Der Monat, in dem ich eine Bibliothek war

Einen Beitrag zum Start der kleinen Präsenzbibliothek mönchengladbacher Autoren gab es ja schon. Nun folgt, wie einige es vielleicht von Softwareentwicklern kennen, das so genannte Postmortem oder auch Fazit.
Die Stühle und Tische stehen wieder in einer Scheune in Wanlo, die Bücher und Materialien sind wieder bei ihren Verfassern und Verlagen (ein paar, für die es noch keine Gelegenheit zum Abholen gab, sind noch bei mir), die Schlüssel sind wieder beim Vermieter, die Schauzeitdeko auf den Fenstern hat den Kampf mit einem Ceranfeldschaber verloren, die Flecken vom Abziehen der Powerstrips sind überstrichen. Es ist Zeit.
Das ist schon richtig so, die Bibliothek sollte nie länger als einen Monat laufen damit sie einen gewissen Eventcharakter erhält.

Raum mit gestapelten Stühlen in der Ecke

Dass ich aufräumen kann, glaubt mir meine Mutter übrigens bis heute nicht. Vielleicht ändert dieses Foto etwas daran

Zeit und Ort

Wenn ein Ladenlokal lange leersteht, hat das oft einen guten Grund. In unserem Fall haben wir ein eigentlich wunderbares kleines Lokal erhalten: Guter Zuschnitt, viel Glasfront zum Reinschauen, eine große Glasdoppeltür, die man trotz der „Ziehen“-Aufschrift auch nach innen öffnen konnte (wirkt einladender), ein kleiner Lageraum mit eingebautem Regal, schon nicht schlecht. Gut, es gab keine Toiletten, keine Küche und im Türrahmen zum Lagerraum war keine Tür (wir haben dann ein Rollup davorgestellt, das dafür wie geschaffen war), aber das ist dem Besuch in der Regel alles nicht annähernd so wichtig wie dem Personal. Oh, und mein Handy hat zu meiner Überraschung automatisch ein großes Bild zusammengesetzt, als ich das Ladenlokal abfotografiert habe. Das sich dann dank des Kachelbodens sehr gut anhand des Fotos vermessen ließ.

Übersichtsbild über das Ladenlokal

Heute bastelt sie Bilder zusammen, morgen übernimmt die KI die Welt

Das hieß aber auch, dass die Probleme mit dem Laden extern waren und sich nicht so gut aus ihm selbst heraus lösen ließen. Er befand sich eben in einer Passage mit viel Leerstand rundherum, ein gutes Stück von der Straße entfernt. Die Passage war gut durchlaufen, aber das waren fast alles Leute, die zu ihren Autos im Parkhaus am anderen Ende wollten und entsprechend nicht anhielten, um mal reinzuschauen.
Hinzu kam, dass der September nicht unbedingt der ideale Monat ist, um Autoren zu einer größeren Veranstaltung zu organisieren. Die Verlage und ihre Werbeabteilungen arbeiten just in dieser Zeit mit Hochdruck, um perfekt auf die größte und älteste Buchmesse der Welt vorbereitet zu sein. Und für mich war das Timing auch etwas stressig, da es zu einer Überschneidung mit einem politischen Ereignis erhöhter Priorität kam. Und in die eigentlich notwendige Vorbereitungszeit kam mein einmonatiger Ausfall nach einem Fahrradunfall.
Am Ort macht man so schnell nichts, der ist wie er ist. Und bei der Zeit: Pech halt, das war nunmal der Zeitraum der Schauzeit. Und in diesem Kontext haben wir schon einiges auf die Beine gestellt.
Es kamen jetzt keine Massen, aber doch immer mal wieder jemand. Als ich einen der Stühle mit einem kleinen Tisch mit Büchern und Flyern nach draussen gestellt habe, wurde das auch ein bisschen mehr. Und bei den Lesungen am Blumensonntag in Rheydt sowie später nochmal bei einer Führung seitens des Quartiersmanagments durch die Schauzeit-Läden war die Bibliothek sogar richtig voll. Eine zweite Lesung zum Abschluss hat nicht mehr geklappt. Da hatte ich auch erst am 29. die Erkenntnis, dass am 3. Oktober ja Feiertag war und dieser auf einen Dienstag fiel &emdash; entsprechend viele nutzten das lange Wochenende für Ausflüge und waren dann am 30. September natürlich schon unterwegs. Es sei ihnen vergönnt.
Hinzu kam das sehr wertvolle Presseecho. Ein wirklich großer Artikel mit Foto in der Rheinischen Post, ein Besuch vom Lokalradio, ein paar Aufnahmen für den WDR, große Unterstützung in den sozialen Medien auch durch andere Gruppen der Kulturszene, das war schon super. Ihr glaubt nicht, wie viel sowas wert ist. Ich hatte auch mit ein paar Leuten gesprochen, die nun überlegen, die Idee mitzunehmen. Sollte also demnächst etwas ähnliches in Krefeld oder dem Kreis Neuss auftauchen, wisst ihr, woher es kommt.
Ich bin für den kurzen Zeitraum und für dieses Konzept zufrieden.

Ein paar Einsichten zu Rheydt

Zunächst ein positives Fazit: Ich glaube aus den Erfahrungen und mit Berücksichtigung der schlechten Standortbedingungen, dass ein klassischer inhabergeführter Buchladen in Rheydt Potenzial hätte. Ich werde den nicht führen (Buchhandel ist verdammt komplex und ich habe nicht die Zeit, sowas aufzubauen), aber es ist doch eine gute Erkenntnis. Da wird niemand reich von, aber es sollte funktionieren. Denn Rheydt fehlt ein solcher Laden – die Mayersche als Kette und das Paperback als modernes Antiquariat bedienen doch ein anderes Publikum. Dies auch im Vergleich zu Alt-Gladbach, wo drei klassische Buchhandlungen, eine Mayersche (sowie zeitweilig auch noch je ein Bertelsmann und Weltbild) und ein Antiquariat Platz finden.
ich muss aber auch zugeben, dass das Publikum in Rheydt etwas schwieriger ist. Ich mag das Wort „bildungsfern“ nicht, aber es passt halt so gut auf die mehrfach gehörte Kritik seitens der Rheydter, das vielfältige Angebot der Schauzeit sei doch nur „Kunst und Krempel“. Natürlich, es ist Kunst und Krempel, aber genau davon lebt eine Innenstadt doch. Ein Aldi kann überall stehen und ist auch überall gleich. Den Charme, das Besondere einer Stadt machen die Einrichtungen aus, die man eben nicht braucht. Kunst und Krempel.
An dieser Sichtweise muss eine Belebung Rheydts ganz einfach vorbei. Aber vielleicht ist es einfach nur eine besonders lautstarke Stimme, die nichts zu bedeuten hat. Denn auch wenn längst nicht alle Schauzeitler ein sehr gutes Ergebnis reingeholt haben (es war ja auch nur ein einziger Monat und Kultur ist wirtschaftlich üblicherweise ein Stammkundengeschäft), ich sehe die Gesamtbilanz positiv. Es gibt ein Potenzial, auch wenn es nicht so groß ist wie es vielleicht in Gladbach ist.
Aber man darf dabei auch nicht vergessen: Wäre Kultur ein Obstbaum, es müsste ein Schildchen dranhängen, auf dem „selbstfruchtbar“ steht. Kultur bildet immer einen Kontext für weitere Kultur in ihrem Windschatten. Da geht was.

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Zur Erinnerung, unsere kleine Keimzelle, hier noch ohne Stuhl vor der Tür

Fortsetzung folgt(?)

In das Ladenlokal zieht am Montag eine Gruppe namens Die Wollmäuse, bei denen es sich vermutlich um keinen der beiden Google-Treffer zu dem Namen handelt, da diese beide schon geografisch wenig mit Mönchengladbach oder dem Niederrhein zu tun haben. Mit Schriftstellerei aber eher weniger.
Wie es für uns als Kollektiv lokaler Autoren nun weitergeht, werden wir mit der Zeit sehen. Alle Beteiligten haben jetzt Zugriff auf den offenen Verteiler mit den eMail-Adressen der anderen und wenn es mal wieder eine Idee für eine Aktion gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir in der ein oder anderen Konstellation (nicht alle haben immer Zeit) mal wieder was auf die Beine stellen. Ich habe da bereits ein paar Ideen, aus denen 2018 etwas erwachsen könnte – der Rest von 2017 wird langsam etwas kurz und ist schon deswegen bei den meisten ziemlich voll, weil die Zeit zwischen Frankfurter Buchmesse und Neujahr einfach immer eine extrem ausgefüllte Saison für fast alle Kreativen ist.
So oder so, der Kontakt ist da und wird mit Sicherheit noch einiges hervorbringen. Wie es sich bei der schreibenden Zunft gehört, machen wir das natürlich spannend. In der Zwischenzeit könnt ihr ja zum Beispiel der Farbe, mit der ich die Hinterlassenschaften der Powerstrips, mit denen die Infotafeln angebracht waren, repariert habe, beim Trocknen zusehen und vorher noch diesen Bandwurmsatz, den ihr jetzt grade lest, auseinanderbasteln.

Wand mit trocknender Farbe

Wir Gladbacher AutorInnen wissen halt, wie man Spannung erzeugt

Nochmal vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere jene, die aktiv beim Aufbau geholfen haben und hin und wieder mit im Laden waren. Es war mir eine Freude, euch kennengelernt und mit euch gearbeitet zu haben.


Schauzeit’n mer mal

Seit Samstag gibt es für einen Monat in der Ring-Passage (Friedrich-Ebert-Straße 53-55 in Rheydt) eine kleine Verweilbibliothek, gefüllt mit Werken von Schriftstellern aus ganz Mönchengladbach, betrieben von eben jenen Autoren.
Und hier ist ihre Geschichte.

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Etwas Vorgeschichte

Ich glaube, es ist nun zwei Jahre her, dass sich für einen Monat drei Autoren aus Mönchengladbach in den Bestsellerlisten die Hand gaben. Charlotte Roche, Walter Moers und Rebecca Gablé waren das damals. Dadurch und bei der täglichen Recherche für eBooks für lau fiel mir das Potenzial der hiesigen Schriftstellerszene ins Auge. Und so entstand die Idee, dieses Potenzial in Form einer kleinen Verweilbibliothek zu präsentieren.
Der erste Gedanke lief auf einen großen Pavillon mit Regalen und Sitzgelegenheiten auf dem Eine-Stadt-Fest hinaus. Das sollte neben der Präsentation der Bücher auch dazu dienen, dieser etwas charakterarmen Veranstaltung mehr Besonderheit, mehr Bezug zur Stadt zu geben. Denn ich finde, ein solches Fest mit ausdrücklichem Bezug zu dieser und keiner anderen Stadt sollte mehr sein als ein Doppel aus „Fressmeile“ und Kunstmarkt. Es sollte ein Schaufenster der Stadt sein, auf dem es auch Dinge gab, die es anderswo nicht gab. Dazu sollte die Bibliothek Anstoß geben, zu einer Art Messe, die aber mehr Fest- als klassischen Messecharakter hatte.
2016 verpasste ich den Termin für eine Anmeldung, 2017 dagegen bot sich überraschend eine andere Möglichkeit: Die Schauzeit in Rheydt sollte wiederholt werden. Bei der Schauzeit erhalten Kreative für einen Monat ein leerstehendes Ladenlokal, welches sie dann mit Leben füllen. Das war erstmals 2015 durchgeführt worden und damals ein großer Erfolg. Einige blieben sogar, allen voran das Kollektiv in der Harmonie 20 mit Wohnaccessoires und Schmuck.
Der Vorteil der Schauzeit: Für einen geringen Betrag gab es nicht nur einen Platz und einen Kontext samt Werbung für die Maßnahmen, sondern auch noch ein festes Dach über dem Ganzen statt eines immer sehr wetterabhängigen Pavillons oder ähnlichem.

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! - Bild: Schauzeit Rheydt

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! – Bild: Schauzeit Rheydt

Das Kollektiv

Im Frühsommer begann ich, mir bekannte lokale Autoren anzuschreiben, ob grundsätzlich Interesse an so einer Aktion bestand. Die Reaktionen waren durchgehend positiv. Ich hatte damit gerechnet, dass viele kein Interesse daran hatten, ihre Werke frei zum Lesen zur Verfügung zu stellen, doch das war kein Problem. Im Gegenteil, das Angebot, hier auch einen Verkauf zu organisieren, ließ ich schnell wieder fallen – zu kompliziert, zu riskant, zu teuer und den regulären Buchhandel wollte auch niemand verärgern.
Auch wenn mir im Juli ein Fahrradunfall ins Konzept schlug, durch den ich zeitweise meine Arme kaum einsetzen konnte, wodurch ich einen Monat der Vorbereitung verlor, lud ich Anfang August zu einem ersten Treffen ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein Dutzend Autoren kontaktiert, von denen 10 positiv geantwortet hatten. Sechs davon trafen sich am ersten Augustwochenende im Café van Dooren. Es war ein sehr angenehmes Treffen, bei dem wir entschieden, die Idee trotz der etwas knappen Zeit weiter zu verfolgen und weitere Kollegen zu kontaktieren.
Die Bewerbung des Projekts beim Quartiersmanagement Rheydt war da wegen der Fristen bereits rausgegangen. Ich hatte sie persönlich dort vorbeigebracht, wie ich es bei Empfängern im Stadtgebiet eigentlich immer tue. Dabei hatte ich mich auch schon mit der anwesenden Mitarbeiterin (Ich glaube, es war Birte Jürgens) unterhalten und sie war sehr angetan von dem Projekt, da es neben den anderen Schauzeit-Projekten etwas ganz anderes war, was es so noch nicht gab. Das sah die Jury der Schauzeit offenbar genauso und so erhielt das Projekt den Zuschlag und kam in einem Ladenlokal in der Ring-Passage unter, einer Verbindung zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und einem Parkhaus an der Wilhelm-Schiffer-Straße.

Das Ladenlokal

30 Quadratmeter Glaskasten in einer Passage waren es, die wir da zugeteilt bekommen hatten. Zwar sind Standorte in Passagen immer schwierig, denn da muss ja überhaupt erstmal jemand reinkommen, aber dafür lag das Ladenlokal genau im Sichtfeld aller, die durch die Passage in Richtung Parkhaus wollten. Die große Glasfront und weite Doppeltür sorgten für eine einladend offene Atmosphäre. Einrichtung gab es nicht, wenn man eine Heizung an der Wand mal ignoriert. Nichtmal eine Tür zum kleinen Lagerraum war vorhanden, da gähnte das Loch eines einsamen Türrahmens.
Bei einem Besuch des Lokals mit Thomas Maria Claßen entstand dann das Konzept für den Raum: Er hatte noch ein paar Stühle da. Die klassisch-hässlichen weissen Plastikgartenstühle sahen zwar für sich nicht aus, aber wenn man sie mit Decken überwarf, wirkte das schon wieder ganz anders. Wegen der knappen Zeit führte das zu…

Tag X

Am 2. September war vieles noch im Fluss. Thomas Maria Claßen hatte Lesezeichen und Plakate entworfen sowie Aushänge für jeden Titel, der in der kleinen Bibliothek vorlag. Das war alles in einheitlichem Design mit der Wortmarke „Buchaktiv“ gestaltet worden. Inzwischen war die Gruppe auf 19 Leute angewachsen, obwohl ich definitiv noch einige anzusprechen vergessen oder verpasst habe, denn es gibt wie angedeutet wirklich viele Schreibende in und aus der Stadt. Eine Besonderheit war noch Günter Seuren, unsere einzige Leiche im Team, da ich in den Vorbereitungen erfuhr, dass eine Freundin von mir seine Nachlassverwalterin war. Ich hatte noch am Donnerstag zuvor eine kleine Tour durch die Buchläden der Stadt gemacht, um dort Werbematerial einzusammeln. Denn wir verkaufen schlussendlich nicht, aber wenn jemand ein Buch kaufen möchte, verweisen wir sie natürlich an den lokalen Buchhandel. Ebenfalls am Donnerstag zuvor trafen sich wiederum sieben Autoren für ein erstes Promofoto für die Schauzeit.

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen - Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta Profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen – Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Jedenfalls begann der 2. September früh. Um acht Uhr morgens fuhren Thomas und ich zu einer Scheune in Wanlo, um besagte Stühle zu holen. Und so trugen wir 22 alte Plastikstühle aus dem Dachstuhl einer Scheune die Treppen runter, staubten uns dabei gründlichst ein, verteilten sie in einem Pkw-Anhänger und verteilten sie im Ladenlokal. Das war alles erstmal hübsch hässlich, da galt es noch nachzuarbeiten. Es galt, Stühle zu putzen und jene, die gar nicht mehr in so einem Rahmen vorzeigbar waren, auszusortieren und für Notfälle (und Lesungen) in den Lagerraum zu stellen. Da waren dann auch Inge Jansen und Susanne Goga tatkräftig dabei.

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Unterdessen machte sich Andrea Rings kurzfristig an einen Ersatz für die nicht ganz gelungene Idee mit den Decken: Sie schnitt aus Stoffen (ja, das sind in der Tat Reste von Vorhängen) Überwürfe für die Stühle und die als Beistelltische verwendeten Hocker zurecht. Das Ergebnis hat auf jeden Fall etwas sehr gemütliches, wohnzimmerhaftes. Was vermutlich auf die Vorhänge zurückgeht.
Regale gibt es keine, die Bücher verteilen sich über Stühle und Tische. Wer lesen möchte, nimmt sich ein Buch, legt die übrigen in den nächsten Stuhl und kann sich dann hinsetzen. Auch das trägt zur offenen Atmosphäre der kleinen Bibliothek bei.

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Reaktion

Ich kann die Reaktionen einfach nur super nennen. Alle fanden die Idee gut, auch die Buchhändler. Die Bibliothek hat auf die Aktion verwiesen, ebenso die MGMG, natürlich die Schauzeit und noch einige andere (ich habe ehrlich gesagt irgendwann den Überblick verloren) und wir fanden eigentlich in jedem Artikel zur Eröffnung der Schauzeit noch einmal Erwähnung, eben weil wir herausstachen. Literatur hat als Kunstform das Manko, sich nicht so sehr für die Form der Galerie zu eignen, was einen solchen Ansatz zu einer Besonderheit macht.
So waren denn auch am Montag nach der Eröffnung die Rheinische Post und der WDR vor Ort. Der WDR brachte seine Aufnahmen am Rande eines Kurzberichts über die Gesamtveranstaltung Schauzeit unter (ab 12:50), die Rheinische Post brachte einen großformatigen eigenen Artikel zu der Bibliothek, nachdem sie am Tag zuvor schon über die Eröffnung der Schauzeit berichtet hatte.
Kommenden Sonntag wird es von 13 bis 17 Uhr Lesungen geben, da bin ich mal sehr auf die Resonanz gespannt.
Ich denke, wir Autoren werden nach dieser Aktion auf jeden Fall in Kontakt bleiben und sicherlich wird es in Zukunft auch mal wieder andere Aktionen und Treffen geben. Wie ich den Autoren schon in meinem Anschreiben sagte, was weitere Formate und Ideen innerhalb des Konzepts betraf: „Wir sind schließlich Kreative, uns fällt sicher noch mehr ein.“

Die Bibliothek der Mönchengladbacher ist im September jeden Mittwoch bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr, am 09.09. (Blumensonntag) von 11 bis 18 Uhr sowie am 17.09. (Tag des offenen Ateliers) von 11 bis 15 Uhr geöffnet.
Die vertretenen Autoren sind Vera Anders (Belletristik), Thomas Maria Claßen (Krimi), Thomas R. Diehl (Science-Fiction und Sachbuch), Ansgar & Nadine Fabri (Krimi), Sabine Fischer (Romantik), Susanne Goga (Krimi), Kirstin Grabowski (Kinderbuch), Nicola Grosch (Kinderbuch), Inge Jansen (Romane zum Thema Sucht), Arnold Küsters (Krimi), Jutta Profijt (Krimi), Andrea Rings (Jugendroman), Günter Seuren (Belletristik), Carsten Steenbergen (Science-Fiction und Thriller), Karl-Heinz Thifessen (Historische Geschichten), Anja Wedershoven (Familienroman) und Moritz Wigand (Kolumnen). Dabei gewesen wären, wenn sie nicht aus verschiedenen Gründen verhindert gewesen wären, Rebecca Gablé, Fee Grupe, Paul Sonn und Karin Welters. Und ja, in Gladbach werden sehr viele Krimis geschrieben. Wobei man bei einigen auch Titel aus anderen Genres findet – Jutta Profijts Möhrchenprinz und Kirstin Grabowskis Grenzsteine einer Liebe etwa.