Sieben am Sonntag 26.03.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Ich habe mich einige Zeit schon gefragt, wo der Sinn darin liegt, Die Schöne und das Biest als Realfilm neu zu verfilmen. Und zwar nicht das Buch, sondern das Drehbuch zur Disney-Version. Ich meine, der Film war so gut wie perfekt. Was ich dabei natürlich nicht bedacht hatte war, dass Deadpool in dem Film nicht vorkam. Glücklicherweise haben ein paar Fans auf Youtube dieses Manko ausgleichen können.

Handyzubehör der Woche

Ein Hund wird mit einem tennisball dazu gebracht, in die Kamera zu schauen

Aber schnell, sonst beisst Schlabberschnäuzchen ins Telefon und apportiert es – Bild: Clever Dog Products/Indiegogo

Hier ist etwas, was so gut wie nie funktioniert: Haustiere im Porträt fotografieren.
Es ist ausserdem etwas, was eine herrlich bekloppt wirkende Lösung hat: Die wunderbar benannte Firme Clever Dog Products verkauft jetzt diese Lösung. Der Pooch Selfie ist eine Halterung, mit der man einen (mitgelieferten) Tennisball oben am Handy fotografiert. Hasso und Rex schauen auf den Ball, doch statt, dass ihn jemand wirft, blitzt es plötzlich.
Doofe hinterhältige Menschen.

Fahrrad der Woche

Entschuldigen Sie, Ihr Dach hat ein Loch! - BIld: Lindenau

Entschuldigen Sie, Ihr Dach hat ein Loch! – Bild: Lindenau

Bei der Suche nach Inspiration fürs Velomobildesign (ja, ich denke immer noch hin und wieder an diese Idee) stieß ich plötzlich auf das obige Foto eines neuen Modells, des Sunglieder One. Was mir auffiel, war der eindeutig düsseldorfer Hintergrund. Unverwechselbar der Medienhafen. Sollte es etwa ein neues velomobil hier aus der Gegend geben?
Und tatsächlich, der Sunglider One und sein offenes Schwestermodell Sunglider Easy stammen von hier. Sogar noch näher, als ich erwartet hatte: Es handelt sich um Modelle des Liegradbetriebs Lindauer aus Willich am Flughafen Mönchengladbach.
Ich erinnerte mich dunkel, dass da mal was geplant war.
Es handelt sich um Velomobile mit unterstützendem Motor, der in der Fahrt über Solarzellen aufgeladen wird. Damit erreichen sie eine beachtliche Reichweite und selbst wenn diese erschöpft ist, können sie als Fahrräder weiterfahren.
Das Design unterscheidet sich deutlich von bisher erhältlichen Velomobilen, die meist eine viel prominentere Raketenform haben. Was den Sunglidern an Aerodynamik fehlt, machen sie mit Technik wett. Nur leider sind sie damit auch für Velomobile in der oberen Preisklasse. Der Easy kommt auf für diese Fahrzeuge recht übliche 6.990 € während der geschlossene One es auf stolze 9.990 € bringt.

Spielzeug der Woche

Der Weg zur Weltherrschaft ist frei! In die Welt, meine Steine! Überwuchetr alles! Alles! - Bild: Nimuno Loops/Indiegogo

Der Weg zur Weltherrschaft ist frei! In die Welt, meine Steine! Überwuchert alles! Alles! – Bild: Nimuno Loops/Indiegogo

Zielerreichung ist das eine. Ziele übertreffen ist etwas anderes. Ein Ziel um 18000% zu übertreffen ist noch ein Mal etwas ganz anderes. Gut, bei einem Ziel von nur 8.000 $ nicht so schwer wie bei manch anderen Zielen, aber dennoch: Was macht ein Hersteller mit einem Überschuss von 1.439.981 $?
Das Produkt war aber auch perfekt für eine Internetkampagne, denn eines der Dinge, nach denen das Internet verrückt ist, ist Lego. Die dänischen Bauklötze sind ein noch größerer Hit als in so manchem Kinderzimmer.
Doch worum geht es nun? Nimuno Loops sind ein Klebeband, auf dessen Oberseite zu Lego passende Noppen angebracht sind. Damit kann man aus nahezu jeder Oberfläche eine Lego-Platte machen, um Figuren und Konstrukte darauf aufzubauen. Keine Ahnung, wie viel das Klebeband aushält, aber das wird sich zeigen. Denn genug Geld für die Serienherstellung ist ja jetzt definitiv vorhanden.

Plastik der Woche

Und noch ein wenig Plastikkram: Die TAZ vermeldet diese Woche, Forscher an der TU München arbeiten an einem biologisch abbaubaren Kunststoffersatz aus Ernteabfällen des Getreideanbaus. Nunja, strenggenommen Rückstände aus der Weissmehlproduktion, aber das sind jetzt Details.
Richtig bleibt natürlich, dass Vermeidung besser ist als Optimierung. Aber Plastiktüten sind nicht annähernd so vermeidbar, wie wir das gerne hätten. Spätestens, wenn man etwas feuchtigkeitsempfindliches wie Papier oder Gebäck kauft, braucht man doch wieder in irgendeiner Form eine leichte und wasserdichte Verpackung wie sie nur Plastik so gut bietet. Und als Mülltüten sind sie auch die beste verfügbare Option.

Besuch der Woche

Am Donnerstag hatten wir bei den Gladbacher Grünen Dr. Renate Knauf da, die das Konzept des Friedwaldes vorstellte. Hinter dem vom Friedhof abgeleiteten Begriff verbirgt sich ein Waldstück, in dem unter den Bäumen Urnen Verstorbener begraben werden. Die Urnen lösen sich nach drei Jahren im Boden auf und die Asche geht zurück in die Natur.
Anders als der Name suggerieren mag, ist der Wald dabei dort, wo dies gesetzlich möglich ist, nicht umzäunt (umfriedet), es ist nur ein Verweis auf den friedhofsähnlichen Charakter.
Zu hoffen ist jetzt natürlich, dass auch hierzustadte eine solche Einrichtung entsteht. Zum einen als Angebot (für mich wäre das als letzte Ruhestätte sehr attraktiv), zum anderen ist es aber auch eine Form von Nutzung, die den Erhalt des dortigen Waldes garantiert. Es ist kein Friedhof mit bunt geschmückten Gräbern, sondern eben ein weitestgehend natürlicher Wald, in dem Überreste und Schilder Verstorbener sowie einige Wege angelegt wurden.

Wahl der Woche

v.l.n.r.: Ulla Schmitz, Thomas Diehl, Anita Parker

v.l.n.r.: Ulla Schmitz, Thomas Diehl, Anita Parker

Das war zwar schon in der Woche davor, aber da hatte ich wegen eines weggelaufenen Fotoapparates noch kein Bild dazu und das sollte schon sein. Dann also diese Woche: Mit der letzten Wahl der Mitgliederversammlung bin ich nun Vorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Mönchengladbach.
Ich denke, bei der Wahl hat sich mit Anita Parker (Sprecherin), Ulla Schmitz (Kassiererin), Lena Zingsheim, Franz Bauman, Gerd Schaeben und Peter Walter (Beisitz) sowie mir ein klasse Team zusammengefunden. Das Saarland deutet heute schwierige Wasser für die Partei an, aber da bekommen wir sie schon durch. Ich denke sogar, das ist die Gelegenheit, um Motivation zu schöpfen, besser zu werden. Lasst euch überraschen, von uns wird man hören.