Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen

Freitägliche Fünf 03.07.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal geht es zu fremden Welten: Mond, Internet, Frauen, die Niederlande und die Gedankengänge eines Buddhisten unter offensichtlichem Drogeneinfluss.

1. Der Mond letzte Nacht war schon beeindruckend rot. Aber damit nicht genug: Ich konnte den Mond nicht direkt sehen, da er zu tief stand und somit hinter Baumkronen verschwand. Das allerdings machte das Ganze nur noch spektakulärer. Die Baumkronen, vom Wind eines nahenden Unwetters durchtost, ließen das Licht flackernd durchscheinen. Der Eindruck war jener eines Himmelskörpers, überdeckt von intensiv orange lodernden Flammen.
Absolut einmalig.

2.

Nicht ganz, aber besser als nix (Bild: Europa.eu)

Nicht ganz, aber besser als nix (Bild: Europa.eu)


Ich weiss, viele sind damit unzufrieden, aber es ist halt doch ein weiterer Trippelschritt zur Abschaffung des Roaming in Europa, wenn ein gewisses Datenvolumen im Monat für alle Bürger frei ist. Das allein ist unter Oettinger schon ein Wunder.
Einige sprechen von der Abschaffung der Netzneutralität. Nur finde ich eine Ausnahmeregelung für besonders wichtige Dienste durchaus vernünftig. Es ist eben nicht alles, was im Internet rumfluppt, gleich wichtig. Wenn Notrufdienste eine Vorzugsbehandlung gegenüber Youporn erhalten, mag das nicht der Ideologie absolut freier Datenverkehre entsprechen, es ist für die Gesellschaft aber unter Umständen besser.
Sicher, das Vorhaben ist nicht perfekt, aber es ist ein guter erster Schritt. Auf dieser Grundlage kann man arbeiten. Nächster Schritt: Roaming völlig weg und klarere Richtlinien für Umstände und Art bevorzugter Webdienste.
Pressemitteilung des Europäischen Kongresses hier.

3. Das da rechts ist ein Figurratgeber für Frauen. Nicht zum Abnehmen, sondern, wie man schöne Kurven kriegt. Titel Hilfe, ich bin eine Bohnenstange! Dass es so etwas gibt, ist schon mal sehr amüsant.
Richtig finde ich aber, dass dieser Link der beliebteste bei eBooks für lau seit einiger Zeit war. Ein Zeichen gegen den Magerwahn!

4. Die Niederlande geben grade richtig Gas im Testen von Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom. Neuester Ansatz: Fotovoltaik von der Lärmschutzwand, getestet an einer Autobahn bei ’s-Hertogenbosch.

5. Das ist ein extrem albernes Zitat, aber ja, mein Herz wäre definitiv bereit für eine Schildkröte mit Schnauzbart.

Oder hat der das irgendwie anders gemeint? Ernsthaft, bizarrstes Gleichnis aller Zeiten.

Oder hat der das irgendwie anders gemeint? Ernsthaft, bizarrstes Gleichnis aller Zeiten. Ich hätte trotzdem gerne eine Schildkröte mit Schnauzbart, ich meine… Schildkröte mit Schnauzbart!

Kindle Unlimited und die Folgen 2 

Pünktlich zum Start von Jurassic World startete ich bei Amazon ein neues englischsprachiges Buch, das zugleich als Testballon für Kindle Unlimited diente. Kurz darauf veränderte Amazon das Programm grundlegend. Das macht eben diesen Testballon zu einem seltsamen Fall, denn er war eigentlich ein großartiger Erfolg. Doch ein zweiter wird nicht folgen. Aber eins nach dem anderen:

Juni 2015: Fiction Science schlägt ein

Am 11. Juni 2015 veröffentlichte ich Fiction Science 1: The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World. Das Buch über wissenschaftliche Fehler bei den Dinosauriern der Filmreihe war pünktlich zum amerikanischen Filmstart für $ 2,99 zum Kauf sowie kostenlos zur Ausleihe per Kindle Unlimited verfügbar.
Und es war ein voller Erfolg: Fiction Science 1 erreichte in mehreren Ländern (Deutschland, Großbritannien, USA) zeitweilig die Spitze der Genre-Verkaufsränge für die Kategorie Filmkritik. Es war das erste Mal, dass eines meiner eBooks in Amazons Neuheitenliste „Hot & New“ auftauchte. Der Juni brachte 53% meiner bisherigen Buchverkäufe des Jahres 2015, dazu 75% des Umsatzes. Und er machte den Juni zum ersten Monat seit 2011, in dem ich im Schnitt pro Buch mehr als einen € einnahm. Ich erzielte erstmals Verkäufe in Australien und Indien, erstmals nahm ich mehr britische Pfund und überhaupt mehr in Fremdwährungen als in Euro ein.
Einige Dinge überraschten mich: Zum Beispiel der Erfolg des in amerikanischem Englisch verfassten und einen Tag nach der relevanten Filmpremiere dort erschienenen Titels in Großbritannien.
Auch überraschte mich, dass fast genau so viele Menschen das Buch kauften, wie es liehen (im Juni, im Juli kann ich das nicht mehr feststellen, weil Amazon mir nur noch sagt, wie viele Seiten gelesen wurden aber nicht, auf wie viele Exemplare sich diese verteilen). Ich hatte gedacht, der Preis von 2,99 für ein so kurzes eBook würde Leser deutlich stärker zum Ausleihen bringen (wobei das in den USA auch passierte, aber nur dort).
Ich schätze, ich sollte nicht so viel Furcht vor dem 70%-Tantiemen-Bereich ab 2,99 haben. Wenn das Buch nur relevant genug ist, zahlen die Leute das auch für nur 45 Seiten.
Wäre das alles, ich wäre von Kindle Unlimited überzeugt und würde einige Titel speziell für dieses Programm online stellen: Kurzgeschichten, Sachbücher, alles, was relativ kurz ist und wofür Leser deshalb weniger gerne Geld ausgeben.
Doch dann:

Kindle Unlimited 2.0

Wie die meisten inzwischen mitbekommen haben dürften, bezahlt Amazon ab Juli 2015 Autoren für Ausleihen über Kindle Unlimited nicht mehr pro Buch, sondern pro gelesener Seite. Seriöse Schätzungen reichen von 0,5 Cent bis 0,6 Cent pro Seite.
Fiction Science 1 macht pro Verkauf je nach Währungskurs um die 1,60 €, die Ausleihe liegt voraussichtlich im Bereich von 1,20 € (das wird am 15. Juli klar). Der Verdienst einer vollständig gelesenen Ausleihe nach dem 1. Juli? Zwischen 23 und 25 Cent, bei weiterhin um die 1,60 € pro Verkauf.
Ich war vor der Änderung bereit, die geringeren Einnahmen von KU hinzunehmen, da ich damit gleichzeitig positive Effekte verband sowie die Erwartung, Leser zu erreichen, die das Buch sonst gar nicht kaufen würden. Dafür habe ich keine belastbaren Zahlen, aber das Risiko war mir die 40 Cent Unterschied wert. Jetzt beträgt der Unterschied einen knappen Euro. Unter diesen Umständen halte ich es wirtschaftlich nicht für rechtfertigbar, ein Buch von weniger als 300 Seiten in das KU-Programm zu stellen. Und da ich ein über 300 Seiten dickes Buch niemals Amazon-exklusiv anbieten würde, ist Kindle Unlimited damit für mich tot.

Al zu schlimm ist das für mich nicht: Fiction Science 1 war auf kurzen Hype ausgerichtet und lief auch genau so wie erwartet: Riesige Verkäufe zum Start und durch das folgende Wochenende, dann ein Absinken in der folgenden Woche und langsames Auslaufen der Verkäufe über den Juli, gefolgt von nur noch gelegentlichen Verkäufen in der weiteren Zukunft. Ich wusste vorher dass mir das Buch bereits im Juli kaum noch Geld bringen würde. Genau deshalb war es ja der perfekte Testballon.

Überm Horizont

Es gab ganze Geschäftsmodelle, die darauf basierten, kurze Werke zur Ausleihe bei Amazon zu veröffentlichen. Ich meine jetzt nicht die zuvor hier im Blog erwähnten Scamphlets/Scamletts; es gab durchaus auch legitime Kurzgeschichten, die so herauskamen. Das halbe Erotika-Genre (in das ich unter geheimem Pseudonym den Einstieg plante) auf Kindle hat von diesen Einnahmen gelebt.
Ich hätte gerne mit weiteren speziell auf KU zugeschnittenen Veröffentlichungen den Erfolg dieses Testballons fortgesetzt.
Nun, es hat nicht sein sollen und ich habe eines als wichtigstes gelernt: Wenn du eine Idee hast, setze sie um; du weisst nie, wann sie plötzlich aufhört, zu funktionieren.

Projekt Rana 0.0.3 – Gedanken zu Rädern und Reifen 0 

Aufwand
bis 27.6.15

Schwalben-schwanz
79 €
Bachforelle
60 €
Helferlein
0 €
Recherche
10 €
Zeit
0h 0m

Während es bisher eher abstrakt um das Konzept an sich ging, komme ich diese Woche auf für den eigentlichen Bau relevante Einzelheiten zu sprechen. Ohne eine Entscheidung über die Größe und Ausführung der Räder komme ich nicht wirklich weiter, sind die Räder doch wichtige Bauteile bei so einem Fahrrad. Die Entscheidung stand auch wegen der konkret beschafften Bauteile diese Woche an.
Es gibt ein wichtiges Designziel für Projekt Rana, das ich noch nicht erwähnt hatte: Möglichst viele Teile sollen im Notfall aus dem nächsten größeren Supermarkt oder Fahrradgeschäft mit standardmäßig vorhandener Lagerware repariert oder ersetzt werden können. Das bedeutet natürlich, so wenig Spezialbauteile wie möglich zu verwenden. Grade bei den Rädern als empfindlichstem Teil jedes Fahrrads ist das ein wichtiger Punkt.

Allgemeines

Mehrspurige Fahrzeuge haben es nicht so leicht, Hindernissen auszuweichen, wie einspurige Fahrräder mit hoher Sitzposition. Dinge wie Glasscherben sind schwieriger zu sehen und die drei Spuren bergen das dreifache Risiko, dass eines der Räder eine große Scherbe abkriegt. Kein Fahrer kann im Alltag ständig die Sicherheit von drei Rädern ausserhalb des Sichtfeldes im Blick haben.
Also müssen die Räder so pannensicher sein wie nur möglich. Es mag nach Overkill klingen, pannensichere Reifen mit selbstreparierenden Schläuchen zu kombinieren, aber Overkill ist grade gut genug. Nur einen Vollgummischlauch lasse ich wegen des Gewichts bleiben.
Hier liegt auch eine Motivation für den Einbau von Standardteilen: Ist ein Schlauch doch mal komplett hinüber, ist er dann einfacher zu ersetzen. Da bin ich gebranntes Kind, ich stand vor einigen Wochen mit einem Durchstich direkt am Ventil in der Walachei hinter Wanlo. Das war lästig.

Triebräder

Die Entscheidung für die Vorderräder war recht einfach: Als Antriebsräder bei beiden Rana-Varianten bietet sich ein möglichst großes Rad an, denn je größer das Rad, desto höher die zurückgelegte Strecke pro Umdrehung.
28 Zoll ist das größte der drei Standardformate, also bekommen die Ranas 28-Zoll-Vorderräder. Als Antriebsräder sollen sie zudem möglichst viel Vortrieb bringen, also bekommen sie ein entsprechendes Reifenprofil.
Das Velomobil wiegt mit absoluter Sicherheit mehr als ein Fahrrad, daher sind die Antriebsräder maximal auf Zugkraft ausgelegt.

Heckrad

Beim Heckrad gilt im Grunde das Gegenteil: Es wird mehr oder weniger mitgeschleppt und passiv mitgedreht, ohne zum Antrieb beizutragen. Da ein kleineres Rad mit geringer Masse leichter in Drehung zu versetzen ist, sollten die Hinterräder der Ranas also kleiner sein als die Vorderräder. Zudem habe ich den Eindruck, dass kleinere Räder stärker lenken.
Hier bieten sich zwei gängige Optionen an: 26 oder 20 Zoll.
Fast alles Zubehör gibt es auch für 26 Zoll, Ersatzteile sind im Notfall schnell zur Hand, wenn man den nächsten Fahrradladen findet.
20 Zoll ist nicht ganz so gängig was Zubehör und Ersatzteile angeht, dafür verstärken diese die Vorteile der geringeren Größe und sind zudem so klein, dass ich die Nutzung eines Vollgummireifens durchaus bedenken würde (natürlich nur mit zusätzlicher Federung/Dämpfung in der Aufhängung, aber die ist bei Liegerädern eh nötig, um den Rücken zu schützen). Loopwheels gibt es in dieser Größe zwar ebenfalls, aber die kosten ungefähr so viel pro Rad wie die beiden Ranas aller Voraussicht nach jeweils insgesamt kosten werden.
Ich werde beim Schwalbenschwanz ein 20-Zoll-Hinterrad einsetzen. Damit kann der Hinterbau niedriger werden und wird nicht ganz so durch den Schwenkbereich des Rades begrenzt. Das starre Hinterrad der Bachforelle soll dagegen auf 26 Zoll kommen, vor allem wegen der besseren Verfügbarkeit von Ersatzteilen in fast jedem größeren Kaufhaus. Wobei auch hier 20 Zoll klare Vorteile böten, allem voran mehr Platz über dem Rad.

Stand

Ein Teil fehlt im Foto unten, weil es noch unterwegs ist: eBay hatte mir einen heute auslaufenden Gutschein über 30 € geschickt. Bedingung waren die Nutzung von Paypal zur Zahlung und ein Mindestumsatz von 60 €. Diese habe ich genutzt, um für den Schwalbenschwanz ein voll gefederte Hinterradaufhängung zu kaufen. Separate Aufhängungen sind gar nicht so leicht zu finden, also habe ich einen 20-Zoll-Rahmen mit ausbaubarer Federschwinge für knapp 68 € (bzw. £39.99) erworben (minus Gutschein). Da ich nur eine Schwinge dieser Größe brauchte, erscheint mir der Gutschein damit gut angelegt.
In jedes Projekt sind zehn Euro für je zwei 28-Zoll-Schläuche für die Vorderräder gegangen. Ich habe zwar jetzt nur zwei davon da, aber die Kosten sind trotzdem schon fest.
Die fünf € für die Recherche gehen auf zwei Bücher zurück. Das Fahrrad: Geschichte – Modelle – Radsport (kein Autor; Garant-Verlag) hat sich als weniger brauchbar erwiesen, als ich dachte, bringt aber immerhin eine sehr breite Sammlung von Radmodellen als Inspirationsquelle mit. Für vier € Neupreis kann man da dennoch nichts sagen. Ehrlich gesagt staune ich über diesen Preis für ein Buch in so guter technischen Ausstattung.
Dazu kommt ein € für Mehr Freude am Fahrrad der Stiftung Warentest, gefunden beim Hephata-Shop. Das Jahr 2000 liefert damit eine gute Einführung ins Thema Fahrrad. Nicht viel neues und noch weniger, was sich auf Liegeräder und Velomobile übertragen lässt, aber eine Einführung in Reifenprofile, Pedaloptionen, Bremssysteme und Rahmenfederung ist auf keinen Fall ein Fehler.

Ich brauche einen größeren Ordner

Ich brauche einen größeren Ordner


Es zeichnet sich ab, dass das Fahrzeug größenmäßig schneller wächst, als ich erwartet hatte. Wenn es so weitergeht, wie es aktuell aussieht, habe ich spätestens in zwei Wochen einen Fahrradrahmen und zwei Sitzflächen rumliegen. An diesem Punkt beginnt das Ganze dann, zu groß zu werden, um es bei mir unterzubringen. Bedeutet: Eine Garage muss her. Allerdings sollte eine normale Garage für alle Teilprojekte reichen, es ist also nicht ganz so schlimm.
Es gilt nur, etwas zu einem vernünftigen Preis zu finden und dann auch ein Fahrrad reinstellen zu dürfen. Und ja, letzteres ist tatsächlich ein Problem. So fragte mich der letzte Garagenvermieter, mit dem ich sprach, was ich denn reinstellen wollte. Daraufhin meinte er, er wolle lieber ein Auto in der Garage stehen haben, denn die seien schließlich für Autos, damit keine Seitenspiegel abgeschlagen werden und so weiter. Ich fand das Ganze zwar überaus befremdlich, aber da war nichts zu machen.
Ich meine, hey, ich bezahle und stell kein Gerümpel rein, das muss doch reichen.

Nächste Woche dreht sich alles um meinen Hintern. Sitzschale, ich meine um die Sitzschale.

Freitägliche Fünf 26.06.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal geht’s auf Weltreise.

1. Hier ist ein heckgesteuertes Liegerad aus Kalifornien. Es ist nur ein Zweirad, aber genau so soll die Hecksteuerung in meinem Projekt Rana (Typ Schwalbenschwanz) auch funktionieren. Damit wäre schon mal klar, dass es bei Zweirädern funktioniert. Und bei Dreirädern? Wir werden sehen. Der Erbauer hat zugesagt, mir weitere Informationen zur Konstruktion zu schicken.


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2. Samsung stattete einen LKW in Argentinien testweise mit einer Videowand aus, dank der von hinten kommende Fahrer quasi durch den Laster hindurch sehen können, was ihnen auf der Straße entgegenkommt. Die Technik hat sich bewährt und Samsung will jetzt mit Verkehrsbehörden den regulären Einsatz abklären.

Ein Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurück! (Bild: Samsung)

Ein animiertes Gif! Versteckt euch, die 90er sind zurück! (Bild: Samsung)

3. Meine neue Lieblingsfont, auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich die einsetzen sollte (oder wer der Lizenzgeber ist, denn die angegebene Seite existiert nicht mehr).

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

Spider-Foont, Spider-Font, does whatever a Spider-Font does…

4. Australien bringt uns den wahrscheinlich fröhlichsten Song der Menschheitsgeschichte.


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5. Zurück daheim konnte ich die Domain für mein nächstes Online-Projekt sichern. Wie meistens war gleich meine erste Wahl verfügbar. Ich weiss gar nicht, wieso es immer heisst, es sei schwer, eine gute URL zu finden. Ich kriege fast immer meine Wunsch-URI. Das Projekt geht dann nächste Woche online.

Die pawlowschen Journalisten 1 

Das große Problem mit dem Journalismus ist, dass hunderte Journalisten kurzerhand von einer oder zwei Quellen abschreiben. Ich könnte mich jetzt auch darauf beziehen, dass einige sich gleich komplett neuen Quatsch aus Halbwissen zusammenbasteln, aber bei der Geschichte stimmt wenigstens die Bedrohung für die Panoramafreiheit, auch wenn der Kölner Dom zu alt ist, alsdass noch irgendwer ein Urheberrecht darauf haben könnte und daher nicht als Beispiel taugt. Nein, es steht mal wieder ein Klassiker an: Amazon.
Im Grunde ist die Sache für die hiesige Presse ja ganz einfach: Amazon ist der Scheitan und alles, was die machen, ist böse. Zum Beispiel, dass Mitarbeiter im Versandlager die Arbeit von Mitarbeitern im Versandlager machen müssen. Und dafür bezahlt werden, als wären sie nicht etwa ausgebildete Buchhändler mit zahlreichen anderen Aufgaben und Kompetenzen, sondern Mitarbeiter im Versandlager. Ja, ich weiss, Skandal!

Die Tage wurde dann erneut Stille Post gespielt und heraus kam das: „Skandal! Amazon bezahlt Autoren nach gelesenen Seiten und nicht mehr pro Verkauf!“ Das ist fast so schlimm, als würden dünne Bücher weniger kosten als dicke.

Was ist passiert?

Vergangene Woche schickte Amazon den direkt dort verlegenden Autoren eine Mail, die ankündigte, dass Ausleihen aus dem Programm Kindle Unlimited künftig nicht mehr pro Ausleihe bezahlt werden, sodern pro gelesener Seite. Die Seiten werden dazu, wie übrigens schon seit Jahren für die Angabe der Seitenzahl in den Verkaufsplattformen, über ein Standardisierungsverfahren ermittelt und mit bestimmten Positionen im Text gleichgesetzt.
Bisher wurde für Ausleihen immer der selbe Betrag gezahlt, sobald ein ausgeliehenes Buch zu mindestens 10% gelesen wurde. Der Betrag ergab sich aus einem vorher festgelegten Fond, der auf alle ausgeliehenen Bücher des Monats verteilt wurde. In Zukunft wird der Fond nicht mehr nach ausgeliehenen Titeln aufgeteilt, sondern nach gelesenen seiten, also kleinteiliger. Auf Amazons Seite ändert sich dadurch übrigens nichts, auch wenn praktisch alle Journalisten den Unsinn wiederholen, Amazon bekäme dadurch mehr Inhalt für weniger Geld; der Fond wird ja nicht kleiner, er wird nur nach einem genaueren Schlüssel verteilt.
Die meisten Autoren sind sehr froh um diese Änderung und haben lange etwas in dieser Art erhofft. Grund dafür sind die so genannten Scamphlets. Ein Scamphlet ist wertloser Schrott in eBook-Form, der so kurz ist, dass die zur Auszahlung nötigen 10% bereits beim Aufschlagen des „Werkes“ erreicht werden. Um die 1,30 € für drei Seiten nutzlosen Mist zu erhalten ist schon angenehm für die Macher dieser Masche.
Nun gefiel das den richtigen Autoren natürlich gar nicht, senkten die Betrüger doch so die Einnahmen für alle legitimen Verfasser aus dem selben Topf. Ebenso waren viele nicht grade begeistert, dass für die Ausleihe eines 1000-Seiten-Epos genau so viel gezahlt wurde wie für jene einer Kurzgeschichte. Entsprechend wurde Amazons neue Zahlungsweise allgemein positiv aufgenommen, da sie für alle deutlich gerechter ausfällt und eine sehr schädliche Betrugsmasche unattraktiv wird. Nicht wirklich schön ist, dass man jetzt vor der nächsten Monatsabrechnung nicht mal mehr schätzen kann, was einem eine Ausleihe einbringt, aber das ist schlimmstenfalls lästig.
Einige, etwa John Scalzi haben grundsätzliche Bedenken gegen das Konzept von Kindle Unlimited (KU) und das ist auch völlig legitim, hat aber nichts mit den aktuellen Änderungen zu tun.
Hinweis an dieser Stelle: Ich selbst nutze KU bei zwei Büchern. Gezielt bei Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World und nebenbei bei Dieses Cover ist Müll, da bei letzterem andere Plattformen neben Amazon gerne die Erwähnung von Konkurrenz-Produkten untersagen (vor allem Apple und neuerdings Tolino) und die für KU nötige Amazon-Exklusivität somit ohnehin gegeben ist. Grade das Jurassic-Park-Buch war gezielt auf KU ausgerichtet. Ich glaube aber nicht, hier Ergebnisse untersuchen zu können – das Buch über Coverdesign geht alle paar Monate als Ausleihe weg (die Verkäufe sind leicht besser) und das Jurassic-Park-Buch wird trotz erheblichen Erfolges ziemlich sicher nur ein paar Wochen leben, solange der Film noch frisch ist und Hype erzeugt. Das bedeutet, dass sich meine eventuellen Einbußen oder Gewinne aus dieser Änderung extrem in Grenzen halten.
Normalerweise dienen solche Hinweise ja dem Bekenntnis von Eigeninteressen, aber in diesem Fall weist es meines Erachtens vor allem aus, dass ich weiss, wovon ich rede, wenn ich von KU rede.

Was wurde daraus?

Diverse Zeitungen erzählen was von einer Veränderung der Bezahlung von Kindle-Autoren, übersehen dabei aber komplett zu erklären, was genau KU eigentlich ist und dass es eben nicht um Verkäufe geht, sondern um Ausleihen. Dazu kommt etwa bei der FAZ die völlig unnachvollziehbare Behauptung, Amazon würde Geld sparen. Dass KU-Ausleihen aus einem Fond bezahlt werden dessen Höhe von der Anzahl der Ausleihen unabhängig ist, weiss man dort entweder nicht oder unterschlägt es, damit man Amazon etwas vorwerfen kann.
Nachvollziehbar ist die Befürchtung, dass Kindle-Bücher nun im Durchschnitt wieder länger und spannender werden. Was genau daran schlimm sein soll, wissen aber nur Leute, die das Wort „Hochkultur“ völlig ohne Ironie in den Mund zu nehmen vermögen.
Die Taz schießt den Vogel ab, indem sie zu erkennen gibt, den Unterschied zwischen KU und Verkäufen zu kennen, dies aber mit folgender hanebüchener Schlussfolgerung ignoriert:

Schaut man aber, wie Amazon in anderen Geschäftsfeldern operiert – seine TV-Serien auf Nutzergeschmack zuschneidet, seinen Mitarbeitern in Logistikzentren genau vorschreibt, wie viele Artikel sie pro Stunde zu versenden haben – dann scheint es nur logisch, wenn Amazon das Bezahlen-pro-Seite-Prinzip künftig massiv ausweiten würde.

Warum?

Zum einen ist Tagesjournalismus ein Eilgeschäft. Da muss man halt abschreiben und Halbverdautes möglichst schnell wiedergeben.
Zum anderen wirkt da wohl Pawlow: Amazon ist böse, da darf man dann immer das Schlimmste vermuten und dieses schlimmste dann mit Halbwahrheiten und mangelnder Recherche bestätigen. Wodurch man wiederum noch stärker dazu neigt, das Schlimmste zu vermuten. Und am Ende hat man einen Teufelskreis erschaffen, in dem sich die Vorurteile nur noch gegenseitig bestätigen. Und dank der Abschreiberei von Halbwahrheiten dreht dieser Teufelskreis überall in die selbe Richtung — das ist es dann, was viele mit „Gleichschaltung“ betiteln.
Und da ist das Problem mit dieser speziellen Form von Gleichschaltung: Sie ist im Gegensatz zu der historischen Gleichschaltung keine Absicht, sie ist ein unbewusstes Ergebnis von Stress. Der Beruf von Tagesjournalisten ist es, sich innerhalb von fünf Minuten zu jedem beliebigen Thema eine Meinung zu bilden. Und das geht ganz einfach nicht gut, denn diese Aufgabe ist nur zu erfüllen, wenn man sich dem Herdentrieb hingibt und nicht mehr nachdenkt oder gar Fakten recherchiert.
Das ist Instinkt, das ist prägung, das ist Pawlow. Pawlow aber konnte seinem Hund nur beibringen, zum Essen zu kommen. Sprechen oder Nachdenken hat er auf diese Weise nie gelernt.






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Dino-Dienstag 21 0 

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche zum zweiten Mal in Folge Raptoren.

Balaur vom Raptoren zum Vogel

Wovor haben Raptoren wohl Angst? Ein guter Tipp wäre Balaur bondoc: Ein Raptor aus Transsilvanien mit zwei Sichelklauen an jedem Fuß, der nach einem rumänischen Drachen benannt ist.

Balaur als Dromaeosaurier (Bild: Emily Willoughby)

Balaur als Dromaeosaurier (Bild: Emily Willoughby)


Doch eine neue Untersuchung eines Teams um Andrea Cau widerspricht der Idee, dass Balaur zu den Raptoren zählte. Viele der Besonderheiten von Balaur, die ihn zu einem besonders seltsamen Raptoren machten, seien bei Vögeln bereits bekannt. Selbst die auffällige zusätzliche Sichelklaue an jedem Fuß kommt dort vor.
Cau und ihr Team kommen zu dem Schluss, dass Balaur einer der ältesten flugunfähigen Vögel war, zudem möglicherweise der älteste bekannte Vogel, der sich wenigstens teilweise von Pflanzen ernährte.
Ist es nicht schön zu wissen, dass die Velociraptoren in Jurassic World jetzt wieder ruhiger schlafen können?

Mediale KW 25/2015 0 

Last Exile

Science-Fiction, Japan 2003, Film/Netflix


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Die Kurierpiloten Claus und Lavie geraten bei einem Auftrag in größeres: Zwischen den zwei größten Reichen der Welt herrscht Krieg und die solche Dinge eigentlich kontrollierende übermächtige Gilde schaut tatenlos zu, wie der Krieg aus dem Ruder läuft.
Deutsche Synchro at its schlechtst. Charaktere wechseln von Folge zu Folge ihren Ton zu einander, keine der handlungen und Emotionen passen wirklich zusammen. Schade, die englische Version bekommt recht gute Bewertungen.
Die Welt hat ein seltsames Fast-Steampunk-Setting. Ja, es gibt riesige Luftschiffe, aber sie werden von Antigravitation in der Luft gehalten. Ebenso die kleinen Kurierflugzeuge mit ihren zum Fliegen offensichtlich unnützen Stummelflügeln. Last Exile baut eine ganz eigene Ästhetik auf, in der futuristische Technologie auf die Optik der Jahrhundertwende trifft. Das ist eine Welt, in der die Technik weit fortgeschritten ist, aber fast die gesamte Bevölkerung von dieser Entwicklung völlig abgehängt wurde. Ein seltsam realistisches Szenario.

Snow White and the Huntsman

Fantasy, USA 2012, Film/BluRay


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Hexe wird Königin, tötet den König und übernimmt das reich, sperrt Stieftochter Snow White (gespielt von Bella Swans oberen Schneidezähnen) im Schlossturm ein. An ihrem 18. Geburtstag entkommt Snow White, flieht mit Thor vor den Häschern der nun auf Mord gesinnten Königin zu den sieben Zwergen und kehrt in Rüstung und auf einem Schlachtross zum Schloss zurück, da sie die einzige ist, die den Unsterblichkeitszauber der bösen Königin brechen kann.
Ich wünschte wirklich, Snow White and the Huntsman wäre besser. Oder wenigstens interessanter. Es ist ein langweiliger Film mit einer sehr guten Hand für gute Bilder. Die saphirblauen Schmetterlinge, die sich an einem verendeten Reh laben, sind ein besonders einprägsames Beispiel, die gesamte Feenwelt ein anderes.
Aber es bleibt eben bei hübschen Bildern. Der Film selbst ist belanglos.

Projekt Rana 0.0.2 – Schwalbenschwanz, Bachforelle und Helferlein 0 

Aufwand
bis 21.6.15

Schwalben-schwanz
1 €
Bachforelle
50 €
Helferlein
0 €
Recherche
5 €
Zeit
0h 0m

Nach dem Vorgeplänkel von vorletzter Woche folgt nun etwas mehr Vorgeplänkel. Diese Woche lege ich den Plan für das zukünftige Vorgehen auf und stelle schon mal ein paar bereits vorhandene Bauteile bereit. Ab dieser Woche findet sich rechts oben in den Beiträgen auch eine Übersicht über angesammelte Kosten und den Zeitaufwand (letzteres nur die reine Bauzeit, dazu kommt die je nach Situation und Möglichkeiten sehr unterschiedliche Zeit um das Material zu sammeln). Ich bin selbst gespannt, wie viel Projekt Rana letztlich kosten wird.
Was ich ab dieser Woche mache ist die Aufteilung des Projektes auf zwei Unterprojekte: Rana Schwalbenschwanz und Rana Bachforelle.

Rana Schwalbenschwanz

Das zuletzt vorgestellte Projekt läuft jetzt unter dem Namen Rana Schwalbenschwanz Der Grund ist das Hinterende der Verkleidung im Endstadium, der zweigeteilt ist, um dem gelenkten Hinterrad Platz zu lassen. Das Verdeck des Schwalbenschwanz endet in zwei schräg nach oben führenden Fortsätzen, die als Träger für die Heckbeleuchtung, als aerodynamische Hilfe und als Halter für ein nach vorne klappbares Regendach dienen.
Die Teilung des Hecks scheint mir die effektivste Art, der Hinterradlenkung so viel Spiel wie möglich zu geben, der Rest ergibt sich daraus. Das schwenkende Hinterrad verträgt sich nicht gut mit dem Ziehen eines Hängers. Theoretisch ist es möglich, die Ausleger so zu gestalten, dass beide Anhängerkupplungen angebracht werden können, aber das würde das Gewicht des Hecks deutlich erhöhen.
Wenn dieses Modell funktioniert, kann ich es später immer noch entsprechend ändern.
Der gesamte Entwurf geht letztlich auf die Erfordernisse der Lenkung zurück. Ich finde interessant, wie viel sich aus dieser einen technischen Eigenheit sowohl an Erfordernissen als auch an Möglichkeiten ergibt. Die Verstauung des Dachs etwa ergab sich aus der Frage, was ich mit der aerodynamisch ungünstigen Lücke zwischen den Auslegern mache.

Rana Bachforelle

Die Alternative zum ist die nach aussen hin deutlich konventionellere Rana Bachforelle. Letzte Woche hatte ich erwähnt, dass eine Lenkung nach Art von Raupenfahrzeugen über die Gangschaltung ihre Probleme hat. Wenn ich das allerdings mit separater Bremsmöglichkeit für beide Vorderräder kombiniere, wird es schon interessanter. Normalerweise brauchen Tadpole-Dreiräder eine Umlenkung der Bremse, die dafür sorgt, dass beide Vorderräder gleich abgebremst werden, sonst droht das Fahrzeug, zu drehen. Genau das will ich aber ja erreichen, die Bachforelle soll durch einseitiges Bremsen (beim Rollen) bzw. Schalten (bei angetriebener Fahrt) wenden. Beim bremsen muss man halt Fingergefühl beweisen und eventuelles Driften mit über die Nutzung der Bremshebel ausgleichen.
Mit dieser Lösung haben wir ein Fahrzeug, bei dem alle drei Räder starr sind. Die Hülle muss also keinerlei Rücksicht auf Bewegungsfreiheit für die Räder nehmen und kann voll verschlossen ausgeführt werden.
Daraus ergibt sich dann der Name der Bachforelle, das Heck läuft wie bei den meisten Velomobilen nach hinten eng zu und schließt mit einer schmalen senkrechten Säule ab, die Platz für Beleuchtung und (in diesem Fall) die Anhängerkupplungen bietet. Ausserdem ist theoretisch Platz für einen Kofferraum vorhanden.
Wenn ich die beiden Konzepte vergleiche, habe ich hier zwei Velomobile für sehr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten, die lustigerweise genau dem widersprechen, was zumindest ich von ihrem Aussehen erwarten würde. Die kleine schlanke Bachforelle ist ein Transporter mit Stauraum und Erweiterungsmöglichkeit; der größer wirkende Schwalbenschwanz ist ein Fahrzeug für Freizeit und lange Strecken. Und sämtliche Unterschiede ergeben sich nur aus der jeweiligen Lenktechnik, alles andere ist im Ansatz identisch.

Helferlein

Vor den Rädern kommt das HeLFErLeiN. Und weil ich manchmal einfach spinne hatte ich ursprünglich angedacht, daraus eine Abkürzung zu basteln: HEckLenkungsFahrzeug zur ERprobung, LEIcht Nachzubauen. Ja. Ich habe den Gedanken recht schnell aufgegeben und entschieden, dass Helferlein einfach nur Helferlein ist. Es ist definitiv besser so.
Aber was ist Helferlein nun?
Einfach gesagt ist Helferlein ein Brett auf Rädern. Okay, das ist jetzt wieder zu einfach gesagt. Zum Ausgleich hier kompliziert gesagt: Helferlein ist eine Plattform zur Erprobung des Lenkverhaltens meiner beiden Entwürfe, ergo sind es eigentlich zwei Helferlein. Mehr oder weniger offene Seifenkisten mit einer Lenkung basierend auf den Rana-Entwürfen. Sie sind nicht angetrieben oder gefedert, aber um die Lenkung zu testen während ich damit einen Hügel runterrolle, sind sie absolut ausreichend. Hügel und Rampen habe ich hier in Mönchengladbach genug, die ganze Stadt sitzt auf einer Hügelkette, ich selber wohne nahe einer Kuppe.
Bevor ich mehrere hundert € in den Sand setze, weil das Konzept sich als Blödsinn erweist, finde ich es lieber vorher mit einem Teil von vielleicht 70 € Materialwert heraus.

Versionsnummern

Die Versionsnummern oben erhalten ihren Sinn aus den Projektphasen.
Die ersten Beiträge führen die Nummer 0.0.X. Mit dem ersten Entwurf geht es zu 0.1.X, 0.2.X startet mit der Fertigstellung des ersten Helferlein. Der Bau der Ranas (in dieser Phase noch ohne Verdeck) ist 0.3.X und schließt ab mit 1.0.0, dann geht es an Feinschliff und Verdeck zu 2.0.0, dem vollen Velomobil.
Die letzte Ziffer kann beliebig hohe Werte annehmen, sollte das aber nach Möglichkeit nicht tun.
Mit anderen Wortern: Die Versionsnummern tun so als gäbe es ständig Fortschritt reflektieren das langsame, aber stetige Vorankommen des Projekts.

Teilesammlung

Nach der ersten (Doppel-)Woche gibt es diese paar gesammelten Teile. Das ist durchaus im Zeitplan, es ist ja Sinn der ganzen Vorgehensweise in sehr kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. So wie ich es auch beständig in diesem Blog tue, um es immer weiter zu verbessern. Im Moment bin ich ja noch gar nicht hundertprozentig sicher, welche Teile ich überhaupt alle brauchen werde. Daher diese noch sehr kleine Sammlung.
Die Anhängerkupplungen hatte ich ja noch rumliegen, ich hatte sie im ersten Beitrag erwähnt. Da die Bachforelle besser für die Anbringung geeignet ist als der Schwalbenschwanz, habe ich deren gerundeten Neupreis diesem Projekt zugeschlagen.
Die Lenkgriffüberzüge hab ich zufällig beim Discounter gefunden. Die kommen in den Schwalbenschwanz, während ich davon ausgehe, die Bachforelle besser ohne diese steuern zu können, da sie keinen traditionellen Lenker hat, sondern eine feste Grifffläche zum präzisen Ziehen an den Brems-/Schalthebeln benötigt.
Zwei der Recherche-€ gehen je zur Hälfte an den Ordner und die Ausdrucke. Die anderen drei sind der aktuelle Gebrauchtpreis von Rob van der Plas‘ Fahrräder bei Amazon, das einzige zum Thema Radkonstruktion relevante Buch in meinem Bücherschrank. Ich bin ziemlich sicher, mein Bücherschrank wird demnächst etwas wachsen.

Woche 1: In der Branche nennt man das Deutliches Ausbaupotenzial. Aber hey, Potenzial ist was gutes!

Woche 1: In der Branche nennt man das Deutliches Ausbaupotenzial. Aber hey, Potenzial ist was gutes!


Ansonsten habe ich mich in den letzten zwei Wochen mit jedem Liegerad- und Dreiradfahrer unterhalten, den ich finden konnte. Interessant waren dabei vor allem die Erfahrungen zweier Eigenbauer heute und bei der Sternfahrt nach Düsseldorf, was Arbeitsmaterialien und Möglichkeiten angeht.
Wie genau ich den Locher und den Teppichboden verbaue, weiss ich noch nicht sicher. Ich habe sie zunächst mal aus meiner Kalkulation rausgelassen ;-) .

Nächste Woche: Überlegungen zu Rädern und Reifen.

Freitägliche Fünf 19.06.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal fast ohne Dinosaurier!

1. Das hier ist der Stuker Flyer, ein kommerziell angebotener Wohnwagen fürs Fahrrad. Es gibt neben diesem Teil noch einige Eigenbauten, aber hier ist ein richtiger Hersteller hinter. Und kommerzielle Verfügbarkeit ist letztlich doch immer noch was anderes. Lustiges kleines Teil.
Und anders als der letzte Fahrradschlafwagen hier im Blog scheint dieser sogar halbwegs aerodynamisch durchdacht zu sein.

(Bild: Stuker Reisemobile)

(Bild: Stuker Reisemobile)


Stuker vermietet vor allem Wohnmobile, baut aber auch mehrere solcher Mikro-Wohnwagen für Kleinwagen und Motorräder. Und eben auch eines für Fahrräder. Herstellerseite mit weiteren Informationen findet ihr hier.

2. Andy Weirs The Martian ist derzeit einer der größten Titel in den Science-Fiction-Abteilungen, auch dank einer kommenden Verfilmung. Was mich überrascht hat ist, dass es sich bei dem Buch um eine weitere Indie-Erfolgsgeschichte handelt.

3. „Vertreter der Buchbranche“ bezeichnen den aktuellen Entwurf des neuen österreichischen Urheberrechts als „Enteignung der Wissenschaftsverlage“. Im Gegensatz zu diesen Vertretern halte ich das allerdings für etwas positives, diese Schmarotzerbranche, deren Hauptzweck es zu sein scheint, wissenschaftliche Werke unerschwinglich zu machen, gehört ausgehungert.
Deshalb kommt es bei mir zu den positiven Nachrichten.

4. In meiner Youtube-History gefunden. Wie zum Teufel konnte ich das jemals vergessen?


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5. Erster eBook-Verkauf in Indien. Ich sollte öfter Bücher in Länder mit alten Währungen verkaufen, es sieht einfach verdammt cool aus, wenn ein einziger Verkauf als 182,84 Rupien da steht. Auch, wenn das nur 1,84 € sind.
Überhaupt gefällt mir die Entwicklung bei den eBooks grade sehr. Am Montag bin ich erstmals bei der Führung meiner internen Verkaufs- und Einnahmenliste komplett durcheinandergekommen, weil sich verschiedene Titel gleichzeitig in diversen Ländern verkaufen. Fiction Science: The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World war zwischenzeitlich Nummer-1-Bestseller in der Rubrik „Film -> Geschichte & Kritik“.

Dino-Dienstag 20 0 

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche geht es mit Deinonychus in die Bäume.

Raptoren von oben

Wie macht man Raptoren noch unheimlicher, als es ihr Ruf ohnehin schon hergibt? Nun, wenn sie in Bäumen klettern und von diesen jederzeit herunterspringen können, wäre das ein guter Ansatz. Und in der Tat, es verdichten sich die Hinweise, dass Raptoren in Bäumen klettern und von diesen jederzeit herunterspringen können.
Eine neue Studie auf Grundlage einiger (sehr bruchstückhhafter) Funde eines jungen Deinonychus kommt zu dem Schluss, dass Jungtiere von Deinonychus deutlich besser an das Klettern und vielleicht sogar Gleiten angepasst waren, als die Erwachsenen. Darren Naish hat ein paar Details zur gesamten Geschichte der Idee kletternder Raptoren auf seinem Blog.
Die Einsichten der neuen Studie sind sehr umstritten, da sie auf sehr wenig Beweismaterial fundieren, aber sie passen sehr gut zu zwei anderen Trends in der aktuellen Dinosaurierforschung. Das eine ist die Vermutung, die Dromaeosaurier mit ihren berühmten Sichelklauen waren Baumbewohner. Robert T. Bakker vetritt das ab udn an und eine Übersicht findet im vorher genannten Blog von Darren, hier ist eine breitere aus seinem alten Blog von 2008. Das andere ist die Idee, dass Jungtiere und erwachsene Dinosaurier in den Ökosystemen des Mesozoikums unterschiedliche Rollen spielten, wodurch sie sehr gut zusammen leben konnten ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen.
Die Raptoren waren die Vorfahren der Vögel, eine Lebensweise in den Bäumen wäre durchaus ein nachvollziehbarer Weg, wieso unter allen Dinosauriern ausgerechnet diese Tiere schließlich das Fliegen erlernten.

Deinonychus (Skelett) kletternd (Bild: Davide Meloni)

Deinonychus (Skelett) kletternd (Bild: Davide Meloni)