Politische KW 37-2012

Okay, beleben wir doch mal die Politische KW wieder, die ist ja in den Sommerferien sanft entschlafen.
Neuer Termin ist jetzt immer montags nach der Fraktionssitzung wo die Woche nochmal nachbereitet wurde, also so im Bereich 21-24 Uhr, je nach Fülle und Verlauf der Sitzung.
Wer das Konzept noch nicht kennt: In der Politischen KW stelle ich wöchentlich vor, was ich politisch in der vergangenen Woche bewirken konnte. Dabei lasse ich Präsenztermine (Eröffnungen, Preisverleihungen usw.) aussen vor und konzentriere mich auf die politischen Vorhaben, bei denen ich entweder selbst etwas beigetragen habe oder die mir selbst wichtig sind, aber auch solche, bei denen ich mich ärgere oder die meiner Meinung nach einer Erklärung bedürfen.
Nun denn:

Dienstag: Radstation
Ich bin nicht im Bau- und Planungsausschuss, wo das Thema am Dienstag besprochen wurde, wohl aber (als beratendes Mitglied) in der BV Nord, wo es vor zwei Wochen vorkam. Und die Radstation Nord ist eines der Themen, bei denen ich immer mitgemischt habe. Daher nutze ich die Gelegenheit, nachträglich darüber zu sprechen. Nun also kommt sie. Zwar nicht an meinem Lieblingsort dafür und auch nicht an meinem zweitliebsten Standort (dem Parkhaus hinter dem Vitus-Center), aber sie kommt. Der jetzige Standort gehört der Bahn und verspricht 10 mietfreie Jahre gefolgt von einer Miete von 1€/m².
Dafür muss halt eine etwas ungewöhnliche Gebäudeform in Kauf genommen werden, ein T-förmiges Gebäude, dessen Fußende zwischen Hauptbahnhof und dem danebenliegenden Parkhaus (das, anders als MG Heute behauptet, durchaus noch genutzt wird, sonst könnte man es ja einfach abreissen und bräuchte keine solche Speziallösung bauen) liegt. Wenn wir jetzt noch auf der anderen Seite des Bahnhofs ein D-förmiges Gebäude hinsetzen, habe ich auf jedem Stadtplan meine Initial… lassen wir das ;-)
Jedenfalls führen von diesem Fußende zwei Rampen zur eigentlichen Station, in der dann 666 Fahrräder geparkt werden können. Wenn man sieht, dass die kleinere Station in Rheydt sehr gut ausgelastet ist (sogar ruhig noch etwas größer sein könnte) und die Anwohner im nahen Stadtteil Eicken laut Verkehrserhebung überdurchschnittlich viel Fahrrad fahren, ist das durchaus nicht zu groß dimensioniert. Ausserdem soll eine solche Station allein durch ihre Präsenz den Radverkehr ja zusätzlich fördern, sie muss also grundsätzlich etwas größer angelegt werden als der aktuelle Radverkehr erfordern würde.
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass das Projekt „Radstation MG Hbf“ nunmehr in trockenen Tüchern ist.

Mittwoch: Umweltausschuss
Achja, der Umweltausschuss. Zum Haushaltssanierungsplan sage ich pünktlich zur Ratssitzung nochmal dezidiert was. Das ist so eine Geschichte, wo ich mit Bauchschmerzen aber Überzeugung zustimme. Klingt komisch, is aber so. Wie gesagt, ich werde darauf noch gezielt eingehen.
Hier geht es erstmal um die inhaltlich eigenen Themen des Ausschusses.

Zum einen zur Baumfällliste des Grünpflegeamtes. Dort fanden sich wieder recht viele Bäume, aber die meisten – leider – auch fundiert und aus gutem Grund. Immerhin hatte ich bereits zwei Wochen vorher in der Bezirksvertretung Nord eine Zusage erhalten, es sei möglich, in Zukunft in den Listen anzugeben, ob Bäume in der Liste vor Ort ersetzt werden sollen. Mal sehen, ob das 2013 auch umgesetzt wird.
Leider fanden sich auf der Liste auch einige sehr prominente Bäume, einige große Platanen an der Bahnstraße. Die Bahnstraße ist eine wichtige „Einfahrt“ in die Stadt, wenn man von der A61 in Richtung Zentrum fährt und die Bäume prägen das Straßenbild auf ihrem Abschnitt sehr stark. Das sind für das Bild der Stadt nach aussen sehr bedeutende Platanen. Nun ist es aber leider auch so, dass die Bäume zu groß geworden sind und viel zu breit wurzeln, wodurch sie den Bürgersteig und vor allem auch die anliegenden Häuser bis hin zu den Fußböden beschädigen. Die Anwohner stimmten in einer Bürgerversammlung geschlossen für die Fällung der Bäume und bei einem solchen Votum in Verbindung mit den Wurzelschäden ist schwerlich etwas gegenzusetzen. Immerhin erklärte die Verwaltung auf gezielte Nachfrage, dort neue Bäume pflanzen zu wollen, die nicht mehr so breit Wurzeln schlagen.
Diese werden lange brauchen, bis sie die Lücke der großen Platanen füllen können (wenn sie es von der Größe je schaffen), aber dafür werden diese aller Voraussicht nach auch ihr Leben lang dort stehen können.

Das andere Thema ist das Solarkataster. Mönchengladbach bekommt ein Solarkataster, also einen Stadtplan, auf dem zu allen Dächern im Stadtgebiet überprüft werden kann, ob diese grundsätzlich für Solarstrom geeignet sind (als Beispiel sei hier mal Viersen verlinkt). Das ganze wird dann online abrufbar sein, Wahrscheinlich sogar kostenlos, NEW und Volksbank haben bereits angeboten, das Projekt zu sponsern.
Interessant ist die Vorgeschichte des Antrags, der letztlich zu diesem Projekt geführt hat: Das Solarkataster war bei uns in Arbeit, als unser Fraktionsvorsitzender Karl Sasserath es in einer Rede im Rat als erste Initiative zur Stärkung der Erneuerbaren Energien nach Beschluss des Klimaschutzkonzeptes erwähnte. Wenige Tage später veröffentlichte die CDU daraufhin einen entsprechenden Antrag. Da unser Antrag noch in der internen Ansprache war, war uns die CDU somit zuvorgekommen und sie hatte plötzlich das Thema übernommen. Das konnte sie, weil wir noch den Preis recherchierten während der CDU-Antrag im Grund daraus bestand, genau dies der Verwaltung aufzutragen. Dem Antrag selbst konnten wir uns natürlich nicht verschließen, aber aus dem Vorgang haben wir gelernt.


eBook-Löschung: Die Überlebenden – feat @Prinz_Rupi

In den letzten Tagen habe ich in meinen beiden eBook-Sammlungen (Kindle und ePub-Bücher) die Ratgeber-Abteilung durchforstet. Um genau zu sein die Diät- und Eigenverleger-Ratgeber. Der Ansatz war, nur die wirklich nützlichen zu behalten, jene, die mir neues brachten.
Nach einigen Tagen, in denen ich alle einschlägigen Titel durchforstet habe blieben 2 übrig. Der Zähler auf meinem Kindle sank um 58 Titel (ich habe sie nicht nur vom Gerät, sondern auch in meiner Kindle Cloud gelöscht), wie viele ePubs und PDFs ich gelöscht habe, weiss ich nicht einmal. Sie alle zeichneten sich dadurch aus, mir nichts zu erzählen, was ich nach fast einem Jahr im Geschäft nicht schon wusste und hunderte Male in Blogs gelesen hatte. Bei vielen dauerte das Blättern länger als das Durchfliegen des Textes. Welche zwei also schafften es, dem großen Löschen zu entgehen, warum und wie können andere Ratgeber-Autoren davon lernen?

Nun, diese zwei.

Es sind zwei sehr unterschiedliche Bände, jeder ist aus einem anderen Grund auf dem Lesegerät verblieben.

Zunächst zum einfachen: Rechterhands haben wir How I Made Over $42,000 in 1 Month Selling My Kindle eBooks von Cheryl Kaye Tardif. Sie durfte bleiben, weil sie sehr frisch und zugleich ehrlich schrieb.
Überzeugt hat mich ihr erster Rat zum Thema Marketing:

Be a blowfish

Die meisten Marketing-Ratgeber erzählen dir etwas vom Verkaufen deiner Qualitäten, von Zielgruppen, deren Ermittlung und deren Ansprache. Tardif sagt klar und gradeheraus: Pluster dich etwas auf.
Das also ist der eine Trick, um mich zum Weiterlesen zu bringen und auf meinem Lesegerät bleiben zu dürfen: Originalität gepaart mit Ehrlichkeit.

Der Band links ist Wilhelm Ruprecht Frielings Wie man erfolgreich E-Books verkauft, ein Interviewband des Verlegers mit erfolgreichen Selbstverlegern vor allem aus Deutschland.
Frielings Band macht etwas, was leider noch viel zu wenige machen und eigentlich im elektronischen Verlegen ein logischer Schritt sein sollte: Updates. Das Buch verspricht mir einfach, hin und wieder mit etwas neuem ergänzt zu werden, es hat dies mit einem Blog gemein: Was sich einmal interessant las verspricht, mehr davon zu liefern und gelegentlich auch den selten gewordenen völlig neuen Gedanken zu bringen. Selbst wenn das Buch mir aktuell wenig neues bietet, so kann doch mit jeder Aktualisierung ein Interview dazukommen, welches eine wirklich aussergewöhnliche Erkenntnis mit sich bringt, die das Geschäft potenziell komplett umkrempelt. Oder zumindest einen meiner sicherlich inzwischen eingefahrenen Fehler, den ich selbst nicht bemerke, ausbessert.
Amazon macht Aktualisierungen mangels automatischer Benachrichtigung der Kunden nicht grade komfortabel, aber es geht auf jeden Fall und ich hoffe sehr, dass die das mit der Automatisierung auch noch hinkriegen, wenn der Bedarf groß genug wird.

Ich arbeite mit beiden Methoden und die Resonanz in Rezensionen und Leserbriefen war bisher durchgehend überaus positiv. Also, liebe Sachbuchautoren: Nutzt diese Möglichkeit, im digitalen Zeitalter einen Zusatznutzen anzubieten und schreibt in einem angenehmen Stil, der näher am Blog als am klassischen Sachbuch ist. Die Leser werden es danken.

Mir bleibt noch, schleichwerbenderweise darauf hinzuweisen, dass für beide Bücher eine Aktualisierung in Arbeit ist, bei der jedes auch um ein neues Kapitel erweitert wird. Im Falle von Feuchten Fußes setze ich dabei direkt den Vorschlag eines Lesers um.
Das ist denn vielleicht auch mein dritter Tipp für zufriedene Leser: Bietet Kontaktmöglichkeiten. Alle meine eBooks enden mit einer Seite, auf der ich eMail, Twitter und Blogadresse aufliste und um Anmerkungen, Anregungen und Kritik bitte. Es ist sehr wirkungsvoll und ich denke, selbst jene Leser, die daraufhin nicht schreiben (etwa 99% aller Käufer), wissen zumindest die Möglichkeit zu schätzen.


Rezensionen und ich

In den letzten Tagen haben einige Skandale das Ansehen von Rezensionen auf Online-Portalen erschüttert: John Lockes gekaufte Jubelkritiken und RJ Ellorys Sockenpuppen. Im Moment trifft das nur Amazon, aber es kann sich durchaus weiter ausbreiten. Allem Anschein nach zieht der Fall mit John Locke bereits weitere Funde bei anderen Autoren nach sich.
Glücklicherweise (in gewissem Sinne) ist das kein Problem, das man nur verlagsunabhängigen Autoren vorwerfen kann: Ellory ist ein erfolgreicher Krimi-Autor, der bei Orion bereits zwölf künstlerisch und finanziell erfolgreiche Romane veröffentlicht hat und 2013 einen dreizehnten folgen lassen wird.
John Locke war der erste unabhängige Autor, der eine Million Exemplare seiner eBooks verkaufen konnte und darüber prompt ein eBook geschrieben hat. Inzwischen ist er allerdings weitgehend vergessen (was die Frage erlaubt, ob der Skandal Absicht war). Locke gibt offen zu, sich wenig um das schriftstellerische Handwerk zu kümmern und mehr auf Geld aus zu sein. Er gilt auch als der Autor, der für die extreme Verbreitung des 0,99-€-Preises verantwortlich ist. Keine Verbindung zu diversen anderen John Lockes.

Rezensionen sind ein faszinierendes Thema für Schriftsteller: Als Lebenselixier verklärt, als Pfeilgift gefürchtet, Quell von Amüsement, Hoffnung, Streit und Verzweiflung. Rezensionen haben ihre eigene Geschichte als Beiläufer der Literatur, jenes Leben, was man in der Biologie mit dem so perfekt übertragbaren Begriff der Kulturfolgertum bezeichnet. Die Bekanntheit Marcel Reich-Ranickis zeigt, wie weit man es als guter Rezensent bringen kann.

Skandale wie die obigen schaden dem Ansehen nicht nur der Rezensionen und Rezensenten, sondern auch der Autoren. Wer solche Methoden nötig hat, der zeigt mangelndes Vertrauen in die Qualität seiner Werke (ob nun gerechtfertigt oder nicht). Und auch wenn das Phänomen keineswegs nur Indies betrifft bestärkt es letztlich die Vorurteile gegen diese, wogegen ich die Einstellung Joe Konraths, es handele sich um eine Hexenjagd und man solle sich auf „den eigentlichen Feind“, die großen Verlagshäuser, konzentrieren wenig hilfreich finde. Allerdings wird es solch schwarzen Schafe immer geben.

Die Ursache hierfür liegt aber tiefer. Wenn Autoren eine Rezension schreiben, haben sie einen Gewissenskonflikt. Sie bewerten öffentlich einen direkten Konkurrenten ihres eigenen Produktes. Auch wenn man das kann, sobald man ein Buch schlecht findet und ihm eine entsprechende Wertung verpasst, wird man verdächtig, andere Autoren schlechtmachen zu wollen. Das schadet einem selbst. Schreibt man eine gute Kritik und der Leser identifiziert einen als Autoren vermuten viele Leser eine Gefälligkeitsrezension, also eine Bewertung anhand persönlicher Bekanntschaft und Sympathie anstelle literarischer Qualität. Das schadet dem gelobten Autoren.
Aus diesem Grund gibt es von mir keine Buchbesprechungen bei Amazon. Ich empfehle hin und wieder gute Bücher im Blog oder auf Twitter (wo das Verhältnis zu den Lesern ein anderes ist), aber auf den Rezensionsseiten wird es von mir nichts geben.


Werbepause: Gewinnspiel: Håkan Nesser


Wer schwedische Krimis liebt, kommt an Håkan Nesser nicht vorbei. Im Oktober erscheint mit „Am Abend des Mordes“ sein fünfter und letzte Kriminalroman mit Gunnar Barbarotti, einem schwedischen Inspektor mit italienischen Wurzeln der im fiktiven westschwedischen Ort Kymlinge ermittelt. Zum Finale kann man ein Treffen mit dem charistmatischen Autor Håkan Nesser und seinem größten Fan, seinem Hund Norton, auf der Frankfurter Buchmesse gewinnen. Schau Dir jetzt den Gewinnspielaufruf des Autors an!
Im Video taucht dann auch der Link zum Gewinnspiel zum Anklicken auf.

Hinweis: Dies ist Content von Share If You Like. Ich dachte mir, darauf weise ich fairerweise hin.


Die Sache mit dem Bücherregal

In einer aktuellen Geschichte der dpa, 1:1 nachgedruckt in diversen „Qualitätsmedien“ ( Schwäbische, Westdeutsche Zeitung, Stern, Grenzecho, Rhein-Zeitung – ja, da merkt man richtig die schwere Arbeit, die im Zeitungsmachen steckt) lesen wir vom Untergang des Bücherregals und vom Bücherregal als „Visitenkarte“. Aber taugt das Bücherregal überhaupt als solche?

Ich sehe in dieser Idee einige Probleme und fange mit dem einfacheren an: Wenn ich jemandes Buchregale sehe kenne ich ihn in der Regel bereits recht gut. Natürlich gibt es Menschen, die eine Wohnung betreten und die man noch nicht kennt – das aber ist in der Regel vor allem unangenehmes Publikum oder solches aus unangenehmen Anlässen: Ärzte, Gerichtsvollzieher, Polizeibeamte, Einbrecher…
Der Punkt ist der: Wer mein Bücherregal sieht, den kenne ich bereits ausreichend gut, dass sich der Informationsgehalt dieses Anblicks in Grenzen hält (und ebenso umgekehrt). Es ist ein ganz brauchbarer Ansatz für Small Talk, aber das ist jeder andere Regalinhalt ebenso. Und wenn keine Regale da sind, dann der Wandbehang. Oder sonst etwas in der Wohnung.
Das ist noch ein eigener Unterpunkt hier: Eine Persönlichkeit schlägt sich im gesamten Wohnraum einer Person nieder, nicht nur im Bücherregal. Eigentlich sogar am allerwenigsten im Bücherregal, aber darauf komme ich im nächsten Punkt.

Das andere Problem ist die inhärente Oberflächlichkeit des Buchregalbetrachtens.
Welche Information bringt es denn, ein Buchregal einer Person anzuschauen? Ein Überblick über die Bücher, die eine Person besitzt. Die Bücher aber erzählen niemandem ausser ihrem Besitzer ihre Geschichte. Wurden sie gekauft, weil sie interessant waren, oder nur hübsch? Oder sind es Geschenke? Pflichtkäufe für Schule und Studium? Oder gar Käufe mit dem expliziten Ziel, sie ins Regal zu stellen, um Besucher zu beeindrucken oder damit das Regal hübscher aussieht?
Wer aus dem Buchregal Informationen über eine Person bezieht riskiert massive Fehleinschätzungen, denn grade diese zentralen Informationen über die Person, jene die sich in der individuellen Geschichte jedes Bandes in diesem Regal ausdrücken, grade die sind von allen Regalbefüllungen beim Buch am wenigsten sichtbar. Einfach weil es so viele mögliche Gründe gibt, Bücher zu kaufen.
Das unterscheidet Literatur von praktisch allen anderen Dingen, die wir in unsere Regale stellen – der bildungsbürgerliche Dünkel der Literatur, ausgerechnet die Überzeugung vom Buchregal als Visitenkarte führt zu bewusster Inszenierung des Bücherregals, zu einer Verfälschung eben jenes Spiegelbildes, welches die Regale darstellen sollen. Im Zweifelsfall ist ein Buchregal kein Blick in eine Seele, sondern Teil einer Maske.
Wie viel Persönlichkeit steckt dagegen in anderen Regalbefüllungen – sei es ästhetischer Geschmack, Kunstfertigkeit des Wohnungsbewohners (etwa bei Modellbauern, ein Hobby, dem ich als Gegentrend zum Digitalen eine glorreiche Zukunft vorhersage) oder der vom Dünkel meist unverfälschte Geschmack in der Musik und bildenden Kunst.
Das bedeutet natürlich eine kleine Revolution: Die Repräsentativität des Regals, ob real oder nicht, hat uns zu literarischen Lügnern erzogen. Wir stellen unsere Regale voll mit Büchern, deren Anblick Besucher beeindrucken soll und sonst nichts (es gibt da einen Buchhändlerwitz mit einer Bestellung von einem Regalmeter Goethe und „ausserdem noch was zum Lesen“, in dem viel Wahrheit steckt). Diese Lüge hat ganze Verlage ernährt, die hochgeistige Literatur verlegten, die in Wahrheit kaum jemanden interessiert. Was passiert mit diesen, wenn Literatur nicht mehr als Fassade taugt? Oder wird es immer ein paar Relikte geben, die diese Funktion beibehalten?


Was darf ist Satire?

So, weil ich mich heute noch nicht unbeliebt genug gemacht habe nun noch etwas über die Titanic-Geschichte.

Was darf die Satire?
Alles.

Tucholskys Schlussworte seines berühmten Textes über den Zustand der deutschen Satire werden gerne von selbsternannten Satirikern zitiert, die meinen, wenn es Leute gibt, die darüber lachen, wird es schon Satire sein.

Tucholsky mied in seinem Essay die Frage, was Satire eigentlich ist. Weniger aus Angst vor der Antwort als aufgrund dessen, dass er die Definition für allgemein bekannt zu halten scheint. Dies und die Definition, mit der er arbeitet schimmern an einigen Stellen durch:

Ich hebe den Vorhang auf, der schonend über die Fäulnis gebreitet war, und sage: „Seht!“
[…]
Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.

Satire ist also etwas enthüllendes. Zudem muss sie übertreiben, um die Wahrheit zu verdeutlichen, ihre enthüllende Funktion erfüllen, indem sie mithilfe ebendieser Übertreibung auf das zu Enthüllende zeigt.

Und da sind wir auch schon beim Problem mit dem Titanic-Titelblatt.
Seht ihr, ich wäre in dieser Sache wirklich gern auf der Seite der Titanic. Sehr, sehr gern. Ich mag Ratzinger nicht, ich mag nicht wie er seine Kirche und mit ihr etliche Anhänger in eine mittelalterliche Glaubensvorstellung zurückführt und wie er sich (wie so viele Päpste vor ihm) in das Weltgeschehen einmischt und so beispielsweise die Verteilung von Verhütungsmitteln und AIDS-Vorbeugung in Afrika verhindert. Wenn es so etwas wie „das Böse“ überhaupt gibt ist der Papst seine Personifikation.
Nur beruft sich die Titanic auf die Satirefreiheit. Und hier ist das Problem: Ich sehe keinerlei Satire auf dem Titanic-Titel. Welche Wahrheit bildet es ab und deckt es auf, den Papst mit Inkontinenzflecken darzustellen? Das scheint mir nicht mehr als kindische Unflätigkeit.

Nein, ich meine dennoch nicht, dass so etwas verboten werden sollte. Das Recht auf freie Meinungsäusserung steht meiner Meinung nach zu hoch alsdass Beleidigung strafbar sein dürfte (anders ist das vielleicht bei Verleumdung).
Aber ich plädiere dafür, die Satire nicht durch solche Dinge abzuwerten. Ein dämlicher Pippi-Kacka-Witz ist keine Satire.
Die Reaktion der Titanic auf das Verbot interessanterweise schon eher, denn diese bezieht sich auf ein aktuelles Ereignis und schießt erkennbar gegen die Zensurbestrebungen des Papstes.

Das wäre übrigens auch das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu den Mohammed-Karikaturen der Jyllands Posten, die einige wissen wollten: Die berühmtesten und am weitesten verbreiteten der Mohammed-Karikaturen (jene von Kurt Westergaard und Rasmus Sand Homer) hatten eine satirische Aussage, sie nahmen sich der dem Islam inhärenten Gewalttätigkeit an.*
Das ist eine Dimension, die dem Titanic-Cover schlichtweg fehlt.

*Mancher mag hierin einen Widerspruch zu meiner Teilnahme an der Gegendemo zu ProNRW entdecken. Dazu möchte ich anmerken, dass ich mich dort gegen die politischen Aussagen und Ziele der Partei ProNRW aufgestellt habe. Gegen die Karikaturen selbst habe ich nichts, allerdings gegen die Verwendung dieser seitens ProNRW allein zu Zwecken des Krawalls.


Der Fuchtel und die Religion

Weltbilder sind nicht einfach, das gilt insbesondere für linke humanistisch geprägte Atheisten aus Deutschland bei den Grünen. Sie sind manchmal so kompliziert, dass solche Vorbemerkungen nötig sind. Denn es geht um die Frage der Beschneidung von Kleinkindern aus religiösen Gründen. Eine Diskussion, die oft genug mit dem wahnsinnig stichhaltigen Argument „Antisemitismus!!11elf!!“ recht schnell beendet wird. Bei den Grünen ist das nochmal ein Sonderfall, denn grade die Idee multikuturellen Zusammenlebens hat erhebliche Spannungen mit anderen Zielen und lässt keine einfache Antwort in der Frage zu, wie weit Multikulturalität gehen kann. Tierschutz gegen Stierkämpfe, Feminismus gegen Kopftuchzwang, Freiheitsrechte gegen arrangierte Ehen (übrigens für beide Ehepartner, dass die Männer sich gewöhnlich nicht beklagen hat komplexe Gründe im anerzogenen Rollenbild der Geschlechter).
Ich werde am Ende dieses Beitrag einige Leser verloren haben. Damit werde ich leben müssen. Einige andere werden erfahren, wie ich meine grundlegendsten politischen Überzeugungen überhaupt, das Gleichbehandlungsprinzip und die freie Selbstbestimmung, auslege.

Nun ist nach dem inzwischen allgemein bekannten kölner Richterspruch die Frage der Beschneidung in den Fokus gekommen. Die Kölner hatten festgestellt, dass die Beschneidung ohne Einverständnis des Beschnittenen eine Körperverletzung ist und entschieden, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit (sowie die Bekenntnisfreiheit) höhere Rechte sind als das Erziehungsrecht der Eltern.
Das ist durchaus logisch. Mit der selben Begründung (minus Bekenntnisfreiheit) gehen die Gerichte auch gegen Kindesmisshandlung vor.
Der Fall könnte so einfach sein: Keine Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit eines Kindes, wenn dies nicht einverstanden ist oder eine medizinische Notwendigkeit vorliegt.

Das Problem hierbei ist: Die Beschneidung von Jungen ist im Judentum innerhalb der ersten acht Tage nach der Geburt vorgeschrieben. Folgerichtig sehen die jüdischen Gemeinden sich nunmehr dadurch bedroht, sich an grundlegende Menschenrechte halten zu müssen (etwas, worin Religionen nie sonderlich gut waren). Die Muslime sind deutlich ruhiger, was vermutlich daran liegt, dass diese problemlos bis zum 14. Geburtstag des Kindes (dann erlangt es Religionsmündigkeit) mit der Schnippelei warten können. Bis auf Cem Özdemirs hanebüchenen Vergleich mit der Taufe, da diese ja nach katholischem Glauben auch nicht rückgängig zu machen sei – ja, lieber Cem, nach dem katholischen Glauben, aber eine Taufe hinterlässt körperlich keine bleibenden Schäden und jeder, der nicht an die Taufe glaubt kann sie kurzerhand ablehnen.

Es ist für mich schwer, das ernsthaft zu diskutieren denn hier ist mein Grundsatz in solchen Fragen: Gleiches Recht für alle, gleiche Pflichten für alle. Dieser Grundsatz ist nicht abhängig von Befindlichkeiten und etwaigen Traditionen auslegbar. Diese können höchstens als mildernde Umstände gelten, wenn eine Straftat begangen wird.
Es gibt Ebenen, auf denen man eine Änderung gesetzlicher Regelungen zu Gunsten einzelner Gruppen diskutieren kann. Die Menschenrechte und insbesondere die Frage der körperlichen Unversehrtheit von Schutzbefohlenen zählen nicht dazu.

Aber, und hier kommen wir zu Cem zurück: Ich bin durchaus auch dafür, die rechtliche Wirksamkeit der Taufe aufzuheben und den Beitritt zur Kirche von der Religionsmündigkeit des Kindes abhängig zu machen. Dann kann es sich auch aus freier, eigener Entscheidung für eine der Schniedelwutz-Beschnippel-Religionen entscheiden, denn mit seinem [i]eigenen[/i] Körper kann jeder machen, was er will (hier verläuft übrigen auch meine Konfliktlinie mit der Verschärfung des Nichtraucherschutzes, die ich als zu sehr in individuelle Freiheitsrechte eingreifend ablehne).
Wir können nicht anfangen, diese Grundsätze aufzugeben nur weil irgendeine alte Religion ihre barbarischen Bräuche über die Menschenrechte stellen zu können meint. Eines davon ist die Beknntnisfreiheit – aber die Bekenntnisfreiheit umfasst nicht das Recht, die anderen Menschenrechte nach Belieben zu brechen.

Nachtrag Wegen extremen Spam-Aufkommens wurden die Kommentare zu diesem Beitrag geschlossen. Er hat bis heute, 10. 3. 2013, ca. 250.000 automatisch erstellte Spam-Kommentare erhalten.


Entsetzen

Hinweis Dieser Eintrag ist ursprünglich drei Wochen alt. Ich habe ihn letztlich nicht veröffentlicht, weil er mir veraltet erschien. Diese Annahme hat sich inzwischen erschreckenderweise als falsch herausgestellt. Hier daher eine aktualisierte Fassung zur Veröffentlichung.

Es ist eine Menge entsetzenswertes geschehen seit der letzten Bundestagswahl. Die Hotelsteuer ist zurecht immer noch nicht vergessen. Dass kein einziger der bereits erschreckend zahlreichen rausgeschmissenen Minister aus dem richtigen Grund (nämlich wegen seiner schlechten Arbeit) gefeuert wurde und sich selbiges auch bei Niebel abzeichnet. Der Ausstieg aus dem Atomausstieg, der nur „dank“ Fukushima gestoppt wurde. Das Asse-Desaster. Kristina Schröders fortdauernder Linksextremismus-Unfug (nebst so ziemlich allem anderen, was ihr so über die Lippen kommt). Vorratsdatenspeicherung. Staatstrojaner. ACTA. Merkels Wahlkampf für Sarkozy. Die Verstrickungen des BND mit neonazistischen Terroristen.
Das meiste davon aber waren politische Entsetzlichkeiten, deren Bewertung entsprechend politisch ist. Ich kann verstehen, dass an all diesen Dingen einige Personen oder Kreise Interesse haben. Ich mag es ablehnen, aber es ist zumindest ersichtlich, wo das alles herkommt.

Heute nun kam das erste aus jeglicher Sichtweise entsetzliche Werk der Bundesregierung zum Vorschein. Ein Werk himmelschreiender Dämlichkeit, das in absolut niemandes Interesse sein kann.

Heute wurde der Entwurf für das Leistungsschutzrecht vorgestellt. In Zukunft wird also das Zitatrecht abgeschafft. Ein Recht, das das bisherige Urheberrecht ausdrücklich einräumt, sogar mit einer besonderen Freiheit für tagesaktuelle Inhalte, also Zitate aus Presseorganen.
Dies wurde nunmehr umgekehrt. Die Presseverlage hatte es offenbar gestört, dass Seiten wie Google für sie kostenlos Werbung machten und haben dies nun unterbunden. Das Vorhaben ist so himmelschreiend dämlich, dass inzwischen ausser Axel Springer kein Verlag mehr dafür ist. Und Günter Krings, der die bisherige explizite Sonderregelung für tagesaktuelle Inhalte für eine „Schutzlücke“ hält.
Wie kann ein promovierter Jurist einen explizit geregelten Sachverhalt als Lücke gleichwelcher Art bezeichnen? Derlei Unfug entbiehrt jeglicher Logik, ob diese Regelung nun Krings‘ politischen Vorstellungen entspricht oder nicht.

Überhaupt, Günter Krings. Der Vertreter Mönchengladbachs im Bundestag und Vize-Vorsitzende der dortigen CDU-Fraktion wurde mir mal als fähiger Kopf beschrieben – damals, als ich in die hiesige Politik kam und noch kaum jemanden aus dieser Sphäre kannte.
Inzwischen frage ich mich ernsthaft, auf welcher Grundlage diese Beschreibung seiner Person entstand. Ich bekomme den Mann vor allem im Bereich der Neuen Medien mit, weil ich da auch selbst viel mit zu tun habe. Noch in keiner einzigen Mediendebatte habe ich erlebt, dass Krings, wenn er sich zu Wort meldete (und das tut er oft) eine auch nur halbwegs brauchbare Position vorzuweisen hatte. Killerspiele, Leistungsschutzrecht, ACTA, Netzsperren – egal, welches netzpolitische Thema man sucht, immer wieder taucht Krings auf. Und immer auf der Seite der Rückwärtsgewandten, die die neue Welt nicht verstehen und sie einfach nur verhindern wollen. Von der wirren Verschwörtungstheorie zu ACTA mal ganz zu schweigen.

Dann ist da die Sache mit dem Melderecht.
Über den Inhalt noch etwas zu sagen ist hier vergebliche Liebesmüh, der ist inzwischen ja glücklicherweise bekannt geworden. Dass aber eine solche Regelung zeitlich in das Fußball-EM-Spiel Deutschland-Italien gelegt und dann noch die „Rede zum Protokoll“, jener Stinkefinger der Regierung gegen die Debattenkultur des Parlamentes und die Demokratie bei dem Reden nicht gehalten sondern nur nachträglich schriftlich geliefert werden, genutzt wurde, das lässt schon Absicht vermuten. Da wusste jemand ganz genau, was für ein Dreck da vorgeschlagen wurde und hat es so eingestilt, dass es möglichst niemand merkte.
Hier ist die gesamte Bundestagsdebatte dazu:

Ins Bild passt auch Kristina Schröder. Deren Unfug war bislang zumindest unter Berücksichtigung einer etwaigen politischen Motivation (etwa ihres Skeptizismus gegen den Schwarzer-Feminismus) nachvollziehbar. Ihr neuester Vorstoß aber ist nur mehr politischer Dadaismus.

Die aktuelle Bundespolitik ist an solchen Stellen nicht mehr würdig kritisiert zu werden. Sie ist der Argumente nicht würdig, ist sie doch selber keiner sinnvollen Argumentation fähig. Und doch ist es nötig. Aber es ist nicht einfach gegen puren Blödsinn zu argumentieren. Frust und Entsetzen stehen dem Kampf gegen die Dummheit im Weg.
Seht diesen Beitrag als textliches Gegenstück einer Urschreitherapie. Das musste einfach raus.


eBook-Land Woche 36 und 37

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 221,52 € | Händler: 6

In eigener Sache
Der Juni war alles in allem kein guter Monat, sowohl Verkäufe als auch Einnahmen aus Werbeschaltungen gingen deutlich zurück. Damit bin ich offenbar nicht allein. Aber mit wöchentlich über 10 € Einnahmen kann ich mich eigentlich nicht beklagen: Das ist wenig Geld, aber es ist stetig und ich bin ja noch nicht einmal ein Jahr dabei. Und es kommt ja diesen Sommer noch einiges an Titeln dazu.
Es ist weit davon entfernt, davon leben zu können, aber dennoch bin ich mit der Entwicklung zufrieden. Jetzt heisst es, darauf aufzubauen. Schön wären so 100 € die Woche, das würde mir schon einiges an Freizeit verschaffen, weil ich bei meiner derzeitigen Haupteinkommensquelle, dem Texten, die Aufträge etwas runterfahren könnte. Diese Zahl liegt mit dem richtigen Angebot definitiv im Bereich des Machbaren.


Freundliche Hinweise
Miriam Pharo hat wieder ein neues Buch raus und diesmal ist es auch gleich als eBook erhältlich – und noch bis Mittwoch kostenlos. Frikassee zum Frühstück ist ein Zukunftskrimi und die Fortsetzung von Jimmy der Mops. Jimmy hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, dieser Band hier steckt aktuell in der Warteschleife, bis ich mit Harry Potter fertig bin, das sich als bessere Reihe herausgestellt hat, als ich erwartet hatte (ja, meine Erwartungen sinken erheblich sobald ein Buch ein Bestseller wird). Kritisieren kann ich bis jetzt nur die praktisch identischen Cover. Wäre da nicht die Zahl links oben auf dem zweiten Band wären sie auf dem Schwarzweiss-Display eines eBook-Readers identisch.
Ebenfalls hinweisen möchte ich auf eine Sommeraktion von Eileen Janket, die für einige Zeit alle ihre eBooks bei Amazon für 0,99 € anbietet. Ich bin sehr gespannt, ob ihr das den erhofften Erfolg bringt.

Aus der Szene
Sommerloch! Aber da wir diesmal zwei Wochen zu überblicken haben kommt dennoch ein bisschen was zusammen. Also denn:
Fangen wir mal mit dem Thema Finanzierungen an: Das eine ist die Nachricht, dass Seth Godin sein neues Buch innerhalb von vier Stunden per Kickstarter finanzieren konnte. Das ist toll, ich warne aber vor übermäßigem Enthusiasmus: Seth Godin ist Seth Godin, einer der bedeutendsten Marketing-Fachleute der englischsprachigen Welt und Bestsellerautor. Er hat damit ein paar Vorteile, die die meisten Autoren nicht haben, ähnlich wie Joanne K. Rowling bei der Eröffnung von Pottermore den dezenten Vorteil hatte, Joanne K. Rowling zu sein. INteressanter für Otto-Normal-Autor ist da schon der Erfolg von unglue.it mit der erstmaligen Freisetzung eines Buches über Spenden.
Die Buchhändler zeigen unterdessen erste Panikerscheinungen, wobei erste sehr plausible Orakeleien über das Ende des Kochbuchs nicht helfen. Aus der EU kommt zugleich eine Erklärung zum digitalen Buchmarkt, die allerdings noch etwas substanzlos ist.

Und dann gibt es da noch die Sache mit den datensammelnden eReader, die ich nicht so recht nachvollziehen kann: Bei jedem Besuch einer Webseite werden mehr Daten gesammelt (und vor allem nur halb-anonym, da mit einer Anbschlusskennung – IP – verbunden) als das. Hier erfährt der Verlag nur, dass irgendwelche Leser diese oder jene Passage markiert und bis zu einer bestimmten Stelle gelesen haben. Das sind wertvolle Daten, um bessere Bücher zu machen, aber daraus lassen sich keinerlei Erkenntnisse über die einzelnen Leser gewinnen. es sei denn, ein Buch wurde nur ein mal verkauft.


Gute Vorsätze: Halbzeit

Anfang des Jahres habe ich einige Vorsätze gefasst, wie man das zum, neuen Jahr so macht. Mal schaun’n was draus geworden ist:

85 kg – Geschafft, wobei es noch hin und wieder für ein paar Tage bis zu 3 kg nach oben schwankt. Aber das krieg ich schon noch stabil.
Computerwechsel – Geschafft, ich bin komplett auf den Laptop umgestiegen, inzwischen ergänzt durch einen eBook-Reader, was den Stromverbrauch nochmal senkt. Für die weitere Zukunft denke ich an Microsoft Surface, endlich ein Tablet, mit dem man auch vernünftig arbeiten kann (Android und iOS halte ich mehr für Spielzeug)
Bücherregalschrumpfkur – Geschafft, der Regalmeter ist eingespart, inzwischen passt meine gesamte Buchsammlung in meine Regale
Archivbildung – Mehr oder weniger geschafft. Meine Unterlagen sind inzwischen alle in Regalen untergebracht, aber mit der Ordnung hapert es noch etwas. Momentan bin ich schon froh, dass sie nicht mehr als Papierstapel überall rumliegen
Projekte – In Arbeit. Die 10 eBooks werde ich schaffen, die 4 politischen Projekte sind noch schwierig. Ich komme immer wieder dabei voran, auf in der Stadt laufende Entwicklungen und Vorhaben einzuwirken, aber daneben noch eigene Projekte anzustoßen ist schwierig.