Sieben am Sonntag 07.01.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Also dann, fangen wir 2018 mal endgültig an.

Musik der Woche

Fangen wir das Jahr mit einem politischen Song an, den ich sehr wichtig finde. Ein Gegengewicht zum Rassismus-Geschrei bei jedem Kleinkram und einen Pseudomoralismus, der gegen Negerküssen/Mohrenköpfe vorgeht, als ginge es um das Schicksal der Welt.

Medikament der Woche

Das wäre in der Tat ein beeindruckender Durchbruch: Britische Forscher präsentierten in der Nature Ergebnisse einer Versuchsreihe, bei der mit Hilfe eines experimentellen Alzheimer-Mittels Zähne dazu angeregt werden konnte, neuen Schmelz zu bilden und so den bisher als unumkehrbar geltenden Verlust von Schmelzmaterial bei Karies und Beschädigungen rückgängig zu machen.
Eine beeindruckende Entdeckung, mit der mittelfristig der Einsatz von Füllmaterialien komplett überflüssig werden könnte. Amalgam gilt als gesundheitlich bedenklich, Gold und Keramik sind teuer. Eigener Zahnschmelz ist dabei fest mit dem Zahn verwachsen und ein vollkommen ungiftiges Produkt des eigenen Körpers.
Aus naheliegenden Gründe an dieser Stelle kein Foto von verrottenden Zähnen.

Zecke der Woche

Und noch etwas von der Nature, dies etwas unangenehmer. Also, als medizinische Durchbrüche, nicht als Zahnschmerzen.
Das da im Bild ist eine neu entdeckte Zeckenart mit dem klingenden Namen Deinocroton draculi. Die gute Nachricht ist, dass sie sich in Gefiedern festsetzt, also nicht an Säugetieren wie uns interessiert ist. Die andere gute Nachricht ist, dass sie vor etwa 99 Millionen Jahren lebte. Die interessante Nachricht ist, dass sie im Gefieder von Dinosauriern lebte.
Die Zecke wurde mit einer Dinosaurierfeder und weiteren Zecken in einem Stück Bernstein gefunden, welches Material aus einem Dinosauriernest enthielt. Die anderen Zecken ähneln heutigen Arten, aber Deinocroton gehört einer völlig neuen Familie an. Der Fund beweist, dass Zecken schon sehr lange größere Tiere plagen.
Dies sind zugleich die bisher ältesten Funde ausgewachsener Zecken. Aus der Kreidezeit gab es bisher nur in Bernstein erhaltene Zeckenlarven.

Zensur der Woche

Wo wir am Anfang schon angedeutet bei der inhärenten Dummheit von Political Correctness waren: Das amerikanische Amt für Seuchenbekämpfung (CDC) hat es bei seinen Budgetbesprechungen offenbar für wichtig gehalten, bestimmte Wörter nicht mehr zu verwenden, weil sie kontrovers sein könnten. Nun muss ein Aufklärungsprojekt für Transgenderpersonen ohne den Begriff Transgender, ein Projekt zur Fötensicherheit ohne den Begriff Fötus und eines für besonders anfällige Menschen ohne den Begriff der Anfälligkeit auskommen. Die Begriffe seien umstritten.

Fahrrad der Woche

Quelle: Indiegogo

Quelle: Indiegogo

Gut, das Smacircle S1 ist nicht unbedingt das hübscheste Klapprad. Aber immehrin ist es ein einklappbares eBike im Rucksackformat mit einigen interessanten Ideen. Den Sattel etwa durch eine Art Nackenrolle zum Draufsetzen zu ersetzen, finde ich eine clevere Idee, die zusammengeklappt einen guten Handgriff ergibt. Und einen angenehm warmen, wenn man nach dem Fahren schnell ist mit dem Zusammenklappen und Losgehen.

Schmuckstück der Woche

Quelle: Etsy

Quelle: Etsy

Es sind die Details, die zählen. Etwa jenes, dass Perseus‘ erfolgreiches Abschlagen des Haupts der Medusa wohl kaum besonders ästhetisch war. Das nimmt diese Kette aus dem Etsy-Shop von StrangeLoopJewellery auf und nutzt es sehr schön.

Sperrung der Woche

An dieser Stelle noch ein ganz besonderer Glückwunsch an die BBC, die es geschafft hat, ein Video über die letzte Episode von Doctor Who mit der neuen Darstellerin Jodie Wittaker für die Hauptfigur zu sperren. Auf der Seite des Piratensenders aller Piratensender, der… BBC.

Quelle: BadWilf/Twitter

Quelle:


Das wird 2018

Auf den Jahresrückblick am 31. 12. folgt natürlich wieder der Ausblick am 1.1. Also, schauen wir mal, welche Pläne dieses Jahr bringt, bevor das Leben passiert und mit seinen eigenen Plänen daherkommt. Aber zunächst wie üblich Musik für den Ausblick.

2018

Das große Schreiben

Natürlich geht auch 2018 das Schreiben weiter. Ich will den Trend aus 2017 fortführen, nach dem ich regelmäßig kurze Texte an verschiedene Publikationen verkaufen konnte, um eine breitere Basis von Geschichten zu haben, die sich in der Welt verteilen und über die neue Leser mich finden können. Das Ziel ist es, jede Woche einen solchen Text einzureichen. Nach meiner bisherigen Erfolgsrate würde das bedeuten, dass 2018 zwischen 20 und 30 kurze Texte von mir erscheinen. Eine Kurzgeschichte für 2018 ist ja bereits vom Verlag gekauft und verplant, Fetch Monkey im September.
Eine zweite wöchentliche Kleinaufgabe betrifft den Youtube-Kanal. Dieser wird 2018 wieder jede Woche eine neue Geschichte bieten. Anders als bisher werden dies original für den Kanal verfasste Geschichten sein, denn ich hatte eine Idee: Jede der 52 Geschichten für 2018 wird durch eine lokale Folkloregeschichte inspiriert. Ich habe eine Menge dieser Sammlungen alter Sagen aus Orten und Dörfern, die oft extrem wenig Inhalt haben, aber aus denen sich recht gut mehr machen lässt. Viele dieser Geschichten sind einfache Erwähnungen, dass es an diesem oder jenem Ort einen Geist gibt, aber oft ist ein bisschen was dabei. Zwischendurch wird es vielleicht auch ein paar bereits geschriebene Geschichten als Hörgeschichten geben, dies dann aber zusätzlich.
Wichtig ist an dieser Stelle, mehrere Wochen im Voraus parat zu haben, um Ausfälle aus diversen Gründen zu vermeiden. Ich habe 2017 mit Paul das Rentier gesehen, wie komplett ein einziger Ausfall den Arbeitsfluss für eine ganze Reihe abreissen kann.
An der Buchfront geht es 2018 aller Voraussicht nach weniger um komplett neue Titel, als um eine Aktualisierung des Portfolios. Die Meilensteine der Evolution gehen 2018 in dickeren Büchern auf, mit vier dicken statt den einst geplanten zehn dünnen Bänden. Dieses Cover ist Müll ist inzwischen nicht mehr marktgerecht, ich werde es aus dem Verkauf nehmen, sobald ein neuer Titel fertig ist, die Lücke zu schließen. Unter Wittgensteins Löwen erhält 2018 eine leicht erweiterte Ausgabe, die zu großen Teilen bereits fertig ist. Ebenso habe ich mich entschieden, statt eines zweiten Bandes eine stark erweiterte Neuauflage von How to Sing Butterflies herauszubringen – die deutsche Ausgabe Stückwerk wird dann von Anfang an dicker sein.
2018 steht in den Kinos ein neuer Teil der Jurassic-Park-Reihe an und damit einher geht auch eine Aktualisierung für mein Begleitbuch The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World.
Paul das Einhorn erhält pünktlich zur Vorweihnachtszeit eine illustrierte Papierausgabe, für die ich im Laufe des Jahres noch jemanden für die Illustrationen finden muss.
Und dann ist da noch die Aussicht auf eine Beteiligung an einem Großprojekt mehrerer Kreativer, zu dem ich noch nicht zu viel verraten möchte. Ausser, dass es spannend wird!
Alles in allem also eine Wende zu mehr kurzen Texten an mehr Orten und zu Projekten, die bei besseren Ergebnissen weniger Zeit in Anspruch nehmen. Gleichzeitig werde ich meine Zeitplanung verbessern und so regelmäßig Zeit speziell zum Schreiben einplanen, die ich in der Vergangenheit viel zu sporadisch zugeteilt habe.

Youtube

Davon ab, dass ich natürlich auch 2018 weitere Videos für die beiden Youtube-Kanäle produziere, will ich mit beiden auch auf eine positive Bilanz kommen.
Extra Extra ist momentan ein Nullsummenspiel, Thomas Diehl liest hat noch gar nicht den Status erreicht, Werbeeinnahmen erzeugen zu können. Das will ich 2018 ändern. Davon ab werde ich die englischen Inhalte aus Thomas Diehl liest auf einen exklusiv englischen Kanal verlagern, der dann als dritter dazukommt. Die bisherige Lösung, englische und deutsche Geschichten auf den selben Kanal zu laden, wird extrem schnell unübersichtlich und unpraktikabel.
Alles in allem läuft es darauf hinaus, dass ich Youtube als Teil der Routine und zusätzliches Standbein einsetze.

Politik

Mein klares Ziel im politischen Bereich ist es, zu einer stärkeren inhaltlichen Politik zu kommen. Endlich ein Jahr (hoffentlich) ohne Wahlen, in dem man so etwas in Ruhe angehen kann.
Im Januar starte ich bei den Grünen einen neuen Arbeitskreis Verkehr, der dies in einem Teilbereich stärken soll und zugleich neue Beteiligungsmöglichkeiten bietet. Wir hatten einen solchen Arbeitskreis schon ein mal bis 2012. Diese Wiederbelebung des Konzepts knüpft daran an.
Politik ist stets ein Feld voller Überraschungen, daher möchte ich noch nicht zu viel konkret planen, aber auch hier kann ich sagen: Da wird sich in Gladbach 2018 viel tun. Wir haben da ein klasse Team, das viel anpacken will.

Dahler Oase

Mein monolithisches Großprojekt ist zur Zeit so weit vom Autoren- und Politikerdasein entfernt, wie man es sich nur vorstellen kann. Denn zur Anlage der Dahler Oase gehört Anpacken mit Werkzeug und Dreck. Irgendwo der perfekte sonntägliche Ausgleich zu der ganzen Schreibtischarbeit.
ich fasse das Ziel mal so zusammen: Bis zum einjährigen Jubiläum im Sommer soll aus den noch bescheidenen Anfängen der Oase ein veritabler kleiner naturnaher Park erwachsen. Die ganz großen Arbeiten sind inzwischen fast fertig, fürs Frühjahr steht die Detailarbeit an. Schilder wollen aufgestellt, Pflanzen gepflanzt und Bauten wie Hochbeete gebaut werden. Und natürlich soll das Ganze auch deutlich stärker publik werden.
Wir haben in der kurzen Zeit zwischen Hochsommer und Schlechtwetterphase schon einiges tun können. Natürlich hoffen wir für Frühling und Sommer auf eine deutlich längere Zeit mit gutem Wetter für die Gartenarbeit.

Das alles ergibt ein gute gefüllt aussehendes 2018. Aber es ist auch nach meinen bisherigen Erfahrungen ein gutes Level an Zielen, das ziemlich gut mit meiner verfügbaren Zeit und Energie hinkommt und noch ausreichend Reserven für Überraschungen lässt. Denn natürlich wird sich im Laufe des Jahres noch so manches ergeben. Und vieles wird mir wieder sehr kurzfristig einfallen und alles durcheinanderbringen.
Ich bin gespannt.
Ein erfolgreiches und spannendes Jahr euch allen!


Das war 2017

2017 war ein langes Jahr. Ich habe in einigen Jahresrückblicken schon das Erlebnis gehabt zu fragen: „Wie, das war noch dieses Jahr?“

Nun, diese Dinge sind mit Sicherheit alle von diesem Jahr. Und obwohl ich im Juli zu großen Teilen ausgefallen bin, weil ein Fahrradunfall meine Arme für einige Wochen nahezu unbrauchbar gemacht hat, gibt es da doch einiges zurückzublicken. Wobei der Unfall da durchaus zugehört. Zu erleben, wie plötzlich man so heftig eingeschränkt werden kann, ist eine prägende Erfahrung.

Aber hier möchte ich mich auf Erreichtes konzentrieren, also, Musik ab und los:

Was mit Medien

How to Sing Butterflies How to Sing Butterflies DX Rezepte für den Schmortopf Eye to the Telescope 101 Fiction Steaks, Walls And Dossiers

Das sieht doch schonmal nicht schlecht aus, so eine große Sammlung von Titeln für ein Jahr. Ich muss allerdings auch sagen, dass vieles davon Beiträge zu größeren Projekten sind.

Den Anfang machten jedoch komplett eigene Veröffentlichungen: Im Februar erschien eine überarbeitete Neuauflage des Coverdesign-Ratgebers Dieses Cover ist Müll, meines inzwischen sechs Jahre alten ersten eBooks.

Ihm folgte eine erste Premiere für das Jahr: How to Sing Butterflies und seine erweiterte Variante How to Sing Butterflies DX sind seit April als Papierausgaben erhältlich. Zwar nur bei Amazon, aber immerhin. Und das sieht schon nach etwas aus, so eine physische Ausgabe seines Werks in den Händen halten zu können:

Aus der Reihe Meisterwerke des 21. Jahrhunderts, das Kronstück

Aus der Reihe Meisterwerke des 21. Jahrhunderts, das Kronstück


Es folgte im Mai die erste Veröffentlichung eines vollständig von mir übersetzten Kochbuchs. In der Vergangenheit hatte ich immer wieder einzelne Rezepte übersetzt, das ist meine erste volle Übersetzung eines Buchs. Kochbücher zu übersetzen ist eine recht spezielle Aufgabe. Eine gute Übersetzung erfordert nicht nur Kenntnisse der Sprache, sondern auch der unterschiedlichen Warensortimente in den unterschiedlichen Ländern und ihrer Möglichkeiten, Ersatzprodukte zu beschaffen oder herzustellen. Sehr viele Kochbuchübersetzungen fallen dadurch mit seltsamen Zutaten und Maßeinheiten auf. Ich bin recht stolz vermelden zu können, dass dies bei meinen Übersetzungen nicht vorkommt.

Apropos stolz: Der September sah die Verwirklichung eines lange angedachten Projekts, als ich die Gelegenheit beim Schopf packte, bei der Schauzeit in Rheydt mitzumachen, eine Gruppe von insgesamt 19 Autoren aus Mönchengladbach versammelte und mit diesen für einen Monat in einem leeren Ladenlokal in Rheydt eine kleine Bibliothek aufbaute. Diese Geschichte gibt es ausführlicher hier

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek


Diesem Projekt folgte mit Fling of Petals bei Eye to the Telescope mein erstes jemals veröffentlichtes Gedicht, etwas, was ich niemals erwartet hätte. Aber manchmal schlägt die Inspiration einfach zu. Etwa gleichzeitig verkaufte ich auch die Kurzgeschichte Fetch Monkey an das für mich perfekt benannte Mad Scientist Journal, aber bis es die zu lesen gibt, müsst ihr euch noch bis September 2018 gedulden.

Was ich damit überschnitt war der Start meiner Youtube-Aktivitäten. Zunächst Extra Extra mit seinen Tests von Heftbeilagen, der sich inzwischen zu einem Lego-Kanal entwickelt. Und dann im November ein Kanal unter meinem Namen, auf dem ich meine Kurzgeschichten einspreche. Letzterer stotterte zuletzt mit dem Projekt der täglichen Weihnachtsgeschichte um Paul das Einhorn, ein Fehler, aus dem ich mit Sicherheit lernen werde. Natürlich wird Paul noch sein restliches Abenteuer erleben dürfen, ich habe nur den Zeitaufwand einer täglichen Serie unterschätzt und werde die Geschichten für den Kanal in Zukunft anders organisieren. Aber auch das ist eine wertvolle Erfahrung in einem Medium, in dem ich zuvor noch nie gearbeitet hatte.
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Mit dem November kam auch eine weitere Kurzgeschichte dazu, die Anfang Dezember veröffentlichte Fantasy-Kürzestgeschichte Chiselled, veröffentlicht Anfang Dezember bei 101 Fiction und meine erste Veröffentlichung in britischem Englisch.

Mein literarisches Jahr schloss im Dezember mit einer Überraschung: Ich hatte nicht mehr erwartet, dass die eigentlich für Januar 2017 geplante Trump-Parodiensammlung Steaks, Walls and Dossiers noch erscheinen würde, doch sie tat es und meine kurze Persiflage In Thine Image war wie erhofft Teil der Anthologie. Übrigens einer von zwei Beiträgen aus Deutschland neben The Trump that Ate the Solar System von Cora Buhlert aus Bremen.

Mission Weltverbesserung

Ich muss zugeben, ich bin zu faul nachzuschauen, in welcher Reihenfolge die vielen politischen Ereignisse kamen, an denen ich dieses Jahr Teil nahm. Wahrscheinlich vergesse ich dabei auch ein-zwei Dinge, aber was soll’s. Übrig bleiben die Eckpunkte, die am besten in meiner Erinnerung blieben.

Erstmal die Formalitäten abräumen: Im April Vorstandssprecher der Grünen Mönchengladbach geworden, im November Beisitzer im Vorstand des Bezirksrats der Grünen Niederrhein-Wupper. So, und jetzt zu den wichtigen Sachen. Ach nee, ein Foto noch vom Gladbacher Vorstand, soviel Zeit muss sein:

v.l.n.r.: Ulla Schmitz, Thomas Diehl, Anita Parker

v.l.n.r.: Ulla Schmitz, Thomas Diehl, Anita Parker

Das Fotoarchiv verrät mir, dass die Eröffnung der Radstation am Hauptbahnhof Mönchengladbach in diesem Jahr war. Ein ewig langer politischer Prozess findet damit endlich seinen guten Abschluss. Das reicht ja bis tief in die Zeit der Ampel zurück.

Nur viel Glück beim Versuch, ein Rad abzustellen, da waren am Freitag ganz viele Politiker, Presseleute und Vereinsobere im Weg. Da muss irgendwo ein Nest sein.

Nur viel Glück beim Versuch, ein Rad abzustellen, da waren am Freitag ganz viele Politiker, Presseleute und Vereinsobere im Weg. Da muss irgendwo ein Nest sein.


Natürlich waren auch zwei große Wahlkämpfe. Das war ziemlich viel Energie, die Landtags- und Bundestagswahl erfordert haben. Dass nun wieder Schwarz-Gelb in NRW dran ist und die Lage im Bund weiter in der Schwebe bleibt, ist natürlich schade, aber ich kann sagen, wir hier bei den Grünen in MG haben alles für ein gutes Ergebnis getan und da waren einige wirklich fleissige Helfer und natürlich drei sehr gute Kandidierende bei. Obligatorisches Symbolbild zur Auflockerung des Textes in 3,2,1…
Ja, das 1. und 2. hat einen Sinn. Den hat nur niemand verstanden. Einschließlich der meisten Wahlkämpfer

Der Christpher-Street-Day brachte den Nebeneffekt, dass ich erstmals eine Rikscha fahren durfte. Wackeliges Gefährt mit einem Dach genau in Höhe meiner Augen. Was für ein Abenteuer! Oh und wie man auf dem Bild erkennen kann, wurde ich auch noch von menschenfressenden Ballons angegriffen, weswegen man mich hinter diesen suchen muss. Das ist bald schon videospielwürdig.

In Regenbogenfarben geschmückte Rikscha vor dem Festplatz des CSD Mönchengladbach 2017

Ich schwöre, die Ballons haben ein Bewusstsein und versuchten genau im Moment des Fotos, mich aufzufressen. Ich konnte grade so entkommen!


In internationaler Mission kam ich nach Bonn (Fahrraddemo zur Weltklimakonferenz) und in das belgische Städtchen Tilleur, wo ich einen proppenvollen Bus zur Menschenkette gegen das bröckelige Atomkraftwerk in Tihange organisierte, im Tandem mit einem ebenso vollen zweiten Bus der Linken und einem von uns unabhängigen Bus der Stadt Mönchengladbach. Was übrigens ein echtes Opfer war, mit einem nur halb verheilten Arm in einer Menschenkette zu stehen, kann durchaus schmerzhaft werden.
Hallo, Bonn, wir sind da!

Hallo, Bonn, wir sind da!


tilleur-kette
National sah mich nach ein paar Jahren Berlin mal wieder, diesmal gleich zweimal zu Bundesparteitagen. Aber auch ins Braunkohlenrevier ging es mal wieder, dieses Jahr nicht so viel wie noch vor dem Abriss Borschemichs. Ich war ein paar mal in Immerath, Fotobeweise gibt es aber nur vom Hambacher Forst, wo Franz Bauman und ich Mitte Dezember Decken und Schlafsäcke sowie weiteren Kleinkram (Klopapier, Essen) vorbeibrachten.
Vier Gladbacher in Berlin

Vier Gladbacher in Berlin

Zwei Gladbacher im Hambacher Forst

Zwei Gladbacher im Hambacher Forst


Ich bin ziemlich sicher, sehr vieles überschlagen zu haben. Es war viel und ich habe mich etwas an den Fotos hier im Blog entlanggehangelt, um es noch nachzuvollziehen. Und manches war auch intern, wie das bei Politik so ist. So haben wir vom Vorstand dieses Jahr sehr viel getan, um als Gladbacher Grüne offener und einladender aufzutreten.
Ich bin sehr glücklich damit, wie viel wir in Gladbach zur Zeit bewegen und wohin sich die Gladbacher Grünen als Partei entwickeln.

Spaten reimen nur unsauber auf Garten

Aber hey, wer einen sauberen Spaten hat, ist wahrscheinlich nur faul. Oder hat keinen Grund, einen Spaten zu besitzen.

Wie dem auch sei, nach langer Wartezeit konnten wir von der Transition-Town-Initiative Mönchengladbach Mitte 2017 endlich den Pachtvertrag für einen neuen öffentlichen Garten unterzeichnen, die Dahler Oase. Diese darf ich nun leiten und auch wenn der Start im Hochsommer denkbar ungünstig war, um etwas anzupflanzen, haben wir doch seitdem einiges geschafft.
Es galt eine Zuwegung und Wege über das Gelände selbst freizumachen, wuchernde Brombeeren zurückzudrängen, neue Pflanzen einzusetzen, Äpfel und Birnen in Massen zu ernten und bei der Eröffnung einen erfreulich großen Besucherandrang zu bewältigen. Und das alles ohne Strom und Wasser.
Das ist alles keine Arbeit von fünf Minuten, aber ich bin auch hier mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden. Die Brombeeren sind so gut wie besiegt, es gibt einen großen Weg rund um das Gelände und durch den dazugehörigen Wald (zusammen immerhin 6.000 m2). Wir haben eine große Zahl von Nutzpflanzen (insbesondere Beerne, aber auch Knoblauch, Waldmeister, Lavendel und Heckenzwiebeln) im Gelände angesiedelt. Die Bank mitten auf dem Gelände ist natürlich ein sehr deutliches Zeichen, dass hier was passiert.
Richtig groß wird das natürlich alles aussehen, wenn das Frühjahr kommt und unsere Ansiedlungen aufblühen.

Aus Paletten gefertigte einfache Sitzbank

… es ward eine Bank


Hobby: Amoklaufen

Hobby: Amoklaufen


Besucher pflücken im Garten Äpfel
Spaten, garantiert dreckig, wie es sich gehört

Spaten, garantiert dreckig, wie es sich gehört

War’s das?

Oh, bei weitem nicht aber das waren die drei großen Themen des Jahres, in denen richtig viel auf einmal passiert ist. Und dabei war die erste Jahreshälfte noch eine richtig ruhige Zeit, in der ich im Grunde für die zweite Anlauf genommen hatte (was auch so gedacht war).
Und 2018? Nun, dazu komme ich morgen, aber soviel sei schon verraten: Es wird nicht weniger los sein. Ganz im Gegenteil.


Sieben am Sonntag 10.12.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Okay, wir haben das eine Weile nicht mehr gemacht. Betrachtet es als eine Rückkehr zur Normalität.

Musik der Woche


Lindsey Stirling ist immer ein paar Anhörungen ihrer Songs wert. Wobei Christmas C’Mon anlassbezogen wohl das zuckrigste ihrer Videos ist. Ich bin kein Fan von Becky G, aber im Duett mit Stirlings Gitarre funktioniert ihr Auftritt sehr gut.
Der Tiefgang ist nicht besser als Helene Fischer, aber bei Lindsey schaltet man für die Gitarrenmusik rein, insofern ist das okay.
Übrigens wäre an dieser Stelle fast Nie wieder Krieg, nie wieder Las Vegas von den Ärzten aufgetaucht, in Erinnerung an den Tod der RTL-Hütchenspiellegende Salvatore, gespielt von Franco Campana, der vor einigen Wochen verstorben ist. Aber jetzt ist Dezember und dann gibt es Weihnachtsmusik. Oh, merkt euch den Helene-Fischer-Nebensatz, der kommt diesen Monat noch zurück.

Rant der Woche

„Woran erkennt man einen Veganer?“
„An der Schwarm von Nichtveganern, die ihn umschwärmen und von der Falschheit seines Weges zu überzeugen!“
Was soll das heissen, so geht der Witz nicht? So ist es aber einfach und dieser Rant bei der Huffington Post (die ich normalerweise wegen der erschlagenden Werbung nicht verlinke) ist eine ziemlich gute Zusammenfassung der Situation.
Ja, ich weiss, der Artikel ist von vor fast zwei Jahren, aber dadurch wird er nicht schlechter.

Dinosaurier der Woche

halszkaraptor
Halszkaraptor ist ein seltsamer kleiner Dinosaurier aus der Mongolei. Er stellt offenbar eine amphibische Form der Raptorenfamilie dar, mit zu Flossen umgebildeten Armen, wie sie kein zweites Mal in der bekannten Tierwelt zu finden sind.
Damit füllt sich die Riege im und am Wasser lebender Dinosaurier langsam. Neben Halszkaraptor haben sich in den letzten Jahren auch der nordafrikanische Spinosaurus und der zentralasiatische Psittacosaurus als Bewohner der Binnengewässer erwiesen. Ich bin heute noch stolz darauf, diese Entwicklung beim Spinosaurus fast 20 Jahre vor der tatsächlichen Entdeckung aufgrund einiger Merkmale verwandter Arten vorausgesagt zu haben.
Für Interessierte bietet die Veröffentlichung zu Halszkaraptor in Nature nicht nur viel Text, sondern auch viele Aufnahmen des gefundenen Skeletts.

Klimaschutzmaßnahme der Woche

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Forschungen an der Universität von Reading haben ergeben, dass sich Fett in der Atmosphäre hochinteressant verhält. Einmal in der Luft (etwa beim Frittieren von Speisen), verhält es sich deutlich zäher und langlebiger als Wasser. Dadurch regt es die Bildung von Wolken an und stabilisiert diese, was durch Reflexion von Sonnenlicht einen Kühleffekt hat.
Also, mehr Pommes! Wir müssen hier schließlich die Welt retten!

Energiekrise der Woche

Das war leider abzusehen: Bitcoins werden ein ernsthaftes Energieverbrauchsproblem.
Der Kern des Problems ist dieser: Mit jeder generierten Bitcoin steigt die nötige Rechenkraft pro Bitcoin exponenziell an. Das ist kein Versehen, das war Absicht bei der Erfindung der Bitcoins, um die Menge der verfügbaren Bitcoins zu begrenzen. Die Menge an Bitcoins im Umlauf sollte mit der Zeit langsamer wachsen. Klingt zunächst ganz sinnvoll.
Das Problem dabei ist, je mehr Rechenkraft ein Vorgang verbraucht, desto mehr Energie verbraucht er auch. Und bei exponenziellem Wachstum kann das schnell ausser Kontrolle geraten. Und jetzt verbraucht der Handel mit Bitcoins mehr Strom als die gesamte Republik Irland. Das sind eine Menge Kraftwerke, die man für so einen Energieverbrauch am Laufen halten muss. Mehr als Alaska.
Wenn die Wachstumsrate sich fortsetzt, verbrauchen Bitcoins zum Februar 2020 die gesamte Menge des auf der Erde gegenwärtig hergestellten Stroms. Das ist kein langer Zeitraum. Wir sollten diese Bullshit-Währung abschaffen. Sofort!

Staatsgründung der Woche

Die kleinste Nation der Erde besteht gegenwärtig aus einem einzelnen Satelliten im Orbit des Planeten. Asgardia hat eine Bevölkerung von 114.000 (Datensätzen der Bürger) und existiert für etwa anderthalb Jahre, bevor es in der Atmosphäre verglüht, nachdem es in den nächsten Tagen von der ISS abkoppelt.

Fahrrad der Woche

Es gibt deutlich zu wenig ungewöhnliches im Internet. Hier ist Darth Vader auf einem Einrad, wie er mit einem Flammen werfenden Dudelsack Schnee schiebt.

Bonus: Buch der Woche

Steaks, Walls And DossiersNatürlich kann ich diese Anthologie nicht vergessen: Steaks, Walls and Dossiers ist eine Sammlung von 13 Parodien auf einen berühmt-berüchtigten aktuellen US-Präsidenten, dessen Identität ich hier nicht verrate.
Mit dabei ist auch eine Kurzgeschichte von mir. In Thine Image it ein parodistisches Spiel mit Trumps Narzissismus am Ende seiner ersten Amtsperiode. Ich hatte sehr viel Spass mit dem Schreiben dieser Geschichte und hoffe, sie vermittelt dies auch beim Lesen.
Die Sammlung ist in Englisch und dies ist eine Geschichte, die sehr schwer zu übersetzen sein wird, weil die Pointe am Ende komplett auf einer sprachlichen Besonderheit des Englischen beruht.

Das eBook gibt es zur Zeit für 0,99 € bei Amazon, weitere Shops sollen demnächst folgen.


Frisch in der Röhre 09.12.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen.

Diese Woche: Unser Einhorn geht auf die Reise und im Legoland treffen wir auf ein Lavamonster und ein neues Fluggerät.

Thomas Diehl liest

Diese Woche gibt es nicht so viele Folgen von Paul, das Einhorn wie geplant. Der Grund ist zum einen eine deutlich zu terminhaltige Woche, zum anderen eine zum Glück dann doch nicht vollends ausgebrochene Erkältung (in Teil 3 kann man das noch leicht raushören). Ich werde die nächsten Tage einfach aufzuholen haben. Der Plan, Folge 24 an Heiligabend rauszubringen, steht so oder so. In Zukunft werde ich einen Puffer von mindestens einer Woche aufbauen, damit sich das nicht wiederholt.
Diese Woche bricht Paul aus seinem Wald auf in die Kälte der Arktis, um nach der Quelle des Läutens zu suchen. Unterwegs beginnt er, die Rentiere kennen zu lernen angefangen mit Donder und Blixem.
Eine kleine Änderung betrifft den Text: Er bleibt jetzt etwa eine Sekunde länger um das Lesen weiter zu erleichtern. Das war ursprünglich ein Versehen beim Schnitt, aber es gefällt mir und so bleibt es fortan fester Bestandteil der Videos.

Die Anzeige links in der Seitenleiste wird sich übrigens nicht erneuern, solange Pauls Serie läuft. Würde ich die letzte Folge immer ganz oben in die Wiedergabeliste setzen, würde diese die Teile von Paul rückwärts abspielen, was beim Anhören etwas verwirrend sein dürfte.

Extra Extra

Es sollte eigentlich eine Einzelfolge werden, aber da sich Magazin und Comic im Regal gleichzeitig anboten, gibt es zur dieswöchigen Lego-Magazinneuheit Nexo Knights gleich eine Doppelfolge mit zwei Extras aus zwei Heften. Kombiniert mit einer Übung, wie gut ich ein Video aufnehmen kann, wenn mein Display kein Bild anzeigt. s hat besser funktioniert, als ich dachte, auch wenn die Minifigur ein paar Mal fast aus dem Bild gegangen wäre.

Nächste Woche

Paul, das Einhorn wird in nächster Zeit viel aufzuholen haben. Das bedeutet, nächste Woche wird es wahrscheinlich mehr Folgen geben, als es sonst gegeben hätte. Dafür pausiere ich die englische Version, die aktuell keine Zuhörer hat und nehme diese dann wieder auf, sobald alles wieder auf dem richtigen Stand ist. Ich überlege allerdings, den Kanal auf einen deutschen und einen englischen aufzuteilen, damit Zuhörer auf beiden Kanälen ohne große Suche Inhalte in ihrer Sprache finden.
Extra Extra hat nächste Woche keine Lego-Neuerscheinung zu behandeln, also nutze ich die Woche für ein Vorhaben, dass ich schon länger rumliegen habe: Der Kanal geht in Tests von Experimentierkästen mit einer Ansicht von fünf Sets der kurzlebigen Serie Science in a Minute.


Frisch in der Röhre 02.12.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen.

Diese Woche: Die Premiere von Paul, dem Einhorn, und ein chinesischer Bösewicht.

Thomas Diehl liest

Ich habe bei den neuesten Videos des Kanals ein paar kleine Verbesserungen vorgenommen. Die Schrift ist jetzt etwas größer und es ist auf dem Bildschirm neben dem Text auch noch ein kleines Bild zur Geschichte zu sehen. Das wird nicht bei allen Geschichten möglich sein, aber wo es möglich ist, will ich es beibehalten. Die Geschichte von letzter Woche beispielsweise hat ein paar lange Absätze, die so nicht mehr geschrieben ins Bild passen würden.
Die Videos selbst sind die ersten beiden Teile meiner täglich fortgesetzten Weihnachtsgeschichte um Paul, das Einhorn. Das zweite Video ist mangels Zeit noch nicht auf Englisch verfügbar, ich werde dann morgen zwei Videos auf Englisch machen müssen.
Diese Serie ist als Kindergeschichte angelegt, was ich nicht von all meinen Geschichten behaupten kann. Ich überlege, sie nach Ende der Geschichte auf einen eigenen Kanal für Kindergeschichten auszulagern oder zu kopieren.

Erst die beiden deutschen, darunter das englische Video:

Extra Extra

Diese Woche gibt es bei Extra Extra nur ein Video. Es zeigt das aktuelle Lego-Ninjago-Magazin und vor allem seine Beilage, den bösen Meister Chen, eine Lego-Minifigur mit einem ziemlich coolen Helm, die ein wenig an chinesische Bösewichte aus den 50ern und 60ern erinnert. Angesichts der gegenwärtigen Empfindlichkeit solchen Bildern gegenüber ein kleines Wunder, dass die Figur keinen Skandal auslöst.

Nächste Woche

Nächste Woche geht es bei Extra Extra wieder zu Legos anderer Mittelalter-Cyber-Mischserie, den Nexo Knights. Auf dem Kurzgeschichtenkanal gibt es unterdessen sieben neue Folgen von Paul, das Einhorn in Deutsch und acht in Englisch (weil die heutige mangels Zeit noch fehlt).


Frisch in der Röhre 25.11.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen. „Röhre“, weil Tube übersetzt eben eine Röhre ist.

Diese Woche: Insektenivasion, ein gekachelter Dinosaurier, eine Adventsherausforderung und ein violettes Eichhörnchen mit seiner Saftbar. Nichts ungewöhnliches also.

Thomas Diehl liest

Die dieswöchige Kurzgeschichte im Hörgeschichtenkanal ist Invasiv/Invasive. Ursprünglich im Juli 2017 auf einen von Chuck Wendig vorgebrachten Titel als Anregung geschrieben, passt diese Geschichte gut ins beliebte Horror-Subgenre der Creepypasta, auch wenn seine Schreibweise als Dialog dafür etwas ungewöhnlich ist.
Mit drei Minuten ist diese Geschichte nicht viel länger als das zweiminütige Debüt des Kanals. Neu ist an dieser Geschichte, dass es ein paar klare Unterschiede zwischen den beiden Sprachversionen gibt, wo in den beiden Sprachen unterschiedliche Ausführungen besser funktioniert haben. Die englische Fassung ist die ursprüngliche.

Und hier dann das Video in Deutsch und Englisch:

Ebenfalls in Deutsch und Englisch gibt es die Ankündigung für mein Dezemberprojekt: Vom 1. bis zum 24. Dezember wird es, wenn alles klappt, eine Fortsetzungsgeschichte in 14 Teilen geben. Natürlich habe ich bereits ein grobes Konzept für die Geschichte um Paul das Einhorn/, aber die Details bestimmt täglich der Adventskalender.
Natürlich ist es absolut möglich, dass mir die Kalender einen kompletten Strich durch die Rechnung machen. Entsprechend gespannt bin ich auf das Ergebnis.

Extra Extra

Beim Kanal für Magazinbeilagen präsentiert heute die Schleich Dinosaurs einen Spinosaurier mit erstaunlicher Hautstruktur (Schuppen Federn Ach was, unsere Dinosaurier bekommen jetzt Kacheln!). Die Lego Elves bringt uns unterdessen ein violettes Eichhörnchen namens Mr. Spry, das eine Saftbar betreibt. Warum auch nicht?


Knotenpunkte Plus

Das Radknotenpunktnetz in Mönchengladbach hat neben seinem sperrigen Namen vor allem auch noch einiges an Lücken. Man kann nun hergehen und einfach nur die Lücken füllen. Oder man kann gleich an die Substanz gehen. Ich mache dann mal letzteres und biete: Den Knotenpunkt Plus. Oder Knotenpunkt 2.0. Oder Premium-Knotenpunkt. Oder meinetwegen auch Knotenpunkt Deluxe. Sucht oder denkt euch was aus.

Moin! - Bild: ostfriesland.de

Moin! – Bild: ostfriesland.de

Lückenschlüsse

Erstmal das stadtspezifische für Mönchengladbach aus dem Weg: Für ein Konzept, das zwischen Einreichung durch den ADFC und Umsetzung durch die Stadtverwaltung drei Jahre gebraucht hat, ist unser Radknotenpunktnetz nicht eben ein Glanzstück.

Große Stadtteile wie Rheindahlen und Giesenkirchen fehlen ganz, Wanlo hat keinen Punkt, obwohl eine Verbindungsroute zwischen den Netzen der Kreise Neuss und Heinsberg mitten durch den Ort führt (ernsthaft, wtf?) und zentrale radaffine touristische Attraktionen wie der Stadtwald bleiben auch fern jeden geführten Radverkehrs. Dieses Netz muss schlichtweg geschlossen werden und wenigstens solche neuralgischen Punkte einbinden.

Nun heisst es stets, das Netz sei ja auch erst in seiner ersten Ausbaustufe. Nun, das mag sein. Nur gehören so zentrale Orte zum einen nicht erst in die zweite Stufe, zum anderen kennt niemand ausser der Verwaltung die Planung für die künftigen Stufen und ich bin nicht bereit, auf die Umsetzung eines mir im Detail nicht bekannten Konzeptes zu warten, bevor der Politik eine Möglichkeit der Mitsprache gewährt wird. Wenn die Verwaltung das vermeiden will, soll sie halt die Karten auf den Tisch legen. Wortwörtlich in diesem Fall.

Plus-Knotenpunkte

Okay, das war der einfache Teil. Aber während ich darüber nachdachte, kam mir eine weitere Idee. Das Stichwort der touristischen Attraktivität blieb mir ihm Kopf und wuchs sich etwas aus. Denn unsere Knotenpunkte sind auch keine tollen Teile, es sind oftmals einfach nur Schilderbäume an Orten ohne jegliche Aufenthaltsqualität.

Doch wer Touristen locken will, muss diesen auch Erholung bieten, sonst bleiben sie nicht lange.

Mal abgesehen davon, dass die Qualität nahezu aller Knotenpunkte zu verbessern ist, kam mir da eine Idee: Der Knotenpunkt Plus für Punkte an besonders attraktiven Orten. Nicht an allen Punkten, aber eben überall dort, wo man besondere Qualität bieten und Radfahrende zum Verweilen einladen will. Beispielsweise am Stadtwald oder den zentralen Marktplätzen.

Im Grunde ist so ein Plus-Knotenpunkt eine recht einfach Angelegenheit: Es ist ein Knotenpunkt, an dem neben dem Schilderbaum, einer Karte des Netzes und einer Sitzgelegenheit (das halte ich für das Mindestmaß für Knotenpunkte) zusätzlich eine Überdachung, ein Schlauch- und/oder Ersatzteilautomat, ein Automat mit kleinen Snacks für unterwegs und eine öffentliche Toilette vorhanden sind. Vielleicht noch eine Luftpumpe, wie man sie von der Tankstelle kennt. Meinetwegen auch ein Zigarettenautomat, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Radtouristen ein gutes Publikum für Zigaretten sind. Wo schon eine öffentliche Toilette vorhanden ist, zum Beispiel am Stadtwald, kann auch einfach auf diese hingewiesen werden. Die Karte kann gerne auch Läden, Cafés und Restaurants in der direkten Umgebung zeigen. Diese Werbeleistung muss für die Geschäftstreibenden auch nicht kostenlos sein.

Noch nicht ganz, aber auf dem richtigen Weg - Bild: Parklandschaft Warendorf

Noch nicht ganz, aber auf dem richtigen Weg – Bild: Parklandschaft Warendorf


Das Ergebnis ist ein Knotenpunkt, der gezielt einlädt, schöne Orte in der Stadt kennenzulernen. Es sollte nicht zu viele davon geben, da sie eben besondere Punkte hervorheben sollen und es sich ja auch für die Automatenbetreiber lohnen muss, damit diese nicht verwaisen. Und natürlich sind das auch Angebote, die weitere Touren mit dem Rad zu diesen qualitativ besonders hervorgehobenen Orten attraktiver machen und somit den Radverkehr fördern.

Würde Mönchengladbach ein solches Angebot einrichten, wäre das echte Pionierarbeit. So etwas habe ich in diesem Umfang bisher noch nirgendwo gesehen. Die Schutzhütte aus dem Kreis Warendorf oben im Bild ist das bisher nächste, was ich finden konnte (Warendorf gehört hier überhaupt zu den absoluten Vorbildstädten). Täte es statt dessen jemand anders, bekämen diese halt den Ruhm und unsere Stadt zieht wie üblich 30 Jahre später nach. Das wäre auch okay, mir ist wichtig, dass die Idee in der Welt ist, die Netze so aufzuwerten und damit das Radfahren über weitere Strecken zu erleichtern und Werbung dafür zu machen.

Ein von mir formulierter Antrag dazu läuft jedenfalls seit heute durch die städtischen Gremien in Mönchengladbach.


Sieben am Sonntag 19.11.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Es ist gar nicht so leicht, einbettbare Videos zu AC/DC zu finden, da Vevo offenbar die Möglichkeit des Einbettens abgestellt hat. Na gut, dann halt eine Coverversion der Foo Fighters von Let There be Rock.
Ein wenig ironisch, wie schwierig es ist, dem in einer Demenz gestorbenen AC/DC-Gitarristen Malcolm Young zu gedenken.

Weihnachtsstimmung der Woche

Sanitärta Clause - Bild: MiniintheBox

Sanitärta Clause – Bild: MiniintheBox

Also, wenn das keine Weihnachtsstimmugn ins Haus bringt., dann weiss ich auch nicht weiter.
Ich bin zugegeben deutlich näher an dem Gedanken, dafür einen Zehner loszuwerden, als eine gesunde Person im allgemeinen sein sollte.

Allianz der Woche

Am Rande des Klimagipfels in Bonn, von dem im Allgemeinen nicht viel realistisch erwartet wurde, hat sich eine Gruppe von Staaten für den Kohleausstieg zusammengefunden.
Natürlich ist Deutschland nicht dabei, weil es ein Dritte-Welt-Land mit primitiver Stromversorgung aus riesigen Brennkraftwerken ist, das über keine vernünftigen Ingenieure zu verfügen scheint, die diese Situation beenden könnten. Aber dafür große Nationen wie das Vereinigte Königreich und Kanada.

Acker der Woche

Garten fürs mobile Wohnen - Bild: a href="https://inhabitat.com/40-foot-shipping-container-farm-can-grow-5-acres-of-food-with-97-less-water/">Inhabitat

Garten fürs mobile Wohnen – Bild: a href=“https://inhabitat.com/40-foot-shipping-container-farm-can-grow-5-acres-of-food-with-97-less-water/“>Inhabitat

Das Konzept der hydroponischen Farm erlebt derzeit große Fortschritte auf allen Ebenen. Unter dem Namen „Local Roots“ stellt sich der bisher effizienteste Ansatz vor.
Neben dem extrem geringen Wasserverbrauch des Konzepts im halb geschlossenen Kreislauf (3% eines Ackers mit gleichem Ertrag), spart es auch einiges an Energie bei der Beleuchtung, indem es mit Solarzellen LEDs betreibt, die nicht Tageslicht ausstrahlen, sondern auf die ideale Beleuchtung der darin angebauten Lebensmittel abgestimmt sind. Damit können dort Lebensmittel das ganze Jahr durch unter optimalen Bedingungen herangezogen werden.
Interessant ist das nicht nur für Großstädte, sondern vor allem auch für die Raumfahrt.

Küchenfund der Woche

Zustand der Welt, Symbolbild

Zustand der Welt, Symbolbild


Worst of Chefkoch ist ganz allgemein ein sehr empfehlenswertes Blog über die abgründigen Tiefen der großen Koch-Community. Aber manchmal finden die selbst für ihre Verhältnisse neue Rekorde der Tiefenvermessung. Und so präsentiere ich mit großer Scham den Nufleika-Toast. Nutella-Fleischwurst-Käse-Toast, falls sich jemandem die Abkürzung nicht erschließt.
Ich würde empfehlen, ihn möglichst schnell der Toilette zuzuführen, habe jedoch die Befürchtung, das selbige sich dann übergibt. Jingle Bells singend. Und dann kommt wieder die gottverdammte GEMA.
ber niemand sage etwas schlechtes über die Bottropper Schlacht. Eine Pizza mit Currywurst und Fritten! Geniestreich!

Currywurst der Woche

Apropos, auch das ist diese Woche in der Presse gewesen: Currywurst mit Fritten am Stiel, erfunden in Duisburg. Denn kulinarisch hält das Ruhrgebiet zusammen, da kommt kein Blatt zwischen. Leider ohne Pizzaboden. Ich glaube, ich will gar nicht so genau wissen, wie das Ding am Stiel hängen bleibt.

Ausflug der Woche

Fahrräder bis in die Unendlichkeit

Fahrräder bis in die Unendlichkeit

Das war zwar schon letzte Woche, aber letzte Woche war ich stark mit Youtube beschäftigt und zudem den ganzen Sonntag unterwegs. Also kommt das diese Woche rein.
Denn im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Bonn gab es letzte Woche Samstag eine riesige Demo zum Klimaschutz in Bonn. Und ab Köln ging eine Fahrraddemo, an der ich und ein paar Freunde, von denen eine ganze Reihe Stefan oder Stephan hieß, teilnahmen.
Die allein hatte mehrere tausend Teilnehmer. Da fuhr aus dem Kölner Süden mal eben so viel an Rädern nach Bonn, wie hierzustadte insgesamt bei einer Sternfahrt zu sehen sind. Gut, nicht alle kamen aus Köln (offensichtlich, ich ja auch nicht), aber die Masse war halt einfach beeindruckend. Und so ging es im Namen des Klimaschutzes den Rhein hinauf und nachher natürlich auch wieder diesen herunter. Und dazwischen war ich absolut beeindruckt ob der schieren Größe der Demo in Bonn. Nur die Hoffnung, dort irgendwelche bekannten zu finden, mit denen ich nicht bereits angereist war, die konnte ich in dieser Riesenveranstaltung natürlich begraben.
Dennoch eine schöne Fahrt und eine Demo, die sicher Eindruck gemacht hat. Auch wenn die Polizei offenbar völlig überfordert war. Dass diese in Bonn die Lage für sich selbst durch Zweiteilen der Demo nur noch schlimmer gemacht hat (es gab dann halt zwischenzeitlich zwei separate Demos, die kurz vorm Ziel wieder zusammentrafen), war da durchaus exemplarisch.


Youtube-Zweitpremiere

Das hat jetzt zwar fast zwei Jahre gedauert, aber es ist endlich so weit: Der Youtube-Kanal, in dem ich eingesprochene Versionen meiner Kurzgeschichten online stelle, geht an den Start. Als zweiter nach meinem thematisch völlig anders gelagerten anderen Kanal, daher der Begriff der Zweitpremiere.
Für den Start des Kanals kam keine andere Geschichte als Delayed Vengeance in Frage, meine erste jemals in eine Anthologie aufgenommene Kurzgeschichte. Und bevor ich mehr dazu erzähle, hier nun die Geschichte in deutscher Übersetzung und im englischen Original. Beide Versionen sind etwas unter zwei Minuten lang.

Wie man beim Betrachten der Videos sehen kann, ist das Ganze vom Konzept her recht einfach umgesetzt und doch so viel aufwendiger, als praktisch alles, was sonst an Hörgeschichten zu finden ist. Aber eins nach dem anderen.
Alles begann also vor zwei Jahren, als ich den überraschend niedrigen Preis für ein recht gutes Studiomikrofon sah und entschied, dass diese Investition es wert seit. Ich meine, ich habe schon wesentlich unnützeren Kram für 90 € gekauft. Daraus und aus einer zusätzlich gekauften Halterung habe ich dann ein kleines Studio in meinen Schreibschrank gebaut.

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Und das blieb die nächste Zeit eine Weile so. Ihr kennt das, man plant viel und lange, aber irgendwie fängt man nie wirklich an, weil es immer noch etwas anderes zu tun gibt. Mal ganz davon abgesehen, dass 2016 mein alter Computer seinen letzten Tag erlebte — genau gesagt ausgerechnet seine Festplatte. Das hielt erstmal alle vorherigen Planungen auf. Etwas Material war natürlich noch da, aber was weg war, traf das Projekt empfindlich.
Dieses Jahr dann setzte ich mich endlich wieder an das alte Projekt. Damit hat sicher auch Buchaktiv etwas zu tun, denn dieses Projekt hat bei mir eine Menge Aktivität ausgelöst. Im Grunde habe ich mich damit im September selbst geweckt.
Inzwischen hatte ja auch mein anderer Youtube-Kanal aus einer deutlich spontaneren Idee Form angenommen und ich hatte dort erste Erfahrungen mit dem Schnitt von Videos gemacht. Das hat zugleich meine Fähigkeit trainiert, vor einem Aufnahmegerät unfallfrei durchzusprechen (nach einem Radiointerview wurde mir Ende September gedankt, dass ich der Nachbearbeitung so wenig Arbeit mache).
Also nahm ich die Vorbereitungen wieder auf. Ich sah mir so viele Hörgeschichten an, wie ich auf Youtube finden konnte. Es war allerdings nicht so viel, dieser Teil von Youtube scheint recht klein zu sein. Das einzige Genre, das regelmäßig bei Youtube zu finden ist, ist derzeit Creepypasta, ein im Internet entstandenes Horror-Subgenre. Aus den deutschsprachigen Geschichten habe ich in Vorbereitung des Kanals auch eine Wiedergabeliste mit Empfehlungen zusammengestellt.

Es beginnt

Ich blieb bei meiner alten Kritik, dass die meisten Hörbücher auf Youtube dem Auge zu wenig zu bieten haben. Das ist für mich ein Problem, weil ich so früher oder später die Konzentration verliere. Nur wenige extrem gute Geschichten konnten dies vermeiden.
Also wollte ich beim Lesen auch etwas für die Augen bieten. Mehr als ein statisches Bild oder gar eine einfarbige Fläche mit dem Titel des Textes. Gleichzeitig wollte ich das Design an das des Blogs anlehnen, um ein einheitliches Erscheinungsbild in den unterschiedlichen Medien zu erreichen. Und so kam ich auf die weisse Fläche für den gelesenen Text mit zusätzlichen Infos an den Rändern des Bildes. Der Text sollte dabei dynamisch mit dem Vorlesen mitgehen. Und wie sich herausstellte, war das deutlich weniger aufwendig, als ich befürchtet hatte.
Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass ich für jede Variante von Text im Bild ein Bild erstellen müsste. Und früher wäre das vielleicht noch so gewesen. Doch es war so viel einfacher: Ich konnte nicht nur Text in das Bild einsetzen, ich konnte diesen sogar einzeln ein- und ausblenden. Und so gab es am Ende nur noch die Aufgabe, den Text absatzweise einzufügen. Der Text erschien, sobald er gesprochen wurde und verschwand mit dem Ende des nächsten Absatzes. Dadurch gestaltete ich den Textfluss möglich nah an dem eines gelesenen Buches.
Das ist etwas friemelig, weil man jeden Absatz mit dem gesprochenen Text abgleichen muss, aber technisch betrachtet ist es ein sehr einfaches Verfahren.
Daneben erstelle ich zu jedem Text eine Version des Bildes, in dem statt des Textes ein thematisch passendes Bild für die Vorschau erscheint. Dieses kommt im Video nicht vor, es ist ausschließlich für die Vorschau bei Youtube da.
Alles in allem brauchte ich für die Aufnahme des Textes, dessen Bearbeitung (Entfernung von Nebengeräuschen und Versprechern), die Erstellung der Bilder und den Videoschnitt beider Videos zusammen eine Stunde.
Was mich sehr überrascht hat, war die Erstellung der endgültigen Videodatei. In nur vier Minuten hatte der Rechner jedes der beiden Videos in eine fertige Datei gegossen. Und noch dazu eine von wenigen MB Größe. Es ist wohl die große weisse Fläche, die diese geringe Dateigröße ausmacht. Denn immerhin handelt es sich hier um ein Video in voller HD-Auflösung (1080p). Ein ähnlich langes Video für Extra Extra wäre etwa 300-400 MB groß und ich würde es nochmal verkleinern, um es auf 100 MB zu reduzieren. Ich war positiv überrascht.
Also galt es jetzt nur noch, die Videos in ein paar Minuten hochzuladen, Beschreibungen und Stichworte hinzuzufügen und fertig war alles! Hurra!

Nachbereitung und Zukunft

Mit dem ersten Video erstellte ich gleich auch eine größere Zahl passender Wiedergabelisten. Natürlich gibt es je eine für die deutschen und englischen Videos, aber auch je eine in jeder Sprache für jedes Genre, in dem es mindestens eine Geschichte auf dem Kanal gibt. Das ist ein wichtiger Start für Youtube-Videos: Auf möglichst viele Arten auch innerhalb Youtubes streuen.
Und nun gilt es, 10.000 Ansichten quer durch alle Videos zu erreichen. denn ab diesem Moment kann ich Werbung vorschalten und Werbelinks setzen, um mit den Aufnahmen auch etwas verdienen zu können. Da steckt schließlich Arbeit drin. Das wird eine Weile dauern.
Inzwischen ist meine Vorgehensweise für diesen Kanal klar: Jede Woche je ein deutsches und ein englisches Video einstellen und dafür sorgen, dass diese möglichst viele Interessierte finden. Nächste Woche ist Invasiv dran, eine kleine eklige Geschichte, die ganz gut in das beliebte Genre der Creepypastas passt. Und dann habe ich für den Dezember eine Überraschung geplant, die ich ebenfalls diese Woche noch ankündige.
Für das erste halbe Jahr habe ich genug Geschichten in der Schublade, um den Kanal zu füllen. Und danach schauen wir mal. Jede Woche eine komplette kleine Geschichte abzuliefern wird sicherlich die größte Arbeit an diesem Kanal. Denn das mache ich nicht mal eben in einer Stunde.
Alles in allem wird das noch mal eine ganz andere Erfahrung als Extra Extra. Denn während der ältere Kanal von recht aktuellen und schnelllebigen Inhalten lebt, arbeitet der Kanal Thomas Diehl mit Inhalten, die auch in einigen Jahren noch genau so gut funktionieren wie heute und jederzeit von Hörern entdeckt werden können. Das wird interessant.
Ich sehe auch einige Geschichten, bei denen sich eine etwas aufwendigere Produktion lohnen anbietet. Etwa bei Cockpitdurchsagen oder Charakteren mit sehr auffälliger Stimme. Und ja, früher oder später wird es auch hin und wieder für einzelne Figuren Gaststimmen geben. Ich habe da zum Beispiel einen aktuellen US-Präsidenten im Blick.