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Se Shermän Längwech 1 0 

Ich hab mir vor kurzem mal wieder TV angetan. Naja, Youtube.

Genauer: Den Trailer zum neuen Bond und die deutsche Version von Doctor Who, einer Serie, die ich im Original liebe (einzige Fernsehserie, die ich immer noch schaue).

Zunächst zu Doctor Who: Mein Gott. Wieso ist die Serie von zwei Teenagern synchronisiert worden? Und spricht eigentlich keiner bei denne Deutsch, oder wieso wurde die „Church of the everrepeating meme“ zur „Anhängerschaft des sich wiederholenden Meme“.
Liebe Übersetzer, „meme“ heisst auf deutsch „das Mem“, nicht „das Meme“.

Na gut, das ist ja nun auch Fernsehen. Vielleicht klappt es im Kino besser.
Ja, der neue Bond: Ein Quantum Trost – Moment, ein was Trost? Das Deutsche hat eine Quante (physikalischer Fachbegriff) und ein Quäntchen. Letzteres hätte funktioniert, ersteres wäre ziemlich obskur.

Ich dachte eigentlich, Übersetzer würden arbeiten. Da habe ich mich wohl getäuscht. was sie nicht kennen, lassen sie mittlerweile einfach im Original und sprechen es deutsch aus.

Okay, die feindliche Organisation scheint Quantum zu heissen. Dadurch macht der Titel aber nicht grade mehr Sinn als vorher schon (und ja, „Sinn machen“ ist in Ordnung, Bastian Sick kann sich seinen linguistisch inkompetenten Quark sonstwohin stecken).

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GamePRO oder: Wenn Atheisten "Mein Gott!" sagen 0 

Die GamePRO hab ich das letzte Mal vor etwas über einem Jahr gelesen. Sie fiel damals vor allem wegen dem Preis aus meiner Leseliste und weil ich von der aktuellen Generation eh nur ne Wii hab.
Nun plane ich die Anschaffung einer Xbox 360 und dachte mir, es wäre passend, sich mal wieder eine Multiplattform-Zeitschrift zuzulegen. Die Maniac fand ich immer irgendwie billig, die Games aktuell lasch. Die GEE les ich eh schon, aber nicht wegen der spärlichen Tests. Blieb von den mir bekannten die GamePRO.

Das Cover hätte es eigentlich schon verraten können: da hat sich einiges geändert. Auffällig provisorisch vollgestopft mit Bildern zu insgesamt 8 offenbar ziemlich zufällig ausgewählten Spielen (plus geschätzte 50 ohne Bild) bot sie Chaos Deluxe.
Nunja, man soll ein Buch ja nicht nach seinem Cover beurteilen. vergessen hatte ich, dass das bei Magazinen sehr wohl eine ganz gute Idee ist, denn hier steht das Cover für die redaktionelle Linie. Was in diesem Falle hieße „unsere Linie heisst keine Linie!“
Über das grottenhässliche Wasserfarbenmotiv lass ich mich mal nicht aus.

Mal reinschauen: Das Editorial ist keines (mehr sowas wie ein Blog). Naja.
Beim Inhaltsverzeichnis ist, soweit ich das sehe, alles beim Alten geblieben. Auch beim DVD-Inhalt, der immer noch mit einem DVD-Cover für die alten, dicken DVD-Hüllen daherkommt, die man inzwischen per Zeitungsannonce oder ebay suchen muss. Von Slimline-DVD-Hüllen hat man also immer noch nichts gehört und ich darf wieder passende Hüllen finden, die mal eben doppelt so dick sind wie nötig. Aber das war immer schon so, also kein Grund zur Beschwerde.
Das sind so die Macken, die man kennt.

Auf zur DVD.
Ganz ehrlich: Die DVD war immer das mit Abstand Beste an der GamePRO. Genauer gesagt: Der Testcheck. Der Testcheck war der Grund, aus dem ich mir lange überlegt hatte, die GamePRO weiterzukaufen. Herrliches Feature, meist gemacht von Henry Ernst, der hier die letzte Bastion des genüsslichen Verrisses war.
Früher als ich noch jung war *gebisseinsammel*, da gab es das immer: Wenn ein Spiel richtig schlecht war, dann zog man mit Genuss darüber her. Seit die Marketingabteilungen der Spieleindustrie aus der Kaffeekasse einen Hollywood-Blockbuster produzieren können kuschen alle und das schlimmste, was man noch hört ist: „Nicht so gut wie der Vorgänger“.
Enter Henry. Wie gesagt der letzte, der einem erzählte, wie schlecht ein schlechtes Spiel wirklich war. Er machte Witze drüber und war einfach nur böse.
Also, rein in den Testcheck und da war er, der Moment, in dem ich nur eins dachte: „Oh. Mein. Gott.“
Nach einigen Sekunden bräsigem rumgebaiere kam dann doch Henrys Stimme auf.
„Alles wird gut“, dachte ich.
Dachte ich.
henry redete zwar, aber der andere (Markus, ich fürchte, es ist Markus Schwerdtel, der Chefredakteur des Blattes) auch. Ich habe nix gegen Bayern. Jedenfalls nix wirksames (das abgedroschen-o-meter sagt: war im Neandertal schon raus, der Witz). Auch nicht, wenn sie bairisch reden, als würden sie sich grade bei Peter Steiners Theaterstadl bewerben.
Aber wenn sie lachen wie ein unter Drogen stehender Dieter Hallervorden, die Pointen wegquatschen oder kurzgesagt einfach nur Scheisse labern und sich dabei auch noch lustiger finden als vermutlich die komplette Zuhörerschaft zusammen, dann ist das einfach nur Müll. Ganz davon abgesehen, dass Henry durch dieses ständige unqualifizierte Reinquatschen der Humorzahn gezogen wurde. Ohne Betäubung.
Wobei Henry hier in einer prekären Situation sein dürfte: Sollte dieser Markus wirklich Markus Schwerdtel sein, so kann er da nicht viel sagen. Denn die Witze seines Chefs muss man halt lustig finden. Selbst wenn sie – wie in diesem Fall – nicht mal eine manisch veranlagte Hyäne zum Lachen bringen könnten.

Ich weiss noch nicht, ob ich mir nach dieser Entwicklung den Rest des Heftes antue. Obwohl, was kann jetzt schon noch pass… Große Scheisse, die haben ein Poster in der Mitte! Und Tests im Karteikartenformat (die wirklich kleinen Karteikarten)! Und im Gegenzug einen 4-Seiten-Test über eine gottverdammte Demoversion (denn mehr ist Gran Turismo 5 Prologue einfach nicht)! Artikel zu noch nicht erschienenen bzw. noch nicht testbaren Spielen („Previews“) über 5 (Alpha Protocol) bzw. 6 (GTA IV) Seiten!
Warum hat mir eigentlich keiner gesagt, dass es um den Spielejournalismus dermaßen schlecht steht?

SpON und sein schlechter Ruf 8 

Update: SpON hat den Personenverdreher um Heindorf und Wächter inzwischen korrigiert und auch die Schlaganfallspatienten haben nun keinen Herzinfarkt mehr. Das wiederum möchte ich der Seite positiv angerechnet wissen, eine nachträgliche Korrektur ist auch online nicht selbstverständlich.
Alle wesentlichen Kritikpunkte meinerseits an dem Artikel sind somit ausgeräumt.
Ich lasse den Artikel zur Dokumentation online.

Spiegel Online hat im Internet einen zunehmend schlechten Ruf. Das ist in einem Medium, in dem man schnell für den kleinste Kommafehler in Verruf geraten kann, ein Troll zu sein, wenig überraschend.

Wie schlimm es ist merkt man erst, wenn man über ein Thema liest, zu dem man Wissen aus Erster Hand hat. Etwa bei der Berichterstattung über eine Konferenz auf der man war.
So jetzt geschehen bei der Serious Games Conference 2008, die am Mittwoch in Hannover statt fand und bei der ich anwesend sein durfte.
Und der Spiegel auch.

An dem Artikel ist aber dermaßen viel falsch, dass ich mich frage, ob der Verfasser der Meldung denn auch wirklich eigentlich anwesend war. Mir ist zwar niemand vom Spiegel aufgefallen, was nichts heissen muss, da ich Mathias Hamann nicht kenne, aber der Text lässt offen gestanden nicht den Schluss zu, dass ich ihn dort hätte antreffen können.
Achja, für das Lesen des folgenden Textes empfehle ich einen Kaffee und gemütlichen Sitzplatz. Ich liste genüsslich die mir aufgefallenen Fehler und Unstimmigkeiten auf und das wird lang.

Fangen wir an mit Susanne Wolters. Die Dame ist dem Spiegel zufolge erklärte „militante Game-Gegnerin“, benutzt vollkommen selbstverständlich das eher unter Zockern gebrauchte Wort „Game“, hat einen Bruder, der dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) vorsitzt, setzt im Krankenhaus eine Wii ein und will ein (okay, therapiestützendes) Ballerspiel für ihre Patienten (sie ist Kinderärztin) – ergibt das irgendwie eine koheränte Personenbeschreibung?
Wobei man fairerweise anmerken muss, dass es sich ja um eine Selbstbezeichnung der dame handelt. Was das ganze irgendwie noch schräger macht.

Wieso der Satz „Früher waren ernsthafte Spiele meist langweilig, aber langsam gibt es immer mehr, die Spaß machen“ beim Spiegel in Anführungszeichen steht weiss wohl auch niemand, ein wörtliches Zitat vom Podium ist es jedenfalls nicht.
Am nächsten kommt noch die Aussage Ute Ritterfelds, der Großteil aller Serious Games sei nachgewiesen langweilig – dass es inzwischen aber besser geworden ist, hat niemand behauptet, ausser vielleicht Lea Treese von Nintendo in einem Beitrag, der mehr peinliche Marketing-Vorstellung als Konferenzbeitrag war.

Ursache dafür könnte aber auch sein, dass der anwesende Spiegel-Schreiberling kein Englisch sprach. Die englischen Beiträge des Vormittags (Sara de Freitas über Virtuelle Welten in der Medizinerausbildung, Ute Ritterfeld über Serious Games Design) blieben nämlich unerwähnt – bis auf den ersten zu Re-Mission, was vermutlich daran lag, dass der mit gut leserlichen und leicht verständlichen PowerPoint-Statistiken daherkam.

So etwas zurück, in den Teil des Textes, der direkt unter dem Eigenwerbeblock beginnt. Nachdem ich mit Erstaunen feststellen durfte, dass Bruno Kollhorsts Name korrekt geschrieben und zugeordnet wurde kommen wir zu Oliver Wächter, bei dem das nicht der Fall ist.
Er und der vorhin kurz erwähnte Ralf Heindorf tauschen mal eben die Rollen.
Also: Wächter gehört zum Medienunternehmen Abraxas und hat die angesprochene Software entwickelt. Heindorf ist jener Psychotherapeut, der damit arbeitet. Da Heindorf im Text aber gar nicht erst existiert, ist das nicht so einfach rauszufinden – um nicht zu sagen gar nicht.

Ich hab im zweiten Satz zu Heindorf und Wächter mal kurz alle Wörter durchgestrichen, die falsch sind:

Der therapiert im Reha-Zentrum Friedehorst Herzinfarktpatienten mit Lesestörungen.

Immerhin, die richtige Klinik wurde angegeben.

„Der“ ist falsch, weil es sich auf Wächter bezieht, hier aber müsste Heindorfs Name stehen.

„Herzinfarktpatienten“ in einem neurologischen Rehazentrum haben sich definitiv verfahren. Die Klinik behandelt Schlaganfallpatienten. Schlaganfall ist zwar auch als Hirninfarkt bekannt und hat die ungefähr selben Ursachen wie ein Herzinfarkt, trotzdem sind das zwei grundlegend unterschiedliche gesundheitliche Zustände.

„Lesestörungen“ kommen zwar bei Schlaganfallpatienten durchaus vor, sind aber nicht das Hauptproblem. Vor allem wäre eine Lesestörung als Folge eines Herzinfarkts, wie es der Text ja ohne Korrekturen behauptet eine ziemlich seltsame Sache. Zwar haben Heindorf und Wächter mit Buchstabenerkennung gearbeitet, aber nicht nur und dass dies der Behebung von Lesestörungen diene haben sie mit keinem Wort erwähnt – dafür aber die Behandlung von Gesichtsfeld-, Rotations- und Mustererkennungsstörungen.

Liest beim Spiegel eigentlich jemand Korrektur? Zumindest die durch einen Herzinfarkt ausgelöste Lesestörung sollte bei einer solchen Anlass zum Stirnrunzeln geben.

Sers Greenpeace 0 

Achja, Greenpeace.

Streiter für das Gute, gegen Umweltverschmutzung, Tierausrottung, Rücksichtslosigkeit, Krieg und das Böse an sich.
Dank euch war es, wenn ich mich richtig entsinne, dass ich damals in der Mickey Maus eine Patenschaft für einen Buckelwal angetreten habe, natürlich in Wirklichkeit nur ein Marketing-Gag, aber ein gelungener mit einem guten Zweck.

Wann genau habt ihr eigentlich eure komplette Belegschaft ausgetauscht?

Das heutige Greenpeace ist ein kapitalistischer Hochbetrieb schlimmsten Schlages. Zyniker, Pseudos, Fähnchen-im-Wind-Dreher.

Damit meine ich noch nicht einmal Stefan Niggemeiers Blogeintrag zu eurer Aktion, für fünf Minuten das Licht auszumachen (was übrigens mehr Strom kostet als es fünf Minuten brennen zu lassen).

Viel interessanter ist da schon die Sache mit dem fürs Altpapier produzierten Heftchen, das keiner haben will und dennoch weiter verkauft wird, garniert mit dem folgenden Kommentar:

Das Recyclen von Recyclingpapier als Sünde zu bezeichnen, geht mir ein bisschen weit.

Kann man also heute mit solchen Ansichten Chefredakteur eines Umweltschutzmagazines werden, interessant…

Interessant und peinlich auch, dass eine Umweltschutzgruppe mit Daten wirbt, die definitiv falsch sind. Das ist einfach unprofessionell, populistisch mag ich hier nicht sagen (obwohl, die Zusammenarbeit mit BILD diesen Vorwurf definitiv tragen würde).
Zum Mitschreiben: Die Eisbären sterben nicht aus, weil die Polkappen schmelzen. Tatsächlich nimmt die Zahl der Eisbären beständig zu – auch wenn die Polkappen tatsächlich schmelzen.

Dann wäre da noch Greanpeace Energy.
Ökostrom hat momentan ja mit dem Image zu kämpfen, zu teuer zu sein.
Schnitt: Greenpeace gründet einen Ökostromanbieter und macht massiv Werbung dafür.
Und jetzt wird es interessant: Ein kurzer Preisvergleich brachte mich zu der Erkenntnis, dass Greenpeace Energy nicht nur verdammt teuer ist (merke, „verdammt teuer“ ist die Steigerungsform von „zu teuer“), es ist sogar für Ökostrom ungewöhnlich teuer.
Was mich zu der Frage bringt, ob hier vielleicht irgendwer mit dem schlechten/guten Gewissen seiner Kunden eine goldene Nase verdienen will.

Austreten wie Niggemeier kann ich nicht, aber Werbung für eure dubiose Stromfirma werde ich auf meinen Hauptseiten nicht mehr schalten.

Die, iTunes, Die! 0 


Nur dass ich daas richtig verstehe: Ich kaufe einen Song von iTunes.
Ich erwarte nicht, dass ich diesen Song auf einem beliebigen MP3-Player abspielen kann, denn das eingebaute DRM ist mir ja bewusst.
Was ich wohl von einem bei Apple iTunes gekauften Song erwarte ist, dass ich es auf meinem eigenen Apple iPod (der dankenswerterweise inzwischen funktioniert) abspielen kann!
Es ist schließlich iTunes, wofür ausser für den iPod ist der Shop denn bitte da?

Heisst das jetzt ernsthaft, wenn ich meine Musik auf meinem iPod abspielen will muss ich sie mir zusätzlich zum Kauf nochmal illegal runterladen?
Wozu hab ich die Songs dann überhaupt gekauft (und ja, es passiert mit allen meinen Songs, die ich bei iTunes gekauft habe)?

edit, 11. September: Jetzt plötzlich, als ich meinen bruder da hatte, um sich den Fehler anzusehen ging es. Vielleicht braucht iTunes einfach Zuschauer?
Sehr seltsam, das.
Apple scheint das aber mitbekommen zu haben, denn sie haben zum Ausgleich sogar ganz offiziell Scheisse gebaut:
http://www.winfuture.de/news,34222.html

Naja, er blinkt… 2 

…mehr tut er aber irgendwie nicht, mein toller neuer iPod Shuffle 1GB, der da rechts in Originalgröße (mitsamt Ladestation) abgebildet ist und von meinem Onkel kommt, der ihn als Werbegeschenk erhalten und nichts damit anfangen kann.
Mein Computer bzw. iTunes erkennt ihn jedenfalls nicht bzw. als fehlerhaft, bei der Wiederherstellung bleibt er aber hängen und erkennt den iPod bei einem Neustart des Programms nicht mehr als iPod.

Irgendwie krieg ich grade ständig Sachen geschenkt, die nicht funktionieren:

  • eine Ausgabe der भगवद गीता, die aber von einer etwas skurilen Sekte stammt (wenigstens der nicht-übersetzte Originaltext ist korrekt enthalten)
  • einen Pizza-Gutschein für eine Pizzeria in einer anderen Stadt
  • einen iPod, der blinkt, sonst aber nix tut

In die Reihe passt dann auch das Gewinnspiel vom Donnerstag, an dem ich teilnehmen konnte: Zu gewinnen war ein Aufenthalt für zwei Personen in Köln.
Das ist mit dem Zug etwa 45 Minuten von hier.

Okay, betrachten wir die Sache positiv: Seit Donnerstag (da bekam ich das Gewinnspiel) hab ich jetzt jeden Tag was geschenkt bekommen. Das kann ruhig so weitergehen.
Aber demnächst bitte Sachen, die’s tun, ja?

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Die 7 neuen Weltwunder 3 

Die 7 Weltwunder der Moderne sind nun ausgewählt. Schauen wir uns doch mal an, was dabei tolles herausgekommen ist:

Pyramide von Chichén Itzá

Okay, „Moderne“ scheint ein noch dehnbarerer Begriff zu sein als ich dachte. Jetzt ist also die Ruine einer Pyramide aus dem 5. Jahrhundert ein modernes Weltwunder???

تاج محل (Taj Mahal)


Moderne? Check!
Beeindruckend? Check!
Technisch herausragend? Check!
Okay, ist angenommen.

Kolosseum

Bei Chichén Itzá kann man ja noch annehmen, dass einfach niemand wusste, wie alt das Ding war. Ist ja nur irgendsoeine Maja-Ruine.
Darauf folgt aber jetzt eine weitere Ruine, die zudem aus dem Alten Rom stammt. Gibt es irgendein gebäude auf der Liste das noch eindeutiger nicht aus der Moderne stammt als das Kolosseum?!
Also, ganz langsam: Die Weltwunder der Moderne sollten wirklich
a) keine Ruinen sein und
b) modern sein

البتراء (Petra)

Petra? Petra?! PETRA???
Achso, die Stadt.
Öhm, Moment, welche Stadt?
Tja, Petra, die alte Hauptstadt der Nabatäer ist dermaßen alt, dass sie kaum noch als antik zählt. War eigentlich klar, dass sowas kommt. Man kann ja fast froh sein, dass das Neanderthal nicht in der Liste moderner Weltwunder steht.

Machu Picchu

Okay, grade noch so aus der Moderne stammend, nur dummerweise schon wieder eine Ruine.
Aber ich will mal nicht so sein, immerhin stammt es aus der Moderne und der Bau war auch eine wirklich beeindruckende Leistung.

万里长城 萬裡長城 (Die Chinesische Mauer)

Ist glaube ich auch schon etwas älter…

Jesus

Äh, wie jetzt, Jesus?
Haltet mich für einen Banausen, aber was genau macht eine 30 Meter hohe Jesus-Statue namens Monumento Christo Redentor zu einem Weltwunder?

Primitiv 0 

Primeval Banner

"Primeval" bedeutet ungefähr soviel wie "primitiv", allerdings im ursprünglichen Sine von „ursprünglich“, „prehistorisch“.
Trotzdem beschreibt „primitiv“ die unfreiwillig komische Serie ganz gut.
Hier meine Highlights aus den sechs Folgen der ersten Staffel (in Englisch gesehen – hah!):

01: Rippen
Professor Cutter beugt sich im Perm über eine skelettierte Leiche, um festzustellen, ob es seine vermisste Frau ist. Um das Geschlecht der Leiche festzustellen zählt er allen Ernstes die Rippen.
Noch schlimmer: Er kommt tatsächlich zu dem Ergebnis, dass es sich um ein männliches Skelett handelt – der Tote hatte also eine Rippe weniger als ein normaler Mensch – den in der jüdisch-christlichen Mxythologie (und nur dort!) haben Männer eine Rippe weniger als Frauen, weil aus dieser Rippe Eva geformt wurde.

02: Brennt’s hier?
Wir wissen aus einer früheren Szene, dass die sauerstoffreiche Atmosfere des Karbon dazu führt, dass Feuer extrem veerstärkt wird. Etwas später kommt die Expedition in den selben sauerstoffgefluteten Raum – mit einer Fackel.
Der Raum explodiert nicht und die Fackel brennt ganz normal.
Ein dreifaches Hurra auf Fenomene, die nur passieren, wenn das Drehbuch es für nötig erachtet.

03: „I’m decent“
Professor Cuttter findet in der Kreidezeit seine Frau wieder, nackt in einem Teich schwimmend. Als nächstes sehen wir, wie sie sich angezogen hat und ihm sagt, er könne sich nun umdrehen, sie sei „decent“.
Hmm, waren die beiden nicht verheiratet?
Oh, das ist übrigens auch die Folge, in der der übliche Quatsch erzehlt wird, dass es eine Panik auslösen könnte, würde die Existenz der Zeitportale öffentlich bekannt werden. So langsam frage ich mich, ob es auch eine Panik auslösen würde, wenn ich blauen Vaillepudding erfände.

04: Medizinischer Ausflug
Ausserirdische/Aussertemporäre Parasiten haben eine für die Diagnose äusserst praktische Eigenschaft: Ihre Opfer bekommen leuchtende Augen, wenn sie aktiv werden.
Hier ein kurzer Schlüssel:
Komplettes gelbes leuchten der Augen: Graskke (Doctor Who)
Weisses Aufleuchten des Augenrandes: Goa’Uld (StarGate)
Blaues Leuchten der Iris: Dodo-Parasit (primeval)
Echt praktisch.

05: Guter Geruchssinn
Ja, Flugsauriern, die einen BLutstropfen durch mehrere Fensterscheiben und Türen hindurch im Moment des Entstehens riechen können würde ich allerdings einen guten Geruchssin attestieren.

06: Physik 2.0
In dieser Folge lernen wir, dass Echolot schneller ist als Sehen. Das würde bedeuten, dass Schall schneller ist als Licht – und zwar mehr als doppelt so schnell.
Das wiederum erklärt so einiges: Die Naturgesetze gelten in der Serie überhaupt nicht!

Ich würde ja gerne noch etwas über das wirklich hanebüchene Ende sagen, aber das wäre ein Spoiler.
Nur soviel: Wenn ich im Perm etwas verändere und das dazu führt, daas genau eine und nur eine einzige Person nie existiert hat, dann ist das eine beeindruckende Prezision.

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