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Wir Kinder der Buchhandlung Wackes 1 

Ja, es ist einer dieser Titel mit einer Referenz, in diesem Fall auf Dogenabhängigkeiten. Immerhin geht es um die gefährlichste Droge der Welt: Bücher! An ihr sind schon ganze Gesellschaften zerbrochen — zumeist solche, die allerdings niemand vermisst.
Zum Ende der Buchhandlung Wackes (und anderer) in der Stadt hatte ich ja schon ein Mal geschrieben, aber diese Woche kam die Schließung von Wackes nun und ich nehme das zum Anlass für einen Rückblick. Immerhin passt das Logo des weiterhin existierenden Onlineshops der Buchhandlung so schön in die Farbgestaltung meiner Seite.

Es ist ein Rückblick in Dingen. Aber in Dingen von Bedeutung. Denn zu Büchern ohne Bedeutung habe ich vor geraumer Zeit schon geschrieben. Und ich bin halt erst fertig, wenn ich mir in jeder Kategorie Feinde gemacht habe.
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Haus ohne Bücher 0 

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken

Wann um Himmelswillen man einen Blogbeitrag mit Hermann Hesse anfängt? Nun, hauptsächlich, wenn man zum Setzen einer Stimmung ein gutes Zitat über Bücher braucht. Aber setzen wirdoch mal eine andere Stimmung, bevor ich zum Punkt komme:

Das Ende des Stern-Verlags im Düsseldorfer Karneval 2016


Zu Amazon später mehr. Das ist eine gerne mit Pieken malträtierte Windmühle, deren Bekämpfung an den wahren Problemen vorbeigeht.
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Kuckt mehr Bilder! 0 

Bilder anzuschauen genießt einen schlechten Ruf im Bildungsbürgertum. Das gilt insbesondere für Statistiken, denen der Ruf anhaftet, ohnehin alle gefälscht zu sein. Doch oft ist die Statistik das Beste am ganzen Artikel. Das ist mir zuletzt bei mehreren Artikeln massiv aufgefallen. Daher nun ein kleiner Ausflug in die Wahrheit von Grafiken, die der Text so nicht zeigt.

Quelle: tylervigen.com

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Der Monat, in dem ich eine Bibliothek war 1 

Einen Beitrag zum Start der kleinen Präsenzbibliothek mönchengladbacher Autoren gab es ja schon. Nun folgt, wie einige es vielleicht von Softwareentwicklern kennen, das so genannte Postmortem oder auch Fazit.
Die Stühle und Tische stehen wieder in einer Scheune in Wanlo, die Bücher und Materialien sind wieder bei ihren Verfassern und Verlagen (ein paar, für die es noch keine Gelegenheit zum Abholen gab, sind noch bei mir), die Schlüssel sind wieder beim Vermieter, die Schauzeitdeko auf den Fenstern hat den Kampf mit einem Ceranfeldschaber verloren, die Flecken vom Abziehen der Powerstrips sind überstrichen. Es ist Zeit.
Das ist schon richtig so, die Bibliothek sollte nie länger als einen Monat laufen damit sie einen gewissen Eventcharakter erhält.

Raum mit gestapelten Stühlen in der Ecke

Dass ich aufräumen kann, glaubt mir meine Mutter übrigens bis heute nicht. Vielleicht ändert dieses Foto etwas daran

Zeit und Ort

Wenn ein Ladenlokal lange leersteht, hat das oft einen guten Grund. In unserem Fall haben wir ein eigentlich wunderbares kleines Lokal erhalten: Guter Zuschnitt, viel Glasfront zum Reinschauen, eine große Glasdoppeltür, die man trotz der „Ziehen“-Aufschrift auch nach innen öffnen konnte (wirkt einladender), ein kleiner Lageraum mit eingebautem Regal, schon nicht schlecht. Gut, es gab keine Toiletten, keine Küche und im Türrahmen zum Lagerraum war keine Tür (wir haben dann ein Rollup davorgestellt, das dafür wie geschaffen war), aber das ist dem Besuch in der Regel alles nicht annähernd so wichtig wie dem Personal. Oh, und mein Handy hat zu meiner Überraschung automatisch ein großes Bild zusammengesetzt, als ich das Ladenlokal abfotografiert habe. Das sich dann dank des Kachelbodens sehr gut anhand des Fotos vermessen ließ.

Übersichtsbild über das Ladenlokal

Heute bastelt sie Bilder zusammen, morgen übernimmt die KI die Welt

Das hieß aber auch, dass die Probleme mit dem Laden extern waren und sich nicht so gut aus ihm selbst heraus lösen ließen. Er befand sich eben in einer Passage mit viel Leerstand rundherum, ein gutes Stück von der Straße entfernt. Die Passage war gut durchlaufen, aber das waren fast alles Leute, die zu ihren Autos im Parkhaus am anderen Ende wollten und entsprechend nicht anhielten, um mal reinzuschauen.
Hinzu kam, dass der September nicht unbedingt der ideale Monat ist, um Autoren zu einer größeren Veranstaltung zu organisieren. Die Verlage und ihre Werbeabteilungen arbeiten just in dieser Zeit mit Hochdruck, um perfekt auf die größte und älteste Buchmesse der Welt vorbereitet zu sein. Und für mich war das Timing auch etwas stressig, da es zu einer Überschneidung mit einem politischen Ereignis erhöhter Priorität kam. Und in die eigentlich notwendige Vorbereitungszeit kam mein einmonatiger Ausfall nach einem Fahrradunfall.
Am Ort macht man so schnell nichts, der ist wie er ist. Und bei der Zeit: Pech halt, das war nunmal der Zeitraum der Schauzeit. Und in diesem Kontext haben wir schon einiges auf die Beine gestellt.
Es kamen jetzt keine Massen, aber doch immer mal wieder jemand. Als ich einen der Stühle mit einem kleinen Tisch mit Büchern und Flyern nach draussen gestellt habe, wurde das auch ein bisschen mehr. Und bei den Lesungen am Blumensonntag in Rheydt sowie später nochmal bei einer Führung seitens des Quartiersmanagments durch die Schauzeit-Läden war die Bibliothek sogar richtig voll. Eine zweite Lesung zum Abschluss hat nicht mehr geklappt. Da hatte ich auch erst am 29. die Erkenntnis, dass am 3. Oktober ja Feiertag war und dieser auf einen Dienstag fiel &emdash; entsprechend viele nutzten das lange Wochenende für Ausflüge und waren dann am 30. September natürlich schon unterwegs. Es sei ihnen vergönnt.
Hinzu kam das sehr wertvolle Presseecho. Ein wirklich großer Artikel mit Foto in der Rheinischen Post, ein Besuch vom Lokalradio, ein paar Aufnahmen für den WDR, große Unterstützung in den sozialen Medien auch durch andere Gruppen der Kulturszene, das war schon super. Ihr glaubt nicht, wie viel sowas wert ist. Ich hatte auch mit ein paar Leuten gesprochen, die nun überlegen, die Idee mitzunehmen. Sollte also demnächst etwas ähnliches in Krefeld oder dem Kreis Neuss auftauchen, wisst ihr, woher es kommt.
Ich bin für den kurzen Zeitraum und für dieses Konzept zufrieden.

Ein paar Einsichten zu Rheydt

Zunächst ein positives Fazit: Ich glaube aus den Erfahrungen und mit Berücksichtigung der schlechten Standortbedingungen, dass ein klassischer inhabergeführter Buchladen in Rheydt Potenzial hätte. Ich werde den nicht führen (Buchhandel ist verdammt komplex und ich habe nicht die Zeit, sowas aufzubauen), aber es ist doch eine gute Erkenntnis. Da wird niemand reich von, aber es sollte funktionieren. Denn Rheydt fehlt ein solcher Laden – die Mayersche als Kette und das Paperback als modernes Antiquariat bedienen doch ein anderes Publikum. Dies auch im Vergleich zu Alt-Gladbach, wo drei klassische Buchhandlungen, eine Mayersche (sowie zeitweilig auch noch je ein Bertelsmann und Weltbild) und ein Antiquariat Platz finden.
ich muss aber auch zugeben, dass das Publikum in Rheydt etwas schwieriger ist. Ich mag das Wort „bildungsfern“ nicht, aber es passt halt so gut auf die mehrfach gehörte Kritik seitens der Rheydter, das vielfältige Angebot der Schauzeit sei doch nur „Kunst und Krempel“. Natürlich, es ist Kunst und Krempel, aber genau davon lebt eine Innenstadt doch. Ein Aldi kann überall stehen und ist auch überall gleich. Den Charme, das Besondere einer Stadt machen die Einrichtungen aus, die man eben nicht braucht. Kunst und Krempel.
An dieser Sichtweise muss eine Belebung Rheydts ganz einfach vorbei. Aber vielleicht ist es einfach nur eine besonders lautstarke Stimme, die nichts zu bedeuten hat. Denn auch wenn längst nicht alle Schauzeitler ein sehr gutes Ergebnis reingeholt haben (es war ja auch nur ein einziger Monat und Kultur ist wirtschaftlich üblicherweise ein Stammkundengeschäft), ich sehe die Gesamtbilanz positiv. Es gibt ein Potenzial, auch wenn es nicht so groß ist wie es vielleicht in Gladbach ist.
Aber man darf dabei auch nicht vergessen: Wäre Kultur ein Obstbaum, es müsste ein Schildchen dranhängen, auf dem „selbstfruchtbar“ steht. Kultur bildet immer einen Kontext für weitere Kultur in ihrem Windschatten. Da geht was.

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Zur Erinnerung, unsere kleine Keimzelle, hier noch ohne Stuhl vor der Tür

Fortsetzung folgt(?)

In das Ladenlokal zieht am Montag eine Gruppe namens Die Wollmäuse, bei denen es sich vermutlich um keinen der beiden Google-Treffer zu dem Namen handelt, da diese beide schon geografisch wenig mit Mönchengladbach oder dem Niederrhein zu tun haben. Mit Schriftstellerei aber eher weniger.
Wie es für uns als Kollektiv lokaler Autoren nun weitergeht, werden wir mit der Zeit sehen. Alle Beteiligten haben jetzt Zugriff auf den offenen Verteiler mit den eMail-Adressen der anderen und wenn es mal wieder eine Idee für eine Aktion gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir in der ein oder anderen Konstellation (nicht alle haben immer Zeit) mal wieder was auf die Beine stellen. Ich habe da bereits ein paar Ideen, aus denen 2018 etwas erwachsen könnte – der Rest von 2017 wird langsam etwas kurz und ist schon deswegen bei den meisten ziemlich voll, weil die Zeit zwischen Frankfurter Buchmesse und Neujahr einfach immer eine extrem ausgefüllte Saison für fast alle Kreativen ist.
So oder so, der Kontakt ist da und wird mit Sicherheit noch einiges hervorbringen. Wie es sich bei der schreibenden Zunft gehört, machen wir das natürlich spannend. In der Zwischenzeit könnt ihr ja zum Beispiel der Farbe, mit der ich die Hinterlassenschaften der Powerstrips, mit denen die Infotafeln angebracht waren, repariert habe, beim Trocknen zusehen und vorher noch diesen Bandwurmsatz, den ihr jetzt grade lest, auseinanderbasteln.

Wand mit trocknender Farbe

Wir Gladbacher AutorInnen wissen halt, wie man Spannung erzeugt

Nochmal vielen Dank an alle Beteiligten, insbesondere jene, die aktiv beim Aufbau geholfen haben und hin und wieder mit im Laden waren. Es war mir eine Freude, euch kennengelernt und mit euch gearbeitet zu haben.

Schauzeit’n mer mal 2 

Seit Samstag gibt es für einen Monat in der Ring-Passage (Friedrich-Ebert-Straße 53-55 in Rheydt) eine kleine Verweilbibliothek, gefüllt mit Werken von Schriftstellern aus ganz Mönchengladbach, betrieben von eben jenen Autoren.
Und hier ist ihre Geschichte.

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Getane Arbeit, einladender Raum, unsere kleine Bibliothek

Etwas Vorgeschichte

Ich glaube, es ist nun zwei Jahre her, dass sich für einen Monat drei Autoren aus Mönchengladbach in den Bestsellerlisten die Hand gaben. Charlotte Roche, Walter Moers und Rebecca Gablé waren das damals. Dadurch und bei der täglichen Recherche für eBooks für lau fiel mir das Potenzial der hiesigen Schriftstellerszene ins Auge. Und so entstand die Idee, dieses Potenzial in Form einer kleinen Verweilbibliothek zu präsentieren.
Der erste Gedanke lief auf einen großen Pavillon mit Regalen und Sitzgelegenheiten auf dem Eine-Stadt-Fest hinaus. Das sollte neben der Präsentation der Bücher auch dazu dienen, dieser etwas charakterarmen Veranstaltung mehr Besonderheit, mehr Bezug zur Stadt zu geben. Denn ich finde, ein solches Fest mit ausdrücklichem Bezug zu dieser und keiner anderen Stadt sollte mehr sein als ein Doppel aus „Fressmeile“ und Kunstmarkt. Es sollte ein Schaufenster der Stadt sein, auf dem es auch Dinge gab, die es anderswo nicht gab. Dazu sollte die Bibliothek Anstoß geben, zu einer Art Messe, die aber mehr Fest- als klassischen Messecharakter hatte.
2016 verpasste ich den Termin für eine Anmeldung, 2017 dagegen bot sich überraschend eine andere Möglichkeit: Die Schauzeit in Rheydt sollte wiederholt werden. Bei der Schauzeit erhalten Kreative für einen Monat ein leerstehendes Ladenlokal, welches sie dann mit Leben füllen. Das war erstmals 2015 durchgeführt worden und damals ein großer Erfolg. Einige blieben sogar, allen voran das Kollektiv in der Harmonie 20 mit Wohnaccessoires und Schmuck.
Der Vorteil der Schauzeit: Für einen geringen Betrag gab es nicht nur einen Platz und einen Kontext samt Werbung für die Maßnahmen, sondern auch noch ein festes Dach über dem Ganzen statt eines immer sehr wetterabhängigen Pavillons oder ähnlichem.

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! - Bild: Schauzeit Rheydt

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! – Bild: Schauzeit Rheydt

Das Kollektiv

Im Frühsommer begann ich, mir bekannte lokale Autoren anzuschreiben, ob grundsätzlich Interesse an so einer Aktion bestand. Die Reaktionen waren durchgehend positiv. Ich hatte damit gerechnet, dass viele kein Interesse daran hatten, ihre Werke frei zum Lesen zur Verfügung zu stellen, doch das war kein Problem. Im Gegenteil, das Angebot, hier auch einen Verkauf zu organisieren, ließ ich schnell wieder fallen – zu kompliziert, zu riskant, zu teuer und den regulären Buchhandel wollte auch niemand verärgern.
Auch wenn mir im Juli ein Fahrradunfall ins Konzept schlug, durch den ich zeitweise meine Arme kaum einsetzen konnte, wodurch ich einen Monat der Vorbereitung verlor, lud ich Anfang August zu einem ersten Treffen ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein Dutzend Autoren kontaktiert, von denen 10 positiv geantwortet hatten. Sechs davon trafen sich am ersten Augustwochenende im Café van Dooren. Es war ein sehr angenehmes Treffen, bei dem wir entschieden, die Idee trotz der etwas knappen Zeit weiter zu verfolgen und weitere Kollegen zu kontaktieren.
Die Bewerbung des Projekts beim Quartiersmanagement Rheydt war da wegen der Fristen bereits rausgegangen. Ich hatte sie persönlich dort vorbeigebracht, wie ich es bei Empfängern im Stadtgebiet eigentlich immer tue. Dabei hatte ich mich auch schon mit der anwesenden Mitarbeiterin (Ich glaube, es war Birte Jürgens) unterhalten und sie war sehr angetan von dem Projekt, da es neben den anderen Schauzeit-Projekten etwas ganz anderes war, was es so noch nicht gab. Das sah die Jury der Schauzeit offenbar genauso und so erhielt das Projekt den Zuschlag und kam in einem Ladenlokal in der Ring-Passage unter, einer Verbindung zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und einem Parkhaus an der Wilhelm-Schiffer-Straße.

Das Ladenlokal

30 Quadratmeter Glaskasten in einer Passage waren es, die wir da zugeteilt bekommen hatten. Zwar sind Standorte in Passagen immer schwierig, denn da muss ja überhaupt erstmal jemand reinkommen, aber dafür lag das Ladenlokal genau im Sichtfeld aller, die durch die Passage in Richtung Parkhaus wollten. Die große Glasfront und weite Doppeltür sorgten für eine einladend offene Atmosphäre. Einrichtung gab es nicht, wenn man eine Heizung an der Wand mal ignoriert. Nichtmal eine Tür zum kleinen Lagerraum war vorhanden, da gähnte das Loch eines einsamen Türrahmens.
Bei einem Besuch des Lokals mit Thomas Maria Claßen entstand dann das Konzept für den Raum: Er hatte noch ein paar Stühle da. Die klassisch-hässlichen weissen Plastikgartenstühle sahen zwar für sich nicht aus, aber wenn man sie mit Decken überwarf, wirkte das schon wieder ganz anders. Wegen der knappen Zeit führte das zu…

Tag X

Am 2. September war vieles noch im Fluss. Thomas Maria Claßen hatte Lesezeichen und Plakate entworfen sowie Aushänge für jeden Titel, der in der kleinen Bibliothek vorlag. Das war alles in einheitlichem Design mit der Wortmarke „Buchaktiv“ gestaltet worden. Inzwischen war die Gruppe auf 19 Leute angewachsen, obwohl ich definitiv noch einige anzusprechen vergessen oder verpasst habe, denn es gibt wie angedeutet wirklich viele Schreibende in und aus der Stadt. Eine Besonderheit war noch Günter Seuren, unsere einzige Leiche im Team, da ich in den Vorbereitungen erfuhr, dass eine Freundin von mir seine Nachlassverwalterin war. Ich hatte noch am Donnerstag zuvor eine kleine Tour durch die Buchläden der Stadt gemacht, um dort Werbematerial einzusammeln. Denn wir verkaufen schlussendlich nicht, aber wenn jemand ein Buch kaufen möchte, verweisen wir sie natürlich an den lokalen Buchhandel. Ebenfalls am Donnerstag zuvor trafen sich wiederum sieben Autoren für ein erstes Promofoto für die Schauzeit.

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen - Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Wer halt grade rechtzeitig da war: Jutta Profijt, Karl-Heinz Thifessen, Anja Wedershoven, ich selbst, Susanne Goga und Carsten Steenbergen – Bild: Barbara Schwinges/Quartiersmanagement Rheydt

Jedenfalls begann der 2. September früh. Um acht Uhr morgens fuhren Thomas und ich zu einer Scheune in Wanlo, um besagte Stühle zu holen. Und so trugen wir 22 alte Plastikstühle aus dem Dachstuhl einer Scheune die Treppen runter, staubten uns dabei gründlichst ein, verteilten sie in einem Pkw-Anhänger und verteilten sie im Ladenlokal. Das war alles erstmal hübsch hässlich, da galt es noch nachzuarbeiten. Es galt, Stühle zu putzen und jene, die gar nicht mehr in so einem Rahmen vorzeigbar waren, auszusortieren und für Notfälle (und Lesungen) in den Lagerraum zu stellen. Da waren dann auch Inge Jansen und Susanne Goga tatkräftig dabei.

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Bevor eine Baustelle fertig wird, wird es halt immer erstmal hässlich

Unterdessen machte sich Andrea Rings kurzfristig an einen Ersatz für die nicht ganz gelungene Idee mit den Decken: Sie schnitt aus Stoffen (ja, das sind in der Tat Reste von Vorhängen) Überwürfe für die Stühle und die als Beistelltische verwendeten Hocker zurecht. Das Ergebnis hat auf jeden Fall etwas sehr gemütliches, wohnzimmerhaftes. Was vermutlich auf die Vorhänge zurückgeht.
Regale gibt es keine, die Bücher verteilen sich über Stühle und Tische. Wer lesen möchte, nimmt sich ein Buch, legt die übrigen in den nächsten Stuhl und kann sich dann hinsetzen. Auch das trägt zur offenen Atmosphäre der kleinen Bibliothek bei.

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Genug Lesematerial für alle und überraschend gemütliche Stühle, die perfekte Bibliothekseinrichtung

Reaktion

Ich kann die Reaktionen einfach nur super nennen. Alle fanden die Idee gut, auch die Buchhändler. Die Bibliothek hat auf die Aktion verwiesen, ebenso die MGMG, natürlich die Schauzeit und noch einige andere (ich habe ehrlich gesagt irgendwann den Überblick verloren) und wir fanden eigentlich in jedem Artikel zur Eröffnung der Schauzeit noch einmal Erwähnung, eben weil wir herausstachen. Literatur hat als Kunstform das Manko, sich nicht so sehr für die Form der Galerie zu eignen, was einen solchen Ansatz zu einer Besonderheit macht.
So waren denn auch am Montag nach der Eröffnung die Rheinische Post und der WDR vor Ort. Der WDR brachte seine Aufnahmen am Rande eines Kurzberichts über die Gesamtveranstaltung Schauzeit unter (ab 12:50), die Rheinische Post brachte einen großformatigen eigenen Artikel zu der Bibliothek, nachdem sie am Tag zuvor schon über die Eröffnung der Schauzeit berichtet hatte.
Kommenden Sonntag wird es von 13 bis 17 Uhr Lesungen geben, da bin ich mal sehr auf die Resonanz gespannt.
Ich denke, wir Autoren werden nach dieser Aktion auf jeden Fall in Kontakt bleiben und sicherlich wird es in Zukunft auch mal wieder andere Aktionen und Treffen geben. Wie ich den Autoren schon in meinem Anschreiben sagte, was weitere Formate und Ideen innerhalb des Konzepts betraf: „Wir sind schließlich Kreative, uns fällt sicher noch mehr ein.“

Die Bibliothek der Mönchengladbacher ist im September jeden Mittwoch bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr, am 09.09. (Blumensonntag) von 11 bis 18 Uhr sowie am 17.09. (Tag des offenen Ateliers) von 11 bis 15 Uhr geöffnet.
Die vertretenen Autoren sind Vera Anders (Belletristik), Thomas Maria Claßen (Krimi), Thomas R. Diehl (Science-Fiction und Sachbuch), Ansgar & Nadine Fabri (Krimi), Sabine Fischer (Romantik), Susanne Goga (Krimi), Kirstin Grabowski (Kinderbuch), Nicola Grosch (Kinderbuch), Inge Jansen (Romane zum Thema Sucht), Arnold Küsters (Krimi), Jutta Profijt (Krimi), Andrea Rings (Jugendroman), Günter Seuren (Belletristik), Carsten Steenbergen (Science-Fiction und Thriller), Karl-Heinz Thifessen (Historische Geschichten), Anja Wedershoven (Familienroman) und Moritz Wigand (Kolumnen). Dabei gewesen wären, wenn sie nicht aus verschiedenen Gründen verhindert gewesen wären, Rebecca Gablé, Fee Grupe, Paul Sonn und Karin Welters. Und ja, in Gladbach werden sehr viele Krimis geschrieben. Wobei man bei einigen auch Titel aus anderen Genres findet – Jutta Profijts Möhrchenprinz und Kirstin Grabowskis Grenzsteine einer Liebe etwa.

10G30T 1: Invasiv 2 

„10 Geschichten in 30 Tagen“ oder eben kurz: #10G30T ist eine von Annika Bühnemann angestoßene Herausforderung, im Juni eben jene 10 Geschichten zu schreiben. Im Fall von Invasiv schlage ich als zweite Fliege mit dieser Klappe die dieswöchige Flash-Fiction-Challenge von Chuck Wendig, eine Flash Fiction über eine invasive Spezies zu schreiben. Gut, meine Auslegung des Begriffs invasiv war wohl eher nicht,was gemeint war und die hier ist etwas sehr kurz geraten, aber dafür folgt es am Mittwoch auch noch eine englische Version drüben im englischen Blog.
10g30t

Invasiv

„Sagen Sie, Herr Sammer, schlafen Sie zufällig auf der Seite?“
„Ja, aber ich glaube nicht, dass der Arm einfach nur eingeschlafen ist. Dafür geht das jetzt schon zu lange.“
Doktor Gern sah sich erneut intensiv die Unterseite von Georgs Arm an. Sein Blick war vom Unterarm, in dem das Problem lag, zu seiner Achsel gewandert, in der er etwas zu sehen schien.
„Das meine ich auch nicht. Sie haben hier eine auffällige Verletzung. Liegen Sie auf der linken Seite?“
„Ja. Verletzung?“
„Fast kreisrund, sehr frisch. Sie sagten, ihr Arm fühle sich extrem leicht an und die Feinmotorik sei stark eingeschränkt. Ist dort vielleicht Flüssgkeit ausgetreten, hatten Sie irgendwelche Verfärbungen in der Matratze?“
„Nicht, dass ich wüsste. Kommt sowas vor?“
„Bisher nicht, aber in diesem Monat sind Sie schon der Fünfte mit diesen Symptomen. Die Röntgenaufnahme müsste gleich kommen, dann kann ich sicher sein.“
Fast aufs Stichwort kam eine Assistentin in den Raum, eine zusammengerollte Röntgenaufnahme unter dem Arm. Sie hing es an die beleuchtete Wand im Untersuchungszimmer. Eindeutig ein Arm. Einer der Unterarmknochen schien gegenüber dne leuchtend hellen anderen Knochen etwas blass.
„Wie ich es mir dachte“, sagte der Arzt, ging noch einmal zu der Aufnahme herüber, um sie sich näher anzusehen, kam mit sicherem Blick zurück, ergriff Georg Sammers Arm und schlug ihn auf die Tischkante.
Er konnte hören, wie seine Elle zerbarst, aber der Schmerz war nicht mehr als bei einem Schlag mit der flachen Hand auf die Haut.
„Sind Sie bescheuert?! Sie sollen meinen Arm in Ordnung bringen, nicht zerstören!“
„Und genau das habe ich getan. Ist Ihnen nichts aufgefallen? Es hat nicht weh getan, oder?“
„Nicht wirklich“, erwiderte er verdutzt.
„Sehen Sie sich mal die Aufnahme an, fällt Ihnen etwas auf?“
„Einer der Knochen ist sehr blass.“
„Sehen Sie genauer hin!“
„Ich sehe nichts Besonderes.“
„Nicht? Dann ist es vermutlich normal, dass von Ihrer Ulna sechs Strahlen zu den Seiten und zwei in die Hand ausgehen?“
„Sie sind der Arzt. Sagen Sie‘s mir.“
„Nein, es ist nicht normal. Die meisten Knochen haben keine Beine und Fühler.“
„Keine was?“
„Keine Beine und Fühler. Sehen Sie, Sie haben einen parasitären Phasmiden. Hatten, jetzt dürfte er tot sein. Wir holen die Stücke des toten Phasmiden gleich raus.“
„Ich habe einen was?“
„Einen parasitären Phasmiden. Eine Stabheuschrecke, die es sich in den Gliedmaßen gemütlich macht, dort jahrelang vom Blut des Opfers lebt und dafür einen der dortigen Knochen ersetzt. Fiese Sache aus den Tropen, kommt mit dem Klimawandel hier hoch.“
Und das ist die Geschichte, wie Ludwig Sammer seinen Sohn davon überzeugte, doch noch das Familienunternehmen als Kammerjäger zu übernehmen. Mit der Hilfe eines befreundeten Arztes und einiger Gen-Ingenieure. Und wie er einen neuen Schrecken in die Welt brachte, der die Menschen vom Schlafen abhielt. Irgendwas ist ja immer.

ENDE

Das große Felgensterben hat begonnen 1 

Es ist ein paar Tage her, dass ich zuletzt ein deutschsprachiges Buch hier vorgestellt habe. Zweieinhalb Jahre, um genau zu sein. Und diesmal ist es noch nicht mal von mir, sondern von einem Freund in einem Genre, dass es von mir bisher noch nicht gegeben hat: Krimi! Regio-Krimi, Fahrradkrimi, Krimi mit so mancher Leiche. Und doch gibt es eine kleine Gemeinsamkeit: Sowohl in meinem aktuell letzten deutschsprachigen Buch Khamel als auch in Thomas Claßens Felgenkiller gibt es ein Mönchengladbach, das nicht so heisst – sei es nun Kalmrill oder Grawenhorst.
Doch eins nach dem anderen:

Felgenkiller-Das-BuchIn „der niederrheinischen Großstadt Grawenhorst“ sterben mehrfach Radfahrer auf Touren. Der ein oder andere wird an der Gestaltung des Zwischentitels bemerkt haben, dass dies kein unblutiger Krimi ist, es gibt durchaus mehr als eine Leiche.
Ebenso gibt es natürlich mehr als einen Verdächtigen, darunter Protagonist Manni, der bald selbst nachforscht. Und natürlich ausreichend Spuren und Überraschungen, um die Spannung für 308 Seiten zu halten.

Inspiriert hat Thomas dazu die Tatsache, dass unter all den Krimis, die ständig im Deutschen erscheinen, kein Fahrradkrimi zu finden war. Dies fiel ihm angesichts des Pferdesportkrimis eines Freundes (Aufs falsche Pferd gesetzt von Ulli Holst) auf und so begab er sich an Felgenkiller. Übrigens hatte ich Thomas eine Weile im Verdacht, Ulli Holst zu sein, der ja offen als Pseudonym auftritt. Nun, er war es nicht, aber dafür gibt es jetzt einen Krimi von ihm unter eigenem Namen — darüber mag ich mich nun wirklich nicht beklagen.
felgenkillerUnd tatsächlich: Während Pferdekrimis ein eigenes kleines Subgenre mit immerhin 13 Einträgen bilden, gibt es selbst in der vielfältigen Selbstverlegerszene kaum Krimis mit einer Verbindung zum Fahrrad. Und Felgenkiller ist der einzige mir bekannte, wo nicht Ermittler oder Täter auf dem Rad kommen, sondern die Opfer, somit Radfahren tatsächlich zum thematischen Mittelpunkt der Handlung wird.
Auf dass das Fahrrad mehr literarische Beachtung erhält! Und wenn ich mit meinem eigenen Projekt im Radbereich jemals vorankomme übrigens auch ludische, aber das ist ein anderes Thema für ein andermal.

Kaufen? Kaufen!

Felgenkiller von Thomas Maria Claßen ist seit gestern für 12 € als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich (wie gesagt, ich habe für diesen Blogbeitrag einen Feiertag übersehen), zum Beispiel diesen Buchhandlungen in NRW und Roermond (NL) und bei Amazon.
ISBN 978-3-9611123-1-9
Mehr Informationen auf der Webseite des Buchs und der Facebook-Seite des Autors.

eBook-Wiederbelebung nach fünf Jahren 1 

November 2011 begann ich meine eBook-„Karriere“ mit einem kurzen Ratgeber: Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie, warum hieß er, ein Buch über das Coverdesign für eBooks angesichts der damals im deutschsprachigen Raum grade erst beginnenden eBook-Welle.
Sicher eine seltsame Wahl für ein Erstlingswerk, aber so kam es damals halt, weitere Titel folgten im Jahr danach und seitdem immer mal wieder.
In letzter Zeit überlegte ich,was ich mit dem alten Buch machen sollte. Es war fraglos veraltet und Verkäufe waren längst nicht mehr so pralle, ich dachte daran, es aus dem Verkauf zu nehmen. Doch es kam anders. Im Dezember 2016 kam eine eMail von Amazon, ob ich grundsätzlich zustimmen würde, wenn Amazon den Preis des Titels für eine kurze Zeit im Rahmen einer Aktion heruntersetzen würde. Als mein einziger Amazon-exklusiver Titel in Deutsch kam dafür nur dieses meiner Bücher in Frage. Ich stimmte zu und Ende Januar kam die Mitteilung von Amazon, das Buch würde vom 1. bis zum 8. Februar (jeweils 12:00 Uhr mittags) auf 0,89 € runtergesetzt.

Aktualisierung

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Beispielseite aus dem Buch mit leicht veraltetem Text zur Gestaltung der Perry-Rhodan-Serie

Das brachte einen gewissen Druck mit sich. Dieses Cover ist Müll! sollte eigentlich schon letztes Jahr aktualisiert werden, eines der Opfer des Computercrashs vom Februar. Wie gesagt, es ist in den letzten fast fünf Jahren merklich veraltet. Beispielsweise empfiehlt das Buch die Website Elfwood, die 2014 abgeschaltet wurde. Links ist ein Beispiel, das die Gestaltung der Serie anspricht. Diese ist inzwischen deutlich verändert worden.
Also habe ich das Buch die letzten zwei Tage überholt. Einige Informationen tauschte ich aus, andere beließ ich, etwa die Ausführungen zu Perry Rhodan, da diese von ihrem Alter nicht negativ beeinflusst wurden. Zugleich überholte ich die Sprache an vielen Stellen, wenn auch nicht systematisch im ganzen Manuskript. Mir fiel auch auf, dass ich im ursprünglichen Text viele Dinge angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt habe und ergänzte nun entsprechende Textstellen.
Es war wichtig, das Buch bis zum 1. Februar in Form zu bringen. Zwar hat die bisherige Version hervorragende Bewertungen, aber ich will dennoch nicht mit einem so offensichtlich veralteten Titel aufwarten. Die Aktion ist ja letztendlich auch Werbung für mich und meine anderen Titel, selbst wenn diese vergleichsweise wenig mit diesem etwas aus der Reihen tanzenden Buch zu tun haben.
Wahrscheinlich werde ich das Buch dieses Jahr ein weiteres Mal angehen, um ein paar Inhalte zu ergänzen. So wollte ich zum Beispiel ein Kapitel darüber ergänzen, auf welche Signale unser Gehirn und Auge besonders schnell reagieren und wie man das im Coverdesign berücksichtigen kann. Dafür war nicht genug Zeit, as wird also mit einer späteren Aktualisierung nachgereicht werden müssen.

Fazit

Die überraschende Aufnahme dieses Titels in eine Amazon-Aktion ist ein gutes Beispiel für mehrere Erkenntnisse, die eBook-Autoren immer im Hinterkopf behalten sollten, vor allem bei Sachbüchern:

  1. Ein Buch kann jahrelang fast ruhen, bevor es plötzlich wieder relevant wird, man sollte es also nur mit gutem Grund aus dem Verkauf nehmen und schlechte Verkäufe sind kein guter Grund
  2. Sachbüchern droht beständig die Veraltung, regelmäßige Überprüfung der Inhalte erhöht deutlich ihre Langlebigkeit
  3. Du weisst nie, welche (positive) Überraschung morgen in deinem Postfach auftauchen kann und wann Gelegenheiten auftauchen
  4. Manche eBooks sind ganz einfach nie fertiggeschrieben

cover-mullOder zusammengefasst in einem Satz und einem halben: Es lohnt sich, seinen alten Sachen hin und wieder einen frischen Anstrich zu verpassen. Oder auch mal eine Grundsanierung.

Diese Cover ist Müll! Lernen Sie, warum ist ab sofort bis zum 8. Februar 12:00 Uhr mittags für 0,89 € statt 2,99 € exklusiv bei Amazon erhältlich (oder kostenlos in der Ausleihe für alle mit Amazon Prime).

Das wird 2017 0 

Auf den Jahresrückblick 2016 folgt natürlich der Jahresausblick 2017. Hoffen wir einfach, dass die Musik diesmal nicht ein paar Stunden später von Youtube verschwindet. Oh, und dann muss noch ein Bild für die Linkvorschauen sein. Okay, wir können anfangen.

wird erst beim Draufklicken geladen. Beim Laden werden Daten an youtube.com übermittelt

2017

Thema: Netzwerk

Hier geht es um eine Fokussierung eines Trends, der 2016 begonnen hat. Verstärkte Vernetzung nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch unter Autoren, lokal wie international. Ich habe Ende 2016 gemerkt, dass dies nicht nur ein Selbstzweck ist, sondern auch mit der Motivation und Kreativität hilft. Es gibt eine 2016 nicht umgesetzte Idee in dieser Richtung, für die ich nun endlich eine gute Grundlage habe, ein gemeinsames Projekt Gladbacher Autoren. Das werde ich im Februar anstoßen (weil ich das Autorentreffen im Januar wegen anderer Termine auslassen muss) und deute es jetzt nur an, um es nicht in einem Nebensatz eines Jahresausblicks untergehen zu lassen. Ein gemeinsames öffentliches Auftreten der lokalen Autoren ist mir schon länger ein Anliegen, weswegen es auf meiner Bücherseite bei den Empfehlungen ja auch einen Abschnitt mit Büchern aus der Stadt und ihrer Umgebung gibt.
Ein erstes Ergebnis verstärkter Vernetzung wird Ende Januar ein Beitrag in einer Trump-Parodie-Anthologie sein, ein Projekt, an dem ich viel Spass habe.
Und damit geht es weiter zu:

Ausverkauf

Meine erste vollständige Buchübersetzung ist in Arbeit, ich werde dies 2017 durch weitere ergänzen, darunter hoffentlich auch kreative Projekte (der Erstling ist ein Kochbuch). Aber das ist letztlich nur der Broterwerbsteil der kreativen Arbeit.
Was sehr gut funktioniert, sind Kurzgeschichten. Das werde ich 2017 verstärkt nutzen: Ich beabsichtige, jeden Monat eine Kurzgeschichte zu veröffentlichen – nicht schreiben, veröffentlichen. Und damit meine ich, in professionellen Kanälen wie Zeitschriften und Anthologien, Veröffentlichung im Blog zählt nicht. Das bedeutet natürlich ein entsprechendes Volumen an Geschichten, aber Kurzgeschichten gehen einfach viel leichter von der Hand als Romane, selbst wenn sie zusammengenommen genau so viele Wörter umfassen wie mehrere Romane. Vieles davon wird in eine weitere Sammlung gehen: Die Nachfolgesammlung zu How to Sing Butterflies wird den Titel How the Rain Gets in tragen, daneben plane ich eine Sammlung von weihnachtlicher Sciencefiction und Fantasy für den November, erhältlich in Deutsch und Englisch auf Papier und elektronisch. Ich habe da über die Jahre schon einiges geschrieben, das ergänze ich bis zum Herbst mit neuen Beiträgen.
Das andere, was sich sehr gut schreiben lässt, sind Sachbücher. Ich habe den ersten Band von Fiction Science 2015 in sehr kurzer Zeit geschrieben und danach keine wirklich gute Idee für einen zweiten Band gehabt. Nun, inzwischen hatte ich eine, auch wenn es diesmal keine passende Filmpremiere im laufenden Jahr geben wird, an die ich es anheften kann. Rechnet im Sommer damit.
Mein 2016er Projekt, die Meilensteine der Evolution abzuschließen, wurde durch den Tod meines Computers im März gestoppt, doch inzwischen konnte ich die Daten wiederherstellen. Damit einher gehen große Veränderungen für die Serie es wird keine zehn Bände mehr geben, sondern vier, die dafür um so umfangreicher sind. Die bisherigen Bände werden in die neuen integriert, Käufer der alten Bände sollen die neu konzipierten Teile der Serie als kostenloses Update erhalten. Das ist dann das Buchprojekt fürs Frühjahr.
Abschließen will ich auch die Zero-Waste-Reihe Less Litter Lifestyle im Blog mitsamt dem zugehörigen Buch. Ein Kochbuch-Projekt ist so gut wie fertig, dafür fehlen hauptsächlich noch die Fotos.
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich für Romane besser keine Ankündigungen mache. Es gibt ein paar Projekte, aber welche davon 2017 veröffentlichungsreif werden, will ich nicht mehr voraussagen. Momentan sind die Titel Sünde, Boy, Ètrenne und Neanderthalensis in unterschiedlichem Fortschritt auf meinen Festplatten (ja, ich habe nach dem März-Desaster mehrere), aber wie weit diese 2017 kommen, wer weiss. Mein Fokus ist 2017 mit voller Absicht auf den kleineren, schneller umsetzbaren Projekten.

Ein anderes Vorhaben aus 2016, das untergegangen ist, war die Veröffentlichung von Hörbuchversionen meiner Kurzgeschichten auf Youtube. Auch hier habe ich das bisher erstellte Material wiederhergestellt und kann 2017 damit weitermachen.

Portfolio

Und damit in die andere Ausrichtung meiner kreativen Vorhaben: Eine breitere Fächerung der Formen, mit denen ich arbeite. Viele meiner Ideen fallen schlichtweg nicht in den Bereich des geschriebenen Wortes und ich will meine Fähigkeiten trainieren, auch in anderen kreativen Bereichen zu arbeiten.
Ich habe 2016 meine Fähigkeiten mit Fotos und Bildbearbeitung deutlich verbessern können. Ich hoffe, das 2017 im Bereich des Zeichnens/Malens (digital, da kann man Fehler besser rückgängig machen ;-) ) fortführen zu können. Ob ich in Jahresfrist etwas Vorzeigbares produzieren kann, werden wir sehen, ich bin da vorsichtig, da ich weiss, wie viel Übung in ein gutes Bild einfließt, bevor es so einfach aussieht, wie einige Künstler es aussehen lassen.
Aber die Ideen sind da und ich will sie umsetzen. Und dafür brauche ich die entsprechenden Kenntnisse.

Sonstiges

Ich werde mich 2017 verstärkt als Übersetzer betätigen. Dazu gehört neben den bereits genannten Buchübersetzungen auch ein ab morgen verfügbarer Fiverr-Gig zum Übersetzen von Rezepten, eine Dienstleistung, mit der ich inzwischen umfassende Erfahrungen gemacht habe und in der ich bei all den schlecht übersetzten Rezepten, die überall rumfliegen, eine echte Lücke sehe.
Und dann ist da noch die Politik. Zwei Wahlkämpfe sind da nur die Spitze des Eisberges, es wird für mich politisch 2017 einiges zu tun geben.
Oh, und ich plane, dieses Jahr umzuziehen, etwas mit deutlich mehr Platz für meine ganzen Ideen und Experimente.

Und nun entschuldigt mich. Ich habe einen Berg abzugraben und dafür einen Teelöffel aus der Küchenschublade mitgebracht. Und ich habe schon angefangen.

Das war 2016 0 

Okay, es ist der 31. Dezember und damit Zeit für den Jahesrückblick. Und es war ein Jahr, in dem man gut sehen konnte, wieso Jahresrückblicke nicht vor dem letzten Tag geschrieben werden sollten. Ich meine, Carrie Fisher und ihre Mutter starben beide in der Woche zwischen Heiligabend und Neujahr. Liebe Fernsehsender, nehmt euch einfach an mir ein Beispiel: Jahresrückblicke gibt es ausschließlich am 31. Dezember.
Nun, da das klargestellt ist, weiter zum Rückblick auf mein 2016. Mein öffentliches 2016, den Rest erfahren jene, die es etwas angeht. Andernorts. Vielleicht. Wenn sie fragen. Vielleicht. Aber jetzt erstmal Musik und dann weiter im Text.

wird erst beim Draufklicken geladen. Beim Laden werden Daten an youtube.com übermittelt

Weg ins Fahrradies

Das Jahr begann mit einem Fahrradtransport, als ich am 2. Januar meinen Eltern half, ein Dreirad aus einem Dorf am tiefsten Niederrhein (oder ist Gronau schon Münsterland?) abzuholen, also kann ich auch mit den Rädern weitermachen. Es war ja auch mein erstes Jahr mit Liegerad.

Ausschnitt aus der Fahrraddemo Sternfahrt Düsseldorf 2016 mit verschiedenen Rädern und Fahrern, im Vordergrund der Autor des Blogs

Entspannt, cool und ein tolles Fotomotiv: Ich in Düsseldorf – Bild: Zoe Duisberg/ADFC NRW

Trotz einiger Reparaturen, die anfangs nötig wurden und einer gebrochenen Schraube, die zu weiterem Reparaturbedarf führte muss ich sagen: Ich bin zufrieden. Das Gefährt brachte mich zu den Sternfahrten des Jahres in Düsseldorf und Mönchengladbach (Köln übersprang ich trotz anderer Absichten wegen des Wetters), aber auch zu meinen Touren ins Braunkohlenrevier und auf der längsten Tour des Jahres zu einer Tihange-Demo in Aachen.
Das Fahren ist nach kurzer Eingewöhnung angenehm und schnell, nur die Rennhaken an den Pedalen waren mehr lästig als hilfreich und so lernte ich sie praktisch sofort zu ignorieren. Als kleinen Bonus konnte ich dank der hohen Lage der Beine mehrmals trockenen Fußes recht tiefe Pfützen durchqueren. Das war natürlich keine Absicht aber wenn der Radweg bei Aachen plötzlich unter der Landstraße durchführt, um die Seite zu wechseln, macht man daran nach einem Wolkenbruch recht wenig.
Wie erwartet teilt sich das Liegerad nun mit meinem alten Mountainbike die Aufgaben. Das MTB zieht Lasten und trät mich, wenn ich einen Rucksack brauche, das Liegerad übernimmt die längeren Strecken und Tagesausflüge. Was nicht heissen soll, dass der Lieger nicht ebenfalls einiges an Transportvolumen hätte, was ich im August ausprobieren konnte, als mir auffiel, dass bei einem Stand in Neuwerk alles bereits im Vorfeld vor Ort gebracht war, ausser dem Tisch. Das hat übrigens überraschend gut funktioniert, als wäre der Tisch dafür gemacht.
Liegefahrrad mit einem mit Kabelbindern daran befestigten Klapptisch

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Die andere Option für die Überschrift dieses Abschnitts wäre übrigens Road to EldoRADo gewesen. Schätzt euch glücklich.

Schrifstellerei und so

Cover of How to Sing Butterflies How to Sing Butterflies DX Edition2016 war kein so produktives Jahr, wie ich mir das gewünscht hatte. Ein großer Teil davon war das, was ich als „Unglück des 11. März“ im Gedächtnis behalten werde. An diesem Tag kam es auf meinem Laptop zu einem umfassenden Festplattenausfall, ausgelöst durch einen Systemabsturz,der wiederum auf einen Absturz von Flash zurückging. Ich hatte kein aktuelles Backup und tatsächlich grade erst mein letztes Backup auf genau diesem Rechner zwischengespeichert. Das war eine ziemliche Katastrophe.
Nun, ich habe dennoch eines meiner anvisierten Projekte zum Abschluss bringen können. Die englische Sammlung How to Sing Butterflies vereint den Großteil meiner Kurzgeschichten in einem Band, von dem zwei Varianten erschienen sind: Eine Standardausgabe mit den Geschichten und eine DX-Ausgabe, ergänzt um Hintergründe zu jeder Geschichte. Ich zähle einige der Kurzgeschichten wie die Titelgeschichte und Sleeper Hit derzeit als meine besten kreativen Arbeiten.
Eine dieser Arbeiten schaffte es dann auch 2016 in meinen ersten Beitrag in einer Anthologie, wobei die Auswahl schon 2015 getroffen wurde. Die Indies Unlimted 2015 Flash Fiction Anthology enthält 52 Geschichten mit je bis zu 250 Wörtern. Flash Fiction ist nicht einfach, aber eine sehr willkommene Herausforderung. Bei mir funktioniert das üblicherweise so, dass ich einen spontanen Gedanken habe und den dann umsetze um selbst zu schauen, was daraus erwächst. Kombiniert mit der Kürze des Formats, welches zu einer sehr bewusst gewählten und dichten Sprache führt, eine sehr schöne Literaturform sowohl zum Lesen als auch zum Schreiben.
Mein Beitrag in dieser Anthologie war Delayed Vengeance, eine für mich eher untypische, weil vollkommen in der Gegenwart verhaftete Geschichte um einen Polizisten und seine Pensionszeit auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie ist in beiden Sammlungen erschienen, in denen ich dieses Jahr vertreten war.
Im Dezember folgte der Veröffentlichung dieser Anthologie eine Papierausgabe, meine erste Veröffentlichung auf Papier, wenn man redaktionell de facto nicht bearbeitete Fanzines ignoriert.
Eine SF-Weihnachtskurzgeschichte schaffte es nicht in die Anthologie, für die ich sie geschrieben habe. Sie wird 2017 gute Verwendung finden. Eine weitere SF-Weihnachtskurzgeschichte verfasste ich diesen Monat für eine Blogparade im englischen Blog, auch sie wird nächstes Jahr eine weitere gute Verwendung finden.

Zum 1. Mai beendete ich das (vor allem für Twitterverhältnisse) langjährige Projekt eBooks für lau. Es war mein erfolgreichstes Internetprojekt seit dem Exergaming-Blog Sporle & Co. im letzten Jahrzehnt, aber irgendwann war seine Zeit dann vorbei. Es wurde zunehmend schwieriger, das Verlinken kostenloser eBooks wirtschaftlich tragbar zu halten. Andere Plattformen wie XTME begannen, auch runtergesetzte Angebote bezahlter Bücher zu verlinken, das aber war in diesem Twitterkonzept schwieriger, da jeder Link für sich selbst stand. Und so beendete ich eBooks für lau nach fast fünf Jahren. Letztlich war es einfach an der Zeit.

Das Jahr endet schriftstellerisch mit dem ersten Auftrag, ein komplettes Buch aus dem Englischen zu übersetzen. Mehr oder weniger schriftstellerisch, es handelt sich um ein Kochbuch für Schmortöpfe. In einer besonderen Premiere ist das mein erster Vertrag mit Partnern auf drei Kontinenten (Nordamerika, Europa, Asien) – auch mal was neues.
Diese Übersetzung seht ihr dann 2017.

2017 deutet in diesem Bereich mit meinem ersten Besuch eines Autorentreffs in Mönchengladbach an, etwas, was ich weiterführen will. Es sieht nach diesem ersten Mal so aus, als würde das auch meiner Produktivität helfen. Ich muss sowieso wieder mehr im deutschsprachigen Raum machen.

Etwas anderes im kreativen Bereich war dann noch die Bildgestaltung. Ich habe mich zwischendurch daran versucht, mal ein Bild gezielt auf die sozialen Medien ausgerichtet zu erstellen, statt den jeweiligen Text einfach als Text zu schreiben. Hier die Ergebnisse.

Tatsächlich extrem entspannend

Tatsächlich extrem entspannend

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Von solchen Experimenten wird es in Zukunft mehr geben.

Politisch immer voran

Dass es 2016 mehrmals galt, bei Aufmärschen rechter Gruppen und Bündnisse Flagge zu zeigen, darauf hätte ich gern verzichten können, aber leider war 2016 ein großes Jahr für den politischen Rückschritt. International wie national war es 2016 überaus frustrierend, als Politiker im linken Spektrum zu stehen. Ich bin dieses Jahr müde geworden, immer das Schlechte zu bekämpfen.
Glücklicherweise gab es aber auch noch andere Anlässe für Demos. Okay, glücklicherweise ist hier nicht ganz richtig, aber ihr wisst, was ich meine. Tihange hatte ich ja schon erwähnt, Garzweiler II war ebenfalls ein sehr präsentes Thema. Die beiden Infostände gegen Massentierhaltung vor Lidl-Filialen in Rheydt und Gladbach waren aber sehr angenehm und effektiv.
Im Gegenzug ist es mir wichtig geworden, das Gute zu fördern und mich dafür einzusetzen. 2016 trat ich bei den Fachgruppen (Landesarbeitsgemeinschaften) Verkehr und Säkulares der Grünen NRW bei, um auf Landesebene aktiv daran arbeiten zu können. Das gipfelte vorerst am ersten Dezemberwochenende auf dem Landesparteitag in Oberhausen, mit dem ich sehr zufrieden bin (hinter dem Link: Eine lange Liste von Forderungen, die wir aus Mönchengladbach ins Landtagswahlprogramm der Grünen einbringen konnten).
Zufrieden war ich zuvor auch mit der Podiumsdiskussion zum Radverkehr in Mönchengladbach, veranstaltet vom ADFC. Hier konnte ich unter Beifall mein Ansinnen vorstellen, Mönchengladbach zu einem wichtigen Knotenpunkt eines landesweiten Radschnellwegenetzes zu machen, das sich nun ja auch in allgemeinerer Form im Landtagswahlprogramm wiederfindet. Hier im Blog brachte ich dazu innerstädtisch ein vielleicht etwas utopisch anmutendes, aber dankbar diskutiertes Konzept ein.

Exkursion an den Braunkohlentagebau Garzweiler II

Heute noch stehen wir am Abgrund, doch morgen schon sind wir einen Schritt weit… äh, Moment mal

Abseits der Parteipolitik gab es dann noch ein Gartenprojekt. Ein Bürgergarten in meiner Nachbarschaft. Doch auch wenn ich mich sehr freue, kommen die Unterschriftsberechtigten nicht so richtig in die Hufe mit den letzten Details zum Pachtvertrag. Das ist eien seltsame Mischung aus Begeisterung und Enttäuschung, aber noch läuft der Prozess. 2017 muss das was werden,momentan sieht es immer noch so aus wie im Sommer, nur halt winterlicher.
Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde

Weiter im Blog

Vergleich der Gestaltung des Blogs von Mitte 2015 bis Ende 2016

Ein Blog, zwei Jahre

Möglicherweise habe ich etwas zu viel am Blogdesign rumgeschraubt, aber das Ergebnis ist ein perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes, einmaliges und ennoch schlichtes Design mit ein paar hübschen Finessen. Das einst in meinen Augen recht hässliche Blog hat sich zu einem modernen Stück Internet entwickelt, in dem übrigens so gut wie alles ohne spezielle Skripte umgesetzt ist.
Für das letzte Beispiel habe ich einen anderen Beitrag ausgewählt, um meinen veränderten Umgang mit Bildern zu betonen. Jeder Beitrag hat inzwischen auf den ersten Blick ein Bild oder ein Video eingebettet, damit es nicht mehr nach trostloser Buchstabenwand aussieht. Das hat auch den Effekt, dass es in den sozialen Netzwerken ein schöneres Vorschaubild gibt.
Die Reihe Less Litter Lifestyle ist gestalterisch als Experiment gestartet, gezielt Pinterest anzusprechen und zugleich das Design des Blogs auch für andere Medieninhalte zu verwenden.
Ich glaube, damit ist das Blog nun so gut wie fertig. Es ist vor allem auch bereit für meine Pläne für 2017. Doch dazu morgen mehr.

Soweit die großen Dinge. Es gibt viele kleine Dinge, viele persönliche Dinge. Menschen, die ich getroffen habe, Dinge, die ich erlebt und gelernt habe, vieles, von dem ich glaube, dass es nicht in dieses Blog gehört oder wenigstens nicht in einen Jahresrückblick. Ich war nicht so produktiv, wie ich von mir selbst erwarte, aber das bedeutet in keinster Weise ein Jahr, in dem nichts geschehen ist. Ich könnte jetzt eine Diaschau mit mehreren hundert Fotos aus 2016 starten. In keinem Jahr zuvor habe ich je so viele Fotos gemacht.
Es war für mich auch ein Jahr vieler Vorbereitungen für ein aufregendes Folgejahr. Privat, beruflich, politisch.

Wir sehen und morgen zum Ausblick auf 2017. Esst bis dahin mal wieder was Gesundes. Macht euch einfach einen Smoothie mit eurem Lieblingsobst und Nüssen. Bis bald!

Eine Tüte Jellybeans und Rumkugeln vor einem Küchenmixer

Bestes Rezept meiner Sammlung. Mit Abstand. Und 2016 ganz allein ausgedacht!

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