Der Happy-Happy-Joy-Joy-Fun-Super-Schalala-Aufhol-Freitag

Okay, die Freitäglichen Fünf funktionieren hervorragend, wenn man maximal eine Woche verpasst. Bei mehr als zwei Wochen wachsen sie zu einem Monstrum heran. Mein letzter Monat war extrem voll und so habe ich das Blog ein wenig brach liegen lassen.
Nun, das kann nicht so bleiben und mit diesem großen Aufhol-Artikel diverser Notizen für die Freitäglichen Fünf aus den letzten Wochen stelle ich es nun wieder auf die Füße. Wahrscheinlich übersehe ich ein paar Einträge in den Tiefen meiner Lesezeichenlisten und ich überspringen meine persönlichen Dinge, aber ich komme wieder auf den Stand. Manche haben sich auch einfach erledigt.
Es folgen dann in den nächsten Tagen im Blog noch ein paar Einträge, die Fortsetzung der Less-Litter-Lifestyle-Reihe und reguläre Freitägliche Fünf. Und dann sind wir wieder im normalen Betrieb.

Jungfernflug für einen Hintern

Airlander alias Der Fliegende Hintern, fliegt UND hinternt (Bild: Reuters)

Airlander alias Der Fliegende Hintern, fliegt UND hinternt (Bild: Reuters)

Der Airlander 10, das britische Transportluftschiff, hat seinen Jungfernflug absolviert. Ich habe immer noch große Hoffnungen in die Luftschifffahrt als Zukunftstechnologie.

Klappleiter

Auch einfache Dinge lassen sich noch vollkommen neu denken. Bei Rädern gab es das schon ein paar Mal, wohl aus Trotz dem Volksmund gegenüber und seinen nicht neu erfindbaren Rädern. Hier ist eien Klappleiter.

Klappt! - Bild: Core77

Klappt! – Bild: Core77

Paris gegen Oldtimer

Während alte Autos hierzulande gehätschelt udn aus allen Abgasverordnungen ausgenommen werden, holt Paris sie gezielt von der Straße. Möglicherweise schlägt das etwas über die Stränge (gilt das auch für alte Elektro-Autos?), aber es ist ein angenehmer Kontrast zum Umgang in Deutschland.

Milch statt Plastik

Amerikanische Forscher haben eine Alternative zum Plastik in Dingen wie Milchverpackungen gefunden. Nun muss ich sagen, ich bin da etwas gespalten – die neue Verpackung besteht aus Casein, einem meist (wenn nicht gar immer) aus Milch gewonnenen Protein. Und Milch hat nun nicht grade die beste Umweltbilanz unter den Werkstoffen, mal davon abgesehen, dass Casein ein verbreitetes Allergen ist, was für Lebensmittelverpackungen wenig geeignet erscheint. Aber es ist ein interessanter Ansatz.

Freie Lizenzen bei den Öffentlich-Rechtlichen?

Offenbar hat der Rundfunkrat von ARD und ZDF sich in letzter Zeit verstärkt mit Lizenzen aus dem Creative-Commons-Bereich beschäftigt. Das ist sehr gut. Ich bin schon lange der Meinung, dass eigene Inhalte dieser öffentlich finanzierten Sender auch dem öffentlichen Gebrauch zur Verfügung stehen müssten, bis hin zu Gemeinfreiheit für bestimmte Inhalte.

Gebärmutterhalskrebs geht zurück

Gebärmutterhalskrebs, einer der wenigen Krebse, die viral verursacht werden können, ist seit der Einführung von Impfungen gegen das Papillomavirus in Australien um die Hälfte zurückgegangen.

Wildblumen-Biogas

Ein Pilotprojekt im Münsterland experimentiert mit dem Einsatz von Wildblumenwiesen statt Mais-Monokulturen als Rohstoff für Biogaserzeugung.


Zweiwöchige Zehn 26.02.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal ein Doppelpack mit zehn Einträgen, weil ich letzte Woche verpasst habe.

1. Plitvice

Seeception! Bild von Misadventures Mag

Seeception! Bild von Misadventures Mag

Das sind die unteren Seen des Nationalparks Plitvice in Kroatien. Ich habe vorletzte Woche das erste Mal davon gehört, es ist ein absolut großartiges Naturschauspiel: Mehrere (natürliche) Seen, deren Ränder durch eine Art pflanzliches Riff gebildet werden, gehen in Wasserfällen in einander über, deren Verlauf und Form sich durch die Veränderungen dieser Riffe immer wieder ändert.

2. Berlin orange verhüllt

Von Ai Weiwei haben wir im letzten Jahr immer mal wieder gehört, weil der chinesische Künstler in China im gefängnis saß. Aber was genau macht der eigentlich als Künstler so? Nun, hier ist das Berliner Konzerthaus, die Säulen verhüllt in Schwimmwesten als Mahnmal für die Ertrunkenen und Ertrinkenden im Mittelmeer.

Bild: dpa

Bild: dpa

3. Paris stapelt

Paris entwickelt sich mit den Ideen der Organisation Les Toits du Monde deutlich in Riichtung einiger Sciencefiction-Ideen zu dieser Stadt. Mancher wird das hässlich finden, aber mal ehrlich: Paris ist in großen Teilen nicht annähernd so hübsch wie die Viertel, die gern auf Fotos vorgezeigt werden. Da wird in den meisten Vierteln nicht viel ruiniert und aus den anderen kann man es ja raushalten.

Pariser Hochstapeleien - Bild: Stéphane Malka Architecture

Pariser Hochstapeleien – Bild: Stéphane Malka Architecture

4. Kostenloses Saints Row

Saints Row ist im Grunde das sich selbst nicht ernstnehmende Gegenstück zu GTA. Der Ableger für Sonys DS-Konkurrenten PSP ist nie erschienen, weil Verleger THQ pleite ging bevor das Spiel fertig war. Das Projekt wurde nun bekannt und die Entwickler haben das Spiel daraufhin als kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.

5. Verbesserte Krebsbekämpfung

Forscher aus Ohio haben einen Weg gefunden, Krebsmedikamente besser wirksam zu machen. Dafür werden sie in einem Stück DNS getarnt, welches die Zelle dann aufnimmt. Wenn die Zelle die DNS verdaut, setzt sie das Medikament frei und stirbt ab. Die Methode ist für einige Krebsarten seit längerem in Verwendung, jetzt wurde sie auch für einen der bösartigsten Krebse angewendet: Leukämie.

6. Netzpolitik geht erfolgreich ins Archiv

Netzpolitik hatte Erfolg: Der Bundestag stellt in Zukunft Arbeiten des Wissenschaftlichen Dienstes frei zur Verfügung. Netzpolitik hatte dazu aufgerufen, massenhaft Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz zu stellen, um alle Arbeiten des Dienstes von 2015 zusammenzustellen.
Schließlich sagte die Bundesregierung offenbar, dass es bei den ganzen Anfragen einfacher ist, den Anfragen einfach zuvorzukommen und alle Ergebnisse des Wissenschaftlichen Dienstes zur Verfügung zu stellen.

7. Knie 2.0

Crowdfunding bleibt ein Motor der technischen Fortentwicklung. Diesmal haben wir ein kleines Gerät, dass sie Kraft in den Knien unterstützt. 1.500 Dollar sind nicht grade Kleinkram, aber es ist auf jeden Fall eine interessante Erfindung. Wer genug Geld hat, kann wohl sehr bald ein Superheld werden Die Beine sind mit diesen Dingern und den Meilenstiefeln auf jeden fall abgedeckt.

8. Die Anstalt

Immer wieder gerne dabei: Die Anstalt.

9. Das Rad Das Lauf

Ja, ich weiss, riesiges Gif, aber manchmal muss das halt sein - leider keine Ahnung, wo das ursprünglich herkommt

Ja, ich weiss, riesiges Gif, aber manchmal muss das halt sein – leider keine Ahnung, wo das ursprünglich herkommt

10. Handwerker gegen Rassismus

Leider sind auch Stimmen zu vernehmen, dass Rolladen Müllers sich normalerweise alles andere als hinter seine Mitarbeiter stellt, aber bewerten kann ich dies nicht. Möge jeder selbst abwägen.

Bild: Rolladen Müllers/Facebook

Bild: Rolladen Müllers/Facebook


Neun zum Neunten – 09.01.2016

Üblicherweise gibt es am Freitag hier im Blog ja die Freitäglichen Fünf. Das wird auch so bleiben. Aber zum Jahreswechsel mit den dazugehörigen Beiträgen ist das alles etwas durcheinander gekommen. Also gibt es diesmal nach der ersten vollen Woche des Jahres die Neun zum Neunten und ab nächste Woche wieder die Freitäglichen Fünf.
Ansonsten gilt wie immer: „Die fünf neun Dinge, die mich in dieser Zeit gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.“

1. To-Do-Liste

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorletzter Woche

Ich präsentiere: Die Zukunft von vorvorletzter Woche

Die Sache mit der To-Do-Liste funktioniert hervorragend. Diese Woche konnte ich alle eingeplanten Punkte abhaken und dabei produktiver werden als seit langem. Wer dieses Blog und//oder mein Twitter verfolgt, kann das praktisch beobachten: Das englische Blog ist von hier verlinkt (und umgekehrt) und hat ein an das deutsche angepasstes Design, es gibt endlich wieder neue Inhalte bei MG Nachhaltig, eine überarbeitete zweite Auflage von Schwarzer Schwinge ist fertig (aktualisiert wegen der Entdeckung von Yi qi 2015), ebenso eine ePub-Version für Leser mit anderen Geräten als Kindle, es gibt einen Entwurf für die Präsentation meiner Audiobücher auf Youtube (eine Änderung kommt noch nach, dank des Feedbacks von John Osinski) und auch bei den restlichen Bänden der Meilensteine der Evolution tut sich endlich wieder etwas, nachdem ich die lange liegen gelassen habe (genauer bei Giftigen Grundes).
Das sind nur die Sachen, die man von aussen mitbekommt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Vorhaben und kann jedem nur empfehlen: Nutzt To-Do-Listen! Ziele, Deadlines, Druck, hat bei mir alles nichts geholfen gegen Prokrastination (Die oft empfohlenen Deadlines verschlimmern das Problem bei mir sogar), die Listen machten das mühelos.
Den Rat gibt es hier kostenlos. Ich werde nicht neben den ganzen anderen Sachen auch noch einen Ratgeber gegen Prokrastination schreiben. Davon gibt es schon etliche und für mich wäre das kontraproduktiv, wieder wie letztes Jahr wild verteilt neue Projekte anzufangen.

2. Fürchtet den Besen!

Da ich dennoch heute mal Freizeit hatte, kann ich verkünden: Assassin’s Creed II ist ein noch mal deutlich lustigeres Spiel, wenn man einen Besen als Standardwaffe einsetzt. Einfach einen Typen anrempeln, der die Straße kehrt und dann den Besen aufheben.
Ja, ich weiss.

3.RS1

RS1 - BIld: RVR/Schulte

RS1 – BIld: RVR/Schulte

Das erste Stück des Radschnellweges im Ruhrgebiet wurde Ende Dezember eröffnet. Ich denke, das spricht für sich selbst.
Ich hoffe weiterhin auf eine Weiterführung in die Niederlande über Mönchengladbach.

4. Lemmium (und Punke)

Ich muss ehrlich sagen, wahrscheinlich weil ich zu jung bin, kann ich mit Lemy Kilmister und Motörhead wenig anfangen. Aber wisst ihr was: Die Idee, dieser Petition, ein neues Schwermetall Lemmium zu nennen, ist trotzdem cool.
Ich glaube zwar, Motörhead sind Punk, aber egal, eine chemische Gruppe namens Punke gibt es halt nicht. Leider. Hey, Chemiker: Sollte je eine chemische gruppe mit komplett neuen Eigenschaften auftauchen, nennen wir sie Punke, okay?!

5. Bushaltestellen mit elektronischer Tinte

London geht einen neuen Weg, um seine digitale Anzeige an den Bushaltestellen mit so wenig Strom wie möglich zu betreiben: Die Bushaltestellen werden mit Tafeln aus ePaper bestückt, das über Solarzellen mit Strom versorgt wird.
Das Besondere an elektronischem Papier, wie es schwarz-weisse eBook-Lesegeräte verwenden ist, dass es keinen Strom benötigt, um ein Bild anzuzeigen. Strom wird nur benötigt, um mit einem gesteuerten Stromstoß die einzelnen Bildpunkte zwischen weiss und schwarz wechseln zu lassen, wodurch man umblättert bzw. die Anzeige verändert. Für diese Technologie gibt es mit Sicherheit noch andere Einsatzmöglichkeiten. Das ist ein guter und logischer Anfang.

Ökoverbund, einen Schritt weiter -  Bild: BBC

Ökoverbund, einen Schritt weiter – Bild: BBC

6. Well played, Amazon

Geld aus der Pegida-„Hymne“ geht von Amazon an die Flüchtlingshilfe. Naja, ging, der Artikel ist bei Amazon inzwischen nicht mehr vorhanden.
Übrigens, ein MP3-Ergebnis beim Schlagwort „Pegida“ auf Amazon ist ein Lied namens Raus aus dem Reichstag von Xavier KeinRechterTrottel Naidoo. Aber ich bin ja für positive Nachrichten hier, also lassen wir das.

7. Hihi

Dank an die City-Logistik Aachen für dieses schöne Bild auf Facebook:

Originalkommentar dazu: „Können wir auch“

Originalkommentar dazu: „Können wir auch“

8. Daft Capella


Ja, der originale Pentatonix-Hype ist damals ein bisschen an mir vorbeigegangen. Ich hol das jetzt nach.

9. Spekulatius-Creme

Das hier ist etwas, was existiert. Nutoka, deine Tage sind vorbei, es ist ein neuer Brotaufstrich in Town. Sogar ein veganer, was bei mir, obwohl selbst kein Veganer, ein willkommener Bonus ist. Und jedes meiner Brötchen hat jetzt 3 Kilokalorien weniger. Drei!

Creme mit Spekulatiusgeschmack. Und Stücken! - Bild hier geklaut, weil ich grade zu faul bin, schnell ein Foto zu machen

Creme mit Spekulatiusgeschmack. Und Stücken! – Bild hier geklaut, weil ich grade zu faul bin, schnell ein Foto zu machen


Zweiwöchige Zehn 11.12.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche zu den Zweiwöchigen Zehn verdoppelt, da ich letzte Woche keine Freitäglichen Fünf veröffentlicht habe. Der Grund ist einfach: Ich habe letzte Woche keine fünf Punkte zusammenbekommen, bei drei war Schluss. Nein, die Woche war nicht so furchtbar schlecht, ich hatte nur einfach so wenig Zeit, dass nicht genug Erlebnisse und Nachrichten zu mir durchdrangen, um die Liste zu füllen.

1. Fahrrad

Schon drei Folgen ohne Fahrrad in den Freitäglichen Fünf? Das muss ein Ende haben. Also habe ich meinen seltsam kommerzorientierten November 2015 mit einem neuen Fahrrad abgeschlossen, das ich am Dienstag in Bottrop abgeholt habe.

Ich nenne die Ausführung wahlweise "Nur die Harten kommen in'n Garten" oder "Sessel kommt noch drauf"

Ich nenne die Ausführung wahlweise „Nur die Harten kommen in’n Garten“ oder „Sessel kommt noch drauf“

Ich mag Liegeräder bis zu dem Punkt wo ich mich manchmal frage, warum es noch aufrecht gefahrene Räder gibt. Das hier ist quasi ein Übergang bis zu meinem Lieblingstypus mit drei Rädern und Verdeck gegen das Wetter. Der Punkt ist, dass so ein Radsattel bei längeren Touren doch unangenehm werden kann. Ich meine, ich fahre alle paar Wochen Strecken zwischen 50 und 60 Kilometern, da darf es dann auch ein gemütlicher Liegesitz sein. Gut, ausgerechnet der Sitz besteht hier nur aus dem Gerüst, aber das ist das geringste Problem und war mir vorher bekannt.
Das Rad ist ein offensichtlicher Eigenbau des Vor-Vorbesitzers. Der Rahmen ist 100% Alu, das ganze Rad wiegt mit einigen Stahlteile 21 kg, was nur 4 kg mehr sind als mein Alu-Mountainbike — für ein Liegerad ein sehr guter Wert, den die bessere Aerodynamik locker ausgleicht.
Ein bisschen ist noch zu tun, in erster Linie die Beleuchtung, dann fährt es schon. Die Fahrergröße lässt sich zum Glück einstellen, es ist auf jemanden mit etwa 10 cm längeren Beinen eingestellt. Die Kette muss dann entsprechend gekürzt werden, ist aber eh etwas schlaff.
Und dann kommt optionaler Kram, den ich später noch einsetzen kann. Blinker, weil ich fürchte, dass Autofahrer den ausgestreckten Arm bei der niedrigeren Sitzposition leichter übersehen, schließlich leuchtet mein Arm nicht, es sei denn vorher fliegt ein belgisches oder niederländisches AKW in die Luft. Ein Rückspiegel, da es bei der Sitzposition nicht ganz so einfach ist, den Kopf zu drehen. Radgabel vorne aus Alu statt Stahl. Hinterrad vielleicht 26″ Mountainbike statt 28″ Hollandrad, einfach weil ich es mehr gewohnt bin, dass mein Antriebsrad eine veritable Baggerschaufel ist.
Mein Mountainbike bleibt für Kurzstrecken und als Zugpferd für den Anhänger im Einsatz, wann immer entsprechende Lasten zu transportieren sind. Die Hängerkupplung lässt sich an diesem Rad nirgends befestigen.

2. Haselmaus

Die Haselmaus ergänzt die Liste der Tierarten, die ich dieses Jahr zum ersten Mal (bewusst) in freier Natur gesehen habe. Sie stößt damit zu der illustren Gruppe von Balkenschröter, Eisvogel und Goldglänzendem Rosenkäfer.

3. Musikeinlage

4. Raumschürfrechte

Die internationale Gesetzgebung hat für ausserhalb der Erde seltsame Regeln. Vor allem kann kein Staat Besitz an einem Himmelskörper oder Teilen davon beanspruchen, was einfach nur seltsam ist. Sicher, im Kalten Krieg war das verständlich, aber so wird es halt extrem erschwert, irgendwie ins All zu kommen. Und ganz im Ernst: Ich halte es nicht für die schlechteste Idee, die Menschheit langfristig von der Erde unabhängig zu machen.
Daher bin ich sehr gespannt, wie die Entwicklung ausgeht, dass verschiedene Staaten, zuletzt die USA, Gesetze über Schürfrechte im All erlassen haben. Mittelfristig war das unvermeidbar, da die Begehrlichkeiten nicht ungeregelt den Märkten überlassen werden können.

5. Gladbacher Bilder

Ich war zuletzt von dem Imagefilm der Stadt alles andere als begeistert.
Dass es auch deutlich besser geht zeigt in einem anderen Medium der Bildband Mönchengladbach — Deine Kontraste. Die Bilder sind nicht nur gut, sondern vermitteln auch ein gutes Gesamtbild der Stadt. Manchmal deutlich sauberer, als diese wirklich ist (eh klar), alles ungeordnet, aber auf alle Fälle in sehr vielen Facetten.
Und das Beste: Es ist ein Crowdsourcing-Projekt, sprich die Fotos stammen nicht von einer Agentur, sondern von Bürgern der Stadt. Natürlich tauchen da auch einige professionelle Fotografen aus dem Ort auf und manche Namen sind erheblich überrepräsentiert während andere gar nicht auftauchen, dennoch ist die Mischung insgesamt von den Motiven her durchaus gesund.

6. Uhu

Dialektabhängig auch bekannt als Pattexeule (Bild: M. Brungs/Bioland Brungs)

Dialektabhängig auch bekannt als Pattexeule (Bild: M. Brungs/Bioland Brungs)

Beim Biohof Brungs ist ein Uhu aufgetaucht. Uhus sind cool. Und ziemlich selten geworden, daher freut es mich sehr, dass im Stadtgebiet ein Uhu aufgetaucht ist.

7. Fußball

Hier ist ein Umrechner, der diverse Flächeneinheiten in Fußballfelder umrechnet. Die einzige Verwendung, die ich persönlich für Fußballfelder habe.

8. Landesradwege

Das Land NRW führt eine neue Straßenkategorie für Landesradwege ein. Das hat deutlich weniger praktische Folgen, als die meisten zu glauben scheinen und ist größtenteils eine reine Formalie, erleichtert aber in Zukunft den Bau und Ausbau überregionaler Radwege, während es gleichzeitig den Rückbau erschwert.

9. Entdrucker

Keine Ahnung, ob das wirtschaftlich ist und ich selbst benutze so gut wie kein Papier mehr, aber die Idee ist klasse: Ein Gerät, das den Aufdruck von laserbedrucktem Papier entfernt und das Papier so erneut verwendbar macht.

10. Autarkes Hausboot

Traumhaus (Bild: Fraunhofer-Institut)

Traumhaus (Bild: Fraunhofer-Institut)

Das Fraunhofer-Institut hat das sehr interessante Konzept eines modernen autarken Hausbootes vorgestellt.
Interessant finde ich daran vor allem, dass sich viele der verwendeten Techniken durchaus auch an Land anwenden lassen. Beispielsweise der Heizspeicher, der technisch gesehen ein überdimensionierter Taschenwärmer ist, oder die Kühlung über eine begrünte Gebäudeseite, an der Wasser verdunstet wird.


Samstägliche Sechs 21.11.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche sammeln wir einen Haushalt zusammen. Da ich den Freitag nicht geschafft habe, zur Buße der Samstag mit einem Eintrag mehr.

1. Waschmaschine

Wir haben wieder eine fußbetriebene Waschmaschine. Die GiraDora ist ja irgendwie verschwunden, nun folgt also Drumi, die per Crowdfunding zum Serienprodukt werden soll. Und das Projekt sieht sehr aussichtsreich aus.

Vermutlich auch der Name des Schlagzeugers bei den Sieben Zwergen - Bild: Indiegogo

Vermutlich auch der Name des Schlagzeugers bei den Sieben Zwergen – Bild: Indiegogo

2. Fernsehen

Ich schockiere jetzt wahrscheinlich niemanden, wenn ich zugebe, dass ich Xavier Naidoo nicht mag. Früher hielt ich ihn nur für einen unerträglichen Schmalzbarden, dann hat er Falcos Jeannie, Part 1 erschreckend schlecht gecovert und das war’s für Naidoo. Ach ja, ausserdem schwalbadert er immer gerne was von der angeblich nicht vorhandenen Souveränität Deutschlands, was immer das überhaupt heissen soll. Antisemitismus wird ihm auch vorgeworfen, aber ganz ehrlich, nur weil man eine zufällig jüdische Bänkerdynastie für kriminell hält, ist man in meinen Augen noch kein Antisemit.
Entsprechend all dem freue ich mich auch nicht, dass die ARD Naidoo nun zum Grand Prix Eurovision de la Chanson schicken will, den ich immer noch so nenne. Ohne Auswahlverfahren, nur der Song kann noch ausgewählt werden. Was nichts hilft, denn genau der war ja auch 2015 das Problem, als wir mit einer unübersehbaren Kopie des Vorjahressiegers angetreten sind und dann mit 0 Punkten auf dem letzten Platz gelandet sind.
Aber, ABER, es hat doch ein Gutes: In einer Woche voller Mist, mit Attentaten und dem ganzen Drumherum, gab es endlich mal wieder Gelegenheit, sich über etwas richtig belangloses und dummes aufzuregen. Und das hat gut getan.

3. Heulboje für das maritime Ambiente

Ach ja, inzwischen hat der Naidoo auch zurückgezogen.

4. Was zum Essen

Schwarzkohl heisst auf Englisch dinosaur kale. Ich find das großartig.

5. Jäteroboter

Nein, ich weiss auch nicht, wozu der vorne zwei Augen hat statt untendrunter, um die Pflanzen zu sehen - Bild: Amazone.de

Nein, ich weiss auch nicht, wozu der vorne zwei Augen hat statt untendrunter, um die Pflanzen zu sehen – Bild: Amazone.de


Das ist Bonibot, ein Spezialroboter des Agrargeräteherstellers Amazone. Er fährt vollautonom über die Felder und pickt „Unkräuter“ raus, lässt die angebauten Pflanzen aber stehen. Was so lange praktisch ist, bis man Löwenzahn oder Brennnessel anbauen will.
Das PR-Versprechen hier ist, dass man mit Bonibot auf Pestizide verzichten kann. Wenn man bedenkt, wie schwer es ist, ungewollte Pflanzen aus den Feldern zu halten, verbleibe ich skeptisch. Trotzdem, nette Idee.

6. Apfelbaum

Nach ein wenig Zeit in der Regentonne sind der Apfelbaum sowie der meines Nachbarn endlich am Ort der Bestimmung, eine Hundewiese (und nun Obstwiese) zwischen Ohler, Holt und Pongs. Wie die meisten Bäume der Aktion eine alte Sorte vom Niederrhein, eine Schafsnase. Nein, er ist nicht sonderlich haarig und die Äpfel hoffentlich auch nicht.
Er ist nicht so schief wie das Foto glauben macht. Okay, nicht ganz so schief.

Das war ein seltsames Schaf - Bild: eigen

Das war ein seltsames Schaf – Bild: eigen


Freitägliche Fünf 13.11.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche wird weggeworfen, umgeworfen, entworfen, sich weggeschmissen und wieder weggeworfen.

1. Der Gartenkompostblumenturm

Endlich mal wieder Gelegenheit für ein schönes Kompositum: Gartenkompostblumensteckturmeinrichtung.

Werft mehr Lebensmittel weg, dann kriegt ihr auch Blumen. Oder so. - Bild: Garden Tower Project

Werft mehr Lebensmittel weg, dann kriegt ihr auch Blumen. Oder so. – Bild: Garden Tower Project


Das Konzept ist im Grunde simpel: In der Mitte ist Raum für Garten- und Küchenabfälle, die kompostiert werden sollen, drumherum wachsen die Pflanzen, die der Kompost dann direkt nährt.
Das Projekt aus Indiana will ein solches System kommerziell anbieten und das sieht schon ganz gut aus, mit modular aufgebautem Turm und so weiter. Eine interessante Möglichkeit zur Verwertung von Grünabfällen in Haushalten ohne Zugriff auf einen Garten. Gedacht ist das Ganze für die Kompostierung mit Würmern, da diese vergleichsweise schnell und fast völlig geruchlos verläuft, was in Wohngegenden klar von Vorteil ist.

2. EuGH schwächt Verlage

Der Europäische Gerichthof hat in einem Urteil gegen die VG Wort die Verlage gegenüber den Autoren deutlich geschwächt. Bislang erhielten die Verlage Anteile aus den Einnahmen, die der VG Wort als Verwertungsgesellschaft von Bibliotheken und Herstellern von z.B. Kopierern zukommen. Dies haben nun praktisch alle Instanzen als rechtswidrig eingestuft: Einnahmen aus der Wahrnehmung von Urheberrechten stehen einzig den Urhebern zu.
Damit setzt sich der Trend fort, dass in den Kreativbranchen die Rolle der Kreativen immer größer wird, während die nach und nach überflüssig werdenden Verwerter (Verlage, Musiklabell usw.) immer mehr auf verlorenem Posten stehen.

3. Harmonie 20 in der zeitung

Die Mädels von der Harmonie 20 haben es mit ihrem verlängerten temporären Lädchen nochmal in die Zeitung geschafft. Sogar mit Teaser auf der Titelseite der RP. Sehr schön.
Der Laden war in der Schauzeit belegt worden, als in Rheydt Leerstände von Künstlern belegt wurden. Dieser Laden (sowie Engel & Helden in der Hauptstraße) sind geblieben.

4. Dieses herrliche Satirevideo


Ich bin jedenfalls ziemlich sicher, dass das Satire ist. Abgehackte Aussprache, die jede Silbe überbetont, extrem aufgesetztes Grinsen und Bewegungsmuster eines Roboters. Die kann das nicht ernst meinen, so auch noch Tipps und Coachings anzubieten.
„Wirkungsexpertin“ – das ist so herrlich absurd.

5. Neue Haustiere

Als kleine Nachwirkung der Apfelbaumaktion habe ich jetzt Würmer.
Nein, nicht, orrrr… Kompostwürmer! Etwa ein Dutzend als Start für einen Wurmkomposter. Momentan leben die noch in einem Plastikbeutel, weil ich keinen für einen Wurmkomposter geeigneten Eimer habe (mit Deckel und Ablaufhahn), aber zu fressen haben die schon und für die ersten ein-zwei Wochen geht das auch so. Nächste Woche kriegen die aber ein vernünftiges Zuhause.


Freitägliche Fünf 30.10.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche ziemlich platt. Ich mein jetzt nicht wegen meiner Erkältung.

1. Was, wenn Tiere Fastfood äßen?


Ja, ich weiss, dass das Ballontiere sind, aber ich mag den Titel, unter dem das jetzt rumgeht.
– via Oliver Dittrich

2. Vengeance Delayed

Im vierten Anlauf und dem dritten, der es in die Finalrunde (Lserabstimmung) geschafft hat, habe ich bei der Indies Unlimited Flash Fiction Challenge gewonnen. Wenigstens vorläufig, das „amtliche“ Ergebnis kommt erst am Samstag, aber die Umfrage ist beendet und zeigt für mich den größten Balken mit 45% der Stimmen.
Das ist für mich eine wichtige Sache, weil der Gewinn die Aufnahme der Geschichte in die zur Challenge gehörende Anthologie darstellt, die Anfang Januar mit den 52 Gewinnerbeiträgen erscheint. Das wiederum hilft mir als Werbung, meine Geschichten und Bücher (vor allem) im englischsprachigen Raum bekannter zu machen. Und es ist zeitlich sehr günstig, denn bis dahin sollen die Sammlung Glimpses (November in zwei Versionen) und die Zombiegeschichte Boy (Dezember) erhältlich sein. Die Challenge und ihr möglicher Effekt sind eine gute Motivation, diese Daten auch einzuhalten.
Hinter dem Link hier links versteckt sich der Band vom letzten Jahr, der jetzt grade, während ich dies schreibe, kostenlos ist (regulär 1,02 €). Darin komme ich natürlich noch nicht vor, aber viele andere Autoren von Geschichten mit bis zu 250 Wörtern.
Die Geschichte ist für mich etwas ungewöhnlich, da ich nur selten ausserhalb der Phantastik (genauer: Science-Fiction und Fantasy) schreibe. Die Vorgabe ging aber in diese Richtung und so kam es zu diesem Mini-Charakterstück unter dem Titel Vengeance Delayed (mein Titel für die Aufnahme in Glimpses war ursprünglich Recollections). Was nicht heisst, dass man es nicht als Geschichte aus meiner Feder erkennen kann — dafür sorgen die kleinen Seitenhiebe bei Krabbencocktail und Karpfenröllchen.
Die Geschichte selbst gibt es hier zu lesen (letzter Kommentar).

3. Kühlschränke von Berlin

Am Prenzlauer Berg in Berlin gibt es ein neues Konzept gegen Lebensmittelverschwendung: Nicht mehr benötigte Lebensmittel können dort in drei öffentlichen Kühlschränken verstaut und abgeholt werden, etwa so wie eine für Nahrung. Ich hoffe zwei Dinge: Zum einen, dass das Konzept nicht die Probleme der oft vermüllten Giveboxen erbt (das wäre bei Lebensmitteln fatal) und zum anderen, dass die Idee sich dann auch ausbreitet.

4. Schach fürs kleine Heim

Was fehlt ist, dass auf dem Brett eine Matt-Aufgabe steht, aber man kann halt nicht alles haben - Bild: Fancy

Was fehlt ist, dass auf dem Brett eine Matt-Aufgabe steht, aber man kann halt nicht alles haben – Bild: Fancy


Schach hat unter den Brettspielen eine ganz besondere Eigenschaft: Es eignet sich vom Spielen abgesehen wunderbar als Raumschmuck. Ein Schachbrett macht eigentlich immer etwas her. Der klare Farbkontrast, die perfekte Mischung aus Symmetrie und Asymmetrie der Felder — ein Schachbrett ist nahezu jedem Raum ein Schmuck.
Allerdings braucht es Platz. Dafür gibt es nun also ein Schachbrett für die Wand. Ich muss ehrlich sagen, es fängt nicht ganz die Ästhetik eines normalen Schachbretts ein, aber die Idee ist auf jeden Fall gut. Ich bin allerdings recht sicher, für 300 $ kann ich mehrere davon machen, und das mit richtigen Quadraten, damit es hübscher aussieht.

5. Die 2D-Brille!

Wisst ihr was ich wirklich überflüssig, lästig und sogar optisch dem Standard gegenüber minderwertig finde? 3D-Kino. Es mag daran liegen, dass ich Brille trage, aber ich finde das Bild bei 3D-Filmen konstant unscharf und den Effekt meistens albern. Nur sind Brillenträger ein relativ großer Teil der Bevölkerung.
Nun, es gibt Abhilfe: Eine Brille, die 3D-Filme fürs Auge in 2D zurückkonvertiert. Für ungefähr den selben Preis wie normale 3D-Gläser. Keine Ahnung, ob es zufriedenstellend funktioniert, aber die Idee ist auf jeden Fall großartig.

Fick das 21. Jahrhundert, ich will den Film sehen - Bild: DFTBA.com

Fick das 21. Jahrhundert, ich will den Film sehen – Bild: DFTBA.com


Freitägliche Fünf 18.09.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Jetzt zurück im wöchentlichen Rytmus.

1. Bump!

Bild von hier

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2. Brustkorb aus dem 3D-Drucker

Ein Krebspatient hat in Spanien als Ersatz für seine befallenen Rippenstücke teilweise einen künstlichen Brustkorb erhalten, der mit individuell angepassten Maßen auf einem 3D-Drucker erstellt wurde.

3. eInk-Tastatur

Ich dachte schon, das Thema sei irgendwann in den 2000ern untergegangen, aber hier ist ein neues Projekt für situationsabhängig wechselnde Tastaturen. Das ist natürlich nett für Gamer, aber ich finde es viel interessanter, komfortabel in nicht-lateinischen Schriften schreiben zu können oder im Deutschen unübliche Sonderzeichen hinzuzufügen.
Nun sind 350 Dollar nicht wenig, aber es ist halt ausserhalb der Welt der Touchscreens immer noch eine schwierig umzusetzende Idee.

4. Archivreaktion

Ich bekam heute eine eMail als Reaktion auf meinen Zombie-Artikel von 2014. Sehr interessante Gedanken im Kontext der inzwischen ja deutlich verschärften Vertriebenen-Situation. Mal sehen, ob es in nächster Zeit für einen weiteren Artikel reicht, bis dahin der Verweis auf vor einem Jahr.
Mein damaliger Kontext war übrigens eine eigene Zombiegeschichte, die inzwischen ihrer Überarbeitung harrt und die einen ganz anderen Hintergrund für die Verwendung der Zombies hat. Ich hoffe, die noch vor Halloween (also im Oktober) bereit zu haben. Es hat sich an dem Jurassic-World-Projekt herausgestellt, dass Bezug zu aktuellen Ereignissen als Veröffentlichungsstrategie extrem erfolgreich sein kann.

5. Kanalisierung

Manchmal ist schlechte Laune genau das, was man braucht. Mir ging diese Woche jemand extrem auf die Nerven, der beständig mit zwei Maßstäben misst. Davon gibt es ja allgemein viel zu viele. Ich bin dem dann irgendwann explodiert. Das tue ich extrem selten.
Ich kann daran auch im Nachhinein nicht den geringsten Fehler erkennen. Manchmal ist es einfach richtig. Ich bin ziemlich froh, nicht die Klappe gehalten zu haben. Wir werden sehen, was kommt.


Freitägliche Fünf+ 11.09.2015

Die (normalerweise) wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Die letzten drei Wochen waren voll und seltsam und achterbahnig und überhaupt. Privat, politisch, arbeitsmäßig. Ich werde daher die beiden verpassten Fünfer nicht ausgleichen, sondern einfach meine Notizen abarbeiten.

1. Urbaner Schredder

Ich bin ein großer Fan weniger von Elektromobilität als von den Kleinstfahrzeugen, die damit möglich sind. Der Urban Shredder von Hot Wheels ist natürlich mehr als Spielzeug oder Sportgerät gedacht, aber der Gedanke geht ja durchaus in die richtige Richtung: Fortbewegungsmittel so klein und leicht wie möglich, damit man nicht viel mehr auf Geschwindigkeit bringen muss als den Fahrer selbst. Klar, auf die selbe Straße wie ein Lkw oder auch nur ein Kleinwagen kann sowas nicht und unsere Verkehrsinfrastruktur ist dafür letztlich nicht geeignet aber ich würde eine Welt mögen, in der dem nicht so wäre.
Via Fancy.

Normalerweise steht hier ein Flachwitz, aber, nunja...

Normalerweise steht hier ein Flachwitz, aber, nunja…

2. Apropos Fortbewegung

Apropos Fortbewegungsmittel und ich. Es gibt Teile eines Schuhs, die ich weniger verachte als die Schnürsenkel. Was ich dagegen immer mag ist, wenn alte Ideen auf komplett neue Weise gedacht werden. Hier ist ein Schuh, der um den Fuß gewickelt wird und trotzdem nicht aussieht wie ein Handtuch am Fuß.
Nur über den Preis müsste man halt noch mal sprechen.
Vibram Furoshiki Wrap-Around Shoes

3. Diese Bank

Das Bild lässt sich irgendwie nicht einbetten, aber es lohnt sich, kurz den Link zu klicken. Absolut beeindruckende Schnitzarbeit: https://instagram.com/p/6okOhdg7R_/.

4. Energie-Innovation in MG

Die NEW will an zwei Standorten in Mönchengladbach die Praxistauglichkeit verschiedener Kleinwindräder in großindustriellen Anlagen testen.
Was wenige wissen: Die Kläranlage in MG-Neuwerk stammt aus einer Zeit, in der in der Stadt viel Bewegung auf dem Energiesektor war. So nutzte sie als eine der ersten Anlagen (manche Quellen sagen die erste Kläranlage überhaupt) die Gase aus dem Klärschlamm zur eigenen Stromversorgung. Es ist gut, wenn heutige Entwicklungen an die technologische Aufbruchszeit anknüpfen, die in dieser Stadt in den 80ern präsent war.

5. Itsy Bitsy Spider

In England tauchen in rauen Mengen riesige Spinnen in den Häusern auf <3. Okay, das ist wegen des folgenden Zitates hier:

Männchen verlassen ihre Netze auf der Suche nach einer weiblichen Spinne. Also gehen sie auf eine kleine Reise, um Liebe zu finden„, sagte der Spinnenexperte Stuart Hine vom Natural History Museum in London

Awwwwwww…

6. Rügenwalder, trotz der Werbung

Die Geschichte,, wie Rüggenwalder zur vegetarischen Wurst kam finde ich absolut interessant, vor allem wegen der Frage der Widerstände. Bisher habe ich sie noch nicht probiert (diese komischen Ersatzprodukte sind nicht so meins), aber es kann nicht schlimmer sein als normale Rügenwalder.
Ich finde es durchaus schön, dass solche Dinge so ein großer Erfolg sind.

7. Mekkes und seine Eier

McDonald’s will künftig nur noch Eier aus Freilandhaltung einsetzen. Das ist schon deswegen eine gute Meldung, weil McDonald’s so eine riesige Kette ist.
Mekkes spielt für die Umwelt-, Natur- und Tierschutzbewegung eine überraschend wichtige Rolle. Als wichtiger Gegner. Wir dürfen nie vergessen, wie uns solche Konzerne einen Punkt bieten, an dem sich Veränderungen anbringen lassen. Die wollen Marktführer bleiben, also müssen sie auf große gesellschaftliche Strömungen reagieren um ihre Position zu halten. Deswegen hat McDonald’s damals als erste Kette Styropor-Verpackungen für die Burger abgeschafft. Deswegen packen die manchmal Bücher in die Kindermenüs. Deswegen haben die vegetarische Burger. Und deswegen steigen die nun auf bessere Eier um.
Wir brauchen Mekkes, um einen Gegner zu haben, gegen den wir Siege auf eine Art einfahren können, dass sie etwas bewirken.

8. Wespen helfen

Ein Mittel gegen Krebs, um genau zu sein. Das sagen zumindest Forschungen aus Brasilien. Ich bin gespannt, ob aus den ersten Ergebnissen weitere positive Meldungen folgen.

9. Fußballgolf

Man nehme Fußball und Golf, zwei Sportarten, von denen ich nichts verstehe, nehme alles raus, was ich daran nicht verstehe, verschmelze es und übrig bleibt Fußballgolf. Das sieht gut aus. Das sieht nach richtig Spass aus. Und das will jemand hinter dem Nordpark in dieser Stadt bauen.

Das ist bescheuert. Das ist perfekt.

Das ist bescheuert. Das ist perfekt. – Bild: Tourismus Pullbach

10. Freie Fahrt für freie Fahrradler

Paris erlaubt Radlern in Zukunft wenigstens testweise, rote Ampeln zu ignorieren, wenn sie rechts abbiegen wollen. Das macht durchaus Sinn, da man beim Abbiegen nach rechts ja nicht die kreuzende Straße queren muss. Für Autos kennen wir das in Deutschland ja fallweise mit Abbiegespuren und grünen Pfeilen.

11. Weltuntergang!

Endlich mal wieder ein vernünftiger Weltuntergang. Am 28. September ist es so weit, die nächste Mondfinsternis bringt das Ende des Planeten oder wenigstens der menschlichen Zivilisation mit sich. Bringt Popcorn.


Freitägliche Fünf 07.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Und diesmal bewegen wir endlich was!

1. Zu Wasser: Wie wär’s mit einem hochseetauglichen Tretboot? Hier ist eins. Das kommt zwar auf gute 3.800 $, aber laut Umrechnung von Fancy sind das nur 3,48 €.
Leider vermute ich, dass mir der Verkäufer einen leicht anderen Wechselkurs berechnet. Schade, genau das richtige Boot für mich, um mal ein bisschen zwischen den Jachthäfen am Rhein rumzukurven.

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

2. Zu Lande: Da, endlich, das perfekte Auto für mich: Das Swincar aus Frankreich. So mach ich den Quatsch mit der Elektromobilität auch mit. Und ja, das gibt es für 1.000 € extra auch in straßentauglich.

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

3. Und in der Luft: Naja, fünf Zentimeter in der Luft, aber hey, Luft.

Wer sich mit Magnetismus auskennt, für den wird der Dampf verräterisch sein: Das Board enthält einen mit flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleiter, der von im Boden befindlichen Magneten abgestoßen und so zum Schweben gebracht wird. Und deswegen ist der Supraleiter für Zimmertemperatur eine so wichtige Vision der Physik: Damit können wir Hoverboards bauen!
Okay und verlustfreien Stromtransport über gewaltige Entfernungen. Aber vor allem Hoverboards.

4. „Mimimi, wie willst du denn mit einem Fahrrad die Familie umherkutschieren?“ Bitteschön:

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten. Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten.
Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

5. Mal abseits von all den fahr-, flieg- und schwimmbaren Untersätzen: Es gibt eine Netzwerkseite für alle, die in MG Flüchtlingen helfen möchten. Sehr gute Initiative.