Wie man Monster anfüttert

Ich halte nicht viel von Spontanreaktionen, insbesondere nicht in der Politik. Es gehört zu den wesentlichen Aufgaben in der Politik, in größeren Zeiträumen und Zusammenhängen zu denken. Entsprechend gab es hier keinen Beitrag zum Wahlergebnis am Sonntag und auch sonst keinen sonntäglichen Beitrag wie sonst üblich.
Das Ergebnis vom Sonntag ist keine Überraschung, aber doch ein Schock. Manche Schläge tun auch dann noch weh, wenn man sie erwartet. Dieser Schlag war ein Volltreffer, der sich lange angekündigt hat.
Ergebnis der Bundestagswahl 2017

Die Mast

Dass ich gar nicht mehr erwähnen muss, dass ich vom Wahlerfolg der AfD rede, ist Teil des Problems. Wie oft hat diese Partei in den Medien eine Bühne erhalten? Wie oft wurde uns erzählt, wie schlimm die AfD ist? Wie sehr hat sie das für die Protestwählerschaft nur immer attraktiver gemacht?
Ich meine, es hat einen Grund, warum die Medien über Selbstmorde nur sehr eingeschränkt berichten. Wann haben die das eigentlich vergessen? Und ja, die AfD ist eine Selbstmordmethode der Demokratie, anders kann man das nicht sagen. Wenn die Demokratie ihre Feinde wählt, ist ds die ihr eigene Form des Suizids. Und ja, eine Partei, die unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit die Meinung verbreitet, alle ihr nicht konformen Meinungen müssten verboten werden, ist schlicht und ergreifend ein Feind der Demokratie.
So füttert man eine solche Partei mit Aufmerksamkeit. Das ist nichts neues, es ist das Selbe wie damals bei den Piraten, nur in scheisse und mit Nazis.

Das Fefephänomen

Eine Entwicklung, die für mich etwas erschreckend verlief war die von Felix von Leitner alias Fefe. Fefe ist ein scharfer Beobachter der Entwicklungen insbesondere in Politik und Informatik, wobei ich seine Beiträge in letzterem Bereich regelmäßig nicht verstehe, weil die Fachkenntnisse erfordern, die ich so nicht habe. Fefe ist für manches ein gutes Beispiel, eben auch für das mangelnde Gespür von Fachleuten, welches Wissen sie Nicht-Fachleuten zutrauen können oder eben nicht, aber heute soll es um die politische Seite seines Blogs Newsstreams gehen.
Fefe ist ein intensiver, skeptischer und auch sehr intelligenter Beobachter politischer Entwicklungen auf einem globalen Level. Zu seinen gesetzten Missionen gehört das gezielte (Zer-)Stören von Filterblasen durch bewusste Provokation und absichtliche Einnahme der Gegenposition. Das macht es etwas schwierig herauszufiltern, was er selbst eigentlich für eine Meinung vertritt, abe rmit der Zeit zeichnen sich Muster und Entwicklungen ab.
Ohne das jetzt lange durch Satistiken zu schicken (was interessant wäre, aber erstens schreibe ich meine Beiträge zur Zeit mangels WLAN im Ladenlokal offline und zweitens ist das einfach zuviel Aufwand für diesen Beitrag), bemerke ich doch eine wachsende antiparlamentarische Einstellung in Fefes Beiträgen. Ich behaupte, Fefe hat sich an seinem eigenen Zynismus verschluckt. Das kann ich als Mit-Zyniker ganz gut nachvollziehen.
Es ist aber auch frustrierend: Politische Mitteilungen auf seiner Seite sind immer negative Highlights, Lob gibt es eigentlich immer nur, wenn jemand „die da entlarvt hat.“ Und da es unmöglich ist, dass eine Partei negative Schlagzeilen vermeidet, weil sie aus sehr vielen Einzelpersonen besteht, die halt hin und wieder auch mal was Dummes sagen oder fordern, steht nach ausreichender Zeit jede Partei entsprechend schlecht da. Es entsteht der Eindruck, jede Partei sei Mist. Da geht es dann nicht mehr um die Partei, sondern um die Anhäufung einzelner Misstöne. Die SPD fällt um, die Linke lügt, die CDU bereichert sich, die FDP biedert sich den Lobbyisten an, die Grünen bevormunden und die Piraten stümpern. Einzig Die Partei, die ich selbst zunehmend für unabsichtliche Steigbügelhalter der Rechten halte, steht als zuverlässiges Entlarvungskommando da. Für eine solche Betrachtungsweise der Welt gibt es ein Wort: Filterblase. Sogar eine ziemlich starke Filterblase, gekräftigt durch die NLP-artig wirkende Benennung der Parteien in entsprechender Weise (Paradebeispiel „Umfallerpartei“).
Und von da ab wird es plötzlich logisch, Parteien zu wählen, die aus mangelnder Kenntnis (Piraten) oder offener Ablehnung (AfD) der Funktionsweise von Politik und ihren Entscheidungsprozessen heraus versuchen, diese radikal abzuschaffen. Fefe selbst ist geistesgegenwärtig genug, vor der AfD zu warnen und wird sicher einen Teufel tun, sie zu unterstützen. Aber jene, die so wahrnehmen und dann auch denken wie er und die eben keine entsprechenden roten Linien gezogen haben, die sprechen solche Parteien ganz gezielt auf Grundlage ihrer Frust an – der Begriff „Alternative“ ist (wie schon einst bei den „Grünen Alternativen Listen“) kein Zufall.
Fefe ist hier nur ein Beispiel, an dem man den Prozess recht gut nachverfolgen kann (und das eine ziemlich geile Überschrift ergibt). Wie gesagt, er selbst weiss offensichtlich, dass diese Alternative nicht wählbar ist. Aber jene, die auf die selbe Weise frustriert worden sind, haben nicht unbedingt die selben gesunden mentalen Immunsysteme gegen Rechts. Wobei Fefe mit seinem wirkmächtigen Blog schon sehr viel dagegen tun könnte, wenn er eine positive Idee gegensetzt. Ich glaube nämlich, dass viele AfD-Wähler auch solche sind, die von Fefes Blog erstmal grundfrustriert wurden und dann leichte Beute waren.

Der Hunger

Dass die Mast so angeschlagen hat, hat aber noch andere Gründe. Es gab einen Hunger nach einer, ja, Alternative. Nicht unbedingt nach dieser, aber man nimmt, was man kriegen kann.
Der Vorwurf einer „Gleichschaltung der Medien“ hat eine extrem unglückliche Geschichte, aber es kann nicht verleugnet werden, dass der gegenwärtige Journalismus weltanschaulich überaus einheitlich ist. Zentrales Problem hierbei ist eine mangelnde Reflexion von Weltbildern – die meisten halten ihres für so selbstverständlich, dass sie gar nicht in der Lage sind, die Frage zu verstehen, wenn man es nicht teilt. Dass Wirtschaftswachstum notwendig sei, sagen viele; niemand aber sagt, warum und wozu eigentlich. Deutschland ist Exportweltmeister mit super Handelsbilanz; niemand fragt, wer diese Überschüsse eigentlich bezahlt.
Das ist die Filterblase (willkommen zurück in diesem Text) und sie führt dazu, dass Journalisten sich zu einer geschlossenen Gruppe entwickeln, die mit anderen Gruppen nicht mehr im Austausch steht. Das wird gerne dem Internet vorgeworfen, aber da kann man genauso gut dem Mikroskop seine Schnupfenviren vorwerfen. Denn was das Internet tut, ist eigentlich das Gegenteil: Es bringt andere Sichtweisen als die der journalistischen Filterblase ins Blickfeld und stellt diese in Frage. Nur wird man durch die plötzliche Sichtbarkeit der Filterblasen, vor allem der besonders dummen, in denen sich Impfgegner, Kreationisten und anderer Unfug herumtreibt, plötzlich dieses Phänomens gewahr. Und da kommt dann dieser Vorwurf her. Wie gesagt, da verwechselt jemand das Mikroskop mit seinen Erkenntnissen.
Man muss einfach sagen: ja, der Journalismus wurde in den letzten Jahren zunehmend einheitlicher. Nicht wegen irgendeiner Fremdsteuerung, die ist weniger Ursache und viel mehr Wirkung der Filterblase. Sondern wegen zunehmendem Selbstbezug und Vetternwirtschaft sowie mangelnder Reflexion der eigenen Positionen.
Aber auch die Politik hat ihre Fehler gemacht. Politik war einst der Wettbewerb unterschiedlicher Positionen um die Gestaltung der Gesellschaft. Sie wurde aber zunehmend zu einem Wettbewerb unterschiedlicher Personen um die Regierung. Was dazu führte, dass man eigene Positionen zu Gunsten besserer Wahlergebnisse aufgab oder wenigstens abschwächte. Wahlergebnisse wurden zum Selbstzweck, alles Handeln stand unter dem Zeichen wachsender und schrumpfender Diagrammbalken. Und wenn dann mal jemand die Wahl gewann, stand er leicht verzweifelt vor der Frage, was er denn nun eigentlich damit umsetzen wolle.
Denn: Die Parteien unterschieden sich kaum noch, alle waren den selben Mehrheiten nachgerannt. So boten sie keine Argumente mehr, warum man sie eigentlich jeweils wählen sollte. Alles wurde ein Einheitsbrei namens „Mitte“. Die Wahlbeteiligung sank, die Demokratie litt unter dem Mangel an Optionen.
In diesen beiden Lücken entstanden Hunger nach Alternativen. Und bald gab es Alternativen, die diesen Hunger zu bedienen suchten. Der Köder der Rechten war ausgelegt und wurde eifrig gefressen. Nicht, weil er so gut war, sondern weil die anderen alle mit blanken Haken angelten – um ja keinen Fisch zu verpassen, dem der Wurm nicht schmeckte.

Und nun?

Für den Parlamentarismus ist die aktuelle Situation ein Problem. Zuletzt gab es ein konservatives (CDU, CSU) und ein progressives Lager (Grüne, SPD). Die FDP stand ausserhalb dessen und sprang gerne zwischen den beiden hin und her, war aber grundsätzlich diskussionsfähig. Ihr ging es mehr um die Vorgehensweise als um die Inhalte, sie unterschied sich durch ein völlig anders angesetztes Politikverständnis, das aber nicht im Konflikt mit den beiden großen Lagern stand. Sie war allerdings zuletzt deutlich näher an den Konservativen.
Nun haben wir ein regressives Lager, welches aktiv Fortschritte der letzte Jahrzehnte zurückdrehen will. Das ist eine direkte Konkurrenz zu progressiv und konservativ und mit diesen auch nicht vereinbar. Der Keil ist aber groß genug, dass kein anderes Lager mehr eine Mehrheit findet.
Die Große Koalition zwischen den Lagern ist verbrannt, es bleibt die gerne als Jamaika-Koalition bezeichnete Brasilien-Koalition (die einzige Flagge mit schwarz, gelb, grün und dem Blau der CSU). Diese ist für die Grünen ein Problem, weil sie dafür in ein übermächtiges konservatives Lager gehen müssten, dem sie bei allen Unkenrufen doch nicht angehören (wollen).
Mit diesem Keil zwischen den klassischen Lagern können die Regressiven jetzt den Parlamentarismus empfindlich stören. Glücklicherweise bezweifel ich, dass sie dazu gut genug agieren. Allerdings ist das leider in der deutschen Geschichte schon ein Mal gelungen. Damals hatten sie allerdings auch deutlich größere Unterstützung in Bevölkerung und im Parlament.
Ohne diese könnten sie sich auch innerhalb der nächsten vier Jahre schnell selbst zerlegen. Wobei sie das bisher ja auch nicht getan haben.
Aber auch, wenn das gelingt, haben wir ein Problem: Wer bietet sich eigentlich an, nach Merkel Kanzler/-in zu werden? So langsam müssen wir darüber mal reden. Wir haben angesichts der fortschreitenden Depolitisierung jetzt schon keine brauchbaren Bundespräsidenten mehr. Und das hat die selben Ursachen wie der Aufstieg der AfD: Profillose Politdienstleister an Stelle agierender Parteien und eine mitte-mäßige Medien- und Debattenwelt im Einheitsbrei ohne Zukunftsvisionen.


Sieben am Sonntag 17.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche


Meine Facebookfreunde wissen, warum, alle anderen: Dancing Queen!
Dank Vera Anders.

Fahrrad der Woche

Fahrrad mit auf dem Kopf stehender Fahrerin und Pedalen oben

pɐɹɹɥɐɟ

Ich habe keine Ahnung, wo dieses Bild herkommt. Die BIldsuche findet es nicht und bei Pinterest liegt kein Link dahinter. Aber es kann kein Zweifel bestehen, dass dieses Fahrrad in diese Liste gehört. So lange ich es nicht fahren muss.
Soviel zu meiner Behauptung: „Wenn es Pedale hat, kann ich es fahren!“

Abschied der Woche


Henryk M. Broder verzieht sich also hinter eine Bezahlschranke. Ich werde ihm keine Träne nachweinen.
Die Sache mit Broder ist, dass mir immer noch nicht klar ist, ob ernun ein Arschloch, ein Trottel oder ein begnadeter Satiriker ist. Doch mit zunehmend verstreichender Zeit und wachsendem Erfahrungsschatz frage ich mich ohnehin, ob letzteres ein Kompliment wäre. Denn während Satire bei gebildetem Publikum ein mächtiges Instrument ist, schreibt Broder in der Welt, die ausser im Kontrast zu den anderen Springer-Blättchen nicht eben als Akademikerzeitung gelten kann.
Und diese Leute nehmen ihn ganz einfach ernst. Und das ist gefährlich. Deshalb ist es goldrichtig, Broders Publikum deutlich zu verengen. Wer für Texte zu zahlen bereit ist hat immerhin eine höhere Wahrscheinlichkeit genügend Textverständnis zu haben, um Broders Überspitzungen als eben solche identifizieren zu können.

Karikatur der Woche

lahlali-cause-effectDas ist eine karikatur mit dem Titel Cause & Effect (Ursache und Wirkung) des Karikaturisten Naoufal Lahlali aus dem Dezember 2016. Klarer kann man das wohl kaum noch ausdrücken. Original hier.

Sicherheitsmaßnahme der Woche

Dackelsperre

Dackelsperre


Noch so ein Bild, dessen Quelle ich partout nicht finden kann, aber das ist einfach eine extrem praktische Erfindung. Oder etwa nicht?

Urteil der Woche

Das EuGH hat momentan mit einer recht spektakulären Frage zu tun: Ist eine Scheidung nach Sharia-Recht in Deutschland (und da es das EuGH ist, in Europa) rechtsgültig? Nach Darstellung der ARD ist sie das nicht.
Das allerdings wäre spektakulär. Denn wenn eine Scheidung in einem anderen Land nach islamischem Recht in Deutschland nichtig ist, müsste das selbe dann nicht auch für eine Hochzeit gelten? Immerhin sind kirchliche Hochzeiten in Deutschland nicht rechtsgültig und dennoch werden sie akzeptiert, wenn sie in einem Land vollzogen wurden, in dem dies anders ist (beispielsweise die berühmten Blitzhochzeiten in Las Vegas).

Endlich verteidige auch ich mal Donald Drumpf

Endlich verteidige auch ich mal Donald Drumpf

Das ist keine einfache Entscheidung über die Gültigkeit der Scharia, das ist ein richtig großes zivilrechtliches und gar verfassungstheoretisches Fass, was da aufgemacht wird.

Spiel der Woche

Das da links ist Defend Your Trump, ein kleines Onlinespiel, in dem es darum geht, Trumps Geld vor diversen Einbrechenr und stehlenden Roboterklauen zu schützen. Unten steht ein stark idealisierter Donald Trump (vor seiner Präsidentschaft) samt einer Billion Dollar in praktischen Säcken, von oben kommen die Bösewichte und versuchen, ihm sein Vermögen Sack für Sack wegzunehmen. Der Spieler kontrolliert eine Dampframme, mit der die Schurken im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht werden können.
Als kleines Manko scheint der letzte Endgegner nicht besiegbar zu sein. Auf jeden Fall eine interessante Idee für ein Spiel, das trotz Promibezug mehr ist, als nur ein einfacher Klon bekannter Konzepte.
Defend Your Trump ist auf diversen Online-Spieleseiten spielbar, zum Beispiel bei Newgrounds. Es ist allerdings noch ein Flash-Spiel, was bei manchen modernen Browsern erst noch aktiviert werden muss.


Sieben am Sonntag 10.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Arpeggio of Blue Steel war eine sehr gute computeranimierte Animeserie über den Widerstand eines U-Bootes gegen eine mysteriöse Flotte, die die Weltmeere kurzerhand zur Sperrzone für alle menschlichen Schiffe erklärt hat, was für Länder wie Japan zu einer wirtschaftlichen Katastrophe wurde.
Eine Besonderheit der Serie war ihr Titelsong, der nicht allein steht, sondern zu dem ein komplettes Lied gehört. Das sprachliche Durcheinander ist dabei für japanische Liedtexte nicht untypisch, hier ist es mal Japanisch und Englisch, die Kombination mit Deutsch ist aber ebenfalls beliebt. Letzteres sieht man auch in der Serie, die hier und da Nietzsche-Zitate in der deutschen Originalfassung einsprengt.
Hier nun das komplette Lied mitsamt dem dazugehörigen Video, welches eine ganz andere Thematik angeht als der Anime, für den es produziert wurde.

Lesung der Woche

Komisch, der Text enthielt doch gar nicht das Wort "Hatschi" - BIld: Thomas Maria Claßen

Komisch, der Text enthielt doch gar nicht das Wort „Hatschi“ – Bild: Thomas Maria Claßen

Im Rahmen der Buchaktiv-Aktion in der Schauzeit gab es heute auch einen Nachmittag mit Lesungen. Neben Inge Jansen, Kirstin Grabowski, Karl-Heinz Thifessen, Thomas Maria Claßen und Arnold Küsters durfte auch ich hier aus meinem Kurzgeschichtenfundus vortragen und wählte dazu drei meiner Kurzgeschichten – zwei sehr kurze und eine etwas längere (Späte Rache, Invasiv und Schicht).
Das war eine sehr schöne Veranstaltung mit gutem Publikum und einer angenehmen Vielfalt an Lesenden. Für Buchaktiv das Highlight der Veranstaltung. Mal schauen, wann wir sowas wiederholen.
Das Buch dazu erscheint dann im Oktober, die Kurzgeschichtensammlung Stückwerk. Stückwerk ist nicht ganz eine direkte Übersetzung von How to Sing Butterflies als vielmehr dessen deutsches Gegenstück, in dem viele Geschichten übersetzt eingeflossen sind, aber auch neue Geschichten dazukommen.

Beleuchtung der Woche

Kerze in Form einer Hand, von der nach dem Abbrennen das Skelett übrig bleibt

Sehr handlich. Und nein, dafür werde ich mich nicht entschuldigen, egal, wie flach der war – Bild: Fancy/

De Vergänglichkeit von Kerzen hat nun ein Ende, denn von dieser Kerze bleibt ein Skelett zurück. Und zwischendurch blutet sie hübsch.
Is doch mal eine nette Idee, was man mit ein wenig rotem Wachs und einem nicht brennbaren Kern so machen kann. Perfekt für die anstehende Halloween-Vorsaison.
Aktuell 35 $ bei Fancy.

Rausschmiss der Woche

Heckler & Koch hat recht plötzlich seinen Vorstandsvorsitzenden gefeuert. Das allein würde es noch nicht in diese Liste bringen, was interessiert mich der Rausschmiss irgendeines Managers bei einem Rüstungskonzern.
Nein, wirklich interessant wird das erst im Kontext, der so richtig tief blicken lässt: Besagter Manager war es, der kurz zuvor öffentlich verkündete, die Firma wolle künftig keine Waffen mehr in Krisengebiete liefern.
Was andere als eine absolute Mindestanforderung an die ethische Verantwortung von Rüstungskonzernen sehen, galt intern wohl als geschäftsschädigendes Verhalten. Denn bei Heckler & Koch sieht man lieber Kinder sterben als Umsätze sinken. Schön, dass die das so deutlich klargestellt haben. Wie im Frmenmotto angedeutet: „Keine Kompromisse!“ Eigentlich schade, dass ich von denen als Nichtkunde nichts boykottieren kann.

Tierchen der Woche

Raupe des Buchen-Streckfußes

Haarige Rettung: Raupe des Buchen-Streckfußes

Schwalbenschwanzraupe

Schwalbenschwanzraupe in Farbe und bunt

Tagpfauenauge

Und mal ein Erwachsener hier: Tagpfauenauge

Irgendwie hatte ich eine kleine Insektenwoche, sepziell eine Schmetterlingswoche. Am Montag begegneten mir unterwegs gleich zwei Raupen in Not. Zunächst eine aus dem Baum gefallene Raupe des Buch-Streckfußes. Ich stellte später fest, dass ich richtig vermutet hatte, als ich sie in die nahe Buche setzte. So, wie sie sich sofort nach den Blättern streckte, als sie in die Nähe der Buche kam, schien mir das aber auch recht eindeutig.
Es folgte ein paar hundert Meter weiter eine sehr bunte Raupe, die auf dem Bürgersteig neben einer Blumenwiese lag. Diese tat ich einfach in die Wiese zurück. Sie stellte sich als schwer angeschlagene Raupe eines Schwalbenschwanzes heraus. So, wie sie aussah, hatte sie irgendetwas gestört, als sie grade dabei war, ihren Kokon zu bauen.
Und heute dann folgte ein wahrer Schwarm an Schmetterlingen. In den Brennnesseln der Dahler Oase waren die dort massenhaft auftretenden Raupen des Tagpfauenauges zu Faltern herangereift und saßen nun überall auf den Wegen herum, um sich zu sonnen.

Foto der Woche

Fotografie von Fotografen, die eine Katze fotografieren

Mau? – Bild: Pictures in History/Facebook via John Osinski

Wer eine historischer Persönlichkeit ist und wer nicht, nimmt manchmal kuriose Züge an. So war etwa Bill Clintons Katze Socks in den 90ern durchaus ein kleiner Medienstar. Was natürlich Aufmerksamkeit bedeutet und die mögen Katzen allgemein nur, wenn sie selbst entscheiden, wann ihnen diese zuteil wird. Entsprechend genervt stelle ich mir ihren Gemütszustand auf diesem Bild vor.

Fahrrad der Woche

Das darkste Einhorn seit langem - Bild: Deviantart/Easterforest92

Das darkste Einhorn seit langem – Bild: Deviantart/Easterforest92

Ich bin nicht sicher, ob Easterforest92 bei Deviantart Deutscher ist, aber das hier ist sein FP (Fahrradpanzer) 9. Die „Kühlerfigur“ ist ja schon so sehr hübsch, aber das kleine Detail mit den am Lenker angebrachten Zügeln ist noch mal eine schöne kleine Detailverliebtheit.


Schauzeit’n mer mal

Seit Samstag gibt es für einen Monat in der Ring-Passage (Friedrich-Ebert-Straße 53-55 in Rheydt) eine kleine Verweilbibliothek, gefüllt mit Werken von Schriftstellern aus ganz Mönchengladbach, betrieben von eben jenen Autoren.
Und hier ist ihre Geschichte.

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Etwas Vorgeschichte

Ich glaube, es ist nun zwei Jahre her, dass sich für einen Monat drei Autoren aus Mönchengladbach in den Bestsellerlisten die Hand gaben. Charlotte Roche, Walter Moers und Rebecca Gablé waren das damals. Dadurch und bei der täglichen Recherche für eBooks für lau fiel mir das Potenzial der hiesigen Schriftstellerszene ins Auge. Und so entstand die Idee, dieses Potenzial in Form einer kleinen Verweilbibliothek zu präsentieren.
Der erste Gedanke lief auf einen großen Pavillon mit Regalen und Sitzgelegenheiten auf dem Eine-Stadt-Fest hinaus. Das sollte neben der Präsentation der Bücher auch dazu dienen, dieser etwas charakterarmen Veranstaltung mehr Besonderheit, mehr Bezug zur Stadt zu geben. Denn ich finde, ein solches Fest mit ausdrücklichem Bezug zu dieser und keiner anderen Stadt sollte mehr sein als ein Doppel aus „Fressmeile“ und Kunstmarkt. Es sollte ein Schaufenster der Stadt sein, auf dem es auch Dinge gab, die es anderswo nicht gab. Dazu sollte die Bibliothek Anstoß geben, zu einer Art Messe, die aber mehr Fest- als klassischen Messecharakter hatte.
2016 verpasste ich den Termin für eine Anmeldung, 2017 dagegen bot sich überraschend eine andere Möglichkeit: Die Schauzeit in Rheydt sollte wiederholt werden. Bei der Schauzeit erhalten Kreative für einen Monat ein leerstehendes Ladenlokal, welches sie dann mit Leben füllen. Das war erstmals 2015 durchgeführt worden und damals ein großer Erfolg. Einige blieben sogar, allen voran das Kollektiv in der Harmonie 20 mit Wohnaccessoires und Schmuck.
Der Vorteil der Schauzeit: Für einen geringen Betrag gab es nicht nur einen Platz und einen Kontext samt Werbung für die Maßnahmen, sondern auch noch ein festes Dach über dem Ganzen statt eines immer sehr wetterabhängigen Pavillons oder ähnlichem.

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! - Bild: Schauzeit Rheydt

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! – Bild: Schauzeit Rheydt

Das Kollektiv

Im Frühsommer begann ich, mir bekannte lokale Autoren anzuschreiben, ob grundsätzlich Interesse an so einer Aktion bestand. Die Reaktionen waren durchgehend positiv. Ich hatte damit gerechnet, dass viele kein Interesse daran hatten, ihre Werke frei zum Lesen zur Verfügung zu stellen, doch das war kein Problem. Im Gegenteil, das Angebot, hier auch einen Verkauf zu organisieren, ließ ich schnell wieder fallen – zu kompliziert, zu riskant, zu teuer und den regulären Buchhandel wollte auch niemand verärgern.
Auch wenn mir im Juli ein Fahrradunfall ins Konzept schlug, durch den ich zeitweise meine Arme kaum einsetzen konnte, wodurch ich einen Monat der Vorbereitung verlor, lud ich Anfang August zu einem ersten Treffen ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein Dutzend Autoren kontaktiert, von denen 10 positiv geantwortet hatten. Sechs davon trafen sich am ersten Augustwochenende im Café van Dooren. Es war ein sehr angenehmes Treffen, bei dem wir entschieden, die Idee trotz der etwas knappen Zeit weiter zu verfolgen und weitere Kollegen zu kontaktieren.
Die Bewerbung des Projekts beim Quartiersmanagement Rheydt war da wegen der Fristen bereits rausgegangen. Ich hatte sie persönlich dort vorbeigebracht, wie ich es bei Empfängern im Stadtgebiet eigentlich immer tue. Dabei hatte ich mich auch schon mit der anwesenden Mitarbeiterin (Ich glaube, es war Birte Jürgens) unterhalten und sie war sehr angetan von dem Projekt, da es neben den anderen Schauzeit-Projekten etwas ganz anderes war, was es so noch nicht gab. Das sah die Jury der Schauzeit offenbar genauso und so erhielt das Projekt den Zuschlag und kam in einem Ladenlokal in der Ring-Passage unter, einer Verbindung zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und einem Parkhaus an der Wilhelm-Schiffer-Straße.

Das Ladenlokal

30 Quadratmeter Glaskasten in einer Passage waren es, die wir da zugeteilt bekommen hatten. Zwar sind Standorte in Passagen immer schwierig, denn da muss ja überhaupt erstmal jemand reinkommen, aber dafür lag das Ladenlokal genau im Sichtfeld aller, die durch die Passage in Richtung Parkhaus wollten. Die große Glasfront und weite Doppeltür sorgten für eine einladend offene Atmosphäre. Einrichtung gab es nicht, wenn man eine Heizung an der Wand mal ignoriert. Nichtmal eine Tür zum kleinen Lagerraum war vorhanden, da gähnte das Loch eines einsamen Türrahmens.
Bei einem Besuch des Lokals mit Thomas Maria Claßen entstand dann das Konzept für den Raum: Er hatte noch ein paar Stühle da. Die klassisch-hässlichen weissen Plastikgartenstühle sahen zwar für sich nicht aus, aber wenn man sie mit Decken überwarf, wirkte das schon wieder ganz anders. Wegen der knappen Zeit führte das zu…

Tag X

Am 2. September war vieles noch im Fluss. Thomas Maria Claßen hatte Lesezeichen und Plakate entworfen sowie Aushänge für jeden Titel, der in der kleinen Bibliothek vorlag. Das war alles in einheitlichem Design mit der Wortmarke „Buchaktiv“ gestaltet worden. Inzwischen war die Gruppe auf 19 Leute angewachsen, obwohl ich definitiv noch einige anzusprechen vergessen oder verpasst habe, denn es gibt wie angedeutet wirklich viele Schreibende in und aus der Stadt. Eine Besonderheit war noch Günter Seuren, unsere einzige Leiche im Team, da ich in den Vorbereitungen erfuhr, dass eine Freundin von mir seine Nachlassverwalterin war. Ich hatte noch am Donnerstag zuvor eine kleine Tour durch die Buchläden der Stadt gemacht, um dort Werbematerial einzusammeln. Denn wir verkaufen schlussendlich nicht, aber wenn jemand ein Buch kaufen möchte, verweisen wir sie natürlich an den lokalen Buchhandel. Ebenfalls am Donnerstag zuvor trafen sich wiederum sieben Autoren für ein erstes Promofoto für die Schauzeit.

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen - Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta Profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen – Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Jedenfalls begann der 2. September früh. Um acht Uhr morgens fuhren Thomas und ich zu einer Scheune in Wanlo, um besagte Stühle zu holen. Und so trugen wir 22 alte Plastikstühle aus dem Dachstuhl einer Scheune die Treppen runter, staubten uns dabei gründlichst ein, verteilten sie in einem Pkw-Anhänger und verteilten sie im Ladenlokal. Das war alles erstmal hübsch hässlich, da galt es noch nachzuarbeiten. Es galt, Stühle zu putzen und jene, die gar nicht mehr in so einem Rahmen vorzeigbar waren, auszusortieren und für Notfälle (und Lesungen) in den Lagerraum zu stellen. Da waren dann auch Inge Jansen und Susanne Goga tatkräftig dabei.

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Unterdessen machte sich Andrea Rings kurzfristig an einen Ersatz für die nicht ganz gelungene Idee mit den Decken: Sie schnitt aus Stoffen (ja, das sind in der Tat Reste von Vorhängen) Überwürfe für die Stühle und die als Beistelltische verwendeten Hocker zurecht. Das Ergebnis hat auf jeden Fall etwas sehr gemütliches, wohnzimmerhaftes. Was vermutlich auf die Vorhänge zurückgeht.
Regale gibt es keine, die Bücher verteilen sich über Stühle und Tische. Wer lesen möchte, nimmt sich ein Buch, legt die übrigen in den nächsten Stuhl und kann sich dann hinsetzen. Auch das trägt zur offenen Atmosphäre der kleinen Bibliothek bei.

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Reaktion

Ich kann die Reaktionen einfach nur super nennen. Alle fanden die Idee gut, auch die Buchhändler. Die Bibliothek hat auf die Aktion verwiesen, ebenso die MGMG, natürlich die Schauzeit und noch einige andere (ich habe ehrlich gesagt irgendwann den Überblick verloren) und wir fanden eigentlich in jedem Artikel zur Eröffnung der Schauzeit noch einmal Erwähnung, eben weil wir herausstachen. Literatur hat als Kunstform das Manko, sich nicht so sehr für die Form der Galerie zu eignen, was einen solchen Ansatz zu einer Besonderheit macht.
So waren denn auch am Montag nach der Eröffnung die Rheinische Post und der WDR vor Ort. Der WDR brachte seine Aufnahmen am Rande eines Kurzberichts über die Gesamtveranstaltung Schauzeit unter (ab 12:50), die Rheinische Post brachte einen großformatigen eigenen Artikel zu der Bibliothek, nachdem sie am Tag zuvor schon über die Eröffnung der Schauzeit berichtet hatte.
Kommenden Sonntag wird es von 13 bis 17 Uhr Lesungen geben, da bin ich mal sehr auf die Resonanz gespannt.
Ich denke, wir Autoren werden nach dieser Aktion auf jeden Fall in Kontakt bleiben und sicherlich wird es in Zukunft auch mal wieder andere Aktionen und Treffen geben. Wie ich den Autoren schon in meinem Anschreiben sagte, was weitere Formate und Ideen innerhalb des Konzepts betraf: „Wir sind schließlich Kreative, uns fällt sicher noch mehr ein.“

Die Bibliothek der Mönchengladbacher ist im September jeden Mittwoch bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr, am 09.09. (Blumensonntag) von 11 bis 18 Uhr sowie am 17.09. (Tag des offenen Ateliers) von 11 bis 15 Uhr geöffnet.
Die vertretenen Autoren sind Vera Anders (Belletristik), Thomas Maria Claßen (Krimi), Thomas R. Diehl (Science-Fiction und Sachbuch), Ansgar & Nadine Fabri (Krimi), Sabine Fischer (Romantik), Susanne Goga (Krimi), Kirstin Grabowski (Kinderbuch), Nicola Grosch (Kinderbuch), Inge Jansen (Romane zum Thema Sucht), Arnold Küsters (Krimi), Jutta Profijt (Krimi), Andrea Rings (Jugendroman), Günter Seuren (Belletristik), Carsten Steenbergen (Science-Fiction und Thriller), Karl-Heinz Thifessen (Historische Geschichten), Anja Wedershoven (Familienroman) und Moritz Wigand (Kolumnen). Dabei gewesen wären, wenn sie nicht aus verschiedenen Gründen verhindert gewesen wären, Rebecca Gablé, Fee Grupe, Paul Sonn und Karin Welters. Und ja, in Gladbach werden sehr viele Krimis geschrieben. Wobei man bei einigen auch Titel aus anderen Genres findet – Jutta Profijts Möhrchenprinz und Kirstin Grabowskis Grenzsteine einer Liebe etwa.


Sieben am Sonntag 03.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Eine französisch-japanische Zeichentrickserie an die ich mich aus meiner Kindheit noch gut erinnere und die aktuell einen Status als Kultklassiker erlangt, ist Ulysses 31. Die Serie verlegt Homers Odyssee in die ferne Zukunft des 32. Jahrhunderts, in der die alten Götter der Griechen über die Milchstraße herrschen.
Die Serie war sehr gut, abgeschlossen und hatte nicht zuletzt auch einen sehr guten Titelsong, dessen Langfassung heute hier Musik der Woche ist.

Samstag der Woche

Ladenlokal mit in Hussen gehüllten Stühlen, auf denen Bücher ausliegenAm gestrigen Samstag war es endlich so weit, die Bibliothek der Gladbacher ist unter dem Namen Buchaktiv – Die Bibliothek der Mönchengladbacher eröffnet. Es handelt sich um eine kleine Präsenzbibliothek, die 19 Autorinnen und Autoren aus dem Stadtgebiet oder mit biografischem Bezug zur Stadt Mönchengladbach präsentiert und von ihnen betrieben wird. Das ganze ist im Rahmen der Schauzeit in Rheydt auf den September beschränkt. Bei der Schauzeit werden Kreativen für einen Monat gegen einen kleinen Unkostenbeitrag vom Quartiersmanagement Rheydt leerstehende Ladenlokale überlassen, um dort ein Projekt umzusetzen.
Nun kann man sich in den Öffnungszeiten (Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr, sowie 10.09. 13-18 Uhr) hinsetzen, in den ausliegenden Büchern schmökern und ein wenig die anwesenden Schriftsteller kennen lernen. Das Ladenlokal ist in der Ring-Passage, Friedrich-Ebert-Straße 53-55, zu finden. Wer aus Richtung Hauptstraße kommt, läuft quasi direkt darauf zu (in der Passage rechts halten).
Das war am Samstag morgen noch ein bisschen Hektik und Stress beim Aufbauen, aber die Reaktionen waren bisher durchgehend super und im Grunde war das Ganze jetzt schon ein riesiger Erfolg. Die Leute sehen einen ziemlich guten Ausschnitt der lokalen Literatur und lernen seine Bandbreite kennen und Schriftsteller aus der Stadt treffen sich zu einem gemeinsamen Projekt.
Ein voller Bericht von der Geschichte dahinter und der Eröffnung folgt noch. Bis dahin kann ich ja schonmal auf die Facebook-Seite des Projekts verweisen. Und natürlich auf das Projekt selbst in der Hoffnung, dort gemeinsam mit den anderen Beteiligten noch viele Interessierte begrüßen zu dürfen.
Konkret dabei sind neben mir selbst (alphabetisch nach Nachnamen): Vera Anders, Thomas Maria Claßen, Nadine & Ansgar Fabri, Sabine Fischer, Susanne Goga, Kirstin Grabowski, Nicola Grosch, Inge Jansen, Arnold Küsters, Vera Nentwich, Jutta Profijt, Andrea Rings, Günter Seuren, Carsten Steenbergen, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven und Moritz Wigand.
Damit ist so ziemlich alles dabei, soweit ich das sehen kann, fehlen nur Erotika und Comic. Altersgruppen, Genres, Formate, Selbst- oder Verlagsverleger (wir brauchen echt ein Wort dafür), Zielgruppen, für alle ist was dabei.

Sonntag der Woche

Besucher pflücken im Garten Äpfel
In der Dahler Oase war heute Herbstauftakt nach dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September. Am Tag zuvor war dieser bereits in der verschwisterten BergGartenOase, wo ich jedoch wegen der Bibliothekseröffnung nicht dabei sein konnte.
Es war erstmals eine wirklich gut besuchte Veranstaltung in dem noch in der Entstehung befindlichen Gemeinschaftsgarten. Besucher wurden mit Keksen und Kaffee, aber auch einer reichen Ernte aus den Apfel- und Birnbäumen belohnt, die dieses Jahr früh und stark gereift sind. Manche fotografierten oder lernten den Garten kennen, sprachen darüber, was da in Zukunft noch kommen wird und wie schön das ist, dass dort etwas passiert und die Kinder spielten im zum Garten gehörenden Waldstück. Ein sehr schöner Nachmittag, der das Potenzial dieses Projektes andeutete. Ich denke, da wird bald eine Menge passieren.
Was ich noch vor dem Besuch machen wollte, aber dann erst während der Veranstaltung machen konnte, weil der Besuch früher und zahlreicher erschien, als ich erwartet hatte, war der Zusammenbau einer Bank. Die Paletten lagen schon eine Weile auf dem Gelände rum, geschützt unter einigen Buchen. Heute hatte ich Schrauben, Winkel, Nägel und Werkzeug mitgebracht, um ein wenig zu zimmern.
Herausgekommen ist dabei die erste von voraussichtlich zwei Bänken (genug Holz für eine zweite ist noch da). Die angedeutete Lehne ist etwas zu weit hinten um wirklich zum Anlehnen zu dienen, aber alles in allem ist es als Bank erkennbar und somit besteht jetzt die Möglichkeit, in der Oase auch zu rasten.

Ein Stapel Paletten

Es war einmal ein Stapel alter Paletten…

Aus Paletten gefertigte einfache Sitzbank

… es ward eine Bank

Fahrradzubehör der Woche

Fahrrad als Zeltgerüst

Für Singles mit Schnellspanner – Bild: Topeak

Das ist der Topeak Bikamper in aufgebautem Zustand. Das Einpersonenzelt nutzt das Fahrrad als Ankerpunkt am einen Ende, während das abgeschraubte Vorderrad das andere Ende in Form hält. Dadurch wird Material und Gewicht gespart. Beim Aufbruch kommt das Zelt in einer kleinen Tasche am Lenker unter und das Fahrrad selbst wird wieder zusammengeschraubt. Mit Schnellspanner eine Sache von zwei bis drei Minuten.
Nicht schlecht als Alternative für einen Wohnwagen oder ein richtiges Zelt, aber natürlich nur für eine Person geeignet. Die sich wahrscheinlich auch nicht zu sehr im Schlaf wälzen sollte.
Preis so um die 200 €.

Erkenntnis der Woche

Die immer größere Speicherung von Informationen soll ja angeblich unserer Sicherheit dienen. Big Data und all so ein Unsinn in Zeiten des Algoritmen-Hypes. Nun, Heiko Maas ereilt da inzwischen eine ganz erstaunliche Erkenntnis: Wir wissen gar nicht, wie wir in dem ganzen Datenwust noch die relevanten Inhalte finden sollen!
Na gut, es gibt erstaunlichere Erkenntnisse. Aber immerhin ist der Wortlaut fast perfekt auf den Punkt:

Wenn zuviel gespeichert wird, wird es immer schwere, die wirklich relevante Information zu finden, und daher geht es auch darum, MEHR SICHERHEIT zu bieten, und das ist nicht der Fall, wenn einfach wild drauflos gespeichert wird, schon gar nicht, wenn es rechtswidrig ist.

Grünphase der Woche

In Tilburg im Süden der Niederlande beginnt ein interessantes Experiment: Fußgänger können mit Hilfe einer App die Grünphasen ihrer Ampeln verlängern. En ganz neuer Ansatz, der auch hierzulande willkommen wäre. denn hier werden Fußgänger ja in Form von Bettelampeln „Bedarfsampeln“ zu Bittstellern an den restlichen Verkehr gemacht.
Das gesündeste und sozialste aller Verkehrsmittel wird hier beinahe schon bekämpft.
In den Niederlanden dagegen weiss man: Kommt ein Auto in die Stadt, ist es dort Gast, das Oberhaupt des Ortes sind die Fußläufigen. Und bei aller Gastfreundschaft, als ast hat man klare Grenzen. Man übernimmt nicht das Haus des Gastgebers und drängt ihn in den Keller. Bildlich gesprochen.

Invasion der Woche

Oktopus

Dieser Blick weiss irgendwas – Bild: Sylke Rohrlach

Die Veränderung des Lebens in unseren Meeren hat seltsame Folgen. Während die jahrelange Zunahme der Quallen wohlbekannt und gut dokumentiert ist, breiten sich auch andere Meerestiere mit Tentakeln ungewöhnlich schnell und stark aus.
Es sind die Kopffüßer, die laut einem die Quelle sehr schlecht verweisenden Artikel bei Gizmodo den Weg eingeschlagen haben, die Ozeane zu übernehmen.
Warum, weiss wohl niemand so genau, aber Überfischung, sinkender pH-Wert der Meere in Folge des Klimawandels und weitere Faktoren (die meisten davon menschlich) verändern das Leben in den Meeren zur Zeit in unglaublichem Maße. Und weil wir Landlebewesen sind, bekommen es die wenigstens Menschen überhaupt mit.


Sieben am Sonntag 27.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Letzte Woche startete Disney seinen Neustart der Klassikerserie Duck Tales, damals übrigens die erste Zeichentrickserie, die gezielt für die Zweitverwertung im nationalen und internationalen Markt geschaffen wurde. Das Ergebnis waren sehr hohe Qualitätsstandards und eine der kritisch wie kommerziell erfolgreichsten Zeichentrickserien aller Zeiten.
Dieses Jahr nun gibt es also endlich eine Neuauflage und man kann es nicht anders sagen: Sie ist gut. Wirklich, wirklich gut. Die ersten beiden Folgen hat Disney auf Youtube eingestellt, man muss allerdings als Bewohner eines nichtamerikanischen Kontinents ein wenig tricksen, um sie zu sehen. Ihr schafft das schon.
Bis dahin gibt es die Langversion des Titelthemas. Sollte die zu kurz sein, keine Sorge: So schnell verlässt einen der Song nicht. Niemanden. In keiner Version.
DuckTales! Wo-oo!

Geräusch der Woche

Zukünftig ausgelöst durch das geplante Glasdach für den Innenhof des Rathauses Abtei ist das Geräusch der Woche das sanfte Tröpfeln des Regens während einer Gremiensitzung unter diesem Dach, vom leichten Tippen des Wassers über das Strömen bei dauerhaftem Niesel bis hin zum Brüllen eines Platzregens.
Dramaturgisch je nach aktuellem Vortrag sicherlich ein Mehrwert, auf den ich gespannt bin. Und oft genug ist es auch ein Mehrwert, manche Rede dank Wolkenbruch nicht hören zu können.

Bewuchs der Woche

Gelber Pilz im Blumentopf

Oh, ähm, hallo?

Nicht schlecht habe ich geschaut, als die Tage plötzlich ein kleines gelbes Etwas in einem Blumentopf heranwuchs. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob das zur dort eigentlich heimischen Pflanze, einer Dracaena, gehören konnte, da es einer Knospe ähnelte.
Doch einen Tag später formte es sich zu einem Pilz auf, der am dritten Tag seinen Schirm öffnete und dann am selben Abend umkippte, um wieder in die Erde zu entschwinden.
Es stellte sich als Gelber Faltenschirmling (Leucocoprinus birnbaumii) heraus, ein Pilz mit einer durchaus interessanten Geschichte. Eigentlich ein tropischer Pilz, hat er sich in den letzten Jahren einen recht einzigartigen Lebensraum erobert: Blumentöpfe. Denn wie in seiner tropischen Heimat bieten ihm auch diese regelmäßige Wässerung und konstante Temperaturen und so konnte er sich, eingeschleppt durch die Blumenerde, dort eine neue Heimat schaffen.

Lego der Woche


Ich bin nicht der einzige, der diese Woche auf Youtube legot. Und Youtube The Brick Wall hat mit Anleitungen deutlich weniger am Hut als ich. So hat er eine voll funktionsfähige Heuballenmaschine aus Lego Technic gebaut. Seine anderen Lego-Helferlein sind auch durchaus sehenswert, etwa der Kartoffelpflanzer.
Ich habe deutlich zu wenig Lego im Garten.

Fahrrad der Woche

Fahrrad auf einem Surfbrett verbaut

Und so sieht es aus, wenn ich surfen gehe (Symbolbild) – Bild: Waterbike

Pedalgetriebene Wasserfahrzeuge gibt es überraschend viele. Dazu gehören neben dem Tretboot (welches nach StVZO lustigerweise unter die Definition eines Fahrrades fällt) auch schwimmfähige Fahrräder. Davon hatten wir hier mit der Zeit schon so einige.
Diese Variante ist dabei die in der Beschaffung minimalistischste: Der kroatische Hersteller Auto Mart vertreibt dafür einen Bausatz, mit dem man einen Radrahmen auf ein Surfbrett schrauben kann. Der Lenker steuert ein Ruder hinten am Brett an, die Kette geht auf den Antrieb einer Schraube. Und fertig ist das Fahrrad für Flussschifffahrer.
Nur einen Preis konnte ich nicht finden. Sonst stünde hier auf dem Hof wahrscheinlich schon so eins rum.

Begegnung der Woche

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Und noch eine Art, die ich noch nie zuvor gesehen habe zum ersten Mal getroffen: Das da oben ist, wie ja auch unter dem Bild vermerkt, der Sägebock (Prionus coriarius). Ein hübscher großer Käfer, der fliegt wie Quax der Bruchpilot in besoffen.
Das hat immerhin den Vorteil, dass er irgendwann landete, wo ich ihn dann genauer betrachten und fotografieren konnte. Das war ganz gut, denn im Flug wirkt er mit den großen Fühlern wie ein Nashornkäfer und hätte er nicht angehalten, hätte ich ihn nie richtig erkannt. Er quietscht übrigens komisch, wenn man ihn antippt. nd irgendwann krabbelt er weg, weil es ihm zu doof wird.

Hundespielzeug der Woche

Eine Zwille für Tennisbälle

Auch im BIld: Der geduldigste Bällchenholehund der Welt – BIld: Fancy

Hunde sind komisch. Nicht so komisch wie Katzen, aber — okay, doch, sie sind genauso komisch wie Katzen. „Schmeiss es weg, damit ich es zurückholen kann“ ist so ein typisches Hundespiel. Und das wurde nun um einiges gemeiner, denn es ist jetzt technisiert. Und anders als die sonst so bei Fancy zu findenden Produkte ist es noch nichtmal um eine Zehnerpotenz überteuert.
Ihc präsentiere, den HyperDog Ball Launcher, eine Art überdimensionierte Zwille für Tennisbälle mit einer Reichweite von über 60 Metern. Und mit Bällchenvorrat, damit der Vierbeiner so schnell nicht wiederkommt.


2017er Bauarbeiten

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Neuerungen hier im Blog. Neue Projekte und Plattformen wie das Youtube-Projekt Extra Extra stellen neue Anforderungen an die Seite, denn auch sie wollen angemessen präsentiert sein. Das Ergebnis sind die 2017er Neuerungen im Blog.

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Flashbox kontra Seitenleiste

Ausgangspunkt war wie gesagt die Ergänzung meiner Plattformen um Youtube. Extra Extra ist der erste von zwei Kanälen, die ich dort in Zukunft bedienen werde. Es ist ein wichtiger Schritt, in der zunehmend virtuellen Medienwelt den Fuß in mehr als einer Tür zu haben. Und das will auf der Webseite auch entsprechend eingebunden sein, schließlich will ich den Kanälen ja auch Zuschauer rüberschicken, für die sie interessant sein können.
Youtube-Videos können nicht kleiner als 200 Pixel breit eingebunden werden, womit sie in zu kleinen Browserfenstern zu groß für die Seitenleiste sind. Also musste eine andere Lösung her.
Diese Lösung bestand darin, oberhalb der Blogbeiträge etwas einzufügen, was ich als „Flashbox“ bezeichne. Diese bietet nun den jeweils letzten Videos der Youtube-Kanäle ebenso Raum wie meinen letzten zwei Buchveröffentlichungen. Sicher, in der Vergangenheit waren es vier, aber das wäre zu raumgreifend gewesen.
Die Flashbox erscheint aber nur auf der Startseite oben. Geht man zu einem einzelnen Beitrag, wandert die Box nach unten.
Damit verschwand auch die Notwendigkeit, einige Dinge in der Seitenleiste unterzubringen. Die beiden Youtube-Kanäle mussten dort nicht mehr als Icons stehen, da es eine ständig aktuelle Vorschau des letzten Videos gab. Und die Bücher konnten ebenfalls in die Box wandern. Doch einmal angefangen, musste ich das auch konsequent durchziehen.
Als erstes verschwanden die horizontalen Trennlinien in der Seitenleiste. Irgendwie sahen die neben der Flashbox nicht mehr gut aus, die beiden Bereiche der Seite wirkten mit ihnen uneben.
Ich zog die restlichen Einträge unter „Kanäle“ in Zweifel, nachdem Youtube dort nun raus war. Zunächst entfernte ich die überflüssigen Kanäle, dann verschwand der RSS-Feed von dort, da er schon oben auf der Seite verlinkt war.
Am Ende waren Amazon, Facebook und Twitter übrig. Diese drei wollte ich nicht rausschmeissen. Aber ich wollte auch den Kanal-Bereich in der Seitenleiste endgültig abschaffen. Also nahm ich den RSS-Feed zum Vorbild, ersetzte die Symbole durch deutlich kleinere und versetzte sie in den Kopfbereich der Seite.
Auch überlegte ich, den Newsletter zu streichen. Nur ist es auch so, dass manche Aktionen, insbesondere Werbeaktionen und Anthologiebeiträge einen Newsletter erfordern. Das sprach gegen einen Rauswurf. Aber hey, den Text gegen eine deutlich attraktiver wirkende Grafik auszutauschen war eine gute Idee. Und en separaten englischen Newsletter habe ich dabei auch eingestampft. Wer sich im deutschen Newsletter anmeldet, bekommt einfach auch Infos über Veröffentlichungen im englischen Sprachraum. Und wer einen rein englischen Newsletter sucht, kann ja im englischen Blog einen finden.
Alle sin allem ist jetzt mehr Information in attraktiverer Form auf den ersten Blick zu sehen, bevor man auf der Seite weiter runterscrollt. Ich denke, hier eine gute Form zwischen einem Blog und einer Autorenwebseite gefunden zu haben.

In der Übersicht über alle Veröffentlichungen fehlt die Seitenleiste jetzt übrigens ganz. Sie ist dort einfach überflüssig und ich kann diese Seite nun freier gestalten. Auch das wird bei meinen Plänen für die nächsten Monate dringend nötig sein.

Alles in allem keine große Änderung, aber ich wollte dennoch kurz darauf eingehen, was konkret anders ist und wieso ich es veränder habe. Wie gesagt, diese Seite entwickelt sich gemeinsam mit meinen Tätigkeiten weiter und wird dies auch in Zukunft tun. Da gehört ein gelegentlicher frischer Anstrich einfach dazu.
Selbst, wenn sie zeitweise perfekt wirkt, keine Seite sollte zu lange statisch bleiben. Wir wollen unsere Leben nicht zu statisch haben und diese Seite reflektiert stets einen guten Teil des meinen.


Extra Extra mit Gimmick 17-22

Wieder eine Woche vorbei, wieder eine Ausgabe der Extra Extra; wieder was gelernt. Und ganz nebenbei wird die Extra Extra in Zukunft wohl etwas anders laufen.

Erstmal: Das Video

25 Minuten Zeitschriftenbeilagen, Kampf mit der Sonne und Autos im Hintergrund. Bitteschön:

Wieder was gelernt

  • Ich bin alt
    Ein Inception-Gag? Okay.
  • Zeitraffer
    Da ich diesmal ein Lego-Päckchen dabei hatte, das nicht schön als Tasche zum Wiederverschließen gestaltet war, habe ich erstmals ein Lego-Set vor der Kamera aufgebaut. Bisher hatte ich die ja immer vorher zusammengebaut und dann fertig ins Bild gehalten. Daher auch die erneut längere Dauer des Videos – nach 15 und 20 Minuten nun schon 25.
    Allerdings, so wirklich mag entweder mein Rechner oder meine Software den Einsatz des Zeitraffers nicht — bei mehr als doppelter Beschleunigung stürzt er am Ende des gerafften Stücks ab. Es hat mehrere Versuche gebraucht, bis ich das Problem fand. Das hat mich zwar ein paar Stunden gekostet, dafür konnte ich in dieser Zeit die komplette erste Staffel von Marvel’s Defenders auf Netflix sehen. Ja, mein Rechner ist allgemein etwas langsam.
  • Manchmal geht’s einfach schief
    Diese Woche brachte ein defektes Extra und einen fehlenden Lego-Stein mit sich, für den ich auch keinen Ersatz da hatte.
  • Immer abends filmen!
    Ich filme vor einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Das ist nicht schlecht, wenn man zur richtigen Tageszeit filmt, vorzugsweise gegen Abend. Filmt man dagegen mit diesem Setup in der Vormittags- und Mittagszeit, kann das schief gehen. Nicht nur hat man Streit mit der Sonne, es ist auch deutlich mehr los und ständig kommen Lärmquellen vorbei. An einem Punkt habe ich mehrere Autos, die Müllabfuhr, ein Flugzeug und das Bimmeln der Kirchenglocke um 12 abgewartet. Also: Aufnahmezeit richtig legen!
  • Die Videos wollen mich verarschen
    Mein zweites Video war länger als mein erstes und nun ist mein dritten erneut länger als das zweite. Wieso also sind gleichzeitig die Dateigrößen der Videos kleiner geworden, je länger die Videos sind? Hier spukt es doch!

Alles wird anders

Ich hatte Extra Extra in der Annahme gestartet, dass eine wöchentliche Sendung weniger Zeitaufwand insgesamt bedeutet. In der Theorie sah das ganz gut aus: Wöchentliche eine Aufnahmestunde, eine Postproduktion, ein Upload, ein Text, einmal Linkbuilding. In der Praxis ist das nicht geschehen. Die zweite Ausgabe hat mich den Samstag und gute Teile des Sonntags gekostet. Die dieswöchige dritte praktisch das ganze Wochenende, wobei ich es geschafft habe, meinen Rechner so einzurichten, dass ich ihn unbeobachtet arbeiten lassen kann.
Was ich nicht bedacht habe, ist die Rolle, die Fehler spielen.
Bei einem Video in der Länge der einzelnen Heftvorstellungen zwischen zwei und sechs Minuten ist ein Fehler schnell auszugleichen, das braucht vielleicht zehn Minuten. Beim wöchentlichen Magazinformat um die 20 Minuten je Video geht bei einem erst nachher entdeckten Fehler oder einem technischen Problem wie diese Woche mindestens eine Stunde verloren.
Ich denke, ich werde aus diesem Grund erstmal versuchen, mit Einzelvorstellungen zu arbeiten. Eventuell mit einem wöchentlichen Abschlussvideo in einer Form ähnlich dem seit letzter Woche eingefügten Fazit. Die Nummerierung war dafür ja zum Glück schon geeignet, da der Titel seit letzter Woche nicht mehr die Folgen zählt, sondern die vorgestellten Extras/Gimmicks. Das gibt mir teilweise auch mehr Raum zum Testen, wenn das Video sonst zu lang würde wie bei dem Extra in der Soy Luna oder bei Lego-Sets und manchen Yps-Gimmicks. In der Vergangenheit habe ich hier Schritte übersprungen, um die Videolänge niedrig zu halten.
Mir ist auch die zunehmende Länge der Videos aufgefallen. Die meisten Zuschauer interessiert wahrscheinlich nur eines der Hefte, was meine Rate der Zuschauer verschlechtert, die das ganze Video sehen — ein für Youtube wichtiges Merkmal. Ich denke, insbesondere die Lego- und Star-Wars-Videos können separat deutlich besser funktionieren. Es hat durchaus einen Grund, dass alle drei bisherigen Ausgaben jeweils eine dieser Marken sehr spät im Video hatten. Die Chance steigt so, dass eines meiner Videos im Erfolg nach oben ausreisst und den Kanal nach oben zieht. Wobei ich sagen muss, im Moment läuft der Kanal im Rahmen dessen, was ich für die ersten paar Wochen erwartet habe, das ist also ganz okay. Ich hab sogar schon einen ganzen Cent verdient!
Auch die Anzahl der Videos ist für Youtube wichtig und ganz ehrlich: Kürzere Videos bedeuten hier natürlich auch mehr und häufigere Videos, über die der Kanal gefunden werden kann.

Also, Interessierte bekommen schneller die Infos, die sie suchen; ich bekomme mehr Chancen, mit dem Kanal gefunden zu werden. Alle gewinnen etwas!
Ich muss allerdings auch sagen, ich hätte nicht erwartet, wie erfahrungsreich dieses kleine Experiment in so kurzer Zeit wird. Dafür allein hat es jetzt schon gelohnt.


Sieben am Sonntag 13.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Grimlock hat mir diese Woche bei einem anderen Projekt zur Seite gestanden. Da bekommt er natürlich einen Platz in der Musik der Woche. Ein Remix mit Zusammenschnitten aus allen Inkarnationen der Transformers, die den Anführer der Dinobots beinhalteten, auf den ich stieß, als ich popkulturelle Referenzen zu dem B-Promi unter den Transformers suchte. Der Ton ist vor allem aus den Folgen der ersten Transformers-Fernsehserie zusammengesetzt, was auch dem Alter meiner Grimlock-Figur entspricht. Das ist nämlich tatsächlich noch eine Figur aus meiner Kindheit. Alle anderen Transformers habe ich mit der Zeit verkauft, aber Grimlock bleibt.

Batterie der Woche

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme - BIld: Gabor Paal/SWR

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme – BIld: Gabor Paal/SWR

Professor Birgit Esser aus Freiburg gehört zur langen Liste der Leute, die derzeit mit einer neu erfundenen Sorte Batterien Schlagzeilen machen. Zwar ist mein Favorit weiterhin der Natrium-Glas-Akkus, aber dieser Polymer-Aluminium-Akku ist ebenfalls interessant.
Im Kern ist der Akku eine Variante der bewährten LiPo-Akkus. Die Anode ist weiterhin Lithium, die Katode dagegen mit Ruß versetztes Polyvenylphenothiacin (auswendig lernen, das muss sitzen wie Desoxyribonukleinsäure!) auf Aluminium. Das Ergebnis soll ein sehr schnell ladender und langlebiger Akku sein, doch ein wenig Geheimniskrämerei schwebt noch über dem Vorhaben. Denn die Details gibt es erst nach Bestätigung des Patents.

Komödie der Woche

Der Versuch der sich Identitäre schimpfenden Rechtsextremen-Bewegung, auf dem Mittelmeer in illegaler Weise die Seenotrettungsmissionen verschiedener humanitärer Organisationen mit einem eigenen Schiff zu behindern, stellt sich als unerwartet amüsant heraus.
Sie haben zu diesem Zweck ein Forschungsschiff namens C-Star angeheuert, ein ursprünglich unter dem Namen Suunta laufendes Forschungsschiff für den Vorküstenbereich (Off-Shore) unter mongolischer Flagge. Unter mongolischer Flagge. Ein Hochseeschiff. Einen Augenblick…

Karte der Lage der Mongolei in Asien

Ab und an führt es vermutlich Manöver mit der Schweizer Bundesmarine durch

Ich möchte betonen, dass ich noch gar nicht angefangen habe, den lustigen Teil der Geschichte zu erzählen. Ausserdem muss man fairerweise sagen, dass das Schiff ursprünglich in und für Finnland gebaut wurde, was deutlich mehr Sinn macht.
Der lustige Teil beginnt wenige Tage nach Start der Mission bei einem Hafenaufenthalt in Zypern. Dort wurde das Schiff der selbsternannten Schleppereibekämpfer und Einwanderungsgegner mal eben festgesetzt. Wegen Schlepperei und einem gesuchten Waffenschmuggler als Kapitän. Als Sahnehäubchen fanden sich auf dem Schiff 20 Tamilen ohne Einreisepapiere. Auf einem für acht Besatzungsmitglieder ausgelegten Kahn. Die C-Star hat zwar Schlafplätze für insgesamt 24 weitere Passagiere, aber eine Besatzung dieser Größe braucht sie nicht.
Weil das noch nicht lustig genug war, kam es diese Woche zu einem Zwischenfall, bei dem das vierzig Jahre alte Schiff antriebslos auf dem Mittelmeer lag. Die europäische Küstenwache verständigte daraufhin das nächstgelegene zur Hilfe fähige Schiff über den Seenotfall, dem es selbstverständlich nachkam. Denn Seenotrettung ist Pflicht. Die Pointe: Bei dem helfenden Schiff handelte es sich um die Sea-Eye, eines der Schiffe, welche die C-Star mit ihrer Mission an der Seenotrettung hindern wollte.
Immerhin sind die Rechten konsequent und verweigern die Annahme der Hilfe, der Schaden sei wohl doch nicht so schlimm gewesen.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.

Buch der Woche

Ich mag Spinnen und habe die Angst vor den oft nützlichen Tierchen in unseren arachnid harmlosen Gegenden nie verstanden. Eine Schwarze Witwe muss es natürlich nicht sein, aber die hat von Australien bis hier zum Glück ein paar tausend Kilometer zu laufen. Und ganz ehrlich: Australien hat das einzige giftige Säugetier und den einzigen giftigen Vogel. Das ist einfach der Kontinent, auf dem der Planet für die Ausrottung der Menschheit übt.
Tanya Berlinger-Odemer hat sich entschieden, etwas gegen die Angst vor Spinnen bis hin zur Arachnophobie zu tun. Dafür hat sie das Projektbuch Spinnen zusammengestellt, in dem sie verschiedene Aktivitäten und Bilder rund um das Thema Spinnen vorstellt und Kinder so spielerisch-kreativ an diese faszinierend andersartigen Tiere heranführt.

Regalfund der Woche

Es ist immer wieder interessant, was man so findet, wenn man das Zeitschriftenregal durchgeht, um auszusortieren.
So zum Beispiel dieser Beileger von VW aus dem Jahre 2007, der zehn Jahre später aktueller nicht sein könnte.
Na gut, die beworbene BlueMotion-Technologie ist ein alter Hut, aber der Spruch auf dem Cover ist einfach so unglaublich perfekt:

Wer ein Auto fährt, trägt sehr große Verantwortung. Wer eins herstellt erst recht. VW - Das Auto

Schöner Spruch zum Merken

Wobei ich jetzt schon interessant fände, ob auch die manipulative Software für die Abgaswerte unter dem Label BlueMotionlief.

Vogelscheuche der Woche

Start der Woche

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Ich muss nicht all zu viele Wörter darüber verlieren. Das habe ich zum einen schon getan, zum anderen habe ich beim Dreh schon einen Plastik-Frownie verloren, der jetzt hinter irgendeinem Schrank liegt.
Also nochmal zum Sonntag: Ich habe diese Woche eine Youtube-Serie gestartet, in der ich Zeitschriftenbeilagen der Woche vorstelle und bewerte.
Das erste Video gibt es hier mit einer Erklärung, was es mit dem Projekt eigentlich auf sich hat hier. Darauf folgt natürlich die zweite Folge von heute morgen, ebenfalls mit einem Beitrag zu den Hintergründen. Zukünftige Folgen gibt es dann ohne eigenen Beitrag direkt bei Youtube.


Extra Extra, die Zweite

Nein, nicht alle Ausgaben der Serie erhalten ihren eigenen Blogbeitrag, aber diese ersten paar sind die Phase, in der ich am meisten lerne und das finde ich durchaus interessant. Immerhin war die erste Ausgabe mein erstes selbstgedrehtes Youtube-Video überhaupt.
Und so habe ich schon nach der ersten Woche einiges optimiert.
Zum Beispiel packe ich dieses Video jetzt nach oben (21 Minuten):

Technik: Ruhig mal rumprobieren

Die zweite Ausgabe sieht schon deutlich besser aus als die erste. Der eine Grund ist der, dass ich jetzt direkt in FullHD 1080p aufnehme (beim ersten Mal war es auf 1080p hochskaliertes 720p) und das mit 30 Bildern pro Sekunde (statt 16). Der andere Grund ist, dass mir bisher nicht klar war, dass ich das Blitzlicht bei Filmaufnahmen auch als Dauerlicht benutzen kann. Upps. Die bessere Ausleuchtung hilft jedenfalls mit der Schärfe des Bildes. Im Gegenzug erhalte ich einige Schlagschatten, die aber in Bewegung nicht auffallen. Damit werde ich eine Weile leben müssen, denn das werden erst andere Lampen lösen können.
Auch mein Kampf mit dem Autofokus ist ausgestanden. Es stellt sich heraus, dass der Autofokus bei mir ausgeht, wenn ich Videos aufnehme. Ich muss also manuell auswählen, auf welches Objekt sich die Kamera fokussieren soll. Das konnte ich zum Beispiel bei Grimlocks Auftritt ganz am Ende effektiv nutzen.
Allerdings habe ich auch die Bildqualität der Datei ein wenig runtergesetzt, sonst hätte sie nicht mehr auf meine übervolle Festplatte gepasst. Ein Problem, für welches ich bereits eine Lösung gefunden habe: In Zukunft schreibe ich die Aufnahmen direkt auf einen USB-Stick.

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Struktur: Mehr Abwechslung

Die erste Folge hatte eine klare Struktur Intro, jede Vorstellung mit einer Titelkarte, Outro. Hintendran kamen noch einige Outtakes, weil sich das bei der Produktion dieser ersten Ausgabe anbot. Diesmal fiel nichts unter den Schnitttisch, was sonderlich unterhaltsam gewesen wäre.
Die Struktur dieser Ausgabe ist zugleich komplexer und klarer. Nach dem kurzen Intro (mit bewusster gestalteter Gestik neu aufgenommen) folgt erstmal ein Ausblick, welche Titel diesmal besprochen werden und ein Hinweis auf die Links in der Videobeschreibung, mit denen man direkt zu jedem Abschnitt springen kann. Dann kommen die Besprechungen in etwa der selben Form wie bisher. Und zum Ende kommt nochmal ein kurzer Überblick über die Extras der Woche. Bei diesem sieht man nochmal alle Extras im Bild arrangiert, was eine gute Orientierung ergibt, aber auch ein Punkt ist, der sich automatisch gut für das Vorschaubild eignet.
Etwas Kopfzerbrechen bereiteten mir diese Woche die Schießspielzeuge. Ich wusste dass sie kommen würden, aber wie und woran sollte ich sie vorführen? Ich entschied mich für den guten alten Grimlock, eine Transformers-Figur aus den 80ern, die ich noch hatte. Mit dem Charakter Grimlocks kann man eine Menge machen, seine Sprechweise allein ist ja schon von sich aus lustig. Nur musste ich leider auch feststellen, dass die Figur deutlich stabiler stand, als ich erwartet hatte Ich hatte gehofft, sie würde wenigstens beim zweiten Test umfallen, doch sie stand unbeeindruckt. Das ist ein bisschen langweilig. Andererseits fiel mir auch auf, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, ein Sammlerstück so zu riskieren. Also wird Grimlock wohl bei nächster Gelegenheit ausgetauscht.
Ich mag meine Gaststars. Grimlock und der Marienkäfer (okay, der war ungeplant) bringen etwas Abwechslung in das Format und vor allem mit Grimlock kann ich auch etwas besser Humor einfügen. Eine Qualität, die sein Nachfolger ebenfalls bekommen muss. Der muss dann aber wenigstens etwas leichter umfallen.
Und ja, die Idee, ausgerechnet Grimlock zu nehmen basierte im Endeffekt auf der Idee zu den letzten fünf Sekunden des Videos. Die habe ich dann auch ein gutes Stück vor der restlichen Aufzeichnung gemacht. Statt Outtakes eine Pointe als Abschluss, das finde ich gut.
Alle sin allem fluppt das gut: Obwohl das Video etwas länger ist als das erste, haben die Aufnahmen und der Schnitt deutlich weniger Zeit gebraucht als beim ersten Mal. Dafür hat die Software deutlich länger gebraucht, wohl weil sie diesmal FullHD als Eingangsmaterial zu verarbeiten hatte.

Zeitplan

Ursprünglich hatte ich geplant, die Serie immer am Samstag online zu stellen. Doch es gibt ein paar Magazine, die samstags erscheinen und die wollte ich dann auch noch drin haben. Mit Postproduktion, Hochladen und Verarbeitung der fertigen Dateien kann das dann aber durchaus bis in die folgende Nacht dauern (die heutige Folge war gegen Mitternacht zum Hochladen bereit). So kann ich natürlich nicht verlässlich planen, also verschob ich die Veröffentlichung der Folgen auf Sonntag vormittag. Ich mache also am Samstag Postproduktion und am Sonntag morgen dann die letzten Arbeiten zur Veröffentlichung.
Damit habe ich jetzt also einen klaren Ablauf, eine Art Arbeitsalltag für die Youtube-Aufnahmen dieser Serie:

  • Freitag spätnachmittag: Produktion ( Videoaufnahmen, Tonaufnahmen, Standbilder)
  • Samstag: Eventuell fehlende Aufnahmen, Postproduktion (Schnitt, Zusammenstellung, Erzeugung und Optimierung der finalen Videodatei)
  • Sonntag: Veröffentlichung mit allen Daten, die Youtube braucht, um das Video optimal zu präsentieren

Das klingt nach viel, aber der Großteil dieser Zeit besteht aus dem Warten darauf, dass sich irgendwelche Ladebalken auf irgendwelchen Monitoren ohne Zwischenfälle füllen. Ein Video von 20 Minuten wie die aktuelle Ausgabe bedeuten letztlich eine Stunde Aufnahmezeit und noch mal ein bisschen mehr an Nachbearbeitung. Es wäre mehr, würde ich mit Drehbuch arbeiten. Ich habe das bei den Grimlock-Elementen gemerkt, die teilweise vier oder fünf Anläufe brauchten. Die meisten Segmente kommen schon deshalb ohne Drehbuch aus, weil gar nicht wirklich planbar ist, wie gut die Produkte sind.

Kleinkram

Ansonsten habe ich noch ein wenig Kleinkram optimiert.
Ab sofort sind nur noch die Gimmicks nummeriert, nicht mehr die Folgen selber. Das sah einfach doof aus. Intern heissen die Dateien fürs Handling weiterhin “Extra Extra 002„ und so weiter, aber Zuschauer sehen davon nichts mehr.
Ich habe das Intro nochmal neu gedreht. Eigentlich wollte ich diese Datei jedesmal identisch neu einbauen, aber im Moment ist es halt noch nicht perfekt, also gibt es überarbeitete Versionen. De jetzige ist schon ziemlich nah an meiner Vorstellung, aber ich muss zur Perfektion noch ein paar Anläufe machen. Wir kommen näher.
Es gibt diesmal am Ende keine Vorschau auf die nächste Woche. Ich bin noch nicht sicher, ob eine ausreichend zuverlässige Vorschau möglich ist und habe sie daher erstmal weggelassen. Dafür gibt es jetzt das Fazit der vorgestellten Beilagen, das ich viel nützlicher finde.
Ich will mir auch angewöhnen, ein paar Worte mehr zu den jeweiligen Heften zu verlieren.
Zugleich will ich in Zukunft gezielt Zeitraffer einsetzen statt Sachen zum Zusammenbauen wie die Lego-Sets vor dem Dreh zusammenzubauen. Ich denke, das vermittelt einen besseren Eindruck zu den Sets.

Erfolgsbilanz

Das erste Video ist erst etwas über ein Dutzend Mal angeschaut worden, aber das macht mir keine großen Sorgen. Bei Youtube startet man halt nicht von 0 durch. Die Zahl wird steigen, wenn es mehr Videos gibt, die untereinander verbunden sind. Mir gibt das auch die Freiheit, regelmäßig Qualität liefern zu können, bis der Erfolg anklopft.
Ich denke, die wöchentlichen Videos sind eine Basis für ständig neue Inhalte. Richtig ziehen werden aber wahrscheinlich erst die angedachten Sondervideos speziell zu Einzelthemen wie Lego oder Weihnachten.