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Sieben am Sonntag 05.03.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Leo Moracchioli, trotz des Namens Schwede, macht auf Videos Metal-Versionen bekannter Songs. Einige verändern sich dabei kaum. Zwischen Grunge oder 80er-Rock und Metal ist halt nicht so viel Abstand. Andere Ttel nimmt die Umwandlung stärker in Beschlag und ich habe einfach mal die Variante mit dem größten Abstand rausgesucht: Es ist eine Metal-Version von „Scatman“ John Larkins Scatman

eBook der Woche

Guy Riessens Fruiting Bodies ist ein weiterer Eintrag in der bald unendlichen Liste von Zombie-Büchern. Dieser hier gehört zur Variante „mutierte Pilzinfektion“ und spielt Ende der 70er in den tropischen Wäldern der südlichen USA.
Besonders an diesem Titel ist neben dem Sprung in die Zeit vor dem Ausbruch der Seuche vor allem das Titelbild. Der Schädel mit den aus ihm sprießenden Pilzen in einem unnatürlich grünlich-blauen Farbton sieht schon ziemlich großartig aus und macht sofort klar, worum es hier geht.

Batterien der Woche

Immer noch entwickelt sich die Technik im Bereich der Energiespeicher mit unglaublicher Geschwindigkeit. Nun hat der Erfinder der Lithium-Ionen-Akkus nochmal zugeschlagen und mit Hilfe gläserner statt flüssiger Elektroden den Weg zu einem günstigeren und haltbareren Akku geebnet, dem Natrium-Ionen-Akku.
Im Bodensee wurde inzwischen erfolgreich die Speicherung von Energie in Form hohler Kugeln getestet. Im Grunde handelt es sich dabei um Pumpspeicherkraftwerke ohne Berge und daher mit deutlich weniger Platzbedarf.

Geschichtsstunde der Woche

LInkedIn erzählt die erfolgreichste Content-Marketing-Geschichte des 20. Jahrhunderts: Wieso das Guiness-Buch so heisst und was es mit dem tiefschwarzen irischen Bier zu tun hat.
Kurzgefasst wurde aus dem Beleg für die Antwort auf eine Wette ein Werbegeschenk und schließlich eine der erfolgreichsten Sachbuchreihen aller Zeiten, übertroffen nur noch von einigen Wörterbüchern und Pfadfinderhandbüchern. Womit es das Guinness-Buch leider knapp verpasst, sich selber einen Rekord zuweisen zu dürfen. Es ist allerdings zweifellos die erfolgreichste Trivia-Sammlung aller Zeiten.

Zeitenwende der Woche

Gibt es wirklich ein Anthropozän, also ein eigenes erdgeschichtliches Zeitalter des Menschen?
Die wichtigste Grundlage für die Definition eines Erdzeitalters sind Veränderungen in der Chemie der Gesteine. Zwar fallen diese häufig mit Massensterben zusammen, da so große Veränderungen der Welt alteingesessenen Lebensformen das Leben schwer machen, aber diese alleine reichen eben nicht für die Ausrufung eines neuen Erdzeitalters – so betraten beispielsweise die Fische mitten in einem großen Massensterben der Ozeane das Land, dennoch begann damit kein neues Erdzeitalter.
Nun hat eine Untersuchugn ergeben, dass sich tatsächlich etwas über 200 Mineralien erst durch den Einfluss des Menschen auf der Erde auszubreiten beginnen.
Solche Ergebnisse machen erneut deutlich, wie weitreichend die Wirkung menschlichen Tuns auf die Erde ist.

Film der Woche

Am Donnerstag lief bei der Volkshochschule Mönchengladbach der japanisch Spielfilm The House of Rising Sun (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Actionfilm House of the Rising Sun von 2011), der eine Familie zeigt, wie sie ein Fukushima-artiges Ereignis nahe des japanischen Atomkraftwerks Hamaoka erlebt. Die Geschichte basiert auf den realen Erlebnissen um Fukushima.
Ein sehr eindrucksvoller Film, der ohne große Effekte auskommt und die Mundänität der Katastrophe ebenso einfängt wie ihren Schrecken. Kernschmelzen sind absolut unspektakuläre Katastrophen, die in der Realität eher bedrückend als aufregend sind. Regisseur Takafumi Ota schafft daraus einen beeindruckenden Film.
Ich wünschte nur, er bekäme größere Verbreitung. Momentan taucht er noch nicht einmal auf der IMDb-Seite des Regisseurs auf. Und die Seite sammelt immerhin sogar erfolgreichere Youtube-Reihen.

Päckchen der Woche

Aus der Reihe Meisterwerke des 21. Jahrhunderts, das Kronstück

Aus der Reihe Meisterwerke des 21. Jahrhunderts, das Kronstück

Endlich habe ich meine Exemplare meiner ersten beiden Papierbücher. Es hatte wegen ein paar Komplikationen ein paar Tage länger gedauert, aber nun sind sie da. Glorios.
Die Tinte war noch frisch (ein bisschen sehr frisch, das Schwarz neigte trotz mattem Finish noch zu Fingerabdrücken), als die Bücher am Samstag mittag aus der polnischen Druckerei bei mir ankamen. Das Innere, gesetzt mit der Schriftart Garamond No8 in 11 Punkt sieht sehr gut aus, allerdings hätte ich mit den Inhalten ruhig weiter an den Rand der Seiten vorrücken können. Die Bücher sind etwas dicker, als ich erwartet hatte, das kann man mit dem Lineal halt nicht so gut einschätzen wie wenn man es in den Händen hält. Entsprechend kann die Beschriftung des Buchrückens beim nächsten Buch ruhig etwas größer ausfallen. Das umlaufende gelbe Band hat super geklappt und ergibt eine unverwechselbare Optik im Regal.
Da die Bücher in Englisch verfasst sind, habe ich Amazon für den Druck genutzt, deutsche Titel würde ich bei Bod vertreiben, die auch an den Buchhandel ausliefern.
Die Bücher sind natürlich How to Sing Butterflies in der Standard- und der erweiterten DX-Ausgabe, eine Sammlung von Kurz- und Kürzestgeschichten aus den Jahren 2012-2016. Die DX-Ausgabe ergänzt das um Informationen zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Geschichten.
Wieso ich jeweils vier Stück habe? Nun, je eins ist für mich zum Anschauen und Rumzeigen, die übrigen sind gesetzliche Pflichtexemplare, die an die Bibliotheken abgegeben werden müssen, je eines an die ULB Düsseldorf und je zwei an die Bundesbibliothek Leipzig. Mit anderen Worten: Nein, ich habe leider keine abzugeben. Diesmal nicht. Vielleicht später.
Die nächste Sammlung ist bereits unter dem Titel How the Rain Gets In in Arbeit und dazwischen wird es noch mindestens einen deutschsprachigen Titel (Unter Wittgensteins Löwen) in Papierform geben. Letzteren überarbeite ich für die Papierausgabe grade ein wenig, er soll von 112 auf 150 Seiten wachsen, um auch nach was auszusehen.


Veilchendienstagszug 2017

Willkommen zur jährlichen Kritik des Veilchendienstagszugs in Mönchengladbach. Kurz für neu Hinzugekommene: In Mönchengladbach feiert man den Straßenkarneval erst am Dienstag, unter vergleichsweise geringer medialer Aufmerksamkeit. Die Lustigkeit schwankt stark und mein Job hier im Blog ist es, das alles doof zu finden und zu loben, wenn mich mal ein Wagen an meine düsseldorfer Heimat erinnert, wo man Karneval besser kann.

Karnevalswagen zum Vandalismus gegen Karnevalswagen

Sei der Fairnis halber erwähnt

Man muss ohne Frage erwähnen, dass der Karneval in Mönchengladbach 2017 mit einem Vandalismusproblem zu kämpfen hatte. Unbekannte sind in die Halle auf dem aufgegebenen Gelände der britischen Instandhaltungseinheit REME eingedrungen und haben die dort zwischen den Jahren aufbewahrten Wagen teilweise schwer beschädigt. Ich werde dies nicht weiter bewerten, da ich mir selber uneins bin, ob darin nicht auch eine Chance lag, endlich von den jedes Jahr nahezu identischen Prunkwagen wegzukommen, die den hiesigen Karneval beherrschen und ihm seine Langweiligkeit geben. Aber selbstverständlich ist das bei der hiesigen Karnevalsstruktur ein herber Verlust auch an Zeit und Kraft, die in die Reparatur der Wagen fließen musste. Der obige Wagen thematisiert das, auch wenn er mir nicht so aussieht, als wäre er selbst dann sonderlich toll gewesen, wenn er fertig geworden wäre. Wie ein Blick auf das Jahr 2015 beweist. Auch ein Bildwitz braucht Witz.

Das ich überhaupt hier berichte, ist dieses Jahr ein Unfall: Eigentlich wollte ich mit einer Fußgruppe zu Tihange mitlaufen, die musste aber leider wegen einer Grippewelle ausfallen. Sehr schade. Wer meine Zugkritiken kennt weiss, dass ich hohe Ansprüche an die konzeptionelle Qualität der Beiträge stelle. Ich meine, ich bin Düsseldorfer, wir stellen grundsätzlich immer hohe Ansprüche an alles.

Karikatur, in der Angela Merkel Vampire in Gestalt von Trump, Putin und Erdogan abzuwehren versucht

Apropos Bildwitz

Die Rheinische Post hat einen sehr effektiven Weg gefunden, jährlich ein aktuelles Motiv mitzufahren. Das ist fraglos eine der Gladbacher Sachen, die funktionieren.
Die RP als Garant der Wahrheit, der war gut!

Die RP als Garant der Wahrheit, der war gut!

Aber auch der Hauptwagen der Rheinischen Pest fährt einen aktuellen Bezug. Dem bin ich jetzt zwar thematisch nicht wirklich affin (als wären Falschmeldungen ein reines Internetphänomen), aber er ist optisch wie konzeptionell witzig umgesetzt.
Wagen mit Werbung des Einkaufzentrums Minto

Werbeeinblendung

Was mal wieder auffiel, waren die reinen Werbewagen. Jener des Einkaufszentrums Minto war wenigstens unfreiwillig komisch und hat einen jährlich wechselnden Spruch, der Rest gehört zur Kategorie „alle Jahre wieder das selbe.“
Trump als Drache

Okay, das ist immerhin eine halbe Idee. Nächstes Jahr dann die andere Hälfte?

Die KG Holt darf sich ein paar Sonderpunkte dafür aufschreiben, ihren Wagen genutzt zu haben, um Platz für ein politisches Motiv zu haben. Ich weiss zwar nicht genau, was uns der Drache mit Trumps Kopf sagen will, aber es ist immerhin schonmal ein erkennbar politisches Motiv. Das ist mehr als alle anderen geschafft haben. Dorfbroich hätte diese Fläche übrigens auch, stellt aber lieber eine etwas uninspirierte Narrenfigur drauf. Nächstes Jahr dann, Dorfbroich?
Die Sparkasse treibt's bunt

Die Sparkasse treibt’s bunt

Der Preis für das gruseligste Motiv geht an die Sparkasse für den über die Weltkugel schmelzenden Wasserturm. Das hat ohne Zweifel einen Hauch H.P. Lovecraft.
Aufschrift: „Wir lieben die Welt&hellip…der Mäuse“

Aufschrift: „Wir lieben die Welt……der Mäuse“

Die Volksbank bekommt den Sonderpreis für das witzige Detail des Jahres mit dem Heckaufkleber ihres Wagen. Ein richtiger Witz! Im Gladbacher Karneval! Das kann nur ein Irrtum sein.
vdz-2017-eulenvdz-2017-oktopusseBeim besten Kostüm dürfen sich die Eulen aus Neuwerk mit den Kraken aus Windberg bekakeln. Der Rest der Menschheit darf jetzt nach „bekakeln“ googeln.
tdf-vdz-2017Den Wagen zur Tour de France 2017, die am 2. Juli auch unsere Stadt durchfahren wird, sollte man wegen seines Aufwandes durchaus mal erwähnt haben. Aber sonst auch wegen nichts.

Insgesamt fand ich den Zug 2017 sehr langweilig. Nach der Hälfte wollte ich gehen. Nachdem ich etwas vor dem Ende in der Gruppenplanung sehen konnte, dass nur noch wenige der bereits angesprochenen witzlosen Prunkwagen und ein par Musikkapellen folgten, tat ich dies auch und wurde nur davon aufgehalten, dass ich im Publikum noch einen Freund traf. Karneval wurde 2017 in Gladbach mit X geschrieben. Wie in „nix“.
Ich verstehe das nicht. Ich kenne kein Volk, das besser meckern kann als die Gladbacher. Warum haben wir dann einen so handzahmen Karneval?


Sieben am Sonntag 26.02.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Ich habe die Woche mal ein wenig alte Sampler verwurstet, sprich die CDs abgespielt, Songs, die ich mochte zu MP3s konvertiert und dann die CDs ins CD-Recycling gegeben. Nicht wichtiges, alles so Kram wie Bravo Hits und Chartbreaker.
Aus diesem Fundus gibt es diese Woche einen dabei gefundenen Titel, der mir besonders gefallen hat. Vor allem in dieser Version mit Inga Humpe und Udo Lindenberg, die sehr technoige Version der Humpe-Schwestern unter sich ist nicht so mein Fall.

Revolution der Woche

Was passiert eigentlich, wenn bei einer Handelskammer eine Liste antritt, die nicht dem üblichen neoliberalen Einheitsbrei und den alteingesessenen Kammerstrukturen entspricht? Immerhin ist die Wählerbeteiligung bei Wahlen der Handelskammern ja allgemein katastrophal, wiel da nie was wählbares antritt,
Nun, in Hamburg hat eine solche Gruppe mal eben 95% geholt. Ich weiss zu wenig über diese Gruppe oder die Hamburger Wirtschaftspolitik, um das detailliert für diesen Fall politisch einschätzen zu können, aber dass so etwas möglich ist und so stark wirkt, ist schon allein eine Meldung wert.

System der Woche

Werbeeinblendung mit Bild von Indiegogo

Werbeeinblendung mit Bild von Indiegogo

Moderne Spielekonsolen, die alte Systeme nachbilden, gibt es bereits einige.
Die RetroEngine Sigma unterstützt zwar keine Original-Module, kommt dafür aber in Form eines kleinen Computers zu einem sehr niedrigen Preis mit einer langen Liste unterstützter Systeme daher: *tiefluftol* Amstrad, Ataris 2600/7800/ST, GameBoy Original/Color/Advance, Game Gear, Atari Lynx, Mama Arcade, MSX, Nintendo 64, NES, Super Nintendo, Neo-Geo, Neo-Geo Pocket, Neo-Geo Pocket Color, PC-Engine, C64, PlayStation 1, Sega SG-1000, Sega MegaDrive einschließlich 32X-Aufsatz und SegaCD-Erweiterung, Sega Master System, Vectrex Arcade und Sinclair Home Computer. Wahrscheinlich lässt sich das aufgrund der Architektur des Systems noch ausbauen.
Nur das Design scheint sich nicht ganz entscheiden zu können, ob es ein MegaDrive oder ein Atari 2600 sein will. Naja.

Fundstück der Woche

Ihc hoffe, auf Trapist-1e hat niemand geblinzelt. Die Bewohner von Trappist-1f haben zum Glück eh keine Augenlider - Bild: NASA

Ich hoffe, auf Trappist-1e hat jetzt niemand geblinzelt. Die Bewohner von Trappist-1f haben zum Glück eh keine Augenlider – Bild: NASA

Ganze sieben neue Planeten hat die NASA jetzt um den Zwergstern Trappist-1 bestätigt. Der Stern ist nicht einmal annähernd so warm wie unsere Sonne, aber im Gegenzug sind die Planeten alle sehr nah an ihrem Stern – das ganze Trappist-System würde mehrfach innerhalb der Umlaufbahn des sonnennächsten Planeten Merkur Platz finden.
Diese Nähe führt dazu, dass sich ganze drei der Planeten innerhalb jener Zone befinden, in der Planeten unter normalen Bedingungen die Fähigkeit erlangen können, Leben zu tragen. Das ist in etwa das selbe Verhältnis wie im Sonnensystem auch (hier sind es drei von acht).
Allerdings sind die Planeten wahrscheinlich auch alle so stark an ihren Stern gebunden, dass sie ihm immer die selbe Seite zuwenden. Gibt es dort tatsächlich eine Atmosphäre, würde das Wetter völlig anders funktionieren als hier, mit starken Winden zwischen der warmen Sonnenseite und der eiskalten Schattenseite. Zudem sind die Planeten wahrscheinlich sehr jung, irgendwo zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Jahre alt. Ein Alter, in dem die Erde noch kein mehrzelliges Leben trug. Aliens werden wir also dort wohl selbst dann nicht all zu bald finden, wenn einer der Planeten Leben tragen sollte.
Schade, denn sie hätten einen spektakulären Ausblick mit allen anderen Planeten des Systems groß in ihrem Himmel, wie wir es auf der Erde nur mit unserem eigenen Mond haben.

Quell der Woche

Wo wir schon im Weltall sind: Während alle Bilder der NASA als staatliches Material automatisch gemeinfrei sind, gibt es solche Regelungen in Europa nicht. Entsprechend hat es die Europäische Raumfahrtagentur ESA etwas mehr Überwindung gekostet, seine Werke unter eine offene Lizenz zu stellen. Doch nun endlich kommt auch der Großteil des ESA-Materials wenigstens unter eine freie CC-Lizenz.

Schiff der Woche

Dass ein Schiff voller Abtreibungsärzte in Guatemala festgesetzt wurde, ist natürlich keine gute Nachricht.
Dass ein solches Schiff existiert, hingegen schon. Dass offenbar namenlose Segelboot der niederländischen Organisation Women on Waves fährt in Länder, in denen Abtreibung illegal ist und bietet unter anderem Frauen in Notlagen die Möglichkeit, Abtreibungen von darauf spezialisierten Ärzten in internationalen Gewässern durchführen zu lassen. Dazu kommt natürlich politische Tätigkeit in Form von Protesten und Aufklärung.

Helden der Woche

Autofahrer gibt es in zwei Versionen: Sich über andere Autofahrer aufregend, wenn diese rasen und sich über Geschwindigkeitskontrollen und Bußgelder aufregend, wenn sie selbst rasen (ist ja eh alles Schikane). Entsprechend schwierig ist es, Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen.
Im schottischen Moray haben Einwohner dagegen ein probates Mittel gefunden: In Schutzwesten stellen sie sich an den Straßenrand und zielen mit Fönen auf die ankommenden Raser. Nicht, um Gegenwind zu erzeugen, sondern Radarkontrollen simulierend.


Ratswebcam – Operation Bildstörung

Dass das Wörtchen „Jein“ eine deutsche Erfindung ist, sagt so unglaublich viel über die hiesigen Entscheidungsträger aus. Eine andere beliebte deutsche Phrase ist die „Angst vor der eigenen Courage.“ Trifft beides zusammen und würzt es mit einer Prise Peinlichkeit, kommt das Possenspiel „Ratswebcam Mönchengladbach“ heraus.
Dass es ein Rheydter war, der dem Begriff „possierlich“ zu Ruhm verhalf (Tierfilmer Heinz Sielmann), passt übrigens ebenfalls hervorragend. Doch nun zum Thema „Volksvertreter in geheimer Mission“:

Eine Person, die auffällig dem Oberbürgermeister von Mönchengladbach ähnelt, durch einen Augenbalken anonymisiert

Psst, den darf man online nicht sehen – Ursprungsbild: Wikimedia-User Neozoon CC-BY-SA

Ich mag diese Geschichte ja, die lässt sich so richtig schön als Romanhandlung aufbauen. Wer also auch schon immer Bücher schreiben wollte, aufpassen, ich führ euch das mal vor. Und einige der handelnden Personen führen sich praktischerweise selber vor.

Prolog

Es war einmal, vor langer Zeit (Januar 2010) in einer fremden Galaxie (Twitter), da gab es eine Diskussion über das Thema „Live-Übertragung der Ratssitzungen im Internet“, oder kurz: Ratswebcam. Torben Schultz und ich selbst traten dort als Potagonisten auf, während etwaige Antagonisten in den Schatten verblieben. Wenn ich mich recht entsinne, gab es dazu sogar schon 2009 Gespräche.
Nun war es nicht einfach, alle von dieser Sache zu überzeugen. Schon damals hatte so mancher Sorge um das Recht am eigenen Bild angemeldet. Und so verschwand das Thema wieder. Doch es verblieb immer in den Hinterköpfen, kam hier wie dort mal wieder auf und setzte sich in dieser Form fest.

Akt 1: Aufbau

Ein solches kurzes Aufkeimen des Pflänzchens „Webcam“ gab es 2014. Die Junge Union findet Kameras nämlich allgemein ganz toll und fordert sie daher gerne an jedem sich bietenden Ort. Das ist nur konsequent, wenn auch etwas rückwärts gedacht: Wer die Bürger überwachen will kann dies nicht intellektuell redlich tun, ohne auch deren Vertreter in Amtsausübung unter Beobachtung zu stellen.
Ich würde ja eher sagen, dass relevante öffentliche Veranstaltungen der gewählten Volksvertreter grundsätzlich zugänglich zu machen sind, während es nicht zu rechtfertigen ist, Menschen allein aufgrund ihrer Anwesenheit auf einem öffentlichen Platz mit einer Kamera zu konfrontieren, aber hey, das ist jetzt ein anderes Thema. Na gut, man kann es jetzt schon als Subplot einbauen, immerhin wird es im Finale wichtig.
Nun erwirkte die JU 2014 einen CDU-Beschluss zur Einführung einer Webcam, die Stadtratssitzungen live übertragen sollte. So weit, so gut. Und da die JU dennoch artig als Antagonist agiert, tut sie so, als wäre die Idee auf ihrem eigenen Mist gewachsen, ganz im Gegensatz zu unseren sympathischen Helden, die stets ihre Mitstreiter aufs Podest heben. Ausser ihre Mitstreiter sind Chewbacca, aber das ist jetzt was anderes. Chewbacca kriegt halt keine Medaillen.
So oder so, wir haben jetzt Protagonisten, eine Andeutung, wer sich zum Antagonisten entwickeln könnte und die Grundlagen für einen Konflikt.

Akt 2: Der Konflikt

Irgendwie fehlt dem Konflikt Selbstdarsteller gegen Teamspieler noch ein wenig der Wumms. Kein Problem, da kann ja noch was kommen, erstmal steuern wir jetzt auf das große Überraschungsmoment zu. Eine Weile muss jetzt noch alles gutgehen, dann kommt der Wumms. Und dann muss der Wumms richtig wummsen. Mal sehen, was unsere Figuren so machen.
Zunächst geht alles gut und steuert auf ein vermeintliches Happy Ending zu. Alle in der Geschichte nennenswerten Betroffenen treffen sich, tauschen Positionen aus und finden ein gemeinsames Ziel, welches dann umgesetzt wird. Der Rat beschließt die Live-Übertragung und Aufzeichnung der Ratssitzungen für ein paar Testläufe. Der Beschluss wird einstimmig angenommen. Und in der ersten übertragenen Sitzung macht sogar niemand von seinem eingeräumten Recht Gebrauch, die Übertragung durch Hochhalten blauer Karten für seine oder ihre Beiträge pausieren zu lassen. Schön.
Unsere Antagonistin, nun die CDU als Mutter der JU, bringt zwar zeitgleich ein paar etwas zweifelhaftere Beschlüsse mit, bei der sie die ursprünglich für notwendig erklärte Video-Überwachung des Sonnenhausplatzes kurzum zu „touristischen Webcams“ umdeklariert, aber jedes gute Ensemble in der Literatur hat halt einen Opportunisten, der insgeheim nur darauf wartet, seinen eigenen Nutzen aus der ganzen Sache zu ziehen. Die Sitzung war zur arbeitnehmerunfreundlichen Zeit von 13:00 Uhr angesetzt, da die Sendeleitung Fußball halt wichtiger fand als Politik. Die Presse macht sich etwas über die Sitzung lustig, aber so ist die Presse halt. [Anm. d. Red.: Bitte nochmal ins Lektorat. Der Beitrag vom Schnettler ist zu platt, niemand schreibt ernsthaft so einen politisch voreingenommenen Scheiss]
Aber hier endlich kommt der Wumms.
Und wir haben ihn geschickt versteckt. Ein ranghoher Vertreter unserer Antagonistin, dessen Name übrigens von seinem flegelhaften Benehmen in Ratssitzungen inspiriert ist [Anm. d. Red.: „Doktor Flegemilch“ ist als Name etwas zu platt, können wir da noch was machen?], hat im Laufe der Sitzung wie üblich Argumente durch Lautstärke ersetzt. Er war sich auch nicht zu schade, Leuten anderer Meinung aufgrund dessen gesundheitliche Probleme zu unterstellen, wie wir im Zeitungsartikel subtil angedeutet haben. [Anm. d. Red.: Das nennst du „subtil andeuten“? Stümper!] [Anm. d. Verf.: Jetzt langt’s mir aber! Der Rest wird ohne Redaktion gemacht]
*räusper*
Das ist ihm nunmehr verständlicherweise peinlich. Er lässt sich also aus der später veröffentlichten Aufzeichnung der Übertragung ohne jegliche Begründung rausschneiden. Aber man kann den Grund ja erahnen, es muss ja nicht alles immer so offensichtlich reingeschrieben werden. Man sollte immer damit rechnen, dass die Leser schlauer sind als der Autor und es nicht mögen, wenn man all zu direkt Offensichtlichkeiten ausführt.
In den Reihen der Dezernenten kommt einer dazu, der regelmäßig durch Grimassen und Nickerchen in Ratssitzungen auffällt und dies ebenfalls ungern im Video hätte. Er ist nicht so wichtig, geben wir ihm einen langweiligen Namen. Doc Fischer oder so.
Die restlichen Dezernenten und der Oberbürgermeister bekommen ebenfalls Angst vor der eigenen Courage und lassen sich entfernen. Das ist natürlich ein absolut unerwarteter Twist, sind diese Personen doch sonst nicht grade als kamerascheu aufgefallen.
Übrig bleibt eine Art Greatest-Hits-Album des Duos Schultz & Dr. Wolkowski. Das finden diese sowie der bisher in dieser Geschichte eher im Hintergrund agierende Gutowski nicht ganz so toll, wie man meinen könnte, denn es sind Protagonisten, die als Volksvertreter das Bestreben haben, im Sinne des Volkes zu handeln.
Und da haben wir ihn, den richtig großen Konflikt. Das Volk will wissen, was seine Vertreter tun, doch deren Anführer wollen das Volk nur mit ihnen genehmen Kostproben bei Laune halten. Klare Motivationen, klare Zuordnungen, klare Problemlage. Heimlichtuer gegen Volksfreunde! Herrlich! Hollywood-Material!
Moment, wir brauchen noch einen guten Kontext für das große Finale. Genau, ich weiss: Ein paar Tage später ist Karneval! Großartig! Könnte man nicht besser erfinden!

Akt 3: Finale

Werden unsere Helden triumphieren? Werden unsere Antagonisten geläutert und erkennen, dass sie als Gewählte ihren Wählern diese Transparenz schuldig sind? Werden Sie auf den Herausschnitt bestehen und dafür konsequenterweise die Videoüberwachung des öffentlichen Raumes beenden? Oder werden auf dem Sonnenhausplatz in Zukunft blaue Karten zum Hochhalten verteilt? Wird gar doch die Angst obsiegen? Kommt irgendwann nochmal eine Anspielung auf „Krieg der Sterne“? Wird Schultz der Presse je beigebracht bekommen, dass er mit einem T geschrieben wird?
All das und (wahrscheinlich) noch einiges mehr im Finale dieser großartigen Saga, die mit viel zu viel Anführungszeichen, aber dennoch recht harmlos, begann!

Romankritik

Rezension von Irgendson Fatzke
Ein recht seltsamer komödienhafter Regiokrimi mit starker Provinz-Atmosphäre aus einer vorgeblichen Weltstadt tief im Westen. Viel zu langsamer Anfang, die Motivation einiger Antagonisten bleibt unklar, offenes Ende. Und natürlich wenige Tage vor Karneval, so wie in Hollywood Szenen in Chinatown immer zum chinesischen Neujahr stattfinden. Das Manuskript hätte insgesamt mehr redaktionelle Betreuung gebraucht.
2 von 5 Sternen

Pff, Kritiker, was wissen die schon?


Sieben am Sonntag 19.02.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Für diese Woche geht es zurück zu den Videospielesoundtracks. Dragonborn; das Thema zu Skyrim, mit Untertiteln, damit ihr auch mitsingen könnt.

Egozentrik der Woche

How to Sing Butterflies DXIn Wochen, in denen von mir etwas neues erschienen ist, gibt es natürlich einen Eintrag in den Sieben am Sonntag. Auch, weil die Bücher auf Englisch sind und somit keinen eigenen Beitrag im deutschen Blog bekommen. Denn seit gestern früh gibt es bei Amazon Papierausgaben von How to Sing Butterflies (104 Seiten für 5,00 €) und der erweiterten Ausgabe How to Sing Butterflies DX (168 Seiten für 7,01 €). Der deutsche Preis des dickeren Buches ist ein wenig Opfer der Währungsumrechnung und Mehrwertsteuer geworden.
Warum Amazon? Nun, es ist der einzige Anbieter für Druck und Vertrieb selbstverlegter Papierbücher im englischen Sprachraum zu brauchbaren Konditionen. Ingram Spark kostet mal eben 10 Dollar pro Titel und alle anderen Anbieter erreichen in der Herstellung Preise, die niemand für so Bücher von weniger als 600 Seiten zu zahlen bereit wäre. Der deutschsprachige Markt ist da mit BoD deutlich besser dran, weshalb ich diesen Anbieter in (sehr naher) Zukunft für deutsche Werke nutzen werden.

Drohne der Woche

Wem dieser Punkt bekannt vorkommt, der hat letzte Woche ebenfalls hier im Blog gelesen. Nur geht es diesmal größenmäßig in die andere Richtung: Automatisierte fliegende Autos.
Während das israelische Militärprojekt in dieser Richtung 2020 einsatzbereit sein soll, schmeisst Dubai im zivilen Sektor wie üblich einfach ein paar Milliarden mehr auf das Vorhaben und kündigt an, dass die chinesische Passagierdrohne eHang 184 bereits ab Juli 2017 die Himmel über der ohnehin schon einem Sciencefiction-Roman entsprungenen Stadt erschließt.


eBook der Woche

Jeder kann ein Kochbuch für Hühnchen herausgeben. Jeder kann ein Kochbuch für Hähne herausgeben. Aber nur Chad Filler traut sich, dem einen Titel zu verpassen, der mir gar keine andere Wahl lässt, als es zu erwähnen.
Und ja, es ist allein wegen dem Titel hier. Ich tu gar nicht erst so, als wäre es anders.


Malbuch der Woche

Ich dachtet nicht wirklich, hier rauszukommen, ohne dass es euch Donald Trump mal wieder vor die Nase knallt, oder?
In perfekter Synthese der beiden seltsamsten Trends des Jahres 2016 — Malbücher für Erwachsene und Donald Trump — gibt es nun also das Insane Clown President Coloring Book. Für alle, die die Pointe der amerikanischen Geschichtsschreibung schon immer mit grünen Haaren sehen wollten. Aber passt auf, dass euch für die Haut nicht zu schnell das Orange ausgeht. Natürlich das perfekte Mittel, mir die Zeit totzuschlagen, bis ich endlich Neuigkeiten von dem Trump-Parodie-Projekt höre, an dem ich teilgenommen habe.

Energiewende der Woche

Island ist für energieintensive Industrien ein Traumstandort. Nicht nur ist der Strom dort billig, er ist auch noch nahezu CO2-neutral, da die Insel sich vollständig über Wasserkraft und die geothermische Energie des Atlantischen Rückens versorgt.
Aus diesem Grund wird dort viel Aluminium gewonnen und aus diesem Grund habe ich immer dafür argumentiert, dass es im Sinne der Energiewende das Beste wäre, wenn Deutschland sein Aluminium aus Island bezieht. Nun geht nach Aluminium also auch Silizium stark auf die Insel.

Propaganda der Woche

Manchmal ist Die Zeit so unterirdisch, man mag kaum glauben, dass der Name nicht zwischenzeitlich an eine andere Zeitung verkauft wurde. Ja, wahrscheinlich sind russische Meldungen im Vorfeld der BUndestagswahl etwas, dessen man gewahr sein muss. Was da aber gar nicht hilft, ist einseitige Panikmache, die ihrerseits nicht nur unverkennbar antirussische Propaganda ist, sondern auch noch mit frei erfundenen Glaskugeleien aufwartet. Die Schlüsselwörter zu den drei vorgestellen Bedrohungsszenarien: „möglicherweise“, „vermutlich“ und „[es] steht zu erwarten“.
Propaganda ist kein Wettbewerb, bei dem gewinnt, wer immer sich die größeren Blödheiten aus den Fingern saugen kann. Und wenn, würden wir diesen gegen die Russen sowieso verlieren, dafür sind unsere Medien ganz offensichtlich zu plump.


Sieben am Sonntag 12.02.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Die Musical-Episode von Buffy war damals ein ziemlicher Hit, groß genug, um mit Walk Through the Fire einen Charthit und mit Let Me Rest In Peace einen Fan-Liebling hervorzubringen. Mein Lieblingstitel aus der Episode ist hingegen Sanding in the Way/Under Your Spell Reprise.
Die Episode war voller Momente, in denen die Verhältnisse der Charaktere für den Rest der Serie auf den Kopf gestellt wurden. Dieser Doppelsong markiert den Rückzug von Buffys Mentor Giles und Taras Trennung von ihrer Freunding Willow. Beide Ereignisse sind für die weitere Serie extrem wichtig — und die Musik dazu perfekt. Joss Whedon macht definitiv zu wenig Musicals (im Grund e nur Once More With Feeling und Dr. Horrible’s Sing-Along-Blog samt dessen DVD-Bonus Commentary the Musical, alle absolut großartig).

Bienen der Woche

Beim Bürgergartenprojekt gibt es die Anfrage eines Verbandes, ob Bienenstöcke mit dem Garten vereinbar wären. Wir müssen noch abklären, wie groß das Bienenprojekt werden soll, aber grundsätzlich halte ich das für hervorragend. Wir hatten schon öfter daran gedacht, ob man nicht einen Imker anspricht, dort Bienen anzusiedeln, Nahrung dürfte genug da sein.

Drohne der Woche

Zumindest summen kann sie schon mal - Bild: Eijiro Miyako/Gizmodo

Zumindest summen kann sie schon mal – Bild: Eijiro Miyako/Gizmodo

Okay, das ist etwas verwirrend. Drohnen sind natürlich nach den männlichen Bienen benannt, die ein feminines Substantiv zum Namen haben und somit die feministischsten aller Insekten sind. Zu den Dingen, die Drohnen normalerweise nicht tun, gehört das Sammeln von Nektar und die Herstellung von Honig sowie natürlich die Bestäubung von Blüten.
Allerdings stechen sie auch nicht und trotzdem haben wir bewaffnete Kampfdrohnen. Um die Absurdität komplett zu machen haben wir nun also den Plan, Blüten mit winzigen Drohnen (die Roboter, nicht die Bienen) zu bestäuben.
Das ist so schlecht gar nicht. Während ich weiterhin bezweifle, dass das globale Bienensterben im oft propagierten Ausmaß existiert, gibt es lokal fraglos Probleme.
So bringt die Bienenhaltung in Nordamerika bei gleichzeitiger Industrialisierung der Landwirtschaft extreme Probleme mit sich. Dazu muss man wissen, dass Honigbienen in der Neuen Welt nicht natürlich vorkommen, sondern erst vom Menschen gemeinsam mit den entsprechenden Nutzpflanzen dort eingeführt wurden. Dazu kommen noch einige Probleme, die ich hier kaum weiter ausführen kann, etwa wenn Bienen Pflanzen bestäuben müssen, die sie eigentlich meiden (Mandelbäume zum Beispiel). Entsprechend schwierig ist die Bienenhaltung dort.
Unter solchen Umständen kann ein Bienenroboter durchaus Sinn machen. Mal sehen, ob wir solche Roboter noch sehen werden.

Drumpf der Woche

Die Heimatschutzbehörde der USA fände es ganz dufte, wenn sie bei der Einreise die Passwörter für soziale Medienprofile haben könnte. Die haben doch nicht mehr alle Farben im Wassermalkasten.

Abfall der Woche

Evolution einer Flasche. Rechts musste ich aus Platzgründen ein Porträt des aktuelln US-Präsidenten weglassen - Bild: Ari Jónsson

Evolution einer Flasche. Rechts musste ich aus Platzgründen ein Porträt des aktuellen US-Präsidenten weglassen – Bild: Ari Jónsson

Technisch gesehen ist die Meldung schon vom letzten Jahr, aber technisch gesehen müsste ich auch in Mandarin schreiben, damit mich möglichst viele hier verstehen, also was soll’s.
Der Ise (manche mögen „Isländer“ sagen) Ari Jónsson hat eine neue Form von biologisch abbaubarem Kunststoff entwickelt, der eigentlich keiner ist. Die Flaschen aus dem auch als Geliermittel bekannten Agar können nach einer Weile verrotten udn tun dies, im Gegensatz zu normalem biologisch abbaubaren Plastik, auch bei ganz normalen Temperaturen, sobald sie leer sind. Was sich natürlich noch erweisen muss ist, ob die Flaschen auch andere Dinge als Wasser transportieren können, ohne im Regal einzugehen.

Shirt der Woche

Seit wir mit Yi qi einen absolut spektakulären Dinosaurier haben, der mehr einem europäischen Drachen als einem chinesischen Dinosaurier ähnelt, bot sich einiges an spektakulären Auftritten an. Naheliegend und wirklich schön etwa ist dieses heraldisch inspirierte Design auf bei Palæoplushies erhältlichen T-Shirts.
Technisch sind die übrigens auch interessant -statt das Bild aufzudrucken, werden die Shirts zunächst eingefärbt und die Farbe dann stellenweise wieder entfernt, was zu einem nicht abbröckelnden Bild führt.

Bild: Palaeoplushies

Bild: Palaeoplushies

Mahnung der Woche

Eine kurze Erinnerung, dass die Katastrophe von Fukushima immer noch im Gange ist und neue Überraschungen bereithält, etwa dass die Strahlung zu hoch ist, um mit Kameras ausgestattete Roboter dort länger als zwei Stunden arbeiten zu lassen.


Sieben am Sonntag 05.02.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Ja, ich habe eine Woche übersprungen, wegen Terminen und einem anderen Projekt, dem ich Priorität gegeben habe. Und nun: Business as Usual.

Musik der Woche

Starten wir diesmal musikalisch mit einem weiteren Youtube-Künstler, der Lieder von Google Translate übersetzen lässt, in die Ursprache zurückübersetzen lässt und das Ergebnis singt. In diesem Fall ein Medley bekannter Songs aus den Neunzigern.
Steve Terreberry ist eigentlich ein Spezialist für klassische Instrumente, der auf seinem Youtube-Kanal hin und wieder dadurch auffällt, dass er bekannte Titel aus Major in Minor umsetzt oder umgekehrt. Obwohl es interessant ist, das Thema von Psycho plötzlich beethovenesk zu hören, ist diese Übersetzung jedoch einfach besonders spektakulär.

eBook der Woche

Während die Anthologie voller Trump-Parodien, Steaks, Walls and Dossiers, noch etwas braucht, bis sie erscheint, können wir uns die Zeit ja mit Chuck Tingles zuverlässig aktueller und absurder Dinosaurier-Erotika Domald Tromp Pounded In The Butt By The Handsome Russian T-Rex Who Also Peed On His Butt And Then Blackmailed Him With The Videos Of His Butt Getting Peed On beschäftigen. Ein Titel, der in meinem alten Blogdesign allein einen Absatz gefüllt hätte, voller Referenzen auf echte Memes (im Gegensatz zu künstlich geschaffenen Memes, die nicht verhaften, weil sie zu absichtsvoll sind, aber das ist eine Diskussion für einen anderen Beitrag, der vielleicht oder vielleicht auch nicht kommt) und mit einem herrlich absurden Cover, das dennoch technisch überraschend gut zusammengestellt ist.
Oder in einem Wort: Perfektion.

Ausstieg der Woche

Die Deutsche Bank will aus der Kohle aussteigen. Also, die fossile. Es wäre etwas seltsam, wenn eine Bank aufhört, Geld zu scheffeln.
Ich gehe davon aus, dass diese Entscheidung nichts mit einem urplötzlich erwachten Umweltbewusstsein der Bank zu tun hat, sondern einfach damit, dass Kohle eine zunehmend schlechter werdende Investition ist. Die Deutsche Bak investiert halt nicht in Verlustgeschäfte wie Kohlekraft.
Aber es ist ein weiterer Schritt zum Ende der Kohle. Wer sagt, dass falsche Motive nicht manchmal zufällig die richtigen Ergebnisse mit sich bringen können?

Drumpf der Woche

L1-Visum (Muster)

L1-Visum (Muster)


Hachja, Donald Dumb (oder so) könnte mit seinen wahnwitzigen Aktionen hier bald zur Rubrik werden. Es ist schwierig, eine davon auszuwählen, aber wenn eine dabei ist, mit der der US-Präsident grundlos seinem eigenen Land schadet, ist das – okay, das ist ebenfalls ziemlich normal bei ihm. Aber die Offensichtlichkeit, wenn man anstrebt, genau jenes Visum abzuschaffen, auf welchem wichtige Industriestandorte wie Silicon Valley beruhen, ist schon etwas ganz besonderes.

Sackgesicht der Woche

Nein, es geht nicht um die selbe Person wie grade eben, es geht um ein wirklich altes Sackgesicht.
Ein anderes wirklich altes Sackgesicht.
Saccorhytus coronarius ist nicht nur der älteste, sondern auch der mit Abstand primitivste Deuterostom, ein Mitglied jener Tiergruppe, zu denen die Wirbeltiere und Stachelhäuter gehören, oder mit anderen Worten: Unser ältester klar zugeordneter Vorfahr. So primitiv, dass er noch keinen Mund hat, sondern eine einzige Öffnung zum Fressen und Ausscheiden. So krochen unsere Vorfahren ganz zu Beginn des Kambrium vor etwa 540 Millionen Jahren durch die Gewässer des heutigen China.
Das ganze Tierchen ist kaum mehr als einen Millimeter lang. Kein Wunder, dass die Wirbellosen zu Anfang des Kambrium noch einen klaren Vorsprung auf dem Weg zur Dominanz in der ganz frühen Tierwelt hatten.

Saccorhytus coronarius - Bild: Apokryltaros bei Wikimedia

Saccorhytus coronarius – Bild: Apokryltaros bei Wikimedia

Erfindung der Woche

Kälteschlafkammern? Ja, sind offenbar auf dem Weg.
Das war eine interessante Entwicklung. Die therapeutische Hypothermie, also gezielte Unterkühlung des Körpers zur Stabilisierung lebensgefährlich verletzter Patienten, ist eine noch sehr junge medizinische Prozedur, die um die Jahrtausendwende aufkam. Kurz gesagt werden die Lebensfunktionen verlangsamt, indem man das Blut der Patienten auf eine bestimmte Weise kühlt. Ob sich dadurch, wie hier angedacht, auch die Alterung für lange Weltraumreisen verlangsamen lässt, wird sich zeigen müssen.

Gartengestaltung der Woche

Nutzer Brolukas stellte gestern bei Reddit ein Foto vom Haus eines seiner Auftraggeber ein. Sein Haus hatte im Hintergarten dieses absolut großartige Gartenelement. Oh, und ausserdem ein verdammt großes Baumhaus mit Türen ins Haupthaus.

Großartig, oder? Ein Liegestuhl auf Schwimmkörpern! Wie geil ist das denn? - Bild: brolukas bei reddit

Großartig, oder? Ein Liegestuhl auf Schwimmkörpern! Wie geil ist das denn? – Bild: brolukas bei reddit


eBook-Wiederbelebung nach fünf Jahren

November 2011 begann ich meine eBook-„Karriere“ mit einem kurzen Ratgeber: Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie, warum hieß er, ein Buch über das Coverdesign für eBooks angesichts der damals im deutschsprachigen Raum grade erst beginnenden eBook-Welle.
Sicher eine seltsame Wahl für ein Erstlingswerk, aber so kam es damals halt, weitere Titel folgten im Jahr danach und seitdem immer mal wieder.
In letzter Zeit überlegte ich,was ich mit dem alten Buch machen sollte. Es war fraglos veraltet und Verkäufe waren längst nicht mehr so pralle, ich dachte daran, es aus dem Verkauf zu nehmen. Doch es kam anders. Im Dezember 2016 kam eine eMail von Amazon, ob ich grundsätzlich zustimmen würde, wenn Amazon den Preis des Titels für eine kurze Zeit im Rahmen einer Aktion heruntersetzen würde. Als mein einziger Amazon-exklusiver Titel in Deutsch kam dafür nur dieses meiner Bücher in Frage. Ich stimmte zu und Ende Januar kam die Mitteilung von Amazon, das Buch würde vom 1. bis zum 8. Februar (jeweils 12:00 Uhr mittags) auf 0,89 € runtergesetzt.

Aktualisierung

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Das brachte einen gewissen Druck mit sich. Dieses Cover ist Müll! sollte eigentlich schon letztes Jahr aktualisiert werden, eines der Opfer des Computercrashs vom Februar. Wie gesagt, es ist in den letzten fast fünf Jahren merklich veraltet. Beispielsweise empfiehlt das Buch die Website Elfwood, die 2014 abgeschaltet wurde. Links ist ein Beispiel, das die Gestaltung der Serie anspricht. Diese ist inzwischen deutlich verändert worden.
Also habe ich das Buch die letzten zwei Tage überholt. Einige Informationen tauschte ich aus, andere beließ ich, etwa die Ausführungen zu Perry Rhodan, da diese von ihrem Alter nicht negativ beeinflusst wurden. Zugleich überholte ich die Sprache an vielen Stellen, wenn auch nicht systematisch im ganzen Manuskript. Mir fiel auch auf, dass ich im ursprünglichen Text viele Dinge angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt habe und ergänzte nun entsprechende Textstellen.
Es war wichtig, das Buch bis zum 1. Februar in Form zu bringen. Zwar hat die bisherige Version hervorragende Bewertungen, aber ich will dennoch nicht mit einem so offensichtlich veralteten Titel aufwarten. Die Aktion ist ja letztendlich auch Werbung für mich und meine anderen Titel, selbst wenn diese vergleichsweise wenig mit diesem etwas aus der Reihen tanzenden Buch zu tun haben.
Wahrscheinlich werde ich das Buch dieses Jahr ein weiteres Mal angehen, um ein paar Inhalte zu ergänzen. So wollte ich zum Beispiel ein Kapitel darüber ergänzen, auf welche Signale unser Gehirn und Auge besonders schnell reagieren und wie man das im Coverdesign berücksichtigen kann. Dafür war nicht genug Zeit, as wird also mit einer späteren Aktualisierung nachgereicht werden müssen.

Fazit

Die überraschende Aufnahme dieses Titels in eine Amazon-Aktion ist ein gutes Beispiel für mehrere Erkenntnisse, die eBook-Autoren immer im Hinterkopf behalten sollten, vor allem bei Sachbüchern:

  1. Ein Buch kann jahrelang fast ruhen, bevor es plötzlich wieder relevant wird, man sollte es also nur mit gutem Grund aus dem Verkauf nehmen und schlechte Verkäufe sind kein guter Grund
  2. Sachbüchern droht beständig die Veraltung, regelmäßige Überprüfung der Inhalte erhöht deutlich ihre Langlebigkeit
  3. Du weisst nie, welche (positive) Überraschung morgen in deinem Postfach auftauchen kann und wann Gelegenheiten auftauchen
  4. Manche eBooks sind ganz einfach nie fertiggeschrieben

cover-mullOder zusammengefasst in einem Satz und einem halben: Es lohnt sich, seinen alten Sachen hin und wieder einen frischen Anstrich zu verpassen. Oder auch mal eine Grundsanierung.

Diese Cover ist Müll! Lernen Sie, warum ist ab sofort bis zum 8. Februar 12:00 Uhr mittags für 0,89 € statt 2,99 € exklusiv bei Amazon erhältlich (oder kostenlos in der Ausleihe für alle mit Amazon Prime).


Sieben am Sonntag 22.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Eine Woche, in der ich keine neue Musik gefunden habe? Das ist allerdings erstaunlich. Nun gut, dann grabe ich einen weiteren Videospielesoundtrack aus meiner Kindheit aus, diesmal im Original. Die Actionspiele der 90er hatten großartige Musik (und ja, ich hatte einen Mega Drive, keinen Super Nintendo, weil mein Bruder einen Super Nintendo hatte).

Lampe der Woche

Lampe in Gestalt von Michael Schumachers Kopf

Aaaaaaaaaaaah!

eBook der Woche

Ich muss zugeben, Die Raupen greifen an von Cedric Baltimore verwirrt mich vor allen Dingen, weil ich nicht weiss, ob das jetzt ernst gemeint ist. Ich meine, die ganze Aufmachung spricht dafür, es wird als unheimlicher Thriller angepriesen, die Edition Bärenklau ist ein echter Verlag (der das Heftromangeschäft als lukrativen Mülleimer nutzt, aber trotzdem ein echter Verlag) und das over sieht recht ernst aus.
Aber, ich meine, Raupen! Eine Familie und ihre Killerraupen!

Joint der Woche

Cannabis gibt es bald für Schwerkranke als Schmerzmittel auf Rezept. Das war ein jahrelanger, schwieriger Kampf mit Störfeuern seitens unbelehrbarer Ideologen, die wie so oft alles ablehnen, was ihren Vorurteilen nicht entspricht.

Kawumm der Woche

Nunja, vorgesagter Kawumm: 2022 bekommen wir ein neues zweithellstes Objekt am Nachthimmel (nach Luna, dem Mond der Erde), der Doppelstern KIC 9832227 sol dann zusammenstürzen und dabei in einer Nova explodieren. beziehungsweise, uns soll dann das Licht aus dieser Explosion erreichen. Weltuntergangsexperten können an diesem Abend ihr Frühstück rausstellen, damit es am nächsten Morgen schön mikrowelliert bereitsteht.

Küchenhelfer der Woche

via Fancy

via Fancy

Untergangsszenario der Woche


Sieben am Sonntag 15.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Die dieswöchige Hintergrundmusik zum Lesen des restlichen Beitrags ist einer der großartig-metalligsten Videospielesoundtracks aller Zeiten. Alle Zeiten vor Brütal Legends Aller! Zeiten!

Stinkstiefel der Woche

„Dieser Stiefel stempelt seinen Träger als Nazi ab“ lautet einer der beiden Titel der Rheinischen Post hierzu. Nunja, wenn man sich die Sohle anschaut, ist das eindeutig ein Versehen, welches niemandem aufgefallen ist, bevor jemanden damit in den Schnee gegangen ist. So wie bei Lonsdale, die nun wirklich nicht ahnen konnten, dass Rechte auf die mittleren Buchstaben des Namens des Begründers des modernen englischen Boxsports anspringen würden. Ich meine, sieht man diese Stiefel nicht im spezifischen Kontext von Nazi-Symbolik und ohne ein Bild des Abdrucks daneben, ist da nichts auffälliges dran.

There was an angle I didn't get to see when ordering my new work boots…

Oh. Ich habe grade das Wortspiel der RP verstanden, während ich diesen Text tippte.

eBook der Woche

Mobilfunkstrahlung ist eine besondere Perle im Reich der seltsamen Pseudophysik-Verschwörungstheorie-Sphäre und deshalb nicht zum ersten Mal in dieser Kategorie dabei. In Sigmars Auftrag: Profit vor Sicherheit: Mobilfunk in Deutschland ist nahezu perfekt: Ein schwadronierender Titel mit gleich zwei Untertiteln, der aus irgendeinem Grund Sigmar Gabriel für das Mobilfunknetz verantwortlich macht, zugleich aber dermaßen zerhäckselt ist, dass ich noch nicht mal sicher bin, dass das wirklich die Aussage ist. Dafür muss man dann das Buch lesen.
Es kann sich ebensowenig entscheiden, ob es nun ein Roman oder ein Sachbuch sein will. Jedenfalls gibt es keine Romanhandlung und die Informationen sind mangels Kontext vollkommen unverständlich. Ich sehe das ab und an auf Facebook, dass Leute so schreiben, in Sätzen, die ohne Kontext niemand verstehen kann ausser sie selbst. Und Spaghetti mit Tintenfischsoße im japanischen Restaurant! Die wissen genau, was sie da getan haben!

Energiewende der Woche

Während die Energiewende in Deutschland systematisch sturmreif geschossen wird (von Sigmar und seinen Handystrahlen-Installateuren), geht sie andernorts all jene Schritte, von denen uns hierzulande beständig erzählt wird, wie unmöglich sie seien. So haben etwa die dicht bevölkerten Niederlande genug Platz für Windkraft gefundne, dass die komplette Staatsbahn zu 100% auf Erneuerbare umstellen kann – Wind für den Strom, Biogas für die Heizung.

USB-Zubehör der Woche

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden – Bild: DNA Electronics

Dieser USB-Stick hat 0 Bit Speicherplatz. Das ist verschmerzbar bei dem, was er tut: Der Stick der Firma mit dem wundervollen SciFi-Namen DNA Electronics ist den Berichten zufolge in der Lage, innerhalb einer halben Stunde eine Probe auf eine HIV-Infektion zu überprüfen. Das ist verdammt gut und praktisch. Bisher dauerte so ein Test Wochen auf dem Weg zwischen Arzt, Labor und der eigentlichen Untersuchung.

Saftschubse der Woche

Kanada kennt sich mit Schnee und Eis aus.Ich setze das mal als Prämisse bei der Meldung, damit sie glaubhaft klingt. Denn Kanada hat einen Zusatzstoff gefunden, mit dem der Einsatz von Streusalz deutlich umweltverträglicher wird, weil das Salz gezielter eingesetzt werden kann. Rote-Bete-Saft.
(Der Titel geht natürlich an die kanadischen Streuwagen)

Feuermacher der Woche

Ich bin nicht sicher, ob ich damit etwas bei Regen anzünden will, aber hier ist ein elektrisches Feuerzeug. Nie wieder Gas leer, was bei mir, der ich als Nichtraucher Feuerzeuge extrem selten brauche, ein Problem ist, denn die sind meistens leerglaufen, bis ich sie mal wieder einsetze.