Samstägliche Sechs 21.11.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche sammeln wir einen Haushalt zusammen. Da ich den Freitag nicht geschafft habe, zur Buße der Samstag mit einem Eintrag mehr.

1. Waschmaschine

Wir haben wieder eine fußbetriebene Waschmaschine. Die GiraDora ist ja irgendwie verschwunden, nun folgt also Drumi, die per Crowdfunding zum Serienprodukt werden soll. Und das Projekt sieht sehr aussichtsreich aus.

Vermutlich auch der Name des Schlagzeugers bei den Sieben Zwergen - Bild: Indiegogo

Vermutlich auch der Name des Schlagzeugers bei den Sieben Zwergen – Bild: Indiegogo

2. Fernsehen

Ich schockiere jetzt wahrscheinlich niemanden, wenn ich zugebe, dass ich Xavier Naidoo nicht mag. Früher hielt ich ihn nur für einen unerträglichen Schmalzbarden, dann hat er Falcos Jeannie, Part 1 erschreckend schlecht gecovert und das war’s für Naidoo. Ach ja, ausserdem schwalbadert er immer gerne was von der angeblich nicht vorhandenen Souveränität Deutschlands, was immer das überhaupt heissen soll. Antisemitismus wird ihm auch vorgeworfen, aber ganz ehrlich, nur weil man eine zufällig jüdische Bänkerdynastie für kriminell hält, ist man in meinen Augen noch kein Antisemit.
Entsprechend all dem freue ich mich auch nicht, dass die ARD Naidoo nun zum Grand Prix Eurovision de la Chanson schicken will, den ich immer noch so nenne. Ohne Auswahlverfahren, nur der Song kann noch ausgewählt werden. Was nichts hilft, denn genau der war ja auch 2015 das Problem, als wir mit einer unübersehbaren Kopie des Vorjahressiegers angetreten sind und dann mit 0 Punkten auf dem letzten Platz gelandet sind.
Aber, ABER, es hat doch ein Gutes: In einer Woche voller Mist, mit Attentaten und dem ganzen Drumherum, gab es endlich mal wieder Gelegenheit, sich über etwas richtig belangloses und dummes aufzuregen. Und das hat gut getan.

3. Heulboje für das maritime Ambiente

Ach ja, inzwischen hat der Naidoo auch zurückgezogen.

4. Was zum Essen

Schwarzkohl heisst auf Englisch dinosaur kale. Ich find das großartig.

5. Jäteroboter

Nein, ich weiss auch nicht, wozu der vorne zwei Augen hat statt untendrunter, um die Pflanzen zu sehen - Bild: Amazone.de

Nein, ich weiss auch nicht, wozu der vorne zwei Augen hat statt untendrunter, um die Pflanzen zu sehen – Bild: Amazone.de


Das ist Bonibot, ein Spezialroboter des Agrargeräteherstellers Amazone. Er fährt vollautonom über die Felder und pickt „Unkräuter“ raus, lässt die angebauten Pflanzen aber stehen. Was so lange praktisch ist, bis man Löwenzahn oder Brennnessel anbauen will.
Das PR-Versprechen hier ist, dass man mit Bonibot auf Pestizide verzichten kann. Wenn man bedenkt, wie schwer es ist, ungewollte Pflanzen aus den Feldern zu halten, verbleibe ich skeptisch. Trotzdem, nette Idee.

6. Apfelbaum

Nach ein wenig Zeit in der Regentonne sind der Apfelbaum sowie der meines Nachbarn endlich am Ort der Bestimmung, eine Hundewiese (und nun Obstwiese) zwischen Ohler, Holt und Pongs. Wie die meisten Bäume der Aktion eine alte Sorte vom Niederrhein, eine Schafsnase. Nein, er ist nicht sonderlich haarig und die Äpfel hoffentlich auch nicht.
Er ist nicht so schief wie das Foto glauben macht. Okay, nicht ganz so schief.

Das war ein seltsames Schaf - Bild: eigen

Das war ein seltsames Schaf – Bild: eigen