Freitägliche Fünf 06.03.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.

1. Das Dutch Windwheel, ein gewaltiges Windkraftwerk neuer Art, das für Rotterdam konzipiert wird.

via Anita Parker

2. Emily Willoughby, eine Illustratorin vor allem von Vögeln und Dinosauriern mit einer wunderbaren Art, Dinosaurier darzustellen wie, nun, normale Tiere. Vor allem dieses Bild hat es mir angetan – Deinonychus (der „Velociraptor“ von Jurassic Park) mit Nachwuchs.

3. Oh hey, ein Internetradiosender, der Musik spielt, die ich mag. Wenigstens in den knapp anderthalb Stunden, die der jetzt schon auf meinem Computer läuft: Cherie 90’s

4. Leonard Nimoy hat im letzten Jahr vor seinem Tod viel übers Rauchen geschrieben. Vielleicht kommt die Nachricht über den Tod einer so bekannten Person an einige Ohren, die sich bisher taub gestellt haben.


Das ist quasi der positive Gegentrend zu diesem Impfgegnermist, der aktuell groß läuft.

5. Blue Rili Garnelen. Wunderschöne Tiere. Kenne ich erst seit Montag, sind definitiv für die Zukunft bei mir geplant. Ich mag Garnelen als Haustiere und das sind besonders schöne Exemplare, die zudem einfach zu halten sind und sich problemlos vermehren, wenn sie sich wohl fühlen. Wahrscheinlich werde ich mein aktuelles 120 Liter-Aquarium in absehbarer Zeit durch ein-zwei kleinere Garnelenbecken ersetzen.


Killer-Schwertträger

One of the most popular tropical aquarium fish, the green swordtail has been bred into various hybrid forms for the aquarium hobby due to its hardiness and suitability for community tanks.

Am Samstag habe ich von meinem Vater einige Schwertträger aus seinem durch Vermehrung überbesetzten, aber zum Ausgleich stark verkrauteten Becken erhalten.

Die musste ich durch die sehr anderen Wasserwerte (das Wasser bei meinem Vater ist sehr weich, meines eher hart) erstmal eingewöhnen, dann aber konnte ich sie aussetzen.
Die Fischlein waren zunächst recht verängstigt, wann immer sich etwas ausserhalb des Aquariums bewegte zischten sie auf den Boden und bewegten sich nicht mehr.

Das hat sich inzwischen geändert.
Und damit hat es sich auch mit der „Eignung als Gesellschaftsfisch“.
Von gestern auf heute ist mein Guppy-Bestand von 7 auf 2 geschrumpft, bestehend aus einem erwachsenen Weibchen und einem Jungfisch, die restlichen 5 Jungfische wurden allem Anschein nach gefressen (mein Vater hatte mir zuvor versichert, die seien zu groß um gefressen zu werden – von wegen).
Die Amanogarnele ist verschreckt und hat sich in den Stein zurückgezogen, wenn ein Schwertträger sie an der Wasseroberfläche berührt springt sie ohne Anlauf mal eben über das halbe Becken. Ja, über, nicht durch, über (also unter der Abdeckung natürlich).
Das Dornauge ist vollkommen aufgescheucht.

Die Viecher suchen die ganze Zeit nach Unmengen von Futter und kacken andauernd.

Ich habe den verbliebenen Jungguppy in einen Brutkasten gesetzt.
Ein Gutes hatte die Sache ja: Mit den Guppys kam etwas Javamoos und Laichkraut und in dem befanden sich Turmdeckelschnecken, ein sehr nützlicher Aquarienbewohner, der ähnlich wie ein Regenwurm agiert.

WWas die verfressene, das Becken zukackende, räuberische und nach meinem Empfnden auch zu große Rotbrut angeht: Die kommt wieder raus.
Das geht so einfach nicht.

PS: Das Bild stammt von hier, meine Tiere sehen genauso aus.


Achja, Bild

Sorry wegen dem fehlenden Bild, mein Browser verhält sich im Moment etwas merkwürdig, Pop-Ups werden nur noch mit 25% Breite dargestellt und ich weiss nicht, wieso.
Naja, jedenfalls, so sieht es jetzt aus:

Das lange braune unten in der Mitte ist ein Dornauge, die restlichen Fische kann man auf dem Bild nicht sehen.

Ja, ich habe die Fische und die Garnele dann doch schon eingesetzt, nachdem ich mir die Wasserwerte angesehen habe.
Es geht ihnen allen auch nach 24 Stunden noch gut und sie verhalten sich wie ganz normale Fische beziehungsweise Krebstiere.

Die Bepflanzung ist etwas spärlich, aber das wird noch, ich hab die meisten Valisnerien noch im Übergangsbecken und setz sie nachher um. Die Dinger vermehren sich noch früh genug zu einem kompletten Dschungel.
Der Stein im rechten Teil stößt auf große Gegenliebe des Dornauges (erwartungsgemäß) und der Amanogarnele (das hingegen überrascht mich – sie sitzt praktisch nirgendswo anders als auf dem Stein).

Der Wasserstand ist noch etwas niedrig, weil ich weiter täglich mit ein paar Litern aufschütte, bis es seinen Sollstand erreicht hat.
Wer bemerkt, dass ich keine Rückwand benutze hat Recht – die Valisnerien wachsen die Rückseite eh noch zu.

Was noch fehlt ist Javamoos (das will ich ebenfallls noch pflanzen) und Holz, mit dem ich den Bereich abgrenzen will, in dem die Valisnerien wachsen dürfen (das letzte Becken haben sie komplett zugewuchert).
Das Holzz ist grade im Übergangsbecken und soll sich mit Wasser vollsaugen, damit es auf dem Boden liegen bleibt, wenn ichs ins Aquarium tue.
Oh, und ein Filter. Der dürfte grade auf dem Weg hierher sein und die Woche ankommen.

Achja, und der Besatz wird demnächst noch aufgestockt. Im Moment sind nur 7 Guppys, ein Dornauge und eine Amanogarnele im Becken.

Blöderweise haab ich bei der ganzen Umbauerei jetzt Lust bekommen, Triops zu halten, einfach weil das 25l-Becken, das ich für den Wechsel benutzt habe bald leer ist.
Triops sind cool:


Bildquelle: Wikipedia

Oha, pH und KH

Okay, meine flüchtende Garnele wollte allem Anschein nach wirklich zum Licht, denn ein Wassertest ergab, dass die Werte im neuen Aquarium mit denen im alten identisch sind.

So gut ist daas allerdings auch wieder nicht, denn das Wasser ist viel zu kalkhart (KH 17) und zu weich (pH 8).
GH (10), NO2 (0) und NO3 (10) sind aber in Ordnung und wie gesagt, das alte Wasser war bei einem zeitgleichen Test identisch. Ebenso in allen Werten ausser dem Nitrat (NO3) aber auch unser Leitungswasser.
Was mich zu der Frage bringt, wieso mein Vater leicht saures Wasser im Becken hat. Der einzige auffällige Unterschied zu meinem alten Becken ist ein Perlator.
Ich denke, ich werde mir auch einen besorgen.

Jedenfalls weiss ich jetzt, dass das umsetzen meines Besatzes in das neue Aquarium sicher ist.

Dann ist da noch die Sache mit dem Filter.
Ich habe jetzt einen neuen bestellt. Hätte ich vorher gesehen, dass der Versand fast in der Nachbarschaft sitzt hätte ich ja nochmal schauen können, ob die auch einen Laden haben.
Is ja quasi um die Ecke.
Der Überweisung zur Vorkasse steht nur mein Konto im Weg, welches zu meiner Überraschung bei 0,49 € lag (die Studiengebühren sind schuld, wie ich bald drauf merkte). Ich brauche 20,03 €

Naja, ich wollte eh mein Kleingeld endlich mal rollen.
20 hatte ich zum Glück noch bar und konnte sie einzahlen.

Damit habe ich heute gelernt: Ich bin ARM! *heul*


nie – spät

So, Zeit, etwas nachzuholen, was mich die letzten Tage beschäftigt hat: Mein Aquarium.

Das kriegt jetzt, hier, sofort ein Tagebuch.
Alles begann…

Donnerstag, 23. August
Die Beleuchtung flackerte nur noch und fiel dann komplett aus. Eine kurze Untersuchung und Ersatz der Leuchtstoffröhren führte zu der Erkenntnis, dass die Elektronik im Eimer war.
Die allerdings konnte nicht repariert werden, weil sie fest in der Abdeckung verbaut und wasserdicht eingeschweisst war.
Also…

Freitag, 24. August
…auf zu ebay. Dort kostet eine neue Abdeckung für ein 112l-Becken wie im Laden 40 Euro. Wozu geh ich eigentlich auf ebay, wenn ich’s für den selben Preis minus Versand auch im Laden kriege?
Ganz einfach, stellte ich schnell fest: Weil Aquarien dort wesentlich billiger sind.
Die Chance genommen und…

Irgendwann dazwischen (Sonntag?)
…ein Aquarium ersteigert.
Für knapp 23 Euro gab es ein 112l-Becken mit Abdeckung (identisch neu: 114 €) mitsamt passendem Unterschrank (identisch neu: 100 €). Zum Selbstabholen.
Also schnell Vater und Auto organisiert, Termin abgesprochen.
Der war dann am

Donnerstag, 30. August
in Oberhausen.
mit einem Navi, dessen Versuche, uns um einen Stau herumzulotsen wir tapfer widerstanden haben ab nach Oberhausen, Becken abgeholt, bezahlt und ab dafür.
Ich hab das Becken tatsächlich grade vor dem Sperrmüll der Schwägerin der Verkäuferin bewahrt.
214-€-Sperrmüll! Da hat wer zuviel Geld.

Freitag, 31. August
hab ich nix gemacht

Samstag, 1. September
auch nich, da war ich nochmal in Oberhausen, diesmal um mir von Nintendo zwei Mews zu holen. Ja, ich weiss, „du spielst immer noch Pokémon?“
Is ja auch immer noch ein gutes Spiel :-P

Sonntag, 2. September
Alles aus dem alten Becken raus, Fische und Pflanzen zum Übergang in ein 25l-Becken gesetzt, in dem ich bis vor einem Jahr Grüne Süßwasserpolypen gehalten hatte.
Das hat Zimmertemperatur (21°), was den Fischen und Garnelen zu gefallen scheint.
Die Technik kommt ins neue Becken, mit einer Ausnahme: Der Filter ist im Arsch *argh*
Das Aquarium wird ab jetzt jeden Tag mit zweimal 5 Litern Wasser aufgegossen. Zum Start waren 10 Liter Wasser aus dem alten AQ drin. Mit etwas Glück verhinder ich so den giftigen Nitritpeak, der beim Starten eines neuen Beckens auftrtt.

Montag, 3. September
Wasser drauf.

Dienstag, 4. September
Mein Vater bringt einen schönen Stein mit vielen Löchern mit, der ins neue AQ passt. Meine Dornaugen werden ihn lieben, die verstecken sich gerne in sowas.
Also, ordentlich ausgewaschen und reingesetzt.

Etwas später setze ich probeweise eine Amanogarnele in das Becken.
Amanogarnelen versuchen praktischerweise, aus dem Wasser zu klettern, wenn sie es nicht vertragen. Ich muss sie also nur beobachten um herauszufinden, ob das Wasser in Ordnung ist.
Ist es vermutlich auch. Die Garnele schwimmt und läuft stundenlang im Becken rum, zupft ab und an ein paar Algen von den Pflanzen und verhält sich wie eine Garnele sich so verhält.

Unterdessen begebe ich mich in den Wald. Holz muss her.
Das meiste ist morsch, aber nach einiger Suche finde ich ein schönes Stück helles Totholz. Ein leichtes mit großen Poren, es muss also lange gewässert werden bevor ich es einsetze, damit es nicht aufschwimmt.
Aber brauchbar.
Weniger brauchbar dagegen ist die zerborstene Bierflasche, in die ich getreten bin als ich zu dem Ast gehen will. Mein blutüberströmter Fuß überzeugt mich davon, mich ein wenig auf den Waldboden zu legen und den Fuß hochzulagern, bis die Blutung gestoppt ist.
Das ist nach einer halben Stunde ausreichend der Fall und so dient mir der Stock erst als Krücke und dann als AQ-Deko.
Talk about versatility!

Es wird Abend und meine Garnele mag nicht mehr.
Nach dem Licht ausschalten rast sie an der Frontscheibe hin und her. Schließlich versucht sie, aus dem Becken zu klettern. da nehm ich sie und setze sie in das kleine Übergangsbecken zurück.
Nur weiss ich nicht, wieso sie rauskommen wollte:

1. War das Wasser doch schlecht? Aber sie hatte stundenlang keine Probleme…
2. Hat das recht grelle Licht meiner Schreibtischlampe sie angezogen? Sehr gut möglich, diese Energiesparlampen sind extrem hell.
3. War sie einfach bescheuert? nein, im kleinen Becken ist sie wieder ganz normal.
4. Sauerstoffmangel? Das Becken ist zwar kaum bepflanzt, für eine einzige Garnele sollte es aber genügen.

Heute
Nix besonderes, ich warte erstmal zum Wochenende, bis ich wieder was einzusetzen versuche.

demnächst
gibt es auch Bilder und Updates zum Thema. Die Akkus für meine Kamera sind grade im Ladegerät.