Gute Vorsätze: Halbzeit

Anfang des Jahres habe ich einige Vorsätze gefasst, wie man das zum, neuen Jahr so macht. Mal schaun’n was draus geworden ist:

85 kg – Geschafft, wobei es noch hin und wieder für ein paar Tage bis zu 3 kg nach oben schwankt. Aber das krieg ich schon noch stabil.
Computerwechsel – Geschafft, ich bin komplett auf den Laptop umgestiegen, inzwischen ergänzt durch einen eBook-Reader, was den Stromverbrauch nochmal senkt. Für die weitere Zukunft denke ich an Microsoft Surface, endlich ein Tablet, mit dem man auch vernünftig arbeiten kann (Android und iOS halte ich mehr für Spielzeug)
Bücherregalschrumpfkur – Geschafft, der Regalmeter ist eingespart, inzwischen passt meine gesamte Buchsammlung in meine Regale
Archivbildung – Mehr oder weniger geschafft. Meine Unterlagen sind inzwischen alle in Regalen untergebracht, aber mit der Ordnung hapert es noch etwas. Momentan bin ich schon froh, dass sie nicht mehr als Papierstapel überall rumliegen
Projekte – In Arbeit. Die 10 eBooks werde ich schaffen, die 4 politischen Projekte sind noch schwierig. Ich komme immer wieder dabei voran, auf in der Stadt laufende Entwicklungen und Vorhaben einzuwirken, aber daneben noch eigene Projekte anzustoßen ist schwierig.


Auf nach 2012

Schon Abend, aber doch: Mein kleiner Ausblick auf 2012
Kurze Vorhersage: Der CASTOR kommt an MG vorbei wenn nicht gar durch MG, wogegen es ordentlich Widerstand gibt. Ansonsten geht es in der Stadt um große Dinge: Verkehrsentwicklungsplan, Lärmaktionsplan, Grimshaws Masterplan, Luftreinhalteplan – wenn es mit „-plan“ aufhört, ist es 2012 Thema. Mit etwas Glück sogar der immer noch suboptimale Busfahrplan in der Stadt. Meister und Vizemeister im Fußkugeln heissen beide Borussia. In Deutschland kommt es zum Durchbruch des eBooks, was weitreichende Auswirkungen auf die hiesige Kulturpolitik und Medienindustrie haben wird. eBooks werden für den Buchmarkt das, was das Internet für die Zeitungen bereits ist. Piraten und FDP gehen am jeweils eigenen Erfolg zu Grunde, wenn auch auf unterschiedliche Weise (FDP weil ihre Erfolge uns zunehmend in den Abgrund reissen, Piraten weil sie durch ihre eigenen Erfolge überflüssig werden). Das Ende der Welt verhindert grade noch rechtzeitig einen verheerenden Wahlsieg der Republikaner in den USA.
Eine Idee, die mir heute kam ist es noch zu beobachten, wie gut mein letzter Einkauf 2011 sich als Orakel eignet. Sollte ich das nicht vergessen, werde ich diese Liste zum Jahresende wieder hervorkramen, mal schauen, was rauskommt. Also: 3 Pfund Äpfel, 500 g FIMO, 1 Mülleimer, 4 LED-Glühbirnen, 5 Liter destiliertes Wasser, 1 Baguette, 1 neues Rücklicht fürs Fahrrad. Nein, ich habe noch keine Ahnung, was das ergibt. Wobei, ich könnte im Mülleimer aus den anderen Teilen eine Suppe anrühren. Dank der Glühbirnen auch mit Knusper.

Und nun der langweiligen Teil an: Vorsätze. Also denn.

85 kg
Der gute alte Klassiker: Abnehmen.
Nachdem ich Sommer 2011 einen Schreck bekommen habe, weil ich erstmals über 100 kg wog, will ich jetzt wieder auf gesünderes Maß kommen und mich auf ca. 85 kg stabilisieren. Auf 89 bin ich aktuell. 85 ist immer noch ein wenig über der BMI-Empfehlung für meine Größe, aber da sag ich ganz einfach: Fuck that, 85 halte ich für gut und gesund. BMI ist eh nicht zur Bemessung individueller Idealgewichte geeignet, sondern ein statistisches Bewertungsinstrument für den etwas abstrakteren Begriff der „Volksgesundheit“.
Nehmen wir „Mehr Sport“ gleich dazu, dann haben wir die Klassiker abgehakt.

Computerwechsel
Nein, es geht nicht um die Anschaffung eines neuen Computers, sondern um den Umstieg von Desktop-PC auf Laptop.
Im Dezember hat sich meine durchschnittliche tägliche Zeit vorm Desktop-Computer von 5 auf 3 Stunden verkürzt, im Laufe des Jahres 2012 will ich komplett auf den Laptop übergehen. Der wichtigste Grund dafür ist der geringere Stromverbrauch von Laptop-Computern, aber natürlich auch die Möglichkeit, unterwegs zu arbeiten und so zum Beispiel Bahnfahrten und Wartezeiten effektiver nutzen zu können. Im Idealfall erhalte ich dadurch mehr Zeit, im weniger idealen Fall steigt nur meine Zeit vorm Bildschirm.
Richtig ist, dass Tablet-Rechner noch weniger Strom verbrauchen, ich habe aber schlichtweg keinen und bin nicht sicher, ob ich 2012 einen kaufen werde. Vielleicht. Zudem sind Tablets allem Anschein nach zum Schreiben längerer Texte schon von der Software her eher weniger geeignet.

Bücherregalschrumpfkur
Meine Büchersammlung zählt sicherlich nicht zu den größten der Welt – sie braucht etwa zwei Billy-Regale und einen Eichenschrank in ähnlicher Dimensionierung. Alles in allem wohl ein paar hundert Bände, vielleicht 1.000. Dennoch verbrauchen sie Platz, den ich anderweitig gebrauchen könnte, grade mit rapide wachsenden Beständen an Ratsunterlagen und ähnlichem offiziellen Kram.
Also werde ich in Zukunft soweit möglich meine Bücher durch elektronische Versionen ersetzen. Ich schätze, das macht etwa ein Drittel meiner Sammlung aus, der Rest sind seit Jahrzehnten vergriffene Taschenbücher, Bildbände und aufwendigere alte Ausgaben. Alles andere ist ersetzbar. Da ich die Erfahrung machen musste, dass gebrauchte Bücher von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen praktisch unverkäuflich sind (ob auf dem Trödelmarkt, im Antiquariat oder online), bedeutet das wohl eine Zunahme meiner Altpapiermengen. Das kann man noch so schlimm, schade oder barbarisch finden: Niemand kauft alte Bücher, es gibt einfach keine wirtschaftlich vertretbare Alternative.

Archivbildung
Hier dann im Gegenzug, wofür die Bücher eigentlich Platz machen: Ende 2010 habe ich aufgehört, Ratsunterlagen jenseits der Protokolle zu archivieren. Jeden Monat kam etwa ein dicker Ordner an Unterlagen dazu, schnell gab es Platznot. Ich entschied mich, Ratsunterlagen künftig aus dem Ratsinformationssystem zu laden, wenn ich sie brauchte.
Das Problem hiermit ist, dass sich das Ratsinformationssystem als völlig unbrauchbar erwiesen hat. Allem voran das Fehlen der Bebauungspläne bei Bebauungsplanbeschlüssen wog schwer, etwas weniger schwer auch sonst das Fehlen praktisch sämtlicher Anlagen bei Beratungsvorlagen. So war oft nicht nachvollziehbar, was genau eine Entscheidung eigentlich umfasst und ich musste aus dem Gedächtnis zitieren/beschreiben. Das ist bei der Anzahl an Vorhaben, die über ein Jahr entschieden werden, inakzeptabel. Und da ich unserer Verwaltung inzwischen die nötige Kompetenz für eine ordentliche Versorgung des Ratsinformationssystemes nicht mehr zutrauen (mit wenigen Ausnahmen bei Einzelpersonen), muss ich halt doch wieder archivieren. Dafür brauche ich 2012 etwa 1-2 Regalmeter, die ich aktuell nicht übrig habe.

Projekte
Klare Zahlen: Bis Ende des Jahres will ich 4 Projekte im Rahmen meiner Ratsarbeit umgesetzt haben. Ausserdem sollen bis dahin 10 neu von mir verlegte eBooks raus sein, idealerweise eines pro Monat. Beides sind Mindestzahlen. Beide sind ungefähr gleich ambitioniert.