Waschbecken sowieso.

Nein, das gibt es für Australien nicht andersrum. Glaube ich (Bildquelle lästigerweise unbekannt)

Nein, das gibt es für Australien nicht andersrum. Glaube ich (Bildquelle lästigerweise unbekannt)

2. Roboter gegen Krebs

Südkorea vermeldete diese Woche, einen Roboter konstruiert zu haben, der gezielt Krebszellen angreift. Er besteht aus einem Gerät, das von einer gentechnisch veränderten Bakterie transportiert wird. Die Bakterie findet die Krebszellen an ihren chemischen Spuren. Ist sie an einem Tumor angelangt, gibt der eigentliche Roboter automatisch Mittel frei, die den Tumor angreifen.
Das ganze Konstrukt heisst Bacteriobot und kann aktuell nur gegen fortgeschrittene Tumore eingesetzt werden.
Die eingesetzten Medikamente sind nicht neu, aber Bacteriobot kann sie direkt an den Krebszellen freisetzen, was die Behandlung für den Patienten verträglicher und gegen den Krebs effizienter machen kann.

3. Nachhaltigkeitstreff im VreiGeist

Am Sonntag war ich erstmals bei der „Ideenbörse für einen nachhaltigen Alltag“, einem regelmäßigen Treff im Café VreiGeist (ehemals Balu) in MG-Eicken. Das findet am 2. Sonntag jedes Monats statt (nur vorerst, da sich das mit dem Repair Café des AStA beisst) und beschäftigt sich jeden Monat mit einem Thema, diesmal mit nachhaltigen Mitteln im Haushalt. Und gleich eine wertvolle neue Erkenntnis für mich: Efeu-Auszug lässt sich als Spülmittel verwenden. Nicht schlecht, etwas allgegenwärtigeres und robusteres als Efeu gibt es in der heimischen Pflanzenwelt ja kaum noch. Allerdings macht er wohl etwas Ärger mit einem Film, der sich übers Geschirr legt, den muss man wohl noch loswerden. Ich könnte mir vorstellen, dass nachspülen mit Essig hilft, konnte das aber noch nicht ausprobieren.
Ideen udn Rezepte für Mittel gibt es im Blog von Nicole, die die Veranstaltung leitet.

4. Google Translate singt

Schöne Idee: man nehme die Texte bekannter Songs, gebe diese über mehrere Stufen durch Google Translate, bis man sie wieder in Englisch zurückholt und singe dann das Ergebnis. In Facebook hatte ich die Tage Bohemian Rhapsody verlinkt, weil der Song so bekannt ist, aber die großartigste Übersetzung ist meiner Meinung nach I’ll Make a Man Out of You aus Disneys Mulan geworden, die perfekte Balance aus Sinn und Unsinn.

5. Rekordgeschwindigkeit für Vorhersagen

Am 1. Januar hatte ich vorhergesagt, dass Facebook 2016 seine Führungsrolle bei den sozialen Medien an Youtube abgeben wird. Nun, das ging deutlich schneller als erwartet.
Ein wenig ist das auch beunruhigend, da Youtube eine deutlich hierarchischer organisierte Plattform ist als Facebook, abe rmir geht es um die korrekte Vorhersage. Yay me!


Dino-Dienstag 36

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diesmal zwei kurze Nachrichten aus dem Erdmittelalter.

Tanzende Dinosaurier

Irgendwann musste es hier ja so weit kommen: Dinoporno! (Bild: University of Colorado in Denver)

Irgendwann musste es hier ja so weit kommen: Dinoporno! Naja, Vorspiel, bis auf die beiden im Hintergrund. (Bild: University of Colorado in Denver)

In Colorado deuten neue Fußspurenfunde darauf hin, dass einige Dinosaurier in ähnlicher Weise mit den Füßen scharrten, wie dies viele moderne Vögel bei der Balz tun.
Von den Spuren selbst scheint es leider noch keine Fotos zu geben, aber dafür halt von einer Rekonstruktion des Verhaltens anhand der Fußspuren (siehe oben).

Riesiges Salzwasserkrokodil

Machimosaurus rex, das vor 120 Millionen Jahren in den Ozeanen des heutigen Nordafrika lebte, mag mit 10 Metern Länge nicht das größte Krokodil aller Zeiten sein, aber doch ein beeindruckendes Tier. Er lebte zu einer Zeit, als Nordafrika von einem Netzwerk aus Lagunen bedeckt war, in dem zahlreiche Arten von Krokodilen und die einzigen bekannten Dinosaurier des Wassers, die Spinosaurier, lebten. Doch Maschimosaurus hielt sich davon etwas fern, es war ein Bewohner der Ozeane.
Es war der, soweit bekannt, letzte Vertreter der Teleosaurier, einer Gruppe meist im Meer lebender Krokodile, die grob den heutigen Gavialen ähnlich sahen.

Machimosaurus rex - Bild: Davide Bonadonna

Machimosaurus rex – Bild: Davide Bonadonna


Neun zum Neunten – 09.01.2016

Üblicherweise gibt es am Freitag hier im Blog ja die Freitäglichen Fünf. Das wird auch so bleiben. Aber zum Jahreswechsel mit den dazugehörigen Beiträgen ist das alles etwas durcheinander gekommen. Also gibt es diesmal nach der ersten vollen Woche des Jahres die Neun zum Neunten und ab nächste Woche wieder die Freitäglichen Fünf.
Ansonsten gilt wie immer: „Die fünf neun Dinge, die mich in dieser Zeit gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.“

1. To-Do-Liste

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorletzter Woche

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorvorletzter Woche

Die Sache mit der To-Do-Liste funktioniert hervorragend. Diese Woche konnte ich alle eingeplanten Punkte abhaken und dabei produktiver werden als seit langem. Wer dieses Blog und//oder mein Twitter verfolgt, kann das praktisch beobachten: Das englische Blog ist von hier verlinkt (und umgekehrt) und hat ein an das deutsche angepasstes Design, es gibt endlich wieder neue Inhalte bei MG Nachhaltig, eine überarbeitete zweite Auflage von Schwarzer Schwinge ist fertig (aktualisiert wegen der Entdeckung von Yi qi 2015), ebenso eine ePub-Version für Leser mit anderen Geräten als Kindle, es gibt einen Entwurf für die Präsentation meiner Audiobücher auf Youtube (eine Änderung kommt noch nach, dank des Feedbacks von John Osinski) und auch bei den restlichen Bänden der Meilensteine der Evolution tut sich endlich wieder etwas, nachdem ich die lange liegen gelassen habe (genauer bei Giftigen Grundes).
Das sind nur die Sachen, die man von aussen mitbekommt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Vorhaben und kann jedem nur empfehlen: Nutzt To-Do-Listen! Ziele, Deadlines, Druck, hat bei mir alles nichts geholfen gegen Prokrastination (Die oft empfohlenen Deadlines verschlimmern das Problem bei mir sogar), die Listen machten das mühelos.
Den Rat gibt es hier kostenlos. Ich werde nicht neben den ganzen anderen Sachen auch noch einen Ratgeber gegen Prokrastination schreiben. Davon gibt es schon etliche und für mich wäre das kontraproduktiv, wieder wie letztes Jahr wild verteilt neue Projekte anzufangen.

2. Fürchtet den Besen!

Da ich dennoch heute mal Freizeit hatte, kann ich verkünden: Assassin’s Creed II ist ein noch mal deutlich lustigeres Spiel, wenn man einen Besen als Standardwaffe einsetzt. Einfach einen Typen anrempeln, der die Straße kehrt und dann den Besen aufheben.
Ja, ich weiss.

3.RS1

RS1 - BIld: RVR/Schulte

RS1 – BIld: RVR/Schulte

Das erste Stück des Radschnellweges im Ruhrgebiet wurde Ende Dezember eröffnet. Ich denke, das spricht für sich selbst.
Ich hoffe weiterhin auf eine Weiterführung in die Niederlande über Mönchengladbach.

4. Lemmium (und Punke)

Ich muss ehrlich sagen, wahrscheinlich weil ich zu jung bin, kann ich mit Lemy Kilmister und Motörhead wenig anfangen. Aber wisst ihr was: Die Idee, dieser Petition, ein neues Schwermetall Lemmium zu nennen, ist trotzdem cool.
Ich glaube zwar, Motörhead sind Punk, aber egal, eine chemische Gruppe namens Punke gibt es halt nicht. Leider. Hey, Chemiker: Sollte je eine chemische gruppe mit komplett neuen Eigenschaften auftauchen, nennen wir sie Punke, okay?!

5. Bushaltestellen mit elektronischer Tinte

London geht einen neuen Weg, um seine digitale Anzeige an den Bushaltestellen mit so wenig Strom wie möglich zu betreiben: Die Bushaltestellen werden mit Tafeln aus ePaper bestückt, das über Solarzellen mit Strom versorgt wird.
Das Besondere an elektronischem Papier, wie es schwarz-weisse eBook-Lesegeräte verwenden ist, dass es keinen Strom benötigt, um ein Bild anzuzeigen. Strom wird nur benötigt, um mit einem gesteuerten Stromstoß die einzelnen Bildpunkte zwischen weiss und schwarz wechseln zu lassen, wodurch man umblättert bzw. die Anzeige verändert. Für diese Technologie gibt es mit Sicherheit noch andere Einsatzmöglichkeiten. Das ist ein guter und logischer Anfang.

Ökoverbund, einen Schritt weiter -  Bild: BBC

Ökoverbund, einen Schritt weiter – Bild: BBC

6. Well played, Amazon

Geld aus der Pegida-„Hymne“ geht von Amazon an die Flüchtlingshilfe. Naja, ging, der Artikel ist bei Amazon inzwischen nicht mehr vorhanden.
Übrigens, ein MP3-Ergebnis beim Schlagwort „Pegida“ auf Amazon ist ein Lied namens Raus aus dem Reichstag von Xavier KeinRechterTrottel Naidoo. Aber ich bin ja für positive Nachrichten hier, also lassen wir das.

7. Hihi

Dank an die City-Logistik Aachen für dieses schöne Bild auf Facebook:

Originalkommentar dazu: „Können wir auch“

Originalkommentar dazu: „Können wir auch“

8. Daft Capella


Ja, der originale Pentatonix-Hype ist damals ein bisschen an mir vorbeigegangen. Ich hol das jetzt nach.

9. Spekulatius-Creme

Das hier ist etwas, was existiert. Nutoka, deine Tage sind vorbei, es ist ein neuer Brotaufstrich in Town. Sogar ein veganer, was bei mir, obwohl selbst kein Veganer, ein willkommener Bonus ist. Und jedes meiner Brötchen hat jetzt 3 Kilokalorien weniger. Drei!

Creme mit Spekulatiusgeschmack. Und Stücken! - Bild hier geklaut, weil ich grade zu faul bin, schnell ein Foto zu machen

Creme mit Spekulatiusgeschmack. Und Stücken! – Bild hier geklaut, weil ich grade zu faul bin, schnell ein Foto zu machen


Vorschau zu Youtube-Audiobüchern

Ende November hatte ich erstmals angekündigt, bald Audiobooks bei Youtube anzubieten. Von den vorhandenen Videos zu Audiobooks bin ich allerdings nicht wirklich begeistert; es sind meist nur statische Bilder, oft vom Cover des Buches, manchmal auch nur eine schwarze Fläche.
Ich wollte mehr bieten als das, ein Angebot, das das übliche Audiobuch-Publikum ebenso anspricht wie jemanden wie mich, der Beschäftigung auch für die Augen benötigt um nicht komplett abgelenkt zu werden. Naheliegend war es daher, den Text parallel zum Vorlesen auch einzublenden. Daneben wollte ich noch die wichtigsten Informationen dazu geben, was man sieht beziehungsweise hört. Das vorläufige Ergebnis sieht im Moment als Vorschau so aus:

Verkleinerte Vorschau, die Videovorlage hat 1080p für FullHD

Verkleinerte Vorschau, die Videos haben eine Auflösung von 1080p für FullHD


Fast unübersehbar ist es an die aktuelle Gestaltung dieses Blogs angelehnt, mit den selben farbigen Trennlinien, um die wesentlichen Elemente zu trennen, in diesem Fall Titel (oben), Cover (links) und den aktuell vorgelesenen Text (Hauptbereich). Die Wiedererkennbarkeit meiner Inhalte auf den verschiedenen Kanälen ist ganz klar ein Ziel dessen, das ich nach und nach umsetzen werde.

Der Titel ist auch mit seiner Formulierung an das Blog angelehnt: Mein Name, ein Verb und dann der eigentliche Titel des jeweiligen Beitrags.
Das Buchcover, als Platzhalter Giftigen Grundes, an dem ich die letzten zwei Tage geschrieben habe, steht links. Auch das ist natürlich ein Bezug auf das Blogdesign und nimmt die vier Cover auf, die hier links oben präsentiert werden. In Fällen wie dem im Beispiel gezeigten werde ich in den tatsächlichen Videos einen Hinweis dazusetzen, dass der vorgelesene Text eine Kurzgeschichte aus einem größeren Band darstellt, sowohl schriftlich als auch gesprochen am Anfang der Aufnahme.
Beim vorgelesenen Text gibt es den wichtigsten Unterschied zu den vorhandenen Videos dieser Art, den Videobüchern, von deren Existenz ich übrigens erst gestern erfuhr. Die meisten dieser Videos zeigen so viel Text, wie auf einer Seite eingeblendet werden kann oder aber einen Absatz. Das scheint mir zu lang. Es ist nicht nur unübersichtlich, eine unterschiedliche Lese- und Vorlesegeschwindigkeit verstärken sich dabei und das mindert meines Erachtens den parallelen Hör- und Lesegenuss für jene, die beide Formen zugleich nutzen. Also blende ich nur den jeweils aktuellen Satz ein, eventuell mit Ausnahmen bei wörtlicher Rede.
Den unteren Bereich des Bildes nutze ich vorläufig nicht. Dieser wird von Youtube regelmäßig mit Werbebannern verdeckt und wenn das passiert finde ich es als Zuschauer sehr lästig, wenn dort wichtige Bildinhalte platziert sind und von der Werbung verdeckt werden. Vor allem, weil ich diese Banner ungerne wegklicke, denn ich gönne den Videomachern in der Regel das bisschen Geld, das sie dafür erhalten. Möglicherweise nutze ich diesen Bereich ab und an, um zusätzliche Informationen einzublenden, zum Beispiel Bilder von Charakteren, Kreaturen und Orten oder dergleichen. Das könnte beispielsweise bei den verschiedenen ausgestorbenen Tierarten in den Geschichten der Reihe Meilensteine der Evolution sinnvoll sein.

Und hier nun meine Frage: Sieht das so gut aus, wie ich glaube? Gibt es noch Wünsche, Ideen oder Kritik an dem Ansatz und dem konkreten Entwurf? Ist 16:9 ein gutes Format für diese Art Inhalt? Über Kommentare würde ich mich freuen! (Der Kommentarbereich zu diesem Beitrag ist bis zum 6. Februar offen)


Dino-Dienstag 35

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diesmal ohne Dinosaurier mit ein paar kleineren Wesen.

Alcidedorbignya

In Fortsetzung der von den Scansiopterygidae begonnenen stolzen Tradition, namen einzuführen, die selbst Paläontologen verzweifeln lassen, präsentiere ich Alcidedorbignya inopinata (benannt nach dem französischen Naturforscher Alcide d’Orbigny).

Awwww-Faktor 11 von 10 - Bild von hier

Awwww-Faktor 11 von 10 – Bild von hier


Dieses Tier war seit etwa 20 Jahren durch Funde von Zähnen bekannt, doch nun gibt es fast vollständige Skelettreste, die nun in einer sehr ausführlichen Untersuchung vorgestellt wurden. Alcidedorbignya ist für die Forschung aus zwei Gründen interessant: Zum einen stammt es fast exakt aus der Zeit, in der die Dinosaurier ausstarben und ist wohl ein direkter Überlebender dieses Ereignisses, zum anderen ist es der älteste Vertreter einer heute ausgestorbenen Gruppe namens Pantodonten, die zu den ersten reinen Pflanzenfressern unter den Säugetieren gehörten. Dass Alcidedorbignya so alt ist, ist ein weiterer Beleg, dass die Säugetiere bereits vor dem Ende der Dinosaurier vielfältiger wurden, eine gute Basis, um nach dem Ende der Dinosaurier die Welt schnell mit neuen Formen zu bevölkern. Es ist zudem der einzige Pantodont aus Südamerika.

Cretonthophilus, der Ur-Stutzkäfer

Cretonthophilus tuberculatus - Bild von hier

Cretonthophilus tuberculatus – Bild von hier


Die Stutzkäfer sind eine sehr erfolgreiche Gruppe kleiner räuberischer Käfer, die unter anderem die Fähigkeit eint, ihre Fühler und Beine in Furchen zurückziehen zu können. Und genau das ist bei diesem Exemplar interessant: bei dem hervorragend in 99 Millionen Jahre altem Bernstein in Burma erhaltenen Käfer sind die Fühler klar sichtbar und sie sind in genau solchen Taschen versteckt. Aber: Anders als bei den heutigen Stutzkäfern sind die Taschen weder flach und offen noch tief und abgedeckt, sondern tief und offen. Cretonthophilus war eine Übergangsform zwischen den beiden Formen, für die Forscher eine Momentaufnahme evolutionärer Veränderung. Das, was populär als Missing Link bezeichnet wird.


Das wird 2016

Bevor es nächste Woche zum üblichen Programm zurück geht, kurz noch der Abschluss des Jahreswechsels mit einem persönlichen Ausblick auf 2016. Oder auch: Was habe ich aus 2015 gelernt?
Doch zunächst auch hier: Musik! Die Jazz-Version von Don’t Stop me now aus der 2014er-Staffel von Doctor Who nehme ich mal als musikalisches Motto für 2016. Soll keiner sagen, ich setze mir niedrige Ziele.

Vorsatz: Fokus

Wie ich im Jahresrückblick schon andeutete, bin ich nicht sehr zufrieden mit meiner Produktivität. Immer, wenn ich Energie auf ein Ziel fokussiere, schaffe ich es, große Projekte zustemmen (das Jurassic-Park-Buch und MG Nachhaltig stechen 2015 heraus). Aber zu oft verteile ich meine Kräfte auf zu viele Einzelprojekte.

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorletzter Woche

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorletzter Woche

Das ist zum Glück deutlich besser gelaufen, als es klang, denn auch wenn ich mich stark verteilt habe, ist doch vieles vorangekommen, nur eben nicht fertig geworden. Dafür muss dann 2016 herhalten. Ich habe im Laufe des Jahres viel ausprobiert, um meine Produktivität zu steigern und habe dabei eben auch einiges gelernt. Ein ganz konkretes Ergebnis dieses Lernprozesses findet sich im Bild rechts von diesem Textabschnitt. Das ist ein Wochenplaner, den ich vor ein paar Wochen beim Xenos fand. Eine Tafel für jeden Tag mit Platz für 2-3 Stichworte. Perfekt. Das ist ein Umfang von Vorhaben, der groß genug ist, alles wichtige reinzupacken ohne so viel angehen zu wollen, dass man sich doch wieder verzettelt. Ich nutze die jetzt ungefähr zwei Monate und sie hilft mir ganz ausgezeichnet, mit meinen Plänen voran zu kommen.
Zum Start geht es an einen digitalen Frühjahrsputz. Dieser umfasst intern die Abarbeitung aller noch übrigen ungelesenen eMails in allen Postfächern (Hotmail ist durch, Gmail hat noch 370 und das zu dieser Webseite gehörige Postfach noch etwas unter 1000 Mails) und das Durchgehen aller Lesezeichen im Browser (keine Ahnung, wie viele das sind, aber deutlich vierstellig).
Interessanter durfte das Vorhaben extern sein: Ich will MG Nachhaltig konstanter mit neuen Inhalten versorgen, die englische Website auf das selbe Design wie die deutsche umstellen, private und Autorenseite in Facebook trennen und sobald mein aktueller Dauerschnupfen vorüber ist Audiobooks auf Youtube stellen. Und damit wären wir ganz konkret bei…

Projekte

Es gibt bei mir ja immer zwei Arten von Projekten: Politische und schriftstellerische. 2016 werde ich jeden Monat schwerpunktmäßig jeweils einem Projekt beider Kategorien widmen. Ich habe 2015 ja gesehen, dass das funktioniert und zwar deutlich besser als Ziele wie das bei Autoren beliebte „Ich schreibe jeden Tag X Wörter“ die halt dazu führen, dass man zum Jahresende jeweils X Wörter in 365 Projekten niedergeschrieben hat, wenn man nicht aufpasst. Dennoch habe ich es geschafft, 2015 so viel zu schreiben wie seit Jahren nicht mehr, wovon auch dieses Blog mit seinen 105 Beiträgen zeugt.
2×12 Projekte über das Jahr, das macht die gar nicht so schlechte Zahl von 24 Stück. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, jeden Monat in beiden Bereichen einen klaren Fokus zu haben, auf den ich hinarbeite.
Literarisch sind da als erstes die Sammlungen meiner Kurzgeschichten (je eine in Deutsch und Englisch), die gemeinsam mit dem Youtube-Kanal starten sollen, der für den Anfang mit genau diesen Kurzgeschichten gefüllt wird. Glimpses und Facetten sind weit gediehen, aber noch lückenhaft.
2015 hatte ich keinen neuen Band der Meilensteine der Evolution herausbringen können, was mich extrem nervt, da ich die Serie eigentlich abschließen wollte. Alle Bände sind weitergekommen, aber keiner fertig geworden. Als besonders schwierig hat sich erwiesen zu vermeiden, in jedem Band die selbe Geschichte als Einstieg zu erzählen. Es entspricht einfach nicht meinen Ansprüchen an meine Werke, Lesern immer das selbe vorzusetzen. Ich werde mich nun statt dessen darauf konzentrieren, das erste Drittel fertigzustellen, also die Bände, die im Paläozoikum (die zeit vor den Dinosauriern) angesiedelt sind: Giftigen Grundes, Zackigen Zahnes und Flammender Farne sowie als Sammelband dieser drei Bände zuzüglich des bereits erhältlichen Feuchten Fußes den ersten Titel dieser Reihe auf Papier.
Die Dystopie Sünde hatte ich lange liegen gelassen, doch es erwies sich in den letzten Monaten, dass die Sorge vor erstarkendem religiösen Extremismus berechtigter ist als gedacht und somit hat Sünde größere Relevanz, als ich erwartet hatte. Diesem Projekt 2016 ebenfalls einen Monat zu widmen erscheint mir also wichtig. Mit Boy kommt ein englischsprachiger Roman hinzu, den ich mal als literarische Zombiegeschichte bezeichne.
Von weiteren Projekten kann ich dann hoffentlich im Laufe des Jahres berichten.
Politisch gebe ich nur ein paar Stichworte: Fahrradbeleuchtung, Eine-Stadt-Fest, Gladbacher Runde und noch einiges, was als Stichwort noch zu eindeutig wäre ;-) Ich berichte jeweils, sobald es ausgereift ist.

Prognosen

Auch dieses Jahr möchhte ich wieder ein paar Vorhersagen machen, welche Entwicklungen ich im kommenden Jahr in der Welt erwarte. Die Trefferquote war 2015 ja gar nicht so schlecht. Also:
Smart Home: Zentral rechnergesteuerte Haustechnik wird 2016 ein großes Thema. Dabei wird es aber auch um die Zweischneidigkeit der Technologie gehen: Unsere Häuser werden potenziell hackbar, Einbrecher könnten in Zukunft statt mit dem Dietrich mit einem Laptop ins Haus kommen oder die Haustechnik zum Schaden der Einwohner manipulieren.
Facebook überfrisst sich: Facebook wächst und wächst, doch es gibt erste Trends zum Schrumpfen, vor allem bei den Jüngeren. Ich erwarte, dass die Plattform 2016 erste Schwächeanfälle zeigt, auch weil siemit neuen Features wie Videos und Kauf-Button ihren Fokus verliert. Das Unternehmen Facebook wird versuchen, den Trend über eingekaufte Projekt zu kompensieren.
Youtube übernimmt: Das Wachstum an Möglichkeiten bei Youtube lässt es fast schon unvermeidbar erscheinen, dass Youtube 2016 den letzten noch nicht von ihm erschlossenen Videomarkt übernimmt: Chats. Die Technologie ist beim Mutterkonzern Google durch Google Hangouts vorhanden und es wäre die Option für Google, seine langen Versuche, ein soziales Netzwerk aufzubauen, Früchte tragen zu lassen. Youtube, nicht Google+ ist Googles Basis für ein soziales Netzwerk. Gleichzeitig werden vor allem Verkaufsplattformen zunehmend versuchen, zu sozialen Netzwerken für ihre Kunden zu werden. Das virtuelle Gegenstück zur Mall.
Die Todesglocken des Smartphones: Smartwatches beginnen, den Smartphone-Markt aufzufressen. Das Telefon fällt Ende 2016 niemandem mehr aus der Tasche, weil es um das Handgelenk gebunden ist. Smasrtphones werden damit klobige Anachronismen.
Innenstadt 2.0: Mit dem Aufstieg des Onlinehandels liegt das Konzept der Innenstadt als Ort des Kommerzes im Sterben. Wahrscheinlich unaufhaltsam. Einige Branchen (Kleidung, Lebensmittel) halten sich besser als andere (Elektronik, Medien), aber das Konzept der Einkaufsstadt ist sehr bald tot. Plattformen wie Amazon, Ebay und Alibaba bieten eine Produktvielfalt, mit der kein Händler vor Ort jemals mithalten kann. Das kann nicht ohne Folgen bleiben: 2016 wird mindestens eine Großstadt öffentlichkeitswirksam verkünden, ein neues Innenstadtmodell zu suchen; weg vom Kommerz, hin zum sozialen und kulturellen Treffpunkt der Stadt. Der Ansatz: Offline leben, online konsumieren.


Das war 2015

Es ist der 31. Dezember und damit Zeit für einen Jahresrückblick. Damit dabei alle Sinne bedient werden (naja, alle internetal erreichbaren Sinne), einer der überall auftauchenden Jahresmixes der Charthits 2015. Es gibt davon eine Menge, das hier ist der meiner Meinung nach beste, wenn auch etwas mainstreamig. Aber er fasst das Musikjahr gut zusammen.

Nota bene: Das ist eine Auswahl der öffentlichkeitstauglichen Highlights. Ich neige nicht dazu, online all zu persönlich zu werden. Sowas gehört für mich bei den Leuten, die man kennt, so von Freundeskreis aufwärts. Sagen wir zu diesem Teil einfach, es war ein sehr bewegtes Jahr. Und ein persönlich aller Voraussicht nach sehr wichtiges. Andere Dinge sind ganz einfach vertraulich oder strategisch so zu behandeln, das ist einfach so, wenn man politisch aktiv ist.
Noch ein technischer Hinweis. Im Laufe des Jahres haben sich ein paar technische Aspekte im Blog geändert. Das betrifft vor allem die Art, wie ich Bilder einbinde. Diese stelle ich seit einigen Monaten in speziell angepasster Größe direkt in den Beitrag, vorher tat ich dies mit einem Vorschaubild, welches auf die eigentliche Datei verlinkte. Aus technischen Gründen (und weil ich zu faull bin die Dateien neu zu bearbeiten) werden alle Bilder entsprechenden Alters in diesem Beitrag auf die alte Weise eingebunden. Seht es als Nostalgiebonus.

Soziale Medien gehen nach vorn

Das Jahr begann mit einem kleinen Knall im Twitterversum, mit diesem Wortspiel zu den Vollidioten oder wie sie sich selber nennen, Pegida:

Ich setzte diesen als eine meiner üblich-schnippischen Bemerkungen, die mir spontan einfielen ins Netz. Und dann begann mein Telefon zu vibrieren und mein Postfach dezent überzuquellen.

Beinahe 500 Likes und 400 Retweets sollten es werden. Nicht mitgezählt jene, die den Tweet per Kopieren-Einfügen übernahmen oder per Zitat in eigenen Tweets. Es gab einen ersten Sturm der Meldungen. Und als der grade ausklang übernahm die Taz den Tweet und es gab einen zweiten Sturm.
Das war einfach nur wow.
Sicher, es war letztlich nur ein kleiner Scherz und hat nichts großes bewirkt, aber es war einfach ein einmaliges Erlebnis, plötzlich so weit zu wirken.

Ein Freund von Aprilscherzen bin ich ja eigentlich nicht, aber mich griff zum 30. März die Inspiration und so sabotierte ich ein wenig die Onlinepräsenzen des Grünen Kreisverbandes MG mit einere 24 Stunden anhaltenden kurzen Umbenennung mit kleinen organisatorischen Schwierigkeiten:

Liebe GefallerInnen, die Umsetzung der auf der letzten Jahreshauptversammlung (künftig: erweiterte Krabbelgruppe) beschlossenen Umbenennung in Brüder_Innenschaft St. Florian Mönchengladbach kann sich aus administrativen Gründen bis heute Abend ziehen

Naherholung in MG. Für die Autos

Naherholung in MG. Für die Autos

Ein paar Tage später durfte Facebook wirken. Auf dem Weg aus der Innenstadt traf ich am 4. April auf einen aufgeregten Karl Sasserath, der mich bat sich ein Mal den Hans-Jonas-Park anzusehen. Was ich vorfand, war eine von Autos zugestellte und zerfurchte Wiese an einer Ecke der Stadt, die in den nächsten Jahren zu einem der Vorzeigeparks werden soll. Ich nahm einige Fotos auf und stellte sie auf Twitter udn Facebook ein, wo sie schnell die Runde machten. Die Reaktion war allgemeines Erschrecken, das bald auch den Oberbürgermeister erreichte, der Besserung versprach.
Diese lieferte OB Reiners dann auch innerhalb einer Woche, indem die Wiese durch Baumstämme schwer befahrbar gemacht wurde. Seitdem konnte sich der Rasen erholen und sieht nun wieder aus, wie ein Rasen in der Innenstadt aussehen sollte.
Eine Shiitake-Farm, äh ich meine, kostengünstige Parkhindernisse

Eine Shiitake-Farm, äh ich meine, kostengünstige Parkhindernisse

Zum 1. Mai wurde ich für den OB zu einem kleinen Ärgernis. Ein Tweet ließ darauf schließen, dass er während eines fremdenfeindlichen Aufmarsches in Mönchengladbach, dem sich ein breites Bürgerbündnis entgegenstellte, eine Fahrradtour gemacht hatte. Nun muss man sagen, dass das Twitterkonto des OB zu diesem Zeitpunkt praktisch nur aus Runtastic-Mitteilungen und Links auf die Pressemitteilungen der CDU bestand, aber dennoch auf privat gestellt war, also nur von Nutzern eingesehen werden konnte, denen dies ausdrücklich gestattet wurde.
Ich war stinksauer über den Tweet, Reiners war sauer, dass ich ein Bild davon veröffentlicht hatte. Ich habe ja meinerseits Erfahrungen mit sowas und kann daher ganz klar sagen: Twitter ist öffentlicher, als so mancher glauben mag. Und meist merkt man das erst, wenn es ein mal wirklich unangenehm wird.
In diesem fall waren die Folgen allerdings durchaus positiv: Am nächsten Tag startete ein neues, öffentliches Twitter-Konto des OB und ich muss ehrlich sagen, das ist deutlich besser als das alte, nicht-öffentliche, welches nur CDU-Pressemitteilungen und Runtastic-Touren listete. Ist doch auch mal ein Effekt.

Schreiben und Machen

Mit meiner Schreibleistung war ich dieses Jahr nicht ganz zufrieden. Zu sehr habe ich mich in vielen halbfertig gewordenen Projekten verzettelt. Aber eines sticht doch heraus, der Beweis, dass ich ein Projekt in kürzester Zeit fertigstellen kann, wenn ich mich einige Tage nur darauf konzentriere.
cover-jpThe Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World war ein Projekt, das mir sehr viel Spass gemacht hat. Es nimmt die offiziellen Veröffentlichungen der Jurassic-Park-Reihe (vier Filme, zwei Romane und ein Videospiel) und nutzt deren Darstellungen von Dinosauriern, um den Lesern etwas über die wirklichen Dinosaurier zu vermitteln. Darüber, wo die populäre Reihe in ihren Darstellungen falsch liegt und warum. Und somit auch darüber, wie sich unser Wissen über diese Tiere seit 1993 verändert hat und wie dies geschehen ist. Dazu hatte ich die Gelegenheit, Jurassic World zur Premiere am 11. Juni in Deutschland im Kino zu sehen, während er in den USA erst am 12. Juni startete. Die unterschiedlichen Termien plus der Abstand der Zeitzonen ermöglichten es mir, das Buch pünktlich zum US-Filmstart auf dem Markt zu haben. Das Ergebnis war der bis dato erfolgreichste Verkaufsstart eines meiner Bücher überhaupt. Ein Buch ohne allgemeine Gratis-Aktion und in Englisch. Und die Verkäufe halten auf niedrigerem Niveau durchaus an — das Buch ist im Alleingang dafür verantwortlich, dass mein Hauptabsatzmarkt in den letzten drei Monaten des Jahres Australien war. Es sorgte dafür, dass der Juni allein fast die Hälfte meiner diesjährigen eBook-Einnahmen erbrachte. Ja, ich darf von einem Erfolg sprechen.

Anfang Oktober nahm ich erstmals an der Indies Unlimited Flash Fiction Challenge teil. Bei dieser gilt es, innerhalb von vier Tagen aus einer Anregung eine Geschichte von maximal 250 Wörter zu stricken. Die besten Geschichten werden von einer Jury ausgewählt, aus der dann per Publikumsabstimmung der Sieger ermittelt wird. Gleich mein erster Anlauf schaffte es in die Endrunde, wurde dort aber nur Dritter.

Finalist ist übrigens nicht der Titel, der Beitrag ist nur ein Finalist in der Abstimmung. Wäre aber ein guter Titel

Finalist ist übrigens nicht der Titel, der Beitrag ist nur ein Finalist in der Abstimmung. Wäre aber ein guter Titel

Doch zum Ende des selben Monats gelang es dann mit dem vierten Versuch und meine Geschichte wurde Sieger in der Publikumsabstimmung. Das bedeutet, dass die Geschichte 2016 in einer Anthologie aufgenommen wird. Mein erster Beitrag zu einer Anthologie und dann noch per Publikumsentscheid. Ja, ich bin stolz auf mein „Baby“, übrigens einer meiner ganz wenigen fiktionalen Texte, die der Belletristik im engeren Sinne zugeordnet werden können. Ich schreibe eigentlich so gut wie keine kontemporär angesiedelten Geschichten, muss aber konstatieren, dass das mit meinem Schreibstil unerwartet gut funktioniert.recollections

Politik: Neues und Rückkehrten

Radtour zur Braunkohlekette in Wanlo (Foto: Jürgen Küsener)

Radtour zur Braunkohlekette in Wanlo (Foto: Jürgen Küsener)

Im Laufe der Jahre wurde ich immer mehr zu einem Demogänger; etwas, was ich die Jahre zuvor nur in seltenen Ausnahmefällen war. Sehr schön war es, Ende April eine Gruppe Radfahrer zur Anti-Kohle-Kette von Keyenberg bis Immerath führen. Das erste mal, dass ich eine solche Radtour organisiert habe, vom Hauptbahnhof Mönchengladbach über Rheydt, die Niers entlang durch Wanlo nach Borschemich, wo die Gruppe sich in der Kette verteilt hat.

Der Mai sah meine Rückkehr in den Umweltausschuss und meine Premiere im Bau- und Planungsausschuss. Es tat im Falle des Umweltausschusses gut, in ein Gremium zurückzukehren, in dessen Fachgebiet ich mich fünf Jahre lang eingearbeitet hatte. Da ist einfach dieses Moment, in dem man merkt: „Ja, hier kenn ich mich aus, hier weiss ich genau, was ich tue!“
Der Bauausschuss war schon lange ein Ziel von mir, denn viele Themen, die man intuitiv im Umweltausschuss vermuten würde, sind im Bauausschuss verortet. Dort ist es etwas schwieriger reinzukommen, weil meine Vorstellungen von Planungs- und Baupolitik auch unter Grünen eher unkonventioneller Natur sind.
Das Monatsende brachte mich dann auf einen Landesparteitag (Fachjargon LDK für Landesdelegiertenkonferenz) der Grünen, von der ich nicht so angetan war.

Dazwischen findet sich noch die offizielle Gründung des Vereins Mönchengladbach im Wandel e.V., hinter der sich die hiesige Transition-Town-Initiative vebrirgt. Ich darf mich als Gründungsmitglied bezeichnen und hatte die Ehre, das Pressefoto vom Vorstand zu schießen. Ui! ;-)

Von mir und trotzdem nicht komplett verwackelt, der Transition-Town-Vorstand

Von mir und trotzdem nicht komplett verwackelt, der Transition-Town-Vorstand

Anfang Juni endete mein bis dato längster politischer Kampf mit dem Erfolg der Umsetzung meiner Ansinnen. Die Viktoriastraße wurde umgestaltet: Die Radwege sind nicht mehr verpflichtend, die Autos parken nicht mehr auf dem dafür viel zu schmalen Bürgersteig. Drei verdammte Jahre hat das gebraucht, aber es wurde nun endlich gut. Ja, ich bin schon ein bisschen stolz. Ein bisschen sehr.

Viktoriastraße 2012 und 2015. Der gemeinte Unterschied ist nicht das Herbstlaub

Viktoriastraße 2012 und 2015. Der gemeinte Unterschied ist nicht das Herbstlaub

Am 4. Juli dann die Meldung, dass Investoren aus Dubai eine Freizeitanlage namens Four Seasons im ehemaligen NATO-Hauptquartier für Nordeuropa zwischen Rheindahlen und Hardt bauen wollen.
Das wollen die schon seit einiger Zeit. Ich habe mit diesem Projekt eine lange Geschichte, die ich eines Tages erzählen werde. Momentan, also während ich diese Zeilen schreibe, versuche ich noch, eine Position zu dem Vorhaben zu finden, wie es sich jetzt darstellt. Es stecken große Hoffnungen und große Versprechen dahinteer, aber durchaus auch große Ängste.
Der 11. Juli brachte Mönchengladbachs ersten Christopher Street Day. Eine sehr schöne Veranstaltung, die wieder zeigte, welches Potenzial für eine alternative Kultur in dieser sich immer so schüchtern klein haltenden Stadt steckt.

Der August brachte den Start von MG Nachhaltig mit sich, der Plattform für ökologisch-nachhaltige Projekte in Mönchengladbach. Dieses Herzensprojekt wird 2016 noch einiges erleben dürfen. Schon jetzt sind die Reaktionen durchgehend großartig und ich betrachte es noch längst nicht als fertig. Vieles ist noch auszubauen und ich habe eine Liste von Ideen, die zusätzlich eingebaut werden können (und sollen).

Die GroKo werkelt

Der März brachte mit der Abwahl von Andreas Wurff einen ersten politischen Tiefpunkt für die Stadt. Wurff, der sich als einer der wenigen erwies, die in Mönchengladbach ein modernes Bild von Stadtentwicklung vertreten, wurde von der GroKo kurzerhand abgesetzt. Erschreckenderweise ohne Konzept: Monatelang folge Lavieren um einen Nachfolger, erst spät im Sommer fand der sich dann mit Dr. Bonin, den bisherigen Baudezernenten von Düsseldorf, dessen städtebauliche Vorstellungen aus den 60ern dort ihrerseits gegen eine neue Ampelkoalition standen. Seitdem gilt an allen Ecken die Devise vom hochwertigen bauen, wo Bauen für die anwesende Bevölkerung (die eben nicht dem als Neureichenmettropole geltenden Düsseldorf entspricht) nötig wäre.
Natürlich könnte ich zur Politik der GroKo in Mönchengladbach einen kompletten eigenen beitrag machen. Deshalb habe ich das auch getan und kann es in diesem Jahresrückblick darauf beruhen lassen, darauf zu verweisen.

Sonstiges

Meine Radfahrten brachten mich 2015 fern in alle Himmelsrichtungen. Fahrten nach Düsseldorf sind mittlerweile fast schon Routine, wenn es dort am Wochenende etwas zu besuchen gibt. Das Rad trug mich nach Roermond und von dort aus tief hinunter in Richtung Maastricht, aber auch wieder nach Heinsberg. Die Geisterstadt Borschemich am Braunkohlentagebau wurde im Herbst ein regelmäßiges Ziel, von dem ich gut 200 Fotos mitbrachte, vom Graffiti über leerstehende Gebäude bis zum toten Hund in einer Scheune.
Projekt Rana für den bau eines Liegedreirades kam, versandete in der Geschäftigkeit des Sommers und fand seinen vorläufigen Abschluss Anfang Dezember im Erwerb eines Liegerades, welches es im Januar fahrtauglich zu machen gilt. Seinen vorläufigen, wohlgemerkt.

Finde den Unterschied!

Meins!

Die letzten zwei Monate waren auch vom Vorhaben geprägt, Ordnung in meine Posteingänge, Notizen, Listen und dergleichen zu bringen. So habe ich etliche Notizen verarbeitet, um die 6000 ungelesene eMails in diversen Postfächern gelesen und wenn erledigt gelöscht, mehrere hundert eBooks durchgelesen und in viele Fällen (kurze Ratgeber mit wenig neuen Informationen) gelöscht, alte Fotos und Manuskripte sortiert und noch einiges mehr dergleichen. Das wird auch noch eine Weile laufen.
Und zuletzt udn doch zuvorderst gab es wieder Menschen, die da waren, hinzukamen, wiederkamen oder leider auch verschwanden. Zu viele, sie alle zu nennen, aber doch genug, zu erwähnen, dass sie da waren und ihnen ganz allgemein zu danken. Danke, Leute, ihr seid super.

Fazit

Ein Jahr, in dem viel passiert ist, geht da zu Ende. Dieser Beitrag kann davon nur eine Auswahl darstellen, wie jeder Jahresrückblick nur eine Auswahl sein kann, eingeschränkt sowohl durch die verfügbare Zeit als auch durch redaktionelle Überlegungen, teils auch durch mein Gedächtnis, auch wenn ich dieses Jahr das ganze Jahr hindurch Notizen zu diesem Artikel gemacht habe. ich freue mich auf ein ähnlich bewegtes 2016. Wenn nicht sogar noch bewegter, doch dazu mehr morgen im Jahresausblick.


Bleibt, die Voraussagen vom 1. Januar aufzulösen. Hatte ich dieses Jahr Recht? Mal schauen:

  • Durchbruch für 3D-Drucker: Ja, sie sind 2015 deutlich alltäglicher geworden, aber ob man wirklich von einem Durchbruch sprechen kann, ist Auslegungssache
  • Überall Drohnen: Volltreffer
  • Religiöse Konflikte im Westen: Die Lage spannt sich 2015 weiter an, mit den Anschlägen in Paris als traurigem Höhepunkt
  • Die Ölblase platzt: Nein, der Ölpreis ist so weit gesunken, dass es zu ersten Krisen bei den Exportländenr kommt