Musikeinlage wie die Karnickel 0 

Alles begann mit der Werbekampagne für das Videospiel Rayman Raving Rabbids:


Biem zweiten Spiel entschied Ubisoft, Verlag des Spiels, sich dann, ein Musikvideo ans Ende der kampagne zu stellen und eine Single dazu rauszubringen:

Und auch für das aktuelle Spiel gibt es wieder sowas, diesmal nochmal ganz anders.

So, und damit wären wieder zwei Dinge planmäßig gefüllt: Die zehntbeiträgliche Musikeinlage und eine zentrale Wissenslücke meiner Leser.
Man liest sich später heute abend zu weniger wichtigen Themen – Politik, Weltanschauung und all dieser Krams, den ich als Fülmaterial zwischen die Musikeinlagen schiebe.

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Das Spiel ist zuende mit der Musikeinlage 0 

So, ich widme mich mal wieder der Videospielemusik – genauer gesagt den Songs ganz am Ende von Spielen, bei den Credits.

Fangen wir mit einem Klassiker an, der einfach nicht fehlen darf, weil ich sonst in 27 Ländern der Erde gesteinigt werden kann: Still Alive aus Portal.
Es singt GLADOS, der Survivaltraningscomputer mit tödlicher Fehlfunktion (es wurde versehentlich kein Gewissen einprogrammiert):

Und dann wäre da God Hand aus God Hand, der im Grunde die Prämisse des Spiels nochmal zusammenfasst. Und den Humor dieser seltsamen Western-Parodie.

Wo wir grade bei seltsam sind: The Cole Train, der Abschluss zu GoW (weil das Spiel indiziert ist, muss ich hier behaupten, es wäre wirklich, wirklich schlecht und ausserdem den Titel abkürzen) ist sowas von überzogen, das gibt es nur einmal:

Okay, noch einer als Bonus, der nicht wirklich am Ende eines Spiels spielt. The Great Mighty Poo ist einer der Gegner aus Conker’s Bad Fur Day – ein Opernsänger in Gestalt eines Haufens – nunja, Scheisse halt.
Man bekämpft ihn, indme man ihm Klopapierrollen in dne Rachen schmeisst. Und ja, das ist unglaublich juvenil. Und saulustig.

Und weil der so genial war auch gleich noch einen Werbespot zu Stalin vs. the Martians, den ich einfach immer wieder hören kann:

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Rechts unterwanderte Musikeinlage 0 

Oh, ich seh grad, vor den nachgeholten Beiträgen (Virenbekämpfung und Petitionnerstag XXXV) ist noch eine Musikbeilage fällig.
Ja dann – legen wir mal los.

Dem Anfang macht heute ein wenig Lokalkolorit: Der bekannteste mönchengladbacher Schriftsteller, Walter Moers, darf zu Wort kommen mit seiner musikalischen Einlage zu Adolf – die Nazisau.
Walter Moers – Ich hock in meinem Bunker

Und während Moers damit vor allem Aufsehen erregte, bekam Sat.1 einen echten Internetskandal, als ein altes Wochenshow-Video bei Youtube auftauchte und plötzlich von den selbsterklärten Sauberleuten des netzes entdeckt wurde.
Da ging die Löscherei dann los. Das ist zum Glück vorbei und wir können das ebenso gut montierte wie wirklich komische NS-Video zu Born to be Alive hier anschauen.
Naja, also ich find’s zumindest lustig, was für einen Beitrag auf meiner Seite aber ja auch reichen sollte:

Ein paar Jahre zurück hätten wir noch einen kalkulierten Skandal zu bieten: Mel Brooks‘ Hitler Rap enthält die musikalisch beste Verwertung der deutschen Nationalhymne und war als Werbung für den Film To Be Or Not To Be gedacht, einen der weniger bekannten Brooks-Filme. Was unter anderem daran liegen kann, dass der Song im Film leider nicht auftaucht.

Bonus
Ach, wo wir schon bei Mel Brooks sind: The Spanish Inquisition als Bonus für Frank, der beim Thema Hitlerwitze meinte „Ihr würdet ja auch keine Witze über die Spanische Inquisition machen, oder?“
mE eine der besten Musical-Nummern überhaupt.

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Neu in der Blogroll 0 

So, ich überhol mal eben die Blogroll und möchte das nicht kommentarlos machen, sondern die Neuzugänge gleich auch kurz vorstellen:

Zunächst wäre da der Oeffinger Freidenker – meiner Meinung nach eines der besten Blogs, welches ich derzeit lese. Und das noch täglich aktualisiert.
Der Oeffinger verortet sich linksliberal (also wie ich) und schreibt regelmäßig, gut informiert und ausführlich über Politik und Ide(ologi)en der Gegenwart, oft mit hervorragenden historischen Ausflügen.
Meine besonderen Empfehlungen dort sind der Ausflug in die Feminismuskritik mit Frauenpolitik im beginnenden 21. Jahrhundert (dringend auch die Diskussion in den Kommentaren darunter lesen) und der Zweiteiler „Kampf um Begriffe“ (Teil 1 Teil 2) über politische Begriffsbesetzung, den ich gerne jedem einzelnen Grünen als Hausaufgabe aufgeben würde.

Weissgarnix ist mir bislang zwar nicht so umfangreich aufgefallen, aber die ausgezeichneten Betrachtungen von Marx‘ Werk und Ideen abseits bloßer linker Verklärung und Postmorteminterpretation im Rahmen des aktuellen Roten Oktobers allein sind schon ein Rainschauen wert.
Besondere Empfehlung: Marxens Gespenstergeschichten über den Entstehungskontext des Kommunistischen Manifests und was daraus wurde.

Rausgeflogen sind dafür die beiden Blogs bei Zeit für Grün (Zeit für Grün in MG und Hajo Siemes), da diese nach dem Wahlkampf nicht mehr aktiv sind und wahrscheinlich auch früher oder später mit dem Rest der ZfG-Blogs abgeschaltet werden.

Ein freundlicher Verweis geht noch an Nics Bloghaus, welches ich ab und an ganz gerne lese, bei dem mir aber zu oft das für mich komplett uninteressante Thema Demokratie/Wahlen im Iran auftaucht – ab und an gibt es aber auch andere Themen.

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Hal the Misinterpretive Porn Star 0 

Politik, Paragrafen – meine armen Leser. da braucht es eine Pause mit Unterhaltung. Wie etwa dieses Youtube-Fundstück: Hal the Misinterpretive Porn Star.

Einfach mal grundlos eingeworfen.

Klassische Musikeinlage 0 

Mir mangelt es grade an Inspiration für die obgliatorische Musikeinlage, daher würfel ich einfach mal ein bisschen was aus der modernen Instrumentalmusik („Klassik“) zusammen.
Was Klassik angeht, mag ich es episch, daher:

Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“, 4. Partie (Dirigent: Herbert von Karajan)

Koji Kondo: Zelda Medley (Dirigent unbekannt)

Jeremy Soul: Reign of the Septims

Und ja, die letzten beiden waren Videospielesoundtracks. Und auch Dvorak ist da nicht ganz unbeleckt: Sein Stil lässt sich durch die ganze Stummfilmära hindurch finden und wirkt, neben Wagner, noch in die heutigen Filme mit eigenen Soundtracks (leider nicht mehr selbstverständlich) fort. Teilstücke findet man etwa in Hans Zimmers Thema von Fluch der Karibik:

So, und jetzt klingen wir diesen furchtbar uninspirierten Beitrag mit einem weiteren Filmsoundtrack aus. Mein Lieblingssoundtrack und das nicht nur, wiel der Film Dinosaurier hat: Das Jurassic Park Theme von John Williams

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Definitiv zwei Filmtipps: District 9, Age of Stupid 0 

Age of Stupid

Age of Stupid läuft am 22. September in Düsseldorf im Atelier Kino, Graf-Adolf-Straße 47. Der Film läuft nur in sehr wenigen Kinos, deshalb empfehle ich aufgrund der guten Kritiken und des Trailers schonmal unbesehen, hinzugehen. das da oben ist übrigens ein Ausschnitt zur Geschichte der Rohstoffkriege. Der zusammengewürfelte grafische Stil ist Absicht.
Der Film spielt in den 2050er Jahren und zeigt einen der letzten überlebenden Menschen, wie er in Archiven die Ursache sucht für das Ende der menschlichen Zivilisation im ausser Kontrolle geratenen Klimawandel.
Andere Spielorte finden sich hier.

District 9

1982 sind Aliens über Johannesburg gestrandet und wurden in einen slumartigen District, District 9, verbracht. Ein Privatkonzern, die MNU verwaltet den District und sucht nach Wegen, die ausserirdischen Waffensysteme zu nutzen, die nur von den Aliens aktiviert werden können. Nach einer Umsiedlungsaktion kommt es zur Eskalation.
Einige Kritiker meinten, das Ende des Films wäre zu hollywoodesk und actionorientiert. das halte ich für falsch – die Eskalation zum Ende hin macht im Film durchaus Sinn.
District 9 läuft in den meisten großen Kinos.

Musikeinlage für Medienverweigerer 0 

Wer wie ich den Fernseher rausgeschmissen hat und das Radio nicht mehr einschaltet, der hat es wahrscheinlich bisher nicht mitbekommen, daher von mir nachgereicht: Der uralte Song einer 93-jährigen Sängerin, der derzeit in Großbritannien die Charts erobert.

Alle sprechen darüber, dass Vera Lynn damit Bands wie Tokio Hotel geschlagen hat. Keinem fällt auf, dass auch die Beatles geschlagen wurden, deren Alben ebenfalls grade (komplett digital überarbeitet) neu rausgekommen sind.
Und wo wir schon dabei sind – könnte ich bitte auch Louis Armstrong wiederhaben?:

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Musikeinlage: BleepBloop 0 

Diese Woche gibt es gleich zwei neue Musikspiele, wovon es The Beatles: Rock Band sogar auf etliche Magazincover bringt.
Und während ich den Hype um die Beatles einfach nicht verstehen kann, hab ich für Videospielmusik durchaus etwas übrig — aber für traditionellere.
Also schau ich heute in der Musikeinlage mal, wie die sich von einer Technikfrage zu einer musikalischen Subkultur entwickelt hat:

Am Anfang waren natürlich die so genannten Chiptunes, also vom Computer während des Spiel serzeugte Geräusche, die das Spiel musikalisch und mit Soundeffekten unterlegten. Als Beispiele einfach mal 1. ein Zusammenschnitt diverser NES-Spiele und dann das Giana Sisters Theme vom ersten „Star“ des Genres, Chris Hülsbeck:


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Das erste, was daraus erwuchs, war die Techno-Musik. Aber die ignorieren wir jetzt einfach mal, hauptsächlich wel ich den großteil davon nicht mag.
Etwas anderes gab es nämlich auch parallel mit den Chiptunes, vor allem in Japan: Versionen der Stücke mit traditionellen Instrumenten.
Es folgt ein Rock-Medley alle Stücke aus Mega Man 9.


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Das andere Kind der Chiptunes ist Nerdcore — Rock (ab und an auch andere Musikgenres) mit Videospieleinflüssen.
Womit der Kreis geschlossen wäre, denn während moderne Videospiele ihre eigene Musik fast verloren haben (ähnlich wie Filme), zieht nunmehr die „normale“ Musik in die Spiele ein. Und da sich darunter inzwischen auch Nerdcore befindet schaffen es beispielsweise die Bostoner Freezepop in Guitar Hero:


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Und aus Deutschland hätten wir da noch Pornophonique mit Gitarre und GameBoy, die es bisher nicht in die Spiele zurückgeschafft haben — aber das kommt noch:


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Und so vollzieht die Musik einer neune Kulturform die Entwicklung dieser mit – über Jahrzehnte aus der praktischen Nichtexistenz über die Betrachtung als Kinderkram und die Obskurität letztendlich in die Mainstream-Kultur.
Zunächst nur in Spuren, aber mittelfristig werden auch erste Videospielesoundtracks in die Charts gehen. Das Medium ist inzwischen groß genug und Versuche gab es schon.
In Frankreich hat’s einer sogar schon geschafft – wenn auch nur eine Coverversion eines 20 Jahre älteren Songs:


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Sauberes Wasser als Kinderspiel 0 

Dieser Artikel erscheint in ähnlicher Form auch bei Sporle & Co. Daher nicht wundern, wenn euch der hier bekannt vorkommt.

PlayPumps ist ein interessantes Projekt zur Hilfe in Entwicklungsländern: Die Aktion stellt in armen Ländern Kinderkarussells auf, die zugleich als Pumpbrunnen fungieren – während die Kinder auf dem Karussell spielen, treiben sie eine Pumpe an, die Grundwasser in einen Tank befördert, aus dem es dann entnommen werden kann.

Playpump Funktionsweise

Während Kinder auf einem Karussell-ähnlichen Spielgerät spielen (1), wird sauberes Wasser (2) aus dem Untergrund (3) in einen 2,500 Liter fassenden Behälter gepumpt (4). Aus einem einfachen Wasserhahn (5) kann das Wasser dann abgeschöpft werden. Überschüssiges Wasser wird aus dem sieben Meter über der Erde stehenden Tank zurück ins Bohrloch gepumpt (6). Durch die Werbeflächen (7), welche an den Behälter angebracht sind, können nicht nur essentielle aufklärende Informationen verbreitet sondern auch die Wartungskosten der Pumpe finanziert werden.

Ich halte das Projekt für extrem sinnvoll und wunderbar kreativ. ich mag ja grundsätzlich unkonventionelle Ansätze zur Weltverbesserung.

Quelle: Tamundo