Youtube-Zweitpremiere

Das hat jetzt zwar fast zwei Jahre gedauert, aber es ist endlich so weit: Der Youtube-Kanal, in dem ich eingesprochene Versionen meiner Kurzgeschichten online stelle, geht an den Start. Als zweiter nach meinem thematisch völlig anders gelagerten anderen Kanal, daher der Begriff der Zweitpremiere.
Für den Start des Kanals kam keine andere Geschichte als Delayed Vengeance in Frage, meine erste jemals in eine Anthologie aufgenommene Kurzgeschichte. Und bevor ich mehr dazu erzähle, hier nun die Geschichte in deutscher Übersetzung und im englischen Original. Beide Versionen sind etwas unter zwei Minuten lang.

Wie man beim Betrachten der Videos sehen kann, ist das Ganze vom Konzept her recht einfach umgesetzt und doch so viel aufwendiger, als praktisch alles, was sonst an Hörgeschichten zu finden ist. Aber eins nach dem anderen.
Alles begann also vor zwei Jahren, als ich den überraschend niedrigen Preis für ein recht gutes Studiomikrofon sah und entschied, dass diese Investition es wert seit. Ich meine, ich habe schon wesentlich unnützeren Kram für 90 € gekauft. Daraus und aus einer zusätzlich gekauften Halterung habe ich dann ein kleines Studio in meinen Schreibschrank gebaut.

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Und das blieb die nächste Zeit eine Weile so. Ihr kennt das, man plant viel und lange, aber irgendwie fängt man nie wirklich an, weil es immer noch etwas anderes zu tun gibt. Mal ganz davon abgesehen, dass 2016 mein alter Computer seinen letzten Tag erlebte — genau gesagt ausgerechnet seine Festplatte. Das hielt erstmal alle vorherigen Planungen auf. Etwas Material war natürlich noch da, aber was weg war, traf das Projekt empfindlich.
Dieses Jahr dann setzte ich mich endlich wieder an das alte Projekt. Damit hat sicher auch Buchaktiv etwas zu tun, denn dieses Projekt hat bei mir eine Menge Aktivität ausgelöst. Im Grunde habe ich mich damit im September selbst geweckt.
Inzwischen hatte ja auch mein anderer Youtube-Kanal aus einer deutlich spontaneren Idee Form angenommen und ich hatte dort erste Erfahrungen mit dem Schnitt von Videos gemacht. Das hat zugleich meine Fähigkeit trainiert, vor einem Aufnahmegerät unfallfrei durchzusprechen (nach einem Radiointerview wurde mir Ende September gedankt, dass ich der Nachbearbeitung so wenig Arbeit mache).
Also nahm ich die Vorbereitungen wieder auf. Ich sah mir so viele Hörgeschichten an, wie ich auf Youtube finden konnte. Es war allerdings nicht so viel, dieser Teil von Youtube scheint recht klein zu sein. Das einzige Genre, das regelmäßig bei Youtube zu finden ist, ist derzeit Creepypasta, ein im Internet entstandenes Horror-Subgenre. Aus den deutschsprachigen Geschichten habe ich in Vorbereitung des Kanals auch eine Wiedergabeliste mit Empfehlungen zusammengestellt.

Es beginnt

Ich blieb bei meiner alten Kritik, dass die meisten Hörbücher auf Youtube dem Auge zu wenig zu bieten haben. Das ist für mich ein Problem, weil ich so früher oder später die Konzentration verliere. Nur wenige extrem gute Geschichten konnten dies vermeiden.
Also wollte ich beim Lesen auch etwas für die Augen bieten. Mehr als ein statisches Bild oder gar eine einfarbige Fläche mit dem Titel des Textes. Gleichzeitig wollte ich das Design an das des Blogs anlehnen, um ein einheitliches Erscheinungsbild in den unterschiedlichen Medien zu erreichen. Und so kam ich auf die weisse Fläche für den gelesenen Text mit zusätzlichen Infos an den Rändern des Bildes. Der Text sollte dabei dynamisch mit dem Vorlesen mitgehen. Und wie sich herausstellte, war das deutlich weniger aufwendig, als ich befürchtet hatte.
Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass ich für jede Variante von Text im Bild ein Bild erstellen müsste. Und früher wäre das vielleicht noch so gewesen. Doch es war so viel einfacher: Ich konnte nicht nur Text in das Bild einsetzen, ich konnte diesen sogar einzeln ein- und ausblenden. Und so gab es am Ende nur noch die Aufgabe, den Text absatzweise einzufügen. Der Text erschien, sobald er gesprochen wurde und verschwand mit dem Ende des nächsten Absatzes. Dadurch gestaltete ich den Textfluss möglich nah an dem eines gelesenen Buches.
Das ist etwas friemelig, weil man jeden Absatz mit dem gesprochenen Text abgleichen muss, aber technisch betrachtet ist es ein sehr einfaches Verfahren.
Daneben erstelle ich zu jedem Text eine Version des Bildes, in dem statt des Textes ein thematisch passendes Bild für die Vorschau erscheint. Dieses kommt im Video nicht vor, es ist ausschließlich für die Vorschau bei Youtube da.
Alles in allem brauchte ich für die Aufnahme des Textes, dessen Bearbeitung (Entfernung von Nebengeräuschen und Versprechern), die Erstellung der Bilder und den Videoschnitt beider Videos zusammen eine Stunde.
Was mich sehr überrascht hat, war die Erstellung der endgültigen Videodatei. In nur vier Minuten hatte der Rechner jedes der beiden Videos in eine fertige Datei gegossen. Und noch dazu eine von wenigen MB Größe. Es ist wohl die große weisse Fläche, die diese geringe Dateigröße ausmacht. Denn immerhin handelt es sich hier um ein Video in voller HD-Auflösung (1080p). Ein ähnlich langes Video für Extra Extra wäre etwa 300-400 MB groß und ich würde es nochmal verkleinern, um es auf 100 MB zu reduzieren. Ich war positiv überrascht.
Also galt es jetzt nur noch, die Videos in ein paar Minuten hochzuladen, Beschreibungen und Stichworte hinzuzufügen und fertig war alles! Hurra!

Nachbereitung und Zukunft

Mit dem ersten Video erstellte ich gleich auch eine größere Zahl passender Wiedergabelisten. Natürlich gibt es je eine für die deutschen und englischen Videos, aber auch je eine in jeder Sprache für jedes Genre, in dem es mindestens eine Geschichte auf dem Kanal gibt. Das ist ein wichtiger Start für Youtube-Videos: Auf möglichst viele Arten auch innerhalb Youtubes streuen.
Und nun gilt es, 10.000 Ansichten quer durch alle Videos zu erreichen. denn ab diesem Moment kann ich Werbung vorschalten und Werbelinks setzen, um mit den Aufnahmen auch etwas verdienen zu können. Da steckt schließlich Arbeit drin. Das wird eine Weile dauern.
Inzwischen ist meine Vorgehensweise für diesen Kanal klar: Jede Woche je ein deutsches und ein englisches Video einstellen und dafür sorgen, dass diese möglichst viele Interessierte finden. Nächste Woche ist Invasiv dran, eine kleine eklige Geschichte, die ganz gut in das beliebte Genre der Creepypastas passt. Und dann habe ich für den Dezember eine Überraschung geplant, die ich ebenfalls diese Woche noch ankündige.
Für das erste halbe Jahr habe ich genug Geschichten in der Schublade, um den Kanal zu füllen. Und danach schauen wir mal. Jede Woche eine komplette kleine Geschichte abzuliefern wird sicherlich die größte Arbeit an diesem Kanal. Denn das mache ich nicht mal eben in einer Stunde.
Alles in allem wird das noch mal eine ganz andere Erfahrung als Extra Extra. Denn während der ältere Kanal von recht aktuellen und schnelllebigen Inhalten lebt, arbeitet der Kanal Thomas Diehl mit Inhalten, die auch in einigen Jahren noch genau so gut funktionieren wie heute und jederzeit von Hörern entdeckt werden können. Das wird interessant.
Ich sehe auch einige Geschichten, bei denen sich eine etwas aufwendigere Produktion lohnen anbietet. Etwa bei Cockpitdurchsagen oder Charakteren mit sehr auffälliger Stimme. Und ja, früher oder später wird es auch hin und wieder für einzelne Figuren Gaststimmen geben. Ich habe da zum Beispiel einen aktuellen US-Präsidenten im Blick.


Youtube-Lektionen

Es ist nun drei Monate her, dass ich mit dem Kanal Extra Extra meine Reise ins Youtube-Land angetreten habe. Der Kanal hat sich seit seinem damaligen Auftritt deutlich verändert und ich habe viel gelernt.

Simpel ist der Erfolg

Ganz am Anfang habe ich meine Videos recht kompliziert aufgenommen. Es gab mehrere Abschnitte mit einer dazwischen eingeblendeten Markierung für den folgenden Abschnitt. Diese wöchentlichen Präsentationen waren dann 20-30 Minuten lange Videos.
Ab der vierten Woche veränderte sich das Format: Nun gab es eine Besprechung des Magazins vorher, dann einen Zusammenbau des Extras im Zeitraffer und dann eine Bewertung des jeweiligen Extras sowie einen Blick in die Vorschau. Die bisherigen Zwischentitel wurden vor das Video geschaltet. So wie hier beim ersten Video dieses Typs mit Reys Speeder bei Lego Star Wars. Nur bei Minifiguren gab es eine Ausnahme, da der Zusammenbau selbst sich da gut zum Besprechen eignete — erstmals bei Ninjago Kai.
Und inzwischen sind sowohl die Infotafel vor dem Video, als auch der Zeitraffer, gefallen. Das Ergebnis: Jedes Video nehme ich inzwischen in einem einzigen Take auf. Kamera an, Reden, Ende und Anfang zwischen Reden und Drücken des Aufnahmeknopfes rausschneiden, Standbild für die Links anhängen, fertig. Dieses einfache Format funktioniert tatsächlich deutlich besser als das komplexere Format vorher. Selbst die komplexesten Videos sehen nun nicht schlimmer aus als das hier:screenshot-buildDas ist nicht viel. Abgesehen vom Filmen selbst sind das vielleicht 10 Minuten Arbeit. Die meiste Zeit wird anschließend davon eingenommen, dass mein Computer das Video dann zu einer Datei verarbeiten muss und diese dann nochmal optimiert, damit der Upload schneller geht – das ist dann zwar eine Stunde, aber eine Stunde, in der nicht ich, sondern der Rechner arbeitet.
Klar, man kann es komplizierter machen, wenn man will. Das habe ich zu Anfang ja auch gemacht. Aber einen Grund dafür gibt es bei dieser Art von Videos eigentlich nicht.

Ja, es funktioniert

adrevMeine Einnahmen bei Youtube haben sich recht rasch entwickelt. Noch wirft der Kanal keinen Gewinn ab, aber er entwickelt sich recht schnell. Da dieses Projekt ja auch gewisse Ausgaben mit sich bringt, ist das ein ganz guter Pfad, den er da einschlägt.
Allerdings muss ich schon sagen, vorhersagbar ist was anderes. Ich meine, das da rechts ist eine Übersicht über den CPM (Einnahmen pro tausend Ansichten) einiger meiner Videos. Die Bandbreite zwischen diesen Zahlen ist einfach nur wild. Kein Wunder, dass niemand zuverlässige Schätzungen zu Youtube wirtschaftlichem Potenzial abgeben mag.

Lego

Meine Hauptnische war am Anfang das Vorstellen von Magazinbeilagen. Mit dem Wechsel auf Vorstellungen einer Beilage pro Heft wurde eines sofort klar: Die Mehrheit der Beilagen in Zeitschriften ist uninteressant und wiederholt sich zudem häufig. Ich weiss wohl, dass es eine Menge Videos zu Handspinnern gibt, aber wirklich etwas sagen kann man über die Dinger nicht. Es sei denn, man ist Spinnerexperte.
Ähnliches gilt für immergleiche Spelzeugwaffen, Figuren von Charakteren oder Tieren (Pferde, Mein-kleines-Pony, Schlümpfe, Drachen usw.) und viele andere häufig zu findende Extras. Ich bin sicher, Experten zum jeweiligen Thema können da einiges zu sagen, so wie ich es bei Dinosaurierfiguren kann, aber ich halt nicht.
Die eine Ausnahme, die immer interessant ist, ist Lego. Da kommt zu dem Modell selber halt noch der Zusammenbau hinzu, über den man sprechen kann. Da es aktuell sechs laufende Lego-Magazine gibt und jeder Lego mag, ist das nicht die schlechteste Situation. Und in der Tat merke ich auch, dass Lego eine riesige Fanbasis hat. Dafür muss ich nur mal die Zahl der Ansichten für meine Lego-Folgen mit den Nicht-Lego-Folgen vergleichen. Lego erreicht inzwischen dreistellige Zahlen (Rekordhalter: Lego Ninjago 29 mit über 500 Ansichten), während mein Video mit den wenigsten Ansichten momentan der Test der ersten Ausgabe der aktuellen Marvel-Figurensammlung mit Spider-Man ist, welcher nur achtmal angeschaut wurde. Dabei hat das Spider-Man-Video sogar eine Musikeinlage! Und für beide Videos habe ich keinerlei Werbung gemacht, ich habe sie einfach nur hochgeladen, für die Suchmaschinen attraktiv betextet und dann in die Welt entlassen.
Und das Fandom ist extrem spezifisch: Selbst die beiden Tests von legokompatiblen Nicht-Lego-Sets (Dinotrux Ty-Rux & Bullz und Dinotrux Ton-Ton) dümpeln weit unter den Lego-Videos, obwohl meine Videos die einzigen Tests dieser drei Sets, die ich finden konnte.
Ich werde dennoch hin und wieder auch andere Beilagen vorstellen. Die Yps ist dabei der einzige regelmäßige Kandidat, da die Gimmicks im Vergleich zu den meisten Extras deutlich interessanter sind. Schleichs Minisaurier fallen in meine persönliche Leidenschaft und bleiben deshalb ebenfalls regelmäßige Gäste. Die anderen bekommen Gelegenheitsvideos wie etwa beim Löwenzahn-Magazin mit seinem Hai-Modell.
Das ist mir wichtig, weil ich immer die Option offenhalten will, das Format weiterzuentwickeln.
Erfolgreichstes Lego-Thema bei mir ist übrigens ganz klar Ninjago, gefolgt von Nexo Knights und Star Wars. City und Friends liegen weit ab, haben aber bisher auch nur je ein Video. Elves kann ich noch nicht bewerten.

Youtube kann nerven

Jedes Mal, wenn ein Video fertig hochgeladen wurde, schickt Youtube eine eMail an die Hochladenden, in der es fragt, ob das Video fertig ist und veröffentlicht werden kann. Ich meine, ja, der Prozess dauert eine Weile, aber trotzdem brauche ich bei einem Upload nicht jedes Mal sofort ein Nachhaken, weil das Fenster, in dem ich es hochlade ja eh noch offen ist.

Weiter geht’s

Nachdem ich mich nun bei Youtube recht sicher fühle, geht das Projekt in die nächste Phase. Und das bedeutet zwei Dinge. Zum einen ist der Vorlesetag am 17. November der perfekte Termin, um meinen anderen Kanal zu starten, auf dem ich meine Kurzgeschichten als Tonaufnahmen anbiete. Der Plan ist, mit jeweils zwei Geschichten in deutsch und englisch zu starten, um danach jede Woche eine Geschichte hinzuzufügen. In der Regel handelt es sich dabei in beiden Sprachen um die selbe Geschichte, ein Original und eine Übersetzung. Genug Material für das erste halbe Jahr habe ich.
Im Dezember gibt es dort noch eine Sonderaktion, aber die verrate ich erst eine Woche später.
Die andere Neuerung folgt gleich nach der nächsten Überschrift:

Video-Woche

Bisher habe ich so gut wie keine Werbung für meine Videos gemacht. Ich habe sie hochgeladen und dann sich selbst überlassen. Und dafür haben sie sich erstaunlich gut entwickelt. Natürlich habe ich jedes mit den bestmöglichen Stichworten ausgestattet, eine gute Beschreibung hinzugefügt, ein möglichst repräsentatives Vorschaubild ausgewählt und thematische Wiedergabelisten angelegt. Aber groß angekündigt habe ich die Videos nirgendwo.
Ich werde von nun an jeden Samstag in diesem Blog eine Übersicht über die Videos der Woche einstellen. Dieses Mal etwas ausführlicher, in den nächsten Wochen dann in Form einer einfachen Übersicht für beide Kanäle. Und diese Woche haben wir:
Extra Extra
Noch ist Extra Extra der einzige laufende Kanal. Er wartet diese Woche mit zwei Videos auf: Einem Test des Lego-Nexo-Knights-Magazins mit einem für den Kampf extrem unpraktisch ausgestatteten Gargoyle als Minifigur und ein Test des Mega Construx (ehemals Mega Blox) Sets Ton-Ton Target Toss aus der Dinotrux-Serie.


Extra Extra mit Gimmick Nr. 1-8

hand-589488_1280Okay, mal was anderes: Ein Youtube-Kanal für Bewertungen von Heftbeilagen. Wo das herkommt, wo es hingeht und wieso ich einen Selfie-Stick gekauft habe. Ihr wisst schon, die wichtigen Fragen des Lebens.

Die Youtube-Landschaft

Es begann mit einer einfachen Frage: „Was macht eigentlich die Yps zur Zeit?“ Und mit einem Blick auf das chaotische Regal mit Kinderzeitschriften im Bahnhofsbuchladen, aufgrund ihrer mit Extras verfälschten Form keinen bekannten Gesetzen der Physik mehr gehorchend.
Da fiel mir auf, dass wahrscheinlich niemand mehr einen Überblick hat, was es eigentlich alles gibt und welche Zeitschrift grade was dabei hat. Denn ganz ehrlich: Viele dieser Zeitschriften werden doch nur wegen der Beilage gekauft.
Also kam ich auf die Idee, daraus ein Youtube-Format zu machen. Für Eltern, aber auch für alle, die in einem bestimmten Bereich sammeln und gerne wissen möchten, was es in diesem aktuell so an Stellen gibt, an denen man normalerweise eher nicht schaut. Fürs Lego-Sammeln sind diese Magazine zum Beispiel hin und wieder ganz interessant, Schleich-Figuren-Sammler finden mehrere Hefte mit exklusiv bemalten Varianten der Figuren und natürlich die Motiv-Sammler für Dinge wie Pferde, Dinosaurier, Pinguine, Star-Wars-Objekte und so weiter. Und manche Dinge sind so herrlich kurios, dass es schon interessant ist, sie einfach mal zu sehen. So wie in dieser ersten Folge der aufblasbare Todesstern, der nicht ohne Grund das Vorschaubild ausmacht.
Im Grunde ist das ja nur eine Sonderform der bei Youtube sehr erfolgreichen Unboxings und Hauls, wo Youtube vor der Kamera Produkte auspacken, zeigen und kommentieren. Nur halt mit Zeitschriftenbeilagen statt Telefonen und Aboboxen. Und es gibt wirklich deutlich beklopptere Formate auf Youtube.
Versuch macht kluch. Und da ich noch nie zuvor ein Youtube-Video gemacht habe, wird das ein sehr interessantes Experiment, ob erfolgreich oder nicht.

Hightech-Video-Produktion

Die meisten von euch werden sich die Produktion eines Videos wohl technisch recht aufwendig vorstellen. Und ganz ehrlich, das kann sie auch sein. Mein Video würde von etwas mehr Hightech fraglos profitieren. Aber ich arbeite halt mit dem, was ich habe, die Upgrades kommen nach und nach.
Ja, die Kamera war mein Handy. Das hat nicht grade die beste Tiefenschärfe und der Autofokus reagiert frustrierend träge bis gar nicht, aber es funktioniert.
Fixiert habe ich das Handy aber mit absoluter Spitzentechnologie: Ich habe einen Selfie-Stick aus dem 1-Euro-Laden in eine Tasche gesteckt, die zwischen mir und dem Tisch stand. Das Ganze habe ich dann fixiert, indem ich den Reissverschluss der Tasche zugezogen habe. Das hat ziemlich gut funktioniert. Mein anderes Stativ ist zwar ein Dreibein, aber nur eins für den Tisch und das bekam ich nicht weit genug von der Tischfläche weg aufgestellt, um einen ausreichend großen Bildausschnitt abfilmen zu können.
Die Beleuchtung war so lala, weil ich zwischendurch das Handy aufladen und dann mit künstlichem Licht arbeiten musste. Das prompt Schatten geworfen hat. Also: Nur mit vollem Akku filmen und zu einer Tageszeit, wo es zuverlässig noch genug Tageslicht gibt.
Das werde ich alles nach und nach verbessern.
Das Konzept erfordert natürlich, dass ich zu jedem Heft in einer Aufnahme durchspreche, ohne zu stottern oder hängen zu bleiben. Ich finde, das hat ganz gut geklappt. Natürlich muss und werde ich da mit der Zeit dazulernen. Interessant wäre zu wissen, ob ich tendenziell mehr zu jedem Artikel sagen soll. Zu dem Dinosaurier beispielsweise hätte ich noch eine Menge sagen können, denn das ist kein besonders gutes Modell dieser Dinosaurierart und basiert auf einem 20 Jahre alten größeren Modell von Schleich, welches ich zufällig ebenfalls besitze. Und warum das Yps-Periskop eigentlich noch nicht mal ein Periskop ist, hätte ich auch noch ergänzen können.
Dass im Hintergrund etwas auf dem Tisch rumkrabbelt (Spinne? Fliege?) hab ich leider erst beim Zusammenschneiden der Segmente gesehen. Einen Teil meiner Anläufe zum Starten des Videos und einen kleinen Zwischenfall mit dem klassischen Handy-Laut beim Aufnehmen hab ich in Form von Outtakes hinten an das Video gesetzt.
Aber, wie viele Ratgeber zum Thema Youtube-Videos immer wieder sagen: „Fertig ist besser als perfekt.“ Und da ich manche dieser Packungen nur einmal öffnen kann, muss das erste Mal halt das beste Mal sein.
Etwas ärgerlich ist noch der extrem langsame Upload bei Youtube. Nachdem das erste Video mit seinen 5 GB ungefähr 6 Minuten pro Prozentpunkt brauchte, brach ich diesen ersten Upload ab und schickte das Video erstmal zum Verkleinern zu Clipchamp, wo der Upload nur ein paar Minuten dauerte und ich nach etwa einer halben Stunde eine deutlich verkleinerte Videodatei zurückbekam.

5 GB auf 340 MB - gar nicht schlecht

5 GB auf 340 MB – gar nicht schlecht

Was nicht funktioniert hat, war der direkte Upload aus Clipchamp. Der zeigte irgendwann „Processing“ an, abe rin meinem Youtube-Konto war nichts zu sehen ausser einem Video, das gleichzeitig anzeigte, verarbeitet zu werden und erst zu 8% hochgeladen zu sein (der Punkt, an dem ich meinen ersten Versuch abbrach). Und nach zwölf Stunden, also heute morgen, zeigte er genau das immer noch an.
Da versuchte ich es erneut und siehe da: Nur noch 45 Minuten brauchte Youtube, um das Video hochzuladen und dann noch ein bisschen für die Verarbeitung, bei der es aus der 1080p-Videodatei die kleineren Formate generiert. Das Lustige daran ist noch, dass die Aufnahme eigentlich in 720p lief, meine Schnittsoftware aber aus Versehen in der Ausgabe auf 1080p eingestellt war. Nicht so schlimm, macht nur halt die Datei ein ganzes Stück größer.

Potenzial

Grundsätzlich kann ich mir viele Arten vorstellen, wie ich dieses Format ausreifen und erweitern kann. Schon vor einer ganzen Weile hatte ich beim Gang durch einen Spielwarenladen mal die Idee, Experimentierkästen und andere Lernspielzeuge zu testen. Das wäre ja auch noch eine logische Erweiterung.
Was bei Youtube schon recht viel läuft und auch hier passen würde, wären Vorstellungen und Unboxings von Adventskalendern. Viele der Magazine, insbesondere die Blue-Ocean-Titel (Die drei ???, Schleich Dinosaurs und so weiter) bringen ja auch Adventskalender raus und viele wollen vorher wissen, was sie sich oder ihren Kindern da holen.
Von Sammelmagazinen, die eine Sammlung oder einen Bausatz über eine lange Reihe teurer Magazine mit einem billigen Erstling als Lockvogel anbieten, werde ich mich dagegen fernhalten. Es sind zwar teils wirklich schöne Modelle, aber ein Test erscheint mir wegen der langen Zeit, über die sich diese Veröffentlichungen erstrecken, recht sinnlos. Ich weiss ja nach Band 1 nicht, wie das Ergebnis nach Band 100 aussehen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass der zusammengerechnete Preis für diese Sammlungen schon ziemlich stolz ist. Mehrere hundert Euro für ein Schiffsmodell sind da keine Seltenheit. Oft kosten die Einzelbände so viel wie alle sieben Zeitschriften dieser Woche zusammen. Das geht gar nicht.
Was ich mir dagegen ganz gut vorstellen könnte wären gelegentliche Videos zu besonderen Themen und Funden. Ich hatte mal das Konzept einer Vorstellung besonders bizarrer Flohmarktfunde (da gibt es einiges zu entdecken) oder von Funden aus chinesischen Versandplattformen (es gibt zuviel davon, alsdass Youtube das jemals bewältigen könnte!). Mal sehen, was sich da anbietet.

Wie nun weiter?

Vorerst gilt es natürlich herauszufinden, ob das Konzept funktioniert. Ich gebe ihm daher bis Ende des Jahres, um sich zu tragen. Das bedeutet bei den Kosten für die Hefte und den online zu findenden Werten für das Einkommen mit Werbung auf Youtube-Videos etwa 50.000 Ansichten pro Monat (alle Videos zusammen). Erreicht es das, geht es weiter. Erreicht es das nicht, eben nicht. So oder so denke ich, ich habe bis dahin viel über Youtube, das Videomachen und alles, was so dazugehört, gelernt.
Auf jeden Fall werde ich die Videos noch ein wenig optimieren. Nächstes Mal gibt es vor den Besprechungen eine Übersicht, was kommt, und danach eine Zusammenfassung der Bewertungen. Dafür wahrscheinlich keine Outtakes mehr, die halten sich zum Glück eh in Grenzen. Probleme hatte ich im Grunde nur mit dem Start des Videos, danach ging es recht flüssig: Heft hinlegen, soweit vorbereiten, dass das Auspacken schnell geht, filmen, schneiden, einfügen.
Diese Webseite wird sich in Zukunft auch ein wenig verändern, um neben den eBooks auch die Youtube-Aktivitäten angemessen zu präsentieren. Ich habe da schon eine ganz gute Vorstellung.
Und dann gibt es noch ein Fernziel: Sollte die Serie 100 Folgen erreichen, gibt es auf jeden Fall ein nicht so kleines Special, bei dem alle bis dahin gezeigten Extras und Gimmicks zu Einsatz kommen (von einfachen Figuren und sowas mal abgesehen). Dann werde ich meine wahren Pläne enthüllen! Mwahahaha! Aber um die zu sehen, muss die Serie auf 100 Folgen kommen. Wöchentliche reguläre Folgen der Hauptserie Extra Extra, eventuelle Neben-Experimente zwischendurch zählen nicht. Und ja, die Ausgabennummer hat bereits drei Ziffern. Ich bin halt Optimist.


Vorschau zu Youtube-Audiobüchern

Ende November hatte ich erstmals angekündigt, bald Audiobooks bei Youtube anzubieten. Von den vorhandenen Videos zu Audiobooks bin ich allerdings nicht wirklich begeistert; es sind meist nur statische Bilder, oft vom Cover des Buches, manchmal auch nur eine schwarze Fläche.
Ich wollte mehr bieten als das, ein Angebot, das das übliche Audiobuch-Publikum ebenso anspricht wie jemanden wie mich, der Beschäftigung auch für die Augen benötigt um nicht komplett abgelenkt zu werden. Naheliegend war es daher, den Text parallel zum Vorlesen auch einzublenden. Daneben wollte ich noch die wichtigsten Informationen dazu geben, was man sieht beziehungsweise hört. Das vorläufige Ergebnis sieht im Moment als Vorschau so aus:

Verkleinerte Vorschau, die Videovorlage hat 1080p für FullHD

Verkleinerte Vorschau, die Videos haben eine Auflösung von 1080p für FullHD


Fast unübersehbar ist es an die aktuelle Gestaltung dieses Blogs angelehnt, mit den selben farbigen Trennlinien, um die wesentlichen Elemente zu trennen, in diesem Fall Titel (oben), Cover (links) und den aktuell vorgelesenen Text (Hauptbereich). Die Wiedererkennbarkeit meiner Inhalte auf den verschiedenen Kanälen ist ganz klar ein Ziel dessen, das ich nach und nach umsetzen werde.

Der Titel ist auch mit seiner Formulierung an das Blog angelehnt: Mein Name, ein Verb und dann der eigentliche Titel des jeweiligen Beitrags.
Das Buchcover, als Platzhalter Giftigen Grundes, an dem ich die letzten zwei Tage geschrieben habe, steht links. Auch das ist natürlich ein Bezug auf das Blogdesign und nimmt die vier Cover auf, die hier links oben präsentiert werden. In Fällen wie dem im Beispiel gezeigten werde ich in den tatsächlichen Videos einen Hinweis dazusetzen, dass der vorgelesene Text eine Kurzgeschichte aus einem größeren Band darstellt, sowohl schriftlich als auch gesprochen am Anfang der Aufnahme.
Beim vorgelesenen Text gibt es den wichtigsten Unterschied zu den vorhandenen Videos dieser Art, den Videobüchern, von deren Existenz ich übrigens erst gestern erfuhr. Die meisten dieser Videos zeigen so viel Text, wie auf einer Seite eingeblendet werden kann oder aber einen Absatz. Das scheint mir zu lang. Es ist nicht nur unübersichtlich, eine unterschiedliche Lese- und Vorlesegeschwindigkeit verstärken sich dabei und das mindert meines Erachtens den parallelen Hör- und Lesegenuss für jene, die beide Formen zugleich nutzen. Also blende ich nur den jeweils aktuellen Satz ein, eventuell mit Ausnahmen bei wörtlicher Rede.
Den unteren Bereich des Bildes nutze ich vorläufig nicht. Dieser wird von Youtube regelmäßig mit Werbebannern verdeckt und wenn das passiert finde ich es als Zuschauer sehr lästig, wenn dort wichtige Bildinhalte platziert sind und von der Werbung verdeckt werden. Vor allem, weil ich diese Banner ungerne wegklicke, denn ich gönne den Videomachern in der Regel das bisschen Geld, das sie dafür erhalten. Möglicherweise nutze ich diesen Bereich ab und an, um zusätzliche Informationen einzublenden, zum Beispiel Bilder von Charakteren, Kreaturen und Orten oder dergleichen. Das könnte beispielsweise bei den verschiedenen ausgestorbenen Tierarten in den Geschichten der Reihe Meilensteine der Evolution sinnvoll sein.

Und hier nun meine Frage: Sieht das so gut aus, wie ich glaube? Gibt es noch Wünsche, Ideen oder Kritik an dem Ansatz und dem konkreten Entwurf? Ist 16:9 ein gutes Format für diese Art Inhalt? Über Kommentare würde ich mich freuen! (Der Kommentarbereich zu diesem Beitrag ist bis zum 6. Februar offen)


GEMA – Professionelle Selbstdemontage

Es war also kein Aprilscherz: Nach gescheiterten Verhandlungen mit der GEMA sperrt Youtube nun Musikvideos für deutsche Nutzer.

Im vorigen Satz habe ich als Beispiele verlinkt:
Knorkator – Böse
AC/DC – Thunderstruck
Aerosmith – Living on the Edge
Calvin Harris – Aceptable in the 80’s

Damit verzichtet die GEMA auf nicht zu verachtende Einnahmen. Alleine Thunderstruck hatte gut 11 Millionen Ansichten, die GEMA hätte nach einem Vorschlag von Youtube 1 Cent pro Videoansicht erhalten, verband damit aber für Youtube/Google inakzeptable Bedingungen. Ohne die weitgehende Einsicht in die Nutzerdaten, die die GEMA verlangt hatte, wäre jede Videoansicht aus Deutschland auf 12 Cent gekommen – zuviel für ein profitables Anzeigengeschäft.
Jetzt erhält sie gar kein Geld, die angeblich von der GEMA geförderten Musiker verlieren eine zentrale Plattform zum Aufbau und zur Pflege der Fanbasis und dadurch vermutlich auch viel Geld.

Ich glaube inzwischen, dass die GEMA in Wirklichkeit von irgendwem geschaffen wurde, um die Musikindustrie in den Ruin zu treiben.


So, ich zieh dann mal ein

Nach Schwert Tintenkleckser bei Blogg.de und Tintenkleckser bei Blogspot bin ich nun auf meine eigene Domain unter shadaik.de und dem entsprechend neuen Titel Shadaiks Irrelevanzia geflüchtet.
Noch ist das hier alles vorläufig, die Gestalt der Seite wird noch erheblich umgebaut. Immerhin heisst das aktuelle Thema „Green Leaves“, was mir zusammen mit dem Neustart ausreichenden Anlass bietet, mit Yatta vom Green Leaf Team zu feiern:

Die alten Beiträge aus den Vorgängerblogs werde ich hier nach und nach übernehmen. Daneben werde ich wohl auch 9 x Klug mit diesem Blog hier fusionieren, da ich dort zu selten schreibe, alsdass ein eigener Blog sich für 9 x Klug lohnen würde.


awwwww…