Freitägliche Fünf 17.04.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Und an Karfreitag sowieso, da ist das ja vorgeschrieben. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Let’s start into the future today.

1. Spanien setzt nach einer Erprobungsphase im Atlantik bald in größerem Maßstab schwimmende Strömungskraftwerke ein. Damit ergänzt Spanien seinen Park erneuerbarer Energien um eine wetterunabhängige Option.

2. Als Düsseldorfer hat der Karneval in Mönchengladbach nie meine Ansprüche erfüllen können. Immerhin einen Schritt zur Besserung gibt es aber nun zu verkünden: Das Motto für 2015 ist nicht mehr bräsig in Hochdeutsch, sondern breit und rheinisch in Platt: „M’r donnt wat m’r könne!“.

3. Daredevil. Das beste, was ich bisher aus dem Marvel Cinematic Universe gesehen habe.

4. Ha, das wird eine lustige Diskussion: Einerseits gibt es veganen echten Käse. Andererseits wird zu deren Erzeugung Gentechnik angewendet, wenn auch nur für Hefe, bei der das alles andere als neu ist. Und wahrscheinlich darf es in Europa trotzdem nicht Käse heissen, weil es ein absurdes Spezialgesetz für Milchprodukte gibt, Verwechslungsgefahr und so. Komisch, nachdem es Jahrzehnte lang keinerlei Probleme mit Leberkäse und Kokosmilch gab.

5. Mit dem nächsten Ratszug kehre ich aktiver in die Kommunalpolitik zurück. Ich rücke in den Umweltausschuss (dem ich zuvor 2009-2014 als Sprecher der Grünen und stellvertretender Vorsitzender angehörte) und neu in den Planungs- und Bauausschuss nach.


Freitägliche Fünf 10.04.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Und an Karfreitag sowieso, da ist das ja vorgeschrieben. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Was lange währt, wird endlich fluffig.

1. Im Gegensatz zu manch anderem Dinofan begeistert mich diese Woche eine neue Studie zur Einordnung der Diplodociden (eine Gruppe langhalsiger Dinosaurier).
Warum? Nun, sie kommt zu dem Ergebnis, die Gattung Apatosaurus wieder aufzuspalten, da einige dieser Gattung zugeschlagene Fossilien zu unterschiedlich seien. Und welche sind das? Der Klassiker aller Dino-Klassiker, der zur Fehlbenennung erklärte Brontosaurus.
Brontosaurus is back, biotches!
Ausserdem kennt meine Rechtschreibprüfung Brontosaurus, aber nicht Apatosaurus. Weniger rote kriggelige Linien für mich! Yay!

2. Vor 300 Millionen Jahren gehörte das heutige Ruhrgebiet zu einem weltweiten System von Sümpfen, in denen die ersten Bäume wuchsen und welche die Basis für die heutigen Steinkohlevorkommen bildeten. Libellen mit 70 cm Spannweite lebten dort, Insekten mit sechs Flügeln, Tausendfüßer von bis zu drei Metern Länge und dazwischen liefen die frühen Amphibien und sogar die ersten echsenartigen Lebewesen herum. Das Karbon-Zeitalter ist ein faszinierender Abschnitt der Erdgeschichte. Ich wollte schon immer mal dort umherlaufen und zumindest virtuell ist das jetzt möglich.
Der Carboniferous Forest Simulator ist ein Projekt des Gelsenkircheners Heiko Achilles. Noch fehlen Tiere und einige Infotexte, aber der voll begehbare karbonifere Wald ist technisch beeindruckend, wunderschön und fremdartig.
Alles, was mir fehlt, ist ein ausreichend leistungsstarker PC, um das Teil selbst laufen zu haben.

(Eigenwerbungsunverschämtheit: Der in Vorbereitung befindliche Band Flammender Farne der Reihe Meilensteine der Evolution wird in diesen Wäldern spielen)

3. Am letzten Samstag nahm ich folgendes Bild vom Hans-Jonas-Park auf, welches sich schnell in den sozialen Medien und schließlich auch in der Zeitung verbreitete. Das an sich ist erstmal unerfreulich. Also, das Foto, nicht die Verbreitung. Aber was dann geschah, wird dir die Sprache verschl… tschuldigung, kurz in den heftig-Modus gerutscht.
Erstmal das Bild:

Naherholung in MG. Für die Autos


Wir sehen einen Park an einem Hügel, auf dessen Gestaltung die Stadt sich durchaus was einbildet. Da kommen so Begriffe wie „Erholungsfunktion“ oder „Gestaltungsqualität“ in Papieren der Stadtverwaltung darüber. Und nun das. Leider kein aussergewöhnlicher Anblick in dieser Stadt, aber dieses Foto hat dann offenbar doch so manchen erschreckt. Gut so!
Ein so mancher war dann auch der Oberbürgermeister, zu dem das Bild schnell vorgedrungen war und er versprach Abhilfe. Und in der Tat konnte er heute Nachmittag dieses Bild von der Lösung hochladen:

Eine Shiitake-Farm, äh ich meine, kostengünstige Parkhindernisse - Bild: Hans Wilhelm Reiners


Gute schnelle Lösung. So gefällt mir das.

4. Ja, dieses Teil wird wahrscheinlich wie ein Kühlschrank im Wind stehen, wenn man ihn wirklich hinter seinem Fahrrad zieht, aber hey, es ist ein Wohnwagen für’s Fahrrad. Das ist cool.

Ich hätte die Räder seitlich angebracht und die Wände einklappbar ausgeführt, damit der Anhänger in der Fahrt flacher wird. Aber ich hab halt nicht das Kleingeld, sowas zu entwickeln. Oder, noch wichtiger, das handwerkliche Geschick.

5. Endlich verstehe ich das Problem mit der „Gelesen“-Mitteilung in der Facebook-App. Und ein kleiner Einblick, wie Linguistik funktioniert, ist auch drin.

Lesebestätigungen in eMails ignoriere ich übrigens grundsätzlich und klicke sie weg.


Freitägliche Fünf 03.04.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Und an Karfreitag sowieso, da ist das ja vorgeschrieben. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Die Welt zu retten ist ein kleines Stückchen einfacher geworden. Es sei denn, lokale Behörden haben ein Wörtchen mitzureden.

1. Ich hätte nicht gedacht, dass da noch was drin ist, aber offenbar kommen grade noch effizientere LEDs auf den Markt, die im Vergleich zu normalen wiederum 10% weniger Strom verbrauchen und nebenbei auch noch weniger kosten sollen.

2. Irgendwie ist es wahnsinnig spannend, auf Youtube Leuten aus anderen Teilen der Welt beim Entdecken für uns ganz normaler Lebensmittel zuzusehen. Nach einer Reihe von Videos die in mir den Eindruck erweckten, Deutschland habe die besten Süßwaren des Planeten (und die Erkenntnis, dass Amerikaner Lakritz hassen) fiel mir Kiwi Dude auf, der Militärrationen testet.
Der komplett unschuldige Versuch, das Dosenbrot der deutschen Ration mit dem Löffel zu essen ist schon großartig, aber Polen ist besser, allein schon, weil der Kiwi Dude kein Wort von den Verpackungen versteht. Highlights: Kalter Tee, die verzweifelte Suche nach Kaffeeweisser zu polnischem Kaffee (okay, mehr ein kultureller Unterschied) und das Pellen einer Fruchtschnitte – überhaupt quer durch alle Futtertester diese Verwirrung, wenn sie das erste Mal in ihrem Leben Esspapier sehen.

3. Der Preis für das schönste Amtsdeutsch aller Zeiten geht an das Umweltministerium NRW für diese Formulierung aus einem Schreiben an die Grünen MG zur Verfüllung belasteten Materials in einigen Straßen: „Nach Durchführung einer verbal-argumentativen Prognose…“
Großartig. Lässt sich übersetzen mit: „Wir haben drüber geredet“.

4. Ich habe endlich herausgefunden, wo genau sich beim Fotografieren mit dem Handy meine Finger in Relation zur Kamera befinden.

Velotaxis auf dem Europaplatz. Und meine Finger. Und mein Vater. Hurra!


Im Ernst, Velotaxis in Mönchengladbach sind ein so erfrischender Anblick, dafür vergesse ich auch mal, dass die für die Mall-Eröffnung geholt wurden.
Zu der sie übrigens nicht fahren durften. Sie haben keine Genehmigung zur Beförderung von Personen in Mönchengladbach erhalten. Die Begründung des Ordnungsamtes war das erwartete Verkehrsaufkommen bei der Eröffnung des Pfefferminzhäuschens (schimpft sich selbst Minto). Jene Eröffnung also, zu der sie extra geholt wurden. Ein gradezu vorbildlicher Schildbürgerstreich unserer Stadtverwaltung.
Achja, bei der RP las sich dieser Sachverhalt am Montag nach der Eröffnung so, als wären da ein paar Rabauken aufgetreten, gegen welche die Polizei dann einschreiten musste. Musste!
Okay, tief Luft holen Tommy, du wolltest dich in diesen Beiträgen nicht aufregen. Hier geht es um positive Dinge. Nächster Punkt.

5. Es gibt eine neue Studie zum Effekt der Ernährung auf Bodenverbrauch und Treibhausgasemissionen. Und diese ist wirklich interessant, weil sie der Frage nachgeht, wie man den maximalen positiven Effekt bei minimalen Einschränkungen erreichen kann. Die Lösung besteht darin, dass der Verzicht auf Milchprodukte dermaßen viel bringt, dass Allesesser, die auf Milchprodukte und rotes Fleisch, aber nicht auf Geflügel und Fisch verzichten, besser abschneiden als klassische Vegetarier.
Das ist eien gute Nachricht, weil ich persönlich den Verzicht auf Milchprodukte dank der inzwischen verfügbaren Alternativen für absolut schmerzlos halte (allerdings trinke ich Milch auch nicht als Getränk) und auch der Umstieg von rotem auf nur noch weisses Fleisch im Vergleich zu komplettem Fleischverzicht ein leichter ist, der zudem als gesund gilt. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob Straussenfleisch in dieser Untersuchung bei rotem oder weissem Fleisch landen würde. Aber ich habe noch nie einen Strauss Methan rülpsen sehen, das ist schon ein Vorteil zu Rindern.

PS: Ja, ich sage Taxis. Es gibt nichts, was das Wort „Taxen“ irgendwie zu einer besseren Pluralform macht, im Gegenteil, das klingt nach der Mehrzahl von Kurtaxe und ist zudem hochgradig unregelmäßig. Ich bin kein Freund der zwanghaften Nutzung unregelmäßiger Formen, wenn die deutsche Sprache auch eine regelmäßige als Option bereithält.


Freitägliche Fünf 27.03.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Die Zukunft ist hier.

1. Hier sind ein paar Studenten der George Mason University beim Löschen eines Feuers ohne Wasser, nur mit Schallwellen. Das Prinzip besteht darin, durch den gezielten Druck der Schallwellen den Sauerstoff vom Feuer wegzutreiben.
Das ist eine großartige Entwicklung. Man muss dazu wissen, dass bei den meisten Bränden das Löschwasser erhebliche Schäden verursacht, die nur dadurch zu rechtfertigen sind, dass das Feuer ohne Löschung noch deutlich schlimmer geworden wäre.

Kompletter Bericht zu der Entwicklung bei der Washington Post.

2. Beim deutschen Lego-Imitator Best-Lock herrscht die beste Art von Herangehensweise an Lego-Imitat-Sets: Wahnsinn. So etwa dieses Fundstück vom Woolworth: Ein Polizeiroboter, erschienen nicht etwa als Science-Fiction-Set, sondern wie selbstverständlich in der Town-Serie, beschriftet mit „Polizei“ als sei es das Normalste von der Welt, dass die Polizei in Begleitung sechs Meter hoher Kampfroboter auftritt.
Die Beweglichkeit des Modells lässt zu wünschen übrig, dafür kommen die zwei Polizisten neben ihren Demoschilden und Pistolen noch mit zwei Kampfmessern und je einem Sturm- und Scharfschützengewehr. Ja, es gibt auch eine Bundeswehr-Version in olivgrün, die hat dann aber zwei Teile weniger (die Demoschilde). Und wenn schon Wahnsinn, dann nimmt man doch das ganze Paket.

Karton dabei damit ihr mir glaubt, dass das ein echtes Set ist

3. Letztes Wochenende Tomb Raider (Reboot von 2013) durchgespielt. Die beste Symbiose aus filmartigem Erzählen und videospielhaftem Erleben, die ich bislang gesehen habe und mit Abstand bester Teil der Reihe.

4. Costa Rica hat sich 2014 erstmals zu 100% mit Ökostrom versorgt.

5. Für die Idee, die ich am 27. Februar nebulös unter Punkt 8 angedeutet habe, habe ich nunmehr eine URL erworben. Ich glaube wirklich, hier an etwas großem zu sein. Es wird mal wieder Zeit, die Welt zu verändern ;-)


Freitägliche Fünf 20.03.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.
Zusammenfassung in einem Absatz: Die Woche war nicht grade die beste, aber hey, es gab verdammt leckere Kekse. Und das Wetter war die letzten Tage in Ordnung.

1. Microsoft trägt den Internet Explorer zu Grabe. Leider nur den Namen, aber immerhin.
Der Internet Explorer war seit (mindestens) 1995 ein beständiges Ärgernis für Webentwickler. Microsofts Browser war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, korrektes HTML zu rendern und kam zugleich immer wieder mit Code an, den kein anderer Browser lesen konnte. In den 90ern gab es daher die Plage der für bestimmte Browser (meist eben IE) optimierten Webseiten – dabei ist einer der Punkte hinter HTML, dass jeder halbwegs vernünftig programmierte Browser es zuverlässig gleich darstellte.
Microsoft hatte anfangs versucht das so darzustellen, dass der Internet Explorer mehr können als andere Browser. Sagen wir einfach, sie haben sich damit nicht beliebt gemacht.

2. Diese Kekse sind so gut, ich bin nicht sicher, ob die legal sind.

Bisfino Apple Cinnamon

Bisfino Apple Cinnamon


Apfel-Zimt-Schoko-Kekse aus Mazedonien von einem Händler, der seit ein paar Wochen auf den Gladbacher Trödelmärkten steht. Sollte ich jemals wieder über 90 kg zusammenbringen, die sind schuld.

3. Ich habe diese Woche das erste Mal ein eBook in Brasilien verkauft. 0,72 Real Verdienst für The Last American! Wuhu!

4. Aus Versehen scheint mal etwas verkerspolitisch modernes in unserer Stadt zu geschehen: Ein Konzept, bei dem Parkplätze in der Innenstadt mehr kosten als in den Aussenbezirken. Grund dafür ist höchstwahrscheinlich, dass die Dorffürsten sich wie so oft mit ihrer Kirchturmpolitik innerhalb der konservativen Parteien durchgesetzt haben, dabei schaffen sie aber aus Versehen etwas sinnvolles.
Wie, dazu zitiere ich einfach mal eine Mail von mir zu einer Einwendung des City-Magements gegen die entsprechenden Pläne:

Ich finde die Maßnahme aus ökologisch-verkehrlicher Sicht sinnvoll, auch wenn der von mir als sinnvoll betrachtete Effekt sicherlich nicht das ist, was die GroKo hier beabsichtigt: Es ist zunehmend Trend in der Stadtplanung, die Innenstädte so weit wie möglich vom Autoverkehr zu befreien. Städte wie London und Paris setzen hier auf weitreichende Verbote.von Kraftfahrzeugen in ihren Innenbereichen.
Die Situation sehe ich so: In den Aussenbezirken ist es nachvollziehbar, wenn Leute sagen, sie brauchen aufgrund der größeren Entfernungen im Alltag ein Auto, daher ist es auch sinnvoll, den Automobvilverkehr hier weniger stark einzuschränken als in den Innenstädten, die so kompakt sind, dass ein Auto nur in Ausnahmefällen für alltägliche Besorgungen und Arbeitswege notwendig ist. Anzumerken ist, dass Anbieter sperriger Güter (Elektromärkte, Möbel- und Einrichtungshäuser, Heimwerkermärkte u.ä.) in der Regel eigene Parkplätze vorhalten und somit von der Regelung nicht betroffen sind.
Das ist das eine. Das andere ist, dass nach meiner Erfahrung die Innenstädte in der Tat deutlich stärker unter dem Parkdruck leiden, daher ist eine in dieser Art aufgebaute Gegenmaßnahme zielführend. Sie hilft im übrigen auch — das schimmert bei Wimmers zwischen den Zeilen durch, aber er hält das in seiner Rolle als Lobbyist für stark zentralisierte Handelsstrukturen natürlich für negativ — die kleinen Zentren gegenüber der zentralisierten Innenstadtstruktur zu stärken und so Ortskerne und mit diesen gewachsene Siedlungsstrukturen in den Vororten zu erhalten.

Kurzum, ich halte das Vorhaben für positiv, auch wenn die positiven Effekte mit ziemlicher Sicherheit ein Versehen seitens der GroKo sind. Es würde mich nicht ein Mal wundern, wenn denen gar nicht klar ist, was ihr Vorhaben in diesem Sinne bewirkt.

5. Wo wir schon in Gladbach sind: Die Abwahl von Baudezernent Andreas Wurff durch die Große Kooperation in Mönchengladbach ist ein frustrierender Prozess, der für meine Sicht auf politische Tätigkeit insbesondere in Gremien tiefgreifende Wirkung zeigt. Verbitterung ist, denke ich, das richtige Wort.
Aber bei den freitäglichen Fünf geht es um positive Nachrichten und in der Tat, es hatte ein gutes Ergebnis: Die persönliche Erklärung von Wurff nach der Abwahl ist bei aller Kürze die pointierteste Rede der bisherigen Wahlperiode.
Zu der Abmahnung an die BZMG werde ich etwas schreiben, sobald ich das Video zur Verfügung habe. Ich gehe davon aus, es bekommen zu können und habe aktuell die Frustration und juristische Zuversicht (Presserecht), einer etwaigen Abmahnung seitens der Stadt entgegenzutreten.


Freitägliche Fünf 13.03.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.
Diesmal mit neuer Kategorie für „Ferner liefen“, den trotz des Todes von Terry Pratchet (zu dem ich wenig sagen kann, ich war immer mehr ein Science-Fiction-Mensch und habe bis dato nie etwas von der Scheibenwelt gelesen) und dem heutigen Urteil gegen die Gastroampel war es eine gute Woche.

1. Nach den freitäglichen Fünf von letzter Woche begab ich mich zum Veganerstammtisch im Blue Angel in Rheydt. Ich bin zwar kein Veganer, aber man muss ja auch kein Franzose sein um französisch zu essen, nicht wahr?
Und verdammt, es war voll – Norbert Vitz sagte mir, es wären 180 Leute gewesen, damit war im Blue Angel so ziemlich alles zu. Ich habe zudem von einigen Leuten gehört, die wegen des Andrangs gar nicht erst reingegangen sind, damit wären die 200 sicherlich voll.
Es ist sehr erfreulich, dass ein Thema wie veganes Essen in einer so als konservativ verschrienen Stadt wie Mönchengladbach einen solchen Zuspruch findet. Ein Hoffnungsschimmer für unser tiefschwarzes Kaff?

2. Ein Teil des Teams hinter der etwas überhypeten, aber guten, Science-Fiction-Serie Firefly hat per Crowdfunding das Geld für eine neue Serie zusammengebracht. Inhalt: Das Leben der Stars einer beliebten, zu früh vom netzwerk eingestellten Science-Fiction-Serie Huh.

3. Es ist ja schon ein wenig erschreckend, dass Fukushima erst vier Jahre her ist und schon so unendlich weit weg erscheint. Oder geht das nur mir so? Abe rzum Positivne: Das Mönchengladbacher Anti-Atom-Bündnis Strahlenzug hat sich wieder gemeldet. Wir haben mit einer Kerzeninstallation am Mittwoch eine Stunde dem vierten Jahrestag der Reaktorkatastrophe gedacht.
Wieder eine schöne Aktion, wenn auch mit traurigem Anlass.

Ich sollte vielleicht nicht mehr so viele Fotos im Dämmerlicht versuchen. Vor allem nicht mit dem Telefon.

5. Dieser Blumentopf kombiniert mit der perfekten Pflanze ist die beste Gorgonenstatue, die ich bisher gesehen habe. Von hier

5. In den Niederlanden wurde erstmals seit 150 Jahren wieder ein Wolf gesichtet. Steht nur zu hoffen, dass jetzt nicht wieder die Zeit der schießwütigen Jägerlein kommt, die gerne damit argumentieren wegen des ökologischen Gleichgewicht notwendig zu sein, aber jedes Zeichen eines natürlich geregelten ökologischen Gleichgewichts erschießen wollen und dafür Schauermärchen hervorkramen.

Erwähnung ehrenhalber: Experiment Fensterbankkräuter läuft. Es sprießen nunmehr Keimlinge von Majoran, Rauke, Basilikum, Dill, Petersilie und ein einzelner Oregano, daneben noch vier Tomatenpflänzchen, die inzwischen ans Dach ihres Minitreibhauses stoßen. Die Reaktion der bei mir wegen Esoterik-Schmolenz eher unbeliebten Ökotest und ein Gerichtsurteil zu Impfgegnermythen haben sich ebenfalls eine Erwähnung verdient.


Freitägliche Fünf 06.03.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.

1. Das Dutch Windwheel, ein gewaltiges Windkraftwerk neuer Art, das für Rotterdam konzipiert wird.

via Anita Parker

2. Emily Willoughby, eine Illustratorin vor allem von Vögeln und Dinosauriern mit einer wunderbaren Art, Dinosaurier darzustellen wie, nun, normale Tiere. Vor allem dieses Bild hat es mir angetan – Deinonychus (der „Velociraptor“ von Jurassic Park) mit Nachwuchs.

3. Oh hey, ein Internetradiosender, der Musik spielt, die ich mag. Wenigstens in den knapp anderthalb Stunden, die der jetzt schon auf meinem Computer läuft: Cherie 90’s

4. Leonard Nimoy hat im letzten Jahr vor seinem Tod viel übers Rauchen geschrieben. Vielleicht kommt die Nachricht über den Tod einer so bekannten Person an einige Ohren, die sich bisher taub gestellt haben.


Das ist quasi der positive Gegentrend zu diesem Impfgegnermist, der aktuell groß läuft.

5. Blue Rili Garnelen. Wunderschöne Tiere. Kenne ich erst seit Montag, sind definitiv für die Zukunft bei mir geplant. Ich mag Garnelen als Haustiere und das sind besonders schöne Exemplare, die zudem einfach zu halten sind und sich problemlos vermehren, wenn sie sich wohl fühlen. Wahrscheinlich werde ich mein aktuelles 120 Liter-Aquarium in absehbarer Zeit durch ein-zwei kleinere Garnelenbecken ersetzen.


Zweiwöchige Zehn 27.02.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.
Da ich letzte Woche Freitag noch bis zum Abend offline war (kurzgefasst: Die Telekom hat die Leitung korrekt umgestellt, aber vergessen, den dazugehörigen Router zu schicken), diesmal zehn Punkte für zwei Wochen.

1. Der Futurzwei Zukunftsalmanach 2013 (leider nur noch antiquarisch und bei Amazon zu finden, aber es gibt eine Fortschreibung für 2015) begeistert mich. Ein Buch über eine nachhaltige Zukunft, das nichts mit Angstmache und Besserwisserei zu tun hat, aber auch keine Fantasiegebilde aufbaut, die eh nicht um- oder durchsetzbar sind. Statt dessen ist es eine Zusammenstellung vieler kleiner Texte über erfolgreiche Projekte, die zeigen, wie einzelne einen Beitrag leisten, die Zukunft in Richtung einer nachhaltigeren Welt zu verbessern, oder, wie Herausgeber Harald Welzer und Stephan Rammler gerne sagen, eine enkeltaugliche. Denn es geht ja nicht darum „die scheiss Umwelt“ zu schützen (ja, wörtliches Zitat von jemandem zu mir), es geht darum, dass unsere Nachkommen nicht im Dreck ersaufen, den unsere jetzige Gesellschaft hinterlässt.
Das Buch jedenfalls ist ein guter Ansatz: Lichtblick, Inspiration, Ermutigung, die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen, mit Ideen und Projekten in jeder Größenordnung – von der Pilzzucht auf Kaffeesatz über das Waschmittel aus Roter Bete bis zum spontanen Aufbau einer Stadtwerksgesellschaft.
Geschichten von Menschen, die eine Idee hatten und sagten: „Machen wir das doch einfach mal!“.
Leider nur auf Papier erhältlich.

2. Ich habe es endlich mal angepackt, ein paar seit letztem Jahr bei mir rumliegende Saatscheiben für Küchenkräuter in Erde zu setzen. Mal schauen, was von den vermutlich uralten Scheiben (Abfülldatum und Haltbarkeit fehlen, sind aber schon letztes Jahr Ausschussware gewesen, die frisch aus dem Supermarktlager geworfen über einen Flohmarkt lief) noch keimt. Zu erwarten sind Basilikum, Oregano, Schnittlauch, Dill, Rauke und Petersilie.
Die Rauke ist schon mal anwesend, 15 zweiblättrige Keimlinge haben sich durch den Boden gestreckt.

3. Ein Anstoß, endlich mal die Saatscheiben anzusetzen war neben ihrem Alter auch, dass ich beim Discounter etwas Neues entdeckte: Kokoserde. Interessant, dachte ich mir und nahm einen Block davon mit. Vor allem da dieses Produkt sehr ausführlich begründete, ökologisch gegenüber der viel kritisierten Torferde vorteilhafter zu sein. Und auch sonst: Statt einem Sack Erde hat man eine kleine Platte oder einen Ziegel aus Kokosfasern, der dann mit Wasser zum Quellen gebracht wird. Ein Ziegel von etwa 600 Gramm ergibt dann mit vier Litern Wasser etwa 10 Liter „Erde“.
Das Ganze ist eine sehr lockere Art Erde, die leicht nach Kokos riecht und ansonsten recht authentisch rüberkommt – sie setzt sich sogar genauso wie richtige Erde als lästiger schwarzer Rand unter die Fingernägel. Taugt es? Das werde ich sehen, wenn es keimt.
Ich habe damit jedenfalls den Pflanzkübel gefüllt, wobei ich zwei Sorten gemischt habe. Interessanterweise hat mich die deutlich günstigere Discountervariante bis jetzt mehr überzeugt als das Markenprodukt Kokohum aus dem Baumarkt – vor allem, weil das Discounterprodukt (sieht aus wie eine Sonderverpackung der sonst als Biogro verkauften Variante) einen höheren Faseranteil hat und betont, dass die dort verwendeten Fasern Abfallprodukte der Lebensmittelherstellung sind, was die Nachhaltigkeit auf jeden Fall erhöht.
Der BUND empfiehlt Kokoserde übrigens auch.

4. Aldi (zumindest Aldi Süd) hat Instantmischungen für Bratlinge. Keine Ahnung, ob die was taugen (die Tester im Internet meinen: Ja), aber es kann kein Fehler sein, wenn das Angebot an veganen nicht nur wächst, sondern vor allem an Orte kommt, an denen es mehr Kunden erreichen kann. Keine Ahnung, ob es das schon längeer gibt, ich habe es jedenfalls erst letzte Woche im Prospekt gesehen.

5. Noch mal zum Gartenthema, hier ist eine Anleitung, wie man Kartoffeln in der Tonne anbaut.

6. Dieses T-Shirt

7. Das Video ist zweieinhalb Jahre alt und ich habe keine Ahnung, was in der Zwischenzeit daraus geworden ist, aber die Idee ist schon mal klasse: Eine relativ kleine Maschine zur schnellen Herstellung von kleinen Solarzellen, die sonst überproportional teuer sind.

8. Ich hatte eine Idee. Also, eine wirklich große. Jetzt brauch ich nur noch etwas zugeordneten Webspace (kein Problem), aufgemöbelte Programmierkenntnisse (hrmpf) oder einen Webprogrammierer (den ich nicht bezahlen kann). Also werde ich wohl meine Kenntnisse in Webprogrammieren aufmotzen müssen, über das hinaus, was man benötigt, um ein WordPress-Theme zu bauen.
Oder alternativ hoffe ich, dass jemand 100.000 € Risikokapital rumliegen hat.
Okay, ich les ja schon einen Kurs zu PHP/MySQL *grummel*

9. Es gibt offenbar eine Methode, Pokémon aus den Originalspielen auf die aktuellen Titel zu übertragen. Yay! Mein Mew darf leben! (nerdout)

10. Öhm, keine Ahnung. Hier ist ein uraltes Mem, um euch von dieser Tatsache abzulenken.


Veilchendienstagszug 2015

Es gilt: Bildchen klicken für größere Ansicht (Laden kann je nach Verbindung etwas dauern).

Vorgeplänkel

So sehr ich den rheinischen Karneval mit seiner Schunkelei und dem Schenkelklopferhumor auch verachte, und so sehr ich auch ein ausgeprägtes Unwohlsein in der Nähe von Clowns und kostümierten Menschen verspüre, eines hat auch mir doch immer gefallen: Der Straßenkarneval mit seinem Zug/Zuch/Zoch (je nach Regiolekt).
Insbesondere die Rosenmontagszüge fahren dabei kreativ gestaltete Wagen mit Skulptur gewordenen Karikaturen auf, die man nur hier einmalig sehen kann. Viel davon ist natürlich auch dem König der Wagenbauer, Jacques Tilly, zu verdanken.
Ich habe zuletzt 2010 über den Zug geschrieben (damals unter anderer URI, weswegen momentan die Bilder fehlen, das will ich noch nachbessern sobald ich das Backup des damaligen Upload-Ordners finde). Damals stand Mönchengladbach durchaus in dieser karnevalistischen Tradition der politischen Themenwagen, bei denen mit Kreativität und viel Arbeit so wunderschön auf die Politik, lokal wie national, gekloppt wurde.
Seit 2012 hat Mönchengladbach dieses Element weitgehend verloren, von 2013 war ich so enttäuscht, dass ich den Besuch 2014 kurzerhand ausgelassen habe. Und jetzt ist 2015. Mal schauen, wie sich der Gladbacher Zuch gemacht hat.

Immerhin gab es trotz meines dafür ungünstigen (aber fürs Fotografieren superen) Standortes ganz gut Kamelle. Ich frage mich, was schneller ist, mein Fotofinger oder meine Zahnreihen…

Mein Psychiater meint, ich sollte mir selbst keine rhetorischen Fragen stellen, das sei seltsam

Disclaimer

Wenn ich mopper, dann weil ich gesehen habe, wie viel besser der Karneval in MG sein kann, wenn er sich traut, Eisen anzupacken und nicht, weil ich dem Zug Böses will. Im Gegenteil, ich sehne mich gradezu nach einem Veilchendienstagszug mit Chuzpe. Deswegen messe ich ihn an den Zügen der drei Rosenmontagshochburgen und auch an früheren Zügen in Mönchengladbach. Denn früher und anderswo ist immer alles besser.

Der Zuch

Fangen wir positiv an: Die Fußgruppen waren sehr schön und kreativ umgesetzt, selbst die Bollerwagen zum Transport des Wurfmaterials waren entsprechend dem Jahresmotto verkleidet, meist als Drachen.
Das Motto war auch recht gut: „Gladbach hat auf jeden Fall ‘nen saaagenhaften Karneval“ ist mit seinem Anklang von Lautmalerei um Längen besser als die in dieser Stadt leider sehr unkarnevalistisch hochdeutsch-bräsige Mottotradition. Und das ohne den Erfinder des Mottos (Nik Ebert, bekannt als Karikaturist für die lokale Rheinische Post) auszutauschen. Lernt da wer dazu? Sehr schön!

Und jetzt zur Bissigkeit.
Den bissigsten lokalen Wagen habe ich leider zu Fotografieren verpasst, ein Fußgruppenbegleitwägelchen (Deutsche Sprache, du Kompositaparadies!) mit der Beschriftung „Gladbach verzockt? Minto, JHQ, Masterplan“. Nicht ganz 2010 mit seinem ein Cable Car die Hindenburgstraße hochkurbelnden Oberbürgermeister Bude, aber das Herz sitzt am rechten Fleck. Nicht jeder kann einen großen Wagen mit komplexem Figurenaufbau herstellen und das ist völlig okay.
Eher unfreiwillig politisch scheint mir dieser Wagen, den auch die Peta hätte einsetzen können:
Ja, da sind zwei Clowns im Käfig. Artgerechte Haltung für Clowns, wenn ihr mich fragt.
Und passend dazu eine Fußgruppe in Baumkostümen. Denn diese dürften im Tiergarten bleiben, weil sie leise sind (Bezug).

Schild mit Text dazu leider nicht im Bild, hab ich zu spät gesehen


Gummipunkte gibt es von mir für die Junge Union. Schilderwald. Jetzt nicht so das Knallerthema und es gibt schönere Wagendesigns, aber immer wieder gern genommen und den Gedanken, etwas Politik in den Zug zu bringen, muss man einfach mal anerkennen. Ignoriert mein Gemopper, der Weg ist der Richtige. Mehr davon! Go, Christdemokraten!

Heyho, Junge Union! Dabei hab ich gar nicht getrunken. Zumindest nicht SO viel


Okay, ich habe die JU gelobt. Also, ein bisschen. Wie toppe ich das? Nun, ich lobe jetzt auch noch die Rheinische Post! Die hat das einfache Prinzip, auf einem immergleichen Wagen jedes Jahr ein anderes Nik-Ebert-Motiv zu zeigen, in 2D auf einer weissen Wand. Nicht wirklich die Hohekunst des Wagenbaus, aber das Motiv hat jeden Respekt verdient. Hier ist Mönchengladbachs Charlie-Hebdo-Motiv, wegen dem ich den RP-Läufern auch die Shirts mit der Aufschrift „Charlie RP“ verzeihe.

Ohne Worte, aber komischerweise mit Dialog... ich bin ja schon ruhig


Erwähnt seien noch ganze zwei richtige Motivwagen zu überregionalen politischen Themen:

Flughafen Berlin

Bundesuschi in Aktion


Erwähnenswert noch ein paar Wagen die beweisen, dass das wagenbauerische Talent durchaus da ist, aber nicht genutzt wird, um mal etwas gewagtere Motive aufzubauen. Schade, aber trotzdem schöne Wagen.

Schuhthron

Teufelei

Lokomotufftuff

Schweinderl


Und dann war da noch die größte aller Legenden dieser Stadt, unser stadteigenes Ungeheuer, unser Star fürs Boulevard, Vernichter von Dackeln und Verschrecker von Hausfrauen. Kuno samt Dackel, auch wenn mein Autofokus die Rückseite des Halteverbotsschildes wohl wesentlich interessanter fand. Naja, ein Fisch der darf auch mal verschwommen sein.

Rock On, Killerwels vom Volksgartenweiher, du bist cool


Ganz im Ernst, der Gladbacher Karneval ist ein kurzweiliger Zug und kann schon was. Ich finde nur, er lässt sehr viel Potenzial liegen. Vielleicht brauchen wir wirklich einen eigenen Jacques Tilly, der mit seinen Wagen etwas Pepp in die Sache bringt und andere herausfordert, es ihm gleichzutun. Vielleicht kann ja jemand Prisac einen Wagenbauerkurs geben? Der ist im Moment bei Playmobil und hätte sich nach den letzten Jahren ein Upgrade auf Pappmaché redlich verdient. Apropos, hier sein Veilchendienstagszug 2015:

Seht ihr, so sieht Karnevall aus, über den ich nicht mecker. Okay, das Intro ist vielleicht etwas zu la… ist ja schon gut!

Ausserdem gelernt

  • Über Blackface regen sich ausserhalb der USA (wo das einen besonderen kulturhistorischen Hintergrund hat) nur Weisse auf. Schwarze sind von als Jamaikanern verkleideten Bläsern begeistert und wenn sie bis dahin am Rand des Zuges nur ein bisschen gewippt haben, fangen sie an zu hüpfen. Mindestens drei jedenfalls.
  • Der Chefredakteur der RP wirft mir manchmal Bälle zu. Ich kann die aber gekonnt abwehren.
  • Manche Witze halten sich versteckt. Ich fand einen im Ziehwagen für Wurfmaterial halb vergrabenen Wellpappkarton klasse, einer der schönsten Sprüche dieses Zuges: „Well, it’s Pappe“ – ich weiss, ich bin seltsam
  • Es gibt eine Ritter Sport Kakao-Keks. Warum hat mir das keiner gesagt? Wo krieg ich die günstig? So ungefähr 1x die Jahresproduktion. Die is lecker!
  • Die Android-Autokorrektur kennt VDZ nicht und ändert es in vdH, was ich wiederum nicht kenne. Huh.
  • Politiker sind quer durch den Zug zu finden, aber grundsätzlich nur auf den wirklich langweiligen Wagen, die sich damit begnügen, ein paar Kamellewerfer auf einen themenneutralen Pappmachéquader zu setzen

Freitägliche Fünf 13.02.2015

Die wöchentlichen Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.

1. Das hier ist ein wirklich schöner Artikel eines Mannes, der nach dessen Tod das ungekannte pornografische Erbe seines Vaters findet.

2. Ein wenig albern, aber die Raptoren sind in dieser Veralberung des Jurassic-World-Trailers per Post-Edit einfach großartig.

3. Langsam aber sicher kommen wir zum Tricorder. Neueste Errungenschaft in diese Richtung: Ein Testgerät für HIV und Syphillis, das an ein Smartphone angeschlossen wird und dann den Test in 15 Minuten durchführt. Nicht die sicherste Methode (HIV braucht zwei Tests mit einigem Abstand, hab ich mal in der Schule gelernt), aber ein großer Schritt vorwärts grade für den Einsatz in Entwicklungsländern (vorausgesetzt man hat da genug Strom um ein Smartphone zu laden).

4. Diese Fake-Werbung zu e.on, gefunden beim Klima-Lügendetektor

5. Und hier ein Nostalgie-Flash zum Abschied. Es gibt viel zu wenig Fanart zu Dino-Riders, einer Zeichentrickserie, die beweist, dass Kinderfernsehen zu meiner Zeit besser war als zu anderen Zeiten. Ich meine, der Bösewicht ist ein Ausserirdischer, der auf einem bis an die Schädeldecke bewaffneten Tyrannosaurus rex thront. Mehr awesome ging nicht!

Bild von hier