Sieben am Sonntag 12.02.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Die Musical-Episode von Buffy war damals ein ziemlicher Hit, groß genug, um mit Walk Through the Fire einen Charthit und mit Let Me Rest In Peace einen Fan-Liebling hervorzubringen. Mein Lieblingstitel aus der Episode ist hingegen Sanding in the Way/Under Your Spell Reprise.
Die Episode war voller Momente, in denen die Verhältnisse der Charaktere für den Rest der Serie auf den Kopf gestellt wurden. Dieser Doppelsong markiert den Rückzug von Buffys Mentor Giles und Taras Trennung von ihrer Freunding Willow. Beide Ereignisse sind für die weitere Serie extrem wichtig — und die Musik dazu perfekt. Joss Whedon macht definitiv zu wenig Musicals (im Grund e nur Once More With Feeling und Dr. Horrible’s Sing-Along-Blog samt dessen DVD-Bonus Commentary the Musical, alle absolut großartig).

Bienen der Woche

Beim Bürgergartenprojekt gibt es die Anfrage eines Verbandes, ob Bienenstöcke mit dem Garten vereinbar wären. Wir müssen noch abklären, wie groß das Bienenprojekt werden soll, aber grundsätzlich halte ich das für hervorragend. Wir hatten schon öfter daran gedacht, ob man nicht einen Imker anspricht, dort Bienen anzusiedeln, Nahrung dürfte genug da sein.

Drohne der Woche

Zumindest summen kann sie schon mal - Bild: Eijiro Miyako/Gizmodo

Zumindest summen kann sie schon mal – Bild: Eijiro Miyako/Gizmodo

Okay, das ist etwas verwirrend. Drohnen sind natürlich nach den männlichen Bienen benannt, die ein feminines Substantiv zum Namen haben und somit die feministischsten aller Insekten sind. Zu den Dingen, die Drohnen normalerweise nicht tun, gehört das Sammeln von Nektar und die Herstellung von Honig sowie natürlich die Bestäubung von Blüten.
Allerdings stechen sie auch nicht und trotzdem haben wir bewaffnete Kampfdrohnen. Um die Absurdität komplett zu machen haben wir nun also den Plan, Blüten mit winzigen Drohnen (die Roboter, nicht die Bienen) zu bestäuben.
Das ist so schlecht gar nicht. Während ich weiterhin bezweifle, dass das globale Bienensterben im oft propagierten Ausmaß existiert, gibt es lokal fraglos Probleme.
So bringt die Bienenhaltung in Nordamerika bei gleichzeitiger Industrialisierung der Landwirtschaft extreme Probleme mit sich. Dazu muss man wissen, dass Honigbienen in der Neuen Welt nicht natürlich vorkommen, sondern erst vom Menschen gemeinsam mit den entsprechenden Nutzpflanzen dort eingeführt wurden. Dazu kommen noch einige Probleme, die ich hier kaum weiter ausführen kann, etwa wenn Bienen Pflanzen bestäuben müssen, die sie eigentlich meiden (Mandelbäume zum Beispiel). Entsprechend schwierig ist die Bienenhaltung dort.
Unter solchen Umständen kann ein Bienenroboter durchaus Sinn machen. Mal sehen, ob wir solche Roboter noch sehen werden.

Drumpf der Woche

Die Heimatschutzbehörde der USA fände es ganz dufte, wenn sie bei der Einreise die Passwörter für soziale Medienprofile haben könnte. Die haben doch nicht mehr alle Farben im Wassermalkasten.

Abfall der Woche

Evolution einer Flasche. Rechts musste ich aus Platzgründen ein Porträt des aktuelln US-Präsidenten weglassen - Bild: Ari Jónsson

Evolution einer Flasche. Rechts musste ich aus Platzgründen ein Porträt des aktuellen US-Präsidenten weglassen – Bild: Ari Jónsson

Technisch gesehen ist die Meldung schon vom letzten Jahr, aber technisch gesehen müsste ich auch in Mandarin schreiben, damit mich möglichst viele hier verstehen, also was soll’s.
Der Ise (manche mögen „Isländer“ sagen) Ari Jónsson hat eine neue Form von biologisch abbaubarem Kunststoff entwickelt, der eigentlich keiner ist. Die Flaschen aus dem auch als Geliermittel bekannten Agar können nach einer Weile verrotten udn tun dies, im Gegensatz zu normalem biologisch abbaubaren Plastik, auch bei ganz normalen Temperaturen, sobald sie leer sind. Was sich natürlich noch erweisen muss ist, ob die Flaschen auch andere Dinge als Wasser transportieren können, ohne im Regal einzugehen.

Shirt der Woche

Seit wir mit Yi qi einen absolut spektakulären Dinosaurier haben, der mehr einem europäischen Drachen als einem chinesischen Dinosaurier ähnelt, bot sich einiges an spektakulären Auftritten an. Naheliegend und wirklich schön etwa ist dieses heraldisch inspirierte Design auf bei Palæoplushies erhältlichen T-Shirts.
Technisch sind die übrigens auch interessant -statt das Bild aufzudrucken, werden die Shirts zunächst eingefärbt und die Farbe dann stellenweise wieder entfernt, was zu einem nicht abbröckelnden Bild führt.

Bild: Palaeoplushies

Bild: Palaeoplushies

Mahnung der Woche

Eine kurze Erinnerung, dass die Katastrophe von Fukushima immer noch im Gange ist und neue Überraschungen bereithält, etwa dass die Strahlung zu hoch ist, um mit Kameras ausgestattete Roboter dort länger als zwei Stunden arbeiten zu lassen.


Zweiwöchige Zehn 05.08.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal wieder für zwei Wochen, weil sich die Feriensaison für mich irgendwie zum genauen Gegenteil entwickelt und ich mal wieder einen Freitag verpasst habe. Unter anderem gab es heute ein neues Buch abzuschließen, aber dazu komme ich gleich

1. How to Sing Butterflies

How to Sng Butterflies DXEndlich mal wieder habe ich ein neues Buch fertiggestellt. Eigentlich sogar zwei, denn die Kurzgeschichtensammlung erscheint in einer Standardausgabe und einer DX Edition. Das allein wird schon ein interessantes Experiment.
Die Standardausgabe ist eine einfache Sammlung von 22 englischsprachigen Kurz- und Kürzestgeschichten, darunter drei erstmalig veröffentlichte Titel (Regulatory Measures -Science-Fiction-, Ghostly -Fantasy/Literarisch- und Curiosity -Western-) und vier aus dem Deutschen erstmalig ins Englische übersetzte Geschichten (Khamel, Feuchten Fußes, Schwarzer Schwinge und Staksigen Schrittes). Die Sammlung spannt durch alle Genres der Fantastik sowie Xenofiction und wie immer man genrelose Fiktion nennen mag. Insgesamt fast 13.000 Wörter (12.944) zum Preis von 1,99 € sind es geworden, verteilt auf Geschichten von wenigen Wörtern Länge bis zu solchen von um die zweitausend Wörtern.
Die DX Edition enthält alle Inhalte der Standardausgabe, ergänzt sie aber mit zusätzlichen Kommentaren zu jeder Geschichte. Darin erfahren interessierte Leser mehr zu Idee und Entstehung der Geschichten. Etwas über 21.000 Wörter fasst diese Ausgabe mit dem zusätzlichen Inhalt für 2,99 €.
Die beiden Editionen sind aktuell in der Prüfung und sollten die Nacht bei Amazon und dann nach und nach bei den anderen Shops auftauchen. Und diesmal nur zwei Tage später als geplant. Ich werde besser mit diesen Terminen.

2. #OffeneTuer

Was in der Rolle von Twitter zum Attentat von München bei vielen in den Köpfen bleiben wird, sind die Vorurteile der Rechten, die sich dort sofort ausbreiteten. Das hat mit unseren Gehirnen zu tun, die negative Erfahrungen wichtiger nehmen als positive (gut fürs berleben als Steinzeitmensch, schlecht für die Laune).
Was dabei ein wenig untergeht, ist eine deutlich größere Reaktion bei Twitter: Etliche, die unter dem Hashtag #OffeneTuer jenen Übernachtungsmöglichkeiten boten, die unterwegs von der Ausgangssperre der Polizei überrascht worden waren. Einschließlich vieler Moscheen und Kirchen.

Aktion Offene Tür

Bild: Facebook/Islamische Zeitung

3. Wüstengemüse

Die Gruppe Roots Up nutzt einen alten Pfadfindertrick zum Wassersammeln für eine variation des Gewächshaus-Prinzips, die es ermöglicht, im trockenen Äthiopien durstiges Gemüse wie Kohlpflanzen anzubauen.

4. Heimische Papaya

Im oberfränkischen Kleintattau gibt es jetzt Tropenfrüchte aus dem Gewächshaus. An sich noch nicht so erstaunlich, aber dieses Gewächshaus wird mit Abwärme aus der Umgebugn betrieben, hat also mit den wegen des Energieverbrauchs in Verruf stehenden üblichen Gewächshäusern wenig zu tun.

5. Silizium-Luft-Akku

Aus dem nahen Jülich kommt ein großer Schritt zu besseren Batterien für großtechnische Anwendungen. Die Silizium-Luft-Batterie ist ein extrem langlebiger Energieträger potenziell hoher Kapazität. Ob und wann sie alltagstauglich wird, bleibt abzuwarten, aber auf jeden Fall ist sie dem einen großen Schritt näher gekommen.

Schema einer Silizium-Luft-Batterie

Funktionsprinzip der SiOx-Batterie – BIld: ingenieur.de

6. Getty Images wird verklagt

Leider haben viele Stockphoto-Seiten die unangenehme Angewohnheit, sich gemeinfreie oder sonstwie frei lizenzierte Bilder abzugreifen und auf deren Veröffentlichungsrechte eine Gebühr zu verlangen. Getty Images ist da ein besonders auffälliger Kandidat, die gerne auch gegen Verwendungen eigentlic gemeinfreier Bilder aus ihrer Sammlung klagen. Nun, sie haben es jetzt geschafft, eine Fotografin wegen der Verwendung ihrer eigenen Bilder zu verklagen. Die fand das gar nicht lustig und verklagte im Gegenzug Getty Images wegen vorenthaltener Einnahmen in Höhe von einer Milliarde Dollar.
Upps.

7. Grafitti in leserlich

Das schlimmste an Grafitti ist ganz klar die Sauklaue, in der sie verfasst sind. Nun, der französische Künstler Mathieu Tremblin leistet dagegen Abhilfe.

Typografisch bereinigte Grafitti an einem Brückenfeiler

Stellt sich heraus, dass es dadurch auch nicht viel verständlicher wird – Bild: Mathieu Tremblin

8. Neuer Rekord für die Erneuerbaren

Portugal hat es geschafft, ganze vier Tage am Stück rechnerisch vollständig von Erneuerbaren Energien versorgt zu werden. Weiter so!

9. NX

Wahrscheinlich spekuliert Eurogamer nur, aber die Gerüchte um die kommende Nintendo-Konsole NX sind schon interessant: Eine Mischung aus tragbarem System und Fernsehkonsole mit Modulen statt optischen Disks als Speicher ist nicht so aussergewöhnlich, wie es scheint. Ich fände das durchaus interessant. Ich behaupte mal, das ist es, was die WiiU eigentlich immer werden wollte, bevor sie halbfertig auf den Markt geworfen wurde.

NX-Entwurf laut Eurogamer

NX-Entwurf laut Eurogamer

10. Major Tom Over

Mit diesem Beitrag verschwindet das letzte Musikvideo im Blog von der Startseite. Das geht natürlich überhaupt gar nicht, also ist hier zum Ausgleich der damalige ISS-Kommandant Chris Hadfield mit einer 2013er Coverversion von David Bowies Space Oddity


Freitägliche Fünf 24.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal für einen entspannten Abend mit Musik und lecker Essen.

1. Wicked – The Movie

Werbebanner des Broadway-Musicals WickedHollywood nimmt sich meines Lieblingsmusicals Wicked an. Wicked ist die Hintergrundgeschichte von Elphaba, die von einer von Vorurteilen getriebenen Gesellschaft in die Rolle der Bösen Hexe des Westens getrieben wird, die sie in Der Zauberer von Oz einnimmt.
Es ist das einzige Broadway-Musical, von dem ich den Soundtrack gekauft habe. Es ist verdammt gut.

2. Jonathan Young

Noch mehr Musik: Jonathan Young macht auf Youtube Coverversionen von Songs, vor allem Rock- und Metalvarianten von Disney-Filmmusik. Nicht alle sind perfekt, aber ein paar eben doch. Zum Beispiel Prince Ali da oben.

3. Glutamat-Vernunft

Atomare Darstellung des Glutamat-Moleküls

Das Satanmolekül Glutamat – Bild: Wikimedia Commons

Nach etlichen Verteufelungen von Glutamat endlich ein Artikel, der diese traditionelle asiatische Zutat verteidigt. Glutamat ist eine dieser ganzen Lebensmittelpaniken, die jeglicher Grundlage entbehren, aber bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die ihren eigenen Geschmacksnerven misstraut und lieber irgendwelchen Medienköchen solche Dinge überlässt, sehr beliebt sind.

4. Leckerere Schokolade mit wenigerer Fett

Ein Stapel Schokoladenstücke verschiedener Sorten

Dieses Blog wird nicht von Alpia gesponsert. Milka, das ist eure Chance! – Bild: Wikimedia Commons

Industriell hergestellte Schokolade könnte bald mit weniger Fet hergestellt werden udn dabei auch noch besser schmecken. Dazu haben Wissenschaftler eine Methode gefunden, Schokolade mit Stromstößen ein besseres Fließverhalten in den Leitungen zu verleihen. Angeblich soll die so fettreduzierbare Schokolade sogar besser schmecken als die normale Variante.
Wobei man zugeben muss, dass amerikanische Schokolade im Vergleich zur hier erhältlichen erschreckend minderwertig ist.

5. Bürgergarten: Es geht weiter

In Sachen Bürgergarten geht es stetig voran, wir kommen jetzt zu konkreten Terminen für die Vertragsverhandlungen. Ick freu mir!


Freitägliche Fünf 10.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal blicken wir viermal in die Zukunft – und einmal in meinen Musikgeschmack.

1.Bürgergarten Nummer 4

Eine Nachricht, mit der ich kaum noch gerechnet hatte, erreichte mich am letzten Samstag: Ein neues Bürgergartenprojekt in Mönchengladbach rückt in greifbare Nähe.
Es wird ein Projekt mit starkem Inklusionseinschlag auf einem Gelände mit einigen alten Obstbäumen (die natürlich erhalten werden). Ein starker Fokus soll bei dem Projekt auch die Permakultur werden, allein schon wegen der Größe des Geländes. Ich bin sehr gespannt auf das Projekt.
Wo es genau ist sage ich dann, wenn die Tinte unter dem jetzt konkret auszuhandelnden Vertrag getrocknet ist. Momentan sieht es so aus:

Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde – Bild: eigen

2. Modulare Handys

Die Idee modularer Technologie ist gemeinsam mit dem IBM-kompatiblen PC etwas in Vergessenheit geraten. Nun, sie ist zurück, diesmal für Handys.
Was wie eine Spilerei aussieht hilft unter anderem, die Lebenszeit von Mobiltelefonen zu verlängern (defekte Komponenten lassen sich leichter austauschen) und auch, Geld zu sparen (Komponenten dürften günstiger sein als alle paar Jahre ein komplett neues Handy zu kaufen). Ich bin da sehr für.

3. Stammzellen gegen Schlaganfall

Es wird zunehmend klarer, dass Stammzellen für die Behandlung der Folgeschäden von Schlaganfällen eingesetzt werden können.
Wie das genau funktioniert, ist noch ebenso rätselhaft wie vieles anderes über die Funktion von Stammzellen im menschlichen (vor allem im erwachsenen) Körper. Aber es funktioniert offenbar und verspricht, die wohl häufigste Gruppe erworbener Behinderungen erfolgreich behandeln zu können.

4. Die Zukunft von Vorgestern

Eine der faszinierenderen Tätigkeiten in Zeitschriftenarchiven ist es, Zukunftsvisionen vergangener Jahrzehnte durchzugehen. Ich habe selbst einige Bücher über die Zukunft aus den 70ern und 80ern, aber die bei Google Books neben vielen anderen Ausgaben einsehbare Popular Science von März 1934 übertrifft das nochmal deutlich.
Wir haben einen Vorläufer des heute alltäglichen Blinkers am Auto (ein Licht, das einen Text auf die Straße projiziert, der vor dem Abbiegen warnt), eine Ampelanlage mit einer zusätzlichen Phase, in der alle Fußgänger gleichzeitig grün kriegen (wo ist dieses Konzept eigentlich hinverschwunden?), ein Flughafen mitten auf der Themse und ein Auto mit ausziehbarem Schlafbereich im Kofferraum. Und was ist von all den faszinierenden Erfindungen von März 1934 geblieben? Die Astschere aus Kanada, der Teleprompter aus Deutschland und der Gummistöpsel aus Amerika.

Ein als Brücke angelegter Flughafen über der Themse im Zentrum von London

Die schlechteste großartige Idee aller Zeiten! – Bild: Scan aus Popular Science 03/1934

5. Und ein paar Wochen zurück

Vor ein paar Wochen war der Grand Prix Eurovision de la Chanson, den ich in der Tat immer noch so nenne. Ich habe inzwischen praktisch alle Titel vergessen, bis auf den aus Belgien. Funk it Away, Laura Tesoro!


Freitägliche Fünf 26.06.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal geht’s auf Weltreise.

1. Hier ist ein heckgesteuertes Liegerad aus Kalifornien. Es ist nur ein Zweirad, aber genau so soll die Hecksteuerung in meinem Projekt Rana (Typ Schwalbenschwanz) auch funktionieren. Damit wäre schon mal klar, dass es bei Zweirädern funktioniert. Und bei Dreirädern? Wir werden sehen. Der Erbauer hat zugesagt, mir weitere Informationen zur Konstruktion zu schicken.

2. Samsung stattete einen LKW in Argentinien testweise mit einer Videowand aus, dank der von hinten kommende Fahrer quasi durch den Laster hindurch sehen können, was ihnen auf der Straße entgegenkommt. Die Technik hat sich bewährt und Samsung will jetzt mit Verkehrsbehörden den regulären Einsatz abklären.

Ein Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurück! (Bild: Samsung)

Ein animiertes Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurück! (Bild: Samsung)

3. Meine neue Lieblingsfont, auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich die einsetzen sollte (oder wer der Lizenzgeber ist, denn die angegebene Seite existiert nicht mehr).

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

4. Australien bringt uns den wahrscheinlich fröhlichsten Song der Menschheitsgeschichte.

5. Zurück daheim konnte ich die Domain für mein nächstes Online-Projekt sichern. Wie meistens war gleich meine erste Wahl verfügbar. Ich weiss gar nicht, wieso es immer heisst, es sei schwer, eine gute URL zu finden. Ich kriege fast immer meine Wunsch-URI. Das Projekt geht dann nächste Woche online.


Freitägliche Fünf 28.11.2014

Gar nicht so einfach, jede Woche fünf Dinge zu finden, die man in den letzten sieben Tagen gut fand.

1. Schon zwei Jahre alt, aber ich habe erst jetzt davon gehört: Das Konzept für eine flügellose Windkraftanlage mit höherer Leistung und zur Schonung fliegender Tiere. Die tunesische Firma hinter dem Projekt läuft noch und arbeitet weiter daran.

2. Die erste kommerzielle Lieferdrohne der Welt ist im Dienst. Sie liefert Medikamente und ähnliche Güter an die Nordseeküste Juist. Ich mag diese Momente, wenn die besten Aspekte der Zukunft zur Gegenwart werden. Und das wurde ja auch mal Zeit, immerhin sind wir schon deutlich über das Jahr 2000.

3. Apropos Zukunft: Die Pläne der NEW, Kleinwindkraftanlagen zu testen, find ich ebenfalls klasse. Ob da jemand auf mich gehört hat, weiss ich nicht, aber wenn ja, können die das ruhig öfter tun.

Er [Prof. Markus Schröder] betonte aber auch, dass die kleineren Windräder nur eine Ergänzung zu den größeren sein können

Nun, das wird schon. Denn der meiner Meinung nach nächste Schritt zu einer umweltverträglichen und für alle Nutzer von Großkonzernen unabhängigen Energieversorgung ist Wege zu finden, wie Verbrauch und Eigenproduktion zusammengebracht werden können. Vorzugsweise durch bessere Wirkungsgrade bei Erzeugung und Verbrauch. Die gewaltigen Erfolge in der Lampentechnologie geben den Takt vor.

4. Auch wenn ich an der Kommentarsektion verzweifeln könnte, da es laut diesen offenbar schon autofeindlich ist, die Begrifflichkeit „autofreundliche Stadt&dquo; nicht mehr auf Plakaten zu nutzen: Schön, dass Mönchengladbach sich nicht mehr mit seit den 1970er Jahren veralteten stadtplanerischen Konzepten schmückt.
Wir sind leider in einer Stadt, in der die Leute zu glauben scheinen, die Römer hätten die Straße in Erwartung der baldigen Erfindung des Automobils erfunden, denn nur für diese sind Straßen da. Da muss man sich auch mal über Trippelschritte freuen.

5. Lindsey Stirling. Ja ich weiss, nach einer Zeit hört sich alles von ihr irgendwie gleich an. Das ist so eine Eigenschaft von Geigenmusik (und Dubstep) allgemein. Aber momentan ist es noch nicht so weit.


Die Musikeinlage hurt!

Die Inspiration für die dieswöchige Musikeinlage ist der Titelsong Ain’t no Rest for the Wicked zum Videospiel Borderlands:

Und dann ist da natürlich Moulin Rouge: In dem Film geht es immerhin um die Liebe zwischen einem werdenden Schriftsteller und einer Edel-Prostituierten. Ich nehm da mal El Tango de Roxanne und Diamonds Are a Girl’s Best Friend raus:
El Tango de Roxanne


Und natürlich darf der Klassiker zum Thema nicht fehlen: Roxanne, das Original zum obigen Tango von Sting, 1979 und damals ein echter Skandalsong:


Diese Musikeinlage holt's sich zurück

Hach, Repo! The Genetic Opera.
Was für ein großartiger, vollkommen übersehener Film. Ich habe ihn vor einigen Wochen zufällig über die „Ähnliche-Videos“-Spalte bei Youtube gefunden und fand, begeistert von dem so gefundenen Ausschnitt, eine DVD auf amazon.de (Werbung links).

Kurz zum Film: Repo! ist eine Rock-Oper im Jahre 2057: Organausfälle sind zur Epidemie geworden, die Zivilisation wäre fast untergegangen. Da trat der Konzern GeneCo auf den Plan und lieferte künstliche Ersatzorgane, die auf Kredit finanziert werden konnten. Daneben erfand GeneCo Zydrate, ein extrem wirkungsvolles Schmerzmittel, mit dem Operationen ohne Betäubung vorgenommen werden konnten.
Plastische Chirurgie und künstliche Ersatzorgane wurden zum normalen Bestandteil einer neuen Kultur, in der der eigene Körper zum Modegut wurde.
Aber GeneCo war immer noch ein Wirtschaftsunternehmen und als solches daran interessiert, seine Investitionen zurückzubekommen. Der Konzern ließ ein gesetz beschließen, welches es legalisierte, Organe säumiger Kunden zurückzuholen – aus dem Kunden!
Diesen Job erledigt der Repo Man.

Der Film dreht sich hauptsächlich um die Entwicklungen zwischen GeneCo-Chef Rotti Largo, seinen drei Kindern (Pavi, Luigi, Amber), Nathan/Repo Man, seiner Tochter Shilo und der mit künstlichen Augen ausgestatteten Opernsängerin Blind Meg.
Der Film ergeht sich nicht in Kitsch, dafür in einer überzogen verrotteten Darstellung der Menschheit. Dekadent, brutal, düster ist die Gesellschaft einer Zukunft, in der der repo Man zwar ein extrem, aber keineswegs ein Fremdkörper ist. Andererseits ist es erfrischend, einen Film zu sehen, der seine Charaktere so konsequent zeichnet und sie zu keinem Zeitpunkt schont.

Und nun zur Musikauswahl.

Das erste, was ich von dem Film gesehen und gehört habe ist Let the Monster Rise, einer der entscheidenden Wendepunkte im Film:

Recht früh im Film ekrlärt Nathan, was er ist:

Im Trailer fand die Oper aus dem Filmtitel Verwendung, die den Höhepunkt des Films einleitet und den Film, der hauptsächlich die Welt hinter den Kulissne zeigt, mit einer Darstellung der Oberfläche dieser Welt bricht:

Und der Abschlusssong. Hört sich an wie ein klassisches Happy Ending, hört sich aber auch nur isoliert vom restlichen Ende so an. Es ist mehr ein Lichtschimmer in einem unglaublich düsteren Film:

Die oben verlinkte DVD ist englisch mit deutschen Untertiteln. So, wie ich meine Musicals mag: Im Originalton.


Diese Musikeinlage will euch vernichten

Fangen wir an mit Courtney Gears‘ Death to Squishies.
Squishies, das sind organische Lebensformen und die sollen im Roboteraufstand halt vernichtet werden. Okay, dummerweise gehören Menschen da mit dazu.

Heilige Scheisse, Tim Curry. Der Mann kann einen Song über eine Art Dämon, der sich von Verschmutzung und Vernichtung ernährt wie puren Sex klingen lassen. Der Beweis: Toxic Love aus dem ansonsten ziemlich bescheuerten Trickfilm FernGully
Einmal die Filmversion, einmal die komplette mit einem Video, das damit nicht das geringste zu tun hat.


Watch Aku Toxic Love (my first AMV) in Unterhaltung  |  View More Free Videos Online at Veoh.com

Und dann hätten wir noch meine Lieblingsfolge von The Grim Adventures of Billy & Mandy, Little Rock of Horrors, fast komplett von Voltaire gesungen, der immer wieder für die bösen Songs in Trickfilmen herhält.
Ein bisschen Intro, die restliche Folge ist dann bis kurz vorm Ende nur Musik. Schade, dass die Serie in Deutschland praktisch unbekannt ist.

Und zu guter letzt bleibt als krönender Abschluss nur noch das ultimative Böse: Gott selbst, hier bei seinen Plagen über Ägypten, für die er selbst den Grund geschaffen hat (ja, das steht ausdrücklich so in der Bibel: Gott hat den Pharaoh persönlich dazu gebracht, die Juden nicht zu entlassen und dann die Plagen geschickt – was für ein sadistisches Arschloch).
In diesem Titel aus Der Prinz von Ägypten beklagt Moses Sturheit und Stolz Ramses‘ – wer sich die Geschichte genauer ansieht macht aber Moses und seinen Gott als den wahren Missetäter in der Geschichte aus.


Urige Musikeinlage

Wisst ihr, was ich mag? Dinosaurier!
Dinosaurier sind cool. Und es gibt viel zu wenig Musik über sie. Sammeln wir mal
Okay, Dinosaur von Kinhg Crimson mag ich nicht, aber gehen wir doch einfach mal in die NDW: Lonzo Westphal, yeah!

Und weiter in die 80er:

Avch, wisst ihr was – wo wir schon bei Ugha-Chakka sind:

Und zum Abschluss noch ein Hinweis auf den großartigsten Dinosaurierfilm aller zeiten: Chicken Park. Albern, sinnlos, hirnlos und der heimliche Star ist ein 8 Meter großer schwuler Hahn. Ich liebe den Film!
Der Fim ist dermaßen schlecht, dass selbst auf YouTube (!!!) kaum Videos davon zu finden sind. Vor allem leider nicht der geniale Rap im Abspann („Chicken Park, ah, come on now, get ready! – Respect that I leaaaaaaaaaaaaaaaaarn….“). Dafür hab ich ein paar repräsentative Ausschnitte und den Song Las gallinas turuletas. Und ja, das zählt: In der kladistischen Taxonomie gehören Hühner wie alle Vögel zu den Dinosauriern.