FreitĂ€gliche FĂŒnf 22.04.2016

Die wöchentlichen fĂŒnf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen AlltĂ€glichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfĂ€llt.
Diese Woche wird gefahren und gegÀrtnert.

1. Fahr, Rad, fahr!

Liegerad im Wald

Zuletzt ausgetauscht: Der Hintergrund. Zorro gefÀllt das.

Es ist endlich komplett so weit, dass mein Liegerad nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch fahrbereit ist. Das silberne Ding hinter dem Sesselrahmen ist ein Schloss, kein Bauteil. Zuletzt kamen noch sechs Meter Gurt fĂŒr den Sitz dazu, als vorlĂ€ufige Maßnahme bis im Herbst ein richtiger Bezug dazukommt, den mir mein Bruder dann nĂ€ht (ich kann leider nicht nĂ€hen).
Damit deutet sich schon an: Ja, das Rad entwickelt sich noch weiter, es ist nicht am Ende angekommen. Die LaufrĂ€der mĂŒssen in absehbarer Zeit erneuert werden und die Tasche auf dem GepĂ€cktrĂ€ger wird noch durch einen Koffer ersetzt. An den Hinterradschwingen mĂŒssen zwei kleinere Schweissarbeiten durchgefĂŒhrt werden. Und die Rennhaken an den Pedalen haben sich in der Praxis nicht als so gute Idee erwiesen, wie ich zuvor hoffte.
Aber es fĂ€hrt und nach einer kleinen Änderung in der Sitzbespannung auch ohne, dass sich mir die Mittelstange heftigst in den RĂŒcken drĂŒckt. Nach den ersten etwa 12 Kilometern gibt es auch keine Fehlstarts mehr, so langsam gewöhne ich mich an das Fahren und vor allem eben das Losfahren in dieser neuen Position. Die Federung hinten ist großartig.
Bis jetzt erneuert, ergĂ€nzt oder geĂ€ndert: Die komplette vordere Kurbel samt Pedalen, Tretlagerschlitten (versetzt), Kette (gekĂŒrzt), RĂŒckspiegel (neu), Bremshebel (Plastik durch Metall ersetzt), vorderer Bremszug, Sitzbespannung mit Zurrgurt (neu), hinteres Schutzblech, Tasche auf dem GepĂ€ckrĂ€ger, Beleuchtung.

2. Motor? Okay, Motor!

Ein dampfgetriebenes Motorrad

Macht Dampf, vielleicht fĂ€hrt es sogar; vielleicht – Bild: Facebook/Fabulous Weird Trotters

3. Platz zum Fahren

Und damit das Ganze auch lohnt, eine gute Nachricht aus der Gladbacher Innenstadt: Die testweise Freigabe des mittleren Teils der FußgĂ€ngerzonen-Hindenburgstraße fĂŒr Radfahrer wird zur Dauerlösung. Fehlt nur noch der obere Teil mit dem Hang. Das kriegen wir auch noch hin!

4. Schiefes Obst fĂŒr alle!

Mit Penny nimmt erstmals eine grĂ¶ĂŸere Supermarktkette krummes GemĂŒse ins Angebot.

5. Englischere VorgĂ€rten fĂŒr alle!

Perfektion! - Bild: Fancy

Perfektion! – Bild: Fancy


Fancy findet eure VorgÀrten nicht britisch genug. Da haben sie wahrscheinlich Recht.


Zweiwöchige Zehn 11.12.2015

Die wöchentlichen fĂŒnf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen AlltĂ€glichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfĂ€llt.
Diese Woche zu den Zweiwöchigen Zehn verdoppelt, da ich letzte Woche keine FreitĂ€glichen FĂŒnf veröffentlicht habe. Der Grund ist einfach: Ich habe letzte Woche keine fĂŒnf Punkte zusammenbekommen, bei drei war Schluss. Nein, die Woche war nicht so furchtbar schlecht, ich hatte nur einfach so wenig Zeit, dass nicht genug Erlebnisse und Nachrichten zu mir durchdrangen, um die Liste zu fĂŒllen.

1. Fahrrad

Schon drei Folgen ohne Fahrrad in den FreitĂ€glichen FĂŒnf? Das muss ein Ende haben. Also habe ich meinen seltsam kommerzorientierten November 2015 mit einem neuen Fahrrad abgeschlossen, das ich am Dienstag in Bottrop abgeholt habe.

Ich nenne die AusfĂŒhrung wahlweise "Nur die Harten kommen in'n Garten" oder "Sessel kommt noch drauf"

Ich nenne die AusfĂŒhrung wahlweise „Nur die Harten kommen in’n Garten“ oder „Sessel kommt noch drauf“

Ich mag LiegerĂ€der bis zu dem Punkt wo ich mich manchmal frage, warum es noch aufrecht gefahrene RĂ€der gibt. Das hier ist quasi ein Übergang bis zu meinem Lieblingstypus mit drei RĂ€dern und Verdeck gegen das Wetter. Der Punkt ist, dass so ein Radsattel bei lĂ€ngeren Touren doch unangenehm werden kann. Ich meine, ich fahre alle paar Wochen Strecken zwischen 50 und 60 Kilometern, da darf es dann auch ein gemĂŒtlicher Liegesitz sein. Gut, ausgerechnet der Sitz besteht hier nur aus dem GerĂŒst, aber das ist das geringste Problem und war mir vorher bekannt.
Das Rad ist ein offensichtlicher Eigenbau des Vor-Vorbesitzers. Der Rahmen ist 100% Alu, das ganze Rad wiegt mit einigen Stahlteile 21 kg, was nur 4 kg mehr sind als mein Alu-Mountainbike — fĂŒr ein Liegerad ein sehr guter Wert, den die bessere Aerodynamik locker ausgleicht.
Ein bisschen ist noch zu tun, in erster Linie die Beleuchtung, dann fĂ€hrt es schon. Die FahrergrĂ¶ĂŸe lĂ€sst sich zum GlĂŒck einstellen, es ist auf jemanden mit etwa 10 cm lĂ€ngeren Beinen eingestellt. Die Kette muss dann entsprechend gekĂŒrzt werden, ist aber eh etwas schlaff.
Und dann kommt optionaler Kram, den ich spĂ€ter noch einsetzen kann. Blinker, weil ich fĂŒrchte, dass Autofahrer den ausgestreckten Arm bei der niedrigeren Sitzposition leichter ĂŒbersehen, schließlich leuchtet mein Arm nicht, es sei denn vorher fliegt ein belgisches oder niederlĂ€ndisches AKW in die Luft. Ein RĂŒckspiegel, da es bei der Sitzposition nicht ganz so einfach ist, den Kopf zu drehen. Radgabel vorne aus Alu statt Stahl. Hinterrad vielleicht 26″ Mountainbike statt 28″ Hollandrad, einfach weil ich es mehr gewohnt bin, dass mein Antriebsrad eine veritable Baggerschaufel ist.
Mein Mountainbike bleibt fĂŒr Kurzstrecken und als Zugpferd fĂŒr den AnhĂ€nger im Einsatz, wann immer entsprechende Lasten zu transportieren sind. Die HĂ€ngerkupplung lĂ€sst sich an diesem Rad nirgends befestigen.

2. Haselmaus

Die Haselmaus ergĂ€nzt die Liste der Tierarten, die ich dieses Jahr zum ersten Mal (bewusst) in freier Natur gesehen habe. Sie stĂ¶ĂŸt damit zu der illustren Gruppe von Balkenschröter, Eisvogel und GoldglĂ€nzendem RosenkĂ€fer.

3. Musikeinlage

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4. RaumschĂŒrfrechte

Die internationale Gesetzgebung hat fĂŒr ausserhalb der Erde seltsame Regeln. Vor allem kann kein Staat Besitz an einem Himmelskörper oder Teilen davon beanspruchen, was einfach nur seltsam ist. Sicher, im Kalten Krieg war das verstĂ€ndlich, aber so wird es halt extrem erschwert, irgendwie ins All zu kommen. Und ganz im Ernst: Ich halte es nicht fĂŒr die schlechteste Idee, die Menschheit langfristig von der Erde unabhĂ€ngig zu machen.
Daher bin ich sehr gespannt, wie die Entwicklung ausgeht, dass verschiedene Staaten, zuletzt die USA, Gesetze ĂŒber SchĂŒrfrechte im All erlassen haben. Mittelfristig war das unvermeidbar, da die Begehrlichkeiten nicht ungeregelt den MĂ€rkten ĂŒberlassen werden können.

5. Gladbacher Bilder

Ich war zuletzt von dem Imagefilm der Stadt alles andere als begeistert.
Dass es auch deutlich besser geht zeigt in einem anderen Medium der Bildband Mönchengladbach — Deine Kontraste. Die Bilder sind nicht nur gut, sondern vermitteln auch ein gutes Gesamtbild der Stadt. Manchmal deutlich sauberer, als diese wirklich ist (eh klar), alles ungeordnet, aber auf alle FĂ€lle in sehr vielen Facetten.
Und das Beste: Es ist ein Crowdsourcing-Projekt, sprich die Fotos stammen nicht von einer Agentur, sondern von BĂŒrgern der Stadt. NatĂŒrlich tauchen da auch einige professionelle Fotografen aus dem Ort auf und manche Namen sind erheblich ĂŒberreprĂ€sentiert wĂ€hrend andere gar nicht auftauchen, dennoch ist die Mischung insgesamt von den Motiven her durchaus gesund.

6. Uhu

DialektabhÀngig auch bekannt als Pattexeule (Bild: M. Brungs/Bioland Brungs)

DialektabhÀngig auch bekannt als Pattexeule (Bild: M. Brungs/Bioland Brungs)

Beim Biohof Brungs ist ein Uhu aufgetaucht. Uhus sind cool. Und ziemlich selten geworden, daher freut es mich sehr, dass im Stadtgebiet ein Uhu aufgetaucht ist.

7. Fußball

Hier ist ein Umrechner, der diverse FlĂ€cheneinheiten in Fußballfelder umrechnet. Die einzige Verwendung, die ich persönlich fĂŒr Fußballfelder habe.

8. Landesradwege

Das Land NRW fĂŒhrt eine neue Straßenkategorie fĂŒr Landesradwege ein. Das hat deutlich weniger praktische Folgen, als die meisten zu glauben scheinen und ist grĂ¶ĂŸtenteils eine reine Formalie, erleichtert aber in Zukunft den Bau und Ausbau ĂŒberregionaler Radwege, wĂ€hrend es gleichzeitig den RĂŒckbau erschwert.

9. Entdrucker

Keine Ahnung, ob das wirtschaftlich ist und ich selbst benutze so gut wie kein Papier mehr, aber die Idee ist klasse: Ein GerÀt, das den Aufdruck von laserbedrucktem Papier entfernt und das Papier so erneut verwendbar macht.

10. Autarkes Hausboot

Traumhaus (Bild: Fraunhofer-Institut)

Traumhaus (Bild: Fraunhofer-Institut)

Das Fraunhofer-Institut hat das sehr interessante Konzept eines modernen autarken Hausbootes vorgestellt.
Interessant finde ich daran vor allem, dass sich viele der verwendeten Techniken durchaus auch an Land anwenden lassen. Beispielsweise der Heizspeicher, der technisch gesehen ein ĂŒberdimensionierter TaschenwĂ€rmer ist, oder die KĂŒhlung ĂŒber eine begrĂŒnte GebĂ€udeseite, an der Wasser verdunstet wird.


Projekt Rana 0.0.3b – Sitzspinnereien

Aufwand
bis 4.7.15

Schwalben-schwanz
79 €
Bachforelle
60 €
Helferlein
0 €
Recherche
10 €
Zeit
0h 0m

Eine Woche, in der sich aus gleich zwei GrĂŒnden nichts getan hat. Zum einen ist die aktuelle Hitze nicht grade dem Erledigen freiwilliger zusĂ€tzlicher Arbeit zutrĂ€glich (oder ĂŒberhaupt dem Erledigen von Arbeit, aber was muss, muss und hat Vorrang). Plötzlich verstehe ich, wieso in den USA Klimaanlagen so verbreitet sind. Zum anderen verlief die Zahlung fĂŒr die Hinterradschwinge des Schwalbenschwanz etwas holprig. Paypal wollte trotz vorhandenem Guthaben den Betrag ĂŒber die Bank ĂŒberwiesen bekommen, was natĂŒrlich etwas lĂ€nger dauerte. Ich vermute es hat etwas mit dem eingesetzten Gutschein zu tun — oder ich hab bei der Eingabe der Zahlungsmethode einen Fehler gemacht. Dann war fĂŒr den Versand noch eine Telefonnummer nötig. Jedenfalls ging die Schwinge nun erst am Donnerstag in England raus und ist noch nicht da.
Somit keine VerÀnderung am Projekt selber.
Aber ich kann ja weiter die Planung ausfĂŒhren. Wie letzte Woche angedeutet geht es um die Sitzgelegenheit.

Sitzen im Velomobil

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Velomobil und normalem Fahrrad ist, dass Velomobile meist auf LiegerÀdern basieren und somit eine relativ nah am Boden hÀngende Sitzschale statt eines Sattels haben. Die Beine zeigen vom sattel nicht nach unten, sondern nach vorne, oft sogar leicht nach oben.
Nun haben die Rana-Modelle hier eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Velomobilen: Sie sollen halbwegs gleichauf mit den Autofahrern sein, was einen relativ hoch liegenden und relativ wenig zurĂŒckgelehnten Sitz erfordert. Aerodynamik ist hier kein so großer Punkt, da die fertigen Ranas ohnehin nicht ohne Verdeck fahren sollen.
Dennoch mĂŒssen die Sitzschalen etwas zurĂŒckgelehnt sein, um ein vernĂŒnftiges Treten in die vorn liegende Pedale zu ermöglichen, denn eine Unterbringung der Pedale unter dem Sitz ist nicht möglich – das Fahrzeug mĂŒsste dann fast zwei Meter Höhe erreichen, um den Beinen Platz zu lassen.
Ich könnte jetzt hergehen und wie die meisten Konstrukteure von Velomobilen lange Messungen ausfĂŒhren, um dann aus möglichst leichten Materialien einen solchen Sattel zu bauen. Dieses Vorgehen ist sinnvoll, weil bei LiegerĂ€dern durch die liegende Haltung des Fahrers sehr stark auf den RĂŒcken geachtet werden muss.
Dieses Problem haben die Ranas nicht, ich sitze deutlich aufrechter als die meisten Velonauten (ja, den Begriff gibt es) und das bedeutet, ich kann es mir viel, viel einfacher machen: Ich halte in nĂ€chster Zeit Ausschau nach zwei geeigneten gebrauchten GartenstĂŒhlen aus leichten Materialien bei denen es möglich ist, die Beine abzusĂ€gen ohne dass der ganze Stuhl zusammenklappt. Ein normaler Bistrostuhl aus Alurohr mit geflochtener SitzflĂ€che wiegt, wenn es hoch kommt, 1,9 kg und kostet gebraucht um die 20 €. Ware zweiter Wahl gibt es zu diesem Preis neu und da das Rad am Ende eh ein Verdeck bekommt, sieht man den Stuhl ja eh nur kurz beim Ein- und Aussteigen. Besser geht’s nicht. Es ist nicht so, als hĂ€tte ich die Möglichkeiten, einen noch leichteren Stuhl zu konstruieren.

Stand

Wie gesagt, nichts neues zu sehen.
Der Ordner ist ein bisschen voller geworden, weil ich weitere Unterlagen ausgedruckt habe, um sie auch ohne Computer im Hof parat haben zu können. NĂ€chste Woche kommt dann die HinterradaufhĂ€ngung fĂŒr den Schwalbenschwanz an.
Im Vergleich zur Planung fehlen bei der Umsetzung aktuell noch vier SchlĂ€uche (zwei mal 28 Zoll, sowie je ein 26 und 20 Zoll), die RĂ€der samt Reifen und die beiden StĂŒhle. Dann geht es erstmals an tatsĂ€chliche Bauarbeiten (nĂ€mlich das AbsĂ€gen der Stuhlbeine) und ich muss anfangen, konkret an Rahmen und Antrieb zu gehen. Und beim Antrieb kommt dann fĂŒr mich das echte Neuland.

Ich brauche einen grĂ¶ĂŸeren Ordner

Ich brauche immer noch einen grĂ¶ĂŸeren Ordner


Projekt Rana 0.0.3 – Gedanken zu RĂ€dern und Reifen

Aufwand
bis 27.6.15

Schwalben-schwanz
79 €
Bachforelle
60 €
Helferlein
0 €
Recherche
10 €
Zeit
0h 0m

WĂ€hrend es bisher eher abstrakt um das Konzept an sich ging, komme ich diese Woche auf fĂŒr den eigentlichen Bau relevante Einzelheiten zu sprechen. Ohne eine Entscheidung ĂŒber die GrĂ¶ĂŸe und AusfĂŒhrung der RĂ€der komme ich nicht wirklich weiter, sind die RĂ€der doch wichtige Bauteile bei so einem Fahrrad. Die Entscheidung stand auch wegen der konkret beschafften Bauteile diese Woche an.
Es gibt ein wichtiges Designziel fĂŒr Projekt Rana, das ich noch nicht erwĂ€hnt hatte: Möglichst viele Teile sollen im Notfall aus dem nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren Supermarkt oder FahrradgeschĂ€ft mit standardmĂ€ĂŸig vorhandener Lagerware repariert oder ersetzt werden können. Das bedeutet natĂŒrlich, so wenig Spezialbauteile wie möglich zu verwenden. Grade bei den RĂ€dern als empfindlichstem Teil jedes Fahrrads ist das ein wichtiger Punkt.

Allgemeines

Mehrspurige Fahrzeuge haben es nicht so leicht, Hindernissen auszuweichen, wie einspurige FahrrĂ€der mit hoher Sitzposition. Dinge wie Glasscherben sind schwieriger zu sehen und die drei Spuren bergen das dreifache Risiko, dass eines der RĂ€der eine große Scherbe abkriegt. Kein Fahrer kann im Alltag stĂ€ndig die Sicherheit von drei RĂ€dern ausserhalb des Sichtfeldes im Blick haben.
Also mĂŒssen die RĂ€der so pannensicher sein wie nur möglich. Es mag nach Overkill klingen, pannensichere Reifen mit selbstreparierenden SchlĂ€uchen zu kombinieren, aber Overkill ist grade gut genug. Nur einen Vollgummischlauch lasse ich wegen des Gewichts bleiben.
Hier liegt auch eine Motivation fĂŒr den Einbau von Standardteilen: Ist ein Schlauch doch mal komplett hinĂŒber, ist er dann einfacher zu ersetzen. Da bin ich gebranntes Kind, ich stand vor einigen Wochen mit einem Durchstich direkt am Ventil in der Walachei hinter Wanlo. Das war lĂ€stig.

TriebrÀder

Die Entscheidung fĂŒr die VorderrĂ€der war recht einfach: Als AntriebsrĂ€der bei beiden Rana-Varianten bietet sich ein möglichst großes Rad an, denn je grĂ¶ĂŸer das Rad, desto höher die zurĂŒckgelegte Strecke pro Umdrehung.
28 Zoll ist das grĂ¶ĂŸte der drei Standardformate, also bekommen die Ranas 28-Zoll-VorderrĂ€der. Als AntriebsrĂ€der sollen sie zudem möglichst viel Vortrieb bringen, also bekommen sie ein entsprechendes Reifenprofil.
Das Velomobil wiegt mit absoluter Sicherheit mehr als ein Fahrrad, daher sind die AntriebsrÀder maximal auf Zugkraft ausgelegt.

Heckrad

Beim Heckrad gilt im Grunde das Gegenteil: Es wird mehr oder weniger mitgeschleppt und passiv mitgedreht, ohne zum Antrieb beizutragen. Da ein kleineres Rad mit geringer Masse leichter in Drehung zu versetzen ist, sollten die HinterrÀder der Ranas also kleiner sein als die VorderrÀder. Zudem habe ich den Eindruck, dass kleinere RÀder stÀrker lenken.
Hier bieten sich zwei gÀngige Optionen an: 26 oder 20 Zoll.
Fast alles Zubehör gibt es auch fĂŒr 26 Zoll, Ersatzteile sind im Notfall schnell zur Hand, wenn man den nĂ€chsten Fahrradladen findet.
20 Zoll ist nicht ganz so gĂ€ngig was Zubehör und Ersatzteile angeht, dafĂŒr verstĂ€rken diese die Vorteile der geringeren GrĂ¶ĂŸe und sind zudem so klein, dass ich die Nutzung eines Vollgummireifens durchaus bedenken wĂŒrde (natĂŒrlich nur mit zusĂ€tzlicher Federung/DĂ€mpfung in der AufhĂ€ngung, aber die ist bei LiegerĂ€dern eh nötig, um den RĂŒcken zu schĂŒtzen). Loopwheels gibt es in dieser GrĂ¶ĂŸe zwar ebenfalls, aber die kosten ungefĂ€hr so viel pro Rad wie die beiden Ranas aller Voraussicht nach jeweils insgesamt kosten werden.
Ich werde beim Schwalbenschwanz ein 20-Zoll-Hinterrad einsetzen. Damit kann der Hinterbau niedriger werden und wird nicht ganz so durch den Schwenkbereich des Rades begrenzt. Das starre Hinterrad der Bachforelle soll dagegen auf 26 Zoll kommen, vor allem wegen der besseren VerfĂŒgbarkeit von Ersatzteilen in fast jedem grĂ¶ĂŸeren Kaufhaus. Wobei auch hier 20 Zoll klare Vorteile böten, allem voran mehr Platz ĂŒber dem Rad.

Stand

Ein Teil fehlt im Foto unten, weil es noch unterwegs ist: eBay hatte mir einen heute auslaufenden Gutschein ĂŒber 30 € geschickt. Bedingung waren die Nutzung von Paypal zur Zahlung und ein Mindestumsatz von 60 €. Diese habe ich genutzt, um fĂŒr den Schwalbenschwanz ein voll gefederte HinterradaufhĂ€ngung zu kaufen. Separate AufhĂ€ngungen sind gar nicht so leicht zu finden, also habe ich einen 20-Zoll-Rahmen mit ausbaubarer Federschwinge fĂŒr knapp 68 € (bzw. £39.99) erworben (minus Gutschein). Da ich nur eine Schwinge dieser GrĂ¶ĂŸe brauchte, erscheint mir der Gutschein damit gut angelegt.
In jedes Projekt sind zehn Euro fĂŒr je zwei 28-Zoll-SchlĂ€uche fĂŒr die VorderrĂ€der gegangen. Ich habe zwar jetzt nur zwei davon da, aber die Kosten sind trotzdem schon fest.
Die fĂŒnf € fĂŒr die Recherche gehen auf zwei BĂŒcher zurĂŒck. Das Fahrrad: Geschichte – Modelle – Radsport (kein Autor; Garant-Verlag) hat sich als weniger brauchbar erwiesen, als ich dachte, bringt aber immerhin eine sehr breite Sammlung von Radmodellen als Inspirationsquelle mit. FĂŒr vier € Neupreis kann man da dennoch nichts sagen. Ehrlich gesagt staune ich ĂŒber diesen Preis fĂŒr ein Buch in so guter technischen Ausstattung.
Dazu kommt ein € fĂŒr Mehr Freude am Fahrrad der Stiftung Warentest, gefunden beim Hephata-Shop. Das Jahr 2000 liefert damit eine gute EinfĂŒhrung ins Thema Fahrrad. Nicht viel neues und noch weniger, was sich auf LiegerĂ€der und Velomobile ĂŒbertragen lĂ€sst, aber eine EinfĂŒhrung in Reifenprofile, Pedaloptionen, Bremssysteme und Rahmenfederung ist auf keinen Fall ein Fehler.

Ich brauche einen grĂ¶ĂŸeren Ordner

Ich brauche einen grĂ¶ĂŸeren Ordner


Es zeichnet sich ab, dass das Fahrzeug grĂ¶ĂŸenmĂ€ĂŸig schneller wĂ€chst, als ich erwartet hatte. Wenn es so weitergeht, wie es aktuell aussieht, habe ich spĂ€testens in zwei Wochen einen Fahrradrahmen und zwei SitzflĂ€chen rumliegen. An diesem Punkt beginnt das Ganze dann, zu groß zu werden, um es bei mir unterzubringen. Bedeutet: Eine Garage muss her. Allerdings sollte eine normale Garage fĂŒr alle Teilprojekte reichen, es ist also nicht ganz so schlimm.
Es gilt nur, etwas zu einem vernĂŒnftigen Preis zu finden und dann auch ein Fahrrad reinstellen zu dĂŒrfen. Und ja, letzteres ist tatsĂ€chlich ein Problem. So fragte mich der letzte Garagenvermieter, mit dem ich sprach, was ich denn reinstellen wollte. Daraufhin meinte er, er wolle lieber ein Auto in der Garage stehen haben, denn die seien schließlich fĂŒr Autos, damit keine Seitenspiegel abgeschlagen werden und so weiter. Ich fand das Ganze zwar ĂŒberaus befremdlich, aber da war nichts zu machen.
Ich meine, hey, ich bezahle und stell kein GerĂŒmpel rein, das muss doch reichen.

NĂ€chste Woche dreht sich alles um meinen Hintern. Sitzschale, ich meine um die Sitzschale.


FreitĂ€gliche FĂŒnf 26.06.2015

Die wöchentlichen fĂŒnf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen AlltĂ€glichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfĂ€llt.
Diesmal geht’s auf Weltreise.

1. Hier ist ein heckgesteuertes Liegerad aus Kalifornien. Es ist nur ein Zweirad, aber genau so soll die Hecksteuerung in meinem Projekt Rana (Typ Schwalbenschwanz) auch funktionieren. Damit wÀre schon mal klar, dass es bei ZweirÀdern funktioniert. Und bei DreirÀdern? Wir werden sehen. Der Erbauer hat zugesagt, mir weitere Informationen zur Konstruktion zu schicken.

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2. Samsung stattete einen LKW in Argentinien testweise mit einer Videowand aus, dank der von hinten kommende Fahrer quasi durch den Laster hindurch sehen können, was ihnen auf der Straße entgegenkommt. Die Technik hat sich bewĂ€hrt und Samsung will jetzt mit Verkehrsbehörden den regulĂ€ren Einsatz abklĂ€ren.

Ein Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurĂŒck! (Bild: Samsung)

Ein animiertes Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurĂŒck! (Bild: Samsung)

3. Meine neue Lieblingsfont, auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich die einsetzen sollte (oder wer der Lizenzgeber ist, denn die angegebene Seite existiert nicht mehr).

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

4. Australien bringt uns den wahrscheinlich fröhlichsten Song der Menschheitsgeschichte.

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5. ZurĂŒck daheim konnte ich die Domain fĂŒr mein nĂ€chstes Online-Projekt sichern. Wie meistens war gleich meine erste Wahl verfĂŒgbar. Ich weiss gar nicht, wieso es immer heisst, es sei schwer, eine gute URL zu finden. Ich kriege fast immer meine Wunsch-URI. Das Projekt geht dann nĂ€chste Woche online.


Projekt Rana 0.0.2 – Schwalbenschwanz, Bachforelle und Helferlein

Aufwand
bis 21.6.15

Schwalben-schwanz
1 €
Bachforelle
50 €
Helferlein
0 €
Recherche
5 €
Zeit
0h 0m

Nach dem VorgeplĂ€nkel von vorletzter Woche folgt nun etwas mehr VorgeplĂ€nkel. Diese Woche lege ich den Plan fĂŒr das zukĂŒnftige Vorgehen auf und stelle schon mal ein paar bereits vorhandene Bauteile bereit. Ab dieser Woche findet sich rechts oben in den BeitrĂ€gen auch eine Übersicht ĂŒber angesammelte Kosten und den Zeitaufwand (letzteres nur die reine Bauzeit, dazu kommt die je nach Situation und Möglichkeiten sehr unterschiedliche Zeit um das Material zu sammeln). Ich bin selbst gespannt, wie viel Projekt Rana letztlich kosten wird.
Was ich ab dieser Woche mache ist die Aufteilung des Projektes auf zwei Unterprojekte: Rana Schwalbenschwanz und Rana Bachforelle.

Rana Schwalbenschwanz

Das zuletzt vorgestellte Projekt lĂ€uft jetzt unter dem Namen Rana Schwalbenschwanz Der Grund ist das Hinterende der Verkleidung im Endstadium, der zweigeteilt ist, um dem gelenkten Hinterrad Platz zu lassen. Das Verdeck des Schwalbenschwanz endet in zwei schrĂ€g nach oben fĂŒhrenden FortsĂ€tzen, die als TrĂ€ger fĂŒr die Heckbeleuchtung, als aerodynamische Hilfe und als Halter fĂŒr ein nach vorne klappbares Regendach dienen.
Die Teilung des Hecks scheint mir die effektivste Art, der Hinterradlenkung so viel Spiel wie möglich zu geben, der Rest ergibt sich daraus. Das schwenkende Hinterrad vertrĂ€gt sich nicht gut mit dem Ziehen eines HĂ€ngers. Theoretisch ist es möglich, die Ausleger so zu gestalten, dass beide AnhĂ€ngerkupplungen angebracht werden können, aber das wĂŒrde das Gewicht des Hecks deutlich erhöhen.
Wenn dieses Modell funktioniert, kann ich es spÀter immer noch entsprechend Àndern.
Der gesamte Entwurf geht letztlich auf die Erfordernisse der Lenkung zurĂŒck. Ich finde interessant, wie viel sich aus dieser einen technischen Eigenheit sowohl an Erfordernissen als auch an Möglichkeiten ergibt. Die Verstauung des Dachs etwa ergab sich aus der Frage, was ich mit der aerodynamisch ungĂŒnstigen LĂŒcke zwischen den Auslegern mache.

Rana Bachforelle

Die Alternative zum ist die nach aussen hin deutlich konventionellere Rana Bachforelle. Letzte Woche hatte ich erwĂ€hnt, dass eine Lenkung nach Art von Raupenfahrzeugen ĂŒber die Gangschaltung ihre Probleme hat. Wenn ich das allerdings mit separater Bremsmöglichkeit fĂŒr beide VorderrĂ€der kombiniere, wird es schon interessanter. Normalerweise brauchen Tadpole-DreirĂ€der eine Umlenkung der Bremse, die dafĂŒr sorgt, dass beide VorderrĂ€der gleich abgebremst werden, sonst droht das Fahrzeug, zu drehen. Genau das will ich aber ja erreichen, die Bachforelle soll durch einseitiges Bremsen (beim Rollen) bzw. Schalten (bei angetriebener Fahrt) wenden. Beim bremsen muss man halt FingergefĂŒhl beweisen und eventuelles Driften mit ĂŒber die Nutzung der Bremshebel ausgleichen.
Mit dieser Lösung haben wir ein Fahrzeug, bei dem alle drei RĂ€der starr sind. Die HĂŒlle muss also keinerlei RĂŒcksicht auf Bewegungsfreiheit fĂŒr die RĂ€der nehmen und kann voll verschlossen ausgefĂŒhrt werden.
Daraus ergibt sich dann der Name der Bachforelle, das Heck lĂ€uft wie bei den meisten Velomobilen nach hinten eng zu und schließt mit einer schmalen senkrechten SĂ€ule ab, die Platz fĂŒr Beleuchtung und (in diesem Fall) die AnhĂ€ngerkupplungen bietet. Ausserdem ist theoretisch Platz fĂŒr einen Kofferraum vorhanden.
Wenn ich die beiden Konzepte vergleiche, habe ich hier zwei Velomobile fĂŒr sehr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, die lustigerweise genau dem widersprechen, was zumindest ich von ihrem Aussehen erwarten wĂŒrde. Die kleine schlanke Bachforelle ist ein Transporter mit Stauraum und Erweiterungsmöglichkeit; der grĂ¶ĂŸer wirkende Schwalbenschwanz ist ein Fahrzeug fĂŒr Freizeit und lange Strecken. Und sĂ€mtliche Unterschiede ergeben sich nur aus der jeweiligen Lenktechnik, alles andere ist im Ansatz identisch.

Helferlein

Vor den RĂ€dern kommt das HeLFErLeiN. Und weil ich manchmal einfach spinne hatte ich ursprĂŒnglich angedacht, daraus eine AbkĂŒrzung zu basteln: HEckLenkungsFahrzeug zur ERprobung, LEIcht Nachzubauen. Ja. Ich habe den Gedanken recht schnell aufgegeben und entschieden, dass Helferlein einfach nur Helferlein ist. Es ist definitiv besser so.
Aber was ist Helferlein nun?
Einfach gesagt ist Helferlein ein Brett auf RĂ€dern. Okay, das ist jetzt wieder zu einfach gesagt. Zum Ausgleich hier kompliziert gesagt: Helferlein ist eine Plattform zur Erprobung des Lenkverhaltens meiner beiden EntwĂŒrfe, ergo sind es eigentlich zwei Helferlein. Mehr oder weniger offene Seifenkisten mit einer Lenkung basierend auf den Rana-EntwĂŒrfen. Sie sind nicht angetrieben oder gefedert, aber um die Lenkung zu testen wĂ€hrend ich damit einen HĂŒgel runterrolle, sind sie absolut ausreichend. HĂŒgel und Rampen habe ich hier in Mönchengladbach genug, die ganze Stadt sitzt auf einer HĂŒgelkette, ich selber wohne nahe einer Kuppe.
Bevor ich mehrere hundert € in den Sand setze, weil das Konzept sich als Blödsinn erweist, finde ich es lieber vorher mit einem Teil von vielleicht 70 € Materialwert heraus.

Versionsnummern

Die Versionsnummern oben erhalten ihren Sinn aus den Projektphasen.
Die ersten BeitrĂ€ge fĂŒhren die Nummer 0.0.X. Mit dem ersten Entwurf geht es zu 0.1.X, 0.2.X startet mit der Fertigstellung des ersten Helferlein. Der Bau der Ranas (in dieser Phase noch ohne Verdeck) ist 0.3.X und schließt ab mit 1.0.0, dann geht es an Feinschliff und Verdeck zu 2.0.0, dem vollen Velomobil.
Die letzte Ziffer kann beliebig hohe Werte annehmen, sollte das aber nach Möglichkeit nicht tun.
Mit anderen Wortern: Die Versionsnummern tun so als gÀbe es stÀndig Fortschritt reflektieren das langsame, aber stetige Vorankommen des Projekts.

Teilesammlung

Nach der ersten (Doppel-)Woche gibt es diese paar gesammelten Teile. Das ist durchaus im Zeitplan, es ist ja Sinn der ganzen Vorgehensweise in sehr kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. So wie ich es auch bestĂ€ndig in diesem Blog tue, um es immer weiter zu verbessern. Im Moment bin ich ja noch gar nicht hundertprozentig sicher, welche Teile ich ĂŒberhaupt alle brauchen werde. Daher diese noch sehr kleine Sammlung.
Die AnhĂ€ngerkupplungen hatte ich ja noch rumliegen, ich hatte sie im ersten Beitrag erwĂ€hnt. Da die Bachforelle besser fĂŒr die Anbringung geeignet ist als der Schwalbenschwanz, habe ich deren gerundeten Neupreis diesem Projekt zugeschlagen.
Die LenkgriffĂŒberzĂŒge hab ich zufĂ€llig beim Discounter gefunden. Die kommen in den Schwalbenschwanz, wĂ€hrend ich davon ausgehe, die Bachforelle besser ohne diese steuern zu können, da sie keinen traditionellen Lenker hat, sondern eine feste GriffflĂ€che zum prĂ€zisen Ziehen an den Brems-/Schalthebeln benötigt.
Zwei der Recherche-€ gehen je zur HĂ€lfte an den Ordner und die Ausdrucke. Die anderen drei sind der aktuelle Gebrauchtpreis von Rob van der Plas‘ FahrrĂ€der bei Amazon, das einzige zum Thema Radkonstruktion relevante Buch in meinem BĂŒcherschrank. Ich bin ziemlich sicher, mein BĂŒcherschrank wird demnĂ€chst etwas wachsen.

Woche 1: In der Branche nennt man das Deutliches Ausbaupotenzial. Aber hey, Potenzial ist was gutes!

Woche 1: In der Branche nennt man das Deutliches Ausbaupotenzial. Aber hey, Potenzial ist was gutes!


Ansonsten habe ich mich in den letzten zwei Wochen mit jedem Liegerad- und Dreiradfahrer unterhalten, den ich finden konnte. Interessant waren dabei vor allem die Erfahrungen zweier Eigenbauer heute und bei der Sternfahrt nach DĂŒsseldorf, was Arbeitsmaterialien und Möglichkeiten angeht.
Wie genau ich den Locher und den Teppichboden verbaue, weiss ich noch nicht sicher. Ich habe sie zunÀchst mal aus meiner Kalkulation rausgelassen ;-) .

NĂ€chste Woche: Überlegungen zu RĂ€dern und Reifen.


FreitĂ€gliche FĂŒnf 05.06.2015

Die wöchentlichen fĂŒnf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen AlltĂ€glichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfĂ€llt.
Diesmal eine GremlinfahrradpolonĂ€se im Weltraum ĂŒber Kuba am Feiertag. Oder so.

1. Bei ebay ist dieses Selbstbau-Velomobil aufgetaucht. Das hat ein TĂŒftler in Heinsberg zusammengebaut, also quasi um die Ecke. Er hat dann festgestellt, dass Velomobile nichts fĂŒr ihn sind.

Der Velomojeep (Bild: ebay-Nutzer Bovimame)

Der Velomojeep. Ignoriert die Lupe, die tut nix. Faules Ding! (Bild: ebay-Nutzer Bovimame)


Ich find das Teil klasse. DĂŒrfte noch mehr Aufmerksamkeit erregen als es normale Velomobile ohnehin schon tun. Die kleine LadeflĂ€che ist so ein nettes Detail. Gut, die Aerodynamik ist offensichtlich nicht so der BrĂŒller – zu kantig und zu flexibles HĂŒllenmaterial (Zeltplane?) in dem sich der Wind fÀÀngt, aber trotzdem: Seht euch das Ding einfach nur mal an!
In einem besseren Monat hĂ€tte ich trotz einiger vom Anbieter eingerĂ€umter Fehlerchen zugeschlagen. Ich will schon ewig ein Velomobil und 550 € sind fĂŒr die Dinger Wechselgeld.
Eines hat es auch so bewirkt: Es hat mich inspiriert, selber den Bau eines Velomobils angehen zu wollen. Dummerweise kann ich nicht schweissen, aber ich bin durchaus bereit, Zeit zu investieren und Dinge zu lernen. Jetzt nicht unbedingt Schweissen, aber ich habe angefangen, mich mit FahrrĂ€dern aus Bambus zu beschĂ€ftigen. Und wo ich schon am Innovieren bin habe ich eine ganze Liste von Ideen die dafĂŒr sorgen, dass das Projekt sicherlich nie fertig wird. Als wĂ€re es noch nicht schwierig genug, ein Velomobil aus einem prinzipiell unzureichend biegefesten Werkstoff wie Bambus zu bauen. Aber trotzdem wahnsinnig interessant. Mehr zu Projekt Rana morgen.
Mit Dank an den Prisac fĂŒr den Link.

2. Mit SpaceX hat erstmals ein nicht-militĂ€rischer Anbieter in den USA eine Lizenz fĂŒr Satellitenstarts erhalten.

3. Die USA haben die unsinnige Listung Kubas als Terrorstaat aufgehoben. Es wird sehr spannend zu beobachten, wie das ĂŒber Jahrzehnte an Isolation gewöhnte Kuba in der sich entwickelnden offeneren Welt mit dem Rest Amerikas interagieren wird. Kuba hat das Potenzial, viele aus der Not der Isolation geborene Ideen in die Nachhaltigkeitsbewegungen der westlichen Welt zu tragen.

4. Donnerstag war der erste Tag ohne irgendwelche Termine seit Pfingstsonntag. Ja, einschließlich dem Wochenende. Yay, freier Tag!

5. Hier ist eine Gremlin-PolonÀse. Ihr könnt mir spÀter danken.

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