Freitägliche Fünf 08.05.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.

Ja, es sieht hier grade etwas anders aus. Leere Platzhalterseiten, viel Weiss, das Impressum ist in den Seitenfuß gewandert und dergleichen mehr. Der Grund ist einfach: Ich stelle übers Wochenende das Design der Seite um. Dabei verändert sich teils auch die Struktur einiger Inhalte, was ich aktuell vorbereite. Teilweise probiere ich auch einfach mal aus, was funktioniert, bevor ich es endgültig implementiere. Mal ganz abgesehen von der laufenden Beseitigung der Folgen dessen, dass dieses Blog die Archive von vier Vorgängern aufgenommen hat und das jetzt alles zu vereinheitlichen ist.

Nun aber zum eigentlichen Beitrag. Zusammenfassung in einem Absatz: Mehr Disruption wagen! Und feuchte Spinnen.

1. Mein neuer Lieblingsberuf: Spinnenbesprenkler.
Spinnenbesprenkler braucht man in Zukunft, um superstarke Materialien aus Carbon zu fertigen. Jedenfalls verstehe ich dieses Experiment so, bei dem daas bisher stärkste gefertigte Materila hergestellt wurde, indem man Spinnen mit Wasser besprühte, in dem Carbonflocken und -röhrchen enthalten waren. Die Spinnen bauten das dann in ihre Seide ein und das Ergebnis ist laut Artikel reissfester als alles, was die Menschheit bisher künstlich herstellen konnte.
Das ist alles großartig, aber ich komm nicht von der Vorstellung eines Menschen weg, dessen Beruf darin besteht, genervte Spinnen mit Wasser zu besprühen.

2. In Köln haben Radfahrer eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Pressestelle der Polizei durchbekommen. Wie so oft hat die Polizei Radfahrer grundlos als „Verkehrsrowdys“ bezeichnet. Diesmal gab’s dafür vom Vorgesetzten eine auf den Deckel.

3. Viele werden von Teslas Powerwall gehört haben.

Tesla Powerwall (Bild: Tesla Motors)


Kurz gesagt: In dem Ding steckt eine Revolution. Sollte es wirklich so gut und zuverlässig funktionieren wie versprochen, kann die Powerwall das Ende der großen Energiekonzerne einläuten. Natürlich gibt es Speichersysteme fürs Haus schon lange, vor allem Bleiakkus sind hier gut geeignet, aber es geht nicht um die Technik, es ist wie beim iPad: Die grundsätzliche Anwendung ist nichts wirklich neues, aber Tesla hat es (wie zuvor Apple beim Tablet-Computer) als Produkt sexy gemacht.
Und in Deutschland ist Lichtblick dabei, eine Firma, die schon länger versucht, die traditionellen Strukturen am Strommarkt aufzubrechen um eine eigene Nische für Klein- und Selbsterzeuger zu besetzen.

4. Das Mehrwertsteuersystem in der EU ist so eine Art Brut des Scheitan. Momentan ist es im Buchverkauf übers Internet so: Die Mehrwertsteuer berechnet sich nach dem Satz des Landes, in dem der Empfänger sitzt. Jedes Land hat andere Sätze. In den meisten Ländern gilt für Bücher ein niedrigerer Satz als für normale Waren, allerdings nur wenn sie auf Papier vorliegen. In Deutschland etwa gibt es auf Papierbücher 7%, auf eBooks 19% Zuschlag zum Nettopreis. Ein paar Länder haben diese Diskrepanz 2012 abschaffen wollen, das aber wurde durch die EU verboten.
Und hier kommt nun die gute Nachricht zu dem Thema: Wenigstens diese Regelung will die EU endlich aufheben.

5. eBooks für lau hat diese Woche endgültig die 10.000 Tweets überschritten. Das war so ungefähr meine geschätzte Lebenserwartung für das Projekt. Was noch lange kein Grund ist, jetzt aufzuhören.
Der stärkere Fokus auf weitere Händler neben Amazon hat hier grade noch ein Mal frischen Wind gebracht. Grundsätzlich reagieren die Tolino-Leser deutlich besser auf Gratisangebote, wahrscheinlich auch, weil diese dort noch nicht annähernd so häufig sind wie für Kindle.


Statt eBook-Land: Wichtiger Hinweis

Sorry, kein eBook-Land Bericht diese Woche.
Weihnachten, die heutige Sitzung des Stadtrates, die letzten Deadlines des Jahres und auch die Fertigstellung der aktuell in Bearbeitung stehenden eBooks vor Weihnachten gehen vor.
Hier ein Thema, über das ich auf jeden Fall noch sprechen wollte, das deswegen ausfällt, aber jeder freie eBook-Autor kennen sollte: Luxemburg senkt Mehrwertsteuer für eBooks 2012 auf 3%. Solltet ihr bei amazon (die luxemburgische Mehrwertsteuer berechnen) eBooks veröffentlicht haben und in Deutschland wohnhaft sein: Bitte passt rechtzeitig zum 1. Januar 2012 eure Preise an. Der Preis inklusive Mehrwertsteuer muss stabil bleiben (§8 Buchpreisbindungsgesetz), sonst riskiert ihr Abmahnungen auf Grundlage des Buchpreisbindungsgesetzes. Der Zeitraum, in dem eure Bücher deswegen ihren Preis verändern sollte daher so gering wie möglich sein.