eBook-Wiederbelebung nach fünf Jahren

November 2011 begann ich meine eBook-„Karriere“ mit einem kurzen Ratgeber: Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie, warum hieß er, ein Buch über das Coverdesign für eBooks angesichts der damals im deutschsprachigen Raum grade erst beginnenden eBook-Welle.
Sicher eine seltsame Wahl für ein Erstlingswerk, aber so kam es damals halt, weitere Titel folgten im Jahr danach und seitdem immer mal wieder.
In letzter Zeit überlegte ich,was ich mit dem alten Buch machen sollte. Es war fraglos veraltet und Verkäufe waren längst nicht mehr so pralle, ich dachte daran, es aus dem Verkauf zu nehmen. Doch es kam anders. Im Dezember 2016 kam eine eMail von Amazon, ob ich grundsätzlich zustimmen würde, wenn Amazon den Preis des Titels für eine kurze Zeit im Rahmen einer Aktion heruntersetzen würde. Als mein einziger Amazon-exklusiver Titel in Deutsch kam dafür nur dieses meiner Bücher in Frage. Ich stimmte zu und Ende Januar kam die Mitteilung von Amazon, das Buch würde vom 1. bis zum 8. Februar (jeweils 12:00 Uhr mittags) auf 0,89 € runtergesetzt.

Aktualisierung

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Das brachte einen gewissen Druck mit sich. Dieses Cover ist Müll! sollte eigentlich schon letztes Jahr aktualisiert werden, eines der Opfer des Computercrashs vom Februar. Wie gesagt, es ist in den letzten fast fünf Jahren merklich veraltet. Beispielsweise empfiehlt das Buch die Website Elfwood, die 2014 abgeschaltet wurde. Links ist ein Beispiel, das die Gestaltung der Serie anspricht. Diese ist inzwischen deutlich verändert worden.
Also habe ich das Buch die letzten zwei Tage überholt. Einige Informationen tauschte ich aus, andere beließ ich, etwa die Ausführungen zu Perry Rhodan, da diese von ihrem Alter nicht negativ beeinflusst wurden. Zugleich überholte ich die Sprache an vielen Stellen, wenn auch nicht systematisch im ganzen Manuskript. Mir fiel auch auf, dass ich im ursprünglichen Text viele Dinge angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt habe und ergänzte nun entsprechende Textstellen.
Es war wichtig, das Buch bis zum 1. Februar in Form zu bringen. Zwar hat die bisherige Version hervorragende Bewertungen, aber ich will dennoch nicht mit einem so offensichtlich veralteten Titel aufwarten. Die Aktion ist ja letztendlich auch Werbung für mich und meine anderen Titel, selbst wenn diese vergleichsweise wenig mit diesem etwas aus der Reihen tanzenden Buch zu tun haben.
Wahrscheinlich werde ich das Buch dieses Jahr ein weiteres Mal angehen, um ein paar Inhalte zu ergänzen. So wollte ich zum Beispiel ein Kapitel darüber ergänzen, auf welche Signale unser Gehirn und Auge besonders schnell reagieren und wie man das im Coverdesign berücksichtigen kann. Dafür war nicht genug Zeit, as wird also mit einer späteren Aktualisierung nachgereicht werden müssen.

Fazit

Die überraschende Aufnahme dieses Titels in eine Amazon-Aktion ist ein gutes Beispiel für mehrere Erkenntnisse, die eBook-Autoren immer im Hinterkopf behalten sollten, vor allem bei Sachbüchern:

  1. Ein Buch kann jahrelang fast ruhen, bevor es plötzlich wieder relevant wird, man sollte es also nur mit gutem Grund aus dem Verkauf nehmen und schlechte Verkäufe sind kein guter Grund
  2. Sachbüchern droht beständig die Veraltung, regelmäßige Überprüfung der Inhalte erhöht deutlich ihre Langlebigkeit
  3. Du weisst nie, welche (positive) Überraschung morgen in deinem Postfach auftauchen kann und wann Gelegenheiten auftauchen
  4. Manche eBooks sind ganz einfach nie fertiggeschrieben

cover-mullOder zusammengefasst in einem Satz und einem halben: Es lohnt sich, seinen alten Sachen hin und wieder einen frischen Anstrich zu verpassen. Oder auch mal eine Grundsanierung.

Diese Cover ist Müll! Lernen Sie, warum ist ab sofort bis zum 8. Februar 12:00 Uhr mittags für 0,89 € statt 2,99 € exklusiv bei Amazon erhältlich (oder kostenlos in der Ausleihe für alle mit Amazon Prime).


eBook-Land Woche 34

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 199,94 € | Händler: 6

In eigener Sache
Die Arbeit an Meilensteine der Evolution geht gut voran. Teilweise ist es nicht einfach, frei verwendbares Bildmaterial von brauchbarer Qualität zu finden, aber das wird schon.
Parallel dazu habe ich ein weiteres Projekt begonnen. Ein vergleichsweise einfaches Projekt, das sich nebenbei machen lässt, wenn ich beim Schreiben auf eine Blockade treffe aber trotzdem weiterarbeiten will. Noch sage ich da nicht viel zu, nur so viel: Ja, es ist für alle eBook-Reader. Mit einem Buch aber hat es so gut wie nichts mehr zu tun. Ein praktisches kleines Buch, das so auf Papier nie möglich wäre.
Noch etwas anderes: Einige neue Entwicklungen haben inzwischen die Entwicklung einer Version 4.0 von Dieses Cover ist Müll – Lernen Sie warum angestoßen. Diese wird dann wahrscheinlich im Laufe des Juni fertig. Da ich für Meilensteine der Evolution allerdings einen festen Zeitplan habe, ist diese Aktualisierung/Erweiterung aber eher etwas, was als Nebenprojekt läuft.

Aus der Szene
Kobo steigt nun auch ins Selbstverlags-Geschäft ein und kündigt eine entsprechende Plattform an. Die Konditionen sind sehr gut und ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.
Amazon festigt seine Position im Markt, indem es einen weiteren Verlag kauft. Ich finde die Union von Verkaufsplattform und Verlag ja eher beunruhigend – auf keinen Fall dürfen wie etwa bei Videospielen bereits üblich einzelne Titel vertraglich festgeschrieben exklusiv für nur ein Gerät werden. Was leider bereits passiert. Die Vorteile einer solchen Entwicklung zeigt Amazon aber auch gleich auf und bringt ein Software-Update aufs Kindle, das neue Funktionen wie Pop-Ups als Alternative zu FUßnoten und Bildunterschriften erlaubt – ein deutlicher Fortschritt gegenüber den meisten aktuell erhältlichen eBooks (und gegenüber Papierbüchern).
In Deutschland versucht die bröckelnde Buchhandelskette Thalia erneut, etwas vom Kuchen abzubekommen und ersetzt ihr Lesegerät Oyo durch das Bokeen Cybook. Ob sich das besser verkauft, wird sich zeigen.
Buchreport verkündete diese Woche, mit Tina Folsom gebe es nun die erste deutsche eBok-Millionärin, was ziemlich irreführend ist, da sie seit 10 Jahren in dne USA lebt und für den dortigen Markt schreibt. Netterweise analysiert Thomas Knip die Sache recht gut, das spart mir Arbeit, die sich somit auf einen Link beschränkt. Apropos Analyse: Die letztwöchige Studie des Börsenvereins analysiert Steffen Meier ganz ausgezeichnet.


eBook-Land Woche 32

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 154,82 € | Händler: 6

In eigener Sache
Dieses Cover ist Müll! hat mit einigen kleinen Korrekturen und Aktualisieurngen nunmehr Verisonsnummer 3.0.2 erreicht und war zu diesem Anlass am vergangenen Freitag kostenlos zu haben. Das Ergebnis ist dabei wesentlich schlichter als damals bei Feuchten Fußes: 237 Exemplare wurden am Freitag geladen, 3 seitdem verkauft (darunter mein erster Verkauf in Spanien). Dazu kommen noch 11 Stück, die nach dem Ende der Gratis-Aktion als kostenlos gezählt wurden. Ich vermute, das ist ein Darstellungsfehler und diese sind noch in der kostenlosen Zeit bestellt, aber erst später zur Statistik gezählt worden. Ich habe dennoch Amazon dazu kontaktiert, vielleicht steckt ja noch Geld drin ;-) .
Ein Erfolg, den ich bei der anderen Aktion dafür nicht hatte, waren gleich zwei hervorragende neue Bewertungen des Buches. Die erste davon kam während der Aktion bei xtme, einer Seite, die regelmäßig kostenlose Amazon-eBooks sammelt und die besten (sowie ein richtig schlechtes als Warnung) verlinkt (also etwa das, was eBooksfuerlau bei Twitter macht).

xtme in seiner Liste guter kostenloser eBooks: Dieses eBook ist KEIN Müll! Im Gegenteil, mir gefällt die konstruktive und detaillierte Herangehensweise des Autors an ein Thema, das jedem, der mal bei Amazon in den eBooks recherchiert hat, begegnet ist: schlechte und unleserliche Cover. Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein eBook für Kindle zu veröffentlichen: lesen Sie dieses eBook! (Viele Abbildungen, 704 Positionen, 59 Normseiten, 3,99 € Normalpreis)

Dazu kam gestern noch eine Rezension auf Amazon.de selbst, wenn ich das A. richtig aufdrösel von SF-Autor Ava Felsenstein. Diese sind besonders wertvoll, weil sie dort für die Kunden sichtbar sind und vor allem die Sternwertung erscheinen lassen, die somit jetzt bei fünf Sternen liegt:

Hätte ich dieses Buch doch schon viel früher gelesen…
.. wird sich so mancher Leser dieses Ebooks sagen, welcher ebenfalls veröffentlicht hat und nie ganz mit seinem Cover zufrieden war. Eine Fülle guter Tipps, Anleitungen und Wegweiser sind hier zusammengetragen.(…)

Ich drücke dem Autor die Daumen, dass noch viele Autoren im Selbstverlag und andere Leser zu diesem Konzentrat an Wissen greifen und ihm die gerechtfertigten Platzierungen noch lange erhalten bleiben bzw. sich noch verbessern werden!

Wenn ich jetzt die nette Erwähnung bei Eileen Janket mitzähle, sind das drei positive Kritiken – drei mehr als bei Feuchten Fußes, welches bis heute die doppelte verkaufte Auflage aufweisen kann, es aber nur auf einen erfreulichen aber eher beiläufigen Hinweis im Manager-Magazin gebracht hat. Ich vermute, Ratgeber werden einfach häufiger bewertet als Sachbücher, da sie leichter nach Praxistauglichkeit benotet werden können. Für mich eine interessante Erkenntnis.
Die nächste Überarbeitung des Titels wird dann wohl wieder etwas größer sein – mit Version 3.1 ist dann im Spätommer zu rechnen, wenn nichts wichtiges dazwischenkommt.
Die zweite Auflage von Feuchten Fußes (also Version 2.0) nähert sich unterdessen ihrer Fertigstellung. Etwas später, als geplant, aber dafür wird das Buch auch merklich an Umfang zulegen.

Freundliche Hinweise
Wilhelm Ruprecht Frieling stellt seine Autobiografie Der Bücherprinz oder: Wie ich Verleger wurde noch bis zum 31. Mai kostenlos zum Download. Frieling ist eine recht ungewöhnliche Figur in der deutschen Verlagsszene und unter anderem dafür verantwortlich, dass das Konzept der Zuschussverlage hierzulande populär wurde. Das liest sich locker und amüsant, auch wenn man vom Konzept des Zuschussverlages (ursprüngliche Kernfunktion eines Verlages ist ja eigentlich grade die Finanzierung von Werken) wenig hält.
Mein Eindruck bisher: Der Text ist offen und durchaus auch selbstkritisch. Natürlich als Autobiografie nicht abschließend. Ich bin allerdings ein eher langsamer Leser und daher kann ich noch nichts zum Abschluss sagen. Einer der Gründe, warum ich praktisch nie Rezensionen schreibe (und Hörbücher mit ihrer vorgegebenen Geschwindigkeit ohne parallele Beanspruchung der anderen Sinne nicht mag).

Aus der Szene
Die aktuellste, aber in gewisser Weise auch beachtlichste Meldung gleich zu Anfang: Heute morgen hat das Sat.1-Frühstücksfernsehen ein selbstverlegtes Kindle-eBook empfohlen. Sechs von Niels Gerhardt, um genau zu sein. Der Videobeitrag selbst ist hier zu sehen.
Das große Thema in den USA ist momentan eine Studie des Blogs Taleist, deren Auswertung allerdings sehr zu wünschen übrig lässt. So wird festgestellt, dass Autoren mehr Geld verdienen, wenn sie professionelle Hilfe (Lektorat, Korrektorat, Coverdesign) in Anspruch nehmen, aber nicht weiter gegraben, ob das die Ursache für die höheren Einkünfte ist oder nur eine Folge der eigentlichen Ursache. Sicherlich ein interessantes Projekt für jemanden, der Ahnung von Statistik hat.
Ein anderes Thema waren Rezensionen: Einerseits gibt es da eine Untersuchung, die zu dem Schluss kommt, dass Rezensionen verkaufsfördernd wirken – und zwar weitgehend unabhängig davon, wie das Buch bewertet wird. Andererseits nimmt das Problem gefälschter Rezensionen offenbar langsam überhand.
Amazon verschärft nebenbei die Regeln zu Spam und untersagt künftig auch die Nutzung von frei im Netz zugänglichen Inhalten, sofern es sich nicht um eigene Inhalte oder gemeinfreie Literatur handelt. Konkret richtet sich die Regel wohl gegen die zahlreichen eBooks, die nur aus abgeschriebenen Wikipedia-Artikeln bestehen.
Tony Sanfilippo beschäftigt sich mit der Frage, wie Buchläden in Zukunft aussehen könnten. Alteingesessenen Lesern dieses Blogs werden Teile des Szenarios bekannt vorkommen. Ich vermeine unterdessen, erste Tendenzen zu einem Umdenken sehen zu können – man beachte die Überschrift. An dieser Stelle ist auch erwähnenswert, dass die honorige Stiftung Lesen sich inzwischen deutlich hinter Selbstverleger stellt.
Ein Einzelerfolg, der nicht verschwiegen werden sollte ist natürlich Fifty Shades of Grey, jene Twilight-Fan-Fiction-Serie, die es leicht überarbeitet als wortwörtlicher Vampirporno inzwischen in die Bestsellerlisten schafft – und mit seinen beiden Fortsetzungen in den USA zwischenzeitlich 25% des Belletristikmarktes ausmacht.


Umzug

Ja, ich bin mal wieder umgezogen. Ich denke, hier bleibe ich jetzt.
Blogspot hat sich mit der Zeit doch als sehr eingeschränkt herausgestellt. Dateien hochladen, die keine Bilder waren, war so ziemlich ausgeschlossen. Eigene Plugins einzubauen war weitgehend ausgeschlossen. Und die URL sah auch nicht so besonders schön aus.

Also, hier nun mein Blog neu auf thomasdiehl.eu. Noch sieht es stark nach Umzug aus – die meisten Beiträge sind noch nicht eingepasst, die Schlagworte der importierten Beiträge erscheinen als Kategorien, das Twitter-Feld hat noch die falschen Farben, das Logo ist noch das mit dem Themen-Namen statt mit dem Blogtitel, wo jetzt die Kategorien stehen sollen statt dessen die Seiten hin – eine Menge Kleinkram halt. Ob ich dort, wo jetzt Anzeigen stehen weiterhin Anzeigen stehen lasse, weiss ich noch nicht. Die Anzeigenplätze kamen mit dem Layout und ich habe erstmal nur die wirklich störenden rausgenommen.
Der Umfang hier wird den des alten Blogs allerdings deutlich übertreffen – auch meine anderen alten Blogs werden hier mit reingepackt, einschließlich der wenigen Fragmente, die ich noch von meinem ersten habe, damals, 1999-2002 auf Geocities.

Mit dem Umzug einher gehen Aktualisierungen meiner beiden bis jetzt verlegten eBooks, damit das Impressum aktuell bleibt. Zum Anlass des Umzuges erhalten beide einen Kostenlostag.
Den Anfang macht die bereits fertige Aktualisierung von Dieses Cover ist Müll auf nunmehr Version 3.0.2. Bei der Gelegenheit habe ich auch noch zwei Tippfehler ausgebügelt, die mir zuvor durch die Lappen gegangen waren und einen Punkt aus den Nutzungsbedingungen von Apple iBooks (Cover müssen dort zwingend den Autoren nennen) ergänzt. Dieses Buch wird am Freitagmorgen bis Samstagmorgen kostenlos sein.
Morgen dann geht Feuchten Fußes auf die Versionsnummer 2.0 und erhält dabei neben der Kontaktaktualisierung auch ein neues Kapitel zum Zeitalter des Devon (daher der größere Versionsnummernsprung) und einige Ergänzungen im restlichen Text zu den Arten Ichthyostega und Gogonasus. Dieses Buch wird dann am Samstag anlässlich Umzugs und der Aktualisierung noch einmal für 24 Stunden kostenlos erhältlich sein. Das wird das letzte Mal sein, dass Feuchten Fußes kostenlos erhältlich ist.
Frühere Käufer beider Bücher werden in den nächsten Tagen eine Mail von Amazon erhalten, mit der die kostenlose Aktualisierung der bereits erworbenen Dateien möglich ist.


eBook-Land Woche 23

Bücher im Verkauf: 4 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 71,52 € | Händler: 6

In eigener Sache
Mit der dritten Auflage von Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie warum hat dieses Buch endlich die Form erreicht, die ich von Anfang an als Ziel vor Augen hatte. Mit dieser Ausgabe bin ich nun also vollends zufrieden, nach meinem bisherigen Urteil fehlt nichts wichtiges mehr. Womit ich natürlich nicht ausschließen will, dass es irgendwann noch eine vierte Auflage geben wird. Aber vorerst gibt es wohl nur noch kleinere Ergänzungen und Aktualisierungen zu erledigen.
Neu hinzugekommen sind in dieser Auflage zwei Kapitel. Eines davon beschäftigt sich mit den Besonderheiten von Covern im Querformat, das andere geht gezielt darauf ein, wofür man sein Cover eigentlich verwenden kann, wenn es einmal fertig ist. Vor allem dieses letzte Kapitel wird in Zukunft wohl noch wachsen, wenn ich neue Möglichkeiten ausprobiere (von denen ich dann natürlich auch hier im Blog berichte). Ein drittes neues Kapitel ist aus einem Absatz im Kapitel „Bildbeschaffung“ entstanden, der dort rausgenommen und ausgebaut wurde. Dort geht es um die verschiedenen Formate von eBook-Covern (Hochkant, Quer, Quadratisch).
Im Kapitel zu den Quellen für Coverbilder wird jetzt auch die Möglichkeit besprochen, Aufträge auf speziellen Plattformen für Künstler und Designer auszuschreiben. Der Test zur Überprüfung ob ein Cover gelungen ist wurde um einen neuen Punkt (Erkennbarkeit des Buchinhalts über das Cover) ergänzt. Bei der Titelfindung gehe ich jetzt etwas ausführlicher auf die Titel von fiktiven Geschichten ein, bisher ging es dort fast ausschließlich um Sachbücher.
Alles in allem bin ich mit dieser dritten Auflage wie oben schon gesagt sehr zufrieden. Jetzt geht es endgültig an andere Projekte, von denen Feuchten Fußes das wichtigste ist, gefolgt von den thematisch ähnlichen Titeln Schwarzer Schwinge und Klirrender Kälte. Diese drei Bände der Serie Meilensteine der Evolution sind komplett unabhängig voneinander in völlig beliebiger Reihenfolge lesbar, die Reihe ist durch ein gemeinsames Thema, aber nicht durch einen gemeinsamen Handlungsstrang verbunden. Es sollte einer jeden Monat erscheinen, weitere Bände nach dem Juni nicht ausgeschlossen. Zwischendurch kommen einige kleinere Projekte dazu, die ich nebenbei schreibe.
So kann das weitergehen.

Freundliche Hinweise
Eileen Janket hat Thrill my Soul ein kleines Facelifting verpasst: Neues Cover und neue Genre-Bezeichnung (Liebes-Thriller statt Heartcore) schmücken das Buch nun.

Aus der Szene
Fangen wir mit dem obligatorischen Hinweis an, dass seit heute die englischsprachigen Ausgaben von Harry Potter als eBook verfügbar sind. Keine Ahnung, warum das bedeutend ist, halt eine weitere Bestseller-Reihe als eBook – wobei ich hervorheben muss, der Preis für die Bücher ist sehr gut gewählt, das Bestellverfahren über eine eigene Seite finde ich allerdings befremdlich. Interessanter finde ich persönlich da schon die Erstveröffentlichung von Kurt Vonneguts Basic Traning als eBook. Das unveröffentlichte Kurzwerk des Autors (mE einer der besten des 20. Jahrhunderts) bot sich aufgrund seiner Länge gradezu als eBook an, als Papierbuch wären seine Chancen auf Veröffentlichung eben wegen des geringen Umfangs gering gewesen.
In Deutschland reiht sich Sven Regener in die Reihe derer, die fälschlicherweise glauben, Urheberrechtsgegner wollten das Urheberrecht komplett abschaffen und erzählt gleich noch Mythen wie jene Legende, Youtube wolle nix für die Videos bezahlen (doch, wollen sie, aber die GEMA will noch mehr). Das wäre nicht weiter bemerkenswert, hätte sein wütender Redebeitrag nicht jede Menge Aufsehen erregt.
Auch ziemlich falsch, aber in diesem Fall leider, waren die Gerüchte um ein neues Kindle mit farbigem eInk-Display. Dafür werden wir uns wohl doch noch ein paar Jahre gedulden müssen. Die Technik existiert, aber ist noch nicht ausgereift und vor allem deutlich zu teuer. Da kommt die Nachricht, dass eReader und Tablet-Computer doch nicht konkurrieren grade recht.
Die GfK kommt in einer Untersuchung der deutschen eLeserschaft zu hochinteressanten Ergebnissen. Demnach ist der Markt in Deutschland demografisch komplett anders besetzt als in den USA – sind drüben Frauen in ihren 50ern die größte Nutzerschicht herrschen hierzulande männliche Nutzer zwischen 40-49 als Durchschnittsleser vor. Zwar ist in beiden Märkten der hohe Altersschnitt auffällig, aber ansonsten könnten die Gruppen unterschiedlicher kaum sein. Das dürfte entsprechende Implikationen für die Vergleichbarkeit der Märkte haben, insbesondere was die Beliebtheit einzelner Genres und dort mögliche Absatzzahlen angeht.
Bleibt mir noch, auf ein interessantes Experiment zu verweisen: Jellybooks, ein Online-Buchhändler, der im ersten Augenblick nur die Cover der angebotenen Bücher präsentiert.


e-Book Land: Woche 11

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 29,44 € | Händler: 6

Okay, fangen wir mit den Informationsquellen an: Paper.li hat zwei „Zeitungen“, die ich jedem eBook-Autoren nur empfehlen kann, wenn er auf dem Laufenden bleiben will: Der eBook Klub für die deutsche Szene und Join the eBook Revolution für die englischsprachige.
Paper.li ist ein Service, der Twitter-Nachrichten sammelt. Jede Zeitung aktualisiert sich alle 24 Stunden mit neuen Schlagzeilen aus dem Twitterversum und liefert so ständig aktuelle Links und lässt sich abonnieren, wodurch man bei jeder Aktualisierung eine eMail erhält. Ich empfehle diesen Dienst auf jeden Fall sehr, wenn man immer auf dem letzten Stand bleiben will. Die englische Ausgabe ist etwas besser als die deutsche, aber das liegt daran, dass das Thema dort wesentlich weitreichender etabliert ist als hier.
Ein andere Punkt ist die luxemburgische Mehrwertsteueranpassung. Ich bin offengestanden schockiert, dass Amazon davon allem Anschein nach völlig überrascht wurde. Es ist nicht so, als wäre diese Gesetzesänderung erst am Weihnachtsabend beschlossen worden. Aber anders ist kaum zu erklären, wie unvorbereitet Amazon hier war – es gab nicht einmal eine automatisierte Funktion, die den Preis an die neuen Sätze anpasste? Denn das Vorgehen bei der Preisänderung lässt erahnen, dass die Änderungen per Hand gemacht werden. Für mehrere Millionen Titel! Das Ergebnis ist aktuell ein bunter Salat von Titeln mit unterschiedlichen Steuersätzen. Man sollte meinen, das weltgrößte Internet-Versandhaus mit hohem Automatisierungsgrad bei digitalen Verkäufen hätte eine Abteilung fähiger Programmierer im Haus.

Phase 1
Nach einigem hin- und herüberlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine beiden bisherigen Veröffentlichungen gemeinfreier Werke nicht mehr meinen Maßstäben entsprechen. Weniger im Inhalt als in der Aufmachung: Ich habe mit jedem Buch mehr über die Formatierung von Text in eBooks gelernt. Der wichtigste Ausfluss davon ist, dass ich die einst verhassten Einzüge am Absatzanfang inzwischen für essenziell für das Schriftbild halte.
Beide meine gemeinfreien Werksumsetzungen haben keine solchen Einzüge. The Last American werde ich definitiv entsprechend anpassen, Armata wird deutlich mehr Arbeit, da das 200 Jahre alte Original vollkommen anders gesetzt war als moderne Romane. Speziell bei Armata stehe ich bei einer Überarbeitung auch erneut vor der Frage: Originalrechtschreibung oder modernes Englisch? Für beide Positionen gibt es gute Argumente.

Phase 2
Ich hatte ja bereits darüber geschrieben, Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie warum hat eine deutlich erweitere 2. Version erhalten und wird auch eine 3. Version bekommen. Das war von Anfang an geplant, aber die Geschwindigkeit dessen überrascht mich dann doch. Version 2 hat sich bisher (wohl auch dank des immer noch deutlich zu hohen Preises) noch nicht verkauft. Gar nicht.
Die letzten Monate sind mir so viele Dinge aufgefallen, die darin noch fehlten, dass die Überarbeitung nötig wurde. Viele der Dinge für die 3. Ausgabe sind Sachen, die für Anfänger nötig sind (beispielsweise Grundlagen der Bildbearbeitung), für Fortgeschrittene aber überflüssig und uninteressant. Ich überlege daher, die 3. Version aufzuspalten in eine Lite-Variante ohne die Anfängerinformationen für 2,99 € und eine erweiterte Edition mit diesen Details für die 3,99 € der bisherigen Edition.
Aber eine Sünde ist mir bei der 2. Version doch passiert: Ich habe vergessen, das Cover durch einen Sticker mit einem Hinweis auf die Versionsnummer noch mehr zu verschandeln. Dabei hatte ich mir das so fest vorgenommen!
Das andere Buch in Phase 2, Feuchten Fußes, steht aktuell vor einem ganz anderen Problem: Es wird für meinen Geschmack zu kurz. Ich könnte es zwar für 0,99 € verkaufen, aber ich finde, ein Buch dieser Länge lohnt nicht und habe auch persönlich Vorbehalte dagegen, zwischen dem vielen Schrott in dieser Preiskategorie zu landen. Was meint ihr, soll ich den Sprung in die Billig-Kategorie wagen?

Phase 3
Nur ein kurzer Teaser: Ich habe da noch eine Überraschung vor mit den beiden Anthologien. Die Bände sind definitiv im Zeitplan und sollten also Februar (deutsche Anthologie) und März (englische Anthologie) erscheinen. Beide enthalten jeweils eigene Geschichten, die als Originale in der jeweiligen Sprache geschrieben sind. Ob ich auch Übersetzungen beider in der jeweils anderen Sprache erscheinen, werde ich noch überlegen, Übersetzungen sind grundsätzlich nicht einfach. Es wird wojhl davon abhängen, wie erfolgreich die Anthologien werden. Wenn, werden die übersetzten Editionen aber wohl nicht vollständig sein, denn einige der Geschichten basieren auf Eigenschaften der jeweiligen Sprache, die sich nicht übersetzen lassen (einschließlich einiger Gedichte).

@eBooksfuerlau
Der Twitter-Account, der auf kostenlose Angebote verlinkt war bisher ein ganz guter Erfolg – nach einer Woche 30 Follower klingt nicht nach viel, aber mir scheint das ein ganz brauchbarer Start zu sein. In der einen Woche gab es knapp 400 Klicks auf Amazon und 100 auf iTunes, für den Rest habe ich (noch) keine Affiliate-Accounts.
Geld ist bisher nicht reingekommen, was in dieser Stufe nicht überrascht. Ich rechne mehr mit Einnahmen als einer Art Kollateralschaden in diesem Projekt, wodurch es sich erst bei einer dreistelligen Followerzahl zu rechnen beginnt. Kostenlose deutsche eBooks zu finden, die nicht bereits tausendfach verbreitet sind war in der Weihnachtszeit einfach, wird aber langsam schwieriger. Der Markt ist nicht annähernd so groß wie in den USA, wo täglich allein auf Amazon Dutzende Titel kostenlos abgegeben werden. Und nein, „Piraterie“ ist keine Option.

Kindle gegen Bücherregal
Diese Woche sind drei Bücher rausgeflogen, allerdings ohne Ersatz auf dem Kindle. Zwei davon sind Bücher über C++, die 9 bzw. 11 Jahre alt und somit komplett überholt sind. Das ist eines der klassischen Probleme gedruckter Bücher, die sich mit der digitalen Welt befassen: Wenn man Glück hat, sind sie noch ein Jahr aktuell, nachdem sie bereits ein Jahr auf dem Weg von der Schreibmaschine und die Druckereien in den Handel geschafft haben. Papierbücher über Programmierung sind ganz einfach eine vollkommen sinnlose Idee, dafür entwickelt sich die Technik und Szene in diesem Bereich einfach zu schnell.
Stadt in der Krise indes ist einfach ein uninteressantes Buch. Das Thema ist sicher extrem relevant, aber ich musste mir kein Buch kaufen, um herauszufinden, dass die Städte darunter leiden, dass sie von der Regierung zu viele Aufgaben und zu wenig Finanzmittel bekommen haben. Das weiss jeder, der sich irgendwie für das Thema ernsthaft interessiert auch ohne 250 Seiten darüber zu lesen.
Noch uninteressanter sind dann die Lösungsvorschläge des Autoren, die sich zusammenfassen lassen mit „Steuern erhöhen“.
Unterdessen habe ich dank Amazons aktueller Verschenk-Aktion Heilige Scheiße runterladen können, das schon länger auf meiner Wunschliste stand. Hätte ich doch nur vorher gewusst, dass es von den Autoren des unsäglich dämlichen Generation Doof ist, einer mir zutiefst verhassten Sammlung dummer Vorurteile über, was auch sonst. die „.Jugend von heute“.
Nein, irgendwie keine gute Lesewoche. Naja.


Ein wirklich schlechtes Vorwort

Eines muss ich bei meiner aktuellen Überarbeitung von Dises Cover ist Müll! fraglos feststellen: Das Vorwort dieses Buches war eine wirklich schlechte Idee. Der Gedanke dahinter war, keine falschen Erwartungen zu schaffen und daher kurz darzustellen, was alles nicht in diesem Buch zu finden ist. Im Nachhinein betrachtet ein völlig falscher Ansatz.
Also habe ich ein komplett neues Vorwort geschrieben und gelernt: Ein Vorwort sollte grundsätzlich immer vorstellen, was ein Buch bietet statt, was es nicht bietet. Da das Vorwort bei eBooks noch wichtiger ist als bei Papierbüchern (es ist Teil der Vorschau), muss größte Sorgfalt auf dessen Formulierung gelegt werden.
Ich präsentiere hier erstmal als abschreckendes Beispiel mein altes Vorwort:

Okay, bevor ich irgendetwas anderes schreibe, sollte ich erstmal erklären, was dieses eBook ist und was nicht. Es ist wichtig für alle Beteiligten, Enttäuschungen zu vermeiden. Sie wollen nicht enttäuscht werden und ich will Sie nicht enttäuschen, denn dann kaufen Sie wahrscheinlich nie wieder ein Buch von mir. Sollten Sie das Buch jetzt schon gekauft haben, kann ich Ihnen zumindest mit einer Lektion dienen: Laden Sie sich grundsätzlich eine Leseprobe runter, bevor Sie ein eBook kaufen, das kann vor Enttäuschungen bewahren. Fast alle Anbieter haben eine Option dafür.

Zunächst einmal der Teil, mit dem ich wohl die meisten Leser verschrecken werde: Hier geht es darum, wie ein gutes Cover aussieht und wo Sie die Materialien dafür finden können. Ich biete Ihnen keine komplette Einführung in die Technik der Bildbearbeitung, dafür wäre ein komplett anderes Buch nötig. Grundkenntnisse wie das Einfügen von text in Bilder setze ich einfach mal voraus.

Wichtig ist auch, dass es hier ausschließlich um Coverdesign geht. Es geht nicht um das Design des Buchinhaltes. Es mag für ein so spezielles Thema etwas lang erscheinen, aber dafür kann ich garantieren, dass Sie nach der Lektüre alles über das Design von Buchtiteln wissen, was ich zum Zeitpunkt des Schreibens auch weiss.

Weiterhin handelt dieses eBook von eBook-Coverdesign, für Papierbücher wichtige Themen wie der Rückumschlag, der Schmutztitel und vor allem der gerne unterschätzte Buchrücken werden hier nicht angesprochen. Viele der Informationen aus diesem Buch sind problemlos auch für Papierbücher anwendbar, aber dort brauchen Sie auch viele Informationen, die hier fehlen, weil sie für eBooks einfach nicht relevant sind.. (sic!)

Und noch ein letztes ist dieses Buch nicht, aber das wird die meisten eher freuen: Lang. Ich bin jemand, der sehr gradeheraus schreibt. Ich habe zwar ein wenig die Befürchtung, dass sich das mit späteren Auflagen oder Aktualisierungen noch ändern wird, aber auch dann bleibt das Grundprinzip bestehen: Möglichst viel Info im angenehmen Plauderton bei möglichst wenig investierter Lesezeit. So mag ich meine Sachbücher.

Ohje.
Dieser Text besteht in der Essenz aus der Aussage „Dieses Buch ist nix, kaufen Sie es besser nicht“, ich entschuldige mich ja praktisch für das Buch. Wahrscheinlich wird es niemanden überraschen, dass das nicht meine Absicht war, aber es war zweifellos das Ergebnis. Das kommt davon, wenn man so wichtige Elemente wie das Vorwort unausgeschlafen irgendwann gegen Mitternacht schreibt. Es hebt praktisch keine positiven Werte des Buches hervor und dann findet sich dort auch noch der einzige nicht im Lektorat ausgemerzte Fehler, ein Satz, der mit zwei Punkten endet.

Also, alten Text komplett gelöscht und einen neuen erstellt, der positiver an das Thema herangeht, aber dennoch die Information weitergibt, dass bestimmte Fähigkeiten vom Leser bereits erwartet werden. Das liest sich auf jeden Fall deutlich besser:

Dieses Buch verfolgt einen einfachen Zweck: Sie als Leser in die wichtigsten Gestaltungselemente und Merkmale eines guten eBook-Covers einzuführen. Ich glaube, damit nicht nur Ihnen, sondern letztendlich auch mir etwas gutes zu tun – nicht allein finanziell, sondern abstrakter. Vom Autoren selbst verlegten digitalen Büchern haftet in Deutschland (noch) ein deutliches Manko an.

Dieses Manko hat verschiedenste Gründe, aber einer ist sicherlich auch die Qualität der Cover. Was schon auf den ersten Blick unprofessionell aussieht, dessen Inhalt wird oft keine Chance mehr gegeben, sich zu beweisen. Hat ein interessierter Kunde sich erst einmal durch eine lange Liste selbstverlegter eBooks mit minderwertigen Covern gekämpft, wird er diese Bücher bald in ihrer Gesamtheit verdammen. Dieses Pauschalurteil schadet Ihnen, es schadet mir und dem potenziellen Leser entgeht dadurch auch etwas – Ihr Buch.

Deswegen habe ich alles, was ich über Coverdesign weiss in einem Band zusammengestellt. Die Elemente, die auf ein Cover gehören, die Besonderheiten von eBook-Covern im Vergleich zu den Titelbildern klassischer Bücher und schließlich ein einfacher, aber wirksamer Test, mit dem Sie Ihre eigenen Cover auf Wirkung und Aussagekraft testen können. Sie erfahren, woher Sie Ihre Titelbilder bekommen, was bei der Positionierung der Schriftelemente zu beachten ist, wie ein guter Titel aussieht tund woför Untertitel gut sind.

Ein paar Dinge sollten Sie bereits vorher können: Bilder in Ihrem Bildbearbeitungsprogramm öffnen und am Computer Text in Bildern einsetzen. Wenn Sie ernsthaft professionell aussehende Buchcover gestalten wollen, sollten Sie diese Funktionen bereits kennen und einige Erfahrungen damit gesammelt haben. Zumal ich ja nicht weiss, welches Grafikprogram Sie benutzen. Da das allerdings zu den absoluten Grundlagen im Umgang mit Grafikprogrammen gehört bin ich zuversichtlich, damit jetzt nicht allzu viele Leser verscheucht zu haben.

Allen, die jetzt noch lesen wünsche ich eine ebenso angenehme wie nützliche Lektüre.

Das neue Vorwort geht mit der weitgehend überarbeiteten und deutlich erweiterten 2. Ausgabe des Buchs in den nächsten Tagen in den Verkauf. Leider hinkt die Vorschau bei Amazon oft stark hinterher, daher wird das alte Vorwort meinen Verkäufen wohl noch eine Weile schaden, aber daran kann ich leider nichts machen.


eBook-Land: Woche 5

Bücher im Verkauf: 3 | Davon Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 5,40 € | Verkäufer: 4

Okay, zunächst ein paar Formatänderungen hier: Die Kopfleiste gibt es ab jetzt immer, um die Statistiken gleich zusammengefasst zu haben. Sieht hübscher aus so und bietet einen einfachen Vergleich von Woche zu Woche, wie sich das Geschäft entwickelt.
Daneben werde ich das Blog etwas auffrischen: So, wie es sich aktuell darstellt ist es gut 5 Jahre alt, etliche Links und Einträge in der Seitenleiste sind veraltet und die Blogbuttons sind inzwischen glaube ich auch eine aussterbende Spezies (und ebenfalls veraltet). Mal schauen, was die Woche überlebt, was nicht und was neu dazukommt. Es wird nichts großes, aber ich dachte mir, ich kündige es schonmal an.

Phase 1
Armata und The Last American sind in das eBook-Format ePub konvertiert worden und werden, sobald ich meine Zugangsdaten von vor 8 Jahren wiederfinde, über Lulu.com in weitere Shops (wichtig vor allem Barnes & Noble und iBookstore) eingestellt. Unterdessen sammel ich momentan Material für einen Titel zusammen, der eine Art Hybrid aus Phase 1 und 2 wird. Grobes Thema: Wissenschaftsgeschichte.
Etwas unerwartet sind die Woche 4,50 € an Einnahmen reingekommen. Na dann, auf zur zweiten Vorkommastelle?

Phase 2
In der Nacht von Freitag auf Samstag ist mit Dieses Cover ist MÜLL! Lernen Sie warum mein erstes komplett eigenes eBook erschienen. Die Veröffentlichung ging überraschend schnell, amazon hat bis jetzt bei jeder Veröffentlichung schneller gearbeitet als bei der jeweils vorherigen. Das ist wohl auch in deren besten eigenen Interesse, denn das Weihnachtsgeschäft rückt näher und es scheint wahrscheinlich, dass sich in Deutschland der plötzliche Boom wiederholen wird, zu dem es 2009 und 2010 in den USA kommt: Tausende neue eBook-Besitzer stürmen den Shop, um ihre Geräte zu füllen und hunderte Autoren liefern im Vorfeld Bücher ab, um sich das nicht entgehen zu lassen.
Das war die dritte Veröffentlichung in drei Wochen und ich denke, die vierte Woche sollte mit Feuchten Fußes ebenfalls hinhauen. Mein Sachbuch über die ersten Amphibien wird also voraussichtlich dieses Wochenende erscheinen. Mittlerweile überlege ich allein aufgrund der Geschwindigkeit, mit der ich im Sachbuchbereich arbeiten kann, mich schwerpunktmäßig auf diesen zu konzentrieren.
Für Dieses Cover entstehen derzeit zwei zusätzliche Kapitel für die zweite Ausgabe: Konversion von Printcovern und Optische Linien. Das wird im Endeffekt voraussichtlich dem Umfang von fünf zusätzlichen Seiten entsprechen. Wahrscheinlich werde ich im Zuge der Erweiterung auch die Zahl der Bildbeispiele erhöhen. Es geht hier immerhin um ein visuelles Thema. Die englische Version wird gleich von Anfang an in der 2. Ausgabe erscheinen.
Ich selbst habe bei der Bearbeitung einiges an Erfahrungen im Umgang mit Absätzen und Zeilenumbrüchen gewonnen und bin dazu übergegangen, statt Zeilenumbrüchen Absätze mit Zeilenabstand 0cm einzusetzen. Das sieht deutlich besser aus als ein Absatz ohne voreingestellten Abstand oder ein einfacher rechts bündiger Zeilenumbruch.
Dieses Cover hat bis jetzt noch keine Umsätze hervorgebracht, aber das wird schon, denke ich. Momentan ist es ja noch eher schwierig, das Buch zu finden, wenn man es nicht gezielt über den Titel sucht. Nach der ersten Aktualisierung werde ich anfangen, auf die Zielgruppe (eBook-Selbstverleger) gezielt die Werbetrommel zu rühren.

Phase 3
So wie es aktuell aussieht, wird es zwei Kurzgeschichtensammlungen geben, eine englische und eine deutsche. Beide enthalten jeweils komplett eigene Geschichten, es sind keine Übersetzungen der jeweils anderen Ausgabe. Ich habe über Jahre in eiden Sprachen geschrieben und entsprechend Texte angesammelt. Wahrscheinlich werde ich dann später eine deutsche Übersetzung der englischen und eine englische Übersetzung der deutschen Sammlung ergänzen.
Sicher kein Grund zur Klage.

Phase 4
Es bahnt sich das selbe „Problem“ an wie in Phase 2: Zuviele Ideen, um beim alten Plan zu beiben. Ich werde wohl abwarten müssen, welche sich herauskristallisiert. Im Moment bin ich mehrere Wochen vor meinem Zeitplan, daher dürfte das kein großes Hindernis werden. Phase 4 sollte ja erst in einem Jahr fertig sein. Beim jetzigen Stand schätze ich allerdings, bis dahin statt der geplanten sechs so um die 20-30 eBooks im Verkauf zu haben. Dass sich ein kleines Sachbuch (naja, im Umfang eher Sachheft) zu einem Spezialthema innerhalb einer Woche schreiben und lektorieren lässt, hatte ich so nicht erwartet, ist aber im Nachhinein betrachtet logisch, denn sonst würde das ganze Zeitschriftenwesen nicht funktionieren.

Erfahrungen als Kunde
Mal wieder ein Buch rausgeflogen, eine umfangreiche Kafka-Sammlung eingetauscht gegen eine Gesamtausgabe.
Gefreut hat mich, dass man bei amazon.de ähnlich wie bei amazon.com jetzt direkt Online eine Vorschau der ersten 10% eines eBooks erhalten kann und sich dazu nicht erst eine Leseprobe schicken lassen muss.
Etwas erschrocken hat mich diese Woche diese Meldung. Im Gegensatz zur katholischen Kirche habe ich kein großes Problem mit Weltbild (bei Hugendubel war ich nie Kunde). Mit dem Weltbild eReader aber sehr wohl. Das Ding ist ein LCD-Gerät, nutzt also kein elektronisches Papier zur Darstellung. Das bedeutet, der Bildschirm ist schlecht und anstrengend für die Augen. Was nicht so schlimm wäre, hätte Weltbild keine 150.000 eBook-Kunden gewonnen.
Diese starke Verbreitung eines technisch um gute 10 Jahre veralteten Gerätes bestärkt Vorurteile gegen „Lesen am Bildschirm“ und schadet mE so dem eBook-Markt insgesamt. Weltbild und Hugendubel mögen so kurzfristig Profite ernten, bauen aber ein System auf, das mittelfristig aufgrund schlechter Qualität nicht funktionieren wird. Ich hoffe, dass ein Großteil dieser Kunden den brauchbaren (aber offenbar nicht wirklich guten) Tablet-PC als Einstieg erhalten haben, nicht den Billig-eReader.



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verschenkt Gesamtausgabe