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Das war 2016 0 

Okay, es ist der 31. Dezember und damit Zeit für den Jahesrückblick. Und es war ein Jahr, in dem man gut sehen konnte, wieso Jahresrückblicke nicht vor dem letzten Tag geschrieben werden sollten. Ich meine, Carrie Fisher und ihre Mutter starben beide in der Woche zwischen Heiligabend und Neujahr. Liebe Fernsehsender, nehmt euch einfach an mir ein Beispiel: Jahresrückblicke gibt es ausschließlich am 31. Dezember.
Nun, da das klargestellt ist, weiter zum Rückblick auf mein 2016. Mein öffentliches 2016, den Rest erfahren jene, die es etwas angeht. Andernorts. Vielleicht. Wenn sie fragen. Vielleicht. Aber jetzt erstmal Musik und dann weiter im Text.

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Weg ins Fahrradies

Das Jahr begann mit einem Fahrradtransport, als ich am 2. Januar meinen Eltern half, ein Dreirad aus einem Dorf am tiefsten Niederrhein (oder ist Gronau schon Münsterland?) abzuholen, also kann ich auch mit den Rädern weitermachen. Es war ja auch mein erstes Jahr mit Liegerad.

Ausschnitt aus der Fahrraddemo Sternfahrt Düsseldorf 2016 mit verschiedenen Rädern und Fahrern, im Vordergrund der Autor des Blogs

Entspannt, cool und ein tolles Fotomotiv: Ich in Düsseldorf – Bild: Zoe Duisberg/ADFC NRW

Trotz einiger Reparaturen, die anfangs nötig wurden und einer gebrochenen Schraube, die zu weiterem Reparaturbedarf führte muss ich sagen: Ich bin zufrieden. Das Gefährt brachte mich zu den Sternfahrten des Jahres in Düsseldorf und Mönchengladbach (Köln übersprang ich trotz anderer Absichten wegen des Wetters), aber auch zu meinen Touren ins Braunkohlenrevier und auf der längsten Tour des Jahres zu einer Tihange-Demo in Aachen.
Das Fahren ist nach kurzer Eingewöhnung angenehm und schnell, nur die Rennhaken an den Pedalen waren mehr lästig als hilfreich und so lernte ich sie praktisch sofort zu ignorieren. Als kleinen Bonus konnte ich dank der hohen Lage der Beine mehrmals trockenen Fußes recht tiefe Pfützen durchqueren. Das war natürlich keine Absicht aber wenn der Radweg bei Aachen plötzlich unter der Landstraße durchführt, um die Seite zu wechseln, macht man daran nach einem Wolkenbruch recht wenig.
Wie erwartet teilt sich das Liegerad nun mit meinem alten Mountainbike die Aufgaben. Das MTB zieht Lasten und trät mich, wenn ich einen Rucksack brauche, das Liegerad übernimmt die längeren Strecken und Tagesausflüge. Was nicht heissen soll, dass der Lieger nicht ebenfalls einiges an Transportvolumen hätte, was ich im August ausprobieren konnte, als mir auffiel, dass bei einem Stand in Neuwerk alles bereits im Vorfeld vor Ort gebracht war, ausser dem Tisch. Das hat übrigens überraschend gut funktioniert, als wäre der Tisch dafür gemacht.
Liegefahrrad mit einem mit Kabelbindern daran befestigten Klapptisch

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Die andere Option für die Überschrift dieses Abschnitts wäre übrigens Road to EldoRADo gewesen. Schätzt euch glücklich.

Schrifstellerei und so

Cover of How to Sing Butterflies How to Sing Butterflies DX Edition2016 war kein so produktives Jahr, wie ich mir das gewünscht hatte. Ein großer Teil davon war das, was ich als „Unglück des 11. März“ im Gedächtnis behalten werde. An diesem Tag kam es auf meinem Laptop zu einem umfassenden Festplattenausfall, ausgelöst durch einen Systemabsturz,der wiederum auf einen Absturz von Flash zurückging. Ich hatte kein aktuelles Backup und tatsächlich grade erst mein letztes Backup auf genau diesem Rechner zwischengespeichert. Das war eine ziemliche Katastrophe.
Nun, ich habe dennoch eines meiner anvisierten Projekte zum Abschluss bringen können. Die englische Sammlung How to Sing Butterflies vereint den Großteil meiner Kurzgeschichten in einem Band, von dem zwei Varianten erschienen sind: Eine Standardausgabe mit den Geschichten und eine DX-Ausgabe, ergänzt um Hintergründe zu jeder Geschichte. Ich zähle einige der Kurzgeschichten wie die Titelgeschichte und Sleeper Hit derzeit als meine besten kreativen Arbeiten.
Eine dieser Arbeiten schaffte es dann auch 2016 in meinen ersten Beitrag in einer Anthologie, wobei die Auswahl schon 2015 getroffen wurde. Die Indies Unlimted 2015 Flash Fiction Anthology enthält 52 Geschichten mit je bis zu 250 Wörtern. Flash Fiction ist nicht einfach, aber eine sehr willkommene Herausforderung. Bei mir funktioniert das üblicherweise so, dass ich einen spontanen Gedanken habe und den dann umsetze um selbst zu schauen, was daraus erwächst. Kombiniert mit der Kürze des Formats, welches zu einer sehr bewusst gewählten und dichten Sprache führt, eine sehr schöne Literaturform sowohl zum Lesen als auch zum Schreiben.
Mein Beitrag in dieser Anthologie war Delayed Vengeance, eine für mich eher untypische, weil vollkommen in der Gegenwart verhaftete Geschichte um einen Polizisten und seine Pensionszeit auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie ist in beiden Sammlungen erschienen, in denen ich dieses Jahr vertreten war.
Im Dezember folgte der Veröffentlichung dieser Anthologie eine Papierausgabe, meine erste Veröffentlichung auf Papier, wenn man redaktionell de facto nicht bearbeitete Fanzines ignoriert.
Eine SF-Weihnachtskurzgeschichte schaffte es nicht in die Anthologie, für die ich sie geschrieben habe. Sie wird 2017 gute Verwendung finden. Eine weitere SF-Weihnachtskurzgeschichte verfasste ich diesen Monat für eine Blogparade im englischen Blog, auch sie wird nächstes Jahr eine weitere gute Verwendung finden.

Zum 1. Mai beendete ich das (vor allem für Twitterverhältnisse) langjährige Projekt eBooks für lau. Es war mein erfolgreichstes Internetprojekt seit dem Exergaming-Blog Sporle & Co. im letzten Jahrzehnt, aber irgendwann war seine Zeit dann vorbei. Es wurde zunehmend schwieriger, das Verlinken kostenloser eBooks wirtschaftlich tragbar zu halten. Andere Plattformen wie XTME begannen, auch runtergesetzte Angebote bezahlter Bücher zu verlinken, das aber war in diesem Twitterkonzept schwieriger, da jeder Link für sich selbst stand. Und so beendete ich eBooks für lau nach fast fünf Jahren. Letztlich war es einfach an der Zeit.

Das Jahr endet schriftstellerisch mit dem ersten Auftrag, ein komplettes Buch aus dem Englischen zu übersetzen. Mehr oder weniger schriftstellerisch, es handelt sich um ein Kochbuch für Schmortöpfe. In einer besonderen Premiere ist das mein erster Vertrag mit Partnern auf drei Kontinenten (Nordamerika, Europa, Asien) – auch mal was neues.
Diese Übersetzung seht ihr dann 2017.

2017 deutet in diesem Bereich mit meinem ersten Besuch eines Autorentreffs in Mönchengladbach an, etwas, was ich weiterführen will. Es sieht nach diesem ersten Mal so aus, als würde das auch meiner Produktivität helfen. Ich muss sowieso wieder mehr im deutschsprachigen Raum machen.

Etwas anderes im kreativen Bereich war dann noch die Bildgestaltung. Ich habe mich zwischendurch daran versucht, mal ein Bild gezielt auf die sozialen Medien ausgerichtet zu erstellen, statt den jeweiligen Text einfach als Text zu schreiben. Hier die Ergebnisse.

Tatsächlich extrem entspannend

Tatsächlich extrem entspannend

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Von solchen Experimenten wird es in Zukunft mehr geben.

Politisch immer voran

Dass es 2016 mehrmals galt, bei Aufmärschen rechter Gruppen und Bündnisse Flagge zu zeigen, darauf hätte ich gern verzichten können, aber leider war 2016 ein großes Jahr für den politischen Rückschritt. International wie national war es 2016 überaus frustrierend, als Politiker im linken Spektrum zu stehen. Ich bin dieses Jahr müde geworden, immer das Schlechte zu bekämpfen.
Glücklicherweise gab es aber auch noch andere Anlässe für Demos. Okay, glücklicherweise ist hier nicht ganz richtig, aber ihr wisst, was ich meine. Tihange hatte ich ja schon erwähnt, Garzweiler II war ebenfalls ein sehr präsentes Thema. Die beiden Infostände gegen Massentierhaltung vor Lidl-Filialen in Rheydt und Gladbach waren aber sehr angenehm und effektiv.
Im Gegenzug ist es mir wichtig geworden, das Gute zu fördern und mich dafür einzusetzen. 2016 trat ich bei den Fachgruppen (Landesarbeitsgemeinschaften) Verkehr und Säkulares der Grünen NRW bei, um auf Landesebene aktiv daran arbeiten zu können. Das gipfelte vorerst am ersten Dezemberwochenende auf dem Landesparteitag in Oberhausen, mit dem ich sehr zufrieden bin (hinter dem Link: Eine lange Liste von Forderungen, die wir aus Mönchengladbach ins Landtagswahlprogramm der Grünen einbringen konnten).
Zufrieden war ich zuvor auch mit der Podiumsdiskussion zum Radverkehr in Mönchengladbach, veranstaltet vom ADFC. Hier konnte ich unter Beifall mein Ansinnen vorstellen, Mönchengladbach zu einem wichtigen Knotenpunkt eines landesweiten Radschnellwegenetzes zu machen, das sich nun ja auch in allgemeinerer Form im Landtagswahlprogramm wiederfindet. Hier im Blog brachte ich dazu innerstädtisch ein vielleicht etwas utopisch anmutendes, aber dankbar diskutiertes Konzept ein.

Exkursion an den Braunkohlentagebau Garzweiler II

Heute noch stehen wir am Abgrund, doch morgen schon sind wir einen Schritt weit… äh, Moment mal

Abseits der Parteipolitik gab es dann noch ein Gartenprojekt. Ein Bürgergarten in meiner Nachbarschaft. Doch auch wenn ich mich sehr freue, kommen die Unterschriftsberechtigten nicht so richtig in die Hufe mit den letzten Details zum Pachtvertrag. Das ist eien seltsame Mischung aus Begeisterung und Enttäuschung, aber noch läuft der Prozess. 2017 muss das was werden,momentan sieht es immer noch so aus wie im Sommer, nur halt winterlicher.
Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde

Weiter im Blog

Vergleich der Gestaltung des Blogs von Mitte 2015 bis Ende 2016

Ein Blog, zwei Jahre

Möglicherweise habe ich etwas zu viel am Blogdesign rumgeschraubt, aber das Ergebnis ist ein perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes, einmaliges und ennoch schlichtes Design mit ein paar hübschen Finessen. Das einst in meinen Augen recht hässliche Blog hat sich zu einem modernen Stück Internet entwickelt, in dem übrigens so gut wie alles ohne spezielle Skripte umgesetzt ist.
Für das letzte Beispiel habe ich einen anderen Beitrag ausgewählt, um meinen veränderten Umgang mit Bildern zu betonen. Jeder Beitrag hat inzwischen auf den ersten Blick ein Bild oder ein Video eingebettet, damit es nicht mehr nach trostloser Buchstabenwand aussieht. Das hat auch den Effekt, dass es in den sozialen Netzwerken ein schöneres Vorschaubild gibt.
Die Reihe Less Litter Lifestyle ist gestalterisch als Experiment gestartet, gezielt Pinterest anzusprechen und zugleich das Design des Blogs auch für andere Medieninhalte zu verwenden.
Ich glaube, damit ist das Blog nun so gut wie fertig. Es ist vor allem auch bereit für meine Pläne für 2017. Doch dazu morgen mehr.

Soweit die großen Dinge. Es gibt viele kleine Dinge, viele persönliche Dinge. Menschen, die ich getroffen habe, Dinge, die ich erlebt und gelernt habe, vieles, von dem ich glaube, dass es nicht in dieses Blog gehört oder wenigstens nicht in einen Jahresrückblick. Ich war nicht so produktiv, wie ich von mir selbst erwarte, aber das bedeutet in keinster Weise ein Jahr, in dem nichts geschehen ist. Ich könnte jetzt eine Diaschau mit mehreren hundert Fotos aus 2016 starten. In keinem Jahr zuvor habe ich je so viele Fotos gemacht.
Es war für mich auch ein Jahr vieler Vorbereitungen für ein aufregendes Folgejahr. Privat, beruflich, politisch.

Wir sehen und morgen zum Ausblick auf 2017. Esst bis dahin mal wieder was Gesundes. Macht euch einfach einen Smoothie mit eurem Lieblingsobst und Nüssen. Bis bald!

Eine Tüte Jellybeans und Rumkugeln vor einem Küchenmixer

Bestes Rezept meiner Sammlung. Mit Abstand. Und 2016 ganz allein ausgedacht!

Wir basteln einen Radschnellweg Lürrip-Innenstadt 5 

Nachtrag, Januar 2018: Inzwischen enthält die Planung der City Ost eine Fahrradbrücke über die Breitenbachstraße. Ich habe angefangen nachzubohren, ob man nicht die ehemalige Bahntrasse zum Geneickener Bahnhof (der rechte türkise Bereich in der zweiten Karte) überplanen kann. Vergisst man die durchgehende Hochtrasse und setzt statt dessen noch eine Brücke über die Korschenbroicher Straße, sind wir von dieser Idee gar nicht mehr so weit weg.

Ich hatte in den letzten Tagen mehrfach angedeutet, dass ich mir einen Radschnellweg südlich des Hauptbahnhofes MG vorstellen könnte, quasi als Ergänzung zum SPD-Vorschlag eines solchen Weges im Norden der Stadt (der in meinen Augen irgendwie kein wirkliches Streckenziel hat, er wäre halt da). Ich will das nun etwas genauer ausführen. Aber zunächst ein paar Karten zum Erschrecken, dann die Erklärung:

Grün: Ebenerdig/vorhandener Bahndamm dunkelblau: Hochtrasse gelb: Rampe hellblau: potenzielle Fahrradverbindung Heinrich-Sturm-Straße Zum Vergrößern aufs Bild klicken

Grün: Ebenerdig/vorhandener Bahndamm
dunkelblau: Hochtrasse
gelb: Rampe
hellblau: potenzielle Fahrradverbindung Heinrich-Sturm-Straße
Zum Vergrößern aufs Bild klicken
Hinweis: Eine Rampe zur Kranzstraße fehlt hier nur versehentlich

dunkelblau: Hochtrasse gelb: Rampe hellblau:potenzielle Weiterführungen

dunkelblau: Hochtrasse
gelb: Rampe
hellblau:potenzielle Weiterführungen

Ziele

Ein Radschnellweg ist meines Erachtens dann sinnvoll, wenn er vorhandene Strukturen verknüpft oder zusammenfasst oder aber wenn er lohnende Ziele ansteuert.
Also zunächst zu den vorhandenen Strukturen: Es gibt in Mönchengladbach einige gute oder potenziell gute Verbindungen. Der von Wickrath weit in den Niederrhein führende Nierswanderweg sticht hervor, daneben gibt es noch die Richard-Wagner-Straße/Brucknerallee (Hermges-Rheydt), die Landwehr (Dahl-Ohler-Pongs), die Korschenbroicher Straße (Mönchengladbach-Neuss) und einige wenig bis nicht genutzte Straßen im Raum Rheindahlen/Hardt, über die Fahrten in Richtung Süden (Erkelenz, Heinsberg, Aachen) und Niederlande (Roermond) möglich sind. Hinzu kommen Planungen für eine Fahrradstraße in der Heinrich-Sturm-Straße (als auch heute schon nutzbare Unterquerung des Bahndammes) und der genannte Radschnellweg weiter nördlich. Im Bereich der von mir angedachten Strecke gibt es noch ein paar kleinere Verbindungen, die ich nicht alle aufzählen möchte.
Relevante Ziele in Gladbach sind sicherlich die beiden Hauptbahnhöfe mit ihren Radstationen und der jeweiligen Anbindung zur Innenstadt, die größeren Stadtteilzentren (Wickrath, Rheindahlen), das Umland (u.a. Krefeld, Viersen, Neuss/Düsseldorf, Heinsberg, Niederlande) und natürlich die Verknüpfung der Stadtteile untereinander.

Definition Radschnellweg

Okay, das ist für die nächsten Ausführungen wichtig, vorab zu klären: Ich definiere den Radschnellweg im Folgenden als eine zu anderen Verkehrsträgern kreuzungsfreie Verbindung, die rein für die Benutzung durch Fahrräder (der Einfachheit halber einschließlich Pedelecs und Mofas) gedacht ist. Es gibt noch ein paar weitere Bedingungen für die Bezeichnung, die unabhängig vom Konzept leicht umsetzbar sind und daher hier keine Rolle spielen sollen. Also quasi als Fahrradgegenstück zur Autobahn.
Damit lege ich einen höheren Standard an, als der Radschnellweg 1 im Ruhrgebiet. Daraus folgt: Eine Umsetzung mit Abstrichen ist natürlich möglich, das hier ist die Maximalvariante.

RS-MG-OS

Der Radschnellweg Mönchengladbach Ost-Süd (hoffentlich offensichtlicher Arbeitstitel) fände seinen Anfangspunkt am S-Bahn-Haltepunkt MG-Lürrip, unweit der Korschenbroicher Straße, die hier ostwärts über den Nierswanderweg und in Richtung Neuss führt. Diese Nähe kann in der weiteren Zukunft als Anknüpfungspunkt für eine Verbindung des Gladbacher OS-Weges mit dem Endstück der bereits geplanten Verbindung Monheim-Düsseldorf-Neuss dienen. In Kombination mit den Überlegungen, den nördlichen Radschnellweg nach Krefeld anzubinden, würde Mönchengladbach dann zu einem zentralen Knotenpunkt des landesweiten Radschnellwegenetzes.
Von hier aus bietet sich zunächst an, den Weg auf dem derzeit noch leeren ehemaligen Bahndamm zu führen, der sich schon jetzt vom Bahnhof Lürrip bis zur Breitenbachstraße befahren lässt, allerdings als abgeräumtes ehemaliges Bahngelände nur mit einem guten Mountainbike. Das ist der einfache Teil, der praktisch sofort umgesetzt werden könnte. In der Karte ist das das große ebenerdig (grün) angelegte Stück.
An der Breitenbachstraße kann man den Weg natürlich in das Straßennetz zurückführen. Für den Namen „Radschnellweg“ wäre dies aber dann doch etwas mickrig. Aber wie kommen wir weiter? Nun, wie wäre es damit:

Also, der radweg, nicht der Hafen natürlich - Bild: Ole Malling für Dissing und Weitling Architektur

Also, der radweg, nicht der Hafen natürlich – Bild: Ole Malling für Dissing und Weitling Architektur

Das ist Cykelslangen, ein auf einer Hochtrasse angelegter Radweg in Kopenhagen. Am oberen Ende auf dem Bild beginnt er mit einer Rampe und steigt auf eine Höhe von 5,50 Metern.
Ich könnte mir vorstellen, mit einer solche Hochbahnführung auf Höhe der Bahntrasse den Radschnellweg weiterzuführen, mit mehreren Rampen an geeigneten Stellen. Wohlgemerkt auf Höhe der Bahntrasse, nicht auf der vorhandenen Bahntrasse. Der Weg würde südlich an die Bahntrasse angeflanscht. Da sich der Weg an der Südseite des Bahndammes befinden würde, gäbe es auch nichts, was durch den Radweg verschattet würde, die Sonne steht ja in unseren Breiten eher selten im Norden. Dieser erhöhte Teil kann dann an unterschiedlichen Stellen in Höhe des Berliner Platzes enden, beispielsweise in Form einer Rampe zur Oststraße, die abzweigende Schienenverbindung ins Rheydter Industriegebiet begleitend oder in die geplante Unterführung zwischen Theodor-Heuss-Straße und Korschenbroicher Straße hinein.
Man muss aber auch ehrlich sein: Das ist ein teures Vorhaben. Ein Brückenbauwerk dieser Länge dürfte über den Daumen gepeilt so etwa 2-3 Millionen Euro kosten. Das kann die Stadt nicht tragen, das müsste ganz klar im Landesprogramm für Radschnellwege getragen werden, wenn man es umsetzen will.

Weiter in die Zukunft

Der südliche Endpunkt kann in der weiteren Entwicklung natürlich noch weiter entwickelt werden. Es könnte sich beispielsweise sehr lohnen, den Weg entlang der abspaltenden Bahntrasse bis zum Geneickener Bahnhof weiterzuführen, wo die Bahntrasse endet und ein bereits vorhandener Radweg anschließt, der bis zur Odenkirchener Straße läuft. Dort endet er zwar recht abrupt, aber immerhin.
Die attraktivere Verbindung wäre eine Lösung, um die Theodor-Heuss-Straße zu überqueren und auf die Dessauer Straße oder die August-Oster-Straße zu kommen, wo eine Verbindung zur Richard-Wagner-Straße und somit zur angedachten Radwegeführung zum Hauptbahnhof Rheydt möglich wäre. Ist die Theodor-Heuss-Straße einmal gequert, kann man den Radverkehr auch zur Landwehr leiten, an der entlang es zum Stadtwald und von da aus ins westliche Umland geht. Hier haben wir dann unsere Verbindung zur Schiene Erkelenz-Aachen und in die Niederlande.
Andernorts im Streckenverlauf ist es dann noch nötig, die Lücke zwischen diesem Radschnellweg und dem im Norden zu schließen.
So oder so wäre Mönchengladbach mit einem solchen Vorhaben ein bedeutender Knotenpunkt für den überörtlichen Radverkehr. Das kann sich für die Stadt enorm lohnen.

Spinne ich?

Vermutlich. Aberich halte spinnen für den wichtigsten Schritt auf dem Weg in die Zukunft. Erstmal spinnen, dann auf das realisierbare runterbrechen und dann machen. Aber man muss auch sagen: Wir haben es geschafft, in relativ wenigen Jahren ein Autobahnnetz durch die gesamte Bundesrepublik zu bauen. Da ist das hier nichts gegen.


Veilchendienstagszug 2016 0 

Vorgeplänkel

Es gilt weiterhin, was ich letztes Jahr schon schrieb:

So sehr ich den rheinischen Karneval mit seiner Schunkelei und dem Schenkelklopferhumor auch verachte, und so sehr ich auch ein ausgeprägtes Unwohlsein in der Nähe von Clowns und kostümierten Menschen verspüre, eines hat auch mir doch immer gefallen: Der Straßenkarneval mit seinem Zug/Zuch/Zoch (je nach Regiolekt).

Wenig weiss ich mehr zu schätzen als gute Satire und die großen Karnevalszüge im Rheinland tragen diese quasi als Markenzeichen. Das ist zwar in Düsseldorf und Köln gegenwärtig vor allem dem ebenso unermüdlichen wie pointenstarken Wagenbauer Jacques Tilly zu verdanken, aber auch Mönchengladbach, mit dem einzigen großen Zug am Veilchendienstag in Deutschland (New Orleans ist keine so direkte Konkurrenz), zeigte hier immer wieder Potenzial. 2010 war ein in diesem Sinne sehr guter Zug, 2015 zeigte Potenzial.
Auf 2016 war ich sehr gespannt, weil Bernd Gothe, der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevalsvereins (MKV) eine Neuausrichtung des Gladbacher Karnevals angekündigt hatte. Richtig konzipiert hätte das Ansinnen, nicht mehr direkt mit den anderen Hochburgen zu konkurrieren viel Potenzial für einen ganz eigenen Zug. Es hatte aber auch das Potenzial, in der Praxis zu einem „Unser Karneval soll ömmeliger werden“ zu katastrophieren. Also, was ist es geworden? Nun:

Die Bestechung

Eine Ausbeute an Wurfmaterial , wie ich sie sonst nur aus meiner Kindheit in Düsseldorf kenne ist schonmal nicht schlecht. Das lag auch daran, dass ich kurz vor Ende des Zuges meine erhöhte Fotografierposition aufgab und direkt an den Straßenrand ging. Wären mir nicht irgendwann die Jacken- und Hosentaschen ausgegangen, es sähe noch besser aus.
Jetzt habe ich neben einem Bumerang, Einkaufs-Chip und Quietscheentchen noch ein-zwei Süßigkeiten einstecken können:

Ein Einkaufswagenchip! Wie cool ist das denn?

Ein Einkaufswagenchip! Wie cool ist das denn?

Also, bestochen wurde ich schonmal gut, aber ich bin bekanntlich unbestechlich.

Disclaimer

Wenn ich mopper, dann weil ich gesehen habe, wie viel besser der Karneval in MG sein kann, wenn er sich traut, Eisen anzupacken und nicht, weil ich dem Zug Böses will. Im Gegenteil, ich sehne mich gradezu nach einem Veilchendienstagszug mit Chuzpe. Deswegen messe ich ihn an den Zügen der drei Rosenmontagshochburgen und auch an früheren Zügen in Mönchengladbach. Denn früher und anderswo ist immer alles besser.

Der Zug

Pünktlich zu Beginn zog der Regen ab und das bisschen Gedröppel zwischendurch zählt nicht, also gute meteorologische Voraussetzungen für einen gelungenen Zug. Dass der erste Wagen Werbung für die Ritterfestspiele auf Schloss Rheydt als Kamelle warf, ergab einen etwas befremdlichen Auftakt, aber nun gut.
Allerdings war das auch der Einstieg in das, was den Zug durchzog: Er war nicht lustig, dafür war er aber repräsentativ. Die Karnevalsvereine zeigten wie jedes Jahr ihre Prunkwagen vor, wie üblich mit einer aktualisierten Jahreszahl in der Bemalung, fertig ist der Karnevalswagen. Sehr repräsentativ, aber auch sehr, sehr langweilig.
Daneben wurde wie groß in der Presse angekündigt der Rumpf einer Junkers F13 durch die Gegend kutschiert, gefolgt von einer Art Diorama aus Bauteilen des Gladbacher Weihnachtsmarktes mit Werbung für eben jenen Markt. Es folgte das Minto, das sich wenigstens die Mühe gab, ein Motto auf Platt auf den Wagen zu malen. Alle drei Wagen wären hervorragend für eine Art Stadtparade, die man etwa zum Eine-Stadt-Fest zwischen Rheydt und Gladbach fahren lassen könnte (Hey, MGMG, wie wäre es mit einer solchen Stadtparade zum Eine-Stadt-Fest?), aber wenig närrisch oder gar lustig.

Ja, ein kaputtes Flugzeug. Tätä, tätä, tätä!?! Oka,y das ist ein bisschen unfair der historischen Bedeutung der Junkers F13 gegenüber, aber mal im Ernst, das ist ein Karnevalszug!

Ja, ein kaputtes Flugzeug. Tätä, tätä, tätä!?! Okay, das ist ein bisschen unfair der historischen Bedeutung der Junkers F13 gegenüber, aber mal im Ernst, das ist ein Karnevalszug!

Ja, okay, warum nicht

Ja, okay, warum nicht

Nein, viel lustiger wird's nicht, aber sie haben sich mit dem Spruch wenigstens Mühe gegeben

Nein, viel lustiger wird’s nicht, aber sie haben sich mit dem Spruch wenigstens Mühe gegeben

Motto des Zuges war dieses Jahr „M’r donnt wat m’r könne“, was mich durchaus zu begeistern wusste. Ich nahm es als positives Zeichen, dass Mönchengladbach endlich mal ein Motto auf Platt hat, wie sich das für Karneval gehört. Gleich zu Anfang lief ein Typ quer und jenseits von Reih und Glied durch den Zug und hielt ein Schild hoch, auf dem zu lesen war: „Ech donn wat ech will!“ Die Rückseite des Schildes war ein Spiegel. Dieser Mann hat eine Medaille verdient.
Man kann das Motto durchaus positiv lesen und dazu war ich auch bereit. Was ich nicht ahnte war dabei, dass die Liste dessen, was wir können offenbar keinen Eintrag „lustig“ umfasst. Zu denken geben sollte mir dabei, dass auch der heimische Karikaturist Nik Ebert den Spruch in seinem Beitrag zum Thema städtische Sauberkeit in seiner negativen Auslegung umsetzte. Und immerhin war er derjenige, der dieses Motto vorgeschlagen hatte!
Die Mülltonne sagt: „Na los! Versuch's nochmal!“

Die Mülltonne sagt: „Na los! Versuch’s nochmal!“

Daneben verdankt der Zug Ebert aber in Form der jährlichen rollenden RP-Karikatur auch den einzigen Wagen mit politischer Aussage. Dass diese beiden Wagen recht einfach zu gestalten waren, da es ja nur fahrende Plakatwände sind, kommt Eberts Motiven sicherlich zu Gute. Vielleicht wären mehr solcher Wagen ein Ansatz, um auch in Zukunft Satire im Zug zu haben? Es ist nicht so, als wäre die Heimatstadt von Nik Ebert und Volker Fucking Pispers der politischen Spitzen unfähig, auch wenn man das bei ihrem Karneval ab und an glauben könnte.
Eine Seltenheit 2016, Politik auf dem Korn! Das Asylrecht mit Rennreifen von Nik Ebert

Eine Seltenheit 2016, Politik auf dem Korn! Das Asylrecht mit Rennreifen von Nik Ebert

Lokalpolitisch gab es genau einen aktuellen Bezug, der KjG aus Hardt nahm sich der 30er- und 40er-Zonen in der Stadt an, mit Kappen in Form von Autos und einem Spruch auf dem Wagen. Ich muss damit nicht übereinstimmen, um das gut und vor allem karnevalistisch zu finden. Daumen hoch für den einzigen lokalpolitischen Beitrag des ganzen Zuges 2016!
Auf dem Wagen steht etwas zu klein für das Foto: „30, 40 statt 50. Gladbachs Blitzer sind nicht günstig“

Auf dem Wagen steht etwas zu klein für das Foto: „30, 40 statt 50. Gladbachs Blitzer sind nicht günstig“

Okay, es gab noch ein lokalpolitisches Motiv, aber das war ein wenig älter. Bernd Gothe hatte zuvor zur Neukonzeption auch angekündigt, es werde beim Zug „Nostalgiewagen“ geben, also Nachbauten alter Wagen, deren Erinnerung wachgehalten werden soll. Ich möchte das Ergebnis nicht zu sehr kleinmachen, der Wagen zur Umbenennung von München-Gladbach in Mönchengladbach aus dem Jahre 1949 ist solide, wenn auch etwas fad. Die Idee, das Ereignis sinnbildlich durch einen Bayern und einen Mönch darzustellen, ist durchaus eine neue Aufführung wert. Nur sonderlich aktuell ist das natürlich nicht.
Du weisst, der Karneval hat ein Problem, wenn selbst der Karnevalsverband impliziert, dass der Karneval früher besser war. Allerdings hat er damit ja auch Recht.

Du weisst, der Karneval hat ein Problem, wenn selbst der Karnevalsverband impliziert, dass der Karneval früher besser war. Allerdings hat er damit ja auch Recht.

Ehrenthalber erwähnt sei noch der von der Pressestelle der Stadt groß angekündigte Fairtrade-Wagen, der 2016 erstmals mitfuhr. Tatsächlich einer der größten Wagen der Parade, wenn auch einer in der langen Reihe konzeptionell nicht weiter erwähnenswerter Beiträge wie die Prunkwagen: Da, aber es findet sich nichts lustiges daran. In einem starken Zug ein willkommener Einschub, so aber nur ein weiteres Glied einer durchweg langweiligen Kette.
Allerdings der aufwändigste und einer der schönsten Prunkwagen im Zug

Allerdings der aufwändigste und einer der schönsten Prunkwagen im Zug

Alles in allem, wie schon angeklungen, ein furchtbar langweiliger Zug, der allein deswegen ein paar Perlen aufwies, weil sich dies bei etwa 50 beitragenden Gruppen praktisch nicht vermeiden ließ. Die Ansage des Karnevalsverbands war, gar nicht erst zu versuchen, mit Düsseldorf und Köln zu konkurrieren, sondern etwas ganz eigenes zu versuchen. Dafür steht auch das diesjährige Motto, aber das ist gradezu eine Verleumdung, denn der Gladbacher Straßenkarneval kann durchaus auch lustig und bissig sein, das hat er in vergangenen Jahren immer mal wieder bewiesen. Das Ergebnis ist der langweiligste Zug, den ich bislang in einer Großstadt erlebt habe. Allerdings weiss der sich zu retten: Selbst ein langweiliger Gladbacher Zug weiss die Zuschauer mit Musik und Süßigkeiten bei Laune zu halten.
Und ganz klare Sache: Wenn wir nun an der Talsohle sind, so kann es nur noch aufwärts gehen. Ich hätte offen gestanden nicht übel Lust, eine Gegenveranstaltung aufzumachen, Arbeitstitel „Karneval in lustig!“ Vielleicht jährlich tagsüber zu Silvester als Jahresrückblick, gezielt mit politisch bissigen Wagen und Satire? Etwas, was schon im Konzept jede Bräsigkeit verhindert. Ich meine, Silvester liegt ja auch zwischen Hoppediz‘ Erwachen und Aschermittwoch.

Herr Prisac, übernehmen Sie!

Selbst mit Bildstörung ziehe ich dieses Jahr ganz klar Prisacs Miniatur-Zug vor, der Mann weiss, wie man standesgemäß moppert und dabei unterhält. Das gehört einfach als alleroberstes zu den Dingen, die ich von einem gelungenen Karnevalszug erwarte.

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State of the Städtchen 2015 1 

Wir unterbrechen den üblichen Rhythmus zwischen Weihnachten und Neujahr für die obligatorischen Jahresrück- und -ausblicke

State of the Städtchen

Es gibt keinen Weg um diese Erkenntnis herum: Politisch war 2015 kein gutes Jahr für Mönchengladbach. Seit die GroKo 2014 die Leitung im Stadtrat übernommen hat, geht etliches schief. Die GEM als städtischer Entsorger, deren Rekommunalisierung neben Gründen der Auftragsvergabe auch zwecks direkterer politischer Kontrolle von der Ampel angestoßen wurde, wurde von der GroKo zum Gegenteil gemacht: Jetzt wird der komplette Bereich der Sauberkeit und Entsorgung samt der Grünpflege aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und in ein neues Unternehmen, die „Stadtbetriebe Mönchengladbach“ (ja, die heissen wirklich so aussagelos) eingesetzt. Damit ist die Handlungsfähigkeit der Politik in grade jenem Feld massiv eingeschränkt, das die GroKo immer wieder groß als ihr Hauptziel darstellt, der Sauberkeit der Stadt.
Überhaupt, die „Sauberkeitsoffensive“! Die macht sich derzeit vor allem durch zu hoch aufgehangene Putzlappen nutzlose Plakate bemerkbar, die dazu auffordern, seinen Müll aufzuheben. Und durch zusätzliche Putzeinsätze im Geropark, der dann hübsch aufgeputzt der Presse vorgeführt wird, während ich zugleich aus Stadtteilen wie Lürrip immer wieder Beschwerden höre, die im Geropark eingesetzten Kräfte fehlen dann in den als Peripherie geltenden Stadtteilen. Potemkinsche Sauberkeit, wenn man so will.
Aber kosten darf das. Eine Menge, ein paar Millionen allein um die neuen Stadtbetriebe auszustatten, womit auch immer. Man könnte meinen, die Müllabfuhr habe bislang keine Müllwagen besessen und müsse nun dringend welche besorgen, so viel Geld wird da reingepumpt. Und wo wir schon dabei sind, bauen wir doch auch gleich ein neues Rathaus. Zur Erinnerung: Die Ampel zerbrach damals am — deutlich sinnvolleren, weil der Bildung dienenden — Plan, eine neue Bibliothek zu bauen.
All dies mit Hilfe von Glaskugeleien (Kommunales Investitionsförderungsgesetz) und vor allem Steuererhöhungen. Zugegeben, Steuern hat auch die Ampel erhöht, aber es gibt doch einen großen Unterschied: Die Ampel tat dies ausschließlich, um den Haushalt aus seiner Schieflage zu befreien. In den regelmäßig knallharten Verhandlungen der Ampelfraktionen galt stets die Maxime, dass alle neuen Vorhaben mit Streichungen und Kürzungen bei anderen Vorhaben zu kompensieren waren. Nicht um einen Cent wurde der Haushalt für Projekte zusätzlich belastet, darauf hatten die Ampelpartner einen eifersüchtigen Blick. Das war selten angenehm, aber doch oft gut für die Stadt, denn so konnte ihre Entwicklung eine neue Richtung erhalten, die Stadt begann innerhalb von nur fünf Jahren, ihr Gesicht zu verändern.
Der Nachhall der Ampelzeit sorgt noch für positive Entwicklungen in der Stadt. Wer sich etwa die Neujahrsrede des Oberbürgermeisters anschaut, der findet unter dem Punkte „Aufschwung“ praktisch ausschließlich Vorhaben, die der Politik der Ampel entstammen. Einzig das Pfefferminzhäuschen ist ein noch älteres Vorhaben, welches unter der Ampel zu seinem Abschluss geführt wurde. Selbst das aktuell bejubelte Bevölkerungswachstum läuft schon seit 2012.
Die gegenwärtige politische Situation in MG ist desolat: Die GroKo arbeitet im Grunde als eine Groß-CDU, deren politisches Wirken vor allem von Selbstverliebtheit geprägt ist. Während Parolen wie jene von der Sauberkeitsoffensive angesichts der offenbar werdenden Konzeptlosigkeit dahinter verpuffen, droht der von der Ampel mit Müh und Not gekittete Haushalt sein Ausgleichsziel 2018 zu verfehlen. Die GroKo arbeitet mit hübschen Schlagworten und verlangt dann von der Verwaltung, diese möge doch bitte definieren, was genau es eigentlich ist, was die GroKo fordert (so geschehen zuletzt beim Thema „Demographiemanagement“). Andernorts zerstört man im Namen der Attraktivität der Stadt eben jene Attraktivität, indem man auf Einrichtungen wie den Margarethengarten oder die verbliebenen Grünflächen Wohngebiete setzt, natürlich nur für „gehobenes Wohnen“. Und die Unerwünschten? Die werden vertrieben, ob man dazu nun unerwünschten Gruppen den Aufenthalt an Bushaltestellen untersagt oder gleich das komplette Arbeitslosenzentrum zu schließen droht.
Die SPD hat darin versagt, als Koalitionspartner die politische Arbeit mitzuprägen. Eine Zusammenarbeit hätte diese typischen Erscheinungen einer Alleinherrschaft verhindert und ein symbiotisches Ganzes ergeben können, welches der Stadt insgesamt durchaus nutzen könnte. Doch mit einem SPD-Fraktionsvorsitzenden, der in der Aussenwirkung alles abnickt was die CDU sich so ausdenkt, ist das nicht zu machen. Ebensowenig mit einer Sozialdezernentin Schall, der zum einen mal eben wichtige Teile des Sozialbereichs entzogen wurden um sie Mosaikdezernent Dr. Fischer (Schule, Sport, Freizeit und nun eben auch noch Ausländer) zuzuschustern, die aber zum anderen auch ständig nett die Klappe hält, was auch immer die GroKo macht.
Nein, politisch steht es nicht gut um Mönchengladbach. Es steht desaströs und es droht, nicht besser zu werden.

Inspiratives Potenzial des Horror Vacui

Ja, ich weiss, dass Horror vacui eigentlich das genaue Gegenteil dessen bezeichnet, was der begriff sagt. Ist mir aber wurscht, weiss ja sonst kaum einer, der nicht Kunstgeschichte studiert hat. Wobei, die Begriffsgeschichte, wie die Motivation eines Phänomens zur Bezeichnung des eigentlichen Phänomens wurde… aber lassen wir das. Und ergötzen wir uns auch nicht all zu lange an diesem Zwischentitel. Nicht all zu lang, aber doch ein wenig. So, genug daran gelabt, weiter geht’s.
Tarek Shukrallah findet in der ersten Ausgabe des hervorragenden Gladbacher Jugendmagazins Nix Los die perfekte Umschreibung für das, was ich mit der Überschrift meine:

Mönchengladbach ist, was die Stärke der selbstverwalteten Jugendprojekte angeht, ein wundervolles Beispiel dafür was passiert, wenn eine Stadt sich einen feuchten Kehricht um ihren Nachwuchs kümmert

Wo ein Vakuum ist, da treten jene Kräfte auf, die es zu füllen beginnen.
Mönchengladbach entwickelt eine blühende Kulturszene. Nicht in der städtisch geförderten Kultur wie dem für den Alltag letztlich belanglos gewordenen Theater, das nur einer gewissen Rezipientengruppe vorrangig in einer gesellschaftlichen Oberschicht (oder gehobenen Alters) dient. Sondern unten. Bei den Künstlern, die ihre Objekte auf den Märkten Greta und Claus feilbieten. Bei jenen, die mit Projekten Aufmerksamkeit erregen. Norbert Krauses bundesweit beachtete Aktionen, auch wenn ich deren Besonderheit persönlich oft nicht verstehe. Hannah von Dahlen und das Projekt MG anders sehen mit ihrem Fokus auf den Charme der Details wie auch des Hässlichen. Eine überraschend große Zahl von Schriftstellern der Stadt. Die Kreativen der Hochschule, auch wenn sie nur selten bleiben. Johannes Jansen und die Freimeister mit ihrem großen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Plätzen und Ankern der vielfach vermissten Stadtidentität.
Und so kann ich doch noch positiv vermerken: Diese Stadt hat die Fähigkeit zum Aufbruch. Er muss in der aktuellen Lage von unten kommen, denn dort sitzt aktuell in dieser Stadt das Talent, der Wille, die Kraft. Sieht man in dieser Stadt nach unten, fühlt es sich nach Aufbruch an. Und damit meine ich nicht die Schlaglöcher und schlecht geflickten Kanalarbeiten, wegen derer ich in dieser Stadt als Zweiradfahrer ausschließlich Mountainbike fahre.

Politische KW 24/2015 0 

Meine kleine politische Bilanz der Woche, jeden Sonntag hier im Blog. (Wie immer ausgelassen: Die Fraktionssitzung am Montag mit Vorbesprechung der Woche)

Dienstag

Das Bild ist in Ordnung, die sind leicht schräg. Hoffe ich. (Bild: Lena Zingsheim)

Das Bild ist in Ordnung, die sind halt leicht schräg. Hoffe ich. (Bild: Lena Zingsheim)


Der Dienstag brachte für die Grüne Jugend Mönchengladbach eine neue Satzung, mit der sie auch endlich zur Grünen Jugend NRW gehören kann. Bisher gab es da wegen Differenzen der Satzungen Probleme.
Eine dieser Differenzen war das Höchstalter, was zu der Situation führte, dass ich noch über die neue Satzung abstimmen durfte (bis 35), mit deren Inkrafttreten dann aber nicht mehr (bis 28). Jedenfalls ging alles gut, es gibt somit eine neue Satzung, einen neuen Vorstand und die in Prüfung befindliche Mitgliedschaft als letzter fehlender Kreisverband im Landesverband NRW.

Samstag

Oberkassel auch 2015 wieder voller Räder

Zum Ausgleich des letzten Bildes jetzt einmal in die andere Richtung schwenken, im Durchschnitt passt’s dann wieder halbwegs (Bild: eigen)


Am Samstag ging’s vom Marktplatz Rheydt zur Sternfahrt des ADFC nach Düsseldorf. Dieses Jahr an einem Samstag, was zwar mit dem Düsseldorfer Fahrradtag in den Rheinpromenaden zusammenfiel, aber halt auch viele an der Fahrt hinderte. Dennoch und trotz eines verregneten Starts war die Gladbacher Gruppe, der ich mich anschloss, auf genau 50 Fahrer angewachsen (52 mit den beiden Gladbacherinnen, die uns in Korschenbroich abfingen). Nächstes Mal erwarte ich da aber mehr von den 1.200 Mitfahrern der Gladbacher Sternfahrt ;-) Dann ist auch wieder Sonntag.
Jedenfalls war es wieder eine angenehme Tour (Rheinufertunnel, huiiiiiiiiii!), es gab einiges zu sehen (neben zwei Velomobilen – Alleweder und WAW – fuhren ein Streetstepper, einiges an Liegerädern, ein Rad mit optionalem Handantrieb und einiges mehr mit) und vor allem haben die über 2.000 Radler quer durch Düsseldorf definitiv auf sich aufmerksam machen können.
Das Ziel nach aussen kann bei der Sternfahrt letztlich ja nur sein, zu zeigen: Wir sind viele! Und das hat mal wieder funktioniert.
Nächstes Jahr dann hoffentlich mit dem fahrbereiten Velomobil/Dreirad (je nach Baustufe).

Karstadt Rheydt 1 

Ich sage es heute nicht zum ersten Mal, wenn ich sage, dass Mönchengladbach und Rheydt nur als Doppelzentrum einer Stadt überleben können, wenn sie jeweils eigene Zentren entwickeln. Wenn sie jeweils etwas zu bieten vermögen, was die andere nicht in vergleichbarer Form zu bieten hat.

Karstadt in Rheydt steht in meinen Augen schon lange für eine andere Herangehensweise: Rheydt als verkleinertes Abziehbild von Gladbach. Natürlich ist die (inzwischen bestätigte) Meldung über die Mitte 2016 anstehende Schließung des Hauses ein Schock. Aber wie hilflos die Politik in der Stadt mit Versuchen reagiert, das seit Jahren kriselnde Althergebrachte krampfhaft zu erhalten, ist schon erschreckend und wird Rheydt letztlich auch schaden. Sicher, OB Reiners hat Recht, wenn er auf die Anstrengungen der Stadt zum Erhalt des Kaufhauses verweist und man mag dies für sich betrachtet als Verdienst (wohlgemerkt des vorherigen OB Norbert Bude, des alten Bezirksvorstehers Karl Sasserath und des alten Rates) anerkennen, hier geht es mir aber um größere Zusammenhänge.

Zunehmend scheint mir, Stadtplanung sei in ihren Ansätzen unterkomplex um die Probleme einer mittleren Großstadt mit mehreren Zentren zu behandeln. Bei den ganz großen Städten funktioniert es schon wegen der räumlichen Entfernungen von allein, aber bei den mittelgroßen wie eben Mönchengladbach (oder auch zum Beispiel Wuppertal, das ähnliche Probleme hat) muss eine solche Struktur gepflegt werden.
Dieser Mangel schlägt sich in der Diskussion deutlich nieder: Ständig geht es um „Frequenzbringer“. Da wird davon ausgegangen, dass es nur darum geht, Menschen in die Stadt zu holen. Ob dies nun die Besucher einer Bibliothek, eines Einkaufszentrums, eines Wochenmarkts oder eines Schwimmbades sind, derlei Details gehen im Begriff des Frequenzbringers unter. Doch damit verschwinden eben auch die Auswirkungen der unterschiedlichen Gründe in die Innenstadt zu fahren auf deren Verhalten innerhalb der Innenstadt. Menschen als gleich zu betrachten ist zwar durchaus löblich, wenn wir von Innenstädten und damit von Geschäftsräumen sprechen müssen wir sie aber sehr wohl einteilen, denn hier geht es letzten Endes um Marketing. Was wir brauchen, sind Zielgruppen.

Zielgruppen sind zunächst einmal ein böses Wort aus der Werbewirtschaft. Dabei ist die Aufteilung der Gesellschaft in Zielgruppen durchaus von Vorteil. Denn es ist immer noch besser als die Bedienung des kleinsten gemeinsamen Nenners aller. Natürlich, eine solche Gleichschaltung des Konsums ist für denjenigen einträglich, der es schafft, die Schaltpulte des Kollektivs unter Kontrolle zu bekommen. Doch in eine solche Position kommen nur wenige und für die vielen anderen bleibt dann keine Kundschaft mehr übrig, weil die Nischen im Einheitsbrei untergegangen sind. Sind die Zielgruppen intakt, kann ein Aldi problemlos neben einem Rewe stehen, da beide unterschiedliche Kundschaft anziehen (natürlich mit einer gewissen Überschneidung). Sind die Zielgruppen nicht intakt kommt ein Amazon daher und verleibt sich praktisch den gesamten Online-Versandhandel ein.

Da die Stadtplanung nur den abstrakten Frequenzbringer und die von ihm als Frequenz gebrachte anonyme Menschenmasse kennt, läuft sie zwangsläufig auf die Schaffung einer Struktur wie Amazon hinaus: das Zentrum mit den meisten und kräftigsten Frequenzbringern zieht mit der Zeit nahezu sämtliche Frequenz auf sich, die anderen Zentren gehen langsam unter. Wer hier bestehen will muss sich, hier schließt der Kreis, an eine klar definierte Zielgruppe richten.
Und hier liegt das Problem mit Karstadt: Karstadt ist nichts weiter als ein Kaufhof des Südens. Und mit dem Bau des Pfefferminzhäuschens („Minto“) in Gladbach hat es sein Amazon erhalten. In einer Stadt, in der ein Minto steht, kann kein Karstadt mehr stehen. Wir haben Karstadt umgebracht.

Was jetzt nötig ist, gleicht einer Neugründung der rheydter Innenstadt. Wir müssen den sich abzeichnenden Leerstand als Chance sehen, als Raum zum Füllen. Nicht mit neuen Ladenlokalen, wie dies die EWMG bereits anplant. Das ist nichts weiter als Hospizdienst an einer sterbenskranken Innenstadt. Rheydt braucht etwas neues, was Gladbach nicht hat und was in Gladbach auch kulturell nicht in dieser Form hinpassen würde.

Meinen Vorschlag, den Wochenmarkt im Gebäude unterzubringen und den von der Bevölkerung gut angenommenen Marktplatz ganzwöchig frei zu haben, habe ich ja bereits in den Ring geworfen. Ich halte den Wochenmarkt in Rheydt weiterhin für eine stadtweit in dieser Größe und Qualität einmalige Einrichtung, die viel für ein eigenständiges Profil dieser Innenstadt tun kann. Wochenmärkte sind vor allem für genau jene Zielgruppen interessant, die ungern das Angebot von Shopping-Malls nutzen – beispielsweise die vor einigen Jahren allgegenwärtigen LOHAS. Eine Stärkung des Wochenmarktes ist eine Stärkung Rheydts bei genau jenen Menschen, für die Rheydt potenziell attraktiver ist als Gladbach. Ein wetterunabhängiger Markt in der bestehenden Bebauung wäre eine großartige Entwicklung für den Süden der Stadt.
Ja, auch Gladbach hat Wochenmärkte, aber nichts in Größe und Qualität mit Rheydt vergleichbares. Und das wird es auch nie haben, denn Wochenmärkte sind für die dort zu findenden Zielgruppen beständig weniger attraktiv. Sie werden in Gladbach nicht verschwinden, aber bei Fortführung der aktuellen Trends doch eine deutlich kleinere Rolle spielen. Und das muss durchaus kein Fehler sein, denn wenn Gladbach nicht mehr versucht, alles auf ein Mal zu sein, steckt darin auch für den Norden der Stadt ein eigenes Profil. Und davon profitieren dann beide Hälften der Stadt.

Andere Vorschläge, die mir zwischenzeitlich zu Ohren gekommen sind:

  • Zentralbibliothek in das größere Gebäude in Rheydt verlegen, jetzige Zentralbibliothek zur Stadtteilbibliothek umnutzen – ich sehe jetzt schon so manches Monokel fliegen, aber von den Gebäuden her ist das durchaus eine Überlegung wert. Auch eine Bibliothek ist von den erreichten Zielgruppen sehr weit von einer Mall entfernt
  • Komplettes Gebäude für die Verwaltung nutzen – das birgt für die Stadtverwaltung großes Einsparpotenzial, bringt allerdings für die Innenstadt selber sehr wenig
  • Abreissen – meiner Meinung nach zu teuer
  • Historisches Museum (alte Überlegung von mir) – das Gebäude eignet sich baulich sicher auch als Museum. Da gibt es in Rheydt ja einige Möglichkeiten, wofür man eines bauen könnte: Hugo Junkers, Sportmuseum (man denke an den Vorschlag Olympiabrunnen, Rheydt hat viele bedeutende Sportler hervorgebracht), Goebbels-Mahnstätte…

Wer hat noch weitere Vorschläge? Ich bin gespannt!

Freitägliche Fünf 10.04.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Und an Karfreitag sowieso, da ist das ja vorgeschrieben. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Was lange währt, wird endlich fluffig.

1. Im Gegensatz zu manch anderem Dinofan begeistert mich diese Woche eine neue Studie zur Einordnung der Diplodociden (eine Gruppe langhalsiger Dinosaurier).
Warum? Nun, sie kommt zu dem Ergebnis, die Gattung Apatosaurus wieder aufzuspalten, da einige dieser Gattung zugeschlagene Fossilien zu unterschiedlich seien. Und welche sind das? Der Klassiker aller Dino-Klassiker, der zur Fehlbenennung erklärte Brontosaurus.
Brontosaurus is back, biotches!
Ausserdem kennt meine Rechtschreibprüfung Brontosaurus, aber nicht Apatosaurus. Weniger rote kriggelige Linien für mich! Yay!

2. Vor 300 Millionen Jahren gehörte das heutige Ruhrgebiet zu einem weltweiten System von Sümpfen, in denen die ersten Bäume wuchsen und welche die Basis für die heutigen Steinkohlevorkommen bildeten. Libellen mit 70 cm Spannweite lebten dort, Insekten mit sechs Flügeln, Tausendfüßer von bis zu drei Metern Länge und dazwischen liefen die frühen Amphibien und sogar die ersten echsenartigen Lebewesen herum. Das Karbon-Zeitalter ist ein faszinierender Abschnitt der Erdgeschichte. Ich wollte schon immer mal dort umherlaufen und zumindest virtuell ist das jetzt möglich.
Der Carboniferous Forest Simulator ist ein Projekt des Gelsenkircheners Heiko Achilles. Noch fehlen Tiere und einige Infotexte, aber der voll begehbare karbonifere Wald ist technisch beeindruckend, wunderschön und fremdartig.
Alles, was mir fehlt, ist ein ausreichend leistungsstarker PC, um das Teil selbst laufen zu haben.

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(Eigenwerbungsunverschämtheit: Der in Vorbereitung befindliche Band Flammender Farne der Reihe Meilensteine der Evolution wird in diesen Wäldern spielen)

3. Am letzten Samstag nahm ich folgendes Bild vom Hans-Jonas-Park auf, welches sich schnell in den sozialen Medien und schließlich auch in der Zeitung verbreitete. Das an sich ist erstmal unerfreulich. Also, das Foto, nicht die Verbreitung. Aber was dann geschah, wird dir die Sprache verschl… tschuldigung, kurz in den heftig-Modus gerutscht.
Erstmal das Bild:

Naherholung in MG. Für die Autos


Wir sehen einen Park an einem Hügel, auf dessen Gestaltung die Stadt sich durchaus was einbildet. Da kommen so Begriffe wie „Erholungsfunktion“ oder „Gestaltungsqualität“ in Papieren der Stadtverwaltung darüber. Und nun das. Leider kein aussergewöhnlicher Anblick in dieser Stadt, aber dieses Foto hat dann offenbar doch so manchen erschreckt. Gut so!
Ein so mancher war dann auch der Oberbürgermeister, zu dem das Bild schnell vorgedrungen war und er versprach Abhilfe. Und in der Tat konnte er heute Nachmittag dieses Bild von der Lösung hochladen:

Eine Shiitake-Farm, äh ich meine, kostengünstige Parkhindernisse - Bild: Hans Wilhelm Reiners


Gute schnelle Lösung. So gefällt mir das.

4. Ja, dieses Teil wird wahrscheinlich wie ein Kühlschrank im Wind stehen, wenn man ihn wirklich hinter seinem Fahrrad zieht, aber hey, es ist ein Wohnwagen für’s Fahrrad. Das ist cool.

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Ich hätte die Räder seitlich angebracht und die Wände einklappbar ausgeführt, damit der Anhänger in der Fahrt flacher wird. Aber ich hab halt nicht das Kleingeld, sowas zu entwickeln. Oder, noch wichtiger, das handwerkliche Geschick.

5. Endlich verstehe ich das Problem mit der „Gelesen“-Mitteilung in der Facebook-App. Und ein kleiner Einblick, wie Linguistik funktioniert, ist auch drin.

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Lesebestätigungen in eMails ignoriere ich übrigens grundsätzlich und klicke sie weg.

Rock HQ 0 

Kommen wir zu einem Thema, in dem ich vollständig aussen vor bin: Rock HQ bzw. das ehemalige „Rock am Ring“ im ehemaligen JHQ.
Aussen vor bin ich, weil mich persönlich Festivals nicht groß interessieren. Dass ich es zudem mit Lokalpatriotismus nicht so habe, ist hie rim Blog ja schon bekannt, daher ist es mir auch recht wurscht, ob es nun nach MG kommt oder woanders hin.
Ich sehe mich somit als einigermaßen neutral: Festival völlig okay und ich freue mich, wenn Leute da hin gehen und feiern können, aber man sollte es eben als genau das betrachten: Eine Veranstaltung, die einen Ort braucht.

Essenziell dafür sind zwei Dinge. Erstens, dass der Ort geeignet ist, also beispielsweise Zu- und Abfahrten sowie sonstige Infrastruktur vorhanden sind. Das wird beim JHQ eng, geht aber noch so grade eben, wenn man ein paar Milliönchen investiert, die nie direkt zurückkommen müssen. Das ist in Ordnung, es liegt im Wesen einer Stadt als nicht-privatwirtschaftlicher Einrichtung, auch mal wissentlich Geld ausgeben zu können, dass sich nicht lohnt. Sonst wäre sie eine GmbH, keine Stadt.
Das setzt natürlich voraus, dass die betreffende Stadt dieses Geld auch besitzt, aber übergehen wir dieses kleine Problem mal eben.

Das andere ist, dass der Ort die Veranstaltung auch ertragen kann. Und hier kommen wir zu einem echten Problem.
Das JHQ liegt auf dem Gelände des abgeholzten Rheindahlener Waldes und grenzt an die letzte verbliebene große Waldfläche im Stadtgebiet (Hardter Wald) sowie an bedeutende Schwalm-Zuflüsse mit empfindlichen Biotopen. Nicht ohne Grund finden sich hier Naturschutzgebiete, teilweise mit dem Quellgebiet des Hellbaches solche der höchsten überhaupt vorhandenen Schutzstufe diesseits des Nationalparks.
Es sind also Hunderte in der regel gut angeheiterte Festivalbesucher daran zu hindern, in die empfindlichen Naturschutzgebiete zu pinkeln. Wenn einer sich dort mal erleichtert ist das kein Problem, klar. Aber hier ist der Punkt: Das ist nicht nur einer. Ich glaube, so mancher ist sich noch gar nicht bewusst, wie viel Dreck 100.000 Menschen (insbesondere Zelt-Camper mit ihren Konserven und Getränkedosen) machen, selbst in nur drei Tagen. Aber da es da draussen ja keiner sieht, muss man auch nicht dran denken. Denn dreckig ist immer nur da, wo man es sieht.
Aber wen interessiert das schon, schließlich wird mit dem Versprechen von Ruhm und Reichtum für die Stadt um sich geworfen. Wen interessiert da schon diese doofe Umwelt?
Ach ja, Parken müssen die Besucher übrigens auch irgendwo. Freut euch schonmal darauf, wie das Schrumpfen des Hardter Waldes weitergeht, diesmal um einer trostlosen Abstellfläche à la Nordparkparkplatz zu weichen. Und das alles für drei Tage Festival im Jahr.

Und was hätte MG verloren, wenn das Festival andernorts statt findet? Eigentlich nichts. So groß ist die Bedeutung eines solchen Festivals für eine Stadt nicht, wie sie derzeit geredet wird. Wenn ein Dorf wie Wacken für ein paar Tage das tausendfache seiner Einwohnerzahl empfängt, das ist natürlich ein Faktor. Ich bezweifel nur, dass das Rock HQ mit den für vergleichbare Bedeutung nötigen 20 Millionen Besuchern aufwarten kann.
Also, warum ausgerechnet dort?

Warum nicht zB in die Braunkohlengrube? Das ist noch nicht einmal boshaft gemeint, ich kann mir vorstellen, dass der Sound in der Grube absolut großartig ist, wenn man die Topografie richtig einbaut. Oder auf den Elmpter Militärflughafen, der ohnehin größer ist als das JHQ und auf dem daher alles ginge ohne neues Land zu plätten. Von Mönchengladbach sind es nach Elmpt nur ein paar Minuten, selbst mit dem Fahrrad keine Stunde. Wir hätten nichts verloren, selbst auf der Werbung fürs Fest stünde weiter Mönchengladbach, ähnlich wie beim Fantasialand immer Köln draufsteht, damit jemand das jeweilige Dorf auch einigermaßen auf einer Landkarte findet.

Wir basteln uns ein Hinterzimmer 0 

tl;dr Die ersten Berichte zu den Vorhaben der GroKo in Mönchengladbach lassen schlimmes befürchten. Während der Kooperationsvertrag ein an die Wand genagelter Pudding ist, deutet bereits der Neuzuschnitt der Dezernate eine neue Dimension des rheinischen Klüngels an./tl;dr

Es verwundert schon sehr, was die Tage in einem Artikel der Rheinischen Post zur beabsichtigten Verwaltungsreform der Großen Kooperation (das Wort Koalition meidet man auf kommunaler Ebene) zu lesen ist, insbesondere dieser Teil:

Klar ist, dass der glücklose Baudezernent Andreas Wurff nicht mehr wie bisher für Bauen als auch für Planung in der Stadt verantwortlich sein wird.

Nochmal zum Mitschreiben: Planen und Bauen sollen separate Dezernatszuständigkeiten werden. Die Planung von Struktur, Infrastruktur und gesamtstädtischer Entwicklung wird von den Bauwerken getrennt, aus denen sie nun einmal besteht. Das ist in etwa so, als würde man das Geld vom Euro trennen.

Man muss natürlich alles, was die RP so schreibt, mit etwas Maggi zu sich nehmen. Eine Woche zuvor haben die uns auch noch erzählt, wenn Reiners gewählt würde, gäbe es in MG schwarz-grün. Aber bisher hat zumindest noch niemand dieser Schilderung widersprochen. Andererseits hat sich eben bei der Dezernatsverteilung einiges als unwahr erwiesen. Doch gehen wir vorerst davon aus, dass die Berhauptung einer solchen Aufteilung stimmt und wenigstens vorab in der Diskussion war. Denn dann kommt eine interessante Frage auf: „Warum?“

Ich habe lange darüber nachgedacht, warum man eine solch unsinnige Aufspaltung durchführen sollte. Dass die RP Wurff gerne ohne jegliche Begründung oder erkennbare Basis immer wieder als erfolglos und unbeliebt/umstritten darzustellen versucht, sei dabei mal aussen vor gelassen.
Also fragte ich mich, wo es denn Konflikte oder Reibungen zwischen den Bereichen gegeben hat und… da kommt dann der Speck ans Schwein. Es geht um das Bauen eines gemütlichen Hinterzimmers für die bekannten Nutznießer von, sagen wir mal, guten Kontakten in die politische Führungsebene der Volksparteien. Die bereits in einem anderen Zusammenhang hier negativ angesprochene Achse Jessen/Schrammen. Zuletzt fuhr denen beim Bauen der Planungsbereich in die Parade, als aufgefallen ist, dass dieses Projekt Zielen der Stadtentwicklung (hier: Aufbau eines Gladbachtals) zuwiderläuft und dem Investor die Kosten nötiger Änderungen zu hoch wurden.
Oh, und dann ist da noch das Bauprojekt Kaufland Holt, das sich etwas verzögert hatte, weil fraglich war, ob das Projekt für den Stadtteil überhaupt verträglich ist (eine klassische Frage der Stadtplanung).
Die Liste könnte ich noch ewig lang weiterführen. Der Punkt ist, die meisten solchen Konflikte hätte es gar nicht gegeben, wenn es ein Planungsamt gäbe, dessen Zuständigkeit erst so spät im Prozess läge, dass es der Planung widersprechende Bauvorhaben faktisch nicht mehr in nennenswerter Weise beeinflussen könnte. Und in der Tat ist dies der einzige mögliche Sinn, den ich hinter einer Dezernatsaufspaltung erkennen kann.
Man will so lästige Dinge wie langfristige Perspektive zu Gunsten der Stadt möglichst weit aus den Bauvorhaben heraushalten, damit tief eingeklüngelt erscheinende Bauherren sich möglichst rücksichtslos die Taschen füllen können. Auch wenn ich kein großer Freund allzu folgenreicher Pläne bin, dieses genaue Gegenteil ist genauso falsch. Wer sich dann wundert, wieso Gladbach seit den 80ern beständig an Profil und Attraktivität verliert, der sollte vielleicht noch mal scharf überlegen, ob planloses Gebaue einiger weniger Investoren ohne Rücksicht auf Strukturen, Umgebung oder Entwicklungsziele nicht genau der Grund dafür ist.

Ein Thema, das die Grünen in die Sondierungsgespräche mit der CDU mitnahmen war übrigens Korruptionsbekämpfung.

Wahlnachbetrachtung 2014 4 

Sitzverteilung der 9. Ratsperiode 2014-2020 in MG


Da ist er also, der neue Rat. Ich werde diesem ab dem 1. Juni nicht mehr angehören, ab dem die neue Zusammensetzung gilt. Das ist durchaus okay so, ich schreibe dazu später noch separat etwas.
Jetzt geht es erstmal um die Kommunalwahl in MG, ihr Ergebnis und meine Eindrücke daraus. Die Prozentverschiebungen finde ich letztlich uninteressant, so lange keine Sitzverschiebungen daraus erwachsen, denn allein diese sind für die Abstimmungen im Rat von Bedeutung. Nun denn, die Eindrücke, als da wären, Partei für Partei in absteigender Größe.

CDU
Dass die CDU sich wieder über die 40 Prozent hieven konnte, kann ich mir einzig aus den Verlusten der anderen bürgerlichen Parteien erklären. Das passt auch ins Bild, ist der Zuwachs der CDU doch geringer als es die Verluste bei FDP und FWG sind.
Einzig in Wickrath Land (sprich u.a. Wanlo) sehe ich inhaltliche Gründe für einen CDU-Erfolg, dank (leider) populärer Haltungen zum Segelflugplatz und zu Windkraftanlagen.
Dennoch ist klar zu konstatieren, dass die CDU erheblich gewonnen hat. Es gibt im nächsten Rat keine Mehrheitsoption ohne die CDU, nur schwarz-rot und schwarz-grün können die Stimmenmehrheit von 35 Stimmen erreichen (schwarz-rot 49, schwarz-grün 36).
Korrektur Da fehlte der OB in der Koalitionsberechnung, wie Torben Schultz richtig einwendete. Mit diesem hätte schwarz-rot 50 Stimmen, schwarz-grün je nach Ergebnis der OB-Wahl 36 (Bude) oder 37 (Reiners).

SPD
Die SPD stagniert. Nach der Ampel ohne Verluste dazustehen ist eine beachtliche Leistung. Ich denke, das ist der Arbeit solcher Leute wie Reinhold Schiffers zu verdanken, der als Bezirksvertreter sehr rührig und volksnah auftritt. Dies konnte die teils heftigen Verluste in Oberbürgermeister Budes Umfeld auffangen, die sie sich durch Untätigkeit und allzu auffällige Nähe zu bestimmten Unternehmen (*hust*Jessen*hust*) reiflich verdient hatten.

Grüne
Dass die Grünen im Stadtrat nur einen Sitz verlieren ist für mich die große positive Nachricht des Wahlsonntags. Ich hatte nach den vielen desaströsen Diskussionen der letzten 12 Monate (z. B. Stadtbibliothek) mit dem Verlust von zwei Sitzen gerechnet.
Dass die Grünen jetzt mit Abstand größte der kleinen Fraktionen sind, lässt mich für die Zukunft der Stadt hoffen. Jetzt müssen sie aufpassen, nicht zu staatstragend und „verantwortlich“ aufzutreten und ihren grünen Kern weiterhin zu bewahren. Dann ist bis zur Kommunalwahl 2020 ein ernsthafter Politikwechsel in Mönchengladbach drin.

FDP
Die FDP ist de facto zusammengebrochen. Da Mönchengladbach lange als Hochburg der FDP galt, ist es ein empfindlicher Schlag, mehr als die Hälfte der Ratsmandate einzubüßen und so grade noch den Fraktionsstatus zu behalten.
Es fiel bei Wahlkampfauftritten ständig auf, dass die FDP nicht auf der Höhe der Zeit ist und darauf mit einem Angriff nach vorn reagierte: Wenn schon reaktionär-neoliberale Positionen, dann richtig! Damit wurde sie selbst vielen FDPlern zu neoliberal und verlor auch den Kontakt zu einflussreichen Bewegungen wie der Verkehrswende oder der IG Schürenweg. Dass FDP sich dann ausgerechnet die Themen Verkehr und Schule als Hauptthemen herausnahm, war fatal, waren doch genau dies die Themen, in denen ihr Weltbild sich schon längst am weitesten von der Realität entfernt hatte.

Linke
Dass die Linke ihre drei Sitze halten konnte, ist ein weiteres positives Zeichen für die weitere Zukunft. Sie hat keine der viel beschworenen Protestwähler an so genannte Protestparteien verloren und damit bewiesen, dass ihr Ergebnis genuin politisch ist.

Einzelpersonen
Ganze sechs Parteien sind mit je nur einem Sitz im neuen Rat vertreten. Unter diesen sticht die FWG raus, die zuvor noch eine Fraktion war. Ihre öffentliche Selbstzerlegung war spektakulär und nachdem öffentlich klar wurde, dass diese „Partei“ nicht mehr ist als ein Erich-Oberem-Puppentheater, war’s das. Ich bezweifel, dass die FWG je wieder kommunalpolitische Bedeutung erlangen wird, zumal sie mit Ausnahme von Oberems Sohn eigentlich alle ihre fähigen Köpfe rausgeschmissen oder vergrault hat.
Gar nicht mehr dabei ist das in Mönchengladbach einst mit stolzer Tradition verwurzelte Zentrum. Wenig verwunderlich, ist diese Partei doch zuletzt durch nichts aufgefallen. Dass sie die mit Abstand jüngste Liste hatte, war da wohl mehr ein Zeichen des mangels an erfahrenem Personal denn von Jugend.
Die Piraten haben sich ihren Sitz verdient und dazu gibt es schon fast nicht mehr zu sagen. Wir werden sehen, was das gibt.
Mit NPD und ProNRW sitzen zukünftig wieder zwei Nazis im Stadtrat. Dazu kommen noch die Asozialen für Deutschland, die manche dazu zählen, manche nicht (ich nicht, ich finde sie aus anderen Gründen widerlich, siehe Link). Dass die AfD kommunal weniger als ein Drittel ihres gladbacher Europaergebnisses holt, ist interessant.
Und dann ist da noch das eine Mitglied von Die PARTEI. *tieflufthol* ich finde das furchtbar. Ähnlich furchtbar wie die Präsenz von Nazis. Ich habe nichts gegen Ulas Zabci als Person, ich habe noch nicht einmal etwas gegen die PARTEI als Satiregruppe. Aber wenn eine solche Gruppe zu einer Wahl antritt, finde ich das unmöglich, dafür sind demokratische Wahlen schlichtweg zu wichtig. Wer die Wahl durch eine solche Spaßgruppe „unterwandert“, der macht letztlich die Demokratie an sich lächerlich und trägt somit zum ohnehin schon zunehmend demokratiefeindlichen Diskurs, zu Nichtwählertum und „Die-da-oben“-Gerede bei; der stützt letztlich (ich hoffe unwissentlich) jene antidemokratischen Diskurse, in denen sich Populisten und Nazis festsetzen können.

Fazit
Die Stichwahl des Oberbürgermeisters steht noch aus und ist schwer einzuschätzen. Budes Vorsprung zu Reiners ist hauchdünn und ich denke, am 15. Juni wird es ebenso zu einem Foto-Finish der beiden kommen. Dass Bude im Vergleich zu 2009 heftige Verluste hinnehmen musste, könnte für ihn ein böses Omen sein.
Dessen ungeachtet ist der neue Rat ein ganz brauchbares Ergebnis mit ein paar dunklen Flecken. Er bietet Anlass zu einer Hoffnung für 2020, die für 2014 nie bestanden hat. Die Stadt wird mit einer jessen großen Koalition ein paar unschönen Jahren entgegensehen, aber am Horizont gibt es Anzeichen eines Lichtstreifs. Wollen wir hoffen, dass dieser sich im nächsten Jahrzehnt als Sonnenaufgang entpuppt.
Und nicht zuletzt wird dies begleitet von zunehmender Bewegung ausserhalb der politischen Ebene. Es ist diese Ebene, in die ich meine größten Hoffnungen stecke. Doch auch dazu später mehr, wenn ich über meine eigene politische Zukunftsplanung spreche.

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