Sieben am Sonntag 25.02.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Oh, ab dieser Woche werde ich ein paar Richtungen ausprobieren, in die das Format sich weiterentwickeln kann. Ihr dürft gespannt sein. Ihr dürft auch nicht-gespannt sein. Ich meine, wir sind ein freies Land hier und das ist ein freies Blog.
Und, auch wenn es möglich gewesen wäre, kein Drumpf der Woche. Die Sache mit dem Vorschlag, Lehrer zur Abwehr von Schulmassakern zu bewaffnen, ist zu bekannt und zu einfach. Trotzdem, Respekt, so bescheuert zu sein erfordert Talent. Wenn auch ein Talent, das keiner haben will — oder haben sollte.

Musik der Woche

Wie wäre es mal wieder mit einer Coverversion? Einer möglichst seltsamen natürlich. Okay, hier ist der Titelsong des Pokémon-Anime im Stil von 20 erfolgreichen Bands der 90er.

Wahrheit der Woche

horse-fastDie Natur hat doch immer noch die besten Erfindungen. Heute morgen in Facebook gesehen. Ein paar Minuten später konnte ich langsam wieder atmen.

Fütterung der Woche

Partyhäppchen für Krebszellen - Bild: Jason Drees, Arizona State University

Partyhäppchen für Krebszellen – Bild: Jason Drees, Arizona State University

Forscher aus Arizona haben eine neue Methode entwickelt, um das Krebsmedikament Thrombin direkt zu den Krebszellen zu bringen. Sie bauen eine winzige Kugel aus reiner DNA, in der sich Thrombin befindet. Die DNA ist so zusammengesetzt, dass sie auf ein Enzym auf der Oberfläche von Krebszellen reagiert und das Thrombin gezielt im Tumor freilässt.
Thrombin ist ein Gerinnungsmittel, das gezielt Adern verstopft und so den Tumor vom Blut abschneidet, durch das er mit Nahrung versorgt wird. Die Krebszellen verhungern. Als traditionelles Krebsmittel hat es schwere Nebenwirkungen, da es nicht nur Krebszellen angreift. Die neue Methode der Verabreichung in DNA-Nanorobotern kann das ändern.

Verdachtsmoment der Woche

Bild: Amazon

Bild: Amazon

Das ist eine Tastaturabdeckung für arabische Schriftzeichen. Damit kann man sehen, welche Taste welches Schriftzeichen erzeugt, wenn man am Computer die Tastatur auf eine andere Sprache umstellt. Das ist eine sehr nützliche Sache, vor allem für das Schreiben in Sprachen mit völlig anderen Schriftsystemen.
Arabisten zum Beispiel schreiben regelmäßig in einer solchen Sprache mit völlig fremdem Schriftsystem.
Nun ist arabisch bekanntlich die Sprache des terrorismus, also fand die Kreditkartenfirma eines solchen Arabisten, Pieter van Ostaeyen, seine Bestellung eines solchen Teils verdächtig genug, ihm temporär die Karte zu sperren.
Und dann fragen sich die Leute, warum die Deutschen so am Bargeld hängen…

Sportart der Woche

Plogging ist eine Sportart, die sich von Schweden aus in der Welt ausbreitet. Das Mischwort aus jogging und pluck (oder schwedisch: plocka) bezeichnet die Tätigkeit, beim Joggen gezielt den herumliegenden Müll aufzuheben und entweder mitzunehmen oder in einen Mülleimer zu werfen.
Das klingt schon mal sehr toll und selbstlos, aber auch für die Plogger selbst ist da was drin. Denn wer beim Joggen häufig anhält und Müll aufhebt, hat eine deutlich abwechslungsreichere Bewegung und einen Effekt, der an das in den letzten Jahren zunehmend empfohlene Intervalllaufen erinnert, bei dem man durch eine Kombination aus langsamem Laufen und Sprint einen stärkeren Trainingseffekt erzielt.
Dieses Jahr hat sich dank dem britischen Autor David Sedaris die englischsprachige Welt der Idee angenommen und damit beginnt sie, ein Trend zu werden.

Entdeckung der Woche

Neue Untersuchungen konnten nachweisen, dass einige Höhlenmalerien in Europa älter sind als der Homo sapiens dort und somit vom Homo neanderthalensis stammen müssen. Das ist beachtlich, da es dem Neandertaler eine hoch entwickelte Kultur nachweist, die mit der des Menschen auf Augenhöhe war.
Für mich ist das noch aus einem anderen Grund interessant: Ich vermute, dass Höhlenmalereien im Zusammenhang mit der Erfindung von Schriftsystemen und somit mit Sprache stehen. Gezielten Untersuchungen dazu steht nur leider sehr viel im Wege — nicht zuletzt die schwierige Datierung der Malereien. Ich bin sehr gespannt, was bei den neuen, genaueren Datierungsmöglichkeiten noch rauskommt.

Fotos der Woche

Das ist der Teil, wo ich eine Neuerung ausprobieren will. Den Platz des siebten Beitrags nimmt von nun an eine Sammlung von Fotos ein, die ich über die Woche gemacht habe.
Die Woche aufgeteilt in zwei Trilogien.
Die erste dokumentiert ein wenig hin und her am Samstag: Kiste in den offenen Garten bringen, leere Aktenordner aus dem nahen Büro ins Lager bringen, Tritt (ich wusste nicht, welchen der beiden) aus dem Lager ins Büro bringen. Falls mir nochmal irgendwer kommt, mit einem Fahrrad ginge sowas doch gar nicht. Natürlich geht das, man braucht nur das richtige Zubehör und für die Fahrt auf den Gipfel des Abteibergs eine brauchbare Gangschaltung. Und nicht unbedingt ein mächtig Platz fressendes Lastenrad.
Fotografiert mit meiner leider nicht sehr guten Handykamera, die vorherige war um Längen besser. Die neue kann ich noch nicht mal per Touchscreen auf ein Element im Bild fokussieren.

radransport-kiste

Das meine ich. Die Kamera im ZTE Blade L7 ist selbst eines Telefons unter 100 € unwürdig.


radtransport-ordner
Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.

Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.


Die zweite Trilogie besteht aus den dieswöchigen Aufnahmen der getanen Arbeit im entstehenden offenen Garten Dahler Oase. Diese erfolgten mit meiner wegen des für Fotos und vor allem Video komplett unbrauchbaren Handys erworbenen Kamera, die damit ihren ersten Bildtest durchlaufen hat. Bestanden!
oase-kiste-versteck Da ist die Kiste aus der ersten Trilogie ja wieder! Es war leider nötig, auf dem Gartengelände eine abschließbare Kiste unterzubringen. Diese hier sollte entsorgt werden, jetzt steht sie hinter einem Busch und unter einer blickdichten Buche im Garten. Einen Regenschutz und einen nicht verbogenen Deckel bekommt sie noch.
Eine von Januarsturm Friederike umgestürzte Kiefer auf dem Gelände durfte in Form ihrer Äste als Quelle für einen Sichtschutz in der jetzigen laubfreien Zeit dienen.

oase-schaukelstuhlÄh ja, weiss irgendjemand, wie man den reparieren kann? Dieser eigentlich sehr gemütlich aussehende Schaukelstuhl lag im Gebüsch rum. Er tat dies offenbar schon eine ganze Weile.

pflanze-nnHier noch ein Pflanzenfund auf dem Gelände. Ich habe keine Ahnung, was das ist. Zaunwinde vielleicht? Erkennt das jemand hier?


Politische KW 05/2018

Okay, hier ist etwas, was ich vor vier Jahren zu Grabe getragen habe: Die Politische KW, eine wöchentliche Rückschau auf mein politisches Wirken oder Versuche eines solchen.
In letzter Zeit stellte ich zunehmend fest, dass dieses Format doch wieder eine gute Idee wäre, denn während ich immer mal wieder komplette Konzepte und erreichte Erfolge hier im Blog vorstelle, gibt es kein Format für die Verfolgung des langen Weges dorthin.
Daher rufe ich eine modifizierte Form der Politischen KW ins Leben. Statt wie früher nach Wochentagen, ordne ich sie nun nach Projekten bzw. Zielen, damit der Kontext der einzelnen Schritte klarer wird und es umgekehrt ein Bild gibt, welche größeren Ideen dahinterstehen.
Diese Reihe wird nicht jede Woche fortgeführt, sondern hin und wieder. Denn nicht jede Woche passiert politisch etwas. Kommende Woche etwa ist Karneval und da macht man im Rheinland einfach nichts dergleichen. Zumal ich mich dann Dienstag traditionell über den bräsig-unpolitischen Straßenkarneval in MG beklagen muss.
So, nu aber:

Radweg Lürrip-City-Mülfort

dunkelblau: Hochtrasse gelb: Rampe hellblau:potenzielle Weiterführungen

dunkelblau: Hochtrasse
gelb: Rampe
hellblau:potenzielle Weiterführungen

Vor etwas über einem Jahr stellte ich Überlegungen zu einem Radschnellweg vor, der den angedachten Radschnellweg zwischen Mönchengladbach und Neuss verlängern sollte, um bis in die Innenstadt von Alt-Gladbach zu kommen. Optional enthielt dieser auch einen Ansatz, in den Süden der Stadt weiterzuführen (die rechte hellblaue Linie im Bild).
Bei dieser Weiterführung handelt es sich um eine Bahnlinie, die zum stillgelegten Geneickener Bahnhof führt und dann weiter nach Mülfort. Das letzte Stück, von Geneicken bis Mülfort, ist bereits seiner Schienen entledigt und führt als Fuß- und Radweg grade und eben einen Kilometer lang durch die Stadt. Schaffen wir es, die restliche Strecke ebenfalls zu einem solchen Weg zu machen, haben wir einen solchen Weg abseits der Straßen über eine Länge von etwa 3,5 Kilometer.
Und in der Tat scheint das Gleis keine Funktion mehr zu erfüllen. Es ist zu großen Teilen überwuchert und rottet langsam vor sich hin.
Um festzustellen, ob es tatsächlich keine Funktion mehr hat, habe ich am Dienstag im Bau- und Planungsausschuss die Anfrage gestellt, wie der aktuelle Stand der Bahntrasse hinsichtlich Besitz, Nutzung und Widmung ist. Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, kann man damit dann beginnen, auf eine Umnutzung zum Fuß- und Radwanderweg hinzuarbeiten. Der Weg wäre eine gute Verbindung nach Alt-Gladbach für die Anwohner der oberen Niers (Odenkirchen, Wickrath, Wanlo usw.), die in Mülfort vom Nierswanderweg auf diesen neuen Weg wechseln können (und natürlich umgekehrt). Das wiederum ist ein guter Schritt, das weitere überregionale Radwegenetz zu schließen – mögliche Anschlusspunkte nach Aachen oder Köln sind nicht mehr weit.
Auf der anderen Seite zeigen die Pläne für die City Ost auf dem ehemaligen Güterbahnhof Mönchengladbach inzwischen eine Fahrradbrücke über die Breitenbachstraße. Das ist wahrscheinlich so nah, wie man einem durchgehenden Radweg bis zum Hauptbahnhof nur kommen kann und ich sehe es sehr positiv. Jetzt noch eine Fahrradbrücke über die Korschenbroicher Straße und wir bekommen die ca. 600 Meter zwischen dem Ende der Mülforter Trasse und dem Hauptbahnhof MG auch noch hin. Und von da ist es nicht mehr weit, auf einer durchgehenden Fahrradtrasse einmal komplett durch die Stadt kommen zu können und perspektivisch weiter nach Aachen beziehungsweise Neuss und Düsseldorf.
Das wär doch mal was!

Sonstiges

Auch ansonsten war es politisch eine stark am Rad orientierte Woche.
Denn auch die Blaue Route, die erste Fahrradstraße in MG, stand im Bau- und Planungsausschuss auf der Tagesordnung und mir war es wichtig hier zu betonen, dass es bei dieser allein nicht bleiben kann. Jetzt, wo die Fahrradstraße da ist, muss diese als Keimzelle eines gesamtstädtischen Radwegenetzes dienen, das aus daraus erwächst.
Momentan ist die Fahrradstraße städtebaulich eher ein isolierter Fremdkörper, den es nun besser einzubinden gilt.
Ein peripher damit verbundenes Thema sind die Parkmöglichkeiten für Fahrräder in den Innenstädten. Dazu haben Lena Zingsheim, Werner Hoek und ich gemeinsam an einer Idee für Rheydt gestrickt, von der es später noch zu hören geben wird.
Ein ganz anderes Thema im Verkehrsbereich sind Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich von Kindergärten und Schulen. Hier gibt es seit kurzem neue Regeln und die Stadt setzt diese erfreulicherweise schnell um, um die Kinder besser vor dem Verkehr schützen zu können. Leider tut sie dies aber sehr buchstabengetreu und im Ergebnis entstehen zahlreiche Situationen dieser Couleur. Ich habe die Verwaltung gebeten, ihre Liste der neuen Regelungen doch mal systematisch nach Fällen durchzugehen, wo diese entstehen und ob dort nicht andere Regelungen möglich sind, die zu einer durchgehend gleich niedrigen Geschwindigkeit führen. Ob sie das auch tut oder ob wir in nächster Zeit Straßen sehen, die 2 Kilometer lang mit 30, dann 60 Meter mit 50 und dann den ganzen Rest wieder mit 30 km/h befahren werden (ja wirklich, das Beispiel ist die künftige Regelung des Zuges Konstantinstraße – An der Landwehr), bleibt abzuwarten.


Sieben am Sonntag 28.01.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Dann woll’n wir mal, ich habe diese Tage eine Menge durchzugehen. In den nächsten Tagen gibt es auch noch einen Nachbericht vom Parteitag und zu den Bussen der Hindenburgstraße fühle ich mich auch zu einem Kommentar berufen.

Musik der Woche

Dieser Tage ist mit Dolores O’Riordan die Sängerin der Band Cranberries im Alter von nur 46 Jahren verstorben.
Zur Erinnerung an sie sei hier mal nicht Zombie ausgewählt, auch wenn das natürlich der bekannteste Hit der Band ist. Aber ich nehme statt des Nordirlandkonflikts dann doch lieber etwas alltagsnäheres: Sehnsucht — Linger.

App der Woche

Logo von Too Good to GoDie App Too Good to Go ist ein weiterer Ansatz, um Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Ähnlich wie beim Foodsharing, aber in Form einer App und ohne feste Abholstandorte, gibt es hier Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden worden wären, wiel sie nicht mehr als verkaufbar gelten. Dies sind hier Restaurants, Bäckereien, Geschäfte un ähnliches.
Die App gibt es hier für Android-Geräte.

Flachköpper der Woche

Mike Hughes vor seiner Rakete

Da biste platt! Und die Erde erst! – Bild: Mike Hughes

Das ist Mike Hughes. Gut, wusstet ihr schon, steht ja direkt unter dem Bild.
Viel interessanter ist, was Hughes mit dieser Rakete vor hat. Er will ein für allemal beweisen, dass die Erde flach ist. Wenn ich das richtig verstehe, will Hughes mit einer selbstgebauten Rakete hoch genug steigen, um die flache Erde beobachten und filmen zu können.
Der erste Versuch wurde bereits abgebrochen, da Hughes keine Genehmigung für einen Raketenstart hatte und der Staat Kalifornien einschritt. Warum er für diese Beobachtung nicht einfach in ein Flugzeug steigt, ist mir nicht wirklich klar, aber wahrscheinlich glauben die geistigen Flacköpper Flacherdler, die Fensterscheiben in Flugzeugen seien manipuliert. Filmen soll das bloß keiner, fremde Drohnen werden abgeschossen. Mit anderen Worten, er behält sich die Möglichkeit vor, uns sonstwas zu erzählen, sollte das Experiment erneut scheitern, diesmal an der Tatsache, dass die Erde rund ist.
Aber hey, er hat für 200.000 US$ eine (laut Erbauer) funktionierende Rakete gebaut. Das ist immehrin eine beeindruckende Leistung.

Fahrradzubehör der Woche

Wie haben wir ohne überlebt? - Bild: Pinterest

Wie haben wir ohne überlebt? – Bild: Pinterest

Das ist Lumigrids, ein Zubehör, mit dem sich im Dunkeln Schlaglöcher erkennen lassen.
Eine Lampe auf dem Lenker strahlt ein Gitter auf den Boden. Dieses wird durch Unebenheiten verzerrt und so verraten sich den Radfahrenden eben jene Schlaglöcher, die ja gerne in größeren Anhäufungen auftauchen und sich nachts irgendwie rudelweise mit reicher Beute auf die Jagd nach Radlerhintern und Pkw-Stoßdämpfern machen.

Tardis der Woche

Erinnert sich noch wer an Friederike letzte Woche? Den Sturm, der in NRW ordentlich Bäume geschüttelt und Häuserdächer abgedeckt hat? Nun, die Dame hat in Düsseldorf auch die Tardis aufgespürt. Naja, eine Tardis. Ich muss sagen, von der düsseldorfer Version dieses Kultfahrzeuges hatte ich mir irgendwie etwas edleres erwartet.
Link zum Video (geht nach Facebook)

Saubermann der Woche

AJ-fender31Ich bin nicht sicher, ob diese Idee für einen Schmutzfänger am Fahrrad wirklich funktioniert oder ob er den Dreck nicht eher so richtig fies verteilt, aber clever ist der Einfall allemal.

Musik der Wo… Moment mal!


Sieben am Sonntag 29.10.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Das Floppotron ist eine recht komplexe Maschine aus Teilen alter Computer, deren Geräusche es nutzt, um Melodien mal mehr, mal weniger akkurat nachzubauen. Eine der gelungeneren Varianten ist die obige Umsetzung von Eurythmics‘ Sweet Dreams (are Made of This).

Fahrrad der Woche

Holzfahrrad

Holz vor der Hütte

Das ist das Splinter Bike SB-3, ein vollständig aus Holz gebautes Fahrrad. Und ich meine wirklich vollständig. Da ist kein einziges Metall- oder Kunststoffteil dran.
Das Rad ist das Ergebnis einer Wette des Briten Michael Thompson hat ein paar ungewöhnliche Elemente für ein Fahrrad. Das auffälligste davon ist sicherlich das große Zahnrad, welches die sonst übliche Kette ersetzt. Denn eine Kette ist aus Metall, ein Zahnriemen aus Kunststoff, aber ein Zahnrad lässt sich gut und zuverlässig aus Holz fertigen.

Buch der Woche

Das da rechts ist das Accidental Dictionary von Paul Anthony Jones. Das ist weniger ein versehentliches Wörterbuch, als ein Wörterbuch der Versehen. Es sammelt zahlreiche Beispiele von Wörtern, die im Laufe der Jahrhunderte unerwartete Entwicklungen durchgemacht haben. Während andere ständig versuchen, Sprachen zu einer Art Freilichtmuseum für Kommunikation umzugestalten und sich gegen jeden Wandel stemmen, zeigt Jones auf, wie allgegenwärtig und manchmal auch seltsam dieser Wandel sein kann, aber auch, wie nützlich. Wo wären wir, hätte nicht eine historische Entwicklung dazu geführt, dass beispielsweise pink heute einen knalligen Neonrotton bezeichnet und nicht, wie früher, eine Variante von Gelb?
Auf jeden Fall wäre die Welt weniger pink. Oder noch pinker. Wer weiss?

Scheissverhalten der Woche

Am Mittwoch habe ich mit ein paar Freunden an der Landwehr in Dahl Müll gesammelt. 28 Müllsäcke kamen da zusammen,
nebst einer Satelitenschüssel, zwei Wäschekörben, einer Katzentransportbox und noch ein paar eher sperrigen Dingen. Aber es war eine relativ häufige Entdeckung, die mich schließlich zu diesem Tweet brachte:

Leute, im Ernst: Der Sinn der Hundekottüten ist nicht der, dass ihr zusätzlich zur Scheisse noch etwas Plastik ins Gebüsch schmeisst

Im Ernst, was soll der Mist? Immer und immer wieder fanden wir Hundekottüten, die nach erfolgreicher Füllung ins Gebüsch geworfen worden waren. Nun ist so ein Plastikbeutel im Wald um einiges schlimmer als ein bisschen Kot. Der Kot verrottet recht schnell und düngt dann die Pflanzen. Das Plastik bleibt ein paar Jahrzehnte im Boden und seine einzige Funktion dürfte es sein, irgendwann der Nachfolgerspezies des Homo sapiens zu verraten, dass in unserer Gegenwart eine Spezies lebte, die fähig war, Kunststoff herzustellen. Und mal ganz im Ernst: Das wissen die schon, bevor ihre Ausgrabungen sie schließlich zu genau Ihrem Hundekotbeutel führen, der ist also zur Bildung künftiger Spezies nicht erforderlich.
Schmeissen Sie den beutel in den Mülleimer. Und wenn der Köttel eh ins Gebüsch geschissen wurde: Da kann er, anders als auf der Straße, ruhig liegen bleiben. Da scheissen noch ganz andere Viecher hin, das kennt die Natur.

Schluss der Woche

Ich bin noch nicht ganz sicher, für wen es etwas peinlich ist wenn Physiker zu dem Schluss kommen, dass das Universum eigentlich nicht existieren sollte, aber ich gehe mal von den Physiker aus.
Konkret hat man (erneut) festgestellt, dass Materie und Antimaterie perfekte Spiegelbilder voneinander sind. Das Problem dabei ist, dass bei jeder Entstehung von Materie automatisch auch Antimaterie entstehen muss. Und da Materie und Antimaterie wiederum sich gegenseitig auslöschen, dürfte eigentlich von beiden nach kurzer Zeit wieder nichts mehr übrig sein. Warum also besteht unser Universum nahezu ausschließlich aus Materie?
Das ist ein großes Rätsel der Physik und wenn endlich jemand den Unterschied finden würde, der dazu führt, dass das Universum sich nicht sofort nach dem Urknall selbst ausgelöscht hat, wäre das den Nobelpreis gleich mehrmals würdig.
Ich hätte zwei mögliche Erklärungen: 1. Das Universum existiert nur vorübergehend, weil Materie und Antimaterie grade in verschiedenen Ecken des Universums rumhängen. 2. Antimaterie ist in allen Eigenschaften spiegelbildlich zu Materie, einschließlich der Zeitachse, sie bewegt sich also rückwärts durch die Zeit. Das würde übrigens auch bedeuten, dass der Urknall gleich zwei Universen hervorgebracht hat, die sich in entgegengesetzte Richtungen der Zeit vom Urknall aus ausbreiten. Ich kann das nur nicht in physikalisch ausdrücken, weil die Mathe, die dort benutzt einfach nur abgefahren ist.
Das alles setzt natürlich voraus, dass beim Urknall die Materie entstanden ist, was nicht alle kosmologischen Modelle sagen. Sollte das Universum etwa deutlich älter sein als der Urknall und dieser lediglich die Bedingungen in einem Teilstück eines deutlich größeren Universums verändert haben, bestünde das Problem eventuell gar nicht. Das lässt sich allerdings nicht nachprüfen, weil unsere Physik Gebiete ausserhalb des sichtbaren Universums nicht erfassen kann.

Zucht der Woche

Reis

Reis

Wie die botanisch versierten Leser dieses Blogs sowie jene, die eine Bildunterschrift entziffern könne, wahrscheinlich bereits erkannt haben, ist das da oben Reis. Kein extrem besonderer Reis, sondern einfacher Reis aus dem Kochbeutel. Weil dieser Artikel sonst einfach viel zu wenige Bilder für einen Sieben-am-Sonntag-Beitrag hat.
Warum ist hier nun gewöhnlicher Reis? Er steht stellvertretend für seine Artgenossen, denn in China wurde eine neue salzresistente Reissorte gezüchtet. Die neue Sorte hat deutlich größere Erträge als bisherige Salzwasser-Reissorten und ist mit 6-9 Tonnen pro Hektar kommerziell deutlich besser.
Mit diesem Reis lassen sich Küstenregionen besser für die Landwirtschaft nutzen und auch schwimmende Anbaupontons rücken in den Bereich des Möglichen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich diese Sorte für die wärmeren Meere Europas nahe des Golfstroms eignet, was den sehr geringen heimischen Anbau dieses Grundnahrungsmittels erheblich erleichtern würde.

Verschnabulierung der Woche

Da mag so manchem das Monokel aus dem Orbitalfenster fallen, aber dieses Automatenrestaurant in Japan ist hochinteressant. Die beiden Tester sind durchgehend von der Qualität überrascht. Aber wenn man es sich rational betrachtet, gibt es keinen Grund, aus dem Automatennahrung schlechter sein sollte als jede andere.
Das einzige echte Problem ist die Haltbarkeit, aber die Automaten in diesem Lokal werden anscheinend regelmäßig befüllt uns so gibt es keinen Grund, die Artikel mit Mittel vollzustopfen, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Natürlich sind Lebensmittelautomaten keine große Novität, aber die Kuriosität eines ganzen Restaurants mit solchen Automaten auszustatten, hat was. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren McDonald’s oder ein Konkurrent so etwas ausprobiert. Um genau zu sein, sind die Gebäckketten wie Backshop ja nichts groß anderes.
Und dann wird es einen Aufstand des guten Geschmacks geben. Als wäre McDonald’s-Fraß besser, wenn er von unterbezahlten Studenten gereicht wird.


Sieben am Sonntag 22.10.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Ich lache definitiv zu viel über das Star Wars Thema, komponiert aus einem Maunzen eines Porg aus dem Supermarkt. Andererseits gibt es keinen wirklichen Grund, damit aufzuhören.

Boot der Woche

Boot mit Hängematte statt Sitzbereich

10 von 10 Mücken lieben es

Ich konnte dieses Bild online zwar an den verschiedensten Stellen finden, die Quelle ist jedoch keines davon. Wie dem auch sei, haben wir hier ein nahezu perfektes Wasserfahrzeug. Es gibt noch ein paar Boote dieser Bauart: Zwei Pontons, zwischen denen eine Hängematte gespannt ist.
Was dieses Exemplar besonders macht, ist natürlich das Dach. Eher nutzlos gegen das Nasswerden, da es der Stabilität nicht förderlich sein dürfte, aber gegen einen Sonnenstich hilft es allemal. Das ist wahrscheinlich auch eher der Sinn der Sache.
Zweifel kommen mir nur bei der Entscheidung, dieses Boot als Paddelboot auszulegen. Der Paddler dürfte bald ziemlich durch die Gegend fliegen, wenn nur eine lockere Hängematte und sein Körpergewicht gegen das Wasser arbeiten. Aber die Idee hat trotzdem was.

Zelt der Woche

Zelt, das wie ein Auto aussieht

Wenn die Dinger eh nur rumstehen, warum nicht? – Bild: Geekologie

Bleiben wir bei abenteuerlicher Erholung. Dieses Zelt bietet die einmalige Gelegenheit, ungestört auf dem harten Grund einer Straße zu übernachten. Einen Boden hat es nicht, aber hey, Straßen sind schließlich Luxus.
Na okay, ich lasse es mal als Protestform gelten.

Kriminalitätswelle der Woche

letzte Woche hatte ich an dieser Stelle den Fall eines Elektronikkettenmaskottchens (das ist doch mal ein deutsches Wort!), dem die Polizei auf den Pelz rückte, um das in Österreich geltende Vermummungsvebrot durchzusetzen. Nun, das scheint sich zu einer beliebten Methode zu entwickeln, die Polizei bei der Arbeit zu halten. Zwar weiss sie inzwischen, dass Maskottchen im Job Masken tragen dürfen, aber ausrücken müssen sie dennoch erstmal.
Und so haben wir diese Woche als besondere Highlights einen als Vermummten vermummten Vermummten und ein Maskottchen des Parlaments. Ja, ein Maskottchen des Parlaments wurde wegen des Vermummungsverbots von der Polizei besucht. Da ist die Meldung, dass der österreichische Bundestag ein Maskottchen hat, noch gar nicht berücksichtigt.

Meldung der Woche

Der Bundestag von Österreich hat ein Maskottchen in Form eines anthropomorphen Kaninchens.

Ortschaft der Woche

TodmordenBevor ich herausfand, dass die Ortschaft in diesem Artikel sich in England befindet, was der Artikel selbst wohlweislich verschweigt, war ich von seinem Namen sehr amüsiert. Inzwischen bin ich schlichtweg baff.
Das ist das schöne Städtchen Todmorden im nördlichen Yorkshire. Ich bin dafür, dass in Zukunft jeder aus Deutschland stammende England-Krimi dort spielt, zur absoluten Verwirrung jedes Briten. Natürlich unter der Bedingung, dass der lokalen Bibliothek ein übersetzter Band jedes Werkes zur Verfügung gestellt wird. Das wäre so großartig!

Fahrrad der Woche

So, ich hoffe, der Porg ist inzwischen fertig, denn dieses Fahrrad kann man wohl nur im Video adäquat präsentieren. Das Wike Salamander ist nicht einfach ein Rad mit Kindertransport vorne, wovon es ja schon einige auf der Basis verschiedener Lastenräder gibt. Nein, in diesem Fall lässt sich gleich das komplette Fahrrad in einigen Handgriffen zu einem Kinderwagen umbauen.
Mit 4.000 US$ nicht die günstigste Anschaffung, aber das Teil muss halt auch aus Kanada rüberkommen.


Sieben am Sonntag 08.10.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Nach einer kleinen Pause bedingt durch einen absolut wahnsinnigen Oktober auf absolut nirgends geäusserten Wunsch wieder da.

Musik der Woche

Diese Woche ging die Nachricht vom Tode Tom Pettys um. Auch wenn er als Künstler der 70er und 80er gilt, gehört Into the Great Wide Open fraglos zum Soundtrack meiner Jugendjahre.
Es war allerdings noch ein enges Rennne zwischen diesem Song und Learning to Fly.

Zusagen der Woche

Logo von Eye to the TelescopeEin Detail über den Monat, in dem ich eine Bibliothek war habe ich hier im Blog &emdash; anders als in den sozialen Medien &emdash; noch ausgelassen. Ich habe in Zeiten, in denen nichts los war den Raum gefunden, Beiträge für zwei Ausschreibungen einzureichen. Und tatsächlich wurden sie beide von den jeweiligen Magazinen angenommen.
Da ist zunächst ein Gedicht für Eye to the Telescope. Gesucht wurden dort Gedichte aus dem Bereich der „Speculative Poetry“ (Science-Fiction, Horror und Fantasy in Gedichtform) mit dem Thema ungewöhnlicher Genderkonzepte in Fantasie und/oder Zukunft. Das Ergebnis erscheint am 15. Oktober, ist ein Sonett und trägt den Titel Fling of Petals. Ja, im Ernst, ein Sonett. Im jambischen Tetrameter. Auf Englisch. Mit Bezug auf ein obskures Shakespeare-Gedicht. Das kein Sonett war. Es geht um Bienchenmenschen und Blümchenmenschen.
Darauf folgte eine Kurzgeschichte um ein Laborexperiment mit etwas ungewöhnlichen Experimentsleitern. Darüber will ich nicht zuviel verraten, aber es ist eine böse kleine Geschichte mit einem Twist am Ende, der zum zweiten Lesen führt. Ein wenig Horror, der im Laufe der nächsten Monate im Mad Scientist Journal erscheinen wird.
Nachdem das nun zwei erfolgreiche Einsendungen in Bereichen waren, die nicht direkt mein Kerngebiet sind (dies war mein erstes jemals eingereichtes Gedicht und Horror schreibe ich auch eher selten), passt die dritte Einsendung, von der ich im Laufe der nächstes Wochen hören soll, da natürlich perfekt rein. Verlangt war ein Gedicht über Jesus, Verzeihung, PersonalSaviorLordJesusChrist (sic!) aus ungewöhnlicher Sichtweise. Ich denke, ein Gedicht von einem Atheisten über den Nagel in Jesu linkem Handgelenk und seine Sicht der Dinge in freiem Vers war ungewöhnlich genug. Nein, das ist kein Scherz. Freier Vers über einen der Nägel, mit denen Jesus gekreuzigt wurde.Banner der Herbstausgabe des Mad Scientist Journal

Gartenschild der Woche

Geduldig wartend überdauert das Unkraut des Menschen nichtiges Tun

„Geduldig wartend überdauert das Unkraut des Menschen nichtiges Tun“ – Bild: Wikimedia Commons/Emma7stern

Das ist so wahr.
ich halte allgemein sehr wenig vom Unkraut jäten. Das einzige, was man damit erreicht, ist ein Fleckchen nutzlos kahle Erde. Ja, manchmal hilft es, wenn man eine neue Pflanze ansetzt und diese sich erstmal durchsetzen muss, aber das systematische und regelmäßige Jäten von Beeten bedeutet für mich nur eines: Der Garten wurde schlecht geplant &emdash; oder aber da ist jemand mit sehr seltsamen Vorstellungen von Ästhetik am Werk.
Ich halte das so: Will man bestimmte Pflanzen als Unkraut aus dem Garten haben, so bekämpft man einfach das sprichwörtliche Feuer mit Feuer. Bedeutet konkret, man setzt gezielt stark wuchernde, aber erwünschte Pflanzen an seiner Stelle. Deshalb besteht die frühe Bepflanzung in der Dahler Oase zu großen Teilen aus Pflanzen wie Minze, Erdbeere, Lavendel, Fetthenne, Beinwell oder Zitronenmelisse. Attraktive oder nützliche Pflanzen, die in der Lage sind, konkurrierendes „Unkraut“ aktiv zu verdrängen und sich an seiner Statt auszubreiten.
Wer mit der Natur zu kooperieren versteht, gärtnert eben entspannter. Und meist auch erfolgreicher.

Tintenfisch der Woche

Das ist der perfekte Drachen für langweilige Tage in den Rheinwiesen oder wenn alle anderen nach dem Grillen bei Kaiserswerth vollgefressen ausruhen. Großartig!

Fahrradzubehör der Woche

Europalette als Anhänger an einem Fahrrad

Zum fahren wird allerdings die Kraft von Grayskull benötigt – Bild: Fleximodal

Das ist der Bicyclift von Fleximodal in Aktion. Diese französische Entwicklung ist ein genial einfaches Prinzip, um eine Palette in Sekunden in einen Fahrradanhänger zu verwandeln: Unter die Palette wird ein Teil geschoben, welches dann in ein Gerüst einhakt, welches über eine Kupplung ans Fahrrad gehängt wird.
Heraus kommt ein einfacher, unbeladen sehr leichter und kleiner Fahrradanhänger für die schnelle Auslieferung von Gütern ohne Lkw. Oder auch für den privaten Transport größerer Objekte. Nie wieder müssen wir hören, man könne mit dem Fahrrad nicht zum Baumarkt fahren. ich fahre übrigens regelmäßig mit dem Fahrrad zum Baumarkt. Ich erwarte jeden Tag ein Sixpack, aber es will einfach nicht kommen. Ich verstehe das auch nicht.

Solaranlage der Woche

Haus mit roten Dachschindeln

Wie Sie sehen, sehen Sie nix – Bild: csem.ch

Was bei diesem Haus aussieht wie normale rote Dachschindeln sind tatsächlich Solarpanele. Mit diesen roten Panelen konnte die schweizer Firma CSEM erfolgreich ein Haus im Kanton Freiburg unter Einhaltung der Denkmalschutzregeln mit einer großflächigen Solaranlage ausstatten.

Dummheit der Woche

Gut, die Nachricht ist schon etwas älter, aber zu bekloppt, um sie zu unterschlagen: Offenbar bastelt man in der Formel 1 zur Zeit an Einrichtungen, damit die Autos mehr Lärm machen. Ihr wisst schon, so wie die Bekloppten, die sich absichtlich defekte Auspuffanlagen an den tiefergelegten Japanschrott hängen, um mit ihren Psychosen anzugeben.
Okay, das war jetzt gemein. So schlimm sind japanische Autos gar nicht.


Sieben am Sonntag 17.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche


Meine Facebookfreunde wissen, warum, alle anderen: Dancing Queen!
Dank Vera Anders.

Fahrrad der Woche

Fahrrad mit auf dem Kopf stehender Fahrerin und Pedalen oben

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Ich habe keine Ahnung, wo dieses Bild herkommt. Die BIldsuche findet es nicht und bei Pinterest liegt kein Link dahinter. Aber es kann kein Zweifel bestehen, dass dieses Fahrrad in diese Liste gehört. So lange ich es nicht fahren muss.
Soviel zu meiner Behauptung: „Wenn es Pedale hat, kann ich es fahren!“

Abschied der Woche


Henryk M. Broder verzieht sich also hinter eine Bezahlschranke. Ich werde ihm keine Träne nachweinen.
Die Sache mit Broder ist, dass mir immer noch nicht klar ist, ob ernun ein Arschloch, ein Trottel oder ein begnadeter Satiriker ist. Doch mit zunehmend verstreichender Zeit und wachsendem Erfahrungsschatz frage ich mich ohnehin, ob letzteres ein Kompliment wäre. Denn während Satire bei gebildetem Publikum ein mächtiges Instrument ist, schreibt Broder in der Welt, die ausser im Kontrast zu den anderen Springer-Blättchen nicht eben als Akademikerzeitung gelten kann.
Und diese Leute nehmen ihn ganz einfach ernst. Und das ist gefährlich. Deshalb ist es goldrichtig, Broders Publikum deutlich zu verengen. Wer für Texte zu zahlen bereit ist hat immerhin eine höhere Wahrscheinlichkeit genügend Textverständnis zu haben, um Broders Überspitzungen als eben solche identifizieren zu können.

Karikatur der Woche

lahlali-cause-effectDas ist eine karikatur mit dem Titel Cause & Effect (Ursache und Wirkung) des Karikaturisten Naoufal Lahlali aus dem Dezember 2016. Klarer kann man das wohl kaum noch ausdrücken. Original hier.

Sicherheitsmaßnahme der Woche

Dackelsperre

Dackelsperre


Noch so ein Bild, dessen Quelle ich partout nicht finden kann, aber das ist einfach eine extrem praktische Erfindung. Oder etwa nicht?

Urteil der Woche

Das EuGH hat momentan mit einer recht spektakulären Frage zu tun: Ist eine Scheidung nach Sharia-Recht in Deutschland (und da es das EuGH ist, in Europa) rechtsgültig? Nach Darstellung der ARD ist sie das nicht.
Das allerdings wäre spektakulär. Denn wenn eine Scheidung in einem anderen Land nach islamischem Recht in Deutschland nichtig ist, müsste das selbe dann nicht auch für eine Hochzeit gelten? Immerhin sind kirchliche Hochzeiten in Deutschland nicht rechtsgültig und dennoch werden sie akzeptiert, wenn sie in einem Land vollzogen wurden, in dem dies anders ist (beispielsweise die berühmten Blitzhochzeiten in Las Vegas).

Endlich verteidige auch ich mal Donald Drumpf

Endlich verteidige auch ich mal Donald Drumpf

Das ist keine einfache Entscheidung über die Gültigkeit der Scharia, das ist ein richtig großes zivilrechtliches und gar verfassungstheoretisches Fass, was da aufgemacht wird.

Spiel der Woche

Das da links ist Defend Your Trump, ein kleines Onlinespiel, in dem es darum geht, Trumps Geld vor diversen Einbrechenr und stehlenden Roboterklauen zu schützen. Unten steht ein stark idealisierter Donald Trump (vor seiner Präsidentschaft) samt einer Billion Dollar in praktischen Säcken, von oben kommen die Bösewichte und versuchen, ihm sein Vermögen Sack für Sack wegzunehmen. Der Spieler kontrolliert eine Dampframme, mit der die Schurken im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht werden können.
Als kleines Manko scheint der letzte Endgegner nicht besiegbar zu sein. Auf jeden Fall eine interessante Idee für ein Spiel, das trotz Promibezug mehr ist, als nur ein einfacher Klon bekannter Konzepte.
Defend Your Trump ist auf diversen Online-Spieleseiten spielbar, zum Beispiel bei Newgrounds. Es ist allerdings noch ein Flash-Spiel, was bei manchen modernen Browsern erst noch aktiviert werden muss.


Sieben am Sonntag 10.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Arpeggio of Blue Steel war eine sehr gute computeranimierte Animeserie über den Widerstand eines U-Bootes gegen eine mysteriöse Flotte, die die Weltmeere kurzerhand zur Sperrzone für alle menschlichen Schiffe erklärt hat, was für Länder wie Japan zu einer wirtschaftlichen Katastrophe wurde.
Eine Besonderheit der Serie war ihr Titelsong, der nicht allein steht, sondern zu dem ein komplettes Lied gehört. Das sprachliche Durcheinander ist dabei für japanische Liedtexte nicht untypisch, hier ist es mal Japanisch und Englisch, die Kombination mit Deutsch ist aber ebenfalls beliebt. Letzteres sieht man auch in der Serie, die hier und da Nietzsche-Zitate in der deutschen Originalfassung einsprengt.
Hier nun das komplette Lied mitsamt dem dazugehörigen Video, welches eine ganz andere Thematik angeht als der Anime, für den es produziert wurde.

Lesung der Woche

Komisch, der Text enthielt doch gar nicht das Wort "Hatschi" - BIld: Thomas Maria Claßen

Komisch, der Text enthielt doch gar nicht das Wort „Hatschi“ – Bild: Thomas Maria Claßen

Im Rahmen der Buchaktiv-Aktion in der Schauzeit gab es heute auch einen Nachmittag mit Lesungen. Neben Inge Jansen, Kirstin Grabowski, Karl-Heinz Thifessen, Thomas Maria Claßen und Arnold Küsters durfte auch ich hier aus meinem Kurzgeschichtenfundus vortragen und wählte dazu drei meiner Kurzgeschichten – zwei sehr kurze und eine etwas längere (Späte Rache, Invasiv und Schicht).
Das war eine sehr schöne Veranstaltung mit gutem Publikum und einer angenehmen Vielfalt an Lesenden. Für Buchaktiv das Highlight der Veranstaltung. Mal schauen, wann wir sowas wiederholen.
Das Buch dazu erscheint dann im Oktober, die Kurzgeschichtensammlung Stückwerk. Stückwerk ist nicht ganz eine direkte Übersetzung von How to Sing Butterflies als vielmehr dessen deutsches Gegenstück, in dem viele Geschichten übersetzt eingeflossen sind, aber auch neue Geschichten dazukommen.

Beleuchtung der Woche

Kerze in Form einer Hand, von der nach dem Abbrennen das Skelett übrig bleibt

Sehr handlich. Und nein, dafür werde ich mich nicht entschuldigen, egal, wie flach der war – Bild: Fancy/

De Vergänglichkeit von Kerzen hat nun ein Ende, denn von dieser Kerze bleibt ein Skelett zurück. Und zwischendurch blutet sie hübsch.
Is doch mal eine nette Idee, was man mit ein wenig rotem Wachs und einem nicht brennbaren Kern so machen kann. Perfekt für die anstehende Halloween-Vorsaison.
Aktuell 35 $ bei Fancy.

Rausschmiss der Woche

Heckler & Koch hat recht plötzlich seinen Vorstandsvorsitzenden gefeuert. Das allein würde es noch nicht in diese Liste bringen, was interessiert mich der Rausschmiss irgendeines Managers bei einem Rüstungskonzern.
Nein, wirklich interessant wird das erst im Kontext, der so richtig tief blicken lässt: Besagter Manager war es, der kurz zuvor öffentlich verkündete, die Firma wolle künftig keine Waffen mehr in Krisengebiete liefern.
Was andere als eine absolute Mindestanforderung an die ethische Verantwortung von Rüstungskonzernen sehen, galt intern wohl als geschäftsschädigendes Verhalten. Denn bei Heckler & Koch sieht man lieber Kinder sterben als Umsätze sinken. Schön, dass die das so deutlich klargestellt haben. Wie im Frmenmotto angedeutet: „Keine Kompromisse!“ Eigentlich schade, dass ich von denen als Nichtkunde nichts boykottieren kann.

Tierchen der Woche

Raupe des Buchen-Streckfußes

Haarige Rettung: Raupe des Buchen-Streckfußes

Schwalbenschwanzraupe

Schwalbenschwanzraupe in Farbe und bunt

Tagpfauenauge

Und mal ein Erwachsener hier: Tagpfauenauge

Irgendwie hatte ich eine kleine Insektenwoche, sepziell eine Schmetterlingswoche. Am Montag begegneten mir unterwegs gleich zwei Raupen in Not. Zunächst eine aus dem Baum gefallene Raupe des Buch-Streckfußes. Ich stellte später fest, dass ich richtig vermutet hatte, als ich sie in die nahe Buche setzte. So, wie sie sich sofort nach den Blättern streckte, als sie in die Nähe der Buche kam, schien mir das aber auch recht eindeutig.
Es folgte ein paar hundert Meter weiter eine sehr bunte Raupe, die auf dem Bürgersteig neben einer Blumenwiese lag. Diese tat ich einfach in die Wiese zurück. Sie stellte sich als schwer angeschlagene Raupe eines Schwalbenschwanzes heraus. So, wie sie aussah, hatte sie irgendetwas gestört, als sie grade dabei war, ihren Kokon zu bauen.
Und heute dann folgte ein wahrer Schwarm an Schmetterlingen. In den Brennnesseln der Dahler Oase waren die dort massenhaft auftretenden Raupen des Tagpfauenauges zu Faltern herangereift und saßen nun überall auf den Wegen herum, um sich zu sonnen.

Foto der Woche

Fotografie von Fotografen, die eine Katze fotografieren

Mau? – Bild: Pictures in History/Facebook via John Osinski

Wer eine historischer Persönlichkeit ist und wer nicht, nimmt manchmal kuriose Züge an. So war etwa Bill Clintons Katze Socks in den 90ern durchaus ein kleiner Medienstar. Was natürlich Aufmerksamkeit bedeutet und die mögen Katzen allgemein nur, wenn sie selbst entscheiden, wann ihnen diese zuteil wird. Entsprechend genervt stelle ich mir ihren Gemütszustand auf diesem Bild vor.

Fahrrad der Woche

Das darkste Einhorn seit langem - Bild: Deviantart/Easterforest92

Das darkste Einhorn seit langem – Bild: Deviantart/Easterforest92

Ich bin nicht sicher, ob Easterforest92 bei Deviantart Deutscher ist, aber das hier ist sein FP (Fahrradpanzer) 9. Die „Kühlerfigur“ ist ja schon so sehr hübsch, aber das kleine Detail mit den am Lenker angebrachten Zügeln ist noch mal eine schöne kleine Detailverliebtheit.


Sieben am Sonntag 03.09.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Eine französisch-japanische Zeichentrickserie an die ich mich aus meiner Kindheit noch gut erinnere und die aktuell einen Status als Kultklassiker erlangt, ist Ulysses 31. Die Serie verlegt Homers Odyssee in die ferne Zukunft des 32. Jahrhunderts, in der die alten Götter der Griechen über die Milchstraße herrschen.
Die Serie war sehr gut, abgeschlossen und hatte nicht zuletzt auch einen sehr guten Titelsong, dessen Langfassung heute hier Musik der Woche ist.

Samstag der Woche

Ladenlokal mit in Hussen gehüllten Stühlen, auf denen Bücher ausliegenAm gestrigen Samstag war es endlich so weit, die Bibliothek der Gladbacher ist unter dem Namen Buchaktiv – Die Bibliothek der Mönchengladbacher eröffnet. Es handelt sich um eine kleine Präsenzbibliothek, die 19 Autorinnen und Autoren aus dem Stadtgebiet oder mit biografischem Bezug zur Stadt Mönchengladbach präsentiert und von ihnen betrieben wird. Das ganze ist im Rahmen der Schauzeit in Rheydt auf den September beschränkt. Bei der Schauzeit werden Kreativen für einen Monat gegen einen kleinen Unkostenbeitrag vom Quartiersmanagement Rheydt leerstehende Ladenlokale überlassen, um dort ein Projekt umzusetzen.
Nun kann man sich in den Öffnungszeiten (Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr, sowie 10.09. 13-18 Uhr) hinsetzen, in den ausliegenden Büchern schmökern und ein wenig die anwesenden Schriftsteller kennen lernen. Das Ladenlokal ist in der Ring-Passage, Friedrich-Ebert-Straße 53-55, zu finden. Wer aus Richtung Hauptstraße kommt, läuft quasi direkt darauf zu (in der Passage rechts halten).
Das war am Samstag morgen noch ein bisschen Hektik und Stress beim Aufbauen, aber die Reaktionen waren bisher durchgehend super und im Grunde war das Ganze jetzt schon ein riesiger Erfolg. Die Leute sehen einen ziemlich guten Ausschnitt der lokalen Literatur und lernen seine Bandbreite kennen und Schriftsteller aus der Stadt treffen sich zu einem gemeinsamen Projekt.
Ein voller Bericht von der Geschichte dahinter und der Eröffnung folgt noch. Bis dahin kann ich ja schonmal auf die Facebook-Seite des Projekts verweisen. Und natürlich auf das Projekt selbst in der Hoffnung, dort gemeinsam mit den anderen Beteiligten noch viele Interessierte begrüßen zu dürfen.
Konkret dabei sind neben mir selbst (alphabetisch nach Nachnamen): Vera Anders, Thomas Maria Claßen, Nadine & Ansgar Fabri, Sabine Fischer, Susanne Goga, Kirstin Grabowski, Nicola Grosch, Inge Jansen, Arnold Küsters, Vera Nentwich, Jutta Profijt, Andrea Rings, Günter Seuren, Carsten Steenbergen, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven und Moritz Wigand.
Damit ist so ziemlich alles dabei, soweit ich das sehen kann, fehlen nur Erotika und Comic. Altersgruppen, Genres, Formate, Selbst- oder Verlagsverleger (wir brauchen echt ein Wort dafür), Zielgruppen, für alle ist was dabei.

Sonntag der Woche

Besucher pflücken im Garten Äpfel
In der Dahler Oase war heute Herbstauftakt nach dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September. Am Tag zuvor war dieser bereits in der verschwisterten BergGartenOase, wo ich jedoch wegen der Bibliothekseröffnung nicht dabei sein konnte.
Es war erstmals eine wirklich gut besuchte Veranstaltung in dem noch in der Entstehung befindlichen Gemeinschaftsgarten. Besucher wurden mit Keksen und Kaffee, aber auch einer reichen Ernte aus den Apfel- und Birnbäumen belohnt, die dieses Jahr früh und stark gereift sind. Manche fotografierten oder lernten den Garten kennen, sprachen darüber, was da in Zukunft noch kommen wird und wie schön das ist, dass dort etwas passiert und die Kinder spielten im zum Garten gehörenden Waldstück. Ein sehr schöner Nachmittag, der das Potenzial dieses Projektes andeutete. Ich denke, da wird bald eine Menge passieren.
Was ich noch vor dem Besuch machen wollte, aber dann erst während der Veranstaltung machen konnte, weil der Besuch früher und zahlreicher erschien, als ich erwartet hatte, war der Zusammenbau einer Bank. Die Paletten lagen schon eine Weile auf dem Gelände rum, geschützt unter einigen Buchen. Heute hatte ich Schrauben, Winkel, Nägel und Werkzeug mitgebracht, um ein wenig zu zimmern.
Herausgekommen ist dabei die erste von voraussichtlich zwei Bänken (genug Holz für eine zweite ist noch da). Die angedeutete Lehne ist etwas zu weit hinten um wirklich zum Anlehnen zu dienen, aber alles in allem ist es als Bank erkennbar und somit besteht jetzt die Möglichkeit, in der Oase auch zu rasten.

Ein Stapel Paletten

Es war einmal ein Stapel alter Paletten…

Aus Paletten gefertigte einfache Sitzbank

… es ward eine Bank

Fahrradzubehör der Woche

Fahrrad als Zeltgerüst

Für Singles mit Schnellspanner – Bild: Topeak

Das ist der Topeak Bikamper in aufgebautem Zustand. Das Einpersonenzelt nutzt das Fahrrad als Ankerpunkt am einen Ende, während das abgeschraubte Vorderrad das andere Ende in Form hält. Dadurch wird Material und Gewicht gespart. Beim Aufbruch kommt das Zelt in einer kleinen Tasche am Lenker unter und das Fahrrad selbst wird wieder zusammengeschraubt. Mit Schnellspanner eine Sache von zwei bis drei Minuten.
Nicht schlecht als Alternative für einen Wohnwagen oder ein richtiges Zelt, aber natürlich nur für eine Person geeignet. Die sich wahrscheinlich auch nicht zu sehr im Schlaf wälzen sollte.
Preis so um die 200 €.

Erkenntnis der Woche

Die immer größere Speicherung von Informationen soll ja angeblich unserer Sicherheit dienen. Big Data und all so ein Unsinn in Zeiten des Algoritmen-Hypes. Nun, Heiko Maas ereilt da inzwischen eine ganz erstaunliche Erkenntnis: Wir wissen gar nicht, wie wir in dem ganzen Datenwust noch die relevanten Inhalte finden sollen!
Na gut, es gibt erstaunlichere Erkenntnisse. Aber immerhin ist der Wortlaut fast perfekt auf den Punkt:

Wenn zuviel gespeichert wird, wird es immer schwere, die wirklich relevante Information zu finden, und daher geht es auch darum, MEHR SICHERHEIT zu bieten, und das ist nicht der Fall, wenn einfach wild drauflos gespeichert wird, schon gar nicht, wenn es rechtswidrig ist.

Grünphase der Woche

In Tilburg im Süden der Niederlande beginnt ein interessantes Experiment: Fußgänger können mit Hilfe einer App die Grünphasen ihrer Ampeln verlängern. En ganz neuer Ansatz, der auch hierzulande willkommen wäre. denn hier werden Fußgänger ja in Form von Bettelampeln „Bedarfsampeln“ zu Bittstellern an den restlichen Verkehr gemacht.
Das gesündeste und sozialste aller Verkehrsmittel wird hier beinahe schon bekämpft.
In den Niederlanden dagegen weiss man: Kommt ein Auto in die Stadt, ist es dort Gast, das Oberhaupt des Ortes sind die Fußläufigen. Und bei aller Gastfreundschaft, als ast hat man klare Grenzen. Man übernimmt nicht das Haus des Gastgebers und drängt ihn in den Keller. Bildlich gesprochen.

Invasion der Woche

Oktopus

Dieser Blick weiss irgendwas – Bild: Sylke Rohrlach

Die Veränderung des Lebens in unseren Meeren hat seltsame Folgen. Während die jahrelange Zunahme der Quallen wohlbekannt und gut dokumentiert ist, breiten sich auch andere Meerestiere mit Tentakeln ungewöhnlich schnell und stark aus.
Es sind die Kopffüßer, die laut einem die Quelle sehr schlecht verweisenden Artikel bei Gizmodo den Weg eingeschlagen haben, die Ozeane zu übernehmen.
Warum, weiss wohl niemand so genau, aber Überfischung, sinkender pH-Wert der Meere in Folge des Klimawandels und weitere Faktoren (die meisten davon menschlich) verändern das Leben in den Meeren zur Zeit in unglaublichem Maße. Und weil wir Landlebewesen sind, bekommen es die wenigstens Menschen überhaupt mit.


Sieben am Sonntag 27.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Letzte Woche startete Disney seinen Neustart der Klassikerserie Duck Tales, damals übrigens die erste Zeichentrickserie, die gezielt für die Zweitverwertung im nationalen und internationalen Markt geschaffen wurde. Das Ergebnis waren sehr hohe Qualitätsstandards und eine der kritisch wie kommerziell erfolgreichsten Zeichentrickserien aller Zeiten.
Dieses Jahr nun gibt es also endlich eine Neuauflage und man kann es nicht anders sagen: Sie ist gut. Wirklich, wirklich gut. Die ersten beiden Folgen hat Disney auf Youtube eingestellt, man muss allerdings als Bewohner eines nichtamerikanischen Kontinents ein wenig tricksen, um sie zu sehen. Ihr schafft das schon.
Bis dahin gibt es die Langversion des Titelthemas. Sollte die zu kurz sein, keine Sorge: So schnell verlässt einen der Song nicht. Niemanden. In keiner Version.
DuckTales! Wo-oo!

Geräusch der Woche

Zukünftig ausgelöst durch das geplante Glasdach für den Innenhof des Rathauses Abtei ist das Geräusch der Woche das sanfte Tröpfeln des Regens während einer Gremiensitzung unter diesem Dach, vom leichten Tippen des Wassers über das Strömen bei dauerhaftem Niesel bis hin zum Brüllen eines Platzregens.
Dramaturgisch je nach aktuellem Vortrag sicherlich ein Mehrwert, auf den ich gespannt bin. Und oft genug ist es auch ein Mehrwert, manche Rede dank Wolkenbruch nicht hören zu können.

Bewuchs der Woche

Gelber Pilz im Blumentopf

Oh, ähm, hallo?

Nicht schlecht habe ich geschaut, als die Tage plötzlich ein kleines gelbes Etwas in einem Blumentopf heranwuchs. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob das zur dort eigentlich heimischen Pflanze, einer Dracaena, gehören konnte, da es einer Knospe ähnelte.
Doch einen Tag später formte es sich zu einem Pilz auf, der am dritten Tag seinen Schirm öffnete und dann am selben Abend umkippte, um wieder in die Erde zu entschwinden.
Es stellte sich als Gelber Faltenschirmling (Leucocoprinus birnbaumii) heraus, ein Pilz mit einer durchaus interessanten Geschichte. Eigentlich ein tropischer Pilz, hat er sich in den letzten Jahren einen recht einzigartigen Lebensraum erobert: Blumentöpfe. Denn wie in seiner tropischen Heimat bieten ihm auch diese regelmäßige Wässerung und konstante Temperaturen und so konnte er sich, eingeschleppt durch die Blumenerde, dort eine neue Heimat schaffen.

Lego der Woche


Ich bin nicht der einzige, der diese Woche auf Youtube legot. Und Youtube The Brick Wall hat mit Anleitungen deutlich weniger am Hut als ich. So hat er eine voll funktionsfähige Heuballenmaschine aus Lego Technic gebaut. Seine anderen Lego-Helferlein sind auch durchaus sehenswert, etwa der Kartoffelpflanzer.
Ich habe deutlich zu wenig Lego im Garten.

Fahrrad der Woche

Fahrrad auf einem Surfbrett verbaut

Und so sieht es aus, wenn ich surfen gehe (Symbolbild) – Bild: Waterbike

Pedalgetriebene Wasserfahrzeuge gibt es überraschend viele. Dazu gehören neben dem Tretboot (welches nach StVZO lustigerweise unter die Definition eines Fahrrades fällt) auch schwimmfähige Fahrräder. Davon hatten wir hier mit der Zeit schon so einige.
Diese Variante ist dabei die in der Beschaffung minimalistischste: Der kroatische Hersteller Auto Mart vertreibt dafür einen Bausatz, mit dem man einen Radrahmen auf ein Surfbrett schrauben kann. Der Lenker steuert ein Ruder hinten am Brett an, die Kette geht auf den Antrieb einer Schraube. Und fertig ist das Fahrrad für Flussschifffahrer.
Nur einen Preis konnte ich nicht finden. Sonst stünde hier auf dem Hof wahrscheinlich schon so eins rum.

Begegnung der Woche

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Und noch eine Art, die ich noch nie zuvor gesehen habe zum ersten Mal getroffen: Das da oben ist, wie ja auch unter dem Bild vermerkt, der Sägebock (Prionus coriarius). Ein hübscher großer Käfer, der fliegt wie Quax der Bruchpilot in besoffen.
Das hat immerhin den Vorteil, dass er irgendwann landete, wo ich ihn dann genauer betrachten und fotografieren konnte. Das war ganz gut, denn im Flug wirkt er mit den großen Fühlern wie ein Nashornkäfer und hätte er nicht angehalten, hätte ich ihn nie richtig erkannt. Er quietscht übrigens komisch, wenn man ihn antippt. nd irgendwann krabbelt er weg, weil es ihm zu doof wird.

Hundespielzeug der Woche

Eine Zwille für Tennisbälle

Auch im BIld: Der geduldigste Bällchenholehund der Welt – BIld: Fancy

Hunde sind komisch. Nicht so komisch wie Katzen, aber — okay, doch, sie sind genauso komisch wie Katzen. „Schmeiss es weg, damit ich es zurückholen kann“ ist so ein typisches Hundespiel. Und das wurde nun um einiges gemeiner, denn es ist jetzt technisiert. Und anders als die sonst so bei Fancy zu findenden Produkte ist es noch nichtmal um eine Zehnerpotenz überteuert.
Ihc präsentiere, den HyperDog Ball Launcher, eine Art überdimensionierte Zwille für Tennisbälle mit einer Reichweite von über 60 Metern. Und mit Bällchenvorrat, damit der Vierbeiner so schnell nicht wiederkommt.