Grashüpfer haben keine Zeigefinger

Ich weiss nicht, ob es alle mitbekommen haben (wahrscheinlich schon): Wir haben ein ernsthaftes Problem, was die Insektenpopulation in Deutschland angeht. Und nein, Monsanto ist nicht schuld. Na gut, doch, aber nicht allein.

Toter Grashüpfer

Wir brauchen sehr viel sehr kleine Kreidestücke –
Bild: 350z33 at English Wikipedia

Ich könnte jetzt lange ausführen, wie es nach und nach zu dieser Erkenntnis kam, aber das Ergebnis muss reichen: In weiten Teilen Deutschlands (mindestens) kam es im Verlauf der letzten 27 Jahre ist der Bestand an Fluginsekten kontinuierlich auf mittlerweile etwa 25% des Ursprungsbestandes gesunken. Das zieht natürlich Folgen nach sich und so ließ sich etwa bei den Vögeln ein vergleichbarer Rückgang nachweisen.
Für die meisten Leute sind die Schuldigen schnell gefunden: Giftkonzerne und Landwirtschaft vernichten massenweise Insekten, um möglichst viel Umsatz zu machen. Dabei ist ihnen im Namen der Effizienz auch gleich, ob neben den Schädlingen andere Insekten mit betroffen werden. Und das ist ohne Frage ein wichtiger Faktor. Es ist ohne Frage wahr. Aber: Die landwirtschaftliche Fläche in Deutschland schrumpft, der Anteil der ökologischen Landwirtschaft am Gesamtraum steigt. Es muss also noch andere Faktoren geben.

Gärten des Grauens

Gifte allein erledigen sich mit der Zeit, weil der Vernichtung von Individuen gewöhnlich die Entstehung von Resistenzen folgt. Nach 27 Jahren müssten einzelne Spezies schon längst immun geworden sein und dies mit massenhafter Vermehrung quittieren.
Aber die Landwirtschaft ist natürlich ein praktischer Schuldiger. Die wenigsten von uns sind Landwirte (siehe oben, davon gibt es immer weniger). Wer hier liest und Landwirt ist, ist wahrscheinlich Teil der ökologischen Landwirtschaft. Oder andersgesagt: Schuld sind mal wieder die anderen.
So, und jetzt reden wir mal über Vorgärten. Und Hintergärten. Und überhaupt Gärten.

RasengartenAlle drei Bilder sind für Insekten leere Wüsten. Kahler Boden, einförmiges Gras und Steine ohne auch nur einen Grashalm sind alles vollkommen lebensfeindliche Habitate, aus denen kaum ein Insekt hervorschauen wird. Nein, auch in dem romantischen Bauerngarten nicht, solange dieser fein säuberlich vermeintliches Unkraut entfernt und zwischen den Nutzpflanzen nur sinnlos kahlen Erdboden hinterlässt. Doch genau das ist selbst für viele Naturfreunde Teil des Gartenideals: Bloß nichts wachsen lassen! Und wer das nicht tut, lässt sich zwar nicht verklagen, aber man kann schon bei der Existenz solcher Artikel wie des heutigen in der Mein schöner Garten zwischen den Zeilen herauslesen: Wünschen täte es sich so mancher.
Im Namen der Sauberkeit wird in den Städten eine Leichenhaussterilität angestrebt, in der nirgendwo mehr ein Blatt liegen, ein Moos wachsen darf, denn blanker Stein ist ja so viel toller als Leben. Was bitte ist an einem sauber ausgefugten Kopfsteinpflaster besser als an einem dessen Lücken erfüllenden Moosteppich? Optisch nichts, haptisch nichts, ökologisch sowieso nichts.
Ein paar Leute haben sich über mich gewundert, als ich in der Dahler Oase die Brennnesseln vor allen Ansinnen geschützt habe, als dort im Sommer die Raupen des Admirals und des Tagpfauenauges in Massen Fressorgien feierten. Vielleicht ist das jetzt etwas klarer: Wir alle müssen uns bewusst sein, dass wir unsere Welt nicht allein beleben. Dass es wichtigere Dinge gibt als unsere anerzogene Ästhetik und ihre Anwendung auf jeden Quadratmeter Festlandfläche. Dass Natur wir die Pflicht haben, nicht zu tief in Systeme einzugreifen, die zu komplex sind, um sie als Einzelmensch zu erfassen. Natürlich müssen wir die Welt verändern, das ist immerhin die zentrale Überlebensstrategie des Homo sapiens, aber wir müssen auch Maß halten dabei. Denn wenn wir es zu stark auf unsere Bedürfnisse als Menschen anpassen, ist bald für niemand anderen mehr etwas übrig.
Es ist gut, dass Heuschrecken keine Zeigefinger haben. Sie wären sonst ständig auf uns gerichtet. Auf uns alle, nicht nur auf die Landwirte.


Zweiwöchige Zehn 05.08.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal wieder für zwei Wochen, weil sich die Feriensaison für mich irgendwie zum genauen Gegenteil entwickelt und ich mal wieder einen Freitag verpasst habe. Unter anderem gab es heute ein neues Buch abzuschließen, aber dazu komme ich gleich

1. How to Sing Butterflies

How to Sng Butterflies DXEndlich mal wieder habe ich ein neues Buch fertiggestellt. Eigentlich sogar zwei, denn die Kurzgeschichtensammlung erscheint in einer Standardausgabe und einer DX Edition. Das allein wird schon ein interessantes Experiment.
Die Standardausgabe ist eine einfache Sammlung von 22 englischsprachigen Kurz- und Kürzestgeschichten, darunter drei erstmalig veröffentlichte Titel (Regulatory Measures -Science-Fiction-, Ghostly -Fantasy/Literarisch- und Curiosity -Western-) und vier aus dem Deutschen erstmalig ins Englische übersetzte Geschichten (Khamel, Feuchten Fußes, Schwarzer Schwinge und Staksigen Schrittes). Die Sammlung spannt durch alle Genres der Fantastik sowie Xenofiction und wie immer man genrelose Fiktion nennen mag. Insgesamt fast 13.000 Wörter (12.944) zum Preis von 1,99 € sind es geworden, verteilt auf Geschichten von wenigen Wörtern Länge bis zu solchen von um die zweitausend Wörtern.
Die DX Edition enthält alle Inhalte der Standardausgabe, ergänzt sie aber mit zusätzlichen Kommentaren zu jeder Geschichte. Darin erfahren interessierte Leser mehr zu Idee und Entstehung der Geschichten. Etwas über 21.000 Wörter fasst diese Ausgabe mit dem zusätzlichen Inhalt für 2,99 €.
Die beiden Editionen sind aktuell in der Prüfung und sollten die Nacht bei Amazon und dann nach und nach bei den anderen Shops auftauchen. Und diesmal nur zwei Tage später als geplant. Ich werde besser mit diesen Terminen.

2. #OffeneTuer

Was in der Rolle von Twitter zum Attentat von München bei vielen in den Köpfen bleiben wird, sind die Vorurteile der Rechten, die sich dort sofort ausbreiteten. Das hat mit unseren Gehirnen zu tun, die negative Erfahrungen wichtiger nehmen als positive (gut fürs berleben als Steinzeitmensch, schlecht für die Laune).
Was dabei ein wenig untergeht, ist eine deutlich größere Reaktion bei Twitter: Etliche, die unter dem Hashtag #OffeneTuer jenen Übernachtungsmöglichkeiten boten, die unterwegs von der Ausgangssperre der Polizei überrascht worden waren. Einschließlich vieler Moscheen und Kirchen.

Aktion Offene Tür

Bild: Facebook/Islamische Zeitung

3. Wüstengemüse

Die Gruppe Roots Up nutzt einen alten Pfadfindertrick zum Wassersammeln für eine variation des Gewächshaus-Prinzips, die es ermöglicht, im trockenen Äthiopien durstiges Gemüse wie Kohlpflanzen anzubauen.

4. Heimische Papaya

Im oberfränkischen Kleintattau gibt es jetzt Tropenfrüchte aus dem Gewächshaus. An sich noch nicht so erstaunlich, aber dieses Gewächshaus wird mit Abwärme aus der Umgebugn betrieben, hat also mit den wegen des Energieverbrauchs in Verruf stehenden üblichen Gewächshäusern wenig zu tun.

5. Silizium-Luft-Akku

Aus dem nahen Jülich kommt ein großer Schritt zu besseren Batterien für großtechnische Anwendungen. Die Silizium-Luft-Batterie ist ein extrem langlebiger Energieträger potenziell hoher Kapazität. Ob und wann sie alltagstauglich wird, bleibt abzuwarten, aber auf jeden Fall ist sie dem einen großen Schritt näher gekommen.

Schema einer Silizium-Luft-Batterie

Funktionsprinzip der SiOx-Batterie – BIld: ingenieur.de

6. Getty Images wird verklagt

Leider haben viele Stockphoto-Seiten die unangenehme Angewohnheit, sich gemeinfreie oder sonstwie frei lizenzierte Bilder abzugreifen und auf deren Veröffentlichungsrechte eine Gebühr zu verlangen. Getty Images ist da ein besonders auffälliger Kandidat, die gerne auch gegen Verwendungen eigentlic gemeinfreier Bilder aus ihrer Sammlung klagen. Nun, sie haben es jetzt geschafft, eine Fotografin wegen der Verwendung ihrer eigenen Bilder zu verklagen. Die fand das gar nicht lustig und verklagte im Gegenzug Getty Images wegen vorenthaltener Einnahmen in Höhe von einer Milliarde Dollar.
Upps.

7. Grafitti in leserlich

Das schlimmste an Grafitti ist ganz klar die Sauklaue, in der sie verfasst sind. Nun, der französische Künstler Mathieu Tremblin leistet dagegen Abhilfe.

Typografisch bereinigte Grafitti an einem Brückenfeiler

Stellt sich heraus, dass es dadurch auch nicht viel verständlicher wird – Bild: Mathieu Tremblin

8. Neuer Rekord für die Erneuerbaren

Portugal hat es geschafft, ganze vier Tage am Stück rechnerisch vollständig von Erneuerbaren Energien versorgt zu werden. Weiter so!

9. NX

Wahrscheinlich spekuliert Eurogamer nur, aber die Gerüchte um die kommende Nintendo-Konsole NX sind schon interessant: Eine Mischung aus tragbarem System und Fernsehkonsole mit Modulen statt optischen Disks als Speicher ist nicht so aussergewöhnlich, wie es scheint. Ich fände das durchaus interessant. Ich behaupte mal, das ist es, was die WiiU eigentlich immer werden wollte, bevor sie halbfertig auf den Markt geworfen wurde.

NX-Entwurf laut Eurogamer

NX-Entwurf laut Eurogamer

10. Major Tom Over

Mit diesem Beitrag verschwindet das letzte Musikvideo im Blog von der Startseite. Das geht natürlich überhaupt gar nicht, also ist hier zum Ausgleich der damalige ISS-Kommandant Chris Hadfield mit einer 2013er Coverversion von David Bowies Space Oddity


Freitägliche Fünf 5.12.2014

Fünf positive Dinge aus den vergangenen sieben Tagen, jeden Freitag. Jetzt schon zum dritten Mal zu füllen geschafft. Yay!

1. Es ist nicht einfach, in der gegenwärtigen Zeitungslandschaft guten Wirtschaftsjournalismus zu finden und im Wirtschaftsteil kann man die Suche gleich ganz aufgeben. In der FAZ gab es diese Woche mal eine Perle klugen Wirtschaftsjournalismus. Im Feuilleton in einer TV-Kritik, denn fast nur noch dort kann man heute noch Kluges über die Wirtschaft sagen, aber immerhin. Unbedingt lesenswert.

2. Hier mal eine kleine Doku. Für am Thema Nachhaltigkeit interessierte nicht viel neues, aber dennoch ist es eine guter Rundumschlag zur Einführung ins Thema.

3. Ich habe einen hübschen Schrank vom Sperrmüll gezogen. Mehr oder weniger Sperrmüll, er stand vor einem leergezogenen Haus mit allerlei Brettern und einem Schild „zu verschenken“. Ein Regal, das sehr schön zu meinem Plan passt, den Schreibschrank durch ein Stehpult zu ersetzen — bis jetzt fehlte es mir dazu an Stauraum für die bisher im Schreibschrank aufbewahrten Bücher und Utensilien.
Nachdem ich ihn etwas über einen Kilometer durch die Nacht geschleppt habe kann ich auch klar bezeugen, dass das Regal stabil und schwer ist. Das sollte ein wenig halten.
Ein sehr schöner Zufallsfund auf dem Weg zur Fraktionssitzung und somit das wahrscheinlich beste, was eine Fraktionssitzung mir in den letzten Monaten gebracht hat.

4. Ich mag es, wenn Menschen große Probleme mit simplen Ideen angehen, die einen Tick ausserhalb der „normalen“ Denkweisen liegen. Der Gedanke hinter der Grazing Revolution ist ein solcher: Wir haben wachsende Wüsten? Dann gehen wir doch hin und machen aus der Bekämpfung des Wüstenwachstums ein Geschäft. Gezielte Viehwirtschaft soll die alten Tiergemeinschaften der Steppen simulieren. Sie weiden auf spärlich bewachsenem Boden, kacken dort, wodurch der Boden gedüngt und fruchtbarer wird, was stärkeres Wachstum von Pflanzen mit sich bringt.
Das Buch ist mehr eine Autobiografie mit Fokus darauf, wie der Autor den Plan auf seiner eigenen Farm in Simbabwe umgesetzt hat, aber es ist schon allein interessant, diesen Ansatz anzustoßen.

5. Die Uni von Bristol bringt uns einen Schritt näher an Formenergie. Mit gezielt projizierten Schallwellen erzeugen sie bei Hologrammen die Illusion, diese böten beim Berühren Widerstand. Ganz im Ernst, die Hologrammtechnologie ist fortgeschrittener, als ich gedacht hätte, bleibt aber bisher abgesehen von Gorillaz-Konzerten in den Laboren versteckt. Wobei, Gorillaz-Konzerte gibt es auch nicht mehr, oder?

Runner-Up
Heute hatten wir bei Grünens das inzwischen zur Tradition herangewachsene Packen von Präsenttüten zu Nikolaus, welche dann am 6. Dezember in den Flüchtlingsunterkünften der Stadt an die Kinder verteilt werden. Hat wie immer Spass gemacht, in der kleinen Gruppe zu packen und die Schenkaktion vorzubereiten.


Petitionnerstag XXXVI

Huch, der Petitionsausschuss des Bundestages ist ja plötzlich richtig flott geworden – gleich zwei Petitionen zu fast schon tagesaktuellen Themen sind online gegangen – von denen eine allerdings ironischerweise bereits von der Geschichte überholt wurde. Naja, passiert.
Dafür gibt’s diese Woche auch nicht so viele Petitionen. Und der Petitionnerstag ist endlich wieder am Donnerstag.

Gleiche Grippe für alle!

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Impfstoff gegen die Schweinegrippe für jederman gleich ist und Politiker und Soldaten keine Sonderbehandlung bekommen.

Das ist die eine tagesaktuelle Petition – die Impfungen haben am Montag begonnen, wenn auch mit eher mäßigem Interesse. Und dabei hat die Pharma-PR-Abteilung sich doch so vorbildlich bemüht…
Aktuell ist hierbei der Bezug auf die Sonderimpfung für Staatsminister und ähnliches, wobei die inzwischen auch gelaufen sein dürfte – spätestens jedoch nach Ende der Mitzeichnungsphase.

Keine Schattenhaushalte

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass keine weiteren Sondervermögen zur verdeckten Kreditaufnahme eingerichtet werden.
Insbesondere Zuschüsse und Darlehen des Bundes zur Gesetzlichen Krankenversicherung und zur Bundesagentur für Arbeit dürfen nicht durch eine Kreditaufnahme in Sondervermögen im Bundeshauhalt verschleiert werden, sondern sind unmittelbar im Bundeshaushalt aufzuführen.

Und hier ist die andere. Die wurde gleich komplett vom Geschehen überholt, denn diese Vorgehensweise ist bereits illegal und wurde daher von der schwarz-gelben Koalition bereits aufgegeben.

Flexibler Kindergeldabschlag bei volljährigen Kindern mit Einkommen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Grenze des § 32 Abs. 4 Satz 2 ff. i.V.m. § 62 ff Einkommensteuergesetz für das Einkommen volljähriger Kinder so gestaltet wird, dass sie nicht als unbedingte Ausschluss-Grenze wirkt, sondern das die Grenze des übersteigenden Kindeseinkommens den Kindergeldanspruch entsprechend mindert.

Ganz ehrlich: Der Satz ist hoch genug (über 7.000 €), da kann man das Kindergeld ruhig komplett stoppen.

Prüfpflicht für Banken bei Abbuchungen

Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das es Banken untersagt, Abbuchungen von den Konten Ihrer Kunden zuzulassen, ohne die Berechtigung des Abbuchenden zu überprüfen. Das Strafmaß muß so gewählt werden, daß es solche Geschäftspraktiken unrentabel für die Banken sind.

De facto lösen Banken tatsächlich jede Abbuchungsanfrage ein und warten dann auf Widerruf durch die Kunden. Das ist zwar ein schnelles, aber auch dubioses Verfahren.
Dann doch lieber zwei Tage länger auf das Geld warten, dafür aber sicher. Wobei ich von keinem System wüsste, welches in vertretbarem Zeitrahmen funktioniert.

Geschwindigkeitsbegrenzung für Autos mit Fahrradträger

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …,
das Kraftfahrzeuge mit Fahradträger, sei es auf dem Dach oder am Heck, eine maximale Geschwindigkeit von 80 km/h fahren dürfen.

Im Grunde läuft das auf eine Gleichberechtigung mit Fahrzeugen mit Anhängern hinaus. Da Fahrräder einen erheblichen zusätzlichen Luftwiderstand darstellen (der proportional zur Fahrtgeschwindigkeit steigt) kann eine solche Beschränkung sowohl zum Kraftstoffsparen beitragen als auch die Unfallgefahr (der Luftwiderstand erzeugt entsprechende Zugkräfte an der Befestigung) vermindern.

Kein Alkohol für Jugendliche

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Jugendschutzgesetz im Bereich der Erlaubnis des Alkoholkonsums von bier-, wein- und sekthaltigen Alkoholika von 16 auf 18 Jahre und bei branntweinhaltigen Alkoholika von 18 auf 21 Jahre angehoben wird!

Ebenso ist die Gesetzteslücke im Bereich der Sanktionen (Ordnungswidrigkeitenbereich) bei Abgabe bzw. Weitergabe von Alkohol an unter 16-jährige von 16 und 17-jährigen Jugendlichen zu schließen und dies zu sanktionieren.

Kurzgesagt: Ich glaube nicht, dass das Hauptproblem bei übermäßigem Alkoholkonsum das Alter der Trinker ist.

Befreiung von der landwirtschaftlichen Unfallversicherung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen:
Allein der Besitz land- und forstwirtschaftlicher Flächen und die nicht-erwerbsmäßige Bewirtschaftung derselben führt nicht zu einer Pflicht-Mitgliedschaft und Beitragspflicht in der gesetzlichen Landwirtschaftlichen Unfallversicherung.

Hilfsweise, wenn diesem Anliegen nicht gefolgt werden kann:
Wer Land- und Forstwirtschaft nur in nicht-erwerbsmäßigem Umfang betreibt, ist von der Grundgebühr der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung befreit.

Da ich nicht weiss, wann die Gesetzliche Landwirtschaftliche Unfallversicherung greift, kann ich auch nicht wirklich beurteilen, ob das sinnvoll wäre.