Sieben am Sonntag 25.02.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Oh, ab dieser Woche werde ich ein paar Richtungen ausprobieren, in die das Format sich weiterentwickeln kann. Ihr dürft gespannt sein. Ihr dürft auch nicht-gespannt sein. Ich meine, wir sind ein freies Land hier und das ist ein freies Blog.
Und, auch wenn es möglich gewesen wäre, kein Drumpf der Woche. Die Sache mit dem Vorschlag, Lehrer zur Abwehr von Schulmassakern zu bewaffnen, ist zu bekannt und zu einfach. Trotzdem, Respekt, so bescheuert zu sein erfordert Talent. Wenn auch ein Talent, das keiner haben will — oder haben sollte.

Musik der Woche

Wie wäre es mal wieder mit einer Coverversion? Einer möglichst seltsamen natürlich. Okay, hier ist der Titelsong des Pokémon-Anime im Stil von 20 erfolgreichen Bands der 90er.

Wahrheit der Woche

horse-fastDie Natur hat doch immer noch die besten Erfindungen. Heute morgen in Facebook gesehen. Ein paar Minuten später konnte ich langsam wieder atmen.

Fütterung der Woche

Partyhäppchen für Krebszellen - Bild: Jason Drees, Arizona State University

Partyhäppchen für Krebszellen – Bild: Jason Drees, Arizona State University

Forscher aus Arizona haben eine neue Methode entwickelt, um das Krebsmedikament Thrombin direkt zu den Krebszellen zu bringen. Sie bauen eine winzige Kugel aus reiner DNA, in der sich Thrombin befindet. Die DNA ist so zusammengesetzt, dass sie auf ein Enzym auf der Oberfläche von Krebszellen reagiert und das Thrombin gezielt im Tumor freilässt.
Thrombin ist ein Gerinnungsmittel, das gezielt Adern verstopft und so den Tumor vom Blut abschneidet, durch das er mit Nahrung versorgt wird. Die Krebszellen verhungern. Als traditionelles Krebsmittel hat es schwere Nebenwirkungen, da es nicht nur Krebszellen angreift. Die neue Methode der Verabreichung in DNA-Nanorobotern kann das ändern.

Verdachtsmoment der Woche

Bild: Amazon

Bild: Amazon

Das ist eine Tastaturabdeckung für arabische Schriftzeichen. Damit kann man sehen, welche Taste welches Schriftzeichen erzeugt, wenn man am Computer die Tastatur auf eine andere Sprache umstellt. Das ist eine sehr nützliche Sache, vor allem für das Schreiben in Sprachen mit völlig anderen Schriftsystemen.
Arabisten zum Beispiel schreiben regelmäßig in einer solchen Sprache mit völlig fremdem Schriftsystem.
Nun ist arabisch bekanntlich die Sprache des terrorismus, also fand die Kreditkartenfirma eines solchen Arabisten, Pieter van Ostaeyen, seine Bestellung eines solchen Teils verdächtig genug, ihm temporär die Karte zu sperren.
Und dann fragen sich die Leute, warum die Deutschen so am Bargeld hängen…

Sportart der Woche

Plogging ist eine Sportart, die sich von Schweden aus in der Welt ausbreitet. Das Mischwort aus jogging und pluck (oder schwedisch: plocka) bezeichnet die Tätigkeit, beim Joggen gezielt den herumliegenden Müll aufzuheben und entweder mitzunehmen oder in einen Mülleimer zu werfen.
Das klingt schon mal sehr toll und selbstlos, aber auch für die Plogger selbst ist da was drin. Denn wer beim Joggen häufig anhält und Müll aufhebt, hat eine deutlich abwechslungsreichere Bewegung und einen Effekt, der an das in den letzten Jahren zunehmend empfohlene Intervalllaufen erinnert, bei dem man durch eine Kombination aus langsamem Laufen und Sprint einen stärkeren Trainingseffekt erzielt.
Dieses Jahr hat sich dank dem britischen Autor David Sedaris die englischsprachige Welt der Idee angenommen und damit beginnt sie, ein Trend zu werden.

Entdeckung der Woche

Neue Untersuchungen konnten nachweisen, dass einige Höhlenmalerien in Europa älter sind als der Homo sapiens dort und somit vom Homo neanderthalensis stammen müssen. Das ist beachtlich, da es dem Neandertaler eine hoch entwickelte Kultur nachweist, die mit der des Menschen auf Augenhöhe war.
Für mich ist das noch aus einem anderen Grund interessant: Ich vermute, dass Höhlenmalereien im Zusammenhang mit der Erfindung von Schriftsystemen und somit mit Sprache stehen. Gezielten Untersuchungen dazu steht nur leider sehr viel im Wege — nicht zuletzt die schwierige Datierung der Malereien. Ich bin sehr gespannt, was bei den neuen, genaueren Datierungsmöglichkeiten noch rauskommt.

Fotos der Woche

Das ist der Teil, wo ich eine Neuerung ausprobieren will. Den Platz des siebten Beitrags nimmt von nun an eine Sammlung von Fotos ein, die ich über die Woche gemacht habe.
Die Woche aufgeteilt in zwei Trilogien.
Die erste dokumentiert ein wenig hin und her am Samstag: Kiste in den offenen Garten bringen, leere Aktenordner aus dem nahen Büro ins Lager bringen, Tritt (ich wusste nicht, welchen der beiden) aus dem Lager ins Büro bringen. Falls mir nochmal irgendwer kommt, mit einem Fahrrad ginge sowas doch gar nicht. Natürlich geht das, man braucht nur das richtige Zubehör und für die Fahrt auf den Gipfel des Abteibergs eine brauchbare Gangschaltung. Und nicht unbedingt ein mächtig Platz fressendes Lastenrad.
Fotografiert mit meiner leider nicht sehr guten Handykamera, die vorherige war um Längen besser. Die neue kann ich noch nicht mal per Touchscreen auf ein Element im Bild fokussieren.

radransport-kiste

Das meine ich. Die Kamera im ZTE Blade L7 ist selbst eines Telefons unter 100 € unwürdig.


radtransport-ordner
Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.

Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.


Die zweite Trilogie besteht aus den dieswöchigen Aufnahmen der getanen Arbeit im entstehenden offenen Garten Dahler Oase. Diese erfolgten mit meiner wegen des für Fotos und vor allem Video komplett unbrauchbaren Handys erworbenen Kamera, die damit ihren ersten Bildtest durchlaufen hat. Bestanden!
oase-kiste-versteck Da ist die Kiste aus der ersten Trilogie ja wieder! Es war leider nötig, auf dem Gartengelände eine abschließbare Kiste unterzubringen. Diese hier sollte entsorgt werden, jetzt steht sie hinter einem Busch und unter einer blickdichten Buche im Garten. Einen Regenschutz und einen nicht verbogenen Deckel bekommt sie noch.
Eine von Januarsturm Friederike umgestürzte Kiefer auf dem Gelände durfte in Form ihrer Äste als Quelle für einen Sichtschutz in der jetzigen laubfreien Zeit dienen.

oase-schaukelstuhlÄh ja, weiss irgendjemand, wie man den reparieren kann? Dieser eigentlich sehr gemütlich aussehende Schaukelstuhl lag im Gebüsch rum. Er tat dies offenbar schon eine ganze Weile.

pflanze-nnHier noch ein Pflanzenfund auf dem Gelände. Ich habe keine Ahnung, was das ist. Zaunwinde vielleicht? Erkennt das jemand hier?


Freitägliche Fünf mit Bonus 12.08.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche vom Kopf bis zu den Füßen.

1. Weit über unseren Köpfen

Der Bau des Damms São-Luiz-do-Tapajós wurde gestoppt. Bei diesem Damm handelte es sich um ein Riesenprojekt in Brasilien, welche große Regenwaldflächen mit seinem Stausee vernichtet hätte.

2. Arme

Einige haben wahrscheinlich mitbekommen, dass bei den Olympischen Spielen ein Vertriebenenteam antritt. Die Spiele kümmern mich ebensowenig wie die meisten anderen Sport-Großveranstaltungen, aber es gibt eine großartige Geschichte um die Frau in dem Bild da oben.
Das ist Yusra Mardini. Sie stammt aus Syrien und lebt derzeit in Berlin, beziehungsweise exakt jetzt im Olympischen Dorf in Rio de Janeiro. Beeindruckend ist ihre Leistung auf der Flucht: Als ihr Boot liegen blieb, sprang sie ins Wasser und schob das Boot gemeinsam mit ihrer Schwestern und zwei nicht näher bekannten Insassen durch das Mittelmeer nach Lesbos.
Näher an eine gottverdammte Superheldengeschichte kommen wir in diesem Universum nicht mehr.

3. Hände an der Tastatur

Die Wahrheit!

Die Wahrheit!

Keine Ahnung, wo das ursprünglich herkommt, aber: Ja!

4. Gürtellinie

Schnallenloser Gürtel

Ich denke, der Dateiname spricht für sich: 오렌지스카이_UrlEmbed_복사_2 – Bild: Indiegogo/Freebelt

Ein ungewöhnliches geringes Ziel bei Crowdfunding, aber ein hochinteressantes Projekt: Gürtel ohne Schnallen. Die Gürtel sollen einfach umgeschlagen und dann mit Knöpfen festgemacht werden. Einfach, aber interessant.
Nur schade, dass das Patent bedeutet, dass es wohl etwas dauern wird, bis jeder die machen kann.

5. Hintern

Ein Glastisch auf Basis einer hölzernen Nilpferd-Figur

Zum Ende ein Ende – Bild: Derek Pearce


Ich finde diesen Tisch von Derek Pearce klasse.

6. Bonus für die Beine: Ab aufs Rad

Nächsten Samstag, den 20.08.2016, darf ich erneut eine Fahradtour von Mönchengladbach zum Klimacamp leiten. Das ist diesmal ganz in unserer Nähe in den Orten Borschemich und Wanlo, direkt an der südlichen Grenze von Mönchengladbach. Fahrt mit!kohle-oder-zukunft


Petitiamstag XLVIII

Typisch, kaum verlege ich den Petitionnerstag auf den Samstag, verpasse ich den Samstag. Wenigstens kann ich sagen, konstruktiv gewesen zu sien, aber dazu in den kommenden Tagen und Wochen mehr.
Nun aber zu den – überraschend wenigen – Petitionen der vorkarnevalistischen Woche 2010:

Kerosinsteuer

Man möge beschließen, dass das Kerosin für gewerblich operierende Luftfahrtunternehmen besteuert wird!

Alte grüne Forderung, mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. Ja, das Fliegen würde dann teurer – das ist der Sinn der Sache!

Gesetzliche Regelung von Zusatzbeiträgen in der GKV

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …durch gesetzliche Regelungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Z u s a t z b e i t r ä g e zu verhindern.
a) die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise entstehenden Einnahmeausfälle des Gesundheitsfonds vollständig in Form eines Zuschusses des Bundes auszugleichen
b) für ALG-II-Bezieherinnen und -Bezieher angemessene Krankenversicherungsbeiträge pro Mitglied und Monat zu zahlen

Oh, Geld an die, die es wirklich brauchen. Das wäre in unserer aktuellen Bundesregierung mal eine echte Revolution.
An dieser Stelle übrigens Grüße an die FDP-Wählerschaft! Wie geht’s so? Zufrieden?

Höherer Steuerfreibetrag für SchiRis

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Aufwandsentschädigungen für Schiedsrichter im Amateurbereich nicht mit 500 Euro/Jahr als steuerfrei gelten, sondern an den Steuerfreibetrag der Übungsleiterpauschale von 2.100 Euro/Jahr angeglichen wird.

Schiedsrichter! Von allen obskuren Lobbygruppen, warum ausgerechnet Schiedsrichter?
Nun zu den Fakten: SchiRis verbringen vermutlich wesentlich weniger Zeit auf dem Feld als Trainer. Andererseits sind 500 € schon nicht viel. Einigen wir uns auf 1.000 €?

EEG-Vergütung nur als Angleichung an fossile Energien senken

Der Bundestag möge zur Beschleunigung des Umstiegs auf Erneuerbare Energien und zur Vermeidung volkswirtschaftlicher Fehlinvestitionen in veraltete fossil/nukleare Technologien eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz beschließen: Die Höhe der Solarstromvergütung soll nur dann um jährlich mehr als 5 Prozent gesenkt werden, wenn die Rendite der Anlagenbetreiber die in der fossil/nuklearen Energiewirtschaft üblichen Renditen zuzüglich der Klimaschaden- und Entsorgungs-Folgekosten übersteigt.

Oh, die ist schöööön. Gut kaschierter Angriff auf den Lobbyismus der hoch subventionierten alten Energieträger, die den alternativen Energien gerne ihre hohe Subventionierung vorwerfen. Handwerklich attraktiv.

Mehr Geld für Berufsbetreuer

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Vergütung und der Auslagenersatz für Berufsbetreuer deutlich erhöht wird gemäß des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes (VBVG).

Einer jener Berufsstände, die sich eine Erhöhung wirklich verdient haben. Wir sprechen hier von einem Knochenjob mit zunehmend steigendem Bedarf aufgrund des demografischen Wandels.

Kindergeld nur bis 60.000 € Jahreseinkommen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …Das das Kindergeld auf ein Jahreseinkommen von 60.000EUR beschränkt wird.

Großverdieneern die Begünstigungen zu streichen, wiel sie eh genug Geld haben, ist kein schlechter Ansatz. Streiten müsste man sich noch über die Einkommenshöhe, die als Grenze angepeilt wird.

Abschaffung des Meisterzwangs

Der Deutsche Bundestag möge beschließen … die gesetzliche Regelung in Deutschland, die es teilweise nur Meistern und gleichgestellten erlaubt, handwerkliche Betriebe zu führen zu überprüfen und den Meisterzwang abzuschaffen.

Das ist eine alte Diskussion, die aufzumachen mE nicht lohnt. Die Meisterlobby streitet gerne dagegen, die Politik hat die Liste der Meisterberufe zuletzt unter rot-grün verkürzt. Im Endeffekt wird der Meister mittelfristig eh abgeschafft.

Änderung der Semesteranrechnung in der studentischen Krankenversicheurng

Man möge beschließen, dass die Anrechnungskriterien der Fachsemester bei der studentischen Krankenversicherung geändert wird!

Der Petent will, dass unvollständige letzte Semester nicht mehr als ganze Semester gezählt werden.
Warum, ist mir schleierhaft, denn dadurch kann man etwas länger in der günstigeren studentischen KV verbleiben. Zumal eine andere regelung überaus unüblich ist und Bürokratieaufwand ohne Ende bedeutet – deshalb bekommt man z.B. auch die Studiengebühren nicht mehr zurück, wenn man auch nur einen Tag im neuen Semester noch eingeschrieben war.

Verbot chinesischer Pelztiere

Der Deutsche Bundestag möge beschließen…
Tierhäutung am lebendigen Leibe: Um die entsetzlichen Qualen der Marderhunde in China zu beenden, ist es nötig, das EU-Importverbot auf alle chinesischen Pelztiere auszuweiten.
Das bestehende Importverbot für asiatische Pelztiere wie Hunde, Katzen oder Kaninchen in der EU ist unzureichend. Dieses Verbot betreffe z.Zt. noch nicht die Marderhunde und andere Pelztiere. „Die bisherige EU-Importregelung ist daher ungenügend“ und muss erweitert werden.

Mir ist nicht klar, wieso es ein spezifisches Verbot einzelner Tierarten als Pelztiere gibt. Andererseits betrifft dies offenbar die Europäische Union, nicht den Bundestag. Also mal wieder: Falsches Gremium. Leider.

Jährliche Visastatistik

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Bundesregierung jährlich für das abgelaufene Jahr jeweils eine Statistik zu Visaanträgen in der Auslandsvertretung (Botschaft) der Bundesrepublik Deutschland zu veröffentlichen hat. Insbesondere soll diese folgende Daten je Auslandsvertretung beinhalten: Visaanträge, Ablehnungen, Remonstrationen, Abhilfe, Klagen, Klagenstattgaben,

Ich verstehe nicht ganz, wozu das gut sein soll.

Windanlagenmindestabstand zu Wohnbebauung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen:

Verbindliche Mindestabstände zur Wohnbebauung für die neue Generation von Windkraftanlagen auf der Grundlage neuester Schallimmissions-Untersuchungen. Windkraftanlagen müssen mindestens 1500 m Abstand von der nächsten Wohnbebauung haben und es muss mindestens ein Abstand der 10-fachen Gesamtanlagenhöhe eingehalten werden.

Eine typische Manifestation von „nicht in meinem Hintergarten“ und auch kontraproduktiv bzw. veraltet, da inzwischen viele Entwickler die Herstellung von Windkraftkleinanlagen vorbereiten, die man sich aufs Dach setzen kann.


14. Türchen 2009

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

14. Dezember: Schlitten
Blogkonversion: Sled Jumping

Okay, zwei Schlitten in einem Monat? Da sind wohl dem Kalenderhersteler mittendrin die Ideen ausgegangen.
Okay, das erste war ein Schlitten mit Geschenken drauf, heute ist es ein Schlitten mit Kind drauf – aber trotzdem…

Na gut, dann gibt es diesmal halt was zum Spielen:
Wenn die Abfahrt startet, mit der Maus oben auf „Go“ drücken. Je länger ihr gedrückt haltet, desto höher und weiter fliegt der Schlitten. Ziel ist es, sauber durch den Ring zu springen.
Oh, beim Titelbild einfach da klicken, wo sich der Mauszeiger in eine Hand verwandelt. Ich konnte den Startschriftzuug auch nicht sehen (nein, ich hab das nicht programmiert, vielleicht nächstes Jahr).

Das Spiel gibt es nach dem Link, weil sonst die ganze Zeit eine Weihnachtsversion von Ring of Fire auf meiner Startseite dudeln würde.
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4. Türchen 2009

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

4. Dezember: Rodelschlitten
Blogkonversion: Ein fast vergessenes Foto

Skislalomweltmeisterschaft auf dem Abteiberg (umgewidmete Hindenburgstraße) Ende 2001. Der Abteiberg wurde um die Jahrtausendwende dreimal als kunstschneegefütterte Skipiste genutzt, dann wanderte die Veranstaltung ins berglose Düsseldorf ab, wo sie auf Skilanglauf umsattelte.
Das City-Management hätte gerne wieder eine Skipiste auf der Hindenburgstraße. 2001 hatte die Veranstaltung etwa so viele Besucher wie MG Einwohner.

Gladbacher Ski-Event 2001

Bild bei der RP geklaut.


MG Relevant: Joseph Pilates

MG Relevant wird in unregelmäßigen Abständen in das vergessene oder vernachlässigte Erbe der Stadt Mönchengladbach (einschließlich eingemeindeter Orte) eintauchen und so zeigen, wo das Potenzial der Stadt eigentlich liegt und wie es in Zukunft genutzt werden könnte.
Thema der ersten „Ausgabe“ also: Joseph Pilates

Joseph Pilates mit 82Worum geht es
Joseph Pilates – wer schonmal in das Angebot eines Sportstudios reingeschnuppert hat, dem wird zumindest der zweite Teil dieses Namens bekannt vorkommen. Die von ihm unter dem Namen „Contrology“ entwickelte Trainingsmethode trägt inzwischen seinen Namen und ist von New York bis Tokyo – wo es als „Yoga des Westens“ gilt – bekannt.
Nur in Deutschland wurde Pilates vergessen – ausgerechnet in der Zeit, als Pilates sich anderswo etablierte hatten die Deutschen das Dritte Reich mit seinem Körperkult zu verdauen. Als dieses sich andeutete, war Pilates übrigens schon ausgewandert – nach New York, wo er seine internationale Anerkennung erlangte.
Erst jetzt, mit der zunehmenden Internationalisierung der Fitnessszene (im Schlepptau von Yoga), erhält auch Pilates wieder Aufmerksamkeit. Sein „Contrology“ – inzwischen ja nach ihm benannt – hat den großen Vorteil, fast ohne Hilfsmittel auszukommen und somit günstig zu sein und jederzeit überall ausgeführt werden zu können.
Er selbst bemaß den Erfolg seiner Methode an sich selbst: Mit 86 noch stellte er fest, nie krank gewesen zu sein, noch nicht einmal je eine Aspirin benötigt zu haben. Fotos aus dieser Zeit zeigen ihn als muskulösen Mann in bester Form (auf dem Foto zu anfang dieses Artikels ist er bereits 82).

Wo ist nun die Verbindung zu Mönchengladbach? Nun, Pilates ist Gladbacher (bzw., wie so viele lokale Berühmtheiten, Rheydter): Geboren am 9. Dezember 1883 in der Dahlener Straße 32, seine Familie wohnte im Haus Dahlener Straße 79 – ein rosanes Haus mit weissen Verzierungen, welches übrigens heute noch steht, auch wenn man einen Hinweis auf den berühmten ehemaligen Bewohner vergeblich sucht.

Was kann man tun
Zunächst das offensichtliche: Joseph Pilates ist eine international dermaßen bekannte Persönlichkeit, dass es einem Skandal gleicht, dass es weder eine nach ihm noch nach der von ihm erfundenen Sportart benannte Örtlichkeit (Straße, Platz etc.) gibt. Der Name Pilates-Straße, Joseph-Piltes-Weg oder ähnliches muss ganz vorne in der Liste zukünftig zu vergebender Straßennamen stehen.
Ich werde ihn in Zukunft jedesmal vorschlagen, bis er endlich durchkommt.
Die andere Idee wäre ein Pilates-Museum für Sportgeschichte. Das Konzept für dieses Museum hier zu beschreiben, ginge etwas weit und so lange will auch niemand am Stück lesen – ich komme irgendwann in Zukunft darauf zurück, jedenfalls soll es kein normales Ausstellungsmuseum sein, das wäre dem Thema der Einrichtung unangemessen. Grundidee ist eine Art Mitmach-Museum, welches sich auf Mönchengladbachs historisch herausragende Rolle im Sport (Fußball, Kampfsport, Rennsport, Pilates) bezieht und die Stadt als sportliche Großstadt etabliert.
Dazu kommen natürlich noch etliche weitere Ansätze, um Mönchengladbach ein gerechtfertigtes Image als Sportgroßstadt zu verleihen und dieses zu fördern. Joseph Pilates kann hierbei als Personalisierung dieses Bildes dienen – grade jetzt wird Pilates zunehmend bekannt und die Stadt sollte darauf reagieren, indem sie die Herkunft dieses bedeutenden Sporttheoretikers betont und ins Gedächtnis ruft.

Zum Weiterlesen
Leider gibt es kaum deutsches Material von oder über Pilates. Sein grundlegendes Werk ist nur antiquarisch erhältlich. Daneben habe ich noch die Pilates-Ausgabe der Für-Dummies-Serie verlinkt, die hervorragende Ratgeber bringt, auch wenn ich diesen Band selbst nicht kenne.


Fußball

Fußbal aus der Sicht eines Videospieledesigners:

Football is about aiming a projectile, usually a ball, to hit a target, usually a rectangular, poorly weatherproofed shack which is home to an angry man who jumps a lot.

via Offworld