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Politiker mit G, Teil 2 0 

Achja, der Goebbels-Vergleich und der nächste Morgen.

Inzwischen habe ich zwei Entschuldigungen geschrieben: Eine in der Bürgerzeitung als Kommentar unter dem entsprechenden Artikel, eine an die CDU sowie Presse und Rundfunk.
Beide Stellungnahmen und mein vorheriger Beitrag decken sich inhaltlich beinahe vollständig, daher verzichte ich hier auf eine raumgreifende Zitierung. Sollte eine solche gewünscht sein, liefer ich natürlich nach.

Wie oben bereits verlinkt, hat die Bürgerzeitung berichtet, daneben die Rheinische Post (übrigens hat jene von mir wohl eine falsche Handynummer, sie hat zwar offenbar angerufen, aber nicht bei mir, keine Ahnung, wessen Mailbox die Redaktion da gefüllt hat), die Westdeutsche Zeitung im überregionalen Teil und im Kontext von Kritik durch Sigmar Gabriel und Claudia Roth (finde ich allerdings nicht online). Vom Express habe ich auch gehört, dass er berichtet hätte.
Heute vormittag hatte ich ein Interview mit Sat.1 (lief mE sehr schlecht), dem WDR und RTL (die beiden waren okay). Nun, mal sehen, was daraus noch wird.
Einen von mir (wahrscheinlich) unabhängigen Goebbels-Vergleich gab es inzwischen in The Independence, das ich mir auch nicht zu eigen mache. Wenn Stephanie zu Guttenberg mit ihrem gatten ins Ausland fliegt, ist das ihre Sache.

Die Frau des Ministers begründet ihre Teilnahme an der Reise: sie wolle „als Gattin und Mutter zu Weihnachten bei den Soldaten“ sein. Ich werde aufmerksam. Diese Klänge kenne ich. Von Goebbels. Was Stephanie zu Guttenberg hier in die Mikrofone säuselt, soll freundlich klingen. So familiär irgendwie. Auch irgendwie harmlos. Nett eben.

Doch ich frage mich: was vollzieht sich da grade im Lande? Was schleicht sich da ein in die Spaßgesellschaft? Was erlaubt sich der junge Minister da eigentlich, der im Moment von den Sympathien des Volkes getragen wird? Abgeordnete, die im Januar zu entscheiden haben, können Kundus nicht besuchen, aber die „Gattin und Mutter“, die über keinerlei Mandat verfügt, darf? Das ist kein Zufall. Hier geht es um die richtigen Bilder. Die einen „jungen aufstrebenden Politiker“ stärken sollen.[…]

Nun verhält es sich allerdings so, dass die Formulierung von der „Gattin und Mutter zu Weihnachten bei den Soldaten“ eine Geschichte hat in Deutschland.

Die Linke hat, sehr zu meiner Überraschung, mit einer sachlichen Mitteilung reagiert:

Der Skandal ist nicht der Vergleich eines örtlichen Ratsherren. Der eigentliche Skandal ist wie Not und Elend benutzt werden, um die Quote zu erhöhen. „Da fliegt jemand auf Kosten der SteuerzahlerInnen in ein Kriegsgebiet und hat im Handgepäck die Zusage auf einen exklusiven Show-Auftritt bei Kerner live aus dem Krisengebiet“, ärgert sich Kreissprecher Torben Schultz.

Für mich ist die Sache erledigt. Ich habe einen Fehler gemacht, mich entschuldigt und dargestellt, was gemeint war. Die CDU Mönchengladbach hat mir zu verstehen gegeben, dass sie das ebenso sieht.
Jetzt arbeiten die Massenmedien mit ihrem üblichen Nachlauf von einigen Stunden. Dann kommt eine Protestwelle. Und Donnerstag kennt hoffentlich wieder niemand mehr meinen Namen.

In Twitter gibt es unterdessen immer noch keine mir bekannten negativen Reaktionen.
Eine Auswahl an Reaktionen, die mir aufgefallen sind:

Teelevision: http://bit.ly/gcVfdY Ich dachte sowas nennt man Satire. Und es ist dann eine „üble Beleidigung“, wenn es ein Politiker sagt? (@shadaik)
[…]
Ich kann mich an „üblere“ Sachen aus den Spitzen anderer, an der Regierung beteiligter Parteien erinnern. Was mit faulen Ausländern und so.

Der Wachsame: Dieser Winter ist wirklich außergewöhnlich hart. Opa erzählt schon wieder von Stalingrad. #Erinnerungen

Und, wahrscheinlich unabhängig von meiner Äusserung:

fernsehkritiktv: Kerner macht Talkshow in Afghanistan! Es ist also wieder soweit: Terror, der von deutschem Boden ausgeht!

peterbreuer_ Deutschland wird am Hindukusch blamiert.

jensbest: Wenn es die Kerner-Show schon 1941 gegeben hätte, hätte er mit „Wüstenfuchs“ Rommel auch eine PR-Talkshow gemacht. #KriegspropagandaTV
[jensbest, der etwa 20-Mal soviele Leser hat wie ich, geht Guttenberg insgesamt übrigens noch deutlich drastischer an]

Der Kontrast zwischen Online- und Offline-Reaktionen ist beachtlich. Die in diesen Tagen gemachten Erfahrungen bedeuten auch neue Informationen für meine Annahme, dass die Gesellschaft durch die netzwerklerische Kraft des Internets an mehreren Schnittlinien zugleich zerreisst. Zugleich ist mir bewusster geworden, was für Unterschiede ein und die selbe Sache in unterschiedlichen Medien und Kontexten in sich birgt. Eine Erfahrung von hohem Wert.
Das ist vielleicht das Positivste an dieser Sache: Soviel in so kurzer Zeit gelernt wie durch diesen Skandal, habe ich wohl noch nie. Und das nach 12 Jahren mit Internet.

Goebbels! 9 

So, hab ich allseitige Aufmerksamkeit? Danke.

Also: Derzeit skandalisiert die CDU einen Tweet von mir. Ich war schockiert, dass Guttenberg auf seiner aktuellen Reise nach Afghanistan neben seiner Frau auch den Quatschmeister Talkmaster Johannes B. Kerner mitnahm, um in Afghanistan eine Fernsehsendung aufzunehmen. Daraufhin schrieb ich spontan folgenden Tweet:

Guttenberg nimmt in Afghanistan ne Talkshow mit Kerner auf – da kann Goebbels sich propagandamäßig noch was abkucken! #godwin

Nun gebe ich gerne zu: Saumäßig schlechter Satz, geht gar nicht.

Doch dahinter steckt ja etwas, was ich sagen will: Ich halte Guttenbergs Aktion, eine Talkshow in einem Kriegsgebiet auszunehmen für eine erhebliche Verfehlung. Wie übrigens viele andere auch. Auch und grade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und hier wiederum der Rolle, die Propaganda in der Geschichte deutscher Kriegsführung spielte.
Und damit ist Guttenberg der erste Minister in der deutschen Nachkriegsgeschichte, der einen Krieg in solcher Weise mit Propaganda unterfüttert. Vom offenbaren Quotenwahn bei Sat.1 mal ganz zu schweigen, denn wieso sonst nimmt man in einem Kriegsgebiet eine Talkshow auf?
Wer der letzte deutsche Minister vor ihm war, der eine solche mediale Kriegsverherrlichung betrieben hat, das kann ja mal jeder raten…

Nicht erwartet hatte ich, dass die CDU a) mitliest und b) aufspringt. Etwa fünf Stunden nach dem Tweet erfuhr ich indirekt über Dritte von der Pressemitteilung der CDU mit dem Titel „Krings fordert öffentliche Entschuldigung
Mal davon abgesehen, dass krings von mir bisher noch gar nichts gefordert hat und wahrscheinlich noch nicht einmal um die Existenz des Tweets weiss geht die Mitteilung von einer grundfalschen Annahme aus.

Mit keinem Wort habe ich den Besuch des Ministers bei den Truppen kritisiert. Im Gegenteil, ebenso wie Dr. Krings laut der Pressemitteilung begrüße ich diesen. Und ich stimme völlig überein, wenn diese PM aussagt:

Ich finde, dass Guttenberg ein positives Zeichen der Unterstützung für die deutschen Soldaten setzt, wenn er sie in der Vorweihnachtszeit im Einsatz besucht

D’accord.

Ich habe in dem obigen Tweet klar von „propagandamäßig“ geschrieben. Es ging also keineswegs um den Einsatz selbst, sondern um den Akt der Propaganda. Mit keinem Wort bezog ich mich auf die Soldaten und auf irgendetwas anderes als auf die Aufzeichnung einer Talkshow in einem Kriegsgebiet mitsamt extra eingereistem prominenten Moderator.

Also, nochmal in drei Sätzen:
1. Ja, die Formulierung war Mist Das sehe ich ein und entschuldige mich.
2. Über die deutschen Soldaten habe ich kein Wort gesagt
3. Ich halte nichtsdestotrotz die Aufzeichnung einer Talkshow im Kriegsgebiet für einen Skandal, der in der deutschen Nachkriegsgeschichte einmalig ist

Nachtrag: Fortsetzung hier

PS: Mein Dank gilt auch der Twitter-Gemeinschaft, die ein wesentlich besseres Verständnis der Aussage gezeigt hat als die CDU. Es folgt ein Best Of der bisherigen Antworttweets, soweit ich die mitbekommen habe:

TorbenSchultz: Nur mal so: Der Skandal ist nicht der Vergleich eines örtlichen Ratsherren, der Skandal ist wie Not und Elend die Quote erhöhen sollte!

bov: Johannes B. Riefenstahl

prisac: ungefähr 4.570 bundeswehrsoldatinnen und -soldaten schützen eine einstündige talkshow … soweit ist es schon – bis zum hindukusch.

prisac: wenn die #cdu- mg diesen tweet liest, bitte seien sie entsetzt!

Zwergenkoenig75: @shadaik Und das genau ist das Problem eines Großteils Eurer Truppe: Ihr lebt in einer komplett anderen Welt. Gobbels ist hin! Breaking news

Und nein, es gab bisher im Twitter keine einzige eindeutig negative Äusserung auf meinem Tweet. Was mich offengestanden auch selber überrascht, denn die Formulierung war nunmal wirklich Mist.

GamesCom 2010 0 

Okay, sonderlich was geworden sind die meisten Fotos bei der Hallenbeleuchtung nicht, das übe ich nochmal.
Trotzdem meine kleine Nachbetrachtung zur GamesCom 2010:

Dies war das erste Mal, dass ich an einem Publikumstag auf der GamesCom war, was sich aber nicht als so schlimm erwies, wie ich befürchtete, die Messe war am Donnerstag relativ ruhig. Vom Publikumsverkehr gesprochen, von der Lautstärke war es näher an einem durchschnittlichen Metalkonzert.
Sehr positiv entwickelt hat sich meiner meinung nach die Ausstellerriege: Zwar schienen es diesmal weniger zu sein, diese hatten dafür mehr Platz und mussten nicht ganz so gedrängt bauen. Ich würde alle Stände als angemessen bezeichnen.

Es war eine Menge anspielbar, was vor allem dieses Jahr richtig was ausmacht, immerhin kommen etliche neue Zubehöre auf den Markt. Kinect war denn auch sehr spaßig – auch wenn ich durch Zufall zweimal im selben Spiel gelandet bin (Your Shape, einmal bei Ubisoft, einmal bei Kinect selber). Interessanterweise hatte Kinect am Microsoft-Stand eine Verzögerung drin, bei Ubisoft aber nicht. es scheint also zu stimmen, was Boris Schneider-Johne twitterte, dass MS hier Probvleme mit dem Kabelsetup hat. was mir wohl auffiel: Die Kinect-Kamera ist riesig im vergleich zu Eye, EyeToy, Wii Camera und Xbox Live Vision. Einige Leute werden echte Probleme haben, das Ding unterzubringen. trotzdem, ein gutes System. Als alter Exergaming-Experte sage ich auch klar: Das musste kommen, wenn es eines gibt, was Fitness-Spielen gefehlt hat, waren es die Achievements der Xbox für die Langzeitmotivation.

Sonys Bewegungssteuerung, genannt Move, hab ich anhand von Kung Fu Twix Rider ausprobieren können. das war ein Rennspiel, das sich ganz gut als Downhill-Bürostuhling beschreiben lässt.
Spassige Idee, nur leider fand ich die Steuerung grauenhaft. Move hat keinen „Mauszeiger“, mit dem man sieht, wo man eigentlich grade hinzeigt und reagiert sehr schlecht auf leichte Drehungen des Controllers. Ich weiss nicht, ob es am Spiel lag, aber auf mich machte Move einen sehr unfertigen Eindruck. Mit der Wii-Fernbedienung konnte Sonys Kopie es nichtmal annähernd aufnehmen. Schade.
Zum Ausgleich kam Kung Fu Live daher, ganz ohne Controller als Download für PSN und mein absoluter Favorit unter dne kommenden PlayStation-Exklusivtiteln. Ein Kampfspiel, indem man von der kamera gefilmt und ins Spiel versetzt wird und einfach loskämpft. Die Moves sind eure, einige lösen aber Spezialaktionen wie Blitze und Sprints aus.
Ich habe Kung Fu Live letztes jahr in einer Pressevorführung anspielen dürfen und war damals schon begeistert. In dem Jahr dazwischen haben die guten Leute von Virtual Air Guitar aus Finnland weiter an dem Spiel gearbeitet und von Sony eine Publisher-Lizenz holen können. Interessante Entwicklung übrigens, lief die erste Demo noch auf einer PC-Kamera mit dem Ziel, für die Xbox 360 zu entwickeln. Sony war aber generöser mit der Entwicklerlizenz.

Um ehrlich zu sein, der Typ in dem Video hält sich zurück. Man kann jede Bewegung machen, die man sich nur denken kann. Ausserdem habe ich die Strategie entwickelt, nach Belieben zu wachsen und zu schrumpfen, indem ich mich auf die Kamera zu oder von ihr weg bewege. Roundhouse Kick geht ebenso wie Kopfnüsse und Elbogenschlag. Die Gegner reagieren sogar korrekt auf Tritte in die Erbschaft.
Wenn man die Möglichkeiten wirklich ausschöpft, hat man einen Riesenspass – und ist gut erschöpft. Und dass ich unter Applaus aus einem Testspiel komme, das passiert mir selten.

Und sonst: Halo: Reach durfte man mal 5 Minuten Multiplayern, hat definitiv Spass gemacht. Und auch wenn ich 3D für einen kurzlebigen Hyxpe halte, der 3D-Bildschirm mit der Reach-Demo hatte schon was. Spider-Man Shattered Dimension war ebenfalls anspielbar und sieht recht gut aus, allerdings scheint das Spiel wieder levelbasiert zu werden. ich fand die frei erkundbare Stadt im letzten Spiel, Web of Shadows eigentlich ziemlich cool.
Nintendo hat es geschafft, von seinen heissesten Titeln, The Legend of Zelda: Skyward Sword und Metroid Other M je nur 4 Exemplare aufzustellen. Die sich daraus ergebende Schlange hab ich mir auch als alter Nintendoaner dann doch nicht angetan. Das weniger begehrte Kirby Epic Yarn war erreichbar und wird wieder ein schönes, kreatives Jump’n’Run.
Von Portal 2 wurde leider nur ein mir schon bekannter Trailer gezeigt, aber wenigstens gab’s für’s Warten ein Shirt. BigBen hatte ein über einen Hometrainer gesteuertes Wii-Spiel namens Cyberbike da. Die Idee gab’s schonmal auf dem C64 und leidet hier an einem viel zu leichten Tritt auf dem Trainer, könnte aber dennoch was werden.
Grundsätzlicher Fail bei den Downloads: Ich hatte sowohl PSP als auch DS dabei, für beide gab es aber keine Demos zum Download, sondern nur fest gesicherte Testkonsolen. Ich bin sicher, eine freie Verteilung von Demos über Download wäre effektiver gewesen, weil so mehr Spieler antesten könnten. Immerhin, bei Sony nahm man meinen Vorschlag mit den Worten „Stimmt eigentlich“ offenbar auf. So hab ich nur das für mich uninteressante Modnation Racers für die PSP und Mario und Luigi 3 für den DS gesehen.
Das praktisch unbeachtete Shadow’s Tale für die Wii verspricht ein feines Spiel zu werden.

Kommen wir zur wichtigen Frage der Messeausbeute. leider hab ich kein aufblasbares Dragon-Age-II-Scimitar gekriegt, um es neben mein Age-of-Conan-Schwert zu hängen, aber immerhin das hier:

Okay, von oben nach unten und von links nach rechts:
Poster von Paysafecard, Gameswelt-Vuvuzela, Steam-Gutscheine für Portal und Half-Life 2 Episode 1, Bigben Cyberbike Trinkflasche, Paysafecard Beanyball, Trick-Jojo von Pearl, Wasserpistole von BigPoint Poisonville, Lutscher von der Jungen Union, Schlüsselanhänger zu Dragon Quest IX von Nintendo, Vodafone-Handy, Ubisoft Schlüsselband, alles auf einem Portal 2 T-Shirt
Nicht im Bild: Prospekte, Hefte, Flyer, Pearl-Gutschein.
Das Poster ließ sich da oben nicht direkt ausrollen, weil ich das Shirt nicht verdecken wollte. Das sei hiermit nachgeholt:

Sagen wir einfach, Paysafecard wissen genau, welches ihrer Werbemotive man zum Poster aufziehen sollte.

Zu guter letzt noch mein Dank und viele Grüße an meine zeitweiligen Begleitungen, die gute Sandra Uhling und der spontan dazugestoßene Markus aus Aachen und meine Schlangen-Miterdulder/Multiplayer-Partner am Microsoft-Stand sowie an die Aussteller-Crews. Hat wirklich Spass gemacht, schöne Messe.

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Der erste Ausknet-Monat 0 

Ciao
Ich habe den zu erwartenden Verdienst vorsichtig mit 2 Euro angesetzt, ergeben haben sich 0,48 €
Alleridngs waren die 2 Euro gar nicht so falsch angesetzt, ich habe nur weniger bei Ciao geschrieben, als ich eigentlich wollte. Ich steigere meine Erwartungshaltung also trotzdem auf 3 Euro.

GameDuell
Ich habe tatsächlich meinen alten Account ausgraben können. In dem bin ich bereits seit 2006 als Vollspieler registriert. Gewinn dadurch diesen Monat: 24,40 €
Erwartet hatte ich 10 – bei dieser Erwartung bleibe ich erstmal, sie entspricht etwa miener Gewinnstatistik.

Toluna
Der Start bei Toluna lief gut, es jetzt gut 20.000 Punkte (ca. 5 €) zusammengekommen. Allerdings sind die Umfragen weniger geworden, seit ich mein Profil ausgefüllt habe – ich gehe in Zukunft von ca. 10.000 Punkten pro Monat aus. Die ursprünglich angenommenen 7,50 im Monat waren zu hoch angesetzt.
Dafür gibt es jetzt auch die Option, sich 100.000 Punkte (25 Euro) aufs Konto überweisen zu lassen, wenn man sie hat. Wir reden bei Toluna also nicht mehr von Cash-Äquivalent, sondern von Cash.
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Talkteria
Neu dabei ist Talkteria, ein Forum, in dem man fürs Schreiben von beiträgen Geld in Fomr von konvertierbaren Talkpoints erhält. Nichts, was man ständig macht, aber hin und wieder ist es ganz praktisch, sich gegen geld Fragen beantworten zu lassen oder selbst welche zu beantworten.
Da die Moderatoren leider (meines Erachtens zu streng) auf eine gewisse Beitragslänge achten, entstehen zwar keine Unterhaltungen, zur Information und Meinungsabgabe ist es aber ganz nett.
Der Juli hat mir 5,14 Points = etwa 1,70 &euro gebracht, gar nicht mal schlecht fr den eher gerngen Aufwand und gleichzeitigen Nutzen. Ich schäze mal, es bleibt bei vollen Monaten im Rahmen von etwa 2 €.

Textbroker
Ebenfalls neu dabei ist Textbroker, udn was soll ich sagen – das fluppt.
In einer Woche 29,81 € sind nicht schlecht, auch wenn hier deutlich mehr Zeit investiert werden muss als bei den anderen Möglichkeiten.
Textbroker ist eine Plattform, auf der Textaufträge vermittelt werden. Die Bezahlung ist nach branchenüblichen Maßstäben lächerlich, für Interneteinkünfte aber erheblich.
Ich rechne mittelfristig mit regelmäßig 100+ € im Monat und überlege, die Plattform mit weiteren solcher Textbörsen kombiniert zu nutzen, damit auch ständig genug Aufträge zur Auswahl stehen.

Paid4s
Als Paid4s fasse ich mal alle die Dienste zusammen, die Kleinstbeträge für einzelne Tätigkeiten gaben: Paid4Mail, Paid4Start, sowas halt. Die bringen definitiv nur Kleinkram zusammen, kosten dafür aber auch praktisch keine Zeit. Interessanterweise motivieren sie dazu, seine eMails regelmäßiger im Auge zu behalten – das ist eher ein positiver Effekt auf die Arbeitsweise.
Nun, was hätten wir an Einkünften dort?:
Klamm.de (Paid4Start, 1 Woche): 0,05 €
Clubmail (Paid4Mail, 4 Wochen): 0,85 €
EarnStar (Paid4Mail, 2 Wochen): 0,68 € (plus 5 € einmaliger Startbonus)
Points24 (Paid4Mail, ganzer Monat): 0,73 €

Von Trigami und VG Wort kam erwartungsgemäß kein Geld rein. Das selbe gilt auch für die Teilnahme an Gewinnspielen, wobei die meisten sowieso frühestens diesen Monat enden. Etwas überraschend habe ich allerdings einen 10-Euro-Toys’R’Us-Gutschein gewonnen, der die Tage ankommt – ich zähl den Mal für den August mit.

Zusammenfassung
Erwartetes Ergebnis für Juli: 10,61 € (1,1% der Zielvorgabe)
Erzieltes Ergebnis im Juli: 63,70 € (6,3% d.Z.)
Erwartetes Ergebnis im August: ca. 130 € (13% d.Z.)
Wenn ich meine Erwartungen weiter so übertreffe, werd ich mich allerdings definitiv nicht beschweren ;-)

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Das Web auskneten: Ein Experiment 0 

Ich habe ein kleines Experiment vor. Kleinen Moment noch, das muss jetzt sein:

So.
Es geht darum: Wieviel Geld kann ein Mensch, der nicht Robert Basic heisst, monatlich aus dem Internet holen und ist es genug, um davon zu leben? Einen besonderen Schwerpunkt lege ich dabei auf Bezahldienste, die einen dafür bezahlen, sich für einen bestimmten Zeitraum Anzeigen und Links anzuschauen. Weiterlesen »

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Gute Küche 0 

Essen ist ein großes Thema im Fernsehen. Bei einer aktuellen Recherche bin ich auf die Masse an Kritik am nun schon ein paar Jahre anhaltenden Boom von Kochsendungen gestoßen. Und in direkter Verbindung damit auf die Kritik daran, dass die Deutschen unglaublich schlecht essen würden.
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Eine carnate Paradoxie 1 

Fleisch gehört zu den vielen Dingen, zu denen unser heutiges westliches Weltbild eine Beziehung aufgebaut hat, über die wir nunmehr zu stolpern beginnen. Ursprünglich galt es als etwas seltenes, kostbares, sein Verzehr war ein Statussymbol – wer mehr Fleisch verzehrte, war reich, denn Fleisch war teuer.
Je mehr reiche ein Staat hat, desto mehr Fleisch wird dort verzehrt, wodurch sich eine einfache Korrelation zwischen Wohlstand und Fleischkonsum ergibt.

Und hier kommt die Falle: Dieser Zusammenhang wurde dann nämlich verallgemeinert. Die Menge an verzehrtem tierischen Eiweiss wurde zu einem der wichtigsten Indikatoren für den Wohlstand eines Staates und das wurde dann fatalerweise auf die Entwicklungsländer angewendet – Entwicklungshilfe bedeutete plötzlich auch, den Fleischkonsum eines Landes zu heben – also taten unsere Entwicklungshilfeprogramme genau dies.

Die Folge heute: Wir haben Fleischverzehr erfolgreich zum weltweiten Normalfall gemacht und die Entwicklungsländer blieben arm, weil sie im Rahmen der Viehzucht ihr dafür oft nicht geeignetes land bis auf dne letzten Grashalm ausquetschten.
Jetzt, wo wir gemerkt haben, dass massenhafter Fleischkonsum vielleicht doch keine so gute Idee ist, wird das zum Problem: Alle paar Monate fällt uns ein, dass Fleischkonsum schlecht ist, aber uns wurde so lange eingeredet, dass Fleisch gut und gesund ist und eine absolute Notwendigkeit in einer entwickelten Gesellschaft, dass wir aus diesem denken nicht rauskommen.
Wie oft hört man, dass zu einer Mahlzeit Fleisch gehören, sonst könne man doch gar nicht satt werden. Und so wird das mit der Reduktion des Fleischkonsums nichts, weil viele Menschen das noch nicht einmal denken können, geschweige denn umsetzen.

10 Jahre Baryonyx diehlii 0 

15 minutes of fame? Pah, Kleinkram. Ich bin inzwischen bei 8 Jahren und es läuft noch.
Ausserdem habe ich einen eigenen Dinosaurier – und das sogar schon seit 10 Jahren.


Bildquelle: The Guardian

Grundlage dieser Erkenntnis ist der Artikel über den Baryonyx in der deutschen Wikipedia. Und dort der folgende Abschnitt:

Die ungewöhnlichste Theorie [zur Fortbewegung des Baryonyx – shadaik] stammt von Thomas R. Diehl. Dieser meint, dass sich Baryonyx am Gewässerboden untergetaucht mit seinen Krallen unauffällig (da ohne große Schwimmbewegungen) fortbewegte und sich so an seine Beute anschlich.

Thomas R. Diehl – der Name wird all jenen bekannt vorkommen, die zumindest hier im Impressum mal reingeschaut haben. Jupp, das bin ich.

Ursprünglich hatte ich meine Idee in einer Paläontologen-Mailingliste vorgestellt. Das war im Januar 2010.
Sie wurde damals recht klar abgelehnt, wiel die Vorderbeine als nicht stark genug dafür galten. Ausserdem wurde entgegengehalten, dass der baryonyx entgegen meiner Ausführungen nicht hydrodynamisch vorteilhaft gebaut war.
Beides bezweifelte ich und führte das darauf zurück, dass die anderen Diskutanten nicht ganz verstanden, wie ich mir die Fortbewegung des Baryonyx unter Wasser vorstellte. Ich habe dies indes nie weiter ausgeführt.

Springen wir also zwei Jahre ins Jahr 2002: Im Internet entstand ein neues Wissensportal: Die Wikipedia. Die kannte damals noch kaum einer und ich war mit einer der ersten an Bord der deutschen Variante. Neben dem Eintrag über Mönchengladbach arbeitete ich vor allem an diversen Tierarten: Schnabeltier, Hauspferd, Elefanten, Gemeiner Flugdrache, Axolotl, Flugsaurier (und weitere: Somalia, Somali, Kurd Laßwitz, Tragschrauber…).
Zu diesen Tieren gehörten auch einige Dinosaurier und darunter wiederum der Baryonyx. Und in diesen Artikel baute ich dann den obigen satz ein. Dazu muss man sagen, dass die Wikipedia noch lange nicht so bedeutend, groß oder auch nur ernsthaft wie heute war. Und ich selbst noch sehr… ambitioniert.

Im Grunde hatte ich das dann vergessen, bis mich im letzten herbst ein Bekannter anschrieb, ob ich das sei, der da in dem Wikipedia-Artikel erwähnt ist.
Und tatsächlich: Mein belegfreier Satz aus dem August 2002 stand auch im November 2009 noch unverändetr in der Wikipedia – und zwar in einer „gesichteten Version“ des Artikels – ein so genannter Experte war den Artikel also in dieser Form durchgegangen und hatte nichts zu beanstanden. Noch nicht einmal eine Nachfrage im Diskussionsbereich für die Quelle zu dieser Aussage. Das erstaunte mich dann doch.

Nunja, letztendlich habe ich den Satz gestern vormittag dann gelöscht.
Ein sehr hübsches Detail an der Sache: ich habe heute mehr recht als damals. Aber dazu später mehr in einem eigenen Artikel.

Übrigens nicht meine einzige Erfindung in der Wikipedia, die sich jahreang gehalten hat. Wer die andere findet, kriegt 15 Gummipunkte, ansonsten gibt es die Auflösung dieses Wochenende hier im Blog.

PS: Die Spezies heisst natürlich immer noch Baryonyx walkeri. Aber es ist jetzt quasi mein Dinosaurier, weil meine Darstellung des Tiers sich so lange in der Wikipedia gehalten hat. ;-)

Das war 2009 0 

Das Jahr
Wort des Jahres: Abwrackprämie. Weil wir uns nicht verarschen lassen udn genau wissen, was die „Umweltprämie“ eigentlich ist.
Weitere Kandidaten: Twitter, Wandel, Wortfeld „Italienische Küche“ (Spaghetti-Monster, Studium Bolognese)
Unwort des Jahres: LOHAS. Die Weicheier unter den Ökos, grüngefärbte Mode-Erscheinung mit heftiger Förderung von einer Werbeindustrie, die eine leicht für dumm verkaufbare neue Zielgruppe brauchte.
Weitere Kandidaten: Umweltprämie, Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Gestaltungsmehrheit

Das Blog
Durchlebte Domains: 3
Artikel: 347
mE bester Beitrag 2009: Unentschieden – Die märtyrische Mauer oder Böse Leinsamen…
Beitrag, der mir gegenüber mehrfach im Alltag erwähnt wurde: Ohrenschutz bereithalten, die JU ist da
Beste Idee des Jahres: Der wöchentliche Petitionnerstag (macht grade zwei Wochen Weihnachtspause)

Schönste Formulierung, die ich dann doch nicht veröffentlicht habe

[…]diese personifizierte Kreuzworträtselantwort („Gegenteil von MENSA mit 6 Buchstaben“) […]

Auf wen sich das bezog, darf sich jeder selbst aussuchen. Tipp: „Merkel“ ist falsch, die Richtung stimmt aber schonmal.
Tatsächlich stand der Satz sogar etwa 2 Minuten online, bevor ich entschied, das besser wieder rauszunehmen. Allerdings hat der Betroffene mE ohnehin nicht die Medienkompetenz auf die Idee zu kommen, Blogs konkurrierender Kommunalpolitiker zu lesen.

Überschriften, die 2009 nie zu Artikeln wurden
Sie sind wieder da
Zum zunehmend beunruhigenden Trend zur Rückkehr der religiösen (vor allem christlichen) Fundamentalisten und ihrer zunehmenden Gesellschaftsfähigkeit. Erreichte schnell Buchlänge – und wird entsprechend grade zu einem Buch verarbeitet.
Deutsche können doch Autos
Kurz nach meinem Bash gegen die deutsche Autoindustrie kam die Nachricht über den neuen Trabbi und plötzlich stellten alle Hersteller Elektro- und Hybridautos her. Aus Zeitmangel nicht geschrieben.
Grüne Grünfärberei
Ein dicker Artikel über ökologischen Simplizismus bei den Grünen. Der Artikelentwurf wurde mit der Zeit zu einer Art Favoritenliste mit Links und ich habe vergessen, was genau ich da eigentlich schreiben wollte.
Marxismus-Kapitalismus
Der kommt noch. Irgendwann. Eine Erklärung dazu, warum ich den Marxismus für eine zutiefst kapitalistisch geprägte Ideologie halte.

Genialst-bescheuertste Musikeinlage
All Hail Stalinator!

Ich
Studium: So langsam wird das Ende absehbar. Yay!
Politik: Wow. Einfach nur wow. Ich habe das Jahr angefangen als stellv. Vorsitzender im Haushaltsausschuss des Studierendeparlaments an der Heinrich-Heine-Uni. Im Februar schlugen mich die Grünen zum Stadtratskandidaten vor, im Oktober war ich dann Ratsherr. Und dazwischen noch im AStA der Uni Düsseldorf im Vorstand. Ich hab das mal ausgerechnet – bei dem Tempo bin ich pünktlich zur nächsten Bundestagswahl Bundeskanzler.
Privat: Ehrlich gesagt übliches Up and Down. Und noch bin ich nicht sicher, was eigentlich überwogen hat.

17. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

17. Dezember: Teddy
Blogkonversion: Die beiden Teddys

Viele Leute glauben, Theodore Roosevelt, der erste der beiden Roosevelt-Präsidenten der USA, sei nach dem Teddybären benannt oder die Namen seien Zufall.
Tatsächlich aber ist der Teddybär nach Theodore „Teddy“ Roosevelt benannt.
Und das begab sich so:

Roosevelt war passionierter Jäger. Im Jahre 1902 zog es ihn nach Mississippi, wo er ein Wild erlegen wolle, dass er noch nicht bejagt hatte – den Louisiana-Schwarzbären, eine in den Südstaaten verbreitete Schwarzbärenrasse.
Roosevelt sollte warten, während der Expeditionsführer Holt Collier den Bären in seine Schusslinie trieb. Als Collier dies schließlich tat, hatte Roosevelt den Hort bereits enttäuscht entlassen.
Nun war Collier aber engagiert: Er hatte versprochen, Roosevelt den Bären zu lassne, der aber grade über seine Hunde herfiel. In einem zähen Kampf schaffte er es, den Bären an einen Baum zu finden während ein Hetzer den Präsidenten holte.
Als dieser eintraf, fand er einen an einen Baum gebundenen Bären los. Roosevelt weigerte sich, einen festgebundenen Bären zu töten, da er dies unsportlich fand.

Der Fall machte seinen Weg in die Presse und fand auch in Karikaturen Niederschlag, auf denen Roosevelt ein herangezerrtes Bärenjunges verschont.
Diese Karikaturen wiederum sah ein Spielzeughändler in New York und kreierte daraus den Teddybären – den ersten großen Merchandising-Erfolg des 20. Jahrhunderts.

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