eBook-Wiederbelebung nach fünf Jahren

November 2011 begann ich meine eBook-„Karriere“ mit einem kurzen Ratgeber: Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie, warum hieß er, ein Buch über das Coverdesign für eBooks angesichts der damals im deutschsprachigen Raum grade erst beginnenden eBook-Welle.
Sicher eine seltsame Wahl für ein Erstlingswerk, aber so kam es damals halt, weitere Titel folgten im Jahr danach und seitdem immer mal wieder.
In letzter Zeit überlegte ich,was ich mit dem alten Buch machen sollte. Es war fraglos veraltet und Verkäufe waren längst nicht mehr so pralle, ich dachte daran, es aus dem Verkauf zu nehmen. Doch es kam anders. Im Dezember 2016 kam eine eMail von Amazon, ob ich grundsätzlich zustimmen würde, wenn Amazon den Preis des Titels für eine kurze Zeit im Rahmen einer Aktion heruntersetzen würde. Als mein einziger Amazon-exklusiver Titel in Deutsch kam dafür nur dieses meiner Bücher in Frage. Ich stimmte zu und Ende Januar kam die Mitteilung von Amazon, das Buch würde vom 1. bis zum 8. Februar (jeweils 12:00 Uhr mittags) auf 0,89 € runtergesetzt.

Aktualisierung

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Das brachte einen gewissen Druck mit sich. Dieses Cover ist Müll! sollte eigentlich schon letztes Jahr aktualisiert werden, eines der Opfer des Computercrashs vom Februar. Wie gesagt, es ist in den letzten fast fünf Jahren merklich veraltet. Beispielsweise empfiehlt das Buch die Website Elfwood, die 2014 abgeschaltet wurde. Links ist ein Beispiel, das die Gestaltung der Serie anspricht. Diese ist inzwischen deutlich verändert worden.
Also habe ich das Buch die letzten zwei Tage überholt. Einige Informationen tauschte ich aus, andere beließ ich, etwa die Ausführungen zu Perry Rhodan, da diese von ihrem Alter nicht negativ beeinflusst wurden. Zugleich überholte ich die Sprache an vielen Stellen, wenn auch nicht systematisch im ganzen Manuskript. Mir fiel auch auf, dass ich im ursprünglichen Text viele Dinge angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt habe und ergänzte nun entsprechende Textstellen.
Es war wichtig, das Buch bis zum 1. Februar in Form zu bringen. Zwar hat die bisherige Version hervorragende Bewertungen, aber ich will dennoch nicht mit einem so offensichtlich veralteten Titel aufwarten. Die Aktion ist ja letztendlich auch Werbung für mich und meine anderen Titel, selbst wenn diese vergleichsweise wenig mit diesem etwas aus der Reihen tanzenden Buch zu tun haben.
Wahrscheinlich werde ich das Buch dieses Jahr ein weiteres Mal angehen, um ein paar Inhalte zu ergänzen. So wollte ich zum Beispiel ein Kapitel darüber ergänzen, auf welche Signale unser Gehirn und Auge besonders schnell reagieren und wie man das im Coverdesign berücksichtigen kann. Dafür war nicht genug Zeit, as wird also mit einer späteren Aktualisierung nachgereicht werden müssen.

Fazit

Die überraschende Aufnahme dieses Titels in eine Amazon-Aktion ist ein gutes Beispiel für mehrere Erkenntnisse, die eBook-Autoren immer im Hinterkopf behalten sollten, vor allem bei Sachbüchern:

  1. Ein Buch kann jahrelang fast ruhen, bevor es plötzlich wieder relevant wird, man sollte es also nur mit gutem Grund aus dem Verkauf nehmen und schlechte Verkäufe sind kein guter Grund
  2. Sachbüchern droht beständig die Veraltung, regelmäßige Überprüfung der Inhalte erhöht deutlich ihre Langlebigkeit
  3. Du weisst nie, welche (positive) Überraschung morgen in deinem Postfach auftauchen kann und wann Gelegenheiten auftauchen
  4. Manche eBooks sind ganz einfach nie fertiggeschrieben

cover-mullOder zusammengefasst in einem Satz und einem halben: Es lohnt sich, seinen alten Sachen hin und wieder einen frischen Anstrich zu verpassen. Oder auch mal eine Grundsanierung.

Diese Cover ist Müll! Lernen Sie, warum ist ab sofort bis zum 8. Februar 12:00 Uhr mittags für 0,89 € statt 2,99 € exklusiv bei Amazon erhältlich (oder kostenlos in der Ausleihe für alle mit Amazon Prime).


Sieben am Sonntag 22.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Eine Woche, in der ich keine neue Musik gefunden habe? Das ist allerdings erstaunlich. Nun gut, dann grabe ich einen weiteren Videospielesoundtrack aus meiner Kindheit aus, diesmal im Original. Die Actionspiele der 90er hatten großartige Musik (und ja, ich hatte einen Mega Drive, keinen Super Nintendo, weil mein Bruder einen Super Nintendo hatte).

Lampe der Woche

Lampe in Gestalt von Michael Schumachers Kopf

Aaaaaaaaaaaah!

eBook der Woche

Ich muss zugeben, Die Raupen greifen an von Cedric Baltimore verwirrt mich vor allen Dingen, weil ich nicht weiss, ob das jetzt ernst gemeint ist. Ich meine, die ganze Aufmachung spricht dafür, es wird als unheimlicher Thriller angepriesen, die Edition Bärenklau ist ein echter Verlag (der das Heftromangeschäft als lukrativen Mülleimer nutzt, aber trotzdem ein echter Verlag) und das over sieht recht ernst aus.
Aber, ich meine, Raupen! Eine Familie und ihre Killerraupen!

Joint der Woche

Cannabis gibt es bald für Schwerkranke als Schmerzmittel auf Rezept. Das war ein jahrelanger, schwieriger Kampf mit Störfeuern seitens unbelehrbarer Ideologen, die wie so oft alles ablehnen, was ihren Vorurteilen nicht entspricht.

Kawumm der Woche

Nunja, vorgesagter Kawumm: 2022 bekommen wir ein neues zweithellstes Objekt am Nachthimmel (nach Luna, dem Mond der Erde), der Doppelstern KIC 9832227 sol dann zusammenstürzen und dabei in einer Nova explodieren. beziehungsweise, uns soll dann das Licht aus dieser Explosion erreichen. Weltuntergangsexperten können an diesem Abend ihr Frühstück rausstellen, damit es am nächsten Morgen schön mikrowelliert bereitsteht.

Küchenhelfer der Woche

via Fancy

via Fancy

Untergangsszenario der Woche


Sieben am Sonntag 15.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Die dieswöchige Hintergrundmusik zum Lesen des restlichen Beitrags ist einer der großartig-metalligsten Videospielesoundtracks aller Zeiten. Alle Zeiten vor Brütal Legends Aller! Zeiten!

Stinkstiefel der Woche

„Dieser Stiefel stempelt seinen Träger als Nazi ab“ lautet einer der beiden Titel der Rheinischen Post hierzu. Nunja, wenn man sich die Sohle anschaut, ist das eindeutig ein Versehen, welches niemandem aufgefallen ist, bevor jemanden damit in den Schnee gegangen ist. So wie bei Lonsdale, die nun wirklich nicht ahnen konnten, dass Rechte auf die mittleren Buchstaben des Namens des Begründers des modernen englischen Boxsports anspringen würden. Ich meine, sieht man diese Stiefel nicht im spezifischen Kontext von Nazi-Symbolik und ohne ein Bild des Abdrucks daneben, ist da nichts auffälliges dran.

There was an angle I didn't get to see when ordering my new work boots…

Oh. Ich habe grade das Wortspiel der RP verstanden, während ich diesen Text tippte.

eBook der Woche

Mobilfunkstrahlung ist eine besondere Perle im Reich der seltsamen Pseudophysik-Verschwörungstheorie-Sphäre und deshalb nicht zum ersten Mal in dieser Kategorie dabei. In Sigmars Auftrag: Profit vor Sicherheit: Mobilfunk in Deutschland ist nahezu perfekt: Ein schwadronierender Titel mit gleich zwei Untertiteln, der aus irgendeinem Grund Sigmar Gabriel für das Mobilfunknetz verantwortlich macht, zugleich aber dermaßen zerhäckselt ist, dass ich noch nicht mal sicher bin, dass das wirklich die Aussage ist. Dafür muss man dann das Buch lesen.
Es kann sich ebensowenig entscheiden, ob es nun ein Roman oder ein Sachbuch sein will. Jedenfalls gibt es keine Romanhandlung und die Informationen sind mangels Kontext vollkommen unverständlich. Ich sehe das ab und an auf Facebook, dass Leute so schreiben, in Sätzen, die ohne Kontext niemand verstehen kann ausser sie selbst. Und Spaghetti mit Tintenfischsoße im japanischen Restaurant! Die wissen genau, was sie da getan haben!

Energiewende der Woche

Während die Energiewende in Deutschland systematisch sturmreif geschossen wird (von Sigmar und seinen Handystrahlen-Installateuren), geht sie andernorts all jene Schritte, von denen uns hierzulande beständig erzählt wird, wie unmöglich sie seien. So haben etwa die dicht bevölkerten Niederlande genug Platz für Windkraft gefundne, dass die komplette Staatsbahn zu 100% auf Erneuerbare umstellen kann – Wind für den Strom, Biogas für die Heizung.

USB-Zubehör der Woche

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden – Bild: DNA Electronics

Dieser USB-Stick hat 0 Bit Speicherplatz. Das ist verschmerzbar bei dem, was er tut: Der Stick der Firma mit dem wundervollen SciFi-Namen DNA Electronics ist den Berichten zufolge in der Lage, innerhalb einer halben Stunde eine Probe auf eine HIV-Infektion zu überprüfen. Das ist verdammt gut und praktisch. Bisher dauerte so ein Test Wochen auf dem Weg zwischen Arzt, Labor und der eigentlichen Untersuchung.

Saftschubse der Woche

Kanada kennt sich mit Schnee und Eis aus.Ich setze das mal als Prämisse bei der Meldung, damit sie glaubhaft klingt. Denn Kanada hat einen Zusatzstoff gefunden, mit dem der Einsatz von Streusalz deutlich umweltverträglicher wird, weil das Salz gezielter eingesetzt werden kann. Rote-Bete-Saft.
(Der Titel geht natürlich an die kanadischen Streuwagen)

Feuermacher der Woche

Ich bin nicht sicher, ob ich damit etwas bei Regen anzünden will, aber hier ist ein elektrisches Feuerzeug. Nie wieder Gas leer, was bei mir, der ich als Nichtraucher Feuerzeuge extrem selten brauche, ein Problem ist, denn die sind meistens leerglaufen, bis ich sie mal wieder einsetze.


Sieben am Sonntag 08.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Nach Weihnachten und Neujahr für 2017 wieder im Regelbetrieb.

Musik der Woche

Moana, der neue Disney-Film, der in Deutschland aus mir unerfindlichen Gründen als Vaiana erscheint, ist gut. Und die Musik darin sowieso.

eBook der Woche

„Monster Porn“ war vorletztes Jahr ein wenig in den Schlagzeilen. Was den meisten sich wundernden Beobachtern nie klar gewesen zu sein scheint ist allerdings, dass dieses ganze Genre so gut wie nie ernstgemeint ist. Es war immer ein Spielplz für Parodien auf sich selbst. Manchmal merkt man das an den Titeln, manchmal nicht.
Captain Cockburn and the Well-Hung Velociraptors ist ein Musterbeispiel eines durchaus typischen Titels dieser Kategorie.

Umzug der Woche

Die Sekte Zwölf Stämme zieht nach Tschechien und damit aus Deutschland fort. Die Zwölf Stämme sind eine maßgebliche Kraft hinter dem Versuch, in Deutschland Heimunterricht einzuführen und wesentliche Unterrichtsinhalte vor allem in den Wissenschaften wie Evolution und Aufklärungsunterricht abzuschaffen. Bekannt sind sie vor allem für die fortgesetzte Verteidigung der Prügelstrafe.
Ich hoffe, die Zahl der Orte, an denen die sich niederlassen könne, schrumpft weiter.

Widerstand der Woche

Allem Anschein nach konnte das Dritte Reic doch nicht die Bombe bauen, selbst wenn sie die Materialien gehabt hätten.
Interessant an dem Bericht ist die spezifische Problematik in der Forschung. Es liest sich meines Erachtens stark so, als hätte das Forscherteam alles getan, um ja nicht zu einem verwertbaren Ergebnis zu kommen. Heisenberg udn Co. haben in einer Art obskuren Geschäftigkeit effektiv verhindert, dass die Nazis die Atombombe bekommen.
Ob das deren Absicht oder einfach nur eine Auswirkung der Anwendung nationalsozialistischer Ideologie auf den Wissenschaftsbetrieb war, ist dann natürlich die nächste Frage. Die Nazis hatten ja große Teile der Physik und Medizin als jüdisch beeinflusst verworfen.

Prognose der Woche

orakel2017Ihr kennt diese albernen Buchstabensalate, die zum Jahreswechsel durch die Zeitungen und Netzwerke fliegen, in denen dann die ersten drei Wörter, die man findet, ein Orakelfür das restliche Jahr darstellen sollen? Nun, ich hoffe, niemand nimmt die ernst. Mir liefen zwei davon über den Bildschirm und die Prognosen darin sind leicht verunsichernd.
Das abgebildete Exemplar der Pseudo-Zeitung für leicht zu Verarschende ergab bei mir „Familie na und“. Das ist nicht ganz so schlimm wie ein anderes, das bei Twitter umlief: „Kraft, Wahrheit, Ork“. Eigentlich sogar Orkwohnung, aber ich schätze mal, das zählt als zwei Wörter.

Fusion der Woche

inkbook-primeMit dem Inkbook und Inkbook Prime erscheint endlich ein Lesegerät für eBooks, welches sowohl Kindle- als auch ePub-Bücher auf eInk darstellen kann. Die Lösung dafür ist einfach: Es läuft auf einer Android-Version, man kann also einfach die entsprechenden Handy-Apps der Verkäufer auf das Gerät installieren und dann in diesen lesen, nur halt auf elektronischem Papier statt einem Bildschirm.
Die Einrichtung ist etwas mühsam, da der App-Shop nicht funktioniert und man die Dateien zum Installieren direkt auf das Gerät kopieren muss, aber es funktioniert sehr gut.
Basisversion und Prime-Version (u.a. mit Beleuchtung) bei Amazon.

Nachzucht der Woche

Ein Mann in Kalifornien hat über Jahre eine seltene Schmetterlingsart in einem eigens errichteten Gewächshaus nachgezüchtet. Eine beachtliche Maßnahme — fachkundige Nachahmer erwünscht.


Das wird 2017

Auf den Jahresrückblick 2016 folgt natürlich der Jahresausblick 2017. Hoffen wir einfach, dass die Musik diesmal nicht ein paar Stunden später von Youtube verschwindet. Oh, und dann muss noch ein Bild für die Linkvorschauen sein. Okay, wir können anfangen.2017

Thema: Netzwerk

Hier geht es um eine Fokussierung eines Trends, der 2016 begonnen hat. Verstärkte Vernetzung nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch unter Autoren, lokal wie international. Ich habe Ende 2016 gemerkt, dass dies nicht nur ein Selbstzweck ist, sondern auch mit der Motivation und Kreativität hilft. Es gibt eine 2016 nicht umgesetzte Idee in dieser Richtung, für die ich nun endlich eine gute Grundlage habe, ein gemeinsames Projekt Gladbacher Autoren. Das werde ich im Februar anstoßen (weil ich das Autorentreffen im Januar wegen anderer Termine auslassen muss) und deute es jetzt nur an, um es nicht in einem Nebensatz eines Jahresausblicks untergehen zu lassen. Ein gemeinsames öffentliches Auftreten der lokalen Autoren ist mir schon länger ein Anliegen, weswegen es auf meiner Bücherseite bei den Empfehlungen ja auch einen Abschnitt mit Büchern aus der Stadt und ihrer Umgebung gibt.
Ein erstes Ergebnis verstärkter Vernetzung wird Ende Januar ein Beitrag in einer Trump-Parodie-Anthologie sein, ein Projekt, an dem ich viel Spass habe.
Und damit geht es weiter zu:

Ausverkauf

Meine erste vollständige Buchübersetzung ist in Arbeit, ich werde dies 2017 durch weitere ergänzen, darunter hoffentlich auch kreative Projekte (der Erstling ist ein Kochbuch). Aber das ist letztlich nur der Broterwerbsteil der kreativen Arbeit.
Was sehr gut funktioniert, sind Kurzgeschichten. Das werde ich 2017 verstärkt nutzen: Ich beabsichtige, jeden Monat eine Kurzgeschichte zu veröffentlichen – nicht schreiben, veröffentlichen. Und damit meine ich, in professionellen Kanälen wie Zeitschriften und Anthologien, Veröffentlichung im Blog zählt nicht. Das bedeutet natürlich ein entsprechendes Volumen an Geschichten, aber Kurzgeschichten gehen einfach viel leichter von der Hand als Romane, selbst wenn sie zusammengenommen genau so viele Wörter umfassen wie mehrere Romane. Vieles davon wird in eine weitere Sammlung gehen: Die Nachfolgesammlung zu How to Sing Butterflies wird den Titel How the Rain Gets in tragen, daneben plane ich eine Sammlung von weihnachtlicher Sciencefiction und Fantasy für den November, erhältlich in Deutsch und Englisch auf Papier und elektronisch. Ich habe da über die Jahre schon einiges geschrieben, das ergänze ich bis zum Herbst mit neuen Beiträgen.
Das andere, was sich sehr gut schreiben lässt, sind Sachbücher. Ich habe den ersten Band von Fiction Science 2015 in sehr kurzer Zeit geschrieben und danach keine wirklich gute Idee für einen zweiten Band gehabt. Nun, inzwischen hatte ich eine, auch wenn es diesmal keine passende Filmpremiere im laufenden Jahr geben wird, an die ich es anheften kann. Rechnet im Sommer damit.
Mein 2016er Projekt, die Meilensteine der Evolution abzuschließen, wurde durch den Tod meines Computers im März gestoppt, doch inzwischen konnte ich die Daten wiederherstellen. Damit einher gehen große Veränderungen für die Serie es wird keine zehn Bände mehr geben, sondern vier, die dafür um so umfangreicher sind. Die bisherigen Bände werden in die neuen integriert, Käufer der alten Bände sollen die neu konzipierten Teile der Serie als kostenloses Update erhalten. Das ist dann das Buchprojekt fürs Frühjahr.
Abschließen will ich auch die Zero-Waste-Reihe Less Litter Lifestyle im Blog mitsamt dem zugehörigen Buch. Ein Kochbuch-Projekt ist so gut wie fertig, dafür fehlen hauptsächlich noch die Fotos.
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich für Romane besser keine Ankündigungen mache. Es gibt ein paar Projekte, aber welche davon 2017 veröffentlichungsreif werden, will ich nicht mehr voraussagen. Momentan sind die Titel Sünde, Boy, Ètrenne und Neanderthalensis in unterschiedlichem Fortschritt auf meinen Festplatten (ja, ich habe nach dem März-Desaster mehrere), aber wie weit diese 2017 kommen, wer weiss. Mein Fokus ist 2017 mit voller Absicht auf den kleineren, schneller umsetzbaren Projekten.

Ein anderes Vorhaben aus 2016, das untergegangen ist, war die Veröffentlichung von Hörbuchversionen meiner Kurzgeschichten auf Youtube. Auch hier habe ich das bisher erstellte Material wiederhergestellt und kann 2017 damit weitermachen.

Portfolio

Und damit in die andere Ausrichtung meiner kreativen Vorhaben: Eine breitere Fächerung der Formen, mit denen ich arbeite. Viele meiner Ideen fallen schlichtweg nicht in den Bereich des geschriebenen Wortes und ich will meine Fähigkeiten trainieren, auch in anderen kreativen Bereichen zu arbeiten.
Ich habe 2016 meine Fähigkeiten mit Fotos und Bildbearbeitung deutlich verbessern können. Ich hoffe, das 2017 im Bereich des Zeichnens/Malens (digital, da kann man Fehler besser rückgängig machen ;-) ) fortführen zu können. Ob ich in Jahresfrist etwas Vorzeigbares produzieren kann, werden wir sehen, ich bin da vorsichtig, da ich weiss, wie viel Übung in ein gutes Bild einfließt, bevor es so einfach aussieht, wie einige Künstler es aussehen lassen.
Aber die Ideen sind da und ich will sie umsetzen. Und dafür brauche ich die entsprechenden Kenntnisse.

Sonstiges

Ich werde mich 2017 verstärkt als Übersetzer betätigen. Dazu gehört neben den bereits genannten Buchübersetzungen auch ein ab morgen verfügbarer Fiverr-Gig zum Übersetzen von Rezepten, eine Dienstleistung, mit der ich inzwischen umfassende Erfahrungen gemacht habe und in der ich bei all den schlecht übersetzten Rezepten, die überall rumfliegen, eine echte Lücke sehe.
Und dann ist da noch die Politik. Zwei Wahlkämpfe sind da nur die Spitze des Eisberges, es wird für mich politisch 2017 einiges zu tun geben.
Oh, und ich plane, dieses Jahr umzuziehen, etwas mit deutlich mehr Platz für meine ganzen Ideen und Experimente.

Und nun entschuldigt mich. Ich habe einen Berg abzugraben und dafür einen Teelöffel aus der Küchenschublade mitgebracht. Und ich habe schon angefangen.


Das war 2016

Okay, es ist der 31. Dezember und damit Zeit für den Jahesrückblick. Und es war ein Jahr, in dem man gut sehen konnte, wieso Jahresrückblicke nicht vor dem letzten Tag geschrieben werden sollten. Ich meine, Carrie Fisher und ihre Mutter starben beide in der Woche zwischen Heiligabend und Neujahr. Liebe Fernsehsender, nehmt euch einfach an mir ein Beispiel: Jahresrückblicke gibt es ausschließlich am 31. Dezember.
Nun, da das klargestellt ist, weiter zum Rückblick auf mein 2016. Mein öffentliches 2016, den Rest erfahren jene, die es etwas angeht. Andernorts. Vielleicht. Wenn sie fragen. Vielleicht. Aber jetzt erstmal Musik und dann weiter im Text.

Weg ins Fahrradies

Das Jahr begann mit einem Fahrradtransport, als ich am 2. Januar meinen Eltern half, ein Dreirad aus einem Dorf am tiefsten Niederrhein (oder ist Gronau schon Münsterland?) abzuholen, also kann ich auch mit den Rädern weitermachen. Es war ja auch mein erstes Jahr mit Liegerad.

Ausschnitt aus der Fahrraddemo Sternfahrt Düsseldorf 2016 mit verschiedenen Rädern und Fahrern, im Vordergrund der Autor des Blogs

Entspannt, cool und ein tolles Fotomotiv: Ich in Düsseldorf – Bild: Zoe Duisberg/ADFC NRW

Trotz einiger Reparaturen, die anfangs nötig wurden und einer gebrochenen Schraube, die zu weiterem Reparaturbedarf führte muss ich sagen: Ich bin zufrieden. Das Gefährt brachte mich zu den Sternfahrten des Jahres in Düsseldorf und Mönchengladbach (Köln übersprang ich trotz anderer Absichten wegen des Wetters), aber auch zu meinen Touren ins Braunkohlenrevier und auf der längsten Tour des Jahres zu einer Tihange-Demo in Aachen.
Das Fahren ist nach kurzer Eingewöhnung angenehm und schnell, nur die Rennhaken an den Pedalen waren mehr lästig als hilfreich und so lernte ich sie praktisch sofort zu ignorieren. Als kleinen Bonus konnte ich dank der hohen Lage der Beine mehrmals trockenen Fußes recht tiefe Pfützen durchqueren. Das war natürlich keine Absicht aber wenn der Radweg bei Aachen plötzlich unter der Landstraße durchführt, um die Seite zu wechseln, macht man daran nach einem Wolkenbruch recht wenig.
Wie erwartet teilt sich das Liegerad nun mit meinem alten Mountainbike die Aufgaben. Das MTB zieht Lasten und trät mich, wenn ich einen Rucksack brauche, das Liegerad übernimmt die längeren Strecken und Tagesausflüge. Was nicht heissen soll, dass der Lieger nicht ebenfalls einiges an Transportvolumen hätte, was ich im August ausprobieren konnte, als mir auffiel, dass bei einem Stand in Neuwerk alles bereits im Vorfeld vor Ort gebracht war, ausser dem Tisch. Das hat übrigens überraschend gut funktioniert, als wäre der Tisch dafür gemacht.
Liegefahrrad mit einem mit Kabelbindern daran befestigten Klapptisch

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Die andere Option für die Überschrift dieses Abschnitts wäre übrigens Road to EldoRADo gewesen. Schätzt euch glücklich.

Schrifstellerei und so

Cover of How to Sing Butterflies How to Sing Butterflies DX Edition2016 war kein so produktives Jahr, wie ich mir das gewünscht hatte. Ein großer Teil davon war das, was ich als „Unglück des 11. März“ im Gedächtnis behalten werde. An diesem Tag kam es auf meinem Laptop zu einem umfassenden Festplattenausfall, ausgelöst durch einen Systemabsturz,der wiederum auf einen Absturz von Flash zurückging. Ich hatte kein aktuelles Backup und tatsächlich grade erst mein letztes Backup auf genau diesem Rechner zwischengespeichert. Das war eine ziemliche Katastrophe.
Nun, ich habe dennoch eines meiner anvisierten Projekte zum Abschluss bringen können. Die englische Sammlung How to Sing Butterflies vereint den Großteil meiner Kurzgeschichten in einem Band, von dem zwei Varianten erschienen sind: Eine Standardausgabe mit den Geschichten und eine DX-Ausgabe, ergänzt um Hintergründe zu jeder Geschichte. Ich zähle einige der Kurzgeschichten wie die Titelgeschichte und Sleeper Hit derzeit als meine besten kreativen Arbeiten.
Eine dieser Arbeiten schaffte es dann auch 2016 in meinen ersten Beitrag in einer Anthologie, wobei die Auswahl schon 2015 getroffen wurde. Die Indies Unlimted 2015 Flash Fiction Anthology enthält 52 Geschichten mit je bis zu 250 Wörtern. Flash Fiction ist nicht einfach, aber eine sehr willkommene Herausforderung. Bei mir funktioniert das üblicherweise so, dass ich einen spontanen Gedanken habe und den dann umsetze um selbst zu schauen, was daraus erwächst. Kombiniert mit der Kürze des Formats, welches zu einer sehr bewusst gewählten und dichten Sprache führt, eine sehr schöne Literaturform sowohl zum Lesen als auch zum Schreiben.
Mein Beitrag in dieser Anthologie war Delayed Vengeance, eine für mich eher untypische, weil vollkommen in der Gegenwart verhaftete Geschichte um einen Polizisten und seine Pensionszeit auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie ist in beiden Sammlungen erschienen, in denen ich dieses Jahr vertreten war.
Im Dezember folgte der Veröffentlichung dieser Anthologie eine Papierausgabe, meine erste Veröffentlichung auf Papier, wenn man redaktionell de facto nicht bearbeitete Fanzines ignoriert.
Eine SF-Weihnachtskurzgeschichte schaffte es nicht in die Anthologie, für die ich sie geschrieben habe. Sie wird 2017 gute Verwendung finden. Eine weitere SF-Weihnachtskurzgeschichte verfasste ich diesen Monat für eine Blogparade im englischen Blog, auch sie wird nächstes Jahr eine weitere gute Verwendung finden.

Zum 1. Mai beendete ich das (vor allem für Twitterverhältnisse) langjährige Projekt eBooks für lau. Es war mein erfolgreichstes Internetprojekt seit dem Exergaming-Blog Sporle & Co. im letzten Jahrzehnt, aber irgendwann war seine Zeit dann vorbei. Es wurde zunehmend schwieriger, das Verlinken kostenloser eBooks wirtschaftlich tragbar zu halten. Andere Plattformen wie XTME begannen, auch runtergesetzte Angebote bezahlter Bücher zu verlinken, das aber war in diesem Twitterkonzept schwieriger, da jeder Link für sich selbst stand. Und so beendete ich eBooks für lau nach fast fünf Jahren. Letztlich war es einfach an der Zeit.

Das Jahr endet schriftstellerisch mit dem ersten Auftrag, ein komplettes Buch aus dem Englischen zu übersetzen. Mehr oder weniger schriftstellerisch, es handelt sich um ein Kochbuch für Schmortöpfe. In einer besonderen Premiere ist das mein erster Vertrag mit Partnern auf drei Kontinenten (Nordamerika, Europa, Asien) – auch mal was neues.
Diese Übersetzung seht ihr dann 2017.

2017 deutet in diesem Bereich mit meinem ersten Besuch eines Autorentreffs in Mönchengladbach an, etwas, was ich weiterführen will. Es sieht nach diesem ersten Mal so aus, als würde das auch meiner Produktivität helfen. Ich muss sowieso wieder mehr im deutschsprachigen Raum machen.

Etwas anderes im kreativen Bereich war dann noch die Bildgestaltung. Ich habe mich zwischendurch daran versucht, mal ein Bild gezielt auf die sozialen Medien ausgerichtet zu erstellen, statt den jeweiligen Text einfach als Text zu schreiben. Hier die Ergebnisse.

Tatsächlich extrem entspannend

Tatsächlich extrem entspannend

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Von solchen Experimenten wird es in Zukunft mehr geben.

Politisch immer voran

Dass es 2016 mehrmals galt, bei Aufmärschen rechter Gruppen und Bündnisse Flagge zu zeigen, darauf hätte ich gern verzichten können, aber leider war 2016 ein großes Jahr für den politischen Rückschritt. International wie national war es 2016 überaus frustrierend, als Politiker im linken Spektrum zu stehen. Ich bin dieses Jahr müde geworden, immer das Schlechte zu bekämpfen.
Glücklicherweise gab es aber auch noch andere Anlässe für Demos. Okay, glücklicherweise ist hier nicht ganz richtig, aber ihr wisst, was ich meine. Tihange hatte ich ja schon erwähnt, Garzweiler II war ebenfalls ein sehr präsentes Thema. Die beiden Infostände gegen Massentierhaltung vor Lidl-Filialen in Rheydt und Gladbach waren aber sehr angenehm und effektiv.
Im Gegenzug ist es mir wichtig geworden, das Gute zu fördern und mich dafür einzusetzen. 2016 trat ich bei den Fachgruppen (Landesarbeitsgemeinschaften) Verkehr und Säkulares der Grünen NRW bei, um auf Landesebene aktiv daran arbeiten zu können. Das gipfelte vorerst am ersten Dezemberwochenende auf dem Landesparteitag in Oberhausen, mit dem ich sehr zufrieden bin (hinter dem Link: Eine lange Liste von Forderungen, die wir aus Mönchengladbach ins Landtagswahlprogramm der Grünen einbringen konnten).
Zufrieden war ich zuvor auch mit der Podiumsdiskussion zum Radverkehr in Mönchengladbach, veranstaltet vom ADFC. Hier konnte ich unter Beifall mein Ansinnen vorstellen, Mönchengladbach zu einem wichtigen Knotenpunkt eines landesweiten Radschnellwegenetzes zu machen, das sich nun ja auch in allgemeinerer Form im Landtagswahlprogramm wiederfindet. Hier im Blog brachte ich dazu innerstädtisch ein vielleicht etwas utopisch anmutendes, aber dankbar diskutiertes Konzept ein.

Exkursion an den Braunkohlentagebau Garzweiler II

Heute noch stehen wir am Abgrund, doch morgen schon sind wir einen Schritt weit… äh, Moment mal

Abseits der Parteipolitik gab es dann noch ein Gartenprojekt. Ein Bürgergarten in meiner Nachbarschaft. Doch auch wenn ich mich sehr freue, kommen die Unterschriftsberechtigten nicht so richtig in die Hufe mit den letzten Details zum Pachtvertrag. Das ist eien seltsame Mischung aus Begeisterung und Enttäuschung, aber noch läuft der Prozess. 2017 muss das was werden,momentan sieht es immer noch so aus wie im Sommer, nur halt winterlicher.
Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde

Weiter im Blog

Vergleich der Gestaltung des Blogs von Mitte 2015 bis Ende 2016

Ein Blog, zwei Jahre

Möglicherweise habe ich etwas zu viel am Blogdesign rumgeschraubt, aber das Ergebnis ist ein perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes, einmaliges und ennoch schlichtes Design mit ein paar hübschen Finessen. Das einst in meinen Augen recht hässliche Blog hat sich zu einem modernen Stück Internet entwickelt, in dem übrigens so gut wie alles ohne spezielle Skripte umgesetzt ist.
Für das letzte Beispiel habe ich einen anderen Beitrag ausgewählt, um meinen veränderten Umgang mit Bildern zu betonen. Jeder Beitrag hat inzwischen auf den ersten Blick ein Bild oder ein Video eingebettet, damit es nicht mehr nach trostloser Buchstabenwand aussieht. Das hat auch den Effekt, dass es in den sozialen Netzwerken ein schöneres Vorschaubild gibt.
Die Reihe Less Litter Lifestyle ist gestalterisch als Experiment gestartet, gezielt Pinterest anzusprechen und zugleich das Design des Blogs auch für andere Medieninhalte zu verwenden.
Ich glaube, damit ist das Blog nun so gut wie fertig. Es ist vor allem auch bereit für meine Pläne für 2017. Doch dazu morgen mehr.

Soweit die großen Dinge. Es gibt viele kleine Dinge, viele persönliche Dinge. Menschen, die ich getroffen habe, Dinge, die ich erlebt und gelernt habe, vieles, von dem ich glaube, dass es nicht in dieses Blog gehört oder wenigstens nicht in einen Jahresrückblick. Ich war nicht so produktiv, wie ich von mir selbst erwarte, aber das bedeutet in keinster Weise ein Jahr, in dem nichts geschehen ist. Ich könnte jetzt eine Diaschau mit mehreren hundert Fotos aus 2016 starten. In keinem Jahr zuvor habe ich je so viele Fotos gemacht.
Es war für mich auch ein Jahr vieler Vorbereitungen für ein aufregendes Folgejahr. Privat, beruflich, politisch.

Wir sehen und morgen zum Ausblick auf 2017. Esst bis dahin mal wieder was Gesundes. Macht euch einfach einen Smoothie mit eurem Lieblingsobst und Nüssen. Bis bald!

Eine Tüte Jellybeans und Rumkugeln vor einem Küchenmixer

Bestes Rezept meiner Sammlung. Mit Abstand. Und 2016 ganz allein ausgedacht!


Breitscheidplatz: Die Terroristen gewinnen

Berlin Breitscheidplatz, eine sich verselbstständigende Terrorangst und warum unsere Öffentlichkeit in Deutschland grade der feuchte Traum jedes Terroristen ist.

Was wir wissen

(Stand 17:30 am 20.12.2016)
Eine unbekannte Person hat am Abend des 19.12.2016 einen mit Metallstangen beladenen polnischen Lkw von einer Baustelle gestohlen. Der polnische Fahrer wird später erschossen im Führerhaus gefunden, wahrscheinlich beim oder kurz nach dem Diebstahl ermordet. Der Lkw wurde dann wohl gezielt in einen Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin gesteuert. 12 Menschen starben bei dem Vorfall, etwa 50 weitere (plus Dunkelziffer von Leuten, die ihre Verletzungen als nicht erwähnenswert erachteten oder den Ort verließen) wurden verletzt.
In der Nacht wurde ein Pakistani als Tatverdächtiger festgenommen, doch inzwischen hat die Polizei erntzunehmende Zweifel an dessen Täterschaft. Erntzunehmend genug, dass sie zur Vorsicht mahnte.seid-wachsamEs erscheint den Aussagen der Polizei folgend zunehmend wahrscheinlich, dass das Täter unerkannt entkommen konnte. Mit diesem letzten Satz kommen wir aber schon in den Bereich der Spekulation.
Und das ist alles, was wir wissen.
Wir wissen nicht, wer es war. Wir kennen weder ein Motiv noch die Vorgeschichte dieser Person. Wir kennen weder ihre Religionszugehörigkeit, noch ihre Nationalität, noch ihre Kontakte. Es erscheint inzwischen durchaus möglich, dass wir all diese Dinge nie erfahren werden. Der Trubel eines Weihnachtsmarktes kombiniert mit dem Chaos einer solchen Tat machen ein Entkommen leicht denkbar. Und nein, auch bei der Polizei arbeiten keine Magier, auch die wissen im Zweifelsfall nur, was die bei der Tat Anwesenden gesehen und gehört haben.

Was daraus wird

Ich bekam den Vorfall kaum mit, da ich gestern Abend mit Arbeit beschäftigt war, die Übersetzung eines Kochbuchs war abzuschließen. Danach sah ich dann die Meldungen auftauchen, es ginge bestimmten Freunden gut. Schön, dachte ich mir, aber warum diese Mitteilungen? Facebook sagte etwas von einem Anschlag in Berlin. Das war dann der besagte Lkw.
Das Neue Deutschland hat bereits alles geschrieben, was ich zu dieser Facebook-Funktion schreiben könnte, also überspringe ich den Teil und komme zu der seltsamen Faktensetzung.
Zwar ist die Tat technisch gesehen ein Anschlag, jedoch ist dieser Begriff inzwischen so sehr mit Terrorismus verbunden, dass diese Verbindung sofort aufkommt. Alles andere wird als Amoklauf bezeichnet. Doch ob es überhaupt ein terroristischer Anschlag war, das wusste und weiss niemand, ausser dem Hintermenschen oder den Hinterleuten der Tat. Ich wünschte, man wäre mit diesem Begriff um einiges vorsichtiger, denn er schürt Angst und Assoziationen.
Assoziationen aber führen zu Spekulationen. Mal wieder, wie schon in München und beim „U-Bahn-Treter“ wollte so manche/r sofort die Religionszugehörigkeit und Nationalität des Täters kennen und zog daraus weitere Schlussfolgerungen, wobei mit jedem Schritt der Assoziationskette die Verbindung zur Realität geringer wurde.
Und so wurde es IS-Terror, egal ob es darauf überhaupt Hinweise gab. Dass die internationale Presse dies dann so aufgriff und dies wieder nach Deutschland zurückspiegelte, machte es dann noch schlimmer. Die Geschwindigkeit, mit der die Meinungsbildung ins Absurde drehte wurde atemberaubend.

Was zum Geier hat Merkel denn jetzt damit zu tun? Und das ist nicht Fox News oder Russia Today, das ist CNN

Was zum Geier hat Merkel denn jetzt damit zu tun? Und das ist nicht Fox News oder Russia Today, das ist CNN

Das nächste, was ich mitbekam, war die Berichterstattung am Dienstag Vormittag. Die ARD hatte einen Terrorexperten ausgegraben, der vor ein Standbild des Bundestages gestellt wurde. In diesem optisch bizarren Bild wurde besagter Experte dann zu Hintergründen befragt, die er ebensowenig kennen konnte wie irgendwer sonst. Und er antwortete brav mit den Sprechblasen, die so ein Fernsehexperte halt aufbläst, um nicht zugeben zu müssen, dass er auch nicht mehr weiss als alle anderen Berichterstatter. Denn berichtete er nur, was bekannt ist, er hätte maximal fünf Minuten Sendezeit damit gefüllt und noch schlimmer: Nicht dem Publikum nach dem Mund gesprochen. Und das wäre Gift für die Quote gewesen.
Man hätte das lösen können, schließlich hat die ARD ja auch Amokexperten und Stimmungsexperten udn Populismusexperten und Internetexperten, die man hätte zusätzlich befragen können. Hat man aber (meines Wissens) nicht.
Und so verfestigte sich der Mythos vom Terroranschlag zur Gewissheit. Immer noch gab es keine neuen Hinweise dafür, aber da Medien und Politiker ungerne zugeben, nichts zu wissen, bedienten sie den Mythos. Und da auch sie im Strudel der öffentlichen Meinungsbildung steckten, glaubten sie wahrscheinlich auch selbst daran. Ob man es etwa Thomas de Maizière zum Vorwurf machen kann, wenn er öffentlich den Ausdruck „Anschlag“ legitimiert, da bin ich nicht so sicher, auf jeden Fall ist es aber ein Problem.

Warum die Terroristen gewinnen

Terrorismus verfolgt im wesentlichen das Ziel, mit möglichst wenig Einsatz möglichst große Angst zu verbreiten. Das ideale Szenario der Terroristen ist daher, wenn sie in aller Munde sind, ohne überhaupt einen Finger krümmen zu müssen. Das haben sie nun allem Anschein nach erreicht.
Vielleicht waren es Terroristen, ja. Aber hinter jedem „vielleicht“ steckt auch ein “vielleicht aber auch nicht“. Vielleicht war es ja auch ein durchgeknallter Amokläufer.
Wenn wir bei jeder Tat sofort mit vollkommener Selbstverständlichkeit von Terroristen sprechen, dann haben die Terroristen ihr Ziel erreicht.


Sieben am Sonntag 18.12.2016

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Wir starten wieder mit Hintergrundmusik. Diese Woche ein politischer Mottosong für all die Tröten dieser Welt. Es gibt eine Menge Tröten in dieser Welt.

eBook der Woche

Okay, ja, diese Geschichte über mit einem lauten BRUALP! aus dem Unterholz springende Haie, die Menschen verschlingen, ist mit voller Absicht Trash. Aber was bei Filmen einigermaßen geht, tatsächlich guten Trash zu produzieren, ist bei Büchern sehr schwer und so ist Hypershark durchaus eine Leistung.
Und er liefert dann auch alles, was er verspricht, zum Beispiel:

  • Charaktere, so platt wie eine Flunder
  • Witze und coole Sprüche, so platt wie die Charaktere
  • Völlig hirnloses, pseudowissenschaftliches Geschwafel
  • Dialoge, noch hirnloser als das pseudowissenschaftliche Geschwafel

Das ist mal eine echte Leistung. Wie gesagt, ein schlechtes Buch unterhaltsam zu schreiben, das ist eine heftige Aufgabe und das hier ein Meisterwerk dieser. Und ich habe jetzt endlich genug Text geschrieben, damit es das Layout nicht verhaut, also weiter zu…

Dinoding der Woche

godzilla-sweaterIst der nicht herrlich hässlich? Aber mit den Hubschraubern udn Panzern, den ganzen Details, das ist fast schon zu liebevoll gestaltet um als hässlicher Weihnachtspullover zu enden. Doch genau das ist dieses Angebot bei Teespring.
Und ja, Godzilla ist ein Dinosaurier, wenn auch kein echter, das zählt.

Bepflanzung der Woche


This photo of Tengkleng Mba Dyah is courtesy of TripAdvisor
Die Deutsche Welle hatte diese Tage die Geschichte eines Herstellers von Tellern aus Blättern gebracht. Das wurde auf Facebook durchaus kontrovers diskutiert. Eine interessante Entdeckung aus der Diskussion sind aber Pincuks wie oben abgebildet, die aus Bananenblättern gefaltet werden. Und bei den Bananen gibt es ja auch Arten, die in unseren Breiten wachsen können, was das Ganze sehr interessant macht.

Sprachfehler der Woche

Ein glücklicherweise inzwischen dementierter Eintrag, wobei ich die Dementierung auch für beachtlich halte. Ich finde, man sollte bei dem ganzen Gender-Zeug mal einen Gang runterschalten und auch mal akzeptieren, dass es halt nicht für jede/n passt. Es ist eine völlige Überbewertung persönlicher Empfindungen, dafür den sprachlichen Ausdruck so zu verkomplizieren, dass am Ende niemand mehr weiss, was wann wo zu sagen ist. Und das alles nur, weil es niemand gebacken kriegt, sprachliches, gesellschaftliches und biologisches Geschlecht auseinanderzuhalten.
Ach ja, die ursprüngliche Meldung war die Behauptung, in Oxford würde demnächst das neuneutrale Pronomen ze eingeführt.
Dabei gibt es ja schon ein neutrales Pronomen: it. Dass dies im Deutschen problemlos auf Menschen angewendet werden kann („das Kind“) ohne, dass die Betroffenen dadurch als Objekte behandelt würden (ausser natürlich als grammatische Objekte), entkräftet auch schon so ziemlich das einzige Argument dagegen.
Im Ernst, dieser Quatsch geht mir auf den Senkel.

Radanlage der Woche

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Kleve will mit einem „Radschnellweg“ zwischen Kleve und Kranenburg am Aufbau eines landesweiten und länderübergreifenden Netzes von Radschnellwegen mitbauen. Schlussendlich würde der Weg nach Nijmegen in den Niederlanden führen. Der Name stimmt nicht ganz, der Weg ist für diese Bezeichnung mindestens einen Meter zu schmal und die Vorrang der Autos an einigen Kreuzungen geht auch gar nicht, aber immerhin ist es eine deutliche Verbesserung der Wege für größere Strecken.
Hat eigentlich jemand eine Karte mit allen angedachten Strecken auch von kommunaler Ebene? Allein Mönchengladbach hat da ja schon drei zuzüglich der Überlegungen um Garzweiler II. Mir kommt das alles sehr unkoordiniert vor.

Weltraummission der Woche

japan-space-netDas ist KOUNOTORI6, ein unbemanntes japanisches Weltraumfahrzeug, das eine erstaunliche einfache Lösung eines modernen Problems erproben soll. Es ist mit einem Fischernetz ausgestattet, welches Weltraumwale fangen im All herumschwirrenden Abfall und andere Kleinteile im Orbit auffangen soll.
Müll aus vergangenen Missionen ist eine große Gefahr für die moderne Raumfahrt, an deren Lösung alle raumfahrenden Nationen stetig arbeiten. Nun hat die japanische Raumfahrtbehörde JAXA erstmals tatsächlich eine Lösung dafür in einen Erdorbit geschickt.


Sieben am Sonntag 11.12.2016

Willkommen beim Nachfolger der Freitäglichen Fünf. Die Serie hat zuletzt doch sehr gestottert. Das lag zum einen an sehr vollen Frei- und Samstagen, zum anderen aber auch an der Prämisse. Es ist nicht einfach, jede Woche fünf nennenswerte positive Nachrichten zu finden. Vor allem nicht, wenn man in der Woche kaum Zeit übrig hatte, überhaupt näher die Nachrichten zu verfolgen. Und manchmal will man sich auch einfach über manche Dinge aufregen. Mein natürlicher Sarkasmus und die rein positive Ausrichtung ringen immer wieder um Dominanz und das kam in der Reihe auch immer wieder hervor.
Das bedeutet nicht, dass das Format nun negativ wird. Der positive Grundton wird bleiben, aber er wird näher an meiner Herangehensweise an Dinge rücken. Wo auch kathartisches Aufregen einfach dazugehört. Nun gibt es also statt fünf positiver Nachrichten jeden Freitag sieben „X der Woche“ am Sonntag, bei denen es sich um so ziemlich alles handeln kann.
Ich gehe davon aus, dass sich einige davon festigen werden, weil es Dinge sind, die ich ständig mitbekomme – Musik der Woche, eBook der Woche und Dinoding der Woche fallen auf. Ansonsten mal schauen, was draus wird.

Musik der Woche

Erstmal passende Musikunterlegung für den restlichen Artikel. Draufklicken, weiterscrollen.

Rückschritt der Woche

Das in Internetdingen gefürchtete Landgericht Hamburg hat wieder zugeschlagen. Nach dem neuesten Beschluss sind nun also Links auf Urheberrechtsverletzungen selbst als Urheberrechtsverletzungen zu werten.
Der Beschluss selbst liest sich mit seinen durchaus zahlreichen Einschränkungen nicht annähernd so schlimm wie die Berichterstattung dazu, dennoch ist das eine mindestens problematische Entscheidung.

eBook der Woche

Auf Amazon schwirrt eine Menge seltsamer Kram durch die Gegend. Da ich jahrelang eine Plattform für kostenlose eBooks betrieben und dafür täglich die verschiedenen Anbieter abgesucht habe, bekam ich da so einiges von mit und komme auch heute noch ständig daran vorbei. Es reicht von grottenschlechten vermeintlichen Meisterwerken, die man erwarten würde, über religiöse Ergüsse und pseudologische Theorien bis zu reiner Nazi-Propaganda. Aber der amüsanteste Teil sind dabei natürlich die puren Spinner.
Nun ist ein Buch über Elektrosmog ein guter Einstieg, aber damit allein hat sich Stefan Salsa den Eintrag noch nicht verdient. Nein, das sichert ihm einer der zitierten Wissenschaftler, ein gewisser Prof. Konstantin Meyl. Nach diesem googelte ich dann und davon abgesehen, dass er schlichtweg kein Physiker ist, hat der ein paar abgefahrene Theorien zu bieten.
Mein absoluter Favorit ist die Idee, Hühner seien biologisch in der Lage, Kernfusion zu betreiben. Natürlich nicht zur Energiegewinnung, sondern um das für die Eier nötige Kalzium herzustellen. Logisch.

Dinoding der Woche

Aus China stammt ein weiterer spektakulärer Fund im Bereich der gefiederten Dinosaurier. Diesmal ist es ein Stück des Schwanzes eines kleinen Raubsauriers, das im Bernstein erhalten wurde. Es ist nicht die erste Dinosaurierfeder in Bernstein, aber dennoch ein beachtlicher Fund, der viele Informationen über die Entstehung der Feder bergen kann.
bernstein-dinosaurier-schwanz

Armee-Einsatz der Woche

Die Vermessungs- und Liegenschaftenabteilung der US-Armee hat das Projekt einer Pipeline mitten durch das Reservat der Sioux von Standing Rock gestoppt. Das Vorhaben, das die Sioux massiv bekämpften, während die USA mit zunehmender Brutalität versuchten, den Bau durchzusetzen, machte zuvor den Eindruck eines beginnenden Bürgerkrieges — angesichts der Geschichte der USA mit den Amerikanern eine traurige und nicht ganz unwahrscheinliche Fortsetzung der Geschichte.
Es gab sogar eine Vergebungszeremonie usaner Veteranen bei den Sioux.

Sprachfehler der Woche

In Mönchengladbach wird eine neue Büroanlage verbaut mit dem wunderbaren Namen… Paspartou. Nein, ich habe mich nicht verschrieben, das ist der offizielle Name. Er steht so auch in der Pressemitteilung der Stadt, die ich leider nicht verlinken kann, da sie sich in meiner Mailbox befindet.
Ich habe ja die leise Befürchtung, dass auch das ou nur deshalb drin ist, weil jemand im letzten Moment merkte, dass Paspartuh irgendwie so komisch unfranzösisch aussieht. Der Begriff schreibt sich übrigens Passepartout und bezeichnet die Papierrahmung in einem Bilderrahmen. Was das mit Büros zu tun haben soll, weiss ich zwar nicht, aber vielleicht sollte es ja tatsächlich als Wortspiel Paspartout (=„nicht überall“) werden. Wer will das schon wissen? Es gibt auch noch die Bedeutung „Generalschlüssel“, aber das will auch nicht so recht passen.

Rezept der Woche

Super-Kohlenhydrat-Smoothie. Das Bild reicht, den Rest könnt ihr euch selber denken.
Die Jelly Beans sind gelatinefrei, es ist also vegetarisch, wenn auch nicht vegan (Milch, Bienenwachs, Schellack).

Ich sehe kein Problem damit. Ihr?

Ich sehe kein Problem damit. Ihr?


LDK 2016 in Oberhausen, die Zweite

Dieses Jahr gab es zwei Landesdelegiertenkonferenzen (LDK, so nennen u.a. die Grünen ihren Parteitag) in Oberhausen. Von der ersten im September berichtete ich nicht, da ich diese reine Wahlveranstaltung für nicht sooo wahnsinnig spannend hielt. Konnte man ja auch alles online verfolgen. Eine kurze Suche bei Youtube hilft.
Am vergangenen Wochenende dagegen ging es um das Landtagswahlprogramm, also um Inhalte. Das finde ich dann deutlich interessanter.

Viele Kreise, ein Landesprogramm - Bild: Bündnis 90/Die Grünen NRW

Viele Kreise, ein Landesprogramm – Bild: Bündnis 90/Die Grünen NRW


Natürlich kann man auch diese über drei Tage gehende Konferenz bei Youtube nachschauen: Tag 1 (vier Stunden), Tag 2 (zwölf Stunden) und Tag 3 (sechs Stunden). Aber es gibt mehr zu erzählen, als das.

Wahlzeugs

Tag zwei war dann doch zu großen Teilen ein Wahlmarathon, denn ich nach vorne stellen möchte, weil er kurz angesprochen werden kann. Denn es gab mit Peter Walter einen Kandidaten aus Mönchengladbach. Dessen nachdenkliche Wahlrede zur Friedenspolitik gibt es ab etwa 3:27:50 in der Aufzeichnung zum zweiten Tag nachzuhören. Er konnte sich damit auf Platz 30 der Liste zur Bundestagswahl behaupten. Dafür durfte er einen dieser komischen Grabkränze mitnehmen, die wohl den Versuch eines weihnachtlichen Blumenstrausses darstellten.
Wir sind stolz auf unseren Peter!
Daneben gab es noch eine Debatte zur Kandidatur Christoph Butterwegges zum Bundespräsidenten, vorgeschlagen von der Linkspartei. Eine Abstimmung dazu gab es nicht da der Antrag zurückgezogen wurde. Ich habe mir die letzten Tage eine Meinung zu Butterwegge gebildet: Butterwegge ist fraglos ein Populist, allerdings genau die Art von Populist, die wir grade dringend brauchen. Einer, der deutliche linke Positionen zurück in eine verneoliberalisierte Bundesrepublik bringt, die es zu diskutieren lohnt.

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