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Mediale KW 25/2015 0 

Last Exile

Science-Fiction, Japan 2003, Film/Netflix

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Die Kurierpiloten Claus und Lavie geraten bei einem Auftrag in größeres: Zwischen den zwei größten Reichen der Welt herrscht Krieg und die solche Dinge eigentlich kontrollierende übermächtige Gilde schaut tatenlos zu, wie der Krieg aus dem Ruder läuft.
Deutsche Synchro at its schlechtst. Charaktere wechseln von Folge zu Folge ihren Ton zu einander, keine der handlungen und Emotionen passen wirklich zusammen. Schade, die englische Version bekommt recht gute Bewertungen.
Die Welt hat ein seltsames Fast-Steampunk-Setting. Ja, es gibt riesige Luftschiffe, aber sie werden von Antigravitation in der Luft gehalten. Ebenso die kleinen Kurierflugzeuge mit ihren zum Fliegen offensichtlich unnützen Stummelflügeln. Last Exile baut eine ganz eigene Ästhetik auf, in der futuristische Technologie auf die Optik der Jahrhundertwende trifft. Das ist eine Welt, in der die Technik weit fortgeschritten ist, aber fast die gesamte Bevölkerung von dieser Entwicklung völlig abgehängt wurde. Ein seltsam realistisches Szenario.

Snow White and the Huntsman

Fantasy, USA 2012, Film/BluRay

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Hexe wird Königin, tötet den König und übernimmt das reich, sperrt Stieftochter Snow White (gespielt von Bella Swans oberen Schneidezähnen) im Schlossturm ein. An ihrem 18. Geburtstag entkommt Snow White, flieht mit Thor vor den Häschern der nun auf Mord gesinnten Königin zu den sieben Zwergen und kehrt in Rüstung und auf einem Schlachtross zum Schloss zurück, da sie die einzige ist, die den Unsterblichkeitszauber der bösen Königin brechen kann.
Ich wünschte wirklich, Snow White and the Huntsman wäre besser. Oder wenigstens interessanter. Es ist ein langweiliger Film mit einer sehr guten Hand für gute Bilder. Die saphirblauen Schmetterlinge, die sich an einem verendeten Reh laben, sind ein besonders einprägsames Beispiel, die gesamte Feenwelt ein anderes.
Aber es bleibt eben bei hübschen Bildern. Der Film selbst ist belanglos.

Mediale KW 24/2015 0 

Hat eigentlich irgendwer mitbekommen, dass ich Jurassic World geschaut habe? Ich meine, ich hab mich dazu ja quasi ausgeschwiegen. Oh, und Doodle Kingdom. Ansonsten wieder eine Woche, in der ich nicht zu viel Medienkonsum kam.

Jurassic World

Science Fiction, USA 2015, Film/Kino

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Isla Nublar: Seit zehn Jahren läuft der Seaworld-ähnliche Freizeitpark/Zoo Jurassic World erfolgreich, ständig sind um die 20.000 Besucher auf der Insel. Doch der Aufsichtsrat ist besorgt, da die Umsätze zu stagnieren beginnen — die Leute haben sich an Dinosaurier gewöhnt, etwas spektakuläres muss her. Also beginnen die Genetiker von InGen, einen neuen Dinosaurier zu kreieren. Größer als der T. rex, intelligenter als ein Raptor, aggressiver als beide zusammen. Es stellt sich heraus, dass das keine sonderlich gute Idee ist und Leute werden gefressen. Dass diverse Charaktere jeweils ihre eigenen Motive mitbringen, hilft nicht grade bei der Eindämmung des Chaos.
Anfangs machte mir Jurassic World etwas Sorgen. Zwei Mal schwelt eine Variante von John Williams‘ Welcome to Jurassic Park an, um genau nichts zu zeigen ausser ein paar Panoramen der Insel. Ich verstehe, wem es als Motiv dienen soll (Hammonds endlich realisierten Traum bei der Errichtung von Jurassic Park), aber es funktioniert nicht so recht. Dann landet ein offensichtlicher Modellhelikopter mit computergenerierter Besatzung vor einem Gehege. Und mit Zach taucht ein sehr, sehr teenageriger Teenager auf, der den ganzen Film nicht mehr verschwinden wird.
Doch das verschwindet bald. Während Zach samt Brüderchen Gray einige der Attraktionen des Parks besichtigt braut sich im abgesperrten Norden der Insel etwas zusammen und hält die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Der ganze Film ist eine einzige Eskalation, vom sehr ruhigen Aufbruch zum Park bis zum bombastischen Ende. Und das alles lässt sich nur zusammenfassen mit: Es macht Spass.
Jurassic World spricht vieles an. Vor allem räumt er endlich der Tatsache Raum ein, dass wir es hier nicht mit Dinosauriern zu tun haben, sondern mit künstlich erzeugten Freizeitpark-Attraktionen. Und er spricht die inhärenten Probleme der Gentechnik direkt an, indem es Indominus rex tödliche Fähigkeiten verleiht, die nie in dieser Form beabsichtigt waren. In den drei bisherigen Filmen haben wir menschliches Versagen oder Boshaftigkeit als Ursachen des Chaos. Erst jetzt, im dritten Film, ist es tatsächlich die Unberechenbarkeit der Natur, welche die Probleme verursacht. Versprochen hatte uns das schon Ian Malcolm im ersten Film, aber es brauchte dort dennoch einen korrupten Programmierer, um das Chaos zu starten. Per Knopfdruck.
In gewisser Weise ist Jurassic World der Film, der Jurassic Park sein wollte. Und noch viel mehr ist er eine Übertragung von Michael Crichtons Romanen auf die Leinwand. Dass die neue Fortsetzung dennoch nicht ganz so gut ist wie das Original liegt einzig an Steven Spielbergs Fähigkeiten.

Doodle Kingdom

Fantasy, UK 2014, Game/PS Vita
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Nach dem Ende der Welt durch die Menschen schafft Gott eine neue Welt, diesmal durchzogen mit Magie statt Technologie. Der Spieler ist ein Prinz, der in sein zerfallendes Königreich zurückkehrt, um es wiederaufzubauen. Dazu kombiniert man immer zwei Elemente, die ein neues Element oder eine Handlung ergeben. Beispielsweise führen Stein und Teich dazu, dass der Prinz eine Meerjungfrau erschrickt, mit der er dann einen Tauschhandel für eine Trankzutat machen kann. Sehen tut man allerdings nur das Ergebnis jeder Kombination. Sprich, man tippt Stein und Teich an, es erscheint die Meerjungfrau als neues Element-Icon, das man wieder weiter kombinieren kann. Das ist quasi das gesamte Spiel.
Es gibt noch einen nicht weiter bemerkenswerten Modus, wo ein Held über den Bildschirm läuft und dabei per Knopfdruck ab und an bei Laune/Gesundheit gehalten werden muss. Was so ziemlich alles ist, was man darüber sagen kann.
Doodle Kingdom kam mit hohen Empfehlungen von iOS-Nutzern. Ich kann nicht sehen, warum. Vorgänger Doodle God konnte man wenigstens noch zu Gute halten, die endlose Langeweile der Existenz als Allmächtiger erlebbar zu machen. Doodle Kingdom ist so fad, es ist noch nicht ein Mal mehr langweilig.

Mediale KW 21/2015 0 

Videospieligstes Videospiel ever: InFamous

Science-Fiction, USA 2009, Videospiel/PS3

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Fahrradkurier Cole McGrath wacht in einem gigantischen Krater auf, nachdem seine Fracht mitten in der Millionenstadt Empire City (lies: New York) explodiert ist. Doch die Explosion brachte nicht nur ungezählte Tote, sondern auch eine Seuche, eine militärisch gesicherte Quarantäne der Stadt und Superkräfte. Die Conduits — der Begriff taucht ohne Erklärung einfach auf — haben durch die Strahlung der Explosion ungewöhnliche Kräfte erhalten und wie sich bald herausstellt, war genau das der Zweck dieser Bombe. Cole selbst erlangte Kontrolle über Elektrizität, vom Verabreichen kleiner Stromschocks bis zum Heraufbeschwören von Blitzgewittern aus heiterem Himmel.
Sein Ziel nach einer gescheiterten Flucht aus der Stadt: Die Macht der von anderen Conduits angeführten Banden brechen und so an der Auflösung der Quarantäne mitwirken. Dem Spieler bleibt überlassen, ob er dabei den Einwohnern gegenüber als Superheld oder kleineres Übel auftritt.
Das Problem mit moralischen Entscheidungen in Videospielen: Die meisten Spiele haben Szenarien, in denen selbst die Guten dazu neigen, Gegner zu töten. Die Guten sind Teil einer moralischen Grauzone, die realistisch ist, aber eben auch problematisch wird, wenn man andere als Böse darstellen will. Und genau das zeigt sich bei InFamous extrem: Im Spiel kann man gute oder böse Entscheidungen treffen. Gute Spieler heilen kranke Passanten, retten andere vor Lynchmobs und versuchen, Gegner lebend zu fangen. Böse Spieler saugen geschlagenen Gegnern die Lebensenergie aus, vergiften die Wasservorräte um sich nicht zu besudeln und zünden in einer Millionenmetropole Bomben, um noch mächtiger zu werden. Kurzum: Die Bösen Optionen sind so offensichtlich und lächerlich böse, niemand wird sie nehmen ausser, um beide Enden im Spiel sehen zu können. Dazu kommt noch die Sonderrolle des Protagonisten: Niemand ausser ihm hat unter den Menschen mit Kräften die Möglichkeit, gut zu sein. Das ist bei vielen Spielen so, aber wenn es sich halt ausdrücklich mit Gut und Böse beschäftigt, fällt es um so mehr auf.
Aber es wirft dabei eben auch ein Schlaglicht auf unsere seltsame Vorstellung von guten Actionhelden. Aber erst die Fortsetzung wird merken, was für ein Potenzial die neue Serie da eigentlich aufgetan hat.

Spacehitler ist wieder da! Elysium

Science-Fiction, USA 2013, Film/BluRay

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Mitte des 22. Jahrhunderts ist die Erde weitgehend ruiniert. Die Reichen sind auf eine gewaltige Raumstation geflohen, die wie ein neuer Mond am Himmel steht. Dort, auf Elysium, existiert die Zukunft, wie wir sie aus Star Trek und den Visionen der NASA aus den 80ern kennen: Eine Welt ohne Krankheiten, ohne Not, in ständigem Luxus, Appleweiss und sauber. Die Erde hingegen hat gelitten. Es ist davon auszugehen, dass die Ruinen von Los Angelese, in denen der Film größtenteils spielt, als Teil der USA und Industriestandort noch zu den reicheren Gegenden der Erde gehören. Und schon dieser Ort wirkt ähnlich wie die Welt im Blomkamps Vorgängerfilm District 9.
Der wichtige Punkt ist: Auf der Erde ist das meiste so wie heute. Nur Polizei und Militär haben Zugriff auf einigermaßen moderne Technik, die Normalbevölkerung hat Glück, wenn sie die Maschinen in der Fabrik zusammenschrauben dürfen. Bei einem Arbeitsunfall (um seinem Vorarbeiter gegenüber sehr zuvorkommend zu sein) wird Jack verstrahlt und hat noch fünf Tage zu leben. Zusammengehalten von Pillen und einem Exoskelett vom Schwarzmarkt macht er sich auf den fast unmöglichen Weg nach Elysium, weit draussen im All. Denn dort ist seine Erkrankung heilbar – so wie jede Krankheit.
Wie langsam sich Neill Blomkamp auf seinem Weg aus Afrika von diesem Kontinent gelöst hat, zeigt sich vielleicht am besten in Elysium. Dabei ist Jacks Verfolger, der südafrikanische Söldner Kruger, noch geschenkt. Nein, was wir hier haben ist die Überquerung des Mittelmeers IN SPACE! Das ist nicht die amerikanische Geschichte von den mexikanischen Migranten – um aus Mexiko in die USA zu kommen muss man nicht mehr als einen Zaun überqueren. Nein, das ist die Reise übers Mittelmeer: Beschwerlich, gefährlich, organisiert von Schleusern, die selber (mit dem Geld) zurückbleiben. Das ist wenig überraschend: Die Situation in den USA dürfte Blomkamp nur von der privilegierten Seite aus kennen, aber von der Nordküste Afrikas weiss der ganze Kontinent.
Und das bedeutet auch: Wir sind die Bösen hier. Das Porträt Europas ist nahezu perfekt, nur bereinigt um die föderale Struktur der EU. Einwohner leben in völliger Selbstverständlichkeit mit den technologischen Wundern, die sie umgeben. Der Abschuss von Flüchtlingsschiffen wird pro forma durch den Präsidenten gerügt, um anschließend fortgeführt zu werden. Und sollte der Präsident sich anschicken tatsächlich etwas zu ändern, wird er entsorgt, dafür sorgt die zuständige Ministerin Spacehitler Delacourt (einschließlich Machtergreifung, auch wenn das Parlament erst etwas später brennt). Elysium hätte die Mittel, die Probleme auf der Erde zu lösen, denkt aber gar nicht erst daran. Das sieht unrealistisch aus, ist aber weitgehend die Realität der Festung Europa.
Schade nur, dass der Film weniger lohnt als die Botschaft. Ich meine, wir haben ein Kind mit Leukämie im Film. Und jeder Film über die Suche nach einem einmaligen Heilmittel mit einem kranken Kind im selben Film verläuft exakt gleich. Vor allem endet er exakt gleich.

Bruttonationalfadheit: What Happiness is

Dokumentation, Österreich 2012, Film/Netflix

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Ein paar Dokumentarfilmer folgen einer Gruppe von Beamten durch Bhutan. Die Beamten sollen das Bruttonationalglück bestimmen. Doch das geht nicht ganz so einfach wie gedacht: Zahlreiche Lebensmodelle, Ideen von Glück und die grundsätzliche Konzeptlosigkeit bei der Erfindung des Begriffs stehen dem Vorhaben im Weg.
Ich fand das Ganze offen gestanden extrem fad, aber wer mag kann hier sehen, wie wenig wir über Glück wissen, wie komplex diese Idee eigentlich ist und vor allem, dass man Glück eigentlich nicht messen kann. Aber dass es sich durchaus lohnen kann, es zu versuchen. Nur halt nicht für die Zuschauer.

Stichworte:

Mediale KW 20/2015 0 

Diese Woche: Zwei nostalgische Sachbücher und ein Tom Cruise.

Pädagogen-Zeitkapsel: vernünftiger schreiben — reform der rechtschreibung

Sachbuch, Deutschland 1974, Taschenbuch
Das Deutsche ist eine komplexe Sprache mit einer nach vielen Maßstäben völlig vermurksten Rechtschreibung. Der Ansatz, die Schreibung von Wörtern an ihrer Herkunft auszurichten führt zu einem Kuddelmuddel an Möglichkeiten, Ausdrücke in die Schriftform zu übertragen. Da hätten wir das „dass“ mit seinem überflüssigen zweiten s (wir sprechen „das“ und „dass“ gleich ohne, dass dies zu Problemen führen würde, warum schreiben wir sie also unterschiedlich?). Oder die Beibehaltung vermeintlich griechischer Wörter, obwohl diese ohnehin schon durch die Übertragung in das lateinische Alfabet ihrer Historie beraubt und zugleich an die deutsche Aussprache und Grammatik angeglichen wurden — oder spricht etwa irgendwer ein ph als solches aus und nicht als deutsches f? Und ja, da ist ein Unterschied, aber das würde jetzt zu weit führen (kurz: f ist ein labiodentaler Frikativ, ph ein aspirierter Plosiv oder im Neugriechischen durch zwischenzeitlichen Sprachwandel ein bilabialer Frikativ, nachschlagen erlaubt). Ich habe dazu grundsätzlich schon 2013 etwas geschrieben.
Worauf ich hinaus will: Die Idee einer Rechtschreibreform ist in etwa so alt wie jene einer einheitlich geregelten deutschen Rechtschreibung. Und vernünftiger schreiben, nicht zufällig kleingeschrieben, ist ein 41 Jahre altes Beispiel davon. Hinter dem Projekt steckten keine Leichtgewichte der deutschen Sprache – es sind die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), das Deutsche PEN-Zentrum und der Verband Deutscher Schriftsteller.
Viele der Vorschläge sind inzwischen umgesetzt, einige nicht, etwa die konsequente Kleinschreibung. Entsprechend amüsant lesen sich viele Passagen für Eingeweihte. Und hin und wieder findet man Worte der Weisheit, an denen viele heutige Sprachschützer und Pädagogen innehalten können sollten. Etwa diese von Siegfried Jäger (S. 62):

Die geforderte benotung von rechtschreibleistungen ist auf breitester basis zu verweigern, da sie nichts messen kann, weder intelligenz noch fleiß, noch prognosen für die zukunft zulässt. Sie ist völlig willkürlich und zu nichts anderem gut, als die kinder zu disziplinieren, ja letztlich ihre in die schule mitgebrachten fähigkeiten nicht selten zu zerstören. (sic!)

Wertvolle Bücher eröffnen neue Perspektiven. Dieses Buch ist heute wertvoller denn je.

Generationsporträt: Wir sind online — wo seid ihr?

Sachbuch, Deutschland 2012, Taschenbuch
Einerseits ist Wir sind online ein amüsantes Buch. Gut geschrieben, gefüllt mit Anekdoten, Wortspielen, Scherzchen in Nebensätzen. Wer dieses Blog kennt, wird den Stil kennen.
Andererseits ist da noch das Amüsement, das sich aus Dingen ergibt, über die Autor Klaus Raab wenigstens dem Anschein nach keine Kontrolle hatte. Etwa die Tatsache, dass ein Buch über das Leben jener, die mit Computern aufgewachsen sind, nur auf Papier erhälltlich ist. Oder jene, dass dieser Buch in seiner Ablehnung des Generationenbegriffes eines der besten Porträts einer Generation geworden ist, die ich bis jetzt gesehen habe.
Jeder von uns kennt Leute, die den sozialen Medien gerne ein a vorsetzen und das dann als einziges Argument einer Feindschaft dagegen anführen. Es ist lästig und albern, aber wenigstens spielen diese Leute nicht mit ihren Rollatoren auf unserem Rasen. Nur sind es auch diese Leute, die allgegenwärtig in den (alten) Medien ihre unsubstanzierte Meinung zu eben diesen Medien breitwälzen, die darüber Gesetze beschließen und über die jungen Leute von heute schimpfen wollen.
Klaus Raab nimmt das als Basis für einen Rundumschlag. Er wirft das Kontrukt der ikonisch definierten Generation (Golf! Pratikum! Doof!) kurzerhand ein, baut aus den geworfenen Steinen seinerseits eine digitale Generation und ordnet diese dann in einen Kontext: Die Geschichte der Jugendkultur, des Begriffs der Jugend an sich und jener ihrer Rezeption. Das Ergebnis ist das Bild einer „Generation“, das vor allem eines leistet: Es trifft. Und noch wichtiger es vermittelt dank der Bezüge auf den Blödsinn, den die heute alten Generationen einst angestellt haben. Dieses Buch sollte lesen, wer jene nicht mehr versteht, die heute ihre Zeit in sozialen Medien und überhaupt dem Internet verbringen.
Meine Empfehlung: Kaufen, um es an genau solche Menschen verschenken zu können. Dafür wiederum ist die Papierausgabe deutlich sinnvoller als eine elektronische. Vielleicht war das Fehlen einer eBook-Version also doch Absicht.

Und deshalb gibt es Spoilerwarnungen: Oblivion

Science-Fiction, USA 2013, Film/BluRay
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Ich habe mit dem neuen Design auch die Möglichkeit eingeführt, Spoiler im Text zu verstecken. So zum Beispiel: Niemand kann mich sehen, hihi! Oy! Zum Lesen muss man den Text markieren. In dieser Besprechung wollte ich das erstmals nutzen, da Oblivion kaum ohne Spoiler zu besprechen ist. Und wisst ihr, was anscheinend auch nicht ohne Spoiler möglich ist? Der verdammte Trailer, der mal eben praktisch alles ausser den letzten fünf Minuten verrät, vermutlich um Morgan Freeman im Trailer haben zu können. Deshalb hier auch nicht eingebunden.
Okay, jetzt aber: 2077. Die Erde ist entvölkert, nachdem ausserirdische Invasoren den Mond gesprengt und den Planeten unbewohnbar gemacht haben. Jack und Victoria sind auf der Erde, um Drohnen zu warten, die gewaltige Anlagen verteidigen, die das Wasser der Erde aufsaugen, um daraus Treibstoff für den Exodus der Menschheit zu gewinnen. Doch Jack wird von seltsamen Träumen geplagt, die mehr wie Erinnerungen anmuten. Was sehr wahrscheinlich ist, da die beiden als Sicherheitsmaßnahme keine Erinnerungen an ihr Leben vor der Mission haben. Als Jack die Frau aus seinen Träumen als Überlebende eines Raumschiffabsturzes rettet, beginnt sein Weltbild, zusammenzubrechen.
Mit Spoilern kann ich die Besprechung jetzt enorm abkürzen: Es ist Moon (großartiger Film, seht Moon!) mit der Action von I am Legend (die Version mit Will Smith, nicht das Buch oder die ältere Verfilmung Der Omega-Mann).
Oblivion ist ein Film, den man schon ein paar Mal gesehen hat, wenn man Science-Fiction kennt. Er sieht verdammt gut aus und unterhält, das war’s aber auch. Die eine große Frage, die er stellt, beantwortet er, indem er sie beiseite schiebt und am Ende mit einem Nebensatz abspeist (Was wäre die Identität eines Klons mit Erinnerungen des Originals?. Und das Ende… ich zitiere kurzerhand die Ärzte: „Männer sind Autos, nur ohne Reserverad.“ Und jetzt habe ich angefangen, über das Ende nachzudenken und es wird mit jedem Gedanken seltsamer. Ist Julia wie ein Kind, dem man einfach ein neues bringen kann, wenn ihr altes Haustier stirbt? Und es hat diese seltsame Filmlogik, dass neun Jahre lang ausser Alterung der Nebenfiguren nichts statt findet, wenn diese Jahre durch einen Schnitt überbrückt werden.
Mehr gibt es über Oblivion eigentlich nicht zu sagen. Aber hey, ich konnte meine Spoiler-Versteckmethode einführen und vernünftig ausprobieren.

Mediale KW 19/2015 0 

Eine für mich sehr kurze Woche resultiert in wenig Medienkonsum mangels freier Zeit. Und, nun, sagen wir einfach, meine restliche Woche war deutlich besser als meine Auswahl an Filmen.

Der Antichrist mal wieder – Ghost Rider: Spirit of Vengeance

Dark Fantasy, USA 2012, Film/Netflix

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Ein Donnerstag im Jahr 2011 bei Columbia Pictures. Besprochen wird eine Fortsetzung zu einem Film, der 229 Millionen Dollar gemacht hat.
„Schnell, unser Hauptcharakter ist ein Dämon aus der Hölle und wir brauchen einen Plot für den zweiten Film, weil Geld!“
„Klarer Fall von Standardplot 37!“
„Standardplot 37?“
„Satan plant, in einem dämonischen Ritual seinen perfekten Körper für die Existenz auf Erden zu übernehmen und versucht nun, dafür an das dazu von ihm gezeugte Menschenkind zu gelangen“
„Achso, Standardplot 37! Sag das doch gleich!“
Ich wollte Samstag Abend etwas wirklich, wirklich dummes sehen. Die anderen beiden Kandidaten (Fluch der Karibik 3 und Lone Ranger) waren je über zwei Stunden lang, also fiel meine Wahl auf das kürzere Spirit of Vengeance. Nicolas Cage zieht Grimassen, schauspielert seine Sprechparts als wäre er während der gesamten Dreharbeiten nicht auf Klo gegangen und tauscht sein brennendes Motorrad in einer Szene gegen EINEN FLAMMENDEN TAGEBAUBAGGER! Ich würde behaupten, mein Plan war von Erfolg gekrönt. Spektakulärem Erfolg.
Und wer hätte gedacht, dass der Ghost Rider in Wirklichkeit eine Metapher für Hardrang ist? Bester schlechter Film seit langem.
Film bei Netflix

Affwerdung – Tarzan II

Fantasy, USA 2005, Film/Netflix

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Auch Standardplot 13 kommt diese Woche zur Anwendung: Protagonist oder wichtige Nebenfigur fühlt sich in ihrer Gruppe fehl am Platze und verschwindet von dort um anderswo ihre Bestimmung zu finden. Und am Ende ist klar, dass alles nur ein Missverständnis war und/oder die Figur ist daheim willkommen. Pflichtgeschichte für mindestens eine Folge in jeder Kinderserie. Bibelfeste Leser dürfen an verlorene Schafe denken.
Also wird Tarzan als Kind von der Gorillafamilie getrennt und verschwindet weil er glaubt, dass es so besser wäre. Unterwegs findet er eine weniger nette Gorillafamilie und einen alten griesgrämigen Gorilla, dessen Herz er erweichen darf.
Aus irgendeinem Grund sehe ich immer wieder Videofortsetzungen von Disney an, obwohl einige davon wirklich furchtbar sind. Vermutlich Neugierde. Und im Kontext von Disney-Fortsetzungen gilt: Tarzan II ist okay. Überflüssig und uninspiriert, aber harmlos. Und letzteres kann nicht jedes dieser Werke von sich sagen – ja, ich sehe dich an, Glöckner von Notre Dame 2. Und damit meine ich jetzt nicht, dass Glöckner 2 Disneys erstes offen schwules Liebespaar hat (zwischen einer lebenden Statue und einem Ziegenbock…).
Wo war ich? Ach ja, Tarzan II. Urteil: Es gibt schlimmeres.
Film bei Netflix

Pappkameraden – Knights of Sidonia: Staffel 1

Science-Fiction, Japan 2014 (OmU), Serie/Netflix

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1.000 Jahre nachdem eine rätselhafte ausserirdische Zivilisation namens Gauna das Sonnensystem zerstört hat, leben die Reste der Menschheit in einem gewaltigen Raumschiff namens Sidonia. Aus den Tiefen dieses Schiffes taucht eines Tages ein Junge namens Nagate auf, der prompt zu den Piloten der Mechas geschickt wird, die Sidonia gegen die immer noch angreifenden Gauna verteidigen.
Knights of Sidonia ist ein seltsamer Versuch einer computeranimierten Animeserie. Zahlreiche Charaktere mit immer gleichen merkmalslosen Gesichtern tauchen auf und verschwinden wieder aus der Handlung, die meisten sterben relativ schnell in den Schlachten gegen die Gauna. Die Welt ist einfach nur seltsam, um seltsam zu sein und Dinge geschehen ohne Hintergrund oder Logik (wie Nagate selber). Tatsächlich ist das die Grundlage des gesamten Aufbaus von Knights of Sidonia: Dinge passieren einfach, Dinge sind einfach und nichts und niemand hat eine Persönlichkeit. Die ganze Welt ist spürbar nicht mehr als Kulisse.
Serie bei Netflix

Stichworte:

Mediale KW 18/2015 0 

Deutlich bessere Woche als die letzte Woche. Jetzt mit Angabe zu Genre, Herkunft und der Sprachversion, die ich für die Bewertung zum Maßstab nehme (mit Angabe, falls deutsch verfügbar ist).

Wo die Zukunft war: Das Gernsback-Kontinuum (Buch/Kindle)

Fantastic Realism (?), William Gibson 2015, deutsche Übersetzung
William Gibson hat als einer der Begründer des Cyberpunk sehr deutlich erleben können, wie es ist, wenn die Science-Fiction von der Zukunft überholt wird. So verwundert es nicht, dass grade er eine solche Geschichte schreibt: Ein Fotograf reist durch die USA, um die Überreste jener Zukunft festzuhalten, die man sich in den 50ern vorstellte. Spektakuläre Bauten und Ideen einer Zukunft, die nie Gegenwart wurde. Je mehr er sich damit beschäftigt, um so öfter sieht er Stücke dieser Zukunft vor seinen Augen, für kurze Momente werden sie gleichsam wahr.
Das Gernsback-Kontinuum ist weniger eine Kurzgeschichte als ein Setting und hat schon daher etwas von einer Kurzgeschichte, die normalerweise nicht Text wäre. Es ist die textliche Version des Bildes eines surrealistischen Künstlers, der in seinen Bildern Geister der Vergangenheit über die heutige Welt legt. Und wie bei einem Gemälde sind die Fragen nicht im Text oder im Subtext, es sind keine Fragen des Werkes. Die Fragen sind im Geist des Betrachters, es sind seine Fragen. Wohin geht die Zukunft, wenn sie nie war?
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Grüne Schulterbeklopfung: Das konvivialistische Manifest (Buch/Kindle)

Gemeinsame Erklärung, Frankreich 2013, deutsche Übersetzung
Das konvivialistische Manifest ist einer dieser großen Texte, die für andere Leute als mich gedacht sind. Einfach, weil ich das alles nicht nur bereits gelesen habe und weiss, sondern auch, weil es bereits weitgehend mit meinen Überzeugungen übereinstimmt. Wachstum braucht Maß, die Erde geht kaputt, die Gier einiger Mächtiger verschiebt das Gleichgewicht der Mächte zum Schaden der Mehrheit… ich muss diese Selbstverständlichkeiten nicht wieder und wieder in irgendwelchen Manifesten und [Verb]t-Euchs lesen, das ist schlichtweg Zeitverschwendung die davon abhält, den Arsch aus dem Sessel zu bewegen um was an diesen Problemen zu tun.
Wenn sich mein Hintern in einem Sessel befindet um Medien zu konsumieren, verlange ich als allermindestes, etwas Neues zu erfahren.

Nietzsche im U-Boot-Krieg: Arpeggio of Blue Steel (Serie/Netflix)

Science-Fiction, Japan 2013, OmU

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2039: Eine plötzlich auftauchende Flotte gehobener Schiffe des 2. Weltkriegs vernichtet, ausgestattet mit Waffen jenseits allem, was die Menschheit kennt und gesteuert von Künstlichen Intelligenzen, alle Verbindungen zwischen den Kontinenten. Die Nebelflotte genannten Schiffe machen es unmöglich, sich aufs oder über das offene Meer zu begeben. Japan, abhängig von Lieferungen aus Übersee und ohnehin schwer von den steigenden Meeresspiegeln des Klimawandels getroffen, steht am Rande des Zusammenbruchs. Seine letzte Hoffnung ist ein neu entwickelter Torpedo, den es aber in seiner Lage nicht mehr selbst in ausreichender Menge herstellen kann – der Prototyp muss über den Pazifik in die USA gebracht werden. I-401, ein desertiertes U-Boot der Nebelflotte, ist das einzige Schiff, das eine solche Fahrt überleben kann.
Das alles ist nur der Hintergrund für die eigentliche Geschichte. Eingebettet in beeindruckende Seeschlachten und versteckt hinter etwas, was zunächst ein Harem-Anime (Anime-Genre mit einem männlichen Protagonisten unter zahlreichen Frauen, die ihn alle begehren) zu drohen scheint, beginnt Arpeggio of Blue Steel schnell, ernste Fragen zu stellen.
Die Schiffe arbeiten auf Direktive der „Generaldirektive“ ohne zu wissen, woher diese (oder sie selbst) eigentlich kommen. Doch durch ihre neuen menschlichen Avatare und in Kontakt mit I-401 und ihrem Kapitän, Gonzou Chihara, beginnen die KIs der Schiffe, sich zu verändern. Sie entwickeln Persönlichkeiten, Emotionen, beginnen ihre Funktion als Waffen für einen unbekannten Auftraggeber in Frage zu stellen. Diese internen Konflikte der Nebelflotte sind das eigentlich interessante an der Serie. Man kann das auf so viele Arten lesen, ich wage kaum eine Auswahl: Religiöser Schismus, Auswirkungen von Sinnsuche auf die Weltsicht, Gehorsam gegen Autonomie, eine Möglichkeit der Weiterentwicklung einmal geweckter KI, das Wesen des Menschseins, Krieg und seine Waffen. Dass am Ende einige der wesentlichsten Fragen nie beantwortet wurden, ist dabei kein Fehler, es ist ein weiteres Statement. Die Welt ist nicht einfach und am Ende macht sie nicht einmal wirklich Sinn. Dass der Turm der I-401 mit einem Nietzsche-Zitat geschmückt ist, ist kein Zufall.
Serie bei Crunchyroll | Netflix

Anderdisney: Bärenbrüder (Film/Netflix)

Fantasy-Abenteuer, USA 2003, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Wie sähe Hollywood aus, wäre es nicht christlich, sondern schamanistisch geprägt? Disneys Ausflug in die Steinzeit gewährt einen Einblick in eine solche Parallelwelt.
Der junge Jäger Kenai provoziert einen Bären zum Angriff, was seinen Bruder das leben kostet. Erfüllt von Wut tötet Kenai den Bären, aber wird dafür von den Geistern der Verstorbenen bestraft: Er wird selbst zum Bären, verfolgt von seinem verbliebenen Bruder, der bei aller vorgetragener Ruhe nach dem zweiten Tod eines Geschwisters nun seinerseits auf Rache aus ist.
Bärenbrüder ist der Disneyfilm mit den klar schlechtesten Kritiken. Das ist unfair, wenigstens nach dem zu urteilen, was ich bisher von Home on the Range gehört habe. Der Film hat seine Fehler, etwa den deutlich schlechter als in Tarzan eingebundenen Phil Collins, der für genau einen Song auftaucht, wahrscheinlich damit man was für den Trailer hat. Die Geschichte ist jetzt auch nicht die kreativste der Welt und der große Twist ist nur für Koda und Kenai selbst ein solcher, Zuschauer dürften ihn beim ersten Treffen mit Koda kommen sehen.
Keines von Disneys großen Meisterwerken, aber trotzdem ein Film, den man wenigstens ein Mal gesehen haben sollte, um etwas gänzlich anderes aus diesem Hause zu sehen.
Film bei Netflix

Diesmal mit Buchbezug: The Congress (Film/Netflix)

Science-Fiction, Frankreich/Israel 2013, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Stanisław Lems Der futurologische Kongress wurde nie verfilmt, obwohl es einer der Bände um Ijon Tichy ist – die Folge der nach ihm benannten Serie mit dem selben Titel basiert auf einer komplett anderen Geschichte lems. Das ändert auch Ari Folman nur teilweise, denn sein Film ist mehr inspiriert von Lem, als eine Umsetzung. Übenrommen hat er dabei seltsamerweise jene Teile der Geschichte, die am schwersten verfilmbar erscheinen.
Schauspielerin Robin Wright erhält das Angebot, von der Filmfirma Miramount digitalisiert zu werden. Echte Schauspieler verschwinden und werden durch digitale Nachbildungen ersetzt, die für die Studios berechenbarer, günstiger und breiter verwertbar sind. Robin, in ihren 40ern und damit nicht mehr das junge hübsche Mädchen, das Hollywood in ihr sucht, stimmt nach einigen Bedenken zu. 20 Jahre später wird sie erneut von Miramount eingeladen, diesmal zum futurologischen Kongress in Abrahama, einer Stadt, in der alle Einwohner und Besucher durch die Einnahme von Drogen eine gemeinsame Illusion sehen, eine Welt aus Zeichentrickfiguren, in der alles möglich scheint. Bei einem Überfall auf Abrahama bekommt Robin eine Überdosis Hallucinogene ab – sie kann nicht länger zwischen Realität und Illusion unterscheiden und wird eingefroren, bis eine Heilung möglich ist. So kommt sie schließlich weitere 20 Jahre in die Zukunft: Ihr Zustand ist zum Normalzustand der Menschheit geworden, die „andere Seite der Wahrheit“ hinter den Illusionen ein rätselhafter Ort, den niemand mehr wahrnimmt.
Dies sei direkt gesagt: Wer Logiklöcher sucht, der wird sie zuhauf finden. Es ist völlig unklar, wie sich die hallucinogene Welt zur echten verhält, wie irgendjemand in der Illusion überlebt oder wie diverse Aktionen in der Animation auf die echte Welt zurückwirken. Vielleicht ist alles eingebildet und alle stehen nur ins Leer stierend herum, aber dann macht die Autofahrt zum Kongress keinen Sinn.
Bei Lem geht es aus der Welt des Kommunismus in die Halluzination. In gewisser Weise macht es sogar mehr Sinn, die Geschichte nach Hollywood zu verlegen und mit der Digitalisierung in Verbindung zu bringen.Eine Zukunftsvision, in der niemand mehr die reale Welt kennt oder auch nur wahrnimmt hat im Internetzeitalter noch ein Mal einen ganz anderen Schlag.
The Congress gehört zu den Filmen, die man nicht als Film aufnehmen sollte, dann fällt er in sich zusammen. Er ist eine reine Metapher für eine aus den Rudern laufende Welt und die immer mehr zur parallelen Scheinwelt werdende Allgegenwart der Medienkonzerne.
Film bei Netflix

Feminismus-Schau: Die Anstalt 29.04.2015 (Show/Youtube)

Kabarett, Deutschland 2015, deutsch

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Ja, die Anstalt ist auch dann noch gut, wenn ich beim Thema nicht mit den Machern übereinstimme. Konkret stört mich etwas der Singular des Femismus, als würden Alice Schwarzer und Charlotte Roche sich zur selben Bewegung zählen.

Ringelreihen mit Popcorn: Looper (Film/BluRay)

Science-Fiction, USA 2013, englisch (deutsche Synchro verfügbar)

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Ein vergessener Nachtrag aus der letzten Woche. 2044: Eine Art Mafia des Jahres 2074 nutzt die einzige existierende Zeitmaschine, um Menschen in der Vergangenheit töten zu lassen und so ihre Spuren zu verwischen. Das letzte Opfer jedes Killers (so genannte Looper) ist man selbst, dann geht es für die restliche Zeit in eine luxuriöse Rente, bis man an den Punkt seiner Zukunft gelangt, an dem man zu seinem jüngeren Selbst geschickt und erschossen wird. Joe ist ein Looper, macht seine Arbeit und wird dafür reich. Doch plötzlich steht ein Looper nach dem anderen vor seinem letzten Opfer – und da Joe im Alter zu Bruce Willis wird, entkommt dieser. Von jetzt an verfolgt Joe sein älteres Selbst, die Looper-Organisation verfolgt beide und der alte Joe sucht den späteren Boss der Loopers, damit das alles nie geschehen sein wird.
Die Logik von Zeitreisen ist schwierig, aber ich halte mich in solchen Fällen an die Maxime: Wir haben keine Erfahrung mit Zeitreisen, ergo wissen wir auch nicht das Geringste darüber, welche Folgen vermeintliche Paradoxone haben oder wie und ob Kausalität Zeitreisende nach ihrer Ankunft in der Vergangenheit trifft. Okay? Gut!
Nur bleibt ansonsten nicht viel zu sagen: Looper ist unterhaltsames Popcornkino. Was heraussticht, ist das Ende. Nicht nur, weil es überrascht, sondern auch, weil es so unfilmisch ist. Es ist ein Ende, das man vom geschriebenen Text erwarten kann, wo seine Plötzlichkeit in der Beschreibung ausgeglichen wird. Im Film geschieht das Ende in kaum mehr als einer Sekunde und alles ist mit einem einzigen Schnitt vorbei. Womit dieser Beitrag den Kreis mit dem Gernsback-Kontinuum am Anfang geschlossen hat.

Mediale KW 17/2015 0 

Bei meinen Freitäglichen Fünf gibt es das beste Echo regelmäßig auf dort Platz findende Besprechungen von Medieninhalten, die mir gefallen haben: Filme, Bücher, Videospiele und dergleichen. Es scheint mir also logisch, diesen teil auszubauen und zu einer eigenen Reihe zu machen: Die Mediale KW, jeden Montag kurze Besprechungen der Filme, Bücher, Spiele etc., die ich in der jeweiligen Woche gesehen/gelesen/gespielt/etc. habe.
Diese Woche: Zwei gute Bücher, drei schlechte Filme

Wortreich: ABC der Verlagssprache (Buch/Kindle)

Wilhelm Ruprecht Frieling ist lange dabei. Also hat er 40 Jahre Erfahrung im Verlagsgewerbe durchstöbert und die Ergebnisse in einem Lexikon des Verlagsjargons und wichtiger Begriffe der Branche zusammengefasst. Und mit 3.500 Lemmata (ich habe nicht nachgezählt, weil ich noch nicht vollständig dem Wahnsinn verfallen bin) kann sich das Ergebnis sehen lassen.
Diese Sammlung funktioniert als genau das, was sie sein soll: Ein Verzeichnis von Fachbegriffen, das schnell zur Hand ist und alle wichtigen Begriffe knapp erläutert, manchmal etwas sehr knapp. Stellenweise scheint der Humor des Verfassers durch, etwa wenn „ABC“ seinen eigenen Eintrag erhält. Die Papierausgabe ist ohne Einschränkungen zu empfehlen. Mir stand die Kindle-Ausgabe zur Verfügung, die der Autor mir mit der freundlichen Bitte um eine Bewertung überlassen hat.
Die Kindle-Ausgabe hätte wahrscheinlich eine komplett eigene Formatierung vertragen, denn bei einem solchen Werk fällt der Verlust des schnellen Durchblätterns als Suchoption schon sehr auf. Die Navigation führt bis zum ersten Eintrag eines Buchstabens und von da an heisst es Suchen. Verweise sind als Links verwoben, dennoch ist die Suche nach einem Startpunkt einiges an Aufwand. Wahrscheinlich wäre es für Kindle sinnvoll gewesen, eine feinere Navigation einzusetzen, die innerhalb der Abschnitte Unterabschnitte definiert – etwa mit Links auf das jeweils erste Auftreten der Kombination zwei Buchstaben am Wortanfang. Und während es im Papierbuch keinen Verlust darstellt, auch Einträge zum Beispiel für die Casus des Latein zu haben, tragen diese auf Kindle einzig dazu bei, die Anzahl der Klicks zu erhöhen die nötig ist, einen Begriff zu finden.
Die Papierversion ist ein hervorragendes Nachschlagewerk, wenn auch die einzelnen Einträge meist sehr knapp ausgeführt sind. Eben gezielt zum schnellen Nachschauen. Für die Kindle-Ausgabe gilt dies im Grunde auch, sie ist nur nicht ganz so komfortabel nutzbar und bildet ein gutes Beispiel dafür, dass Papierbücher und eBooks manchmal einfach unterschiedliche Gestaltungsansätze erfordern.

Pacificas Antithese: Flotilla (Buch/Kindle)

Es gibt überraschend wenige Werke in der Science-Fiction, die sich explizit mit schwimmenden Städten beschäftigen. Das kleine Genre lässt sich durch zwei Werke sehr gut abstecken: Auf der einen Seite mein eigenes Introduction, auf der anderen Daniel Haights Flotilla. Pacifica in Introduction ist der hoffnungsvolle Versuch, durch Abstreifen einer falsch laufenden Geschichte und Gegenwart ein Utopia zu bauen; Colony D in Flotilla ist eine nur von Hoffnung und zwielichtigen Aktivitäten am Leben gehaltene Fischfabrik. Beide dürften unbewusst Bioshocks Unterwasserstadt Rapture viel zu verdanken haben und über diese Schiene findet sich dann auch Ayn Rands Erbe in all seinen möglichen Auswirkungen wieder. Das Leben einer solchen Stadt in drei Porträts: Aufbau (Pacifica), Untergang (Colony D) und Ruinen (Rapture).
Zur Geschichte: Teenager Jim wird im Rahmen seiner Kur vom drohenden Alkoholismus zu seinem geschiedenen Vater geschickt, der mit dem Boot Horner C Teil der schwimmenden Colony D ist, einer Art schwimmender Fischfarm im Pazifik vor Kalifornien. Die Kolonie ist dreckig und ihre Einwohner rangieren allesamt von bizarr bis zweifelhaft. Jeder Tag ist gefüllt von harter Arbeit und dem Leben auf dem Meer zum täglichen Leben notwendige Dinge abzutrotzen erweist sich als gewaltige Herausforderung. Dass Jims Vater ständig versucht, dem harten Leben als Fischfarmer zu entkommen, macht es ihm nicht einfacher, landet er so doch regelmäßig in den halbgaren Plänen seines Vaters. Und das sind die Tage, an denen es gut läuft…
Ein wenig kann Flotilla seine Leser vor den Kopf stoßen. Figuren verschwinden plötzlich aus der Handlung, andere kommen hinzu und es ist nie klar, wer für die Geschichte eigentlich wichtig ist und wer nicht. Das ist zwar realistisch, aber auch etwas lästig. Und auch der Fokus der Geschichte mag so manchen Leser überraschen: Es geht nicht um die Kolonie, es geht um Jims Erwachsenwerden. Dies ist eine klassische Coming-of-Age-Geschichte in einem sehr unklassischen Szenario. Und so endet die Geschichte dann auch einigermaßen abrupt und mit vielen offenen Fragen inmitten eines Kriegsausbruchs, nachdem Jim in das Erwachsenenleben hinein gefunden hat.

Gravity ohne meine zweitliebste Schwäbin: Tron Legacy (Film/Netflix)

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Hier ist eine Frage an alle aus meiner Generation und älter, aber nicht ein Jahr jünger: „Erinnert ihr euch an Tron?“ Okay, das war eine Fangfrage, die Antwort lautet natürlich: „Äh, naja, also, äh… sah gut aus!“
Seien wir ehrlich, die meisten kennen von Tron noch die Optik und ein-zwei beeindruckende Szenen wie das Motorradduell und den ersten Auftritt dieser komischen Tor-Raumschiff-Hybriden. Das Problem mit Tron Legacy ist, dass es ein besseres Gedächtnis hat als die Fans des Films (oder zumindest als ich). Ich bin sicher, die Geschichte um das ausser Kontrolle geratene Programm Clu, das ursprünglich die Welt des Grid zur perfekten Welt formen sollte, ist groß episch und bedeutsam. Nur ist der vorherige Film so lange her, dass die Geschichte zu einem in der Schwerelosigkeit treibenden hübschen Ornament wird.
Und wenn ich in der Schwerelosigkeit treibende hübsche Ornamente suche, bevorzuge ich Sandra Bullock in Gravity.

Teutates sei mit uns: Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät (Film/Netflix)

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Astérix bei den Briten ist wie alle Astérix-Filme vor 1990 ein hervorragender Trickfilm. Im Auftrag ihrer Majestät ist nicht Astérix bei den Briten.
Das Beeindruckendste an diesem Film ist die chirurgische Präzision, mit der alles Gute aus der vorherigen Verfilmung herausoperiert und durch langweilige Albernheiten ersetzt wurde, wie man sie in praktisch jeder modernen Komödie sehen kann. Die Überfahrt nach Britannien ist hier das beste Beispiel: Der Cartoon bringt die Piraten und einen der besten Witze des Films ein, der Realfilm macht daraus einen ereignislosen Abschnitt mit einem schmerzhaften Inder-Klischee. Nunja, wenigstens die Normannen waren lustig.
Erster und wahrscheinlich auch letzter Realfilm dieser Reihe, den ich gesehen habe.

City of Ember (Film/BluRay)

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City of Ember bekommt von mir noch nicht mal eine pseudo-clevere Überschrift. Hauptsächlich, weil ich drei Tage nach Ansehen schon wieder so gut wie vergessen habe, dass ich ihn sah.
Im Vorfeld eines vermutlichen Weltuntergangs (so ganz klar ist das nicht) wird die unterirdische Stadt Ember gebaut. Betrieben von einem einzelnen gigantischen Generator soll sie 200 Jahre überdauern, bevor sich eine Schatulle mit Anweisungen zum Verlassen öffnet. Doch die Schatulle geht verloren und das Amt des Präsidenten, der die Schatulle bewahrt, wird durch korrupte Nachfolger zersetzt.
Die 200 Jahre verstreichen und niemand bemerkt, wie sich die unter einem Schrank verstaute und vergessene Schatulle öffnet. Gefunden wird sie von der kleinen plänefressenden Schwester der Protagonistin. Von da an suchen zwei Holzplanken mit Namen, die ich bereits vergessen habe, nach dem Ausgang und kämpfen gegen einen korrupten Präsidenten, der so albern ist, dass er von Bill Murray gespielt wird.
Ein wenig wirkt City of Ember wie der Versuch eines Steampunk-Enthusiasten mit einer Kiste alter Glühbirnen, das Set von Metropolis nachzubauen und diesen Aufwand dann mit einem Film zu rechtfertigen. Das Ergebnis ist nett anzuschauen, hat aber irgendwie nichts zu erzählen.

Shadaik über Watchmen 0 

So, gestern nachmittag Watchmen angeschaut. Und da ich den Film hier im Blog ja ein wenig mitvorschussbelorbeert habe, hier meine Meinung dazu:

Watchmen ist… ein Film. Kein aussergewöhnlich toller Film, kein schlechter Film, einfach nur ein Film. Er ist in Ordnung, man kann ihn ansehen und die fast 3 Stunden gehen gut rum.
Die Spezialeffekte sind gut, Nite Owls Fluggerät ein Traum für jeden Steampunk-Fan. Die Moral des Endes ist fragwürdig, aber das ist wohl Absicht. Der Rest ist irgendwie einfach nichts besonderes.

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Schon blöd 0 

Achtung, unverschämtes Product Placement von links!

Generation Doof, der nächste Titel aus der beliebten Serie Generation BeliebigesAdjektivoderNomen ist ja grade in aller Munde und Hirne und teilt sich da seinen Platz mit der übrigen Empörungsliteratur darüber wie doof wir doch alle sind. Wer die Ironie bemerkt darf jetzt kichern.

Fertig gekichert? Gut, dann zurück zur Sache:
Mal wieder also herrscht der Untergang des Abendlandes. oder zumindest des deutschsprachigen Mitteleuropas. Wobei das Buch ja wenigstens konsequent ist: Es hackt mal nicht auf Schülern, Arbeitern, Politikern oder sonst einer Sondergruppe rum, sondern auf alle von 15 bis 45.
Die Begrenzung dürfte nur noch dazu dienen, überhaupt irgendeine Rechtfertigung für den abgenutzten Generationenbegriff zu haben. Korrekter wäre, wenn man denn schon fast die komplette Bevölkerung einbezieht, dennoch Deutschland ist doof.

Bei Generation Doof handelt es sich, wie schon angedeutet, um Empörungsliteratur erster Klasse, genauer um eine Art Anthologie der Empörung.

Mal wieder wird so getan, als hätten wir irgendwann in einer mit PISA vergleichbaren Studie signifikant besser abgeschnitten (haben wir nicht) und seien nun unterdurchschnittlich – offenbar ist es schon unterdurchschnittlich, wenn die Leistungen nur knapp über der Durchschnittsleistung liegen.
Der Niedergang der Allgemeinbildung wird bedauert, es fehlt aber wie üblich an einer Hinterfragung, wozu die Allgemeinbildung eigentlich gut ist und ob es irgendeinen Sinn macht ( ;-) ), heute noch Wissen abzufragen, das vielleicht 1960 mal relevant war. Viele kennen also Beethoven nicht mehr – na und? Beschwer ich mich, wenn mein Nachbar eine meiner Lieblingsbands nicht kennt?* Und dann ist da noch die Sache mit der Recherche und Zusamenarbeit mit Verblödungsblatt numero uno, aber das nur am Rande.
Teenager, die sich wie Teenager benehmen (zum Beispiel in der Überschrift zu diesem Spiegel-Interview angedeutet)sind übrigens auch ein Zeichen für Verdoofung. Dabei ist daran wirklich nur neu, dass sie es jetzt vor einer Kamera tun. Vorher waren Kameras halt zu teuer und wenn man doch eine hatte, fand man die Aufnahmen nicht im Internet.
Oh, und die Sprache verfällt wie üblich auch mal wieder. Das tut sie übrigens schon so lange, dass man sich wundern darf, wieso wir eigentlich überhaupt noch zur Kommunikation in der Lage sind.

Apropos Interview – was soll das eigentlich heissen?:

Jeder konnte auf Anhieb eine Handvoll Beispiele für Mitglieder der „Generation Doof“ nennen. Und wir haben festgestellt, dass dieses Phänomen keine intellektuelle Schicht verschont – auch der Rechtsanwalt parkt sein Kind vor der Playstation.

Man gehört also zur Generation Doof, wenn man PlayStation (ist übrigens ein Markenname mit Binnenmajuskel, liebe Lektoren) spielt?

Alles in allem: Im Westen (sowie Norden, Osten und Süden) nichts Neues.

Aber dieser Quark nervt mich einfach. Vielleicht schreib ich auch ein Buch zum Thema: Ja, doof – was dagegen?
Über die Frage, warum gesellschaftlicher Wandel eigentlich immer negativ zu sein scheint, wie Motzköppe immer wieder Einzelbeispiele zu Allgemeinheiten aufblähen und woher eigentlich dieses Bedürfnis zum Motzen kommt, dem ich ja auch exzessiv huldige.
Ich glaube, ich fange gleich an. Und wie die Doofen damit geködert werden, über vorgebliche Doofheit anderer zu lachen.

Generation Doof jedenfalls ist sicherlich unterhaltsam als kleine Motzschrift zur Entspannung. Ersntnehmen und als Sachbuch auffassen sollte man es genausowenig wie das, was sich in der durchschnittlichen Blogosphäre (also hier) findet.
Denn alles in allem wirkt Generation Doof wie ein etwas über 300 Seiten langer Blogeintrag. Ich glaube, mit dieser Erwartunshaltung kann das Buch sogar ganz angenehm zu lesen sein – ich sollte es noch einmal versuchen.

Achja, zum amazon-Link da oben: Dort gibt es auch eine Leseprobe als PDF, noch im oberen Bereich der Seite. Ist ein bisschen klein geschrieben, aber lohnt sich für alle, die sich ein wenig vom Stil des Bandes überzeugen wollen.

*Beethoven hat wunderschöne Musik gemacht, ich sehe aber keinen Grund, von irgendwem zu erwarten, diese zu kennen. Es gibt eine Menge guter Musiker, die so gut wie niemand kennt.

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