Sieben am Sonntag 18.02.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Nachdem ein Tesla in den Weltraum geschossen wurde, fiel mir etwas auf: Hatte David Bowie nicht mal (Nikola) Tesla gespielt?
Ja, hat er, 2006 in Pestige. Und wenn man eine Gelegenheit hat, David Bowie zu spielen, sollte man immer David Bowie spielen.

Straße der Woche

Nach einem Fahrradweg mit Solarstromerzeugung geht China einen Schritt weiter und baut eine Autobahn mit Solarstromerzeugun.

Schiff der Woche

Sieht aus wie ein Designer-Bügeleisen, ist nur halt 500x so groß - Bild: Omega Architects

Sieht aus wie ein Designer-Bügeleisen, ist nur halt 500x so groß – Bild: Omega Architects

In den Niederlanden befindet sich ein neuer Typ Containerschiff für den Binnen- und Kurzstreckenverkehr im Bau. Die Port-Liner sind voll elektrisch angetrieben und reduzieren damit die extreme Belastung durch Abgase aus der Schifffahrt. Diese ist für Städte mit großen Häfen ein echtes Problem, denn Schiffe verfeuern in ihren Motoren den schlimmsten Dreck, den man an Land nicht los werden kann.
Schweröl, zu flüssig für Teer, zu fest und zu dreckig für Automotoren.
Und nicht nur das: Die Akkus dieser Schiffe werden austauschbar. Das ist jene einfache Lösung des Problems der langen Ladezeiten, die uns die Autoindustrie bei Elektrofahrzeugen konsequent vorenthält, damit diese an der Miete für die Akkus verdienen und Akkus fest an ein Fahrzeug binden kann. Denn Seeleute lassen sich nicht so leicht für dumm verkaufen wie Autofahrer.

Beschleunigung der Woche

Kohlekraftwerk in La Maxe, Frankreich - Bild: Wikimedia Commons

Kohlekraftwerk in La Maxe bei Metz – Bild: Wikimedia Commons

Frankreich wird sein Ziel, komplett aus der Kohlekraft auszusteigen, zwei Jahre früher erreichen, als geplant. Das letzte der aktuell noch vier französischen Kohlekraftwerke geht 2021 vom Netz.
Wermutstropfen der ganzen Geschichte ist natürlich, dass ein Großteil der Leistung durch die in Frankreich extrem starke Atomkraft ersetzt wird. Aber hey, eins nach dem anderen.

Spionage der Woche

Polen dreht im Moment komplett ab. Auffällig ist nach aussen vor allem das neue Holocaustgesetz, dass die Geschichtsdarstellung vorschreibt, dass dies alles die Deutschen waren und Polen grundsätzlich und ausschließlich Opfer. Dazu gehören einige sehr widerliche Propagandavideos, die auch auf Youtube geschaltet werden und seit neuestem auch eine Denunziationskampagne, für die Polen im Ausland „anti-polnische Äusserungen“ melden sollen.
Hier bitteschön, damit ihr was zu melden habt: Polen betreibt staatliche Geschichtsfälschung und hat nicht die Eier in der Hose, für die eigene Geschichte Verantwortung zu tragen. Vielleicht sollten die mit der Türkei einen Club aufmachen.

Fauxpas der Woche

HecklerZumKotzenDie Waffenindustrie erzählt ja gerne, dass sie ihre Produkte zur Sicherheit der Bevölkerung herstelle, dass Menschen sich damit schützen können und dass derlei in der heutigen gefährlichen Welt leider notwendig sei.
Etwas anders agiert da Waffenhersteller Heckler & Koch, deren Twitter-Account sich hauptsächlich darin ergeht zu berichten, wie toll Waffen so sind. Darunter mischen sich dann seltsame Grenzerfahrungen mit Gewaltfantasien und allgemein ein Weltbild wie aus einem schlechten Hollywood-Blockbuster. Oder einer Satire auf die Mentalität von Wafenherstellern.
Zum Valentinstag dann kam der obige Tweet. Der ist schon für sich reichlich widerlich. Dann hatte er aber auch noch das Pech, wenige Minuten vor den ersten Nachrichten über den bewaffneten Amoklauf in Parkland, Florida. Die Reaktionen fielen entsprechend aus, auch wenn ein paar Waffenidioten (ich finde „Waffennarren“ verniedlichend) ihn tatsächlich verteidigt haben. Als ich ihn mit einem Kommentar retweeten wollte, war er bereits gelöscht. Zum Glück gab mir das jedoch Grund, einen Screenshot zu machen und jetzt bleibt diese Widerlichkeit hier dokumentiert.

Schluss der Woche

Ja, so etwa sähe das bei mir auch aus

Ja, so etwa sähe das bei mir auch aus


Freitägliche Fünf 07.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Und diesmal bewegen wir endlich was!

1. Zu Wasser: Wie wär’s mit einem hochseetauglichen Tretboot? Hier ist eins. Das kommt zwar auf gute 3.800 $, aber laut Umrechnung von Fancy sind das nur 3,48 €.
Leider vermute ich, dass mir der Verkäufer einen leicht anderen Wechselkurs berechnet. Schade, genau das richtige Boot für mich, um mal ein bisschen zwischen den Jachthäfen am Rhein rumzukurven.

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

2. Zu Lande: Da, endlich, das perfekte Auto für mich: Das Swincar aus Frankreich. So mach ich den Quatsch mit der Elektromobilität auch mit. Und ja, das gibt es für 1.000 € extra auch in straßentauglich.

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

3. Und in der Luft: Naja, fünf Zentimeter in der Luft, aber hey, Luft.

Wer sich mit Magnetismus auskennt, für den wird der Dampf verräterisch sein: Das Board enthält einen mit flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleiter, der von im Boden befindlichen Magneten abgestoßen und so zum Schweben gebracht wird. Und deswegen ist der Supraleiter für Zimmertemperatur eine so wichtige Vision der Physik: Damit können wir Hoverboards bauen!
Okay und verlustfreien Stromtransport über gewaltige Entfernungen. Aber vor allem Hoverboards.

4. „Mimimi, wie willst du denn mit einem Fahrrad die Familie umherkutschieren?“ Bitteschön:

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten. Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten.
Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

5. Mal abseits von all den fahr-, flieg- und schwimmbaren Untersätzen: Es gibt eine Netzwerkseite für alle, die in MG Flüchtlingen helfen möchten. Sehr gute Initiative.