Youtube-Zweitpremiere

Das hat jetzt zwar fast zwei Jahre gedauert, aber es ist endlich so weit: Der Youtube-Kanal, in dem ich eingesprochene Versionen meiner Kurzgeschichten online stelle, geht an den Start. Als zweiter nach meinem thematisch völlig anders gelagerten anderen Kanal, daher der Begriff der Zweitpremiere.
Für den Start des Kanals kam keine andere Geschichte als Delayed Vengeance in Frage, meine erste jemals in eine Anthologie aufgenommene Kurzgeschichte. Und bevor ich mehr dazu erzähle, hier nun die Geschichte in deutscher Übersetzung und im englischen Original. Beide Versionen sind etwas unter zwei Minuten lang.

Wie man beim Betrachten der Videos sehen kann, ist das Ganze vom Konzept her recht einfach umgesetzt und doch so viel aufwendiger, als praktisch alles, was sonst an Hörgeschichten zu finden ist. Aber eins nach dem anderen.
Alles begann also vor zwei Jahren, als ich den überraschend niedrigen Preis für ein recht gutes Studiomikrofon sah und entschied, dass diese Investition es wert seit. Ich meine, ich habe schon wesentlich unnützeren Kram für 90 € gekauft. Daraus und aus einer zusätzlich gekauften Halterung habe ich dann ein kleines Studio in meinen Schreibschrank gebaut.

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Und das blieb die nächste Zeit eine Weile so. Ihr kennt das, man plant viel und lange, aber irgendwie fängt man nie wirklich an, weil es immer noch etwas anderes zu tun gibt. Mal ganz davon abgesehen, dass 2016 mein alter Computer seinen letzten Tag erlebte — genau gesagt ausgerechnet seine Festplatte. Das hielt erstmal alle vorherigen Planungen auf. Etwas Material war natürlich noch da, aber was weg war, traf das Projekt empfindlich.
Dieses Jahr dann setzte ich mich endlich wieder an das alte Projekt. Damit hat sicher auch Buchaktiv etwas zu tun, denn dieses Projekt hat bei mir eine Menge Aktivität ausgelöst. Im Grunde habe ich mich damit im September selbst geweckt.
Inzwischen hatte ja auch mein anderer Youtube-Kanal aus einer deutlich spontaneren Idee Form angenommen und ich hatte dort erste Erfahrungen mit dem Schnitt von Videos gemacht. Das hat zugleich meine Fähigkeit trainiert, vor einem Aufnahmegerät unfallfrei durchzusprechen (nach einem Radiointerview wurde mir Ende September gedankt, dass ich der Nachbearbeitung so wenig Arbeit mache).
Also nahm ich die Vorbereitungen wieder auf. Ich sah mir so viele Hörgeschichten an, wie ich auf Youtube finden konnte. Es war allerdings nicht so viel, dieser Teil von Youtube scheint recht klein zu sein. Das einzige Genre, das regelmäßig bei Youtube zu finden ist, ist derzeit Creepypasta, ein im Internet entstandenes Horror-Subgenre. Aus den deutschsprachigen Geschichten habe ich in Vorbereitung des Kanals auch eine Wiedergabeliste mit Empfehlungen zusammengestellt.

Es beginnt

Ich blieb bei meiner alten Kritik, dass die meisten Hörbücher auf Youtube dem Auge zu wenig zu bieten haben. Das ist für mich ein Problem, weil ich so früher oder später die Konzentration verliere. Nur wenige extrem gute Geschichten konnten dies vermeiden.
Also wollte ich beim Lesen auch etwas für die Augen bieten. Mehr als ein statisches Bild oder gar eine einfarbige Fläche mit dem Titel des Textes. Gleichzeitig wollte ich das Design an das des Blogs anlehnen, um ein einheitliches Erscheinungsbild in den unterschiedlichen Medien zu erreichen. Und so kam ich auf die weisse Fläche für den gelesenen Text mit zusätzlichen Infos an den Rändern des Bildes. Der Text sollte dabei dynamisch mit dem Vorlesen mitgehen. Und wie sich herausstellte, war das deutlich weniger aufwendig, als ich befürchtet hatte.
Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass ich für jede Variante von Text im Bild ein Bild erstellen müsste. Und früher wäre das vielleicht noch so gewesen. Doch es war so viel einfacher: Ich konnte nicht nur Text in das Bild einsetzen, ich konnte diesen sogar einzeln ein- und ausblenden. Und so gab es am Ende nur noch die Aufgabe, den Text absatzweise einzufügen. Der Text erschien, sobald er gesprochen wurde und verschwand mit dem Ende des nächsten Absatzes. Dadurch gestaltete ich den Textfluss möglich nah an dem eines gelesenen Buches.
Das ist etwas friemelig, weil man jeden Absatz mit dem gesprochenen Text abgleichen muss, aber technisch betrachtet ist es ein sehr einfaches Verfahren.
Daneben erstelle ich zu jedem Text eine Version des Bildes, in dem statt des Textes ein thematisch passendes Bild für die Vorschau erscheint. Dieses kommt im Video nicht vor, es ist ausschließlich für die Vorschau bei Youtube da.
Alles in allem brauchte ich für die Aufnahme des Textes, dessen Bearbeitung (Entfernung von Nebengeräuschen und Versprechern), die Erstellung der Bilder und den Videoschnitt beider Videos zusammen eine Stunde.
Was mich sehr überrascht hat, war die Erstellung der endgültigen Videodatei. In nur vier Minuten hatte der Rechner jedes der beiden Videos in eine fertige Datei gegossen. Und noch dazu eine von wenigen MB Größe. Es ist wohl die große weisse Fläche, die diese geringe Dateigröße ausmacht. Denn immerhin handelt es sich hier um ein Video in voller HD-Auflösung (1080p). Ein ähnlich langes Video für Extra Extra wäre etwa 300-400 MB groß und ich würde es nochmal verkleinern, um es auf 100 MB zu reduzieren. Ich war positiv überrascht.
Also galt es jetzt nur noch, die Videos in ein paar Minuten hochzuladen, Beschreibungen und Stichworte hinzuzufügen und fertig war alles! Hurra!

Nachbereitung und Zukunft

Mit dem ersten Video erstellte ich gleich auch eine größere Zahl passender Wiedergabelisten. Natürlich gibt es je eine für die deutschen und englischen Videos, aber auch je eine in jeder Sprache für jedes Genre, in dem es mindestens eine Geschichte auf dem Kanal gibt. Das ist ein wichtiger Start für Youtube-Videos: Auf möglichst viele Arten auch innerhalb Youtubes streuen.
Und nun gilt es, 10.000 Ansichten quer durch alle Videos zu erreichen. denn ab diesem Moment kann ich Werbung vorschalten und Werbelinks setzen, um mit den Aufnahmen auch etwas verdienen zu können. Da steckt schließlich Arbeit drin. Das wird eine Weile dauern.
Inzwischen ist meine Vorgehensweise für diesen Kanal klar: Jede Woche je ein deutsches und ein englisches Video einstellen und dafür sorgen, dass diese möglichst viele Interessierte finden. Nächste Woche ist Invasiv dran, eine kleine eklige Geschichte, die ganz gut in das beliebte Genre der Creepypastas passt. Und dann habe ich für den Dezember eine Überraschung geplant, die ich ebenfalls diese Woche noch ankündige.
Für das erste halbe Jahr habe ich genug Geschichten in der Schublade, um den Kanal zu füllen. Und danach schauen wir mal. Jede Woche eine komplette kleine Geschichte abzuliefern wird sicherlich die größte Arbeit an diesem Kanal. Denn das mache ich nicht mal eben in einer Stunde.
Alles in allem wird das noch mal eine ganz andere Erfahrung als Extra Extra. Denn während der ältere Kanal von recht aktuellen und schnelllebigen Inhalten lebt, arbeitet der Kanal Thomas Diehl mit Inhalten, die auch in einigen Jahren noch genau so gut funktionieren wie heute und jederzeit von Hörern entdeckt werden können. Das wird interessant.
Ich sehe auch einige Geschichten, bei denen sich eine etwas aufwendigere Produktion lohnen anbietet. Etwa bei Cockpitdurchsagen oder Charakteren mit sehr auffälliger Stimme. Und ja, früher oder später wird es auch hin und wieder für einzelne Figuren Gaststimmen geben. Ich habe da zum Beispiel einen aktuellen US-Präsidenten im Blick.


13. Türchen 2009

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

13. Dezember: Schneemann
Blogkonversion: Der Schneemann

Der Schneemann ist ein deutscher Zeichentrickfilm von 1944 über einen Schneemann, der zum Leben erwacht und die Welt erkundet.
Die Geschichte des Film ist interessant: Produziert von Nazi-Widerständler Hans Fischerkoesen in Potsdam. Das Lied am Ende wird von einigen Historikern als ironische Anspielung auf den Krieg verstanden, dessen Verlust zu diesem Zeitpunkt für die meisten deutschen bereits als unabwendbar galt.
Die Nazis sahen diese Anspielung nicht (oder ignorierten sie) und gaben den Film frei. In dieser Zeit begann man, die Filmpropaganda zurückzuschrauben um Filme zu präsentieren, die die Bevölkerung von den zunehmenden Entberhungen des Krieges ablenken sollten. Als solcher kam Der Scheemann dann in die Kinos.

Nach dem Krieg wurde der Film vor allem im Ausland gerne im Fernsehen gezeigt: In den USA als Beutekunst, im DDR-Fernsehen als unverfänglicher Kinderfilm und Zeugnis des antifaschistischen Widerstands für die Eltern.
Der folgende Mitschnitt stammt entsprechend auch aus der DDR.

Leider fehlen ein paar Minuten am Anfang (wo der Schneemann zum Leben erwacht, als Schnee auf seine Brust fällt und dort ein Herz formt) und die letzten paar Sekunden.


Die Bedeutung der Alltagsdrogen

Habt ihr mal eine halbe Stunde (und drei Minuten) für eine wirklich interessante Doku?
Es geht darum, wie unsere Gesellschaft von Drogen wie Koffein, Nikotin, Alkohol etc. gar nicht mehr funktionieren würde. Und darum, wie diese Alltagsdrogen eine Kultur des Drogenkonsums etablieren. Wer Bier zum Grundnahrungsmittel erklärt, sollte sich nicht wundern, wenn auch härtere Drogen und Suchtmittel Verbreitung finden – die zu grunde liegende Kultur ist die selbe, eine (zudem willkürliche) Aufteilung in weiche und harte Drogen nicht plausibel haltbar.
Und dennoch: Eine Kultur ohne Drogen ist unvorstellbar.


Taco Bell goes Green

The Onion dürfte so ziemlich die großartigste Satire-Zeitung der Welt sein. In san Francisco liegt die wöchentlich kostenlos im Zeitungsautomaten, hier in Deutschland bin ich leider auf die Webseite angewiesen.
Dafür gibt es auf dieser Videos – etwa, wie Taco Bell 100% ressourcenschonend wird. Pointe im Video.

das ist ein Gedanke, mit dem ich mich angesichts der vegetarierfrage schonmal getragen habe: Wäre es nicht das letztgültige Ziel einer ethisch korrekten Ernährungsweise, gar nichts mehr zu töten, sondern sämtliche Nahrung synthetisch herzustellen?


Der King lebt

Elvis-Hommageator Jim Brown alias The King hatte in Deutschland kurz Erfolg, als sein Cover von Come as You Are hier in die Charts ging. Das muss so um 2000 rum gewesen sein.
Jedenfalls war und ist der irische Briefträger der beste Elvis seit dem Original. Statt einfach nur den alten Elvis nachzuahmen, nimmt er bekannte Rock- und Popsongs und setzt sie im Stil des richtigen King um.

Hier nun nacheinander:
Love will tear us Apart (Original: Joy Division)
Come As You Are (Nirvana)
Whole Lotta Rosie (AC/DC)



Knorkator – Buchstabe

Liebe Leser, das genialste Musikvideo aller Zeiten. Wieso bloß finde ich das jetzt erst?

Gibt’s übrigens auch bei Knorkator - Der Buchstabe - EP - Der Buchstabe


Oh, ein TV-Tipp: Ninja Warrior!

So, heute mal politikfreier Tag bei Shadaiks Irrelevanzia, wurde ja auch echt viel die Tage (wartet erstmal bis Wahlkmpf ist }:-] )

Ninja Warrior, wochentags 16:00 Uhr auf RTL2 ist so ziemlich die bestmoderierte Gameshow der Welt. Hier ein Stück von einem relativ normalen Tag:

Genial.


So, ich zieh dann mal ein

Nach Schwert Tintenkleckser bei Blogg.de und Tintenkleckser bei Blogspot bin ich nun auf meine eigene Domain unter shadaik.de und dem entsprechend neuen Titel Shadaiks Irrelevanzia geflüchtet.
Noch ist das hier alles vorläufig, die Gestalt der Seite wird noch erheblich umgebaut. Immerhin heisst das aktuelle Thema „Green Leaves“, was mir zusammen mit dem Neustart ausreichenden Anlass bietet, mit Yatta vom Green Leaf Team zu feiern:

Die alten Beiträge aus den Vorgängerblogs werde ich hier nach und nach übernehmen. Daneben werde ich wohl auch 9 x Klug mit diesem Blog hier fusionieren, da ich dort zu selten schreibe, alsdass ein eigener Blog sich für 9 x Klug lohnen würde.


awwwww…


Mediatek 2: Samson und Sally

So, ich mach aus dem Plattenschrank mal eben die Mediathek, um eine Serie draus zu basteln: Von der Musik geht es jetzt in die Animationskunst.

Samson und Sally (OT: Samson og Sally) ist ein Film aus der zweiten grünen Welle zum Wechsel von den 70ern in die 80er.
es geht um die Waisenwalkinder Samson und Sally die sich nach dem Tod von Samsons Mutter aufmachen, den legendären Moby Dick zu finden. Nur er, so glauben sie, kann die Wale noch retten in einer Zeit, in der die Nahrung in den vergifteten Meeren immer knapper wird und Ölteppiche und Walfangschiffe jedes Atemholen zum letzten machen können.
Ein derartig düsterer Kinderfilm wäre heute nicht mehr möglich, zu sehr werden Kinder heute im Kinderfernsehen unterfordert und ihre Auffassungs- und Reflexionsgabe unterschätzt. Die Mischung aus fröhlichen Charakteren und allgegenwärtiger Bedrohung und Tod erinnert wage an für Erwachsene gemachte Trickfilme wie Felidae und Unten am Fluss.

Der Song der beiden Walrösser ist ein perfektes Beispiel für die einmalige Mischung des Films aus kindischerLeichtherzigkeit und Ernsthaftigkeit des Themas.
Zugleich ist er der einzige Videoausschnitt aus Youtube zu dem gesamten Film.

Den Film gibt es gebraucht um die 3 € auf DVD zu kriegen. Ich kann nur empfehlen, sich die DVD zu besorgen. Samson und Sally ist einer der besten Kinderfilme der 80er.
Man sollte aber wissen, dass er mit den Disney-Produktionen dieser Zeit wenig zu tun hat. Mehr schon mit den ersten paar Minuten (bis zur Todesszene von Bambis Vater) von Bambi, also einer weit älteren Disney-Produktion.

Ein kleiner Hinweis noch: Die linke DVD ist um 4 Minuten kürzer als die rechte. Was genau den Unterschied ausmacht, weiss ich leider nicht, ich hab nur die 59-Minuten-Version (also die kürzere).
Sollte ich die andere finden werde ich evtl. einen Schnittbericht erstellen. Aber es würde mich wundern, wenn ein in beiden Versionen ab 6 freigegebener Film geschnitten ist. Wahrscheinlich fehlt ein eventueller Vorspann oder sowas.