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Mediale KW 19/2015 0 

Eine für mich sehr kurze Woche resultiert in wenig Medienkonsum mangels freier Zeit. Und, nun, sagen wir einfach, meine restliche Woche war deutlich besser als meine Auswahl an Filmen.

Der Antichrist mal wieder – Ghost Rider: Spirit of Vengeance

Dark Fantasy, USA 2012, Film/Netflix

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Ein Donnerstag im Jahr 2011 bei Columbia Pictures. Besprochen wird eine Fortsetzung zu einem Film, der 229 Millionen Dollar gemacht hat.
„Schnell, unser Hauptcharakter ist ein Dämon aus der Hölle und wir brauchen einen Plot für den zweiten Film, weil Geld!“
„Klarer Fall von Standardplot 37!“
„Standardplot 37?“
„Satan plant, in einem dämonischen Ritual seinen perfekten Körper für die Existenz auf Erden zu übernehmen und versucht nun, dafür an das dazu von ihm gezeugte Menschenkind zu gelangen“
„Achso, Standardplot 37! Sag das doch gleich!“
Ich wollte Samstag Abend etwas wirklich, wirklich dummes sehen. Die anderen beiden Kandidaten (Fluch der Karibik 3 und Lone Ranger) waren je über zwei Stunden lang, also fiel meine Wahl auf das kürzere Spirit of Vengeance. Nicolas Cage zieht Grimassen, schauspielert seine Sprechparts als wäre er während der gesamten Dreharbeiten nicht auf Klo gegangen und tauscht sein brennendes Motorrad in einer Szene gegen EINEN FLAMMENDEN TAGEBAUBAGGER! Ich würde behaupten, mein Plan war von Erfolg gekrönt. Spektakulärem Erfolg.
Und wer hätte gedacht, dass der Ghost Rider in Wirklichkeit eine Metapher für Hardrang ist? Bester schlechter Film seit langem.
Film bei Netflix

Affwerdung – Tarzan II

Fantasy, USA 2005, Film/Netflix

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Auch Standardplot 13 kommt diese Woche zur Anwendung: Protagonist oder wichtige Nebenfigur fühlt sich in ihrer Gruppe fehl am Platze und verschwindet von dort um anderswo ihre Bestimmung zu finden. Und am Ende ist klar, dass alles nur ein Missverständnis war und/oder die Figur ist daheim willkommen. Pflichtgeschichte für mindestens eine Folge in jeder Kinderserie. Bibelfeste Leser dürfen an verlorene Schafe denken.
Also wird Tarzan als Kind von der Gorillafamilie getrennt und verschwindet weil er glaubt, dass es so besser wäre. Unterwegs findet er eine weniger nette Gorillafamilie und einen alten griesgrämigen Gorilla, dessen Herz er erweichen darf.
Aus irgendeinem Grund sehe ich immer wieder Videofortsetzungen von Disney an, obwohl einige davon wirklich furchtbar sind. Vermutlich Neugierde. Und im Kontext von Disney-Fortsetzungen gilt: Tarzan II ist okay. Überflüssig und uninspiriert, aber harmlos. Und letzteres kann nicht jedes dieser Werke von sich sagen – ja, ich sehe dich an, Glöckner von Notre Dame 2. Und damit meine ich jetzt nicht, dass Glöckner 2 Disneys erstes offen schwules Liebespaar hat (zwischen einer lebenden Statue und einem Ziegenbock…).
Wo war ich? Ach ja, Tarzan II. Urteil: Es gibt schlimmeres.
Film bei Netflix

Pappkameraden – Knights of Sidonia: Staffel 1

Science-Fiction, Japan 2014 (OmU), Serie/Netflix

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1.000 Jahre nachdem eine rätselhafte ausserirdische Zivilisation namens Gauna das Sonnensystem zerstört hat, leben die Reste der Menschheit in einem gewaltigen Raumschiff namens Sidonia. Aus den Tiefen dieses Schiffes taucht eines Tages ein Junge namens Nagate auf, der prompt zu den Piloten der Mechas geschickt wird, die Sidonia gegen die immer noch angreifenden Gauna verteidigen.
Knights of Sidonia ist ein seltsamer Versuch einer computeranimierten Animeserie. Zahlreiche Charaktere mit immer gleichen merkmalslosen Gesichtern tauchen auf und verschwinden wieder aus der Handlung, die meisten sterben relativ schnell in den Schlachten gegen die Gauna. Die Welt ist einfach nur seltsam, um seltsam zu sein und Dinge geschehen ohne Hintergrund oder Logik (wie Nagate selber). Tatsächlich ist das die Grundlage des gesamten Aufbaus von Knights of Sidonia: Dinge passieren einfach, Dinge sind einfach und nichts und niemand hat eine Persönlichkeit. Die ganze Welt ist spürbar nicht mehr als Kulisse.
Serie bei Netflix

Stichworte:

Mediale KW 18/2015 0 

Deutlich bessere Woche als die letzte Woche. Jetzt mit Angabe zu Genre, Herkunft und der Sprachversion, die ich für die Bewertung zum Maßstab nehme (mit Angabe, falls deutsch verfügbar ist).

Wo die Zukunft war: Das Gernsback-Kontinuum (Buch/Kindle)

Fantastic Realism (?), William Gibson 2015, deutsche Übersetzung
William Gibson hat als einer der Begründer des Cyberpunk sehr deutlich erleben können, wie es ist, wenn die Science-Fiction von der Zukunft überholt wird. So verwundert es nicht, dass grade er eine solche Geschichte schreibt: Ein Fotograf reist durch die USA, um die Überreste jener Zukunft festzuhalten, die man sich in den 50ern vorstellte. Spektakuläre Bauten und Ideen einer Zukunft, die nie Gegenwart wurde. Je mehr er sich damit beschäftigt, um so öfter sieht er Stücke dieser Zukunft vor seinen Augen, für kurze Momente werden sie gleichsam wahr.
Das Gernsback-Kontinuum ist weniger eine Kurzgeschichte als ein Setting und hat schon daher etwas von einer Kurzgeschichte, die normalerweise nicht Text wäre. Es ist die textliche Version des Bildes eines surrealistischen Künstlers, der in seinen Bildern Geister der Vergangenheit über die heutige Welt legt. Und wie bei einem Gemälde sind die Fragen nicht im Text oder im Subtext, es sind keine Fragen des Werkes. Die Fragen sind im Geist des Betrachters, es sind seine Fragen. Wohin geht die Zukunft, wenn sie nie war?
eBook bei Amazon | buecher.de | iTunes | Thalia

Grüne Schulterbeklopfung: Das konvivialistische Manifest (Buch/Kindle)

Gemeinsame Erklärung, Frankreich 2013, deutsche Übersetzung
Das konvivialistische Manifest ist einer dieser großen Texte, die für andere Leute als mich gedacht sind. Einfach, weil ich das alles nicht nur bereits gelesen habe und weiss, sondern auch, weil es bereits weitgehend mit meinen Überzeugungen übereinstimmt. Wachstum braucht Maß, die Erde geht kaputt, die Gier einiger Mächtiger verschiebt das Gleichgewicht der Mächte zum Schaden der Mehrheit… ich muss diese Selbstverständlichkeiten nicht wieder und wieder in irgendwelchen Manifesten und [Verb]t-Euchs lesen, das ist schlichtweg Zeitverschwendung die davon abhält, den Arsch aus dem Sessel zu bewegen um was an diesen Problemen zu tun.
Wenn sich mein Hintern in einem Sessel befindet um Medien zu konsumieren, verlange ich als allermindestes, etwas Neues zu erfahren.

Nietzsche im U-Boot-Krieg: Arpeggio of Blue Steel (Serie/Netflix)

Science-Fiction, Japan 2013, OmU

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2039: Eine plötzlich auftauchende Flotte gehobener Schiffe des 2. Weltkriegs vernichtet, ausgestattet mit Waffen jenseits allem, was die Menschheit kennt und gesteuert von Künstlichen Intelligenzen, alle Verbindungen zwischen den Kontinenten. Die Nebelflotte genannten Schiffe machen es unmöglich, sich aufs oder über das offene Meer zu begeben. Japan, abhängig von Lieferungen aus Übersee und ohnehin schwer von den steigenden Meeresspiegeln des Klimawandels getroffen, steht am Rande des Zusammenbruchs. Seine letzte Hoffnung ist ein neu entwickelter Torpedo, den es aber in seiner Lage nicht mehr selbst in ausreichender Menge herstellen kann – der Prototyp muss über den Pazifik in die USA gebracht werden. I-401, ein desertiertes U-Boot der Nebelflotte, ist das einzige Schiff, das eine solche Fahrt überleben kann.
Das alles ist nur der Hintergrund für die eigentliche Geschichte. Eingebettet in beeindruckende Seeschlachten und versteckt hinter etwas, was zunächst ein Harem-Anime (Anime-Genre mit einem männlichen Protagonisten unter zahlreichen Frauen, die ihn alle begehren) zu drohen scheint, beginnt Arpeggio of Blue Steel schnell, ernste Fragen zu stellen.
Die Schiffe arbeiten auf Direktive der „Generaldirektive“ ohne zu wissen, woher diese (oder sie selbst) eigentlich kommen. Doch durch ihre neuen menschlichen Avatare und in Kontakt mit I-401 und ihrem Kapitän, Gonzou Chihara, beginnen die KIs der Schiffe, sich zu verändern. Sie entwickeln Persönlichkeiten, Emotionen, beginnen ihre Funktion als Waffen für einen unbekannten Auftraggeber in Frage zu stellen. Diese internen Konflikte der Nebelflotte sind das eigentlich interessante an der Serie. Man kann das auf so viele Arten lesen, ich wage kaum eine Auswahl: Religiöser Schismus, Auswirkungen von Sinnsuche auf die Weltsicht, Gehorsam gegen Autonomie, eine Möglichkeit der Weiterentwicklung einmal geweckter KI, das Wesen des Menschseins, Krieg und seine Waffen. Dass am Ende einige der wesentlichsten Fragen nie beantwortet wurden, ist dabei kein Fehler, es ist ein weiteres Statement. Die Welt ist nicht einfach und am Ende macht sie nicht einmal wirklich Sinn. Dass der Turm der I-401 mit einem Nietzsche-Zitat geschmückt ist, ist kein Zufall.
Serie bei Crunchyroll | Netflix

Anderdisney: Bärenbrüder (Film/Netflix)

Fantasy-Abenteuer, USA 2003, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Wie sähe Hollywood aus, wäre es nicht christlich, sondern schamanistisch geprägt? Disneys Ausflug in die Steinzeit gewährt einen Einblick in eine solche Parallelwelt.
Der junge Jäger Kenai provoziert einen Bären zum Angriff, was seinen Bruder das leben kostet. Erfüllt von Wut tötet Kenai den Bären, aber wird dafür von den Geistern der Verstorbenen bestraft: Er wird selbst zum Bären, verfolgt von seinem verbliebenen Bruder, der bei aller vorgetragener Ruhe nach dem zweiten Tod eines Geschwisters nun seinerseits auf Rache aus ist.
Bärenbrüder ist der Disneyfilm mit den klar schlechtesten Kritiken. Das ist unfair, wenigstens nach dem zu urteilen, was ich bisher von Home on the Range gehört habe. Der Film hat seine Fehler, etwa den deutlich schlechter als in Tarzan eingebundenen Phil Collins, der für genau einen Song auftaucht, wahrscheinlich damit man was für den Trailer hat. Die Geschichte ist jetzt auch nicht die kreativste der Welt und der große Twist ist nur für Koda und Kenai selbst ein solcher, Zuschauer dürften ihn beim ersten Treffen mit Koda kommen sehen.
Keines von Disneys großen Meisterwerken, aber trotzdem ein Film, den man wenigstens ein Mal gesehen haben sollte, um etwas gänzlich anderes aus diesem Hause zu sehen.
Film bei Netflix

Diesmal mit Buchbezug: The Congress (Film/Netflix)

Science-Fiction, Frankreich/Israel 2013, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Stanisław Lems Der futurologische Kongress wurde nie verfilmt, obwohl es einer der Bände um Ijon Tichy ist – die Folge der nach ihm benannten Serie mit dem selben Titel basiert auf einer komplett anderen Geschichte lems. Das ändert auch Ari Folman nur teilweise, denn sein Film ist mehr inspiriert von Lem, als eine Umsetzung. Übenrommen hat er dabei seltsamerweise jene Teile der Geschichte, die am schwersten verfilmbar erscheinen.
Schauspielerin Robin Wright erhält das Angebot, von der Filmfirma Miramount digitalisiert zu werden. Echte Schauspieler verschwinden und werden durch digitale Nachbildungen ersetzt, die für die Studios berechenbarer, günstiger und breiter verwertbar sind. Robin, in ihren 40ern und damit nicht mehr das junge hübsche Mädchen, das Hollywood in ihr sucht, stimmt nach einigen Bedenken zu. 20 Jahre später wird sie erneut von Miramount eingeladen, diesmal zum futurologischen Kongress in Abrahama, einer Stadt, in der alle Einwohner und Besucher durch die Einnahme von Drogen eine gemeinsame Illusion sehen, eine Welt aus Zeichentrickfiguren, in der alles möglich scheint. Bei einem Überfall auf Abrahama bekommt Robin eine Überdosis Hallucinogene ab – sie kann nicht länger zwischen Realität und Illusion unterscheiden und wird eingefroren, bis eine Heilung möglich ist. So kommt sie schließlich weitere 20 Jahre in die Zukunft: Ihr Zustand ist zum Normalzustand der Menschheit geworden, die „andere Seite der Wahrheit“ hinter den Illusionen ein rätselhafter Ort, den niemand mehr wahrnimmt.
Dies sei direkt gesagt: Wer Logiklöcher sucht, der wird sie zuhauf finden. Es ist völlig unklar, wie sich die hallucinogene Welt zur echten verhält, wie irgendjemand in der Illusion überlebt oder wie diverse Aktionen in der Animation auf die echte Welt zurückwirken. Vielleicht ist alles eingebildet und alle stehen nur ins Leer stierend herum, aber dann macht die Autofahrt zum Kongress keinen Sinn.
Bei Lem geht es aus der Welt des Kommunismus in die Halluzination. In gewisser Weise macht es sogar mehr Sinn, die Geschichte nach Hollywood zu verlegen und mit der Digitalisierung in Verbindung zu bringen.Eine Zukunftsvision, in der niemand mehr die reale Welt kennt oder auch nur wahrnimmt hat im Internetzeitalter noch ein Mal einen ganz anderen Schlag.
The Congress gehört zu den Filmen, die man nicht als Film aufnehmen sollte, dann fällt er in sich zusammen. Er ist eine reine Metapher für eine aus den Rudern laufende Welt und die immer mehr zur parallelen Scheinwelt werdende Allgegenwart der Medienkonzerne.
Film bei Netflix

Feminismus-Schau: Die Anstalt 29.04.2015 (Show/Youtube)

Kabarett, Deutschland 2015, deutsch

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Ja, die Anstalt ist auch dann noch gut, wenn ich beim Thema nicht mit den Machern übereinstimme. Konkret stört mich etwas der Singular des Femismus, als würden Alice Schwarzer und Charlotte Roche sich zur selben Bewegung zählen.

Ringelreihen mit Popcorn: Looper (Film/BluRay)

Science-Fiction, USA 2013, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Ein vergessener Nachtrag aus der letzten Woche. 2044: Eine Art Mafia des Jahres 2074 nutzt die einzige existierende Zeitmaschine, um Menschen in der Vergangenheit töten zu lassen und so ihre Spuren zu verwischen. Das letzte Opfer jedes Killers (so genannte Looper) ist man selbst, dann geht es für die restliche Zeit in eine luxuriöse Rente, bis man an den Punkt seiner Zukunft gelangt, an dem man zu seinem jüngeren Selbst geschickt und erschossen wird. Joe ist ein Looper, macht seine Arbeit und wird dafür reich. Doch plötzlich steht ein Looper nach dem anderen vor seinem letzten Opfer – und da Joe im Alter zu Bruce Willis wird, entkommt dieser. Von jetzt an verfolgt Joe sein älteres Selbst, die Looper-Organisation verfolgt beide und der alte Joe sucht den späteren Boss der Loopers, damit das alles nie geschehen sein wird.
Die Logik von Zeitreisen ist schwierig, aber ich halte mich in solchen Fällen an die Maxime: Wir haben keine Erfahrung mit Zeitreisen, ergo wissen wir auch nicht das Geringste darüber, welche Folgen vermeintliche Paradoxone haben oder wie und ob Kausalität Zeitreisende nach ihrer Ankunft in der Vergangenheit trifft. Okay? Gut!
Nur bleibt ansonsten nicht viel zu sagen: Looper ist unterhaltsames Popcornkino. Was heraussticht, ist das Ende. Nicht nur, weil es überrascht, sondern auch, weil es so unfilmisch ist. Es ist ein Ende, das man vom geschriebenen Text erwarten kann, wo seine Plötzlichkeit in der Beschreibung ausgeglichen wird. Im Film geschieht das Ende in kaum mehr als einer Sekunde und alles ist mit einem einzigen Schnitt vorbei. Womit dieser Beitrag den Kreis mit dem Gernsback-Kontinuum am Anfang geschlossen hat.

Mediale KW 17/2015 0 

Bei meinen Freitäglichen Fünf gibt es das beste Echo regelmäßig auf dort Platz findende Besprechungen von Medieninhalten, die mir gefallen haben: Filme, Bücher, Videospiele und dergleichen. Es scheint mir also logisch, diesen teil auszubauen und zu einer eigenen Reihe zu machen: Die Mediale KW, jeden Montag kurze Besprechungen der Filme, Bücher, Spiele etc., die ich in der jeweiligen Woche gesehen/gelesen/gespielt/etc. habe.
Diese Woche: Zwei gute Bücher, drei schlechte Filme

Wortreich: ABC der Verlagssprache (Buch/Kindle)

Wilhelm Ruprecht Frieling ist lange dabei. Also hat er 40 Jahre Erfahrung im Verlagsgewerbe durchstöbert und die Ergebnisse in einem Lexikon des Verlagsjargons und wichtiger Begriffe der Branche zusammengefasst. Und mit 3.500 Lemmata (ich habe nicht nachgezählt, weil ich noch nicht vollständig dem Wahnsinn verfallen bin) kann sich das Ergebnis sehen lassen.
Diese Sammlung funktioniert als genau das, was sie sein soll: Ein Verzeichnis von Fachbegriffen, das schnell zur Hand ist und alle wichtigen Begriffe knapp erläutert, manchmal etwas sehr knapp. Stellenweise scheint der Humor des Verfassers durch, etwa wenn „ABC“ seinen eigenen Eintrag erhält. Die Papierausgabe ist ohne Einschränkungen zu empfehlen. Mir stand die Kindle-Ausgabe zur Verfügung, die der Autor mir mit der freundlichen Bitte um eine Bewertung überlassen hat.
Die Kindle-Ausgabe hätte wahrscheinlich eine komplett eigene Formatierung vertragen, denn bei einem solchen Werk fällt der Verlust des schnellen Durchblätterns als Suchoption schon sehr auf. Die Navigation führt bis zum ersten Eintrag eines Buchstabens und von da an heisst es Suchen. Verweise sind als Links verwoben, dennoch ist die Suche nach einem Startpunkt einiges an Aufwand. Wahrscheinlich wäre es für Kindle sinnvoll gewesen, eine feinere Navigation einzusetzen, die innerhalb der Abschnitte Unterabschnitte definiert – etwa mit Links auf das jeweils erste Auftreten der Kombination zwei Buchstaben am Wortanfang. Und während es im Papierbuch keinen Verlust darstellt, auch Einträge zum Beispiel für die Casus des Latein zu haben, tragen diese auf Kindle einzig dazu bei, die Anzahl der Klicks zu erhöhen die nötig ist, einen Begriff zu finden.
Die Papierversion ist ein hervorragendes Nachschlagewerk, wenn auch die einzelnen Einträge meist sehr knapp ausgeführt sind. Eben gezielt zum schnellen Nachschauen. Für die Kindle-Ausgabe gilt dies im Grunde auch, sie ist nur nicht ganz so komfortabel nutzbar und bildet ein gutes Beispiel dafür, dass Papierbücher und eBooks manchmal einfach unterschiedliche Gestaltungsansätze erfordern.

Pacificas Antithese: Flotilla (Buch/Kindle)

Es gibt überraschend wenige Werke in der Science-Fiction, die sich explizit mit schwimmenden Städten beschäftigen. Das kleine Genre lässt sich durch zwei Werke sehr gut abstecken: Auf der einen Seite mein eigenes Introduction, auf der anderen Daniel Haights Flotilla. Pacifica in Introduction ist der hoffnungsvolle Versuch, durch Abstreifen einer falsch laufenden Geschichte und Gegenwart ein Utopia zu bauen; Colony D in Flotilla ist eine nur von Hoffnung und zwielichtigen Aktivitäten am Leben gehaltene Fischfabrik. Beide dürften unbewusst Bioshocks Unterwasserstadt Rapture viel zu verdanken haben und über diese Schiene findet sich dann auch Ayn Rands Erbe in all seinen möglichen Auswirkungen wieder. Das Leben einer solchen Stadt in drei Porträts: Aufbau (Pacifica), Untergang (Colony D) und Ruinen (Rapture).
Zur Geschichte: Teenager Jim wird im Rahmen seiner Kur vom drohenden Alkoholismus zu seinem geschiedenen Vater geschickt, der mit dem Boot Horner C Teil der schwimmenden Colony D ist, einer Art schwimmender Fischfarm im Pazifik vor Kalifornien. Die Kolonie ist dreckig und ihre Einwohner rangieren allesamt von bizarr bis zweifelhaft. Jeder Tag ist gefüllt von harter Arbeit und dem Leben auf dem Meer zum täglichen Leben notwendige Dinge abzutrotzen erweist sich als gewaltige Herausforderung. Dass Jims Vater ständig versucht, dem harten Leben als Fischfarmer zu entkommen, macht es ihm nicht einfacher, landet er so doch regelmäßig in den halbgaren Plänen seines Vaters. Und das sind die Tage, an denen es gut läuft…
Ein wenig kann Flotilla seine Leser vor den Kopf stoßen. Figuren verschwinden plötzlich aus der Handlung, andere kommen hinzu und es ist nie klar, wer für die Geschichte eigentlich wichtig ist und wer nicht. Das ist zwar realistisch, aber auch etwas lästig. Und auch der Fokus der Geschichte mag so manchen Leser überraschen: Es geht nicht um die Kolonie, es geht um Jims Erwachsenwerden. Dies ist eine klassische Coming-of-Age-Geschichte in einem sehr unklassischen Szenario. Und so endet die Geschichte dann auch einigermaßen abrupt und mit vielen offenen Fragen inmitten eines Kriegsausbruchs, nachdem Jim in das Erwachsenenleben hinein gefunden hat.

Gravity ohne meine zweitliebste Schwäbin: Tron Legacy (Film/Netflix)

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Hier ist eine Frage an alle aus meiner Generation und älter, aber nicht ein Jahr jünger: „Erinnert ihr euch an Tron?“ Okay, das war eine Fangfrage, die Antwort lautet natürlich: „Äh, naja, also, äh… sah gut aus!“
Seien wir ehrlich, die meisten kennen von Tron noch die Optik und ein-zwei beeindruckende Szenen wie das Motorradduell und den ersten Auftritt dieser komischen Tor-Raumschiff-Hybriden. Das Problem mit Tron Legacy ist, dass es ein besseres Gedächtnis hat als die Fans des Films (oder zumindest als ich). Ich bin sicher, die Geschichte um das ausser Kontrolle geratene Programm Clu, das ursprünglich die Welt des Grid zur perfekten Welt formen sollte, ist groß episch und bedeutsam. Nur ist der vorherige Film so lange her, dass die Geschichte zu einem in der Schwerelosigkeit treibenden hübschen Ornament wird.
Und wenn ich in der Schwerelosigkeit treibende hübsche Ornamente suche, bevorzuge ich Sandra Bullock in Gravity.

Teutates sei mit uns: Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät (Film/Netflix)

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Astérix bei den Briten ist wie alle Astérix-Filme vor 1990 ein hervorragender Trickfilm. Im Auftrag ihrer Majestät ist nicht Astérix bei den Briten.
Das Beeindruckendste an diesem Film ist die chirurgische Präzision, mit der alles Gute aus der vorherigen Verfilmung herausoperiert und durch langweilige Albernheiten ersetzt wurde, wie man sie in praktisch jeder modernen Komödie sehen kann. Die Überfahrt nach Britannien ist hier das beste Beispiel: Der Cartoon bringt die Piraten und einen der besten Witze des Films ein, der Realfilm macht daraus einen ereignislosen Abschnitt mit einem schmerzhaften Inder-Klischee. Nunja, wenigstens die Normannen waren lustig.
Erster und wahrscheinlich auch letzter Realfilm dieser Reihe, den ich gesehen habe.

City of Ember (Film/BluRay)

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City of Ember bekommt von mir noch nicht mal eine pseudo-clevere Überschrift. Hauptsächlich, weil ich drei Tage nach Ansehen schon wieder so gut wie vergessen habe, dass ich ihn sah.
Im Vorfeld eines vermutlichen Weltuntergangs (so ganz klar ist das nicht) wird die unterirdische Stadt Ember gebaut. Betrieben von einem einzelnen gigantischen Generator soll sie 200 Jahre überdauern, bevor sich eine Schatulle mit Anweisungen zum Verlassen öffnet. Doch die Schatulle geht verloren und das Amt des Präsidenten, der die Schatulle bewahrt, wird durch korrupte Nachfolger zersetzt.
Die 200 Jahre verstreichen und niemand bemerkt, wie sich die unter einem Schrank verstaute und vergessene Schatulle öffnet. Gefunden wird sie von der kleinen plänefressenden Schwester der Protagonistin. Von da an suchen zwei Holzplanken mit Namen, die ich bereits vergessen habe, nach dem Ausgang und kämpfen gegen einen korrupten Präsidenten, der so albern ist, dass er von Bill Murray gespielt wird.
Ein wenig wirkt City of Ember wie der Versuch eines Steampunk-Enthusiasten mit einer Kiste alter Glühbirnen, das Set von Metropolis nachzubauen und diesen Aufwand dann mit einem Film zu rechtfertigen. Das Ergebnis ist nett anzuschauen, hat aber irgendwie nichts zu erzählen.

Apnoe-Flachköpper: Rezension zu Free Rainer 0 

Dank Netflix sehe ich in letzter Zeit einige Filme, die ich schon lange schauen wollte. Einer davon war Free Rainer. Es kommt selten vor, dass ich zu einem konsumierten Medium nachher so viel sagen will, dass ich dafür einen Blogbeitrag bemühe. Free Rainer ist ein solcher Fall, einfach, weil er so ein seltsames Erlebnis war, zugleich aber auch unfreiwillig einige Probleme der gegenwärtigen Kulturdiskussion veranschaulicht.

Die Geschichte
Rainer ist der verkokste Produzent von strunzdämlichen Unterhaltungssendungen beim Privatsender TTS, einem hauchdünn verpackten Klon von RTL2. Nachdem er einen Anschlag schwer verletzt überlebt, kommt er als veränderter Mensch zurück – seine Fieberträume und die Geschichte der Attentäterin Pegah bringen ihn zu der Erkenntnis, dass seine Produkte den Menschen und der Gesellschaft insgesamt geschadet haben. Sein Versuch, eine Sendung mit mehr Anspruch ins Programm zu bringen, scheitert kläglich und er kündigt beim Sender, um der Ursache für die Volksverblödung durch das Fernsehen auf den Grund zu gehen: Den Quoten.
Nachdem er herausfindet, dass die Quoten tatsächlich die Sehgewohnheiten einiger weniger gemessener Haushalte darstellen, entwickelt er einen neuen Plan. Mit Hilfe einer kleinen Gruppe Arbeitsloser (und des paranoiden Sozialphobikers Philipp) manipuliert er die Einschaltquoten, um niveauvolle Sendungen plötzlich profitabel erscheinen zu lassen.

Kritik
Free Rainer anzuschauen ist ein seltsames Erlebnis. Man sieht ihn und während der Abspann läuft ist da dieses angenehme, warme Gefühl, etwas gehaltvolles gesehen zu haben. Kulturkritik, die Entwicklung der Vorstellung einer besseren Welt, nah genug an der unseren um wahr zu werden, ein Hoffnungsschimmer der Möglichkeiten, eine Eulenspiegeliade. Die Mischung aus konsensfähigen Überzeugungen (Marke „Reality TV ist scheisse und verblödet“), Humanismus (Der Mensch ist zu besserem fähig, man muss ihn nur anstupsen) und der Regisseur Weingartner eigenen Revolutionsromantik (noch deutlicher im Vorgänger Die fetten Jahre sind vorbei) ist die perfekte Droge für so manchen eher links gesinnten Geist. Dieses warme Gefühl, das da entsteht muss in etwa das sein, was andere beim Betrachten eines Heimatfilms empfinden, nur halt mit Revoluzzer- stat Alpenromantik.
Für einen Moment. Dann kommen die Fragen. Dann kommt die Erkenntnis, dass diese ganze Kulturkritik doch sehr simpel gestrickt ist.
Es sind anfangs nur kleine Misstöne, die man im Film bemerkt, aber als Nebensätze übersprungen hat. Dass der Film ein paar mal Schwarz-Weiss-Bild als visuellen Hinweis auf hohen kulturellen Wert des neuen Fernsehprogramms nutzt — geschenkt. Dass die Mathematik erschreckende Salti schlägt, wenn bei einem Prozentanteil ein Balken schrumpft, ohne dass andere steigen — na gut, das ist halt kein Film über Mathematik. Immerhin wird das Fernsehen ausgewogen dargestellt: Gutes wie schlechtes Programm existieren, das Medium selbst kann auf verschiedene Arten genutzt werden.
Aber schon da ist dieser kleine Moment, den der Film anschließend übergeht. In einer Diskussion, welche Programme gut sind, wirft einer der engagierten Arbeitslosen American Chopper ein. Im Film ist es nicht mehr als ein Gag, aber der wahre Kern geht dabei unter: Qualität ist zu großen Teilen subjektiv. Des einen Prollo-Mist auf Sendern wie DMax ist des anderen Arte-Äquivalent. Und warum eigentlich nicht? Einem Kunstkritiker eine Folge der Chrom anbetenden amerikanischen Motorradfans vorzuführen wäre ein ebenso amüsantes wie potenziell fruchtbares Experiment. Was genau macht einen Picasso (oder wegen der industriellen Reproduzierbarkeit vielleicht passender, einen Warhol) eigentlich wertvoller als eine Harley Davidson? Den Film interessiert die Frage nicht weiter. Aber das ist schon in Ordnung, denn der Film lässt für eine solche Diskussion keine Zeit, sie den Rezensenten zu überlassen ist wahrscheinlich kein Fehler.
Dann jedoch kodiert der Film weiter den Kontrast zwischen guter und schlechter Kultur. Kann man machen, wenn man über Inhalte spricht. Das aber tut Weingartner nicht. Er arbeitet mit Oberfläche. Bücher und die Oper werden als Indikatoren dafür benutzt, dass es der Kultur besser gehe. Videospiele und Musicals sind die Stellvertreter verdummender Unkultur. Während das Fernsehen differenzierte Betrachtung erhält, tauchen am Rande andere Medien als gänzlich gut oder schlecht auf. Sie sind auf Schlüsselreize reduziert, die ebenso unterkomplex die angelernten Reflexe der Zielgruppe auslösen, wie es jenes schlechte Fernsehen tut, dem der Film dies vorwirft. Dass der Großteil aller Bücher (auch aus den Verlagen) nach den meisten Maßstäben Schund ist, dass Videospiele sich mit ihren ganz eigenen narrativen Möglichkeiten zunehmend neben den anderen Kunstformen etablieren, fällt da unter den Tisch. Oper=Gut, Musical=Schlecht ist sogar eine Unterscheidung, die man nur treffen kann, wenn man ordentlich aus Vorurteilen schöpft (mir ist noch nicht mal klar, was genau der Unterschied sein soll).

Free Rainer leidet damit an Halbreflektiertheit. Der Film hat das sprichwörtliche Herz am rechten Fleck, trägt aber in sich die Saat dessen, was er kritisiert. Das Ansprechen von Schlüsselreizen in der Zielgruppe, letztlich die Grundlage, auf der das gerne kritisierte Schrottfernsehen es schafft, so viele Zuschauer anzuziehen: Es konzentriert sich auf die Schlüsselreize seiner (allerdings viel größeren) Zielgruppe.
So kann sich der links geneigte Zuschauer dem warmen Gefühl in der Brust hingeben, er habe grade etwas profundes, wahres, revolutionäres gesehen. Und wird damit selbst Opfer der Einlullung in einfache Denkmuster.
Es gibt nichts, was Free Rainer wirklich hinterfragt. Der Film baut Vorurteile des Kultursnobismus zu einer angenehmen Gutenachtgeschichte für die Anhänger eben jener.

Damit illustriert Free Rainer das Hauptproblem der gegenwärtigen Kulturdebatte: Es wird nur noch mit Vorurteilen umhergeschmissen. Diese und jene Medienerscheinung verblödet, jene andere hingegen ist richtige Kultur, was auch immer das eigentlich sein soll. Der gesamte Kulturbetrieb ist zu einem an mangelnder Selbstreflexion leidenden Zirkus geworden, dessen Publikum sich nur zu bereitwillig von einfachen Erzählungen einlullen lässt.

Aber wisst ihr was: Das geht in Ordnung. Das angenehm warme Gefühl in der Brust beim Ansehen einer Schmonzette ist durchaus ein Wert für sich, wenn man ihn zu dosieren weiss. Angenehme Gefühle dieser Art sollen ja sogar das Leben verlängern. Ob dieses Gefühl nun aus der Hochzeit am Ende oder der erfolgreichen Revolution folgt, ist dabei allerdings nur eine Frage von Nuancen. Beides ist in der selben Weise Schmonzette.

Andererseits, wenn ich mir die Verwendung von Musik im Film ansehen, die gerne mal dem Publikum vorschreibt, was es grade zu empfinden hat, kann es durchaus auch sein, dass das Regisseur Weingartner durchaus bewusst ist.

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Filmabend: Windshield 0 

Ein kleiner animierter Kurzfilm von 2008, der damals auch einige Preise abgeräumt hat.
mE nix besonderes, aber ganz nett.

Windshield from Max Brandl on Vimeo.

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Stöckchen: Die 100 finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten 0 

Wenn man mal nicht weiss, was man schreiben soll, schnappt man sich ein Stöckchen.

Hier ist ein Prachtexemplar: Es ist simpel, voll von Begriffen, nach denen die Suchmaschinen ständig das netz durchforsten (eben die 100 erfolgreichsten Filmtitel bis März 2010) und man kann dazu viele Fragen stellen:
– Wenn es eine Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten ist, wo sind dann die zukünftigen Titel? Es sei denn…


Oh nein, es ist wahr! Rette sich wer kann! *panik*

– Gibt’s die auch in inflationsbereinigt?
– Kann es sein, dass diese Liste nur englischsprachige Filme erfasst?

Naja, als kleiner Lückenfüller für die echten Inhalte (ja, ist was in der Pipeline) gibt es die Liste und die erfüllte Aufgabe, alle Filme fett zu markieren, die ich selber gesehen habe. Das Stöckchen stammt von the Kesro.

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James Cameron
002. Titanic, 1997, James Cameron
003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, 2003, Peter Jackson
004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2, 2006, Gore Verbinski
005. The Dark Knight, 2008, Christopher Nolan
006. Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001, Chris Columbus
007. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, 2007, Gore Verbinski
008. Harry Potter und der Orden des Phönix, 2007, David Yates
009. Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009, David Yates
010. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002, Peter Jackson
011. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, 1999, George Lucas
012. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, 2004, Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
013. Jurassic Park, 1993, Steven Spielberg
014. Harry Potter und der Feuerkelch, 2005, Mike Newell
015. Spider-Man 3, 2007, Sam Raimi
016. Ice Age 3, 2009, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
017. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002, Chris Columbus
018. Der Herr der Ringe – Die Gefährten, 2001, Peter Jackson
019. Findet Nemo, 2003, Andrew Stanton
020. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith, 2005, George Lucas
021. Transformers – Die Rache, 2009, Michael Bay
022. Spider-Man, 2002, Sam Raimi
023. Independence Day, 1996, Roland Emmerich
024. Shrek der Dritte, 2007, Chris Miller
025. Krieg der Sterne, 1977, George Lucas
026. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004, Alfonso Cuaron
027. E.T. – Der Außerirdische, 1982, Steven Spielberg
028. Der König der Löwen, 1994, Roger Allers, Rob Minkoff
029. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008, S. Spielberg
030. Spider-Man 2, 2004, Sam Raimi
031. 2012, 2009, Roland Emmerich

032. The Da Vinci Code – Sakrileg, 2006, Ron Howard
033. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia, 2005, Andrew Adamson
034. Matrix Reloaded, 2003, Andy & Larry Wachowski

035. Oben, 2009, Pete Docter, Bob Peterson
036. Transformers, 2007, Michael Bay
037. New Moon – Biss zur Mittagsstunde, 2009, Chris Weitz
038. Forrest Gump, 1994, Robert Zemeckis
039. The Sixth Sense, 1999, M. Night Shyamalan
040. Fluch der Karibik, 2003, Gore Verbinski
041. Ice Age 2, 2006, Carlos Saldanha
042. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger, 2002, George Lucas
043. Kung Fu Panda, 2008, Mark Osborne, John Stevenson
044. Die Unglaublichen, 2004, Brad Bird
045. Hancock, 2008, Peter Berg

046. Ratatouille, 2007, Brad Bird
047. Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997, Steven Spielberg
048. Die Passion Christi, 2004, Mel Gibson

049. Mamma Mia!, 2008, Phyllida Lloyd
050. Madagascar 2, 2008, Eric Darnell, Tom McGrath
051. 007 – Casino Royale, 2006, Martin Campbell
052. Krieg der Welten, 2005, Steven Spielberg
053. Men in Black, 1997, Barry Sonnenfeld
054. 007 – Ein Quantum Trost, 2008, Marc Forster
055. I Am Legend, 2007, Francis Lawrence
056. Iron Man, 2008, Jon Favreau

057. Nachts im Museum, 2006, Shawn Levy
058. Mission: Impossible 2, 2000, John Woo
059. Armageddon, 1998, Michael Bay
060. King Kong, 2005, Peter Jackson
061. The Day After Tomorrow, 2004, Roland Emmerich
062. Das Imperium schlägt zurück, 1980, Irvin Kershner
063. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, 2008, Andrew Stanton
064. Kevin – Allein zu Haus, 1990, Chris Columbus
065. Madagascar, 2005, Eric Darnell, Tom McGrath
066. Die Monster AG, 2001, Pete Docter
067. Die Simpsons, 2007, David Silverman
068. Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991, James Cameron

069. Ghost – Nachricht von Sam, 1990, Jerry Zucker
070. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004, Jay Roach
071. Aladdin, 1992, John Musker, Ron Clements
072. Troja, 2004, Wolfgang Petersen

073. Twister, 1996, Jan De Bont
074. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989, Steven Spielberg
075. Illuminati, 2009, Ron Howard
076. Toy Story 2, 1999, John Lasseter
077. Bruce Allmächtig, 2003, Tom Shadyac
078. Shrek – Der tollkühne Held, 2001, Andrew Adamson, Vicky Jenson
079. Der Soldat James Ryan, 1998, Steven Spielberg

080. Mr. & Mrs. Smith, 2005, Doug Liman
081. Die Rückkehr der Jedi-Ritter, 1983, Richard Marquand
082. Charlie und die Schokoladenfabrik, 2005, Tim Burton
083. Gladiator, 2000, Ridley Scott
084. Der weiße Hai, 1975, Steven Spielberg
085. Hangover, 2009, Todd Phillips
086. Mission: Impossible, 1996, Brian De Palma
087. Pretty Woman, 1990, Garry Marshall
088. Cars, 2006, John Lasseter
089. Matrix, 1999, Andy & Larry Wachowski
090. X-Men – Der letzte Widerstand, 2006, Brett Ratner

091. Das Vermächtnis des geheimen Buches, 2007, Jon Turteltaub
092. Last Samurai, 2003, Edward Zwick
093. Tarzan, 1999, Kevin Lima, Chris Buck
094. 300, 2007, Zack Snyder

095. Ocean’s Eleven, 2001, Steven Soderbergh
096. Pearl Harbor, 2001, Michael Bay
097. Men in Black II, 2002, Barry Sonnenfeld
098. Sherlock Holmes, 2009, Guy Ritchie
099. Das Bourne Ultimatum, 2007, Paul Greengrass
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen, 1993, Chris Columbus

Ohje, ich glaube nicht, dass ich noch zu retten bin…

Filmabend V: The Amazing Screw-On Head 0 

Boah, hab ich grade eine Phase, in der ich nicht zum Bloggen komme (oder eMails beantworten, es hat sich wirklich eine Menge angesammelt, sorry an alle Betroffenen).

Naja, eine zwischenzeitliche Pflicht für den Blog zu erfüllen: Der Filmabend – diese Woche mit der ersten und einzigen Folge der bizzaren Zeichentrickserie The Amazing Screw-On Head, einer Steampunk-Serie um einen Roboterkopf mit austauschbaren Körpern, der für Abraham Lincoln übernatürliche Bedrohungen bekämpft.

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Und noch ein Filmtipp: Gamer 0 

Immer mal wieder gibt es einen Film, der schlechte Kritiken kriegt, weil ihn keiner versteht. Die wenigen intelligenten Filme aus Hollywood sind meist solche Fälle.
Gamer wurde gerne wegen seiner Faszination mit Blut und Sex kristisiert. Nur wenigen Kritikern wurde klar, dass das Absicht war: Gamer parodiert, nein spiegelt, den Alltag in Multiplayer-Shootern und sinnlosen Netzgesellschaften à la Second Life. Schonungslos und – das wird viele schockieren – realitätsnah.
Gamer zeigt eine Welt, in der zwei Videospiele – Society und Slayers – entwickelt wurden, in denen echte Menschen als Figuren fungieren. Dabei kritisiert er Massenmedien und Kapitalismus ebenso wie die in diesem Film durch Abwesenheit (oder Tolerierung) glänzenden Staatenwesen. Er zeigt die Eigenheit, die die Multiplayer-Community von der „normalen“ Welt entwickelt hat, ihre Geschlossen- und Fremdheit. Dass echte Gamer ihn für eine Sammlung von Stereotypen halten, zeigt einzig eine fehlende Selbstreflexion der Kommentatoren – oder aber Angst vor der Erkenntnis.
Im Endeffekt geht es aber gar nicht um Gamer – es geht um die modernen Massenmedien und das, was wir so alles für Unterhaltung halten. Und wer Society für unmöglich hält, sie daran erinnert, dass wir das selbe auch noch in den 90ern von Big Brother dachten.

Gamers Problem ist es, für die Action-Fans zu storylastig und für die Storyfreunde zu actionhaltig zu sein. Beide Gruppen mögen ihn nicht. Oh, und das Ende ist etwas sehr einfach – da hatte man wohl gemerkt, dass die 90 Minuten Filmzeit schon fast um waren.

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Shadaik über Watchmen 0 

So, gestern nachmittag Watchmen angeschaut. Und da ich den Film hier im Blog ja ein wenig mitvorschussbelorbeert habe, hier meine Meinung dazu:

Watchmen ist… ein Film. Kein aussergewöhnlich toller Film, kein schlechter Film, einfach nur ein Film. Er ist in Ordnung, man kann ihn ansehen und die fast 3 Stunden gehen gut rum.
Die Spezialeffekte sind gut, Nite Owls Fluggerät ein Traum für jeden Steampunk-Fan. Die Moral des Endes ist fragwürdig, aber das ist wohl Absicht. Der Rest ist irgendwie einfach nichts besonderes.

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