eBook-Land: Woche 5

Bücher im Verkauf: 3 | Davon Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 5,40 € | Verkäufer: 4

Okay, zunächst ein paar Formatänderungen hier: Die Kopfleiste gibt es ab jetzt immer, um die Statistiken gleich zusammengefasst zu haben. Sieht hübscher aus so und bietet einen einfachen Vergleich von Woche zu Woche, wie sich das Geschäft entwickelt.
Daneben werde ich das Blog etwas auffrischen: So, wie es sich aktuell darstellt ist es gut 5 Jahre alt, etliche Links und Einträge in der Seitenleiste sind veraltet und die Blogbuttons sind inzwischen glaube ich auch eine aussterbende Spezies (und ebenfalls veraltet). Mal schauen, was die Woche überlebt, was nicht und was neu dazukommt. Es wird nichts großes, aber ich dachte mir, ich kündige es schonmal an.

Phase 1
Armata und The Last American sind in das eBook-Format ePub konvertiert worden und werden, sobald ich meine Zugangsdaten von vor 8 Jahren wiederfinde, über Lulu.com in weitere Shops (wichtig vor allem Barnes & Noble und iBookstore) eingestellt. Unterdessen sammel ich momentan Material für einen Titel zusammen, der eine Art Hybrid aus Phase 1 und 2 wird. Grobes Thema: Wissenschaftsgeschichte.
Etwas unerwartet sind die Woche 4,50 € an Einnahmen reingekommen. Na dann, auf zur zweiten Vorkommastelle?

Phase 2
In der Nacht von Freitag auf Samstag ist mit Dieses Cover ist MÜLL! Lernen Sie warum mein erstes komplett eigenes eBook erschienen. Die Veröffentlichung ging überraschend schnell, amazon hat bis jetzt bei jeder Veröffentlichung schneller gearbeitet als bei der jeweils vorherigen. Das ist wohl auch in deren besten eigenen Interesse, denn das Weihnachtsgeschäft rückt näher und es scheint wahrscheinlich, dass sich in Deutschland der plötzliche Boom wiederholen wird, zu dem es 2009 und 2010 in den USA kommt: Tausende neue eBook-Besitzer stürmen den Shop, um ihre Geräte zu füllen und hunderte Autoren liefern im Vorfeld Bücher ab, um sich das nicht entgehen zu lassen.
Das war die dritte Veröffentlichung in drei Wochen und ich denke, die vierte Woche sollte mit Feuchten Fußes ebenfalls hinhauen. Mein Sachbuch über die ersten Amphibien wird also voraussichtlich dieses Wochenende erscheinen. Mittlerweile überlege ich allein aufgrund der Geschwindigkeit, mit der ich im Sachbuchbereich arbeiten kann, mich schwerpunktmäßig auf diesen zu konzentrieren.
Für Dieses Cover entstehen derzeit zwei zusätzliche Kapitel für die zweite Ausgabe: Konversion von Printcovern und Optische Linien. Das wird im Endeffekt voraussichtlich dem Umfang von fünf zusätzlichen Seiten entsprechen. Wahrscheinlich werde ich im Zuge der Erweiterung auch die Zahl der Bildbeispiele erhöhen. Es geht hier immerhin um ein visuelles Thema. Die englische Version wird gleich von Anfang an in der 2. Ausgabe erscheinen.
Ich selbst habe bei der Bearbeitung einiges an Erfahrungen im Umgang mit Absätzen und Zeilenumbrüchen gewonnen und bin dazu übergegangen, statt Zeilenumbrüchen Absätze mit Zeilenabstand 0cm einzusetzen. Das sieht deutlich besser aus als ein Absatz ohne voreingestellten Abstand oder ein einfacher rechts bündiger Zeilenumbruch.
Dieses Cover hat bis jetzt noch keine Umsätze hervorgebracht, aber das wird schon, denke ich. Momentan ist es ja noch eher schwierig, das Buch zu finden, wenn man es nicht gezielt über den Titel sucht. Nach der ersten Aktualisierung werde ich anfangen, auf die Zielgruppe (eBook-Selbstverleger) gezielt die Werbetrommel zu rühren.

Phase 3
So wie es aktuell aussieht, wird es zwei Kurzgeschichtensammlungen geben, eine englische und eine deutsche. Beide enthalten jeweils komplett eigene Geschichten, es sind keine Übersetzungen der jeweils anderen Ausgabe. Ich habe über Jahre in eiden Sprachen geschrieben und entsprechend Texte angesammelt. Wahrscheinlich werde ich dann später eine deutsche Übersetzung der englischen und eine englische Übersetzung der deutschen Sammlung ergänzen.
Sicher kein Grund zur Klage.

Phase 4
Es bahnt sich das selbe „Problem“ an wie in Phase 2: Zuviele Ideen, um beim alten Plan zu beiben. Ich werde wohl abwarten müssen, welche sich herauskristallisiert. Im Moment bin ich mehrere Wochen vor meinem Zeitplan, daher dürfte das kein großes Hindernis werden. Phase 4 sollte ja erst in einem Jahr fertig sein. Beim jetzigen Stand schätze ich allerdings, bis dahin statt der geplanten sechs so um die 20-30 eBooks im Verkauf zu haben. Dass sich ein kleines Sachbuch (naja, im Umfang eher Sachheft) zu einem Spezialthema innerhalb einer Woche schreiben und lektorieren lässt, hatte ich so nicht erwartet, ist aber im Nachhinein betrachtet logisch, denn sonst würde das ganze Zeitschriftenwesen nicht funktionieren.

Erfahrungen als Kunde
Mal wieder ein Buch rausgeflogen, eine umfangreiche Kafka-Sammlung eingetauscht gegen eine Gesamtausgabe.
Gefreut hat mich, dass man bei amazon.de ähnlich wie bei amazon.com jetzt direkt Online eine Vorschau der ersten 10% eines eBooks erhalten kann und sich dazu nicht erst eine Leseprobe schicken lassen muss.
Etwas erschrocken hat mich diese Woche diese Meldung. Im Gegensatz zur katholischen Kirche habe ich kein großes Problem mit Weltbild (bei Hugendubel war ich nie Kunde). Mit dem Weltbild eReader aber sehr wohl. Das Ding ist ein LCD-Gerät, nutzt also kein elektronisches Papier zur Darstellung. Das bedeutet, der Bildschirm ist schlecht und anstrengend für die Augen. Was nicht so schlimm wäre, hätte Weltbild keine 150.000 eBook-Kunden gewonnen.
Diese starke Verbreitung eines technisch um gute 10 Jahre veralteten Gerätes bestärkt Vorurteile gegen „Lesen am Bildschirm“ und schadet mE so dem eBook-Markt insgesamt. Weltbild und Hugendubel mögen so kurzfristig Profite ernten, bauen aber ein System auf, das mittelfristig aufgrund schlechter Qualität nicht funktionieren wird. Ich hoffe, dass ein Großteil dieser Kunden den brauchbaren (aber offenbar nicht wirklich guten) Tablet-PC als Einstieg erhalten haben, nicht den Billig-eReader.



Buch eBook Verbleib Grund
verschenkt Gesamtausgabe

Dieses Cover ist MÜLL

Da ist es endlich, das erste eBook komplett von mir. Dabei war Dieses Cover ist MÜLL! Lernen Sie warum, eigentlich gar nicht geplant, mehr eine spontane Idee wegen selbst empfundenen Mangels an einem solchen Buch.

Es begab sich vor etwa drei Wochen, dass mir auffiel, wie viele einfach nur furchtbare Cover in den eBook-Shops umherfliegen. In meinem Reader ist bei nur etwa 12% der Cover auch nur der Titel entzifferbar – mal zu klei, mal zu verschnörkelt, mal farblich nahezu mit dem Hintergrund identisch. Dazu kommen Cover mit ganz offensichtlich schnell zusammengewürfeltem Aussehen. Und unpassende Cover: Mein absoluter Favorit sind zwei Kochbücher, deren Titelbilder eine Schreibmaschine bzw. einen Laptop zeigen.

Das war das Eine. Das Andere war, dass ich mich selber nach einem Ratgeber für eBook-Coverdesign umsah. Es gab ein paar Blogs, aber keine Quelle, wo das ganze Wissen mal gebündelt zusammengetragen worden wäre. Ja, es gab ein paar eBooks über eBook-Cover, aber die sahen alle so aus, dass ich doch sehr daran zweifelte, dass die Gestalter ausgerechnet dieser Titel mir etwas über Coverdesign erzählen könnten.
Also musste ich selber ran, alles sammeln, was ich über das Thema wusste und so einen eigenen Ratgeber erstellen. Ich denke einfach, es ist mittelfristig für alle eBook-Verleger (auch mich) schädlich, wenn eine Flut schlechter Cover bei den potenziellen Kunden einen schlechten Eindruck hinterlässt.

Was jetzt noch fehlte war – ausgerechnet – ein gutes Cover. Aber wie macht man ein Cover über Cover? Mit einer Art Galerie? Mit Malwerkzeugen? Mit einem Photoshop-Screenshot? So richtig zünden wollte da alles nicht.
Da kam ich auf die erschreckenden Funde bei meiner eigenen Suche zurück: Diese Cover waren Müll. Und da einer meiner zentralen Ratschläge war, dass ein Cover zugleich zu den Covern der Konkurrenz passen und dort herausstechen musste, hielt ich mich an meinen eigenen Vorschlag.
Ich erstellte ein vergleichbar grausiges Cover (Anpassung), das von sich selbst sofort behauptet, Müll zu sein (Herausstechen). Und das auch noch mit Recht. Hier ist es:
cover-mull
Ein verpixeltes Bild, das nix mit dem Thema zu tun hat.
Gelbe Schrift auf weissem Hintergrund.
Farben, überall Farben!
Grauenhaft plakative Effekte: Goldschrift und Name in 3D
Eine Web2.0-Spiegelng im Untertitel
Ja, da ist ein „Beta“-Sternchen mit dran

Meine einzige Sorge ist, dass das Cover nicht schlecht genug geworden ist. Beispielsweise harmoniert der Untertitel farblich viel zu sehr mit der Erdkugel.
Die große Sorge während der Erstellung war zudem, mich nicht totzulachen. Das war in dem Moment, in dem ich meinen Namen in riesigen pinken 3D-Lettern vor mir hatte alles andere als einfach.

Im Inneren geht es dann um die einzelnen Elemente eines eBook-Covers: Titel, Titelbild, sonstige Textelemente. Dazu kommen noch ein paar Spezialthemen wie die Gestaltung von Buchserien und wieso man diese gerenderten 3D-Buchabbildungen besser sein lassen sollte (Kurzfassung: Die Technik wird gerne von Bauernfängern benutzt und ist daher vorbelastet).

Ich hab einfach mal alles zusammengetragen, was es dazu so gibt und was ich kenne. Allerdings wird das nicht die letzte Version gewesen sein: Kurz nach dem Upload ist mir schon aufgefallen, dass ich das Thema „Optische Linien“ ausgelassen habe. Das wird definitiv in die zweite Ausgabe kommen, die alle Käufer der ersten dann kostenlos erhalten können. Das ist eine der schönsten Sachen an eBooks: Man kann sie immer wieder ergänzen und aktualisieren. Eine Tatsache, die ich auch in der Produktbeschreibung angegeben habe, denn für die Käufer ist das ja ein echter Mehrwert.
So wird das momentan noch recht dünne Buch (umgerechnet 30-40 Seiten, ich schreibe halt ungern um den heissen Brei rum) in Zukunft auch immer umfang- und themenreicher.

Am Ende des Buches habe ich dann ein paar Kontaktinformationen gegeben: Twitter, dieses Blog und eine eMail-Adresse, die ich nur für Mails zu meinen eBooks eingerichtet habe. So kann ich das Buch (und auch zukünftige) immer besser auf die Bedürfnisse der Leser ausrichten, in späteren Auflagen Antworten auf besonders häufige Fragen einbinden und nachgefragte Inhalte ergänzen oder ausführlicher gestalten. Und nicht zu vergessen: Mit einem Banner „Version 2.0″ wird das Cover noch eine Stufe scheusslicher.
Ich glaube, die Essenz eines wirklich guten Ratgebers ist es, die Fragen der Leser zu ihrer vollen Zufriedenheit zu beantworten. Dank der Möglichkeit, Anmerkungen, Fragen und Wünsche an mich zu richten muss ich nun nicht mehr raten, welche Fragen dies sind.

Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie warum ist ab sofort für 3,99 € bei amazon.de und amazon.fr für Kindle sowie die Kindle-Apps auf PC, iPhone, iPad und Android erhältlich. Eine englische Ausgabe unter dem Titel This Cover Sucks! ist in Arbeit, Veröffentlichungen auf weiteren Plattformen folgen.


Zur Radstation Mönchengladbach

Gestern also endlich in der BV Nord: Unser Antrag für die Radstation Mönchengladbach. Und ausgerechnet an diesem Abend musste ich wegen einem anderen Termin früher weg.

Damit ist das Vorhaben endlich angestoßen. Nun geht e sum die Gestaltung. Und da gibt es verschiedene Vorschläge.
Ein Vorschlag ist, die Radstation quasi hinter den Bahnhof zu verfrachten, in einen etwas versteckten ehemaligen Bunker. Das Stichwort hier ist „versteckt“, weswegen mir da überhaupt nicht gefällt. Diesen Fehler haben wir schon in Rheydt gemacht: Eine Radstation, deren Existenz man erst bemerkt, wenn man um den Bahnhof herumgeht.
Der schlichtweg furchtbare Vorschlag, die Station gleich auf die Rückseite des Bahnhofs (Platz der Republik) zu verfrachten spukt ebenfalls noch durch den Raum.
Ein anderes Problem ist die Bauzeit: Eine Radstation zu erbauen kann bis zu 5 Jahre dauern. Das schließt Beschaffung der Fördermittel (und vor allem das Warten auf deren Anerkennung), Ausschreibung etc. mit ein. Und natürlich die Bauzeit.
Ich vertrete nun eine Variante, die Bauzeit und Kosten sparen würde und die ich entsprechend in der Verwaltung und unserer Fraktion zu bewerben begonnen habe: Nutzung bestehender Gebäude. Genau gesagt denke ich an einen Leerstand in der Mündung der Fußgängerzone, aktuell zum Beispiel (mal wieder) im Vituscenter.
Grade das Vituscenter ist interessant:

  • Lage relativ nah am Haupteingang des Bahnhofs
  • Klare Anbindung an die Geschäftsmeile in der Hindenburgstraße
  • Reduzierung der Leerstände in der unteren Hindenburgstraße um eine relativ große Fläche
  • Relativ wenige Baumaßnahmen nötig, im Grunde nur Einrichtung & evtl. Türen
  • Hohe Sichtbarkeit & somit Werbewirkung fürs Rad
  • Lage direkt an einer Landesradwanderstrecke (Goebenstraße)
  • Erhöhung der Attraktivität des Vituscenters

Kurzgesagt: Ich halte diesen Standort für perfekt, es gibt soweit ich das sehe nur Gewinner. Der letzte Punkt mag zunächst nach Unterstützung einer privatwirtschaftlichen Einrichtung aussehen, aber ich halte es für einen schweren Schaden, wenn ein Zentrum dieser Größe – zumal direkt am Eingang der Einkaufsstraße – aufgrund beständiger Leerstände verfällt. Das ist für viele der erste Eindruck von der Stadt und der schreckt eher ab. Darunter leidet dann die ganze Hindenburgstraße und schließlich auch die ganze Stadt.

Ich hatte bereits mit dem Bauderzernenten darüber gesprochen, damals hatte aber grade Woolworth den sich bietenden Leerstand angemietet. Jetzt gibt es einen neuen Leerstand und damit eine neue Chance für einen Einzug. Also dann: Auf geht’s.


>eBook-Land: Woche 4

>„Expansionspläne“
So, da ich nicht allein auf amazon als einzigen Händler festgelegt sein will, hab ich mich mal weiter umgeschaut. Im englischsprachigen Raum bin ich mit amazon.com und Smashwords (und damit iBooks, Diesel, Sony und Barnes&Noble) schon ganz gut startbereit. Auch einen alten Lulu-Account kann ich da reaktivieren. Der deutsche Markt ist da wohl schwieriger.
Die großen Namen hier sind BOD und Ciando. Aber während das Angebot in den USA kostenlos ist, weil die Händler ja an möglichst vielen Titeln verdienen wollen, verlangen diese beiden Anbieter jeweils 100 € für die Einstellung und Distribution eines eBooks. BOD zusätzlich noch 10 € pro Jahr für die Lagerhaltung (was ich ohne die anfänglichen 100 € übrigens durchaus dafür zu zahlen bereit wäre, mein Buch auch an die großen deutschen Ketten wie Thalia und Weltbild liefern zu können). Ciando ist sogar fast schon bösartig dabei, ist die Tatsache, dass es was kostet doch ganz unten im Autorenvertrag versteckt, ein vorheriger Hinweis findet sich nicht. Das ist nicht nur unverschämt, das ist vor allem unseriös. Äh, nein danke, auf diese Leistungen kann ich getrost verzichten.
Xinxii ist seriös und kostenlos, aber leider auch ein Laden, bei dem man mit Glück ein Buch im Monat absetzen kann.
Dann fand ich Bookrix. Die haben zwar leider einen eigenen Editor (also noch ein zusätzlicher Arbeitsschritt), sind dafür aber kostenlos und bringen das Buch auch in den großen deutschen eBook-Shops unter (Thalia, buecher.de, buch.de, Libri, Libreka, Ciando etc.). Ich denke, damit ist meine Entscheidung für einen Ansatzpunkt in den deutschen Markt neben amazon.de gefallen.
Zur Vermeidung einer Textwüste und um das anzuprangern klaue ich jetzt ein Bild von ciando. Und die können urheberrechtlich nichts dagegen tun, weil es keine ausreichende Schöpfungshöhe hat, so:

Denen hab ich’s jetzt aber mal gezeigt

Phase 1
Diese Phase ist mit der Veröffentlichung von The Last American erstmal „abgeschlossen“, das heisst aber nur, dass Phase 2 jetzt in den Fokus rückt. Es wird weitere gemeinfreie Titel von mir geben. Bisher hängen die Einkünfte noch unter einem € (genauer: ca. 0,90 €), aber das wird schon. Sie sind jetzt einmal erstellt und verfügbar.
Es sind Nischentitel. Dafür kosten sie mich einmal erstellt erstmal nichts mehr und haben von jetzt bis zu meinem Ableben Zeit, mir einen nennenswerten Gewinn einzubringen. Okay, zwischendurch wird es wohl noch ein paar Formatwechsel geben, die ich mitmachen muss, aber das ist Kleinkram. Abwarten und Tee trinken.
Verteilung der Verkäufe: 2x Armataamazon-Link, 1x The Last Americanamazon-Link. Da letzteres Buch deutlich bekannter ist erwarte ich, dass es sich mittelfristig besser verkauft als Armata.
Ich hab noch mindestens einen weiteren SF-Titel aus der Jahrhundertwende im Regal, der aber auf deutsch ist und somit mehr Zeit brauchen wird, da ich die Fraktur-Schrift per Hand übertragen muss. Ich scheine mich bei diesen Titeln zu einem Spezialisten für Vorkriegs-SF zu entwickeln. Nun gut, warum nicht.
Was ich wohl noch tun werde, weil mir diese Option tatsächlich erst beim Schreiben dieser Zeilen eingefallen ist: Ich werde die beiden Bücher (zumindestens aber The Last American) über Lulu in weitere Onlineshops bringen. Die Option Lulu hatte ich komplett übersehen.

Phase 2
Da ich in dieser Phase erstmals Bücher unter meinem Namen veröffentlichen werde, habe ich lange überlegt, wie ich das mache. eBooks bieten neben anderem die Möglichkeit stärkeren Kontaktes mit den Lesern und ich möchte dies auch als mehrwert für die Käufer in meine Bücher einfließen lassen, zumindest im Bereich Non-Fiction (Ratgeber, Sachbücher etc.).
Also hab ich mir erstmal eine zusätzliche eMail eingerichtet, nur für meine Autorentätigkeit. In diese werde ich mindestens einmal die Woche reinschauen, um Fragen zu beantworten und so weiter. Voraussichtlich immer Sonntag vormittags.
Dann werde ich wieder mein uraltes, lange nicht mehr benutztes Label „Mysterias Media“ als Verlagsnamen reaktivieren. Das Label hatte ich Ende der 90er entwickelt und ein paar Mal verwendet, dann aber mangels Publikationen eingemottet. Es macht sich aber ganz einfach gut, einen Verlagsnamen angeben zu können, auch wenn dieser nur ein Label und keine eigenständige Entität ist.
Oh, und das Design dieses Blogs wird natürlich überholt. Das ist ja noch von vor meiner Zeit bei den Grünen. Und noch viel länger vor meiner ersten eBook-Veröffentlichung.
So, nun aber zum Thema Bücher: In der Tat werde ich wohl auch die dritte Woche in Folge ein neues Buch einstellen können. Der neue Kandidat ist ein Buch über eBeok-Coverdesign (wohlgemerkt nicht über Buchdesign, es geht gezielt um eBooks). Gemeinerweise zeige ich das Cover davon aber noch nicht, da es ein integraler Bestandteil des Buchkonzepts ist. Wenn ein Buch von Coverdesign handelt, dann muss es ach entsprechend aussehen.
Ich kann aber schonmal verraten, dass die größte Herausforderung bei diesem Titelbild war, nicht lachend vom Stuhl zu kippen. Das Konzept könnte sich als die dämlichste Idee herausstellen, die ich je umgesetzt habe. Aber hey, hab ich in diesem Bereich was zu verlieren? Also.
Davon ab habe ich inzwischen so viele Ideen für Phase 3 angesammelt, dass ich nicht sicher bin, ob ich die nach zwei Titeln bereits wieder enden lasse. Die Kurzgeschichtensammlung (alias Phase 3) schiebe ich sicherlich dazwischen, aber es gibt im Bereich „deutschsprachige Sachbücher“ einfach gewaltige Lücken im Angebot – oder in Marketingsprech unerschlossene Märkte.

Phase 3
Als Start für die Phase 3 hab ich jetzt mal Xampp aufgesetzt und sammle alle meine alten literarischen Texte aus alten Blog-Backups, Textdateien auf PC-Backup-CDs und so weiter für die Kurzgeschichtensammlung. Ein paar Gedichte werden wohl auch dazwischengeraten.
Ich nehme den Wortbestandteil „kurz“ in „Kurzgeschichte“ in der Regel sehr genau. Da Geschichten mit höchstens 4 Seiten einzeln wohl kaum verkaufbar sind, muss ich die halt bündeln. Ich weiss, dass Anthologien sich im Vergleich zu Romanen schlechter verkaufen, aber auch hier gilt: Einmal herausgegeben gibt es keine Kosten mehr, ich habe also nicht viel zu verlieren und nur zu gewinnen. Auch schlechte Verkäufe sind immer noch Verkäufe.


Windpark JHQ

Es gibt von Seiten der NVV konkrete Planungen was Windräder und Kollektoren betrifft. Allerdings ist noch nicht die Zeit gekommen, um öffentlich über die Standorte zu reden. Sicher ist aber: Es wird keine großen Parks geben.“ – Lothar Beine

So Lothar Beine in einem Interview mit der Rheinischen Post, das alleine schon genügend Stoff bietet, um mein Blog einen Monat lang zu füllen. Mindestens. Beine ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender des Nahversorgers NVV, der in Mönchengladbach Wasser, Strom, Gas und ÖPNV betreibt (und noch etwas Kleinkram wie Schwimmbäder, die komplette Liste ist ziemlich lang und jetzt grade irrelevant).

Worauf hier angespielt wird ist die Überlegung, im Noch-JHQ der NATO einen Windpark anzulegen. Das Gebiet ist gewaltig und noch weiss niemand, was damit geschehen soll. Es gab in der Vergangenheit aber Signale, dass die NVV hier einen großen Windpark plant. Davon hat sie nun wieder Abstand genommen.
Beine fasst dies mit den Worten „Sicher ist aber: Es wird keine großen Parks geben“ zusammen. Das nun ist weder richtig noch falsch, sondenr fällt vielmehr unter „Wir werden ja sehen.“

Das JHQ zumindest teilweise für einen Windpark zu nutzen ist derzeit mein absolutes Lieblingsprojekt unter meinen politischen Vorhaben. Ein so gewaltiges Gelände mit Ost-West-Ausrichtung (also genau im Wind), zu dem niemand ein Nutzungskonzept hat, nicht dazu zu nutzen, wäre in meinen Augen ein halbes Verbrechen. Der Braunkohlentagebau Garzweiler II wird in einigen Jahren an der Stadtgrenze entlangschaben, CASTORen rollen im Frühjahr über Kreuz Wanlo und wir tun nichts, um den RWE mit lokal genutzten nachhaltigen Energien Widerstand entgegenzusetzen?
Das einzige, was offenbar stimmt ist: Die NVV wird keine großen Windparks bauen.
Nun, wenn die NVV gerne darauf verzichtet, Geld zu verdienen, möge sie das tun. Sie ist nicht der einzige Betreiber von Windrädern. Und wenn die NVV nicht will, kümmer ich mich halt um einen anderen Interessenten. Oder unfähig ist, wie bei der Biogasanlage, die mit anderem Standort und Grünabfall- statt Maisbefeuerung kein Problem gewesen wäre. Ich hab da ne lange Liste potenzieller Interessenten für eine Investition in einen Nachhaltigen Energiepark Rheindahlen, die ich dann in nächster Zeit mal anschreiben werde.

Was auf gar keinen Fall passieren darf ist, dass diese einmalige Chance, ein so großes Gelände (alles in allem vier km2) nutzen zu können, verpufft. Würde dieses Gebiet gut geplant und konsequent für die Ernte nachhaltiger Energien (Wind, Solar, Kompostgas, Speicheranlagen) umgebaut werden, würde ich prophezeien, dass man die Stadt MG damit über den Daumen gepeilt 2020 auf 100% Ökostrom umstellen kann (rechnerisch, weil wohl trotzdem weiter Kohlestrom die Leitungen verstopfen wird). Und ganz nebenbei kommen bei einem solchen Riesenprojekt ordentlich Aufträge für die örtliche Wirtschaft rein. Von der psychologischen Wirkung, in einer aktuell eher dahinvegetierenden Stadt endlich mal wieder ein großes Projekt Richtung Zukunft zu haben, ganz zu schweigen.
Das nenne ich nun wirklich ein Ziel, für das sich der Aufwand lohnt. Eine Stadt mit einer Viertelmillion Einwohnern, die sich komplett selbst mit Strom versorgen kann. Und dann noch CO2-frei. Sowas gibt es noch nicht.


>J. A. Mitchell: The Last American

Und der zweite gemeinfreie Titel in meiner Veröffentlichungsreihe ist The Last American von John Ames Mitchell, ein postapokalyptischer Roman von 1889. Den gab es auf amazon zwar schon, aber nur in einer eher mittelmäßig formatierten Version. Einfach fortlaufender Text ohne die Illustrationen des Originals (obwohl der Hinweis auf die Illustrationen noch im Text steht), ohne die an zahlreichen Stellen notwendige Formatierung etc.
Diesmal ging das ganze Verfahren wirklich schnell, was mich überrascht hat. Hätte gedacht, bei einer anderen Version eines bereits vorhandenen eBooks würde die Prüfung eher länger als kürzer dauern. Vormittags hochgeladen, nachmittags in der Bearbeitung und gegen 21 Uhr dann bereits online. Naja, ich beschwer mich darüber sicherlich nicht.

The Last American (78 Seiten) ist ein deutlich kürzeres Buch als Armata (418 Seiten), zudem mit insgesamt 21 Illustrationen, die teilweise eine ganze Seite einnehmen.
Der Text war in nur zwei Stunden korrigiert, dazu kam noch eine Stunde Bastelei in der von LibreOffice ausgegebenen html-Datei und zwei Stunden Bildbearbeitung (sprich zuschneiden, für Kindle-Display verkleinern, in Graustufen konvertieren). Die Graustufenkonvertierung hatte übrigens den Zweck, die bräunliche Papierfarbe der Scans zu entfernen, die Bilder sind ansonsten auch im Original schwarzweiß. Und das bleibt auch so. Es sei denn, ich sollte irgendwann mal die farbig illustrierte De-Luxe-Edition (sic!) in die Finger bekommen, die es auch gab.
Teilweise hat mich die Konversion geärgert und ist nicht ganz perfekt geworden, aber insgesamt doch ganz in Ordnung. Ausgerechnet zwei recht frühe Bilder haben mir Ärger gemacht.
Das hier zum Beispiel:

Die Bilder einzufügen war eigentlich recht einfach: Ich habe an der Stelle, an der die Bilder später stehen sollten mit dem Platzhalter „(BILD)“ gefüllt und den dann zentriert, damit er optisch auffällt. Nach der Erzeugung der html-Datei habe ich dort im Code die Platzhalter durch die Bildeinbindungen ersetzt, zunächst alle mit dem Code <img src="img01.jpg">. Dann hab ich die Bilder fortlaufend nummeriert und entsprechend in allen Bildeinbindungen das „01“ durch die jeweils korrekte Nummer ersetzt. Das war’s auch schon, sehr simpel das Ganze.

Beim Titelbild habe ich diesmal das Etablierte genutzt: Also das Titelbild der Ausgabe, die ich selber auch benutzt habe. Das war ein wenig verschmutzt und dunkel, also hab ich das Bild am Computer etwas aufgehellt und den Kontrast verstärkt. Ein paar Flecken musste ich auch entfernen, habe das Cover aber nicht komplett gesäubert. Es hatte eine helle Verschmutzung oben links, die meiner Meinung nach sogar hervorragend zum Motiv passte, da sie aussah wie Rauch auf dem Titelbild. Diese habe ich dann kurzerhand behalten. Hier mal ein Vorher-Nachher:

Allerdings hatte ich zwischendurch durchaus überlegt, ein neues Cover zu erstellen. Das Bildmaterial hatte ich schon, eine ganze Serie von Fotos mit Segelschiffen (keine Boote, richtige Schoner) bei der Einfahrt in die Mündung des Hudson. Es folgte das übliche Mindestprozedere beim und nach dem Hochladen (Beschreibungstext, Schlagwortzuteilung nach dem Freischalten) und dann war erstmal alles grundsätzliche erledigt. Und natürlich ein Blogbeitrag zur Veröffentlichung ;-). Da auch das wieder kein Buch von mir sondern nur die Digitalisierung eines älteren Titels ist, belasse ich es dabei.
Jetzt muss ich amazon nur noch überzeugen, das eBook mit der originalen Printausgabe zu verknüpfen. Und ansonsten: Auf zum nächsten Buch, dem ersten der Phase 2. Ich denke, beim derzeitigen Tempo kann ich das nächste Woche rausbringen, womit ich dann drei Wochen hintereinander jeweils ein Buch auf den Markt geworfen habe. Wahrscheinlich werden es sogar noch vier, das andere Buch der Phase 2 entwickelt sich ebenfalls recht flott.

Kurz zum Buch: Im Jahre 2951 stößt eine persische Expedition im Westen auf die Überreste einer fast tausend Jahre zuvor untergegangenen Zivilisation: Die sagenhaften Mehrikaner. In den Ruinen von New York und Washington finden sie das, was nach dem Ende der amerikanischen Geschichte 1990 übrig geblieben ist.
Postapokalyptische Romane waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts nichts ungewöhnliches. Dieser ist allerdings für seine Direktheit bemerkenswert, mit der die USA angesprochen werden. Ausserdem ist er der erste Genrevertreter, der die Freiheitsstatue zwischen Ruinen zeigt, ein Bild, das später eine feste Instanz des Genres sein sollte.


eBook-Land: Woche 3

Und wieder eine Woche rum. Phase 1 ist angelaufen und die Vorbereitungen für Phase 2 laufen auf Hochtouren. Es wird spannend.

Phase 1: Armata und Nr. 2

Für Leser meines Blogs und meine Twitter-Follower mehr oder weniger unübersehbar ist der erste der beiden gemeinfreien Einträge, Armata von Thomas Erskine inzwischen bei Amazon fürs Kindle erhältlich. Das Buch ist selbstverständlich weltweit verfügbar. Trotz Schluckauf bei Amazon: Es ist bereits seit Samstag im Verkauf, heute erhielt ich die Mail, dass es innerhalb von 36-72 Stunden reingestellt wird…
Mein Vorhaben, auf der ersten Seite der Vorschau Links auf eine Printausgabe des Buchs zu setzen hat funktioniert und diese sind nun enthalten. Gebracht hat mir das Buch bisher sagenhafte 0,30 €. Das ist aber okay. Es hat einmal eingestellt Jahre, um Geld einzubringen. Kein Grund zur Eile. Zugegeben, etwas mehr hatte ich mir da schon erhofft, aber was nicht ist kann ja noch werden.
Gemeinfreie Titel kann man normalerweise nicht auf die übliche Weise bewerben, man muss darauf hoffen, dass das Werk an sich bekannter wird und Interessierte Leser es dann suchen. Also werde ich Armata beizeiten einen Wikipedia-Eintrag verpassen. Natürlich ohne Link auf Amazon, die Funktionsweise dessen wäre (Achtung, von mir selbst erfundenes Fachchinesisch) die Erzeugung von Kollateralkundschaft: Kunden, die nicht direkt mein Produkt suchen, sondern nur etwas in dieser Richtung und denen ich dann (aufgrund des niedrigen Preises) das beste Angebot mache.
Der zweite Titel ist in Arbeit, aber auch hier gilt: Ich kann vorab nix sagen, weil ich verhindern will, dass mir jemand anders mit der Veröffentlichung zuvorkommt. Er sollte dieses Wochenende online gehen.

Phase 2: Entscheidung steht

Die wichtigste Entscheidung für Phase 2 (Sachbücher/Ratgeber) war ja, welche der zahlreichen Titel auf meiner Ideenliste ich hier als erste umsetze.
Diese Entscheidung ist nun gefallen. Und zu einem der Bücher kann ich sogar vorab was sagen.
Das eine ist ein Ratgeber zu einem Thema, zu dem ich gute Ratgeber schmerzlich vermisse und den der eBook-Bereich definitiv gebrauchen kann. Ich kann schonmal verraten, dass ich bei der bereits erfolgten Gestaltung des Covers ernsthafte Probleme hatte, nicht einfach loszulachen. Spätestens, als ich meinen Namen in pinker 3D-Schrift… ach, ihr werdet schon sehen.
Der Titel, den ich verraten kann ist ein Sachbuch über die ersten Amphibien. Es enthält natürlich eine kleine Besonderheit, die ich wiederum nicht verrate, aber neben dem Thema kann ich schonmal den Titel und das Cover (beides noch vorläufig) zeigen. Endlich mal ein Titel halbwegs ohne Geheimniskrämerei:
Feuchten Fußes - Neues Cover
Ja, wie man unschwer erkennen kann denke ich daran, zu diesem Titel später weitere Bände zuzufügen, die sich mit anderen Schlüsselmomenten in der Evolutionsgeschichte beschäftigen. Ursprünglich wollte ich daraus ein Buch machen, dass die ersten Landgänge mehrerer Tiergruppen zeigt und quasi zum Vergleich nebeneinander stellt, aber leider ist von den ersten Landgängen der Gliederfüßer kaum etwas bekannt, von Tieren mit weichen Körpern ganz zu schweigen.
Weitere Bände würden beispielsweise die ersten Vögel, die ersten Mehrzeller, die Burgess-Fauna und natürlich das Ende der Dinosaurier thematisieren. Die Erdgeschichte ist lang und voller faszinierender Entwicklungen, vom ersten Wurm bis zum Menschen mit allem dazwischen und sogar ein bisschen darüber hinaus.
Die Amphibien sind mir wichtig, um ein Buch abliefern zu können, dass die Behauptungen der Kreationisten zu diesen Tieren entkräftigt. Denn hier haben diese Spinner leider leichtes Spiel — wer kennt schon Tierchen wie die auf dem Cover abgebildeten Tiktaalik und Greererpeton, die den Übergang zwischen Fischen und Lurchen darstellen, dessen Existenz diese Leute ja zu widerlegen suchen, weil sie nicht mit ihrem Verständnis von der Bibel übereinstimmt.

Erfahrungen als Kunde

Fangen wir mal mit dem Negativen an: Ich habe diese Woche ein Kindle-Buch versehentlich gekauft. Ich halte es für ein großes Problem bei eBooks, dass es zwar die Option gibt, diese sofort zu kaufen, aber nicht jene, sie in den Einkaufswagen zu legen wie bei nicht-virtuellen Waren. Nun gut, das Buch ist zum Glück ohnehin eines, das ich später kaufen wollte (ich wollte eigentlich auf „Zum Wunschzettel hinzufügen“ klicken) und so hab ich gelernt, da wachsamer zu sein ohne dass großer Schaden entstanden wäre. Es war zum Glück nicht dieses hier: Nuclear Energy.
Ja, das ist ein eBook für 4.486,51 €. Die 51 Cent machen’s.

Zu den angenehmeren Dingen: Ja, mein Bücherregal schrumpft (langsam) weiter. Diesmal hat es H.P. Lovecraft getroffen, von dem fürs Kindle eine Gesamtausgabe für 0,99 Cent erhältlich ist. Wobei das dann wirklich hart an der Grenze der Entwertung schwebt und ein höherer Preis meines Erachtens tatsächlich angemessener gewesen wäre.



Buch eBook Verbleib Grund
aussortiert, noch bei mir Sammlung sämtlicher Werke erhalten

Ein praktischer Nebeneffekt der ganzen Schreiberei die letzten Woche übrigens: Die Zahl meiner Tippfehler hat sich deutlich reduziert.


>Armata: Cover

>Okay, wie versprochen gibt es was ich über das Coverdesign von Armata zu sagen habe in einem separeten Beitrag. Fangen wir einfach mal mit dem Offensichtlichsten an: Dem Cover zum Ankucken (etwas verkleinert).

Zu allen Fragen, was das darstellt: Weiterlesen oder einfach bei einem Kopfstand betrachten. Und nein, es ist nicht Dänemark.

Die Grundidee von Armata ist, dass es einen zweiten Planeten, Deucalia, gibt, der an unserem Südpol über eine Art Kanalbrücke mit der Erde verbunden ist. Diese andere Welt ist im Grunde ein Spiegelbild der unseren – zumindest benutzt Thomas Erskine sie so, wenn er die Nation Armata als Ebenbild Englands beschreibt und dies auch mehrfach im Text zugibt.
Mein erster Gedanke war es, die Südhalbkugel zu nehmen und im unteren Bereich des Covers über eine horizontale Linie zu spiegeln. Das gefiel mir aber alles nicht und der Roman beschäftigte sich ja praktisch ausschließlich mit Armata; also nicht der Erde und somit auch nur diesem spezifischen Land dort. Auf ging die Suche nach einer zeitgenössischen Karte der britischen Inseln.

Leider waren die alle nicht zu gebrauchen (weil beschriftet), also ging der nächste Schritt zu Satellitenaufnahmen und *zack*, da war eine Karte der NASA von Europa. Perfekt, England wolkenfrei und gute Größe. Also schnell England ausgeschnitten, auf die richtige Größe (800×600 Pixel) geschrumpft und um 180 Grad gedreht – fertig war die Darstellung von Armata mitsamt der klaren Aussage, dass es ein Gegenstück zu England war. Zunächst überlegte ich noch, den oberen Bereich durch ein einfarbiges Rechteck zu verdecken und den Text da reinzusetzen.
Aber im Grunde war der Kanal doch breit genug für einen Titel, oder?

Das probierte ich sogleich aus (Arial in Fett war wegen des kurzen prägnanten Titels Schriftart der ersten Wahl). Text eingefügt, ein bisschen mit der Größe gespielt und verschoben, bis er dann recht schnell an der Spitze von Cornwall einen gut aussehenden Anker fand. Etwas zweifelte ich noch, ob es gut war, wenn der Text aufs Festland überlappte, befand es aber nach einigen nochmaligen Rumschieberen für gut.

Der Autorenname steht unterhalb des Titels und ist zudem sehr klein geraten.
Der Grund dafür ist der: Ich überlegte eine ganze Weile, ob Erskine überhaupt erwähnt werden sollte. Er hatte die beiden Teile des Romans 1817 anonym veröffentlicht, ein fehlender Name würde diese Tradition widerspiegeln. Zudem gibt es in letzer Zeit ohnehin eine Diskussion, bei eBook-Titelbilder Titel und Autoren wegzulassen, weil beide ja ohnehin neben dem Cover stehen. Davon bin ich übrigens kein Freund.
Ganz Politiker entschloss ich mich zu einem Kompromiss: Der Name kommt drauf, aber man sieht ihn nicht, wenn man sich das Cover nicht gezielt in groß anschaut.

Jetzt war noch ein Marktvergleich wichtig. Dies ist nicht die einzige Ausgabe von Armata, wenn auch die einzige eBook-Ausgabe. Meine Version muss sich gegen 7 verschiedene Printversionen durchsetzen. Der Preis (0,99 € für beide Bände in einem Buch) sprach für mein Angebot, die Konkurrenz ging so bei 20 € los und dafür erhält man oft nur den 1. oder 2. Band. Aber das muss ja erstmal jemand mitbekommen.
Das bedeutet, das Cover muss unter den Suchergebnissen herausstechen, zugleich aber gut genug aussehen, um nicht als Billigkram abgewiesen zu werden (und seien wir ehrlich, dieses Cover ist extrem preisgünstig und einfach). Also ab damit, in eine Reihe mit den übrigen Angeboten stellen – sticht es heraus?:

(Links führen zu Amazon.de)

Also, wenn ihr mich fragt, ist das ein bestandener Test. Das Cover der Ausgabe, die nur den 2. Band zu enthalten scheint (vorletztes in der Reihe) ist meiner meinung nach besser als meines und passt besser zum Alter des Textes, aber alles in allem sticht meine Version optisch deutlich hervor. Das Farbschema ist einmalig und der einzige Titel mit einem zumindest ähnlichen Farbschema zeigt ein völlig anderes Bild (das irgendwie so gar nichts mit der Geschichte zu tun hat).

Das war der 1. Test, den ab jetzt jedes meiner Buchcover bestehen muss: Sticht es zwischen der Konkurrenz ins Auge?

Der andere test ist das genaue Gegenteil: Passt er im Kindle-Angebot ins Bild? Um das festzustellen, wird die MOBI-Datei in Kindle for PC geladen und in den verschiedenen Ansichten in der Bibliothek angesehen: Passt es da rein oder fällt es gleich unangenehm auf? Im Idealfall fällt es beim bloßen Überfliegen nicht direkt auf, zieht bei längerer Betrachtung des Bildschirms aber Aufmerksamkeit auf sich.
Armata jedenfalls sieht in meiner Kindle-Bibliothek so aus:

Was zunächst auffällt ist, dass das Cover irgendwie den Eindruck macht, ausserhalb seiner eigenen Grenzen weitergehen zu wollen. Liegt wahrscheinlich in der Natur von Ausschnitten aus Satellitenaufnahmen.
Daneben zwei Dinge: Ja, es fügt sich ganz gut in den Mix ein, besonders zwischen die übrigen Fotocover. Der eben von mir beschriebene Effekt zieht dann das Auge an – innerlich will man die Karte weiterzeichnen. Man versucht, den seltsam vertraut wirkenden Ausschnitt zuzuordnen, aber so recht will es nicht klappen – perfekt! Zumindest mir ergeht es so, wenn ich das sehe.
Die andere Auffälligkeit ist der Titel. Er lässt sich auch bei dieser Verkleinerung noch klar lesen. Eine Eigenschaft, die nur eine Minderheit von Kindle-Büchern aktuell zu haben scheint. 1Q84 ist der einzige Titel, der besser lesbar ist. Dieses Bild wiederholt sich bei allen Optionen der Buchanordnung (die ich jetzt hier nicht durchdeklinieren werde).
Wenn das hier funktioniert, dann funktioniert das auch in der Suchfunktion bei Amazon. Nebenbei erhöht es auch die Chance, dass das Buch nach dem Kauf auch gelesen wird. Das ist bei Armata jetzt nicht so wichtig, da es kein Buch von mir ist, aber bei meinen eigenen wär mir das schon lieb.

Das einzige, worüber ich noch nicht gesprochen habe, ist das Marketing. Das verfrachte ich einfach mal ins nächste wöchentliche Update zum eBook-Projekt.


>Armata

>
Jetzt ist es also da, das erste von mir verlegte eBook.
Womit ich auch endlich keine Sorge mehr haben muss, dass mir jemand zuvorkommt und somit sagen kann: Es ist Armata, ein 1817 veröffentlichter Zweibänder des Juristen Thomas Erskine, der dessen einzige veröffentlichte Fiktion darstellt.
Armata ist utopischer Roman, in dem Erskine Politik und Kultur seiner Landsleute reflektiert.
Der Erzähler wird früh im Roman zum einzigen Überlebenden eines Schiffsunglückes: Durch einen bis dato unbekannten Kanal gelangt er auf einen Zwillingsplaneten der Erde, der offenbar am Südpol über eine Art „Nabelschnur“ (eben diesen Kanal) mit der Erde verbunden ist.
Der Überlebende eines früheren Schiffsunglücks nimmt ihn auf. Hocherfreut über Besuch aus England beginnt er den Schiffbrüchigen auszufragen. Das Land Armata, in dem der Erzähler gelandet ist, steckt tief in einer schweren Krise und sein Gastgeber erwartet großes von ihm, ist er doch einer der Engländer, auf deren Weisheit sein Vater große Stücke gehalten hat.

Die Umsetzung
Anfangs hatte ich noch die Idee, den Text einfach abzutippen. Keine sonderlich gute. Nicht nur kam ich so auf grade einmal 10 Seiten die Stunde (womit das Buch 42 Stunden verschlungen hätte), es schlichen sich auch Tippfehler ein. Das also gab ich nach knappen 50 Seiten schnell wieder auf.
Da mein Exemplar eine PDF war (allerdings als Bilderserie gespeichert), ließ ich eine Texterkennung drüberlaufen und fügte das Ergebnis dann Seite für Seite in eine ODT-Datei ein. Dabei überprüfte ich dann das Ergebnis des Scans, indem ich jeweils bis zum nächsten Satzzeichen im Text laut vorlas und den so gemerkten Text mit der Enddatei verglich. So hatte ich meine Geschwindigkeit immerhin verdoppeln können: 20 Seiten/Stunde.
Nach 100 Seiten in diesem Modus nahm ich dann den gesamten Resttext auf einen Schlag, kopierte ihn in die ODT-Datei und schloß den Texteditor, in dem das Scan-Ergebnis stand. LibreOffice mit der ODT nahm jetzt die linke Bildschirmhälfte ein, die PDF (jeweils eine Seite) die rechte.
So sparte ich mir ein paar Klicks beim Seitenumblättern und kam in der Spitze auf satte 35 Seiten/Stunde. Soweit zur Technik.

Doch nun zum Buch, denn das war interessant: Ich hatte Armata bisher nicht gelesen und kannte es nur aus historischen Übersichten bei H.G. Wells (A Modern Utopia) und John Clute (Science Fiction. Die illustrierte Enzyklopädie.).
Zunächst schreckte mich der Satzbau ab: Endlos gewundene Bandwurmsätze, bei denen ein Punkt schonmal eine Seite auf sich warten lassen konnte. Zudem zeigt der Erzähler eine störend arrogante Überzeugung davon, dass keine Nation besser und intelligenter sei als England.
Naja.
Immer mal wieder haben mich dann Stellen überrascht, an denen Situationen angesprochen wurden, die wir heute genauso kennen. Besonders im gedächtnis geblieben ist mir die Beschreibung fremder Fischer, die vor den Küsten von Armata die Meere leerfischen. Wer sich mit der aktuellen Situation in Afrika beschäftigt, kennt dieses Problem.
Hin- und hergerissen zwischen der arroganten Art des Erzählers einerseits, der Aktualität vieler der geschilderten Probleme andererseits kam ich, bestärkt durch seine für damalige Verhältnisse überraschende kritische Einstellung zu Finanzspekulationen, Militär und kulturellen Entwicklungen zu einem doch recht positiven Eindruck.
Sicher kein Roman, dessen Aussagen ich unumschränkt zustimmen würde, aber ein für seinen historischen Kontext erstaunlich fortschrittlicher nd auf jeden Fall ein Vorläufer der Science Fiction, den alle kennen sollten, die sich für die Proto-SF des frühen 19. Jahrhunderts interessieren oder mal eine andere Spielart davon als immer nur Mary Shelleys Frankenstein (ein Jahr später erschienen) zu lesen.

Zurück zum technischen:
Die Arbeiten hatten sich über insgesamt zwei Wochen verteilt, alles in allem etwa 20 Stunden. Mit eingerechnet ist dabei das Personenverzeichnis, das ich für den Roman angelegt habe und ein kurzer Text zum Hintergrund des Romans und besonderen literarischen Auffälligkeiten. Dann kam der letzte Tag.

Ich entschloss mich, das beste Ergebnis würde ich wohl erhalten, wenn ich eine HTML-Datei als Basis nahm, also ließ ich LibreOffice eine solche erzeugen.
Zu meinem Erschrecken hatte ich plötzlich doppelt so große Absatzabstände und erst einiges Googeln brachte mich auf die Ursache: Ich lernte (nach 15 Jahren am Computer), dass es in einer Textverarbeitung einen Unterschied gab zwsichen einem Absatz (Enter) und einem Zeilenumbruch (Umschalt + Enter). Den Unterschied kannte ich beiläufig aus html (dort als P bzw. BR codiert), maß ihm aber keine weitere Bedeutung zu. Bisher war halt klar: Auf die Enter-Taste drücken wechselt in die nächste Zeile. Halt so wie auf der Schreibmaschine zweimal am Rädchen drehen.
Nun gut, ich ging also das gesamte Dokument nochmal durch und ersetzte alle Zeilenumbrüche, die keine Absätze sein sollten, durch korrekte Zeilenumbrüche. Das dauerte zum Glück nicht lange, war aber nervig.

HTML neu erzeugen und mit dem Mobipocket Creator in MOBI umwandeln, das auch der Kindle lesen kann.
Datei mit Kindle for PC geöffnet, sah gut aus. Im Kindle-Emulator für Kindle, Kindle DX, iPhone und iPad durchgetestet: Okay.

Jetzt die Richtlinien für die Veröffentlichung auf dem Kindle aufmachen und einmal durchchecken. Alles okay, aber Moment mal… Die zentrierten Kapitelüberschriften rutschten jedesmal nach links, wenn ich ein Kapitel direkt ansteuerte, waren aber korrekt, wenn ich normal dorthin blätterte.
Hmm.
Blättern im Code stellte den dafür verantwortlichen Übeltäter: Der HTML-Code hatte Seitenumbrüche als Wert im ersten Wort auf der neuen Seite gespeichert („page-break-after“ im STYLE-Eintrag des Absatzes). Dadurch musste die Sprungmarke für die Links hinter den Formatierungsinformationen stehen. Sprang der Leser also direkt zu der Marke, wurden diese Daten nicht mitgeladen.
Okay, sämtliche Seitenumbrüche umgebaut, sodass jetzt ein „page-break-after“ auf dem letzten Absatz der vorherigen Seite lag und die Sprungmarken vor den Formatieurngsdaten des Absatzes, zu dem sie jeweils gehörten.

Feinschliff und andere Fiesematenten
Fehlte noch der Schmutzumschlag. Das ist normalerweise eine Seite im Buch, die nochmal den Titel und Verlagsangaben nennt und vor dem eigentlichen Buch liegt.
Bei eBooks im Grunde unnötig, aber hier hatte ich ein paar Besonderheiten vor, die eine solche Seite doch rechtfertigten.
Das einfachste davon war ein Hinweis darauf, dass das eBook beide Bände enthielt. Der Buchtitel wurde auf dieser Seite also durch ein „Book 1&2″ ergänzt. Dazu kam noch ein Hinweis auf die veraltete Rechtschreibung, die absichtlich beibehalten wurde, um den Text des Originals nicht zu verfälschen.
Und dann kam die Fiesematente, ein Experiment, von dem ich nicht wusste, ob es beim Veröffentlichen durchgehen würde. Da ich nur eine elektronische version veröffentlichte stellte ich einen Hinweis darauf ein, dass es auch papierne Versionen gibt und fügte für jede Amazon-Seite, die einen eigenen Kindle-Shop hatte jeweils einen Link zu dieser ein. Natürlich ein Affiliate-Link. So würde ich nicht nur direkt durch die Verkäufe des eBook Geld verdienen, sondern auch durch jene, die das eBook als Leseprobe nutzten, sich dann aber doch für die Printversion entschieden (und diese dann über meinen praktischen Linkservice bestellen).
Dann kam das Coverdesign dran, aber wisst ihr was: Daraus mache ich einen eigenen Blogeintrag, dieser hier wird sonst noch endlos.

Lebensgefahr für Fingernägel: Veröffentlichung
Nach dem Coverdesign, das ich wie geschrieben separat behandeln werde, schickte ich die endlich fertige Datei an amazon.
Erstmal fragte das System nach etlichen Daten. Darunter auch nach allen am Buch Beteiligten. Leider gab es dabei keine Option „Anmerkungen“ oder „Nachwort“, somit musste ich mich mit der besten verfügbaren Option „Einleitung“ angeben. Nun gut, warum auch nicht.
Das Buch wurde hochgeladen und nun hieß es warten: Es stand jetzt mit „wird geprüft“ in meinem bis dahin leeren „Bücherregal“ (Verzeichnis aller von mir verkauften Titel). In der Hoffnung, es am Morgen im Verkauf bestaunen zu können, ging ich zu bett – es war immerhin (mal wieder 01:00 nachts).
Den Freitag sah ich immer wieder in Postfach und Bücherregal nach. Ewig lang keine Veränderung, dann endlich ein neuer Status: „In Bearbeitung“. Die Erklärung dazu versprach Veröffentlichung innerhalb von 24 Stunden.

Und schließlich war es dann so weit. Um 23:06 sah ich nochmal nach und entdeckte den neuen Status „Live“. Ab sofort konnte ich in Blogeinträgen darauf verlinken. Wie jetzt grade links von diesem Absatz. Und auf Twitter. Und überhaupt. Jetzt würde ich reich. Reich, sag ich euch (wenn auch ganz langsam)! Okay jetzt erstmal schaun, wann das erste Exemplar verkauft wird. Wird schon jemand nach Armata suchen und mein mit Abstand günstigstes Angebot (0,99 €) finden.
Es gibt zwar auch kostenlose PDFs, aber die sind nur als Bild gespeichert. Meine Version ist ein durchsuch-, skalier- und markierbarer Text, rechtschreibgeprüft und deutlich leserlicher formatiert. Ich denke, das wird jenen, die diesen Text suchen (insbesondere den Literaturwissenschaftlern) den schlappen Euro wert sein. Sonst haben sie noch die Option, für ca. 20 € eine Papierversion zu kaufen. Auch okay, wenn sie das über meinen Link machen, bekomm ich immer noch 0,80 € dafür (für jeden eBook-Verkauf übrigens 0,30 €).
Achja, genau, das hatte ich ja ganz zu erwähnen vergessen: Die Links vorne im Buch gingen ohne Beschwerde durch und sind direkt auf der ersten Seite, wenn man sich die Leseprobe schicken lässt. Perfekt.

Und nu?
Das war mein erstes eBook und ich glaube – ach was, ich weiss, dass es noch nicht perfekt ist. Ich bin sicher, ich werde mit jedem weiteren Projekt dazulernen. Sowohl was das Verfassen von zusätzlichem Text angeht als auch, was die Technik (sprich die Formatierung mit HTML in MOBI-Form) angeht.
Das Cover gefällt mir zwar an sich ausserordentlich, passt aber nicht so ganz zum Buch. Mal sehen, was ich damit noch mache.
Daher wird es sicher irgendwann eine überarbeitete Version von Armata geben.

Fürs erste gilt aber: Es ist fertig. Es war ein Stück Arbeit, aber letztendlich ist es fertig, im Verkauf und sieht auf dem Kindle mE gut aus. Und darüber freu ich mich wirklich sehr.
Und jetzt auf zum nächsten Buch.

In einem separaten Eintrag gehe ich dann auf das Cover ein und auf den etwas anderen Marketing-Ansatz, den dieses Buch im Vergleich zu einer normalen Buchveröffentlichugn eines lebenden Autors erhält.


eBook-Land: Woche 2

So, wieder eine Woche rum. Ich habe jede Information zum Thema Buchmarketing, die ich irgendwo kriegen konnte, aufgesogen und nebenbei das erste Buch der Phase 1 (Aufbereitung gemeinfreier Werke) weitestgehend fertiggestellt.
Zugleich hab ich mich dann gestern schonmal als Verleger bei amazon.de registriert und heute als Werbepartner für die europäischen Ableger (co.uk, .es, .fr, .it)und die amerikanische Mutterseite. Somit stehe ich organisatorisch in den Startlöchern.

Phase 1: Nur noch einmal polieren
Der Text des ersten gemeinfreien Buches ist inzwischen komplett digitalisiert, korrigiert und formatiert. Die Erfahrung war interessant, weil ich das Buch zugleich das erste Mal gelesen habe. Ursprüngliche Intention war es nämlich auch, dieses literaturhistorisch erwähnenswerte, aber weitgehend vergessene Buch überhaupt erstmal zu bekommen und dann günstig verfügbar zu machen. Ich werde über diese Erfahrung schreiben, sobald das Buch erhältlich ist.
Allerdings stelle ich es jetzt noch nicht ein, weil mir noch eine Reihe von Dingen eingefallen sind, die ich als Extras dem Text beifügen kann (neben den bereits fertigen Anmerkungen zum Text selber). Beispielsweise werden in dem Buch einige historische Persönlichkeiten erwähnt. Also bekommt das Buch eine kurze Übersicht, wer diese Personen waren als Anhang beigestellt.
Ich will hier keinen lieblosen Kram auf den Markt schmeissen, sondern ein in jeder Beziehung lohnendes Werk, dem man die hineingesteckte Mühe ansieht. Offen gestanden verringert das auch das Risiko, von einem Mitbewerber verdrängt zu werden, wenn er das selbe gemeinfreie Buch zu veröffentlichen versucht (amazon versucht inzwischen Doppelungen zu vermeiden, wobei in der Regel die Version mit dem höchsten Nutzen für die Kunden „gewinnt“ und die andere aus dem Verkauf genommen).
Zuletzt war die Arbeitsgeschwindigkeit bei der Übertragung übrigens bei 35 Seiten/Stunde. Das geht dann so: Links die Textverarbeitung, rechts das Buch. Ich habe immer bis zum jeweils nächsten Satzzeichen laut vorgelesen und dann das Ergebnis der Texterkennungssoftware damit verglichen. Besonders beliebt waren bei dieser übrigens Verwechslungen von b und h, was auch die Rechtschreibprüfung oft nicht monierte (sowohl hut als auch but zum Beispiel sind korrekte englische Wörter).
Ich denke, die Extras werden heute abend fertig sein und ich kann das fertige Manuskript dann diese Nacht bei amazon einreichen. Dabei ist auch eine Kleinigkeit enthalten, von der ich nicht weiss, ob sie zulässig ist. Es kann also durchaus sein, dass das Buch beim ersten Versuch mit Änderungswünschen der Seite zurückkommt. Auf das Ergebnis bin ich schon sehr gespannt.
Die Formatierung des zweiten Buches wird direkt danach beginnen – das ist zwar deutlich kürzer als die 418 Seiten des ersten, dafür aber reich illustriert.

Ein kleiner Rückschlag für meine Pläne ist hier, dass Smashwords keine gemeinfreien Werke veröffentlicht; ich bin in dieser Phase also vorerst auf das Kindle beschränkt. Verkäufe auf anderen Readern (Diesel Store, Sony, iBooks, Barnes & Noble etc.) also erst ab Phase 2.
Ausserdem bin ich inzwischen etwas verwirrt, was die Impressumspflicht bei eBooks angeht. Da werde ich wohl sicherheitshalber eins einfügen.

Phase X: Es weihnachtet sehr
Kurzgesagt: ich hab eine Weihnachtsidee. Und die könnte groß werden. Sehr groß.
So groß, dass ich sie dieses Weihnachten nicht angehen werde, weil sie Vorbereitung und eine richtig gute Umsetzung braucht. Dafür ist es zu spät, wenn ich noch an diesem Weihnachtsgeschäft teilnehmen will. Ausserdem wäre es sehr von Vorteil, wenn erst der Kindle Fire erscheint, den die Idee braucht ein Farbdisplay und würde somit auf einem reinen eReader nicht funktionieren.
Aber das ist auch mal interessant, ein Projekt so weit im Voraus planen zu können. Zumal, wenn ich so viel Spass daran habe wie in diesem Fall.
Und ich kann gemeinerweise nicht mehr sagen als: Es wird was Weihnachtliches. Aber wie das so ist bei Weihnachten: Die besten Geschenke sind Überraschungen ;-)

Doch, eines kann ich noch sagen: Es unterscheidet sich so stark von allem, was ich sonst zu veröffentlichen gedenke, dass ich es unter einem Pseudonym tun werde. Allerdings kein geheimes, es geht nur um die klare Trennung der Titel.
Das Pseudonym also kann ich schonmal verraten, auch wenn es niemandem etwas sagen wird: Hans Kötzsch.
Okay, ein bisschen mehr geht schon: Es handelt sich um ein Kinderbuch. Es wird voraussichtlich als PDF, Kindle-Fire-eBook und Printversion in deutsch und englisch zugleich erscheinen. Vordringlichste Aufgabe ist es jetzt, eine/n Illustrator/in zu finden, der/die meine Idee umsetzen kann. Ich selbst bin definitiv niemand, dem Malen besonders liegen würde.
„Hans Kötzsch“, abgeleitet von meinem zweiten Vornamen (das Mittelinitial R. ist von meinem dritten) und dem Mädchennamen meiner Mutter wird in Zukunft also für Kinderbücher aus meiner Feder verwendet. Das hatte ich schon länger vor, allerdings hatte ich bisher nur Ideen für Figuren, nie für kinderbuchgeeignete Geschichten. Vielleicht bringt dieser Ansatz ja auch den Anstoß für weitere Geschichten mit sich. Ich hab da noch ein Konzept von vor ein paar Jahren, das ich nie vergessen habe, zu dem ich aber keine passende Geschichte fand. Jetzt plötzlich hab ich eine ganz nette Idee. Manche Eier müssen eben etwas länger bebrütet werden (okay, das ist eine grottige Metapher, ich erwähne sie nie wieder).

Erfahrungen als Kunde
Insgesamt sind die weiter gut, nur muss ich diesmal doch auf einen Umstand hinweisen, der mir etwas sauer aufgestoßen ist:
Dass amazon.de ungern Kindle-Bücher kostenlos abgibt, die beispielsweise bei amazon.com kostenlos zu haben sind, hab ich ja schon gemerkt. Etwas absurd wird das jetzt bei einer neuen Star-Wars-Serie: Die Bände 1-6 von „Lost tribe of the Sith“ sind in Deutschland schlichtweg nicht erhältlich, es geht hier mit Band 7: Pantheon los, was natürlich relativ nutzlos ist. Das ist offen gestanden ziemlich bizarr.

Auch diesmal wieder eine kleine Tabelle mit eBook-induzierten Veränderungen im Bücherregal. Allerdings hat diesmal nicht der Kindle profitiert, sondern der Nintendo DS:



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