Politische KW 12-2012

Okay, offenbar wird es jetzt also doch fest Sonntag, wenn diese Reihe erscheint. So sei es denn:

Sitzungen: 3(9 h)| Anträge in Arbeit: 3 | Sonst: 5 h Wahlkampf, ca. 2 h eMails

Montag
Und da ist die 1. Stunde eMails. Genauer eMail. Ja, eine.
Es ging um die Baumfällungen in den letzten 12 Monaten in der Stadt, eine Bürgerin beklagte diese und fragte nach, wie wir Grüne hier aktiv seien. Ich erklärte ihr, dass die meisten Fällungen von Einzelbäumen begründet seien (kranke, tote, zu stürzen drohende Bäume), aber auch mir viele Fällungen aufgefallen sind, die nicht vorher angekündigt waren. Viele besonders sichtbare Fällungen sind auch Bäume, die wegen Baumaßnahmen fallen (Marienplatz, Hugo-Junkers-Park). Am Marienplatz stehen nachher deutlich mehr Bäume als zuvor, im Hugo-Junkers-Park stehen am Ende 67 neue an einer anderen Ecke (ich weiss allerdings nicht, wie viele dort zuvor gefallen sind). Da mir einige mehr aufgefallen sind oder mitgeteilt wurden stellte ich aber im letzten Umweltausschuss die Frage, wie weit die bekannten Baumfälllisten abgearbeitet seien und wieviel aus welchem Grund ausserhalb der Listen gefällt wurde.
Vieles ist auch deshalb so radikal, weil die Jahre der Verwahrlosung wieder eingeholt werden müssen. Dennoch Ich bin ziemlich sauer, wie in dieser Stadt mit Grün umgegangen wird. Es herrscht weiterhin eine Golfrasenmentalität in der Planung und Pflege des Grüns vor, Natur ist nur so weit vorgesehen, wie sie mit den ästhetischen Idealen der Gärtner übereinstimmt. Das Problem ist, dass Gärtner und Landschaftsgestalter diese Mentalität in ihrer Ausbildung als eherne Gesetze der Zunft eingeimpft bekommen. Die wenigsten schätzen Natur als Natur, sie wird mehr verwendet wie eine weitere Art Gestaltungselement.

Am Abend dann die Fraktionssitzung. 3 Stunden Vorbesprechung der Ratssitzung und anderer für die Woche anliegender Themen. Da hab ich mich dann mal eben als alles andere als ein Freund des Schützenwesens geoutet. Ich finde es problematisch, wenn bewaffnete Männer in Unform im Gleischritt zu Marschmusik durch die Straßen schreiten und sowas auch noch als toll gilt. Wie sich das mit einer pazifistisch orientierten Partei vereinen lässt, weiss der Teufel allein. Ich kann verstehen, wenn man in bestimmten Situationen einen Krieg für gerechtfertigt hält, etwa um einen Völkermord zu stoppen. Aber ich kann nicht verstehen, wie man eine Veranstaltung gutheissen kann, deren Präsenz den Eindruck zu fördern geeignet ist, Krieg oder zumindest Militärästhetik sei ein alltäglicher Bestandteil der Gesellschaft.

Dienstag
Zum zweiten Mal hintereinander tagte die Bezirksvertretung Nord in einer Sondersitzung im Rathaus Rheydt. Es ging erneut um das HDZ (Handels- und Dienstleistungszentrum), sprich die große Mall im nördlichen Zentrum. Das fanden einige gar historisch. Das ist für ein übergroßes Einkaufszentrum dann doch etwas arg hoch angesetzt, aber na gut.
Ich nutzte den Punkt „Anfragen aus der Bezirksvertretung“ für einen ersten Einwurf im Kampf gegen ein Übel, dessen ich mich zukünftig stark annehmen will: Die so genannten Drängelgitter an vielen Stellen der Stadt, die ein erhebliches Hindernis nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Kinder- und Handwagennutzer darstellt.


Bild von hier

Nun stellte sich das Gitter, das ich hierfür als erstes erwählte sich tatsächlich als sinnvoll heraus. Das Gitter an der Ecke Vitusstraße/Fliehtstraße dient dem Schutz eines Schulweges vor Radfahrern, die dort mit hoher Geschwindigkeit bergab kommend versuchen, der roten Ampel über den Bürgersteig auszuweichen. Das leuchtet in der Tat ein. Aber das ist nicht die einzige derartige Stelle auf meiner Liste.

Später am Dienstag traf sich dann noch das Gladbacher Anti-Atom-Bündnis Strahlenzug. Wir haben natürlich für den Tschernobyl-Jahrestag am 26. April wieder eine schöne Aktion ausgeheckt. Vorher sind wir natürlich am Ostermontag in Jülich beim AntiAKW-Ostermarsch dabei. Den habe ioch mal oben ins Zeitbudget nicht eingerechnet, da der Strahlenzug explizit nicht zu den Parteien gehört. Und weil ich nicht darauf geachtet habe, wie lang wir uns eigentlich getroffen haben. 2-3 Stunden etwa.

Mittwoch
Nachdem ich tagelang jeden Politiker anderer Fraktionen mit der Frage genervt habe, wie sie abstimmen würden war es am Mittwoch klar: Mönchengladbach erhält das Kfz-Kennzeichen der 1972 aufgelösten Stadt Rheydt (RY) nicht wieder. Das freut mich sehr. Ich hielt den Vorstoß in einer Stadt, die gesellschaftlich immer noch so gespalten ist für schädlich im Zusammenhalt und vor allem dem Prozess des Zusammenwachsens der Gesamtstadt.
Beim HDZ überbot der Oberbürgermeister den Bezirksvorsteher nochmal in Sachen vollständiger Überhöhung des Baus und sprach vom „größten historischen Ereignis seit Bau der Abtei“, vulgo der Gründung der Stadt. Man kann es auch übertreiben. Das größte historische Ereignis der Stadt ist immer noch die Erfindung von Käpt’n Blaubär durch einen Gladbacher Rheydter. War allerdings auch ein paar Millionen billiger.
De neue Zentralbibliothek ist auf dem Weg und ich muss bei allen Bekenntnissen zur Bibliothek ehrlich sagen: Je länger ich mich mit eBooks beschäftige, desto weniger bin ich vom Sinn einer Bibliothek überzeugt. Meine eigenen schwindenden Bücherregale spielen da sicher auch eine Rolle. Wahrscheinlich stehen bei mir irgendwann nur noch ein Kindle und ein Sony eReader rum, das Papier wird verschwinden. Ähnliches erwarte ich auch für die Bibliothek – und dann braucht sie gar keinen physisch existenten Ort mehr.
Die Stadt bewirbt sich um das so genannte Stärkungspaket Kommunalfinanzen II. Mal abgesehen davon, dass die Bezirksregierung uns ziemlich unmissverständlich klar gemacht hat, dass sie das von der Stadt erwartet, sonst ist die Haushaltsaufsicht in Zukunft weniger nachsichtig mit der hoch verschuldeten Stadt: Ich denke auch, es ist sinnvoll, dies zu tun. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass wir kein Geld kriegen und alles bleibt wie es ist. Dem gegenüber steht die Chance bis 2019 jährlich mehrere Millionen zu erhalten, die wir in zur Haushaltssanierung dringend notwendige Investitionen stecken können. Mönchengladbach hat strukturelle Probleme mit einer extremen Arbeitslosen- und Aufstockerquote, einem verfallenden Gebäudebestand und einer Verwaltung, die wegen Personaleinaprungen stellenweise am Rande ihrer Leistungsfähigkeit arbeitet.
Pro forma bin ich jetzt übrigens auch stellvertretendes Mitglied im Aufsichtsrat der NEW mobil & aktiv, unserer Betreibergesellschaft für ÖPNV und Bäder. Ich erwarte aber nicht, dass ich diese Funktion je ausfüllen muss.

Donnerstag
Ich werde ein Ansinnen wohl aufgeben müssen, die Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße. Das wollte ein Partner mit einem anderen Anliegen verbunden wissen („Wir stimmen zu, wenn ihr hier zustimmt“). Da ich das Gegenvorhaben für wesentlich folgenreicher als den positiven Effekt der Umbenennung einer nach einem Völkermörder benannten Straße hielt werde ich mich darauf nicht einlassen. Kommt der Antrag halt nach der nächsten Kommunalwahl 2014 nochmal auf den Tisch.
Apropos Wahl: Das Wahlamt rief mich an, ob ich nicht wie in den letzten Jahren (ausser bei der Kommunalwahl, wo ich ja selbst Kandidat war) die Wahlleitung in meinem Wahlkreis machen wollte. Nach der Klärung, ob das rechtlich überhaupt möglich sei, ich bin ja nun politisch kein ganz unbekanntes Gesicht mehr, sagte ich zu. Womit mein 13. Mai auch schon weg wäre. Ein potenzieller Naziplatz weniger.

Freitag
Mal ein Präsenztermin, gibt es auch hin und wieder: Es ging zum kurdischen Neujahrsfest in Eicken. Die Kurden feiern das neue Jahr am Frühlingsanfang, also unserem 21. März. Gesprochen habe ich anders als 2011 nicht, die Rolle der positiven Stimme der Hoffnung zum neuen Jahr übernahm diesmal der sehr gute Edmund Erlemann. Was die übrigen Beiträge angeht, so sehe ich die durchaus kritisch, aber dazu wird es die Woche einen eigenen Beitrag geben. Sagen wir mal so: Die Kurden bräuchten dringend ein Gegenstück zu Gandhi. Jene, die dort momentan politisch agieren tragen selbst heftig zum Aufschaukeln der Aggressionen zwischen Türken und Kurden bei – das jedenfalls ist mein Eindruck von diesem Abend.
Da das Ganze irgendwie nicht so richtig politisch war hab ich es mal nicht oben mitgezählt.

Samstag
Wieder Landtagswahlkampf am ehemaligen Stadttheater. Immer spannend, wen man dort alles trifft und was man dort alles erfährt. Und wäre mir nicht in der vorhergehenden Nacht mein großer Fahrradanhänger geklaut worden hätte ich auch den bestellten zweiten Klapptisch für zusätzliches Infomaterial mitbringen dorthin können.
Aber naja, mit den Leuten reden lohnt immer. Ausser uns gab es diesmal noch die Linke, aus Wuppertal importierte Republikaner (inklusive erheblicher Polizeipräsenz in der Fußgängerzone) und einen einsamen Piraten auf der Suche nach seiner Crew, die am Abend zuvor mangels Teilnehmern am Stand diesen abgesagt hatte (was aber offenbar nicht im Piratenpad stand).


Zeitplan für den Pedalhelikopter, Phase 1

Erfolgreiche Projekte brauchen einen Zeitplan und darin festgelegte Voraberfolge, um zu funktionieren: So kann man früh Fehler entdecken und korrigieren und sich andererseits bei Erfolgen motivieren.
Der motorlose Helikopter ist mein größtes Projekt und mir fiel auf, dass dafür etliche Daten gesammelt werdne müssen, bis das eigentliche Projekt gebaut werden kann. Daher und damit Leser wissen, wann sie mit weiteren Infos zu dem Projekt rechnen können ein erster Fahrplan zur Phase I, Datensammeln und Teiltests:

Leistungsmessung/Training beim Piloten (mir): ab sofort, kontinuierlich, Mesungen bis November 2009 abgeschlossen
Materialermittlung/Rotorentwurf: Dezember 2009
Konstruktionsbeginn Testrotor: Frühjahr 2010
Hubkraftmessung Testrotor: Sommer 2010

Ziel dieser Phase ist es, die Erfolgschancen des aktuell favorisierten Entwurfs zu ermitteln. Dafür sind die Leistungsdaten wichtig: Wie viel Kraft kann ich als Pilot in das System einspeisen, wie lange halte ich die Maximalbelastung durch und wie viel Gewicht kann der Rotor als Antriebsteil mit dieser Leistung heben?
Daraus ergeben sich dann die benötigte Rotorspanne, Rotorblattmaße, Anzahl der Rotoren (bis zu 4), Maximalgewicht des Fluggeräts und damit letztendlich auch die Maße des Hubschraubers.
Bei den Pilotenmessungen geht es um aufbringbare Kraft (annäherungsweise messbar an der Geschwindigkeit beim Radfahren) und maximale Geschwindigkeit der Beinmuskulatur (Eingangs-u/min).

Daraus folgt dann die Entscheidung, ob das Gesamtvehikel aussichtsreich ist und gebaut wird, oder ob es noch weiterer Verfeinerungen, etwa im Rotordesign, bedarf.
Für mich persönlich gibt es auch einen Mindeststandart, um es weiter zu versuchen: Ich will 2010 die Goldstufe des Deutschen Radsportabzeichens erreichen. Die Anforderungen sind nach kurzer Durchsicht durchaus erreichbar. Das ist ein wichtiger Meilenstein bei der Frage, ob ich genug Leistung in das System einspeisen kann um überehaupt Erfolgsaussichten zu haben. Ausserdem ist es nochmal eine zusätzliche Trainingsmotivation.

(Fortschritte seit dem letzten Beitrag: verändertes Antriebskonzept für die Maple Nut, Konzeptoptimierung für Rotoraufhängung und Kraftübertragung, erstes Konzept für die Lenkungssteuerung, stabileres Rotorblattkonzept, mehrere alternative Rotorenmuster für die Maple Nut erstellt)


Projekte, Projekte

Die letzten tage gab es zwei neue Wettbewerbsausschreibungen, an denen ich entschieden habe, mich zu versuchen. Und damit da noch mehr gute und kreative Ideen von noch mehr Leuten einfließen, stelle ich die auch hier vor, da ich die Wettbewerbe selbst für gut halte.

Visions of a Village Contest
Die Herausforderung hier ist es, auf einem DIN-A4-Blatt eine Vision eines neuen Dorfes zu entwickeln, welches durch neue Ansätze Low- und High-Tech zu einem nachhaltigen Lebenskonzept einer Gemeinschaft vereinigt.
Verlangt wird ein ausreichend detailiertes Konzept, um das Projekt später umsetzen zu können.

Preis: 1 x 2.500 €, 2 x 1.250 €
Einsendeschluss: 23. September
Mehr Infos: clear-village.org
Status: Idee soweit fertig, ich muss das nur alles als grafische Darstellung auf eine A4-Seite kriegen
Hoffnung: Anstoß für die Aufnahme neuer Konzepte in die Architektur. Mir persönlich geht es dabei um die enge Verknüpfung von natürlichem und menschengemachtem Raum.
Mehr dazu: Die eingereichten Konzepte sind geheimzuhalten, bis Clear Village sie freigibt. Ist das geschehen, gibt es sofort mehr Infos hier. Oder wenn ich es nicht schaffen sollte, das Konzept rechtzeitig einzureichen.

Igor I. Sikorsky Human Powered Helicopter Competition
Seit mittlerweile 30 Jahren ungelöst: Wie baut man einen Helikopter, der allein mit menschlicher Kraft fliegt. Der Traumm dahinter ist sogar noch älter – Kurd Laßwitz träumte ihn bereits in den 1880er Jahren.
Der Gewinner des Wettbewerbs muss für mindestens 60 Sekunden in einer Höhe von mindestens 3 Metern fliegen und darf dabei einen Raum von 10×10 Metern nicht verlassen.
Der bisherige Weltrekord bei einem menschengetriebenen Helikopter sind 20 Zentimeter für 19,46 Sekunden. Bisher sind nur zwei solche Geräte abgehoben: Die Da Vinci III aus Kalifornien und die Yuki I aus Japan:

Da Vinci III

Ausserdem findet man bei Youtube einige Maschinen, die nicht abgehoben sind.
Die Tatsache, dass diese beiden Maschinen aber doch abgehoben haben, ist faszinierend. Vor allem die Da Vinci III erscheint mir relativ ineffizient ( offene Luftschrauben sind keine guten Antriebe), daher sollte da noch einiges mehr drin sein. Dennoch: Alleine ein Fluggerät, welches ebenfalls 20 Sekunden in der Luft bleibt zu bauen, dürfte eine große Herausforderung sein – hauptsächlich wegen des Gewichts der Maschine selber.
Allerdings gibt es inzwischen ja regulär pedalgetriebene Luftkissenboote – ein Helikopter wäre das der nächste Schritt. Ebenfalls schon gebaut wurden seit den 1980ern drei pedalgetriebene Zepelline.

Preis: 250.000 US$ für den ersten Menschen, der es schafft
Wettbewerbsschluss: offen
Mehr Infos: Vertical Flight Society
Status: Designphase – ich verfolge aktuell zwei Konzepte. Eines (das Rotopéde) verbessert die Da Vinci III, eines (die Maple Nut) sieht komplett anders aus als die beiden bereits geflogenen Fahrzeuge uns setzt auf extrem simple Technik.
Hoffnung: Ich glaube nicht, dass ich so ein Gefährt jemals eine ganze Minute in der Luft halten können werde – aber schon etwas zu bauen, was überhaupt abhebt (und sei es nur eine Sekunde), ist eine große Herausforderung von der ich glaube, dass ich viel Spass an ihr haben werde.
Mehr dazu: Das hängt von der Entwicklung ab. Auf jeden Fall werde ich mehr dazu schreiben, sobald das Projekt die bloße Designphase verlässt oder diese abgeschlossen ist. Es kann ein-zwei Jahre dauern, bis erste Experimente (motorisierte Modelle) zur Umsetzung vorzeigbar sind.


Ad futuram: Dreimal Pedale

Wenn wir an Pedalfahrzeuge dneken, denken wir an Fahrräder. Vielleicht noch Kettcars.
Und immer nur an die Standardvarianten. Doch es gibt noch ganz andere Fahrzeuge, die allein mit der Kraft der Füße angetrieben werden.

Drei exotischere Ideen der letzten Wochen möchte ich hier vorstellen, als Beispiel, was alles möglich ist:

Das Wohnmobilfahrrad

camperbike

Fahrräder haben eine unglaubliche Bandbreite an Formen, die kaum einer wahrnimmt. Postfahrräder sieht man ja ab und an mal, aber richtige Transportfahrräder zum Einkaufen eher selten.
Das Extrem dieses Fahrzeugtyps dürfte dieses pedalgetriebene Wohnmobil sein. Kevin Cyrs Camperbike basiert auf einem in den nördlichen USA verbreiteten Transportfahrrad für sperrige Waren. Das Wohnsegment sitzt auf der Ladefläche auf und bietet einen Schlafplatz und die nötigste Ausstattung.

Pedalluftkissenboot

Pedalhovercraft

Ich vermute mal, dass dieses pedalgetriebene Luftkissenboot den Fahrer richtig ins Schwitzen bringt – aber interessant, dass so etwas überhaupt möglich ist.
Meine vollsten Respektbekundungen an die londoner Studenten, die das Ding gebaut und vorgeführt haben.

Pedalboot

Hier ist ein Video wesentlich besser als ein Bild. Hobies MirageDrive ist ein Pedalantrieb für kleine Boote, der eine unglaubliche Kraft entwickelt und eine bessere Übersetzung hat als eine Schraube oder gar ein Paddel.
Das Ergebnis ist ein schnelles, leichtes und auch technisch interessantes Wasserfahrzeug.

Soviel zu dne Extremfällen der Spannbreite menschengetriebener Fahrzeuge. Wer jetzt noch glaubt, man könne mit einem fahrad nicht durchs leben kommen, wartet einfach meinen nächsten beitrag zum Thema ab. Irgendwann in den nächsten Tagen stele ich dann meine Fahrradflotte vor, mit der ich problemlos durch den Alltag komme – abgesehen vielleicht vom Möbelkauf.


Parkbänke mal anders

Bike en Chill

In einem Wettbewerb von Kunststoffunternehmen Poly Products hat ein interessanter Entwurf aus Den Haag gewonnen: Das Designbüro Uq Design und die Aaarchitecten hat eine Sitzbank entworfen, die zugleich als Fahrradgarage taugt.
Der Entwurf ist für den Hauptbahnhof von den Haag gedacht, aber er wäre auch anderswo attraktiv, etwa auf dem großen, leeren Europaplatz vor dem Hauptbahnhof Mönchengladbach. Ich könnte mir sogar vorstellen, die Dinger als Mauerersatz fürs Grundstück einzusetzen – vom Hof aus ist es eine Fahrradgarage, vom Bürgersteig eine Sitzgelegenheit. Wesentlich besser als nutzlose und hässliche Mauern.

Skizze zu Bike en Chill

architectenweb.nl via Bouwen & Wonen


Holy. Shit.

Mit Dank für dne Link an Miach.


Aller guten Dinge…

Wenn ich genug Geld hätte, um Erfindungen zu erfinden würde ich eine Menge machen. Etwas überrascht war ich dann heute, als ich beim Design Blog gleich drei neue Produkte gesehen habe, die ich so oder ähnlich auch mal angedacht hatte.
Als da wären:

Das Braille-eBook
Meine Version: Mein eBook hat keine Pins unter einer Gummischicht, die nach oben fahren, um einen Text in Braille wiederzugeben.
Die Umsetzung: Ein Gedächtnis-Werkstoff bildet bei elektrischer Anregung Buckel aus, die sich zu Braille zusammenstellen lassen.

Braille eBook

Solarwasserreiniger
Meine Version: Jeder weiss, dass destiliertes Wasser absolut rein ist. Es ist nicht sonderlich mineralstoffreich, aber es ist trinkbar. Warum also macht man zur Reinigung von Wasser oder Meerwasserentsalzung nicht das einfachste und fängt Verdunstungswasser auf. Mein Konzept war eine glasüberdachte Anlage am Strand, die bei Flut geflutet wird. Das Wasser beginnt, unter dem Glasdah zu verdunsten und fließt das Dach entlang in Kanäle zur Abfüllung
Die Umsetzung: Der Gewinner bei einem australischen Design-Wettbewerb ist Solaqua, eine portable Wasserreinigungseinheit, die genau so funktioniert. In Australien ist es in weiten gebieten sehr heiss, daher ist eine solche Anlage sehr nützlich. Einer Anwendung in der Dritten Welt stünde mE nichts im Weg.

Solaqua

Baum-Fahrradständer
Meine Version: Die hat nichts mit Bäumen zu tun. Ich hatte meinem vater vorgeschlagen, wegen des geringen Platzes auf dem Hof den angedachten Fahrradständer einfach an die Wand zu montieren und die Fahrräder senkrecht zu parken.
Die Umsetzung: Ein italienischer Designer geht noch einen Schritt weiter und kombiniert das ganze mit einem Baumschutz aus Metall. Sowas sollte mE jede Stadt anschaffen.

Baumschutz-Radstand