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Printjournalismus 0 

Hehe, wie gemein…:
„Geben Sie mir eine Nachricht aus der Zeitung von heute, die heute passiert ist.“

via Nerdcore

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Fishy Corny 0 

Keine Angst, es geht hier nicht um Müsliriegel mit Tunfisch (hmm, warum eigentlich nicht?), sondern um das Geldmachen mit Müsliriegeln.
Übeltäter sind die Schwartau-Werke, von denen ich bisher ein recht positives Bild hatte – leckere Riegel mit meines Wissens einwandfreien Zutaten (wenn auch nicht Bio). Und zwar im Zehnerpack à 25 Gramm für 2,25 € beim Rewe. Lecker und bei circa 23 Cent den Riegel kann niemand was sagen.
Daneben gibt es noch die größeren Einzelriegel der Marke Corny Big, die mal 50 Cent und mal 1€ kosten – und zwar im selben Bahnhofssüßwarenautomaten in zwei unterschiedlichen Fächern! Aber abgesehen davon war’s okay.

Nun gibt es in letzter Zeit kleinere Packungen mit nur noch 6 Riegeln für 1,79 €.
Das ist etwas teurer (etwa 30 Cent pro Riegel), aber eigentlich eine durchaus annehmbare Preissteigerung.
Das Perfide daran fiel mir erst später auf, als ich nicht so satt wurde wie früher bei einem Riegel zwischen den Mahlzeiten – die Riegel wiegen nur noch 20 Gramm. Mal eben ein Fünftel weniger.

Rechnen wir mal zurück:
Alter Preis 2,25&euro für 250 Gramm
Neuer Preis: 1,79€ für 120 Gramm (weniger als die Hälfte!)

Macht umgerechnet:
Corny alt: 0,09 € pro 10 Gramm
Corny neu: 0,15 € pro 10 Gramm
Eine amateurhaft versteckte Preissteigerung um zwei Drittel – das ist beeindruckend.
Und stümperhaft. Ihr könntet ja wenigstens bei den Ritter-Werken abschauen, wenn ihr schon Sachen kleiner und gleichzeitig teurer macht: Die haben nämlich inzwischen kleinere, teurere Ritter-Sport-Tafeln, haben die Steigeurng aber auch mit einem Bio-Siegel auf den betreffenden Tafeln gerechtfertigt. Und da war die Preissteigerung deutlich geirnger.
Um das auszugleichen, müsstet ihr schon Bio und vegan produzieren – und zwar in Handarbeit.

Und jetzt ratet mal, von wessen Riegeln ich nur noch die altverpackten Restbestände kaufen werde und dann nie wieder…
Kleiner Tipp:

Corny Geschmacksrichtung Wucher-Haselnuss

Zur Überschrift: „Fishy“ bedeutet soviel wie „da ist was faul“, „corny“ unter anderem „abgedroschen“.

Es folgt die Werbung folgen themenrelevante Buchempfehlungen:

Bildquelle: World of Sweets

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The Revolution will not be Enterprised 0 

Revolutionen, die nicht televised (im Fernsehen ausgestrahlt) wurden waren gestern. Heute ist etwas anderes viel relevanter: Die Revolution wird nicht enterprised (von Konzernen betrieben).
Das beweist einmal mehr die Energieindustrie mit ihrer weiterhin auf Zentralisierung basierenden Struktur. Was ich bisher immer an den Äusseurngen und öffentlich sichtbaren Denkweisen der Konzernleiter festgemacht habe, hat nunmehr das Institut für ökologische Wirtschaftsförderung in einer Studie bestätigt: Die großen Energiekonzerne betreiben zwar auch regenerative Energiequellen – aber in größtenteils zentralisierten Großstrukturen auf Kraftwerksbasis.
Ein Modell, von dem ich bekanntlich sage, dass es aussterben wird – aber mit diesem System verschwinden auch die großen Energiekonzerne und die werden den Teufel tun, ihre eigene Abschaffung zu beschleunigen. Somit ist klar, warum sie sich so verhalten, wie sie es tun. Auf dem Weg in die energetische Zukunft sind die großen Konzerne der Gegner.

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Schach Matt! 0 

Spiele, bei denen die Tötung des Gegners simuliert wird, sollen künftig als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden können.

Diese Beschreibung meint zwar Mannschaftssportarten wie Laserdome und Paintball (müsste Biathlon nicht auch erfasst sein?), dass sie aber eigentlich auch Schach und Cowboy und Indianer erfasst, scheint noch niemandem aufgefallen zu sein. Zumindest enden beide mit der Verkündigung der Tatsache, dass der Gegner nunmehr tot ist, es wird also eine Tötung simuliert. Nicht sehr detailgetreu mit Blut und so – aber das fließt bei Paintball und Laserdome gewöhnlich auch nicht.

Und Schach ist auch noch rassistisch.

Vielleicht liegt das Problem aber ja auch beim Simulieren – denn unseren Hobbymörderlein der Freizeitjägerschaft geht es nicht an den Kragen. Und Waffentragen scheint auch nicht weiter verwerflich, siehe Schützenverine. Gell, das ist wahrscheinlich der wahre Sinn hinter dem ganzen Schwachsinn: Wenn die sich schon umbringen, dann doch bitte mit richtigen Waffen.

Mit Dank an Madame D. für die deutsche Fassung des Textes.

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Bologna: Anspruch, Wirklichkeit und Wirkung 0 

Hinweis: Während dieser Beitrag erscheint, befinde ich mich in Düsseldorf in einer Podiumsdiskussion zum Thema „10 Jahre Bologna – Erfolg oder Irrweg“. Dieser Text erscheint begleitend dazu. Ich werde später auch eine PDF-Version zur Verfügung stellen PDF ist ab sofort verfügbar

Es ist gut zehn Jahre her, dass sich die Bildungsminister von 29 europäischen Ländern in Bologna trafen, um dort unter dem Titel „Der Europäische Hochschulraum“ ein sechs Seiten kurzes Dokument zu verabreden, welches als Bologna-Erklärung weitreichende Auswirkungen auf die europäischen Bildungssysteme haben sollte.

Das Papier legte eine Reihe von Zielen fest, von denen es sich lohnt, einige näher zu betrachten:

Bachelor/Undergraduate
Hier ist die Erklärung interessant, findet sich doch nirgends die hierzulande umgesetzte Studienzeitverkürzung. Die Bologna-Erklärung spricht von einem Erststudium (Bachelor) von „mindestens drei Jahren“ – hierzulande macht man aus „mindestens“ eine Regelstudienzeitvorgabe und nimmt dafür vollgepackte Studiengänge in Kauf.
Studiengebühren, Vollzeitstudium – offenbar betreibt man die Zunahme der sozialen Ungleichheit zu Bildungszugängen in Deutschland vollkommen gezielt, anders ist solch ein Vorgang nicht zu erklären.
So fördert die hiesige Umsetzung des Bologna-Prozesses ein System, in dem Studierende einerseits jedes Semester 500 € zahlen dürfen, andererseits keine Zeit haben, dieses Geld überhaupt durch Arbeit neben dem Studium zu verdienen – reiche Eltern als Studienvoraussetzung.

Credit Points
Die Credit Points sind ein typisches Beispiel dessen, wie Bürokratie entsteht. Sie entsteht, wenn Bürokraten glauben, die Bürokratie zu „verschlanken“.
Tatsächlich wird das Kreditpunktesystem der neuen Studiengänge als Entbürokratisieurng gepriesen. tatsächlich aber ist sie das Gegenteil – das bloße Vergeben von Punkten ohne Angabe, wodurch diese erworben wurden führt zu einem System, das nur noch Bürokraten und Statistikern irgendeinen Nutzen bringt.
Studienordnungen und Anfordeurngen verkommen so zu bloßem Zahlenwerk, die Frage nach den im Studium erworbenen Fähigkeiten und erlernten Inhalten tritt dahinter zunehmend zurück.

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Schweinskram 0 

Ist aber auch ein Schweinskram, diese Schweinegrippe.
Aber immerhin verraten große Epidemien auch immer etwas über die Gesellschaft, auf die sie treffen. Das ist meistens ziemlich langweilig, diesmal aber neigt es ins Abstruse:

So sollte man meinen, dass Juden kein Problem damit haben sollten, wenn eine Krankheit nach etwas unkoscherem benannt wird. Doch weit gefehlt:

Bereits am Montag hatte das israelische Gesundheitsministerium gegen die Bezeichnung Schweinegrippe protestiert. Dies sei eine Beleidigung für Juden und Muslime, da in beiden Religionen Schweine als unreine Tiere gelten

Heisst das, es gibt koschere und unkoschere Krankheiten? Das ist eine ganz neue Dimension von Religionsauslegung – gute Menschen sterben an koscheren Krankheiten wie Cholera, schlechte kriegen Schweinepest.

Locker mithalten in Sachen hypocerebrale Motivationsdarlegung (vulgo Bullshit) kann die EU, die mit dem Vorschlag „Neue Grippe“ (die nächste heisst dann „Ganz Neue Grippe“?) kommt, da Schweinegrippe der Schweinefleischindustrie schaden könne.
Was einhergeht mit einer Aussage von Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou, der Verzehr von Schweinefleisch sei sicher, „vorausgesetzt, es ist gekocht“. Igitt, wer isst Schweinefleisch denn gekocht (ausser Briten)?

Über die arabischen Staaten erfährt man bei Telepolis:

Das ägyptische Gesundheitsministerium hat schon einmal die Schlachtung aller Schweine im Land angeordnet[…]. Andere muslimische Länder haben zumindest ein Einfuhrverbot von Schweinefleisch verhängt. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben auch den Verkauf und das Kochen von Schweinefleisch verboten.

Ähm, in welchen Mengen wurde vorher bitte Schweinefleisch in die muslimischen Staaten eingefürt und was sagt das über die Glaubensfestigkeit (um mal ein positives Wort zu nutzen) der dortigen Muslime aus?
Könnte es am Ende sein, dass unser klischeebeladenes Bild dieser Länder falsch ist (schockschwerenot).

Ich empfehle unterdessen ein Spielchen:

heyzap.com – embed games

Pro Ethik [Nachtrag] 0 

Fast hätte ich das übersehen: Heute ist ja in Berlin die Abstimmung zum Status des Religionsunterrichtes.
Also, alle die sich mit mir einig sind bitte in die Wahllokale und abstimmen: Religion hat in einer Bildungsanstalt wie der Schule nichts verloren. Das sollen die Kirchen doch bitte in ihren eigenen Gebäuden machen – und die Eltern, wenn sie auf derlei Mumpitz Wert legen.

[Nachtrag] Sehr hübsch. Brave Berliner!

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Betonköppe 0 

Hornochsen! Blindfische! Honks! Selbstzerfleischer! Weicheier! Schwarzlichtverstärker! Falschfärber! Eigenbestatter! Titanickapitäne! Bürgerlich-Mittler!

Oder, um’s mit den Worten der SPD selbst zu sagen:

Die SPD schließt ein Bündnis mit der Linken auf Bundesebene für die gesamte Legislaturperiode aus.

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Die Webolution 0 

Nun verkündet also der Spigel online eine anstehende „Öko-Revolution“ aus dem Social Web. Es darf vermutet werden, dass das zu der aktuellen Vermarktungsstrategie zählt, zu der auch ein (komplett sinn- und inhaltsloses) Sonderheft über LOHAS erschienen ist: Man will sich angrünen um in der Wirtschaftskrise auf der Höhe der Zeit zu sein.
Wie auch immer.

Folgt man dem Spiege, so stehe nach der Obamania als nächste große Bewegung aus dem Netz eine Ökowelle an, denn:

Sie halten es für möglich, dass das Netz in den kommenden Jahren seine erste globale Bewegung in Gang bringen wird, eine Öko-Bewegung, die unser Verhalten darüber, wie wir mit Energie umgehen, grundlegend verändern könnte.

Das ist in der tat überaus erfreulich und wenn man das Anschwellen an Ökoblogs und Netzwerkseiten sieht, ist es eine durchaus realistische Überlegung.
Nur ist das nicht die erste Bewegung dieser Art – da steht zumindest aktuell der so betitelte Neue Atheismus vor. Der bringt Sachen wie die Buskampagne zusammen, formt dezidierte Bewegungen wie die Brights, organisiert Demos gegen Kirchentage, klagt gegen Konkordatslehrstühle und ist überhaupt beständig an allen Ecken und Enden unglaublich aktiv und öffentlichkeitswirksam.

Wenn die neue Ökobewegung etwas ähnliches schafft oder sogar noch einmal eine Welle wie in den 90ern in der Ära Brent Spar lostritt, dann wäre das natürlich großartig und etwas, wo jeder mitmachen sollte.
Nur neu wäre es nicht.

Spiegel-Link via U wie Umwelt

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GEMA – Professionelle Selbstdemontage 0 

Es war also kein Aprilscherz: Nach gescheiterten Verhandlungen mit der GEMA sperrt Youtube nun Musikvideos für deutsche Nutzer.

Im vorigen Satz habe ich als Beispiele verlinkt:
Knorkator – Böse
AC/DC – Thunderstruck
Aerosmith – Living on the Edge
Calvin Harris – Aceptable in the 80’s

Damit verzichtet die GEMA auf nicht zu verachtende Einnahmen. Alleine Thunderstruck hatte gut 11 Millionen Ansichten, die GEMA hätte nach einem Vorschlag von Youtube 1 Cent pro Videoansicht erhalten, verband damit aber für Youtube/Google inakzeptable Bedingungen. Ohne die weitgehende Einsicht in die Nutzerdaten, die die GEMA verlangt hatte, wäre jede Videoansicht aus Deutschland auf 12 Cent gekommen – zuviel für ein profitables Anzeigengeschäft.
Jetzt erhält sie gar kein Geld, die angeblich von der GEMA geförderten Musiker verlieren eine zentrale Plattform zum Aufbau und zur Pflege der Fanbasis und dadurch vermutlich auch viel Geld.

Ich glaube inzwischen, dass die GEMA in Wirklichkeit von irgendwem geschaffen wurde, um die Musikindustrie in den Ruin zu treiben.

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