In eigener Sache: Umbauarbeiten im Blog

Dieses Blog ist jetzt schon ein paar Jahre in dieser Form online. Es waren genug Jahre, denn inzwischen stoßen einige Elemente seines Designs an die Grenzen eines im freien Markt für eine breite Nutzergruppe verfügbaren Themes. Meine Nutzung des Blogs hat sich verändert, meine Ziele mit ihm haben sich teils verändert, teils konkretisiert. Daher werde ich das Blog in nächster Zeit so umfassend umstellen wie seit Bezug der aktuellen URL nicht mehr.

Ich werde das nicht auf einen Schlag tun, wie so viele Seiten, die über Nacht ein vollkommen neues Erscheinungsbild erhalten. ich mag diese Art der Veränderung nicht, weil sie alte Nutzer vor den Kopf stoßen kann. Vielmehr werde ich nach und nach Elemente anpassen, auch ein wenig mit technischen Möglichkeiten rumprobieren, die ich bisher noch nicht genutzt hatte.

Dreh- und Angelpunkt der meisten Änderungen wird die Seite mit den Links zu meinen Büchern sein. Aktuell ist die Situation die, dass die schiere Anzahl an Links zu den verschiedenen Verkaufsstellen beginnt, das Layout der Seite zu sprengen. Die Einträge für die Bände der Meilensteine der Evolution sind komplett durcheinandergewirbelt, der Eintrag für Science-Fiction schwebt mitten in der Luft, es ist alles ziemlich suboptimal. Davon ab wird die Seite auch länger als sie sein sollte. Ich will möglichst viel Inhalt möglichst schnell zugänglich halten und das ist etwas, was in den nächsten Monaten immer wichtiger wird, während sich mein Angebot an Titeln vergrößert.
Ich habe dafür eine Lösung im Kopf, aber diese erfordert die Einführung neuer technischer Möglichkeiten, die ich zum Teil erst noch ausprobieren muss. Und wenn ich da schon bei bin, kann ich halt auch gleich das Design des Blogs etwas aufräumen, es haben sich mit der Zeit sehr viele raumgreifende Elemente angesammelt, was die Navigation nicht einfacher macht.

Insgesamt strebe ich ein Design an, das deutlich mehr Fokus auf die Inhalte und weniger auf Navigation und sonstige Seitenfunktionen setzt.
Das Ergebnis sollte technisch moderner, schneller, übersichtlicher und einfacher zu nutzen sein als die jetzige Seite. Ein paar neue Funktionen und Inhalte gehen damit natürlich auch gleich einher.

Bis zum Jahreswechsel sollten alle Veränderungen durch sein. Dann gibt es neue Navigation, eine erneuerte Präsentation der Bücher, ein paar damit verbundene neue Inhalte und neue Funktionen. Macht Erinnerungs-Screenshots, so lange es noch geht! Ich bin dann mal mit On-Mouse-Over-Effekten, Pop-Ins (nicht für Werbung oder Umfragen!) und dynamischen Header-Designs experimentieren. Das wird lustig
Und wenn ich dazu noch komme, räum ich auch gleich das Blogdesign für Smartphones auf, das ist durch die Seitenleiste ein wenig überfrachtet.

Nachtrag, 7.12.2014
Okay, vielleicht wird sich doch etwas mehr ändern, als angedacht. Mir sind im Laufe des Tages einige Ideen gekommen, die ich noch nirgends für ein WordPress-Blog umgesetzt gesehen habe, die zugleich aber sehr attraktiv sind. Ja, ich habe momentan Spass mit dem Experimentieren. Die ersten Neuerungen kommen in den nächsten Tagen im Blog an.


Freitägliche Fünf 5.12.2014

Fünf positive Dinge aus den vergangenen sieben Tagen, jeden Freitag. Jetzt schon zum dritten Mal zu füllen geschafft. Yay!

1. Es ist nicht einfach, in der gegenwärtigen Zeitungslandschaft guten Wirtschaftsjournalismus zu finden und im Wirtschaftsteil kann man die Suche gleich ganz aufgeben. In der FAZ gab es diese Woche mal eine Perle klugen Wirtschaftsjournalismus. Im Feuilleton in einer TV-Kritik, denn fast nur noch dort kann man heute noch Kluges über die Wirtschaft sagen, aber immerhin. Unbedingt lesenswert.

2. Hier mal eine kleine Doku. Für am Thema Nachhaltigkeit interessierte nicht viel neues, aber dennoch ist es eine guter Rundumschlag zur Einführung ins Thema.

3. Ich habe einen hübschen Schrank vom Sperrmüll gezogen. Mehr oder weniger Sperrmüll, er stand vor einem leergezogenen Haus mit allerlei Brettern und einem Schild „zu verschenken“. Ein Regal, das sehr schön zu meinem Plan passt, den Schreibschrank durch ein Stehpult zu ersetzen — bis jetzt fehlte es mir dazu an Stauraum für die bisher im Schreibschrank aufbewahrten Bücher und Utensilien.
Nachdem ich ihn etwas über einen Kilometer durch die Nacht geschleppt habe kann ich auch klar bezeugen, dass das Regal stabil und schwer ist. Das sollte ein wenig halten.
Ein sehr schöner Zufallsfund auf dem Weg zur Fraktionssitzung und somit das wahrscheinlich beste, was eine Fraktionssitzung mir in den letzten Monaten gebracht hat.

4. Ich mag es, wenn Menschen große Probleme mit simplen Ideen angehen, die einen Tick ausserhalb der „normalen“ Denkweisen liegen. Der Gedanke hinter der Grazing Revolution ist ein solcher: Wir haben wachsende Wüsten? Dann gehen wir doch hin und machen aus der Bekämpfung des Wüstenwachstums ein Geschäft. Gezielte Viehwirtschaft soll die alten Tiergemeinschaften der Steppen simulieren. Sie weiden auf spärlich bewachsenem Boden, kacken dort, wodurch der Boden gedüngt und fruchtbarer wird, was stärkeres Wachstum von Pflanzen mit sich bringt.
Das Buch ist mehr eine Autobiografie mit Fokus darauf, wie der Autor den Plan auf seiner eigenen Farm in Simbabwe umgesetzt hat, aber es ist schon allein interessant, diesen Ansatz anzustoßen.

5. Die Uni von Bristol bringt uns einen Schritt näher an Formenergie. Mit gezielt projizierten Schallwellen erzeugen sie bei Hologrammen die Illusion, diese böten beim Berühren Widerstand. Ganz im Ernst, die Hologrammtechnologie ist fortgeschrittener, als ich gedacht hätte, bleibt aber bisher abgesehen von Gorillaz-Konzerten in den Laboren versteckt. Wobei, Gorillaz-Konzerte gibt es auch nicht mehr, oder?

Runner-Up
Heute hatten wir bei Grünens das inzwischen zur Tradition herangewachsene Packen von Präsenttüten zu Nikolaus, welche dann am 6. Dezember in den Flüchtlingsunterkünften der Stadt an die Kinder verteilt werden. Hat wie immer Spass gemacht, in der kleinen Gruppe zu packen und die Schenkaktion vorzubereiten.


Apnoe-Flachköpper: Rezension zu Free Rainer

Dank Netflix sehe ich in letzter Zeit einige Filme, die ich schon lange schauen wollte. Einer davon war Free Rainer. Es kommt selten vor, dass ich zu einem konsumierten Medium nachher so viel sagen will, dass ich dafür einen Blogbeitrag bemühe. Free Rainer ist ein solcher Fall, einfach, weil er so ein seltsames Erlebnis war, zugleich aber auch unfreiwillig einige Probleme der gegenwärtigen Kulturdiskussion veranschaulicht.

Die Geschichte
Rainer ist der verkokste Produzent von strunzdämlichen Unterhaltungssendungen beim Privatsender TTS, einem hauchdünn verpackten Klon von RTL2. Nachdem er einen Anschlag schwer verletzt überlebt, kommt er als veränderter Mensch zurück – seine Fieberträume und die Geschichte der Attentäterin Pegah bringen ihn zu der Erkenntnis, dass seine Produkte den Menschen und der Gesellschaft insgesamt geschadet haben. Sein Versuch, eine Sendung mit mehr Anspruch ins Programm zu bringen, scheitert kläglich und er kündigt beim Sender, um der Ursache für die Volksverblödung durch das Fernsehen auf den Grund zu gehen: Den Quoten.
Nachdem er herausfindet, dass die Quoten tatsächlich die Sehgewohnheiten einiger weniger gemessener Haushalte darstellen, entwickelt er einen neuen Plan. Mit Hilfe einer kleinen Gruppe Arbeitsloser (und des paranoiden Sozialphobikers Philipp) manipuliert er die Einschaltquoten, um niveauvolle Sendungen plötzlich profitabel erscheinen zu lassen.

Kritik
Free Rainer anzuschauen ist ein seltsames Erlebnis. Man sieht ihn und während der Abspann läuft ist da dieses angenehme, warme Gefühl, etwas gehaltvolles gesehen zu haben. Kulturkritik, die Entwicklung der Vorstellung einer besseren Welt, nah genug an der unseren um wahr zu werden, ein Hoffnungsschimmer der Möglichkeiten, eine Eulenspiegeliade. Die Mischung aus konsensfähigen Überzeugungen (Marke „Reality TV ist scheisse und verblödet“), Humanismus (Der Mensch ist zu besserem fähig, man muss ihn nur anstupsen) und der Regisseur Weingartner eigenen Revolutionsromantik (noch deutlicher im Vorgänger Die fetten Jahre sind vorbei) ist die perfekte Droge für so manchen eher links gesinnten Geist. Dieses warme Gefühl, das da entsteht muss in etwa das sein, was andere beim Betrachten eines Heimatfilms empfinden, nur halt mit Revoluzzer- stat Alpenromantik.
Für einen Moment. Dann kommen die Fragen. Dann kommt die Erkenntnis, dass diese ganze Kulturkritik doch sehr simpel gestrickt ist.
Es sind anfangs nur kleine Misstöne, die man im Film bemerkt, aber als Nebensätze übersprungen hat. Dass der Film ein paar mal Schwarz-Weiss-Bild als visuellen Hinweis auf hohen kulturellen Wert des neuen Fernsehprogramms nutzt — geschenkt. Dass die Mathematik erschreckende Salti schlägt, wenn bei einem Prozentanteil ein Balken schrumpft, ohne dass andere steigen — na gut, das ist halt kein Film über Mathematik. Immerhin wird das Fernsehen ausgewogen dargestellt: Gutes wie schlechtes Programm existieren, das Medium selbst kann auf verschiedene Arten genutzt werden.
Aber schon da ist dieser kleine Moment, den der Film anschließend übergeht. In einer Diskussion, welche Programme gut sind, wirft einer der engagierten Arbeitslosen American Chopper ein. Im Film ist es nicht mehr als ein Gag, aber der wahre Kern geht dabei unter: Qualität ist zu großen Teilen subjektiv. Des einen Prollo-Mist auf Sendern wie DMax ist des anderen Arte-Äquivalent. Und warum eigentlich nicht? Einem Kunstkritiker eine Folge der Chrom anbetenden amerikanischen Motorradfans vorzuführen wäre ein ebenso amüsantes wie potenziell fruchtbares Experiment. Was genau macht einen Picasso (oder wegen der industriellen Reproduzierbarkeit vielleicht passender, einen Warhol) eigentlich wertvoller als eine Harley Davidson? Den Film interessiert die Frage nicht weiter. Aber das ist schon in Ordnung, denn der Film lässt für eine solche Diskussion keine Zeit, sie den Rezensenten zu überlassen ist wahrscheinlich kein Fehler.
Dann jedoch kodiert der Film weiter den Kontrast zwischen guter und schlechter Kultur. Kann man machen, wenn man über Inhalte spricht. Das aber tut Weingartner nicht. Er arbeitet mit Oberfläche. Bücher und die Oper werden als Indikatoren dafür benutzt, dass es der Kultur besser gehe. Videospiele und Musicals sind die Stellvertreter verdummender Unkultur. Während das Fernsehen differenzierte Betrachtung erhält, tauchen am Rande andere Medien als gänzlich gut oder schlecht auf. Sie sind auf Schlüsselreize reduziert, die ebenso unterkomplex die angelernten Reflexe der Zielgruppe auslösen, wie es jenes schlechte Fernsehen tut, dem der Film dies vorwirft. Dass der Großteil aller Bücher (auch aus den Verlagen) nach den meisten Maßstäben Schund ist, dass Videospiele sich mit ihren ganz eigenen narrativen Möglichkeiten zunehmend neben den anderen Kunstformen etablieren, fällt da unter den Tisch. Oper=Gut, Musical=Schlecht ist sogar eine Unterscheidung, die man nur treffen kann, wenn man ordentlich aus Vorurteilen schöpft (mir ist noch nicht mal klar, was genau der Unterschied sein soll).

Free Rainer leidet damit an Halbreflektiertheit. Der Film hat das sprichwörtliche Herz am rechten Fleck, trägt aber in sich die Saat dessen, was er kritisiert. Das Ansprechen von Schlüsselreizen in der Zielgruppe, letztlich die Grundlage, auf der das gerne kritisierte Schrottfernsehen es schafft, so viele Zuschauer anzuziehen: Es konzentriert sich auf die Schlüsselreize seiner (allerdings viel größeren) Zielgruppe.
So kann sich der links geneigte Zuschauer dem warmen Gefühl in der Brust hingeben, er habe grade etwas profundes, wahres, revolutionäres gesehen. Und wird damit selbst Opfer der Einlullung in einfache Denkmuster.
Es gibt nichts, was Free Rainer wirklich hinterfragt. Der Film baut Vorurteile des Kultursnobismus zu einer angenehmen Gutenachtgeschichte für die Anhänger eben jener.

Damit illustriert Free Rainer das Hauptproblem der gegenwärtigen Kulturdebatte: Es wird nur noch mit Vorurteilen umhergeschmissen. Diese und jene Medienerscheinung verblödet, jene andere hingegen ist richtige Kultur, was auch immer das eigentlich sein soll. Der gesamte Kulturbetrieb ist zu einem an mangelnder Selbstreflexion leidenden Zirkus geworden, dessen Publikum sich nur zu bereitwillig von einfachen Erzählungen einlullen lässt.

Aber wisst ihr was: Das geht in Ordnung. Das angenehm warme Gefühl in der Brust beim Ansehen einer Schmonzette ist durchaus ein Wert für sich, wenn man ihn zu dosieren weiss. Angenehme Gefühle dieser Art sollen ja sogar das Leben verlängern. Ob dieses Gefühl nun aus der Hochzeit am Ende oder der erfolgreichen Revolution folgt, ist dabei allerdings nur eine Frage von Nuancen. Beides ist in der selben Weise Schmonzette.

Andererseits, wenn ich mir die Verwendung von Musik im Film ansehen, die gerne mal dem Publikum vorschreibt, was es grade zu empfinden hat, kann es durchaus auch sein, dass das Regisseur Weingartner durchaus bewusst ist.


Freitägliche Fünf 28.11.2014

Gar nicht so einfach, jede Woche fünf Dinge zu finden, die man in den letzten sieben Tagen gut fand.

1. Schon zwei Jahre alt, aber ich habe erst jetzt davon gehört: Das Konzept für eine flügellose Windkraftanlage mit höherer Leistung und zur Schonung fliegender Tiere. Die tunesische Firma hinter dem Projekt läuft noch und arbeitet weiter daran.

2. Die erste kommerzielle Lieferdrohne der Welt ist im Dienst. Sie liefert Medikamente und ähnliche Güter an die Nordseeküste Juist. Ich mag diese Momente, wenn die besten Aspekte der Zukunft zur Gegenwart werden. Und das wurde ja auch mal Zeit, immerhin sind wir schon deutlich über das Jahr 2000.

3. Apropos Zukunft: Die Pläne der NEW, Kleinwindkraftanlagen zu testen, find ich ebenfalls klasse. Ob da jemand auf mich gehört hat, weiss ich nicht, aber wenn ja, können die das ruhig öfter tun.

Er [Prof. Markus Schröder] betonte aber auch, dass die kleineren Windräder nur eine Ergänzung zu den größeren sein können

Nun, das wird schon. Denn der meiner Meinung nach nächste Schritt zu einer umweltverträglichen und für alle Nutzer von Großkonzernen unabhängigen Energieversorgung ist Wege zu finden, wie Verbrauch und Eigenproduktion zusammengebracht werden können. Vorzugsweise durch bessere Wirkungsgrade bei Erzeugung und Verbrauch. Die gewaltigen Erfolge in der Lampentechnologie geben den Takt vor.

4. Auch wenn ich an der Kommentarsektion verzweifeln könnte, da es laut diesen offenbar schon autofeindlich ist, die Begrifflichkeit „autofreundliche Stadt&dquo; nicht mehr auf Plakaten zu nutzen: Schön, dass Mönchengladbach sich nicht mehr mit seit den 1970er Jahren veralteten stadtplanerischen Konzepten schmückt.
Wir sind leider in einer Stadt, in der die Leute zu glauben scheinen, die Römer hätten die Straße in Erwartung der baldigen Erfindung des Automobils erfunden, denn nur für diese sind Straßen da. Da muss man sich auch mal über Trippelschritte freuen.

5. Lindsey Stirling. Ja ich weiss, nach einer Zeit hört sich alles von ihr irgendwie gleich an. Das ist so eine Eigenschaft von Geigenmusik (und Dubstep) allgemein. Aber momentan ist es noch nicht so weit.


Freitägliche Fünf 21.11.2014

Ich klau heute mal eine Idee von Lucy Aslan, die Friday Five. Die Idee ist, jeden Freitag fünf Dinge zu posten, die einem in den sieben Tagen zuvor besonders gefallen haben.
Ich mag das zum einen, weil es das Blog aktiv hält und zum anderen, weil es ein positiver Ansatz ist, auf die Woche zurückzublicken. Und ich habe mir das Ziel gesetzt, positiver und proaktiver zu werden. Und zwar für die gesamte zweite Hälfte dieses Jahrzehnts. Aber dazu zum Jahreswechsel mehr, jetzt erstmal die ersten Freitäglichen Fünf:

1. Die rechts zu sehende exotische Sichtung auf dem Bismarckplatz begeisterte mich am Montag abend. Ich habe das zwar schon zuvor gesehen, da aber kein Handy dabeigehabt. Angeblich sollen die Pizzas bei Joey’s recht mies sein, aber das ist mir relativ wurscht. Wichtig ist meines Erachtens, dass in unserer Stadt an prominenten Plätzen solche Bilder auftauchen. Bildern bewirken viel in der Veränderung einer Stadt zum Besseren.

2. Die kleine Stadt Montforte de Cid setzt in Zukunft Pferdekutschen für die Müllabfuhr ein. Ich finde das großartig. Mit den steigenden Treibstoffpreisen verändert sich die Wirtschaftlichkeit von Technologien. Die einst extrem billigen Verbrennungsmotoren können nicht länger mit den Nutztieren mithalten. Und da die Müllabfuhr ohnehin eine für Motoren sehr verschleissreiche Fahrweise haben (Fahren-Stopp-Einladen-Fahren-Stopp…), ist dies ein absolut sinnvoller Schritt für Stadtsäckel und Umwelt.
Bei Facebook wies mich Dieter Rink darauf hin, dass es solche Kutschen auch in der Steiermark gibt.

3. Ich habe meine tägliche Schreibleistung (zählt nur eigene Projekte, keine Auftragsarbeiten) stabil über 1.000 Wörter gehievt. Da bin ich mal recht zufrieden mit mir. Nächstes Ziel: 1.000+500 (Neuprojekte und Bearbeitungen älteren Materials).

4. Daniel Schlagmann stellte im Ladenlokal in Mönchengladbach das Konzept der Gemeinwohlökonomie vor. Das Grundkonzept ist eine Bewertung von Firmen nach ihrem Nutzen für die Allgemeinheit und eine Förderung von Verhalten und Produkten, die dem Gemeinwohl dienen: Transparenz, Arbeitnehmerbeteiligung, Kooperation, Produktionsweisen mit möglichst wenig Umweltverschmutzung und Ausbeutung, all diese Dinge.
Das Konzept hat seine Schwachpunkte wie etwa die starke Subjektivität von Gemeinwohl, aber es ist wenigstens ein Ansatz, der wegführt von der Orientierung daran, sinnlos immer mehr Geld anzusammeln.

5. Erneut eine sehr gute Folge der Anstalt, wenn ich auch das Gefühl hatte, dass die drei Gastkabarettisten bei ihren Solo-Auftritten das Niveau eher zu senken bemüht waren. Ausserhalb dieser durfte Marc-Uwe Kling allerdings etwas glänzen („Ich schreibe kapitalismuskritische Bücher, die sich super verkaufen“). Es war aber auch ein komödiantisch undankbares Thema mit der Einwanderung.
Dennoch grandios: Ein zunehmend begeisterter DDR-Grenzer kriegt Frontex erklärt und der Auftritt am Ende. Die allein machen das Ganze sehenswert. Hier zum Beispiel:


eBook-Genreranking 16.11.2014

Eine der häufigsten Fragen von Selbstverlegern im eBook-Bereich ist, welche Genres sich am besten verkaufen. Und entsprechend viele Methoden wurden entwickelt, diese Frage zu beantworten. Sei es der Bestsellerrang des bestverkauften Werkes, der Anteil der Genres an den Bestsellerlisten, das Ergebnis von Umfragen oder einfach die Voreingenommenheit des Feuilletons. Mir erscheint das alles wenig brauchbar, weil es jeweils auf zu wenig Daten beruht und schnell von einzelnen Titeln und Autoren, die im Trend liegen, aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann.
Also habe ich noch eine Methode mitgebracht. Die ist hauptsächlich für meine eigene Marktübersicht gedacht, aber wenn ich das schon mache, kann ich es auch gleich noch um ein paar Genres ergänzen und dann das Blog damit füllen.

Die Idee ist, die Top100 jedes Genres zu nehmen und zu schauen, wo die jeweilige Nummer 1 und Nummer 100 in den Gesamtverkaufszahlen stehen. Damit habe ich einerseits den Rang des erfolgreichsten Buches, kann aber auch sehen, ob es sich bei diesem nur um einen Ausreisser handelt. Ich nutze hierfür Kindle, wiel die Daten von dort besonders einfach zu bekommen sind.
Kurzgefasst kann man sagen: Je höher die Nummer 1 im Gesamtranking und je geringer der Abstand zur Nummer 100, desto besser. Verfolgt man das über mehrere Wochen, sollten durch die schiere Datenmenge Trends erkennbar und statistische Spitzen abgefangen werden.
Ungefähr so:

Belletristik
Die Belletristik läuft ausser Konkurrenz, da es in Deutschland nicht üblich ist, diese als Genre zu betrachten. Das führt dazu, dass sich in ihr Bücher diverser Genres wiederfinden, etwa nahezu das komplette Romantik-Abteil. Eine echte Genre-Zuteilung ist für diesen Teil der Literatur nicht mit vertretbarem Aufwand möglich, da das Genre stilistisch definiert ist und somit jedes Buch einzeln bewertet werden müsste.
Am ehesten entspricht der Belletristik bei Amazon die Kategorie „Gegenwartsliteratur“.
Und hier ist auch schon der Beweis. Die #1 ist zugleich der Bestseller bei den Liebesromanen, die #100 kommt im gesamten Kindle-Shop auf Rang 277. Damit wäre die Gegenwartsliteratur das zweit-erfolgreichste Genre auf Kindle, da es aber viele Vertreter der Genreliteratur (vor allem Liebesromane, Thriller, Krimi) mit umfasst, wäre alles andere auch sehr erstaunlich. Seine Top100 sind im Grunde eine Mischung aus den Top20 aller normalerweise in der Gegenwart spielender Genres. Das ist so ziemlich alles ausser Science-Fiction, Fantasy und historischem Roman.
Aber hey, vielleicht kann ja jemand etwas mit diesen Daten anfangen, vielleicht gibt es irgendwann in Zukunft sogar mal eine echte Überraschung und die gesamte Leserschaft stürzt sich auf Science-Fiction, hier sind sie also.
Dennoch interessant: Platz 100 ist übrigens mit 14,99 € das teuerste eingeflossene Buch im Bereich Fiktion. Der erste Platz ist von einer Selbstverlegerin belegt.

Liebesgeschichten
Kommen wir zum ersten echten Genre.
Wie gesagt ist Zauberhafte Weihnachten von Daniela Felbermayr zugleich der Bestseller in der gesamten Gegenwartsliteratur. Das ist ein guter Start für ihr Genre. Im gesamten eBook-Angebot nimmt es Platz 3 ein. Das andere Ende bildet Karola Löwensteins Gloomy Passion auf Rang 182. Das bedeutet, mehr als die Hälfte der Romantik-Top100 sind zugleich in den Gesamt-Top100. Selbst alle anderen Genres zusammen können ein solches Ergebnis nicht übertreffen.
Allerdings wirkt das durch Bände mit mehreren Genres auch in andere Listen hinein: Die Nummer 8 unter den Liebesgeschichten findet sich als Nummer 1 in der Fantasy wieder. Doch dazu später mehr.
Es ist kein Geheimnis dass Romantik auf dem Kindle gut läuft, dieses Ergebnis erstaunt mich dann aber doch. Übrigens ist das noch ohne den ebenfalls sehr lukrativen Bereich der Erotik, da viele Werke aus diesem genre einer eigenen Erotik-Kategorie angehören. Bücher in der Kategorie „Erotik“ erhalten keinen Gesamtverkaufsrang, das ist Amazons Methode, die Bestsellerlisten „sauber“ zu halten.

Krimi/Thriller
Amazon packt beide Genres in eine Kategorie. Da die beiden aber auch nur sehr schwer zu unterscheiden sind, ist das wohl besser so. Sonst müssten wir uns nur streiten, wie legitim die Einordnung einzelner Bücher ist. Davon hat keiner was.
Hier haben wir ein beispiel für einen (allerdings nur sehr leichten) statistischen Ausreisser, den unsere Methode auflöst: Es handelt sich „nur“ um das zweit-erfolgreichste echte Genre (also ohne die Gegenwartsliteratur zu zählen), aber der Bestseller des Genres, Roger Stelljes‘ Die Minnesota-Verschwörung ist zugleich das zur Erhebungszeit meistverkaufte Kindle-Buch überhaupt. Diesmal kein Selbstverleger, aber fast, es handelt sich um die von Amazon angefertigte Übersetzung eines amerikanischen Selbstverlegers. Erstaunlicherweise der einzige deutschsprachige Titel dieses Autors.
Auf Rang 100 begegnet uns eine kleine Überraschung. Robert Galbraith ist Fantasy-Fans besser unter dem Namen Joanne K. Rowling bekannt. Auch wenn Rowlings Ausflug in den Krimi nicht als ihr Meisterstück gilt, ist es doch erstaunlich, dass sich 99 andere Werke, darunter vornehmlich Selbstverleger, vor sie stellen können. Insgesamt ist das eine nur hier und dort mit bekannten Namen gesprinkelte Liste. Dan Brown, Nele Neuhaus und Charlotte Link tauchen auf, spielen aber keine so große Rolle. Die großen Endlos-Serien aus der Bastei spielen überhaupt keine Rolle. Das war zwar auch bei den Liebesgeschichten so, aber angesichts der Größe von Namen wie Jerry Cotton überrascht es dennoch – bei den Romanzen finden sich wenigstens ab und an bewährte Marken wie Julia und Cora.

Fantasy
Immerhin noch auf die 16 im Gesamtangebot bringt es Mella Dumonts Fantasy-Bestseller Himbeermond. Dass das Buch gleichzeitig in der Liebes-Kategorie steht und dort auch gleich Rang 8 belegen kann, hilft sicherlich. Ihr Gegenstück am Hinterende der Top100 trägt den verwirrenden Titel HEROES Jägerherz – Hunter: Jägerherz – Hunter, bei dem ich nicht sicher bin, was nun der Untertitel wovon ist. Allerdings hat es auch hier Romantik-Elemente einschließlich eines Covers, welches so sonst nur in Erotik und Romanze auftaucht. Es erreicht im Gesamtvergleich nur noch die 970. Der Abstand zur den beiden größten Genres ist also schon sehr deutlich.
Die Ähnlichkeit der beiden Vertreter täuscht allerdings: In der Fantasy findet sich ein sehr lebendiges Gemisch von Subgenres, von denen keines echte Dominanz zeigt. Da steht romantische neben düsterer und diese dann neben epischer Fantasy. Urban Fantasy ist allerdings seltener vertreten, als einen der Hype glauben macht. Auffällig ist, dass die einzelnen Bände von Serien in der Fantasy regelmäßig sehr nah beieinander liegen. Nicht nur verkaufen Serien sich in der Fantasy gut, sie verkaufen sich auch noch am Stück.

Science-Fiction
Wieder mit ordentlichem Abstand kann Markus Sakeys Die Abnormen die SF-Charts anführen. Platz 40 ist es geworden, mit Sarah Marie Kellers Ein schwarzes Feuer am anderen Ende auf 2.880. Und als wäre das für SF-Autoren noch nicht unschön genug, sind die Top100 auch noch von einer einzigen Serie durchsetzt, mit der man mithalten muss. Ja natürlich, Perry Rhodan in all seinen Iterationen samt Spin-Offs und Sonderbänden. Perry Rhodan; Perry Rhodan Neo, Atlan… gegen den unsterblichen Unsterblichen ist in der deutschsprachigen Science-Fiction kaum ein Kraut gewachsen. Insgesamt laufen auch in der SF Serien gut, verteilen sich dabei aber anders als in der Fantasy über die kompletten Top 100.

Horror
Hier ist der zweite große Ausreisser in der Statistik. Andreas Adlons Bestseller im Horror schafft es insgesamt auf Platz 6. Im steht eine Ausgabe von Bram Stokers Dracula (!) entgegen, die es nur auf Rang 3.380 schafft. Das ist allerdings wenig überraschend, Horror war immer schon ein Genre mit einer solch seltsamen Zusammensetzung – einerseits verkauft er sich schlecht, andererseits macht er einzelne Autoren zu Millionären. Wahrscheinlich sähe es noch schlechter aus, wenn diverse Endzeit-Geschichten, die im Horror auftauchen, der Science-Fiction zugeschlagen würden.

Fachbücher
Wem Horror zu populär ist, dem seien Fachbücher ans Herz gelegt. Die reichen von Platz 442 (Michael Lietser: Endlich selbstbewusst!) bis zu 4.350 (Alice Miller: Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst). Mit wenigen Ausnahmen sind das alles Ratgeber zu diversen Themen: Hilfe mit dem iPhone, Hausapotheke von seriös bis Homöopathie, jede Menge Selbstbewusstsein, Geld verdienen, Inspirationen und sonstige Selbsthilfe.
Das sind durchaus noch lukrative Ränge, aber man kann durchaus sagen, dass bei den Fachbüchern nur Geld verdient, wer es unter die ersten 100 schafft. Alles dahinter ist grob überschlagen Groschenpicken.

Naturwissenschaften & Technik
Wo wir grade beim Groschenpicken sind: Nur wahnsinnige und überzeugte gehen in diese Kategorie. Ich sage abe rnicht, zu welcher der beiden Gruppen ich zähle. Dr. Claudia Berger kann noch auf 1.075 warnen: Im Darm steckt der Tod. Das Grundwissen Mathematikstudium wird dagegen auf 10.045 vermittelt. Das bedeutet nach meinen Erfahrungen weniger als ein verkauftes Exemplar am Tag. Dass es zudem ein eBook mit einem Preis von 46,99 € in die Top100 schafft, dürfte als ähnlich große Warnflagge gelten: Wer mit eBooks Geld verdienen will, sollte sich tunlichst von den Naturwissenschaften fernhalten.

Fazit
Noch sind es nur sehr wenige Daten, aber es bestätigt sich, was andere Verfahren sagen: Romantik beherrscht den Kindle-Markt wie nichts sonst, andere Genres der Fiktion folgen mit merklichem, aber überwindbarem Abstand. Sachbücher dagegen sind für die Einkommen ihrer Verfasser eine Katastrophe mit sehr wenig Hoffnung auf nennenswerten Profit. Horror hat aktuell eine seltsame Verteilung in den Verkaufsrängen – insgesamt schwach mit einigen wenigen sehr starken Autoren im vorderen Bereich.
Mal sehen, wie die Trends in den nächsten Wochen laufen.

Daten erhoben am Sonntag, 16.11.2014 um ca. 20 Uhr


Dino-Dienstag 12

Es war ein paar Wochen relativ ruhig in der Paläontologie. Nach einem aufregenden Sommer durchaus verdient, 2014 hat bereits eine beachtliche Anzahl neuer Funde und Erkenntnisse erbracht. Aber jetzt hat sich wieder genug angesammelt, dass sich ein neuer Dino-Dienstag lohnt.
Also dann:

Zaraapelta nomadis, Bild: Danielle Dufault/University of Alberta

Zaraapelta
Dieser auffällig geschmückte junge Herr ist Zaraapelta nomadis, ein neuer Ankylosaurier aus der Mongolei. Das Tier ist selbst für einen Ankylosaurier ungewöhnlich stachelig und hat daher einen Namen, der sich aus dem Mongolischen für „Igel“ und dem bei Ankylosauriern häufig verwendeten „pelta“ (Schild) zusammensetzt.
Und weil es ein schönes Porträt dazu gibt, bekommt er auch einen eigenen Eintrag und nicht nur eine Kurzmeldung weiter unten.

Laurasia und die kambrische Explosion
Vor etwa 530 Millionen Jahren erschienen überraschend plötzlich gewaltige Massen neuer Arten auf der Erde. Wie plötzlich genau der Vorgang war, ist umstritten, Tatsache ist aber, dass in vergleichsweise kurzer Zeit die Weichtierwelt der vendischen Fauna durch Lebewesen mit Panzern und Skeletten ersetzt wurde – Trilobiten, Krebse, Stummelfüßer, kieferlose Fische und völlig fremdartige Lebewesen wie Anomalocaris. In der kambrischen Explosion finden sich die Vorfahren praktisch aller heute lebenden Tiergruppen, von den Ringelwürmern bis zu den Wirbeltieren.
Einen Erklärungsansatz liefert dazu eine Untersuchung der University of Texas, Austin. Demnach lieferte der Aufbruch des Iapetus-Ozeans die nötigen Bedingungen für die kambrische Explosion – plötzlich gab es gewaltige flache Meeresregionen, in denen eine Vielfalt von Lebewesen gedeihen konnte. Flache Meere sind fast immer mit einer größeren Vielfalt an Arten ausgestattet als tiefe Meere, einfach weil sie abwechslungsreichere Lebensräume mit mehr möglichen Nischen für neue Arten darstellen. Tiefe Meere hingegen bestehen nur aus gewaltigen Mengen Wasser mit einem Grund so weit unter der Oberfläche, dass dort kaum noch etwas leben kann – die Anzahl der ökologischen Nischen ist dort deutlich geringer als in den abwechslungsreichen Küsten- und Flachmeeren.
Der Iapetus verschwand später wieder, als die Kontinente sich zu Pangaea zusammensetzten. An seiner Stelle entstand beim erneuten Aufbrechen des Superkontinents der Atlantik.

Kopulierende Microbrachius. Nichts zu danken. Bild: Brian Choo/Flinders University

Etwas Fischporno
Ich erhebe ja inzwischen keine Trafficdaten mehr, weil die mir nutzlos erscheinen, aber von damals, als ich noch welche analysiert habe, weiss ich, dass ich grade ein lang gesuchtes Fetisch bedienen kann: Hier bitte, fickende Fische.
Okay, ja, hier ist eine echte wissenschaftliche Entdeckung hinter. Kurz gesagt sind Penisse und ähnliche Strukturen bei Wirbeltieren deutlich älter als bisher gedacht. Microbrachius, bei denen das Organ gefunden wurde, gehören zu den ältesten Fischen mit Kiefern. Der Fund deutet an, dass Fisch zuerst externe Geschlechtsorgane für die Männchen entwickelten und die bei modernen Fischen häufige Befruchtung ausserhalb des Körpers eine neuere Erfindung ist.
Das bedeutet, dass die interne Befruchtung bei den Wirbeltieren mehrfach entstanden ist und auch mehrfach wieder abgeschafft wurde. Ja, selbst in der Paläontologie ist Sex eine komplizierte Angelegenheit, bei der man das erste Drittel des Lebens damit verbringt herauszufinden, was man eigentlich will.

Weitere neue Arten
Aus China kommt ein weiterer faszinierender Fund aus den so genannten Jehol-Fundstätten, der älteste Ornithuromorph. Die Ornithuromorpha sind jene Grupppe innerhalb der Vögel, denen alle modernen Vögel angehören. Iteravis huchzermeyeri war damit ein weiterer Zeitgenosse des Microraptor in einer Zeit, in der die Wälder Asiens von gefiederten Kreaturen nur so wimmelten.
Ebenfalls aus China kommt der erste Coelophysid aus Asien, von dem mehr bekannt ist als nur ein paar Arm- und Beinknochen. Die Coelophysiden sind relativ kleine Raubsaurier und gehörten zu den ersten Vertretern der Theropoden, jener Gruppe nahezu durchgehend zweibeiniger Dinosaurier, zu denen die Raptoren, Tyrannosaurier und die Vögel gehören. Der Neuling hat noch keinen offiziellen Namen erhalten.
Ein direkter Verwandter dieses Tieres fand sich unterdessen in Venezuela:Tachiraptor gehörte zu den ersten Dinosauriern nach dem Massensterben am Ende des Trias-Zeitalter. Die Trias ist jenes Zeitalter, in dem die Dinosaurier und Flugsaurier entstanden. In dieser Zeit lebten die ersten Dinosaurier, Flugsaurier, verschiedene Gruppen von Krokodilen und anderen Reptilien sowie die ersten Säugetiere relativ bunt gemischt auf der ganzen Welt verteilt. Am Ende der Trias kam es zu einem großen Massensterben, aus dem die Dinosaurier als „Sieger“ hervorgingen, ähnlich wie es am Ende des Zeitalters der Dinosaurier die Säugetiere taten. Der neue Fund hilft die noch immer rätselhaften Startzustände zu klären, unter denen die Dinosaurier in geologisch kürzester Zeit zu den beherrschenden Tieren auf der Erde wurden.

Schamlose Werbung
Die Zeitgenossen von Iteravis sind Thema von Schwarzer Schwinge, erhältlich bei Amazon für Kindle.
Die kambrische Explosion ist Thema des nächsten Bandes dieser Serie, Zackigen Zahnes, der grade in der Endbearbeitung ist.


Infelix Austria

Zeit mit Fremdsprachen anzugeben, die ich nicht kann. Oder mit der Fähigkeit, ein Wörterbuch zu benutzen um zu schauen, was das Gegenteil zu „felix“ ist. Oder abeer mich als Nichtjurist mit Rechtsfragen zu beschäftigen, weil sie mich betreffen. Moment, das lässt sich steigern: Mit internationalem Recht, und zwar Steuer- und Verlagsrecht zugleich. Ohne Netz und doppelten Boden!

Österreich hat vorgestern beschlossen, dass sein Buchpreisbindungsgesetz in Zukunft auch für eBooks gilt. Das Gesetz allein scheint recht harmlos zu sein. Albern und ein Rückschritt, wenn man bedenkt, dass eBooks mangels individueller Liefer- und Herstellungskosten keinerlei Preisevorteile für Großkonzerne bieten, aber harmlos.
Man will halt das Kulturgut Buch schützen. Warum man grade dieses Kulturgut schützt und nicht etwa das Kulturgut Film, Musik oder Theater — weiss der Geier. Das ist jetzt nicht das Thema.

Das Thema ist der Widerstreit zwischen Buchpreisbindung und unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen. Ich hatte bereits 2012 darauf hingewiesen, dass dies problematisch sein könnte.
Dazu muss man wissen, dass sich zum 1. Januar die Zuordnung der Mehrwertsteuerschuld beim Verkauf digitaler Waren in Europa ändert. Wurde diese bisher nach dem Sitz des Verkäufers zugeordnet, geschieht dies in Zukunft über den Wohnsitz des Kunden. Das allein bringt schon Probleme mit sich, die ich im August im englischen Blog geschildert habe.

Österreich hat das Ganze für Selbstverleger von einer schwierigen Situation zu einer Katastrophe gesteigert. Wieso? NUn:

1. Unsere eBooks werden in Zukunft in Deutschland und Österreich unterschiedlich besteuert.
2. Bei Amazon funktioniert die Preiseingabe über Angabe des Nettopreises. Österreich und Deutschland werden beide über amazon.de beliefert (amazon.at ist nur eine Maske) und verfügen somit über nur ein Feld für die Preisangabe. Damit bekommen Deutschland und Österreich für Käufe über Amazon unterschiedliche Bruttopreise.
3. Andere Händler wie Apple und die Tolino-Grupppe (Thalia, Weltbild, Buecher.de und weitere) nehmen den Bruttopreis als Grundangabe entgegen und verkauft dadurch an beide Länder zum selben Preis.
4. Das bedeutet, eBooks sind in Österreich (bzw.. für österreichische Autoren in Deutschland) bei verschiedenen Händlern unterschiedlich bepreist. Und das ist nach dem in beiden Ländern vorhandenen und auf deutschsprachige eBooks angewandten Buchpreisbindungsgesetz in beiden Ländern illegal.

Es gibt ein paar wahrscheinlich mögliche Lösungen. Schauen wir mal:
a) Nicht mehr bei Amazon verkaufen – angesichts der Bedeutung von Amazon die schlechteste Option
b) Exklusiv bei Amazon verkaufen – das wird wohl die häufigste Reaktion, da Amazon der mit Abstand am einfachsten zu erreichende Verkäufer ist. Na, das Gesetz schützt den Buchhandel ja toll, liebe Österreicher!
c) Über Distributoren verkaufen – das bedeutet natürlich zusätzliche Umsatzeinbußen durch den Anteil, den der Distributor für seine Dienste vom Buchpreis nimmt, ist aber wohl die beste Option. Das Problem der Preisangleichung liegt dann bei den Distributoren.
d) Amazon mit einer separaten Ausgabe für Deutschland oder Österreich beliefern, die einen an die Steuersätze des anderen Landes angepassten Nettopreis erhält. Der konkrete Prozess ist einigermaßen kompliziert, ausserdem hat man dann jedes eBook zweimal zu verwalten.

Und dann ist da noch das Problem des Verkaufs deutschsprachiger Werke bei Händlern, die nicht originär in Euro arbeiten, also etwa Smashwords und Lulu. Diesen Sonderaspekt werde ich gar nicht erst anpacken, aber wer eine Promotion in internationalem Recht schreiben will, darf sich gerne herausgefordert fühlen.

Und erneut ist selbstverlegen von eBooks in Europa komplizierter geworden, als unbedingt nötig. Und gleichzeitig wird die Marktmacht von Amazon weiter gestärkt, indem man den Autoren einen neuen Grund gibt, Amazon exklusiv mit Inhalten zu beliefern.
Aber um das zu wissen, hätte der österreichische Bundestag ja einen Selbstverleger als Experten einbestellen müssen. Oder wenigstens jemanden, der sich damit auskennt. Aber seit wann bestellt man in Parlamenten Experten, die tatsächlich wissen, wovon sie reden, wenn man doch ein hübsches Gesetz einführen will, mit dem man das ebenfalls nicht aus Experten bestehende Volk erfreuen kann?


Nicht niedlich

Es gibt im Moment einige Themen, mit deren öffentlicher Diskussion (und insbesondere mit deren Diskussion innerhalb meiner Partei, der Grünen) erhebliche Probleme habe. Die folgenden drei habe ich in einem Beitrag zusammengefasst, da ich sie als ähnlichen Ursprungs betrachte: Emotionalisierung in Form dessen, was man manchmal als Verweichlichung bezeichnet, sprich die übermäßige Betonung von Gefühlsurteilen in Debatten, die dabei ihre sachliche Dimension praktisch vollkommen verlieren.
Es folgen meine Überlegungen zu je einer neuen, einer alten und einer ewigen Debatte. Und es wird nicht fluffig.

Jagdgesetz/Katzen
Nordrhein-Westfalen hat diese Woche ein neues Jagdgesetz erlassen. Einiges davon ist sicherlich sinnvoll. Das am stärksten in den Medien reflektierte Thema innerhalb der neuen Gesetzeslage ist, dass Jäger jetzt keine streunenden Katzen mehr schießen dürfen. Klar, Catcontent kommt immer gut, Katzen sind niedlich. Und freilaufend eine ökologische Katastrophe.
Es gibt auf der Erde genau drei Wirbeltierarten, von denen nachgewiesen ist, dass sie auch dann jagen, wenn sie nicht hungrig sind: Der Mensch, der Große Tümmler und die Hauskatze.
Dass das beim Menschen ein Problem ist, ist unbestritten. Die Delfine tun das zwar, aber eher selten. Und dann ist da die Hauskatze. Vielleicht ist es die Domestizierung (nützlich um Mäuse loszuwerden), vielleicht ist es ein Merkmal aus einer Zeit, als Katzen seltener waren, aber: Freilaufende Katzen jagen. Ständig. Alles, was ausreichend klein ist und sich bewegt.
Und da wir Menschen sie gerne und beständig füttern, können sie auch unabhängig von der in der jeweiligen Umgebung vorhandenen Beute ständig weiterjagen, Nahrung ist ihnen bei ihren Menschen sicher. Und so kann sich kein ökologisches Gleichgewicht einstellen. Hauskatzen können ihre Beutetiere ohne irgendwelche negativen Folgen für sich selber bis zur Ausrottung jagen.
Klar, diese Beutetiere sind kein jagdbares Wild, denn zumindest in Deutschland ist es unüblich, Singvögeln und Nagetieren als solchem nachzustellen. Aber Jagd hat auch den Auftrag, die vom Menschen verursachten Störungen im ökologischen Gleichgewicht auszugleichen. Dass viele Jäger diesem Anspruch nicht genügen ändert nichts an der Tatsache, dass dies eine Funktion von Jagd ist.
Aber Katzen schießen ist böse. Weil die doch so niedlich sind.

Tierversuche
Hier ist eine Diskussion, die ich absolut faszinierend finde. Es ist fraglos richtig, dass so mancher Tierversuch überflüssig ist, weil er nicht dazu dient, (menschliche) Leben zu retten, sondern allein der menschlichen Eitelkeit in Form von Kosmetika und ähnlichem dient. Aber es gibt eben auch solche, für die es keine Alternative gibt und bei denen es um Menschenleben geht. Für diese muss man dann fragen: Was ist die Alternative?
Gern genannt werden dann Ansätze, menschliche Körper zu simulieren, ob jetzt virtuell oder in Zellkulturen. Dabei ist absolut faszinierend, manche Ansichten derer zu vergleichen, die solches vorschlagen.
Oft erzählt mir der selbe Mensch im einen Kontext (zB Alternativmedizin), die „Schulmedizin“ wüsste ja kaum etwas darüber, wie menschliche Körper funktionieren — und im anderen Kontext, dass ebendiese Schulmedizin genug über den menschlichen Körper wüsste, um die Reaktionen des menschlichen Körpers auf ein neues Medikament simulieren könnten.
Tatsache ist: Das tut sie nicht. Und da man zum einen nicht einfach so an Menschen experimentieren kann, zum anderen die Simulationen eben nicht gut genug sind, um verlässliche Ergebnisse zu liefern, braucht es als Zwischenschritt zwischen Simulation und Mensch Tierversuche. Und danach übrigens auch Menschenversuche. Es geht nicht anders.
Selbst wenn die Simulationen so gut wären, wie die Tierversuchsgegner glauben, müssten wir immer noch überprüfen, ob sie wirklich so gut sind. Wir wissen inzwischen viel über den menschlichen Körper, aber bei weitem nicht genug, um ihn mal eben so zu simulieren Jedenfalls nicht ohne einen kompletten künstlichen Menschen zu erzeugen, der so umfassend simuliert wäre, dass er eine vollwertige Person ist (denn auch psychische Auswirkungen von Mitteln müssen getestet werden).
Und darüber würde sich wohl keiner beschweren, wären unsere Testorganismen Kakerlaken. Leider brauchen wir aber Warmblüter mit halbwegs vergleichbaren Organen und eisenbasiertem Blut als absolutes Mindestmaß an Vergleichbarkeit. Also Ratten. Aber Ratten sind niedlich und deswegen haben wir Tierversuchsgegner.

Pazifismus/Kobane
Wo wir grade bei Menschenleben waren. da ist ja noch die Sache mit Kurdistan, ISIS/ISIL/IS und dem Pazifismus. Ohje.
Fangen wir mal so an: Ich halte den Pazifismus für eine gute Idee. Genauer, ich halte es für erstrebenswert, eine Welt formen zu helfen, in der Pazifismus zum allgemeinen Wertekanon gehört. Ich halte es für richtig und ethisch geboten, eine Welt aufzubauen, in der Pazifismus möglich ist. Doch noch leben wir in keiner solchen Welt. Unsere Welt hat Aspekte davon, viele Konflikte sind gewaltfrei lösbar, viele Gegenden sind in friedlicher Koexistenz verbunden und verflochten.
Der Kampf gegen den IS in Kurdistan gehören nicht dazu.
Gut für den Pazifismus ist: In den meisten Konflikten will keine der beteiligten Parteien einen Krieg. Der Krieg ist nur ein Mittel, etwas zu erreichen; manchmal ist er auch so etwas wie eine Naturkatastrophe, die niemand wollte, aber die sich aus der schwer kontrollierbaren Verstrickung von Umständen, Handlungen und Motivationen ergibt. In solchen Fällen wollen alle Beteiligten Frieden und dann haben pazifistische Ansätze Aussicht auf Erfolg und vor allem das Potenzial, eine Region langfristig zu stabilisieren und weitere Kriege zu verhindern.
Weil dies eine gute Vision ist, halte ich mich aus vielen Krisen im Diskurs heraus. Die kleinen Querelen unter Nationen schrumpfen ins Bedeutungslose, wenn es andernorts darum geht, friedliche Lösungen für die ganze Welt zu finden und zukünftige Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Doch hin und wieder erscheint auf der Bühne der Weltgeschichte eine Gruppe, die einen Krieg will, deren Ideologie den Krieg zum notwendigen oder sogar guten Weg erklärt, die glaubt, mit Krieg die Welt bessern zu können. Es sind etwa zwei oder drei Gruppen in jedem Jahrhundert. Die Kreuzzüge, die Nazis und die Rote Khmer mögen hier exemplarisch stehen, auch IS gehört offenbar in diese Kategorie.
Wer diesen Gruppen mit pazifistischen Methoden entgegentritt, legt allem Anschein nach nicht viel Wert auf seinen Kopf (im Falle von IS wortwörtlich). Selbst aus Sicht des Pazifismus: Was bitte ist denn gewonnen, wenn die Opfer den Kriegstreibern Platz machen, wenn ihnen die Fähigkeit zur Verteidigung durch Verweigerung von Waffenlieferungen und direkter Hilfe genommen wird? Hält man Bellizisten nicht auf, marschieren sie weiter, bis es keinen Raum mehr gibt, in dem sie marschieren könnten oder bis ihnen endlich jemand Widerstand leistet.
Ich dachte eigentlich, grade die Deutschen hätten das gelernt.

Genauso wie es keine Toleranz den Intoleranten gibt, kann es auch keinen Frieden für Bellizisten geben.
Nein, ich bin kein Pazifist. Aber ich würde gerne in einer Welt leben, in der ich einer sein könnte, ohne meine Integrität aufzugeben. Ohne dafür das Leid derer ignorieren zu müssen, die brutale Regimes und Kriegstreiber erdulden müssen. Nur leider ist dies keine solche Welt. Aber das zu erkennen, das ist nicht niedlich.


Khamel und wie Gladbach Kalmrill wurde

Während ich andernorts ein paar Probleme mit BoD habe, hatte ich ja noch einen Artikel zu Khamel zugesagt und dazu, wie Mönchengladbach mit Kalmrill zu einem Fantasy-Gegenstück gekommen ist. Hier isser:

Khamel

Wahrscheinlich die biblischste Geschichte die ich je geschrieben habe. Khamel folgt in 1.400 Wörtern (ich fasse mich ungern unnötig lang) der Hexe Larina, die ein Jahr zuvor ihren Assistenten Khamel durch ein Nadelöhr geschickt hat und ihn jetzt zurückholen will, um ihr Kunststück abzuschließen. Zugleich beendet sie damit ihre Ausbildung zur Hexe des höchsten Ranges, einer berühmten Hexe.
Die Idee geht zurück auf den Scherz eines US-Komikers (ich weiss leider nicht mehr, welcher), der meinte, Kreationisten wären Menschen, die keine Metaphern verstehen und deshalb beim Gleichnis vom Kamel und dem Nadelöhr an ein reales Ereignis mit einem Nähwerkzeug und einem sehr unglücklichen Paarhufer denken.
Ich fügte dem Kamel ein H hinzu und kam so auf einen real existierenden arabischen Männernamen, einfach weil man auch in meinen Fantasy-Geschichten mit Kamelen nicht sprechen kann. Ich wählte ein Zauberstück als passenden Kontext für ein Szenario, in dem es Sinn machen würde, durch ein Nadelöhr gehen zu wollen. Und so kam Larina hinzu, deren Name ein reines Fantasieprodukt ist.
Sie begegnet nun den Hoffnungen, die ihre Taten in den Bewohnern des recht unbedeutenden Städtchens Kalmrill aufkeimen lassen, bevor sie schließlich bereit ist, ihr Werk zu vollenden.

Kalmrill

Eines vorab: Dass Kalmrill und Khamel sich lautlich so ähnlich sind, ist ein absoluter Zufall. Es fiel mir überhaupt erst auf, als ich die deutsche Übersetzung von Khamel anfertigte. Aber wie kam es nun zu Kalmrill?
Khamel sollte ursprünglich in einer beliebigen Fantasy-Stadt spielen. Doch da spielte mir mein Unterbewusstsein einen Streich. Es gehörte zur Geschichte, dass Larina die Stadt durch ein Tor betrat und sich zum Marktplatz begab. Mein Geist war so tückisch, mir in diesem Moment ein Bild der Weiherstraße in Mönchengladbach zu liefern, mitsamt dem einst dort vorhandenen Stadttor.
Von da an war es logisch: Mönchengladbach war mit seinem historischen Aufbau im Bereich innerhalb der einstigen Stadtmauer nahezu perfekt — ein klar definiertes Stadtgebiet, Rathaus und Münster direkt am Tor zwischen Mauer und Marktplatz und ein Marktplatz mittig auf der Hügelkuppe. So wurde Mönchengladbach der Ort meiner Geschichte.
Es passte gut — die Geschichte sollte ohnehin in einer Welt spielen, welche die unsere ist, nur ergänzt darum, dass fast alle Mythen und Legenden unserer Welt wahr sind, insbesondere die lokalen. Wo wir Geldern finden, gibt es dort den Sumpf des Drachen Gelre. Auf den Dächern von Paris leben Gargoyles, die amerikanische Prärie wird von den mythischen Bestien der Indianerlegenden bewohnt, all sowas.
Nun schrieb ich die Geschichte in Englisch und „Gladbach“ ist in Englisch kein guter Name. Klingt auch nicht gut: Glädbätsch. Also musste ein guter englischer Name her. Mein alter Scherzname Friar’s Even Creek war das auch eher nicht.
Aber dann ging ich andere Übersetzungen für „glatt“ durch und kam recht schnell auf „calm“, also ruhig, jener Aspekt des zentralen Baches, der ihm den Namen des glatten Baches gegeben hatte. Ein Thesaurus brachte mich auf das seltene Synonym „rill“ für „creek“, das englische Geschwister unserer deutschen Rille. Calmrill. Ja, das funktionierte, Calmrill. So könnte gut ein Ort im Auenland heissen.
Bei der Übersetzung ins Deutsche beschloss ich, den Namen eingedeutscht beizubehalten und nicht zu Gladbach zurück zu übersetzen. Und so kam das Fantasy-Gegenstück von Gladbach zum Namen Kalmrill.

Kommerz

Newsletter-Empfänger durften bereits gestern in den Genuss der Geschichte kommen, alle anderen können sie im Laufe der Woche in allen wichtigen eBook-Shops für 0,49 € erwerben, je nachdem, wie schnell diese die Veröffentlichung aufnehmen. Sie wird ausserdem über readfy und Skoobe zum Ausleihen bereit stehen.