Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen

eBook-Erotika 0 

Einer der großen Vorteile des eBooks ist, dass sich auch geringste Auflagen noch lohnen, insbesondere für Selbstverleger. Und selbst, wenn es sich nicht lohnt, lockt der aktuelle Hype genug Autoren, um es zu versuchen. Das bedeutet, dass auch kleinste Nischen bedient werden können, was dann sowohl Kunden als auch Autoren freut. Doch wie extrem kann das werden?
Um das zu sehen nehme ich einfach die größte aller Industrien dazu, das Geschäft mit dem Sex. Liebesromane haben ja bereits einige wirklich absurde Subgenres (Zeitreise- und Vampirromanzen sind eigenständige Kategorien mit Kinoverfilmungen und allem), aber was passiert, wenn wir uns ein Genre ansehen, das jetzt schon alle nur erdenklichen Nischen bedient? Was passiert, wenn wir den nischenreichsten Markt der Welt noch nischenreicher machen?
Ganz einfach: eBook-Erotika! In einer Welt, in der Hentai allgemein bekannt ist und Rule 34 eines der Grundprinzipien des Internet ist, wie viel seltsamer kann es noch werden?
Sex mit Monstern und Dinosauriern ist ja grade etwas in die Schlagzeilen gekommen, dabei ist das wirklich vergleichsweise harmlos und vor allem normal. Vergleichsweise.
Da ich täglich für eBooksfuerlau die Listen durchstöbere stoße ich da natürlich auf so einiges. Ich muss nicht einmal suchen. Hier sind die abgefahrensten Beispiele, die ich bisher finden konnte.

Eine Regel: Keine Fanfiction. Ich weiss, es gibt explizite Fanfiction von so ziemlich allem. Von Twilight-BDSM in Millionenauflage zu der ich bereits etwas geschrieben habe bis zu Human Centipede mit Erdbeersperma. Wenn ich damit anfange, wird dieser Artikel nie fertig.

Vielleicht liegt es an der geringeren Größe des deutschsprachigen Marktes oder daran, dass dieser relativ neu ist, aber die deutschsprachigen Werke in dieser Kategorie waren alle relativ zahm. Ab und an mal etwas BDSM oder Vampire und Werwölfe, aber alles im Rahmen entweder üblicher literarischer Erotik oder mehr oder weniger bekannter sexueller Vorlieben.
So fällt Scharfe Schnitte denn auch weniger durch ungewöhnliche Vorlieben als durch eine aussergewöhnliche Story auf: Eine Prostituierte hilft einem Ermittler bei der Suche nach einem Mörder, dessen einziges bekanntes Erkennungsmerkmal ein auffälliges Intimpiercing ist.
Seltsam, aber nicht wirklich etwas, was man nicht in einem x-beliebigen Sexshop finden kann, wenn man nur lang genug sucht. Der Rest der Liste kann das problemlos steigern.
Nur für Kindle

Zum letzten Eintrag in dieser Liste, der dramaturgisch Sinn macht. Elmore DeVille hat sich dem Genre erotische Fantasy verschrieben, also im Grunde richtige Fantasy, in der Sex halt eine besonders prominente Rolle spielt.
Herausragendes Beispiel dieses Stils ist Nymph Mania. Der Punkt ist der, dass in der Welt Eletain Magie eine Art Nebenwirkung von Sex ist. Beim Sex wird die Magie der Partner entfesselt und zu mächtigen Zaubern kombiniert. Und selbstverständlich gibt es in dieser Welt andauernd magische Duelle.
Das ist offengestanden ein ziemlich gutes Beispiel für das Potenzial, das wirklich kreativ eingesetzter Sex in fiktionalen Welten hat. Es ist auch das einzige Werk in dieser Liste, für das ich ohne Zögern Geld ausgeben würde.
Kindle-Version bei Amazon
Diverse Formate bei Smashwords

Okay, einen Titel aus der Sparte Dinosaurier-Erotika hab ich dann doch in dieser Liste. Der Punkt hier ist Balaur: Ein obskurer Cousin des Velociraptor aus Rumänien mit zwei der berühmten Sichelklauen der Raptoren an jedem Fuß. Einen ausserhalb von Fachkreisen fast völlig unbekannten Dromaeosaurier zum Titelstar eines eBooks zu machen ist einfach eine so seltsame Entscheidung.
Andererseits war Velociraptor vor Jurassic Park auch bestenfalls als der kleine Bruder von Deinonychus bekannt.
Ein praktisches Problem bei der ganzen Sache ist, dass Dinosaurier wahrscheinlich überhaupt keine zur Penetration irgendwelcher Körperöffnungen geeigneten Körperteile hatten. Andererseits ist der Dino auf dem Titelbild definitiv ein Mann in einem Dinosaurierkostüm – man beachte die zusätzlichen Beine, die da aus den Knien ragen. Aber ”Sex mit einem Mann in einem Dinosaurierkostüm“ klingt irgendwie langweilig. Vergleichsweise.

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Paläo Pfreitag 6 0 

Mars: Scheiss Wetter
Die Erde ist nicht der einzige Planet mit einer interessanten Vergangenheit und so geht es diesmal zu unserem roten Nachbarn in tiefster, noch nicht ganz so roter, Vergangenheit.
Dass es auf dem Mars einst flüssiges Wasser gab, gilt inzwischen als erwiesen. Unklar ist noch, wie es sich auf dem Mars verhielt und woher die Flusstäler und Rinnsale stammen, die man auf dem Mars kennt. Mit Hilfe einer Wettersimulation konnten Forscher der Brown Universität zeigen, dass die Flüsse von Niederschlägen gespeist wurden.
Die bekannten Flüsse entstanden genau dort, wo in der Simulation Winde an Bergketten endeten. Das deutet darauf hin, dass es einst Wolken gab, die sich hier sammelten und dann abregneten, ähnlich wie auf der Erde in einigen Regenwäldern in großer Höhe.
Ich persönlich finde noch etwas anderes interessant, wenn ich die Bilder ansehe: Die Flüsse mäandrieren. Normalerweise werden Flüsse mit der Zeit zunehmend grade, wenn sie nicht befestigt werden, auf der Erde hauptsächlich durch Baumwurzeln und andere Pflanzen.

Strahlenflosser verbreiteten sich sehr schnell
Strahlenflosser sind all jene Knochenfische, deren Flossen direkt am Körper ansetzen. Sie bilden damit den Gegensatz zu jenen Knochenfischen, deren Flossen auf beinartigen Gliedmaßen sitzen (Quastenflosser und Lungenfische). Lange Zeit wurden die Wasser vor allem von Quastenflossern und Haien dominiert, aber mit dem großen Massensterben am Ende des Devon drehte sich das Verhältnis plötzlich um und die Strahlenflosser übernahmen die Vorherrschaft.
Die neu identifizierte Gattung Fouldenia liefert einen Hinweis, was damals passiert ist: Nachdem das größte Massensterben der Erdgeschichte vor etwa 360 Millionen Jahren 90% aller Tierarten ausrottete waren die Strahlenflosser schlichtweg diejenigen, die am schnellsten neue Arten entwickelten und so Plätze im Ökosystem für sich besetzten. Dass ein Spezialist wie der Muschelfresser Fouldenia „nur“ 11 Millionen Jahre nach einem so großen Massensterben auftaucht zeugt davon, dass die Strahlenflosser in kurzer Zeit extrem unterschiedliche neue Arten hervorbrachten.
Die Quastenflosser wurden danach zwar deutlich seltener und haben heute nur noch zwei vom Aussterben bedrohte Nachfahren in der Tiefsee, aber sie haben zu dieser Zeit noch eine andere Gruppe Abkömmlinge hervorgebracht: Die Fischlurche, die vor dem Massensterben auf das Festland auswichen und aus denen die ersten Amphibien und schließlich alle Landwirbeltiere entstanden, und eingeschlossen. Und über die ich ein eBook geschrieben habe, was ich hier schamlos bewerbe, siehe links.

Neue kreidezeitliche Riesenschildkröte
Kommen wir zur dieswöchigen neuen ausgestorbenen Spezies: Von der riesigen Meeresschildkröte Ocepechelon bouyai ist leider nur der Schädel bekannt, aber er ist verdammt groß und zudem sehr ungewöhnlich – das spitz zulaufende, relativ kleine Maul ist bei keiner heutigen Meeresschildkröte bekannt.

Schädel von Ocepechelon bouyai (Bardet N et al)

Oreopithecus: Mehr Affe als Mensch
Es gibt Fragen, bei denen Wissenschaftler immer noch seltsam herumdrucksen. Etwa jene, ob der Mensch vom Affen abstammt. Dann wird ganz schnell etwas vom „gemeinsamen Vorfahren“ erzählt, so als sei dieser irgendwie kein Affe. Klar, wir stammen nicht von den heutigen Affen ab, weil es die ebensowenig wie uns gab, als die Menschen sich als eigene Gruppe von Primaten entwickelten.
Dennoch war der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse wohl am ehesten ein Affe.
Forschung an der Wirbelsäule eines der ältesten Vormenschen, Oreopithecus, bestärkt diesen Eindruck: Das Tier war anders als vermutet kein aufrechter Läufer, sondern konnte nur kurze Strecken auf den Hinterbeinen zurücklegen, so wie es heute auch Schimpansen tun, wenn sie beispielsweise Nahrung umhertragen.
Der dauerhaft aufrechte Gang kam offenbar erst später, unsere Vorfahren jedenfalls waren nach jeglichem Maßstab äffisch.
Wobei dazu gesagt werden muss, dass Oreopithecus kein direkter Vorfahre des heutigen Menschen war, sondern eine eigene Menschenaffenspezies, die vor 9-7 Millionen Jahren in Italien lebte, das damals eine Insel war. Er starb aus, als Italien zum Festland wurde und neue Raubtiere (Säbelzahnkatzen, Wölfe und Bären) aus Europa einwanderten.

Paläo Pfreitag 5 0 

Sorry wegen der wenigen Illustrationen diesmal, mein Computer weigert sich seit kurzem, Dateien herunterzuladen und zeigt mir beim Versuch wahlweise „Datei nicht gefunden“ (Firefox) oder „Fehler beim Virenscan“ (Chrome) an. Keine Ahnung, was das soll und wieso ich keine Option erhalte, den Virenscan einfach zu ignorieren.

Erstes Leben auf dem Festland noch erster
Bereits 1,7 Milliarden Jahre früher als bisher gedacht betraten die ersten mehrzelligen Lebewesen das Land. Bisher dachte man, bis vor etwa über 500 Millionen Jahren sei das Land je nach Darstellung entweder völlig karg oder von Bakterienwiesen überzogen gewesen. Nun haben Untersuchungen mit modernsten Mikroskopen zeigen können, dass eine bekannte, aber bisher unidentifizierte Struktur aus 2,2 Milliarden Jahren alten Gesteinen Fossilien eines bisher unbekannten Lebewesens darstellt.
Diskagma war eine Art Beutel aus Zellen. Die Forscher vermuten, dass diese Lebewesen dem seltenen Pilz Geosiphon ähneln, einem winzigen Wesen, das in feuchten Böden im Schwarzwald lebt und mit Blaualgen gefüllt ist, die es ernähren. Was genau Diskagma war, ist aber noch völlig unklar. Die Erde war zu dieser Zeit so unglaublich anders als heute, dass Diskagma alles mögliche sein könnte.
Waren sie wie Geosiphon mit Sauerstoff produzierenden Bakterien gefüllt, würde das mit erklären, warum zu dieser Zeit plötzlich große Mengen Sauerstoff in die Atmosphäre gerieten, ein Gas, das bis dahin auf der Erde praktisch nicht vorkam.

Nasutoceratops, der Bullhornceratopier

Neue Ceratopier (Horngesichter) sind immer wieder spektakulär und Nasutoceratops ist da keine Ausnahme. Der neu entdeckte Ceratopier hatte kein Nasenhorn, dafür aber eine besonders hohe Nase, der er seinen Namen („großnasiges Horngesicht“) verdankt. Noch auffälliger aber waren seine beiden Stirnhörner – diese wuchsen nicht, wie bei anderen Ceratopiern, nach oben, sondern entsprangen zur Seite, um dann nach vorn weiterzuwachsen. Das Ergebnis waren zwei Hörner, die auffällig denen heutiger Rinder ähnelten.
Kein anderer bisher bekannter Ceratopier hatte auch nur annähernd eine ähnliche Hornkonfiguration.

Und sie rammten doch
Eine kleine, aber spektakuläre Gruppe der Dinosaurier waren die Pachycephalosaurier, zweibeinige Vettern der Ceratopier ohne Hörner, die sich durch ihre extrem dicken Schädel auszeichneten. Jahrzehntelang war es populär, diese Tiere dabei zu zeigen, wie sie mit Anlauf ihre Schädel gegeneinander rammten, um Weibchen zu beeindrucken, Reviere zu verteidigen oder dergleichen. In den 2000er verschwand das zunehmend, da Paläontologen meinten, die Wirbelsäulen der Tiere hätten das nie ausgehalten. Eine Untersuchung von Schädelverletzungen bei unterschiedlichen Arten zeigt aber, dass die Schädelkuppeln wahrscheinlich doch zum Rammen benutzt wurden.

T. rex: Überführt!
Eine der langanhaltendsten Debatten in der Dinosaurierforschung ist die, ob Tyrannosaurus rex ein aktiver Jäger war oder doch eher ein umherstreunender Aasfresser. Ich selbst habe T. rex in Staksigen Schrittes bei einem aktiven Angriff auf einen Edmontosaurus-Brutplatz dargestellt, ein klassisches Beutetier schon zu der Zeit, als diese Entenschnabelsaurier noch Trachodon genannt wurden. Für mich lag das immer nahe, denn wenn T. rex nicht jagte, wogegen haben sich die Ankylosaurier dann gepanzert?
In zwei Schwanzwirbeln eben dieses Tieres nun haben Forscher einen abgebrochenen Tyrannosaurierzahn gefunden. Das interessante daran ist, dass die Knochen um den Zahn ganz klar verheilt war und das über mehrere Jahre. Der Edmontosaurus hatte also den Angriff eines jagenden Tyrannosaurus überlebt.

Stichworte:

Windkraft-Update: Die ganze Wahrheit 0 

Gestern abend kam bei mir eine Mail von der Bürgerzeitung Mönchengladbach an, die nach einer Veränderung meiner Position zu geplanten Windkraftanlagen im Westen des Stadtgebietes fragte. Meine heute morgen abgeschickte Antwort wurde von der BZMG postwendend veröffentlicht und das fast vollständig, was zu honorieren ist. Nur am Ende fehlte ein Stück, eine Reaktion auf diesen meiner Meinung nach überaus zweifelhaften Artikel über angeblich in MG nicht vorhandene Unternehmen, die an der Windkraft beteiligt sind.
Damit niemand rätseln muss, was fehlt bzw. wofür die Punkte am Ende des Zitats stehen, hier die volle Mail (minus Anrede- und Grußformeln), Auslassung gefettet:

[…]

Nicht wesentlich, eher im Gegenteil: Der weiterhin näherrückende Braunkohlentagebau mit seinen massiven Auswirkungen und die katastrophale Photovoltaik-Förderpolitik machen die Notwendigkeit der Windenergie zur Überwindung der Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen noch deutlicher.
Die vorhandenen Anlagen bei Wanlo und Venn* zeigen, dass Windkraftanlagen, einmal errichtet, keine nennenswerten Probleme für die Bevölkerung mit sich bringen (jenseits der Ästhetik, welche ein geringer Preis für eine sichere Energieversorgung ist). Man vergleiche dies mit anderen Energiequellen, wie etwa dem auch in Ihrer Zeitung erwähnten Gas (woher hätten Sie’s denn gern? Russische Importe, Fracking oder Biogas?) – einzig die Photovoltaik ist ähnlich unproblematisch.
Natürlich ist das Vorhaben nicht perfekt. Ich würde es fraglos bevorzugen, wenn das Vorhaben von einem Unternehmen umgesetzt wird, an dem nicht massiv die RWE beteiligt sind. Auch ist es wenig innovativ, es sind nach meinem Kenntnisstand einfache Windräder, keine der zahlreichen jungen Technologien in diesem Bereich wie etwa der Einbau von Speichermöglichkeiten über Windgas – da könnte ein Unternehmen mit der finanziellen Ausstattung der NEW mehr leisten. Artenschutzfragen sind auf jeden Fall noch zu klären.
Noch ein Wort, weil es in der Vergangenheit in der BZMG genannt wurde, zur lokalen Wirtschaft: Ich möchte hierzu anmerken, dass große in diesem Bereich tätige Firmen wie Gothe Stahl und die Nexans Kabelwerke in Mönchengladbach oder in der direkten Umgebung in Erkelenz sitzen oder hier Werke unterhalten.

[…]

*Nachtrag: Ich hatte Rasseln versehentlich als Venn bezeichnet. Natürlich ist ersteres gemeint. Das passiert mir bei genau diesen beiden Stadtteilen leider ständig, sorry.

High Noon in der Viktoriastraße 0 

Bereits seit gut 3 Jahren hatte ich in der damaligen Ampel einen Antrag zur Umgestaltung der Radwege an der Viktoriastraße in der Rückhand, der in der Ampel ein paar Mal verhandelt wurde und zwei Mal in Form von Anfragen in der Bezirksvertretung aufkam, aber nie Auswirkungen zeigte.
Nachdem es Anfang 2011 eine Stellungnahme des damaligen Ordnungsdezernenten gab, der die von mir geschilderten Probleme bestätigte und eine „Überplanung“ des Bereichs in Aussicht stellte, hat sich nunmehr immer noch nichts getan.

Die Probleme auf der Viktoriastraße sind umfangreich und die Lösung vieler davon relativ einfach und kostengünstig. Allein durch die Aufhebung des ohnehin ständig als Fußweg genutzten ausschließlichen Radweges auf der Seite des Bahndammes lassen sich hier viele Probleme lösen. Damit der Radverkehr hier optisch im Straßenbild präsent ist, möchte ich als Ersatz einen Schutzstreifen (das sind Radwege mit unterbrochener Linie wie auf der Brunnenstraße) auf dieser Seite einrichten.
Ausserdem soll die unsägliche Regelung aufgehoben werden, dass man im Bereich gegenüber der Einfahrt zum Math-Nat auf dem Bürgersteig aufparken darf, was diesen auf eine Breite von teilweise nur noch 70 cm einschränkt und damit auch als Fußweg vollkommen unbenutzbar macht, sobald man einen Kinderwagen oder volle Einkaufstüten (dort steht ein Aldi) dabei hat.

Alltag auf der Viktoriastraße: Alle Autos parken hier nach Vorschrift. Hinten versucht ein Fußgänger mit Einkaufstüten, den Radweg zu benutzen, der selbst für ihn als Fußgänger zu eng ist. Dass der Fußgänger hier ausserdem nichts zu suchen hat, ignorieren wir mal. Foto: Dieter Rink

Ich bat daher unseren Fraktionssprecher in der BV Nord, diesen Antrag einzureichen, der inzwischen auch auf der Tagesordnung der BV ist:

Beschlussentwurf:
Die BV-Nord beschließt folgende Änderungen im Bereich der Viktoriastraße:

  1. Der benutzungspflichtige Radweg auf dem östlichen Bürgersteig wird aufgehoben und zum Fußweg umgewidmet.
  2. Auf der Straße wird stadteinwärts (auf der östlichen Straßenseite) ein Schutzstreifen für Radfahrer angelegt.
  3. Auf dem verengten Teilstück der Straße wird die Regelung zum Parken auf dem östlichen Gehweg aufgehoben und durch ein Parkverbot ersetzt.

Begründung:
Der stadteinwärts führende Radweg auf der Viktoriastraße ist durch die Enge, ständige Benutzung durch Fußgänger, zu umfahrende Hindernisse (Schilder, Oberleitungsmasten der Bahnanlage, herabhängende Ranken, Abfall im Bereich der Wertstoffcontainer, parkende Autos auf einem Teilstück) und die schlecht einsehbare Einfahrt der August-Oster-Straße nicht gefahrlos als Radweg zu benutzen. Ortskundige Radfahrer meiden ihn und nutzen die Fahrbahn.
Da die Nutzung durch Fußgänger aufgrund der auf ganzer Länge vorhandenen Parkbuchten und des auf dieser Straßenseite liegenden Supermarktes nicht ohne Verlust von benötigtem Parkraum verhindert und die bauliche Situation nur mit hohem Aufwand verbessert werden kann, ist die Verkehrsführung entsprechend anzupassen.

Der Weg wird zudem im verengten Teilstück der Straße südlich der Einfahrt des Discountmarktes durch parkende Fahrzeuge auf stellenweise weniger als einen Meter Breite verengt, sodass er auch als Fußweg untauglich ist, wie der Ordnungsdezernent bereits im Januar 2011 auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen feststellte. Zugleich verbessert ein Parkverbot an dieser Stelle die Halte- und Aussteigemöglichkeiten für den Zubringerverkehr zum Mat.Nat.-Gymnasium, zu dem hier eine Einfahrt abgeht.

Soweit so gut, hat ja lange genug gedauert, den auf der Tagesordnung zu sehen.
Das Vorhaben löst fraglos nicht alle Probleme, aber jene, die mE drängen und relativ einfach und kostengünstig zu lösen sind. Nebenbei entwirrt es auch ein wenig die Radwegeführung direkt am Aldi (es geht ein Radweg rechts ab, der ist aber nicht zu nutzen, da er die Auffahrrampe von der Theodor-Heuss-Straße in umgekehrter Richtung ist. Radfahrer auf der Viktoriastraße sollen daran vorbei gradeaus bis zur Fliethstraße fahren, was aber nicht eben leicht zu erkennen ist)

Verwunderlich ist nun der aus heiterem Himmel auftretende Antrag der SPD in der selben Sitzung, ebenfalls zur Viktoriastraße:

Beschlussentwurf:
Die Bezirksvertretung Nord beschließt:

Die BV bittet die Verwaltung die Viktoriastraße in die Tempo 30 Zone einzubeziehen und Möglichkeiten zur baulichen Akzentuierung der 30er Zone vorzustellen.

Begründung:
Die Rad- und Fußwegeführung in der Viktoriastraße ist problematisch. Durch Einbeziehung in die Tempo 30 Zone kann auf die gesonderte Ausweisung der Radwege verzichtet werden.

Es scheint notwendig, kleinere bauliche Maßnahmen zur Unterstützung dieser Regelung vorzunehmen.

(Fehlende Kommas und Bindestriche aus dem Original übernommen)

Ein interessanter Vorgang. Am selben Tag wie wir stellt die SPD plötzlich einen Antrag zu einem Thema, zu dem man bisher von ihr noch nicht das geringste gehört hat. Dieser ist zudem unübersehbar mit heisser Nadel gestrickt.
Stilistisch ist natürlich interessant, dass der Grüne Antrag klare Problemlösungen vorstellt wohingegen der SPD-Antrag mE noch nicht einmal darauf schließen lässt, dass das Problem korrekt analysiert wurde. Es liest sich eher wie „die blöden Radwege stören, wie werden wir die los?“

Wie dem auch sei, es spricht vom Stil abgesehen mE nicht viel dagegen, diesem Ansinnen zuzustimmen. Es ist fraglich, ob an der schlecht einsehbaren Kreuzung Viktoriastraße/August-Oster-Straße eine in 30er-Zonen typische Rechts-vor-Links-Regelung eine gute Idee ist, aber das wird man klären können. Unklar ist mir noch, warum die SPD den Radweg auf beiden Seiten aufheben will, der Weg in Richtung Brunnenstraße ist ja für sich betrachtet völlig in Ordnung, von genau einem Schlenker um einen Baum herum abgesehen. Sachlich ist unklar, ob eine 30er-Zone ein so markantes Bauwerk wie eine aufgemauerte Bahntrasse einfach überspringen kann.
Damit hat sich unser Antrag ohnehin nicht erledigt – der Bürgersteig im verengten Straßenstück ist immer noch nicht als solcher benutzbar, wenigstens Punkt 3 des Grünen-Antrages ist also weiterhin nötig, egal wie der SPD-Antrag beschieden wird.

Was bleibt ist das Gschmäckle des Vorganges.

Nachtrag: Da der Antrag hierzu nicht klar ist, die im SPD-Antrag gemeinte 30er-Zone ist (wahrscheinlich) jene auf der anderen Seite der Bahngleise zwischen Eisenbahnanlage, Rheydter Straße und Theodor-Heuss-Straße.

Paläo-Pfreitag 4 0 

Pterodaustros Magensteine

Pterodaustro, Bild: Nobu Tamura


Pterodaustro war ein aussergewöhnlicher kleiner Flugsaurier aus der frühen Kreidezeit. Mit dne langen Seizähnen im Unterkiefer filterte er ähnlich einem Bartenwal Kleintiere aus dem Wasser, um sie zu fressen. Im Grunde war er das kreidezeitliche Gegenstück zu den heutigen Flamingos.
Diese Ähnlichkeit geht sogar weiter als bisher vermutet: Pterodaustro schluckte zum Verdauen seiner Beute offenbar Steine. Magensteine sind von keinem anderen Flugsaurier bekannt und so wird Pterodaustro mit jedem Fund ein ungewöhnlicheres Mitglied dieser Tiergruppe.

Die Evolution des Myoglobins
Forscher aus Liverpool haben das Myoglobin tauchender Säugetiere untersucht. Myoglobin, ein Verwandter des bekannteren Hämoglobin, ist ein Protein, das der Sauerstofflagerung in den Muskeln dient. Dank hoher Konzentrationen davon können viele Wassersäuger wesentlich länger tauchen als die meisten Landtiere.
Bei ihren Untersuchungen fanden sie, dass das Myoglobin von Meeressäugern nur in Details von normalem Myoglobin abweicht, durch diese aber beginnt, sich gegenseitig abzustoßen, sodass es nicht verklumpt, wenn es in großer Konzentration vorkommt.
Dadurch können Meeressäuger wesentlich mehr Myoglobin in ihren Muskeln halten und somit auch besser Sauerstoff speichern als beispielsweise Menschen.
Ein schönes Beispiel, wie vergleichsweise kleine Veränderungen reichen, um einem Lebewesen völlig neue Fähigkeiten zu verleihen.

Bunostegos und die Evolution in der permschen Weltwüste

Bunostegos, Bild: Marc Boulay


Aus dem Niger blickt uns dieses freundliche neue Urreptil entgegen: Bunostegos war ein Pareiasaurier, ein kuhgroßer Pflanzenfresser aus der Zentralwüste des Urkontinents Pangäa.
Für Paläontologen ist er sehr interessant, da seine Existenz zeigt, dass die Tiere damals trotz eines gemeinsamen großen Kontinents immer noch voneinander isoliert waren, eine Voraussetzung für die Evolution einer neuen Art. Nicht Gebirge oder Meeresarme, die es damals kaum gab, trennten Bunostegos von seinen Verwandten, sondern das Wüstenklima des gewaltigen Kontinents hielt seinen Lebensraum separat vom tropischen Klima der Küsten.
So entwickelten sich die Reptilien der zentralen Wüsten und jene der Küstenwälder getrennt voneinander, obwohl es keine deutlich sichtbaren Barrieren zwischen ihnen gab.

Stichworte:

Paläo-Pfreitag 3 0 

Archäopteryx hatte was von einer Elster

Bild: University of Manchester


Die Suche nach Pigmenten in Dinosauriern geht jetzt schon ein paar Jahre. Der neueste Kandidat in der Reihe ist der bairische Urvogel Archäopteryx, dessen Gefieder Ähnlichkeit mit dem einer Elster gehabt zu haben scheint. Die Schwungfedern waren weiss mit schwarzen Spitzen.
Das ist eine wichtige Entdeckung: Schwarze Federn sind stabiler als weisse. Wenn die Spitzen der Schwungfedern schwarz waren, stärkt das die Annahme, dass Archäopteryx seine Flügel wirklich zum fliegen gebrauchte. Das ist bisher gar nicht mal so sicher, denn auch viele Dinosaurier, die definitiv nicht fliegen konnten, hatten Flügel und verwendeten sie wahrscheinlich als Schmuck in der Suche nach Sexualpartnern, ähnlich wie heute die Pfaue mit ihren Schleppen.
Bisher war nur die (zu Lebzeiten schwarze) Farbe einer einzelnen Feder bekannt, die keine Schwungfeder war.

Neuer Dinosaurier-Park in Deutschland
Uhhhh, ein neuer Dinosaurier-Park in Deutschland: Im Prähistorium in Schiffweiler bei Saarbrücken gibt es seit Anfang Mai animatronische Dinosaurier, bis hin zum 20 Meter langen Titanosaurus. Sollte es mich also je ins Saarland verschlagen, wisst ihr, wo ihr mich findet. Und nie wieder rausbekommt.

Ein Bild (nicht wirklich) aus Feuchten Fußes
Hmm, ich bin ziemlich sicher, ich konnte Bilder von deviantart mal per Code von der Seite einbinden. Na gut, dann muss dieser Link hier halt reichen.
Es ist einerseits absoluter Zufall, andererseits aber auch eine naheliegende Szene für dieses Tier: So sieht das (nach aktuellem Stand der Forschung) aus der Nähe aus, wenn die Ichthyostega sich auf einer Sandbank im Fluss sonnen, etwas, was im Kurzgeschichtenteil von Feuchten Fußes aus einiger Entfernung geschildert wird.

Buchtipp
Als Arthur Conan Doyle (ihr wisst schon, Sherlock Holmes und so) seinen abenteuerlustigen Wissenschaftler Professor Challenger in Die verlorene Welt zu den Dinosauriern auf einem vergessenen Hochplateau in Südamerika schickte, traf er auf die Dinosaurier, die man damals kannte – riesige Reptilien, dazwischen diverse andere ausgestorbene Riesentiere. Allein schon aufgrund ihrer Größe bedrohlich, aber im Grunde langsam und dumm.
William Meikle hat es geschafft, recht kompetent an die heutige Zeit angepasste neue Challenger-Abenteuer zu schreiben. Oder wenigstens einen, diesen hier: The Island of Terror bringt Challenger näher an die heutigen Dinosaurier und die heutigen Stars der mesozoischen Manege: Die guten alten Raptoren.
Doyles Original gibt es natürlich auch für Kindle, sogar kostenlos.
Und hier ist für die Cineasten noch die hervorragende Verfilmung von 1925:
[youtube QJaXxY3citM]

Politische KW 23/2013 0 

Okay, fangen wir mal wieder mit der Politischen KW an, der wöchentlichen Übersicht über meine politische Tätigkeit. Die hatte zwischendurch, äh, geruht und ist hiermit wieder erwacht. Also dann:

Montag: Fraktionssitzung
Auf der dieswöchigen Fraktionssitzung ging es für mich unter anderem um das Thema Masterplan, nachdem ich hierzu ein ausführliches Statement an die Fraktion geschickt habe. Aber da das Thema zwei Abschnitte später wieder aufkommt, muss ich das hier nicht weiter ausführen. Nur so viel schon Mal: Ich sehe das Ergebnis des Masterplans überaus kritisch.

Ein Thema, das in meinem Sitzungsverlauf nicht wiederkommt, ist die Frage nach dem ehemaligen Freibad Giesenkirchen.
Wir wollten hier eine Planung für die Zukunft, wobei uns neben der Renaturierung und der Nutzung als Sportplatz auch die Möglichkeit einfiel, den Platz als Campingplatz zu nutzen. Die Lage ist dafür attraktiv. Da es den meisten Campern egal ist, wo sie stehen, solange der Campingplatz selbst schön ist und eine gute Campingplatz-Atmosphäre aufweist, verstehe ich auch die Argumentation nicht, hier wolle doch keiner campen – sie zeugt von geringer Erfahrung mit Campingtourismus. Wer dort campt, campt nicht in Mönchengladbach, der campt im durchaus attraktiven Giesenkirchen (was zu Mönchengladbach gehört, aber der Rest der Stadt ist für Camper ganz einfach irrelevant) und macht ein paar Abstecher zu den Schlössern rundum. Somit wäre es eine gute Maßnahme gewesen, einerseits den Ort im Ansehen aufzuwerten, andererseits die Innenstadt Giesenkirchen um die Konstantinstraße gegenüber der mit der kommenden Mall übermächtig werdenden Innenstadt am Abteiberg zu stärken.
Ein anderes Argument gegen den Platz war der Lärm. Lärm ist immer beliebt als Gegenargument, hier muss man allerdings wirklich mal fragen, woher dieser denn genau hätte kommen sollen? Vor allem im Vergleich mit der vorherigen Nutzung (Freibad!) und mit der ebenfalls angedachten Nutzung als Sportplatz ist ein Campingplatz, der vom Lärm am ehesten mit einer Kleingartenkolonie vergleichbar ist, nun wirklich eine erhebliche Verbesserung.
Wie dem auch sie, das Anliegen fand in der zuständigen Bezirksvertretung Ost keine Mehrheit. Ich finde das überaus schade. Aber so ist das halt in unserer Stadt der Gehtnichtse.

Dienstag: Lesepaß
Dienstag kam ich dazu, eine am Montag eingegangene Antwort auf eine Anfrage von mir aus der letzten Sitzung der BV Nord zu lesen. Zunächst die Anfrage:

Im Bereich der Baustelle des HDZ an der Hindenburgstraße gibt es eine
Umleitung für Fahrradverkehre, die die Stepgesstraße bergauf fahren.
Diese führt rechts am Ausweichbau vorbei und endet dann stumpf in der
Fußgängerzone. In die andere Richtung existiert an der Viersener
Straße eine Umleitung, bei der noch nicht einmal klar ist, wo diese
überhaupt geführt ist.
Existiert für den Bereich der Baustelle HDZ eine übergreifendes
Konzept für die Umleitung der Radverkehre mit vollständiger
Routenführung um das Hindernis herum?

Hier nun die Antwort des Ordnungsamtes:

Sehr geehrter Herr Diehl,

aufgrund der Baustelle des HDZ an der Hindenburgstraße sind Einschränkungen für den Radverkehr leider nicht zu vermeiden.
Die Umleitung für den Radverkehr auf der Stepgesstraße bergauf führt rechts an der Interimshalle vorbei auf die Hindenburgstraße. Von dort aus muss man die Hindenburgstraße hoch bis zur Signalanlage, dann auf der Fahrbahn Richtung Viersener Straße. Diese Möglichkeit wird kurzfristig mit entsprechenden Hinweisschildern ausgewiesen. Alternativ kann man auch die Stepgesstraße an der Signalanlage überqueren und fußläufig an C&A vorbei bis zur Baustellenampel gehen. Dort muss man die Stepgesstraße nochmals überqueren und kann die Fahrt Richtung Viersener Straße fortsetzen.
Der Radverkehr bergab führt auf dem Geh- Radweg an C&A vorbei. Ab der Hindenburgstraße muss der Radfahrer auf die Fahrbahn. Ab dem Jugendzentrum wird der Radfahrer wieder auf den Radweg geführt.

Eine andere Lösung kann aufgrund der Baustellensituation nicht angeboten werden.

Die Führung ist nicht ideal, grundsätzlich wäre mE eine Umleitung über die Stephan- und Albertusstraße zwar weiträumiger, aber für alle Verkehrsteilnehmer besser gewesen. Aber wenigstens wird die vorhandene Umleitung jetzt endlich korrekt ausgeschildert.

Mittwoch: BV Nord
Das große Thema der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch war der Masterplan MG.
Meines Erachtens hat der Plan eine lange Reihe von Problemen, aufgrund derer ich fraktionsintern auch schon meine Zustimmung zum letztendlich herausgekommenen Plan in Frage gestellt habe. Dies vor allem wegen der umfangreichen Pläne in Dahl und der Tendenz, zahlreiche Plätze in der Stadt (Berliner Platz, Platz der Republik, Kapuzinerplatz) ganz oder teilweise zu überbauen (Hinweis: In der BV habe ich als Ratsherr Rede-, aber kein Abstimmungsrecht, daher war diese Frage hier noch nicht relevant). Auch stimme ich in vielen Punkten mit der ihrerseits heftig kritisierten Kritik der Verwaltung an Einzelmaßnahmen überein.
Der Vertreter der Masterplan-Initiative stellte das Ergebnis nun vor. Dabei betonten dieser mehrfach die Vorläufigkeit und Flexibilität des Plans: Obwohl dieser sehr detailliert aussieht, handelt es sich nur um sehr grobe Richtungsvorgaben.
Mit Betonung auf eben diese Flexibilität habe ich mich dann für den Plan ausgesprochen: Es ist durchaus positiv, dass in Mönchengladbach eine Planung für die Zukunft vorliegt, welche den Einfluss kurzfristiger Vorhaben und einzelner Bauherren reduzieren kann. Die groben Linien des Masterplans (Herausarbeitung Gladbachtal und Hochschulviertel sowie einzelne Reparaturen in Rheydt) sind durchaus gute Leitlinien für die künftige Entwicklung der Stadt zu einem attraktiveren Ort. Die Frage wird zukünftig sein, wie eng man diese auslegt, aber genau dafür ist ja der Beirat vorgesehen, den wir Grüne auch erweitern wollen.
Ganz furchtbar finde ich die Idee der FDP, den Plan per Abschaffung dieses Beirates in Stein zu meisseln. Dafür ist der Plan schlicht und ergreifend zu schlecht.
Ich werde zu meinen Bedenken und warum ich mich dennoch entschieden habe, zuzustimmen, im Rat Anfang Juli ausführlich Stellung nehmen und die Rede dann selbstverständlich auch hier einstellen (aus dem Gedächtnis, denn ich halte Reden bekanntlich grundsätzlich aus dem Stegreif).

Weiter habe ich noch darum gebeten, dass beim Bericht zum Schutz der Naturdenkmäler eine etwas ausführlichere Kategorisierung als nur „Baum gesund/Baum tot“ vorgenommen wird. Dies hat die Verwaltung zugesagt.

Bei den Anfragen fragte ich nach dem Grund für Aufhebung des Radweges an der Viersener und Steinmetzstraße zwischen Wallstraße und Bismarckstraße sowie danach, ob diese mit dem Landesverkehrsministerium abgesprochen ist. Der Radweg gehört zum Landesradwegenetz NRW und als Grund für die Aufhebung liegen mir unterschiedliche Gründe aus unterschiedlichen Teilen der Verwaltung vor (wahlweise Arcaden-Baustelle oder Unfallgefahr).

Samstag: Mitgliederentscheid
Am Samstag waren die Grünen mal in den Schlagzeilen, es ging um den grünen Mitgliederentscheid, also eine basisdemokratisch organisierte Prioritätensetzung der Themen des Wahlprogramms.
Ich kann den Hype nicht ganz nachvollziehen: Zum einen ist mir immer noch nicht klar, was genau die Abstimmung eigentlich bewirkt und zum anderen ist es relativ schwer, sich für jeweils drei Themen aus zwanzig zu entscheiden, wenn dabei etliche Themen doppelt und dreifach vorkommen (Energiewende etwa: Energiewende, Klimaschutz und Kohleausstieg jeweils zur Wahl stehender ein Punkt).
Dennoch war es ein Schriott in die richtige Richtung für die Partei, den Mitgliedern mehr Möglichkeiten zur Abstimmung zu geben.

Wie dem auch sei, nach drei Stunden lockerer Diskussionsrunde wurde abgestimmt. Das Ergebnis von dort war recht klar: Energiewende ist das große Thema. Wahrscheinlich logisch, wenn man am Rand der Grube lebt und genau dieses Thema lokal grade aufkocht. Allerdings war es in anderen Städten udn Kreisen nach allem, was ich bisher gehört habe, ähnlich.

Punkt Te O 0 

Erneut ist das Urheberrecht in der Debatte. Ausgangspunkt ist diesmal ein Statement beachtlicher Dämlichkeit bei movie4k.to, einer von vielen .to-Seiten, die illegal Filme streamen. Nun geht der Streit wieder los: Piraten sind böse. Copyright ist böse. Ihr seid doof.
Hach, wenn es doch nur so einfach wäre. Denn dummerweise haben beide Seiten Recht. Irgendwie. Die eigentliche Diskussion besteht in zwei Thesen, die sich diametral entgegenstehen. Und nun werde ich versuchen herauszustellen, was die beiden Thesen zu ihrer Verteidigung vorzubringen haben.

1. Piraten sind doof
Die Position hier ist nicht schwierig darzustellen: Piraten „stehleb“ (Ich komme im nächsten Satz auf den Begriff zurück) Medienerzeugnisse und schaden damit den Erzeugern dieser Inhalte (Autoren, Musiker, Programmierer, Journalisten usw.).
Die Piraten (die soziale Gruppe, nicht unbedingt die Partei gleichen Namens) selber machen eine Semantik-Diskussion um das „Stehlen“ auf, die offen gestanden wenig sinnvoll ist. Ja, es wird kein Original entwendet, somit ist es technisch gesehen kein Diebstahl. Allerdings besitzt der Urheberrechtsverletzer nach dem Akt einen Gegenstand, an dem er keine legalen Besitzrechte erworben hat, womit es zwar nicht gestohlen wurde, aber dennoch die Definition von „Diebesgut&ldquO; erfüllt.

Dennoch kann Medienpiraterie einen gewissen Nutzen haben.
Cory Doctorow nutzt den freien Download seiner Bücher als Werbemaßnahme für diese. Seine Bücher über Überwachungssysteme und Society Hacking sprechen eine Zielgruppe an, die man so erreicht. Eine Zielgruppe, die bereit ist, für erlebte Qualität Geld zu geben.
Dann ist da dieses kleine Juwel (setzt euch, das ist ein 85-Minuten-Film):
[youtube DQ72p4scSXg]
Das ist The Man from Earth. Ein Indie-Film. Ursprünglich ein Flop, wurde er zu einem kommerziell erfolgreichen Geheimtipp, als er im Internet die Runde machte. Die Macher des Films bedankten sich später bei den Piraten dafür. Ich selbst habe nach dem Ansehen auf Youtube die DVD gekauft. Was sich durchaus wiederholen könnte, etwa wenn ich Bokusatsu Tenshi Dokuro-Chan zu einem annehmbaren Preis finde.
Auch der Fernsehmarkt wäre ein anderer, wenn diverse Serien (Doctor Who, Fringe, Game of Thrones) nicht ein riesiges Publikum ausserhalb ihres Heimatmarktes hätten.
Wer sich die Beispiele allerdings ansieht, findet die Hinweise auf ein Problem: The Man from Earth ist im Kern ein Kammerspiel, das ohne nennenswertes Budget auskommt. Fernsehserien indes sidn ohnehin nicht auf die Einnahmen aus der Fernsehausstrahlung angewiesen, sie finanzieren sich über Zweitverwertungen (DVD-Verkäufe, Sendelizenzen für Wiederholungen bei anderen Sendern) und teilweise auch über Merchandise. Große Kinofilme hingegen sind auf die Ticketverkäufe an den Kinokassen angewiesen.
Und hier wird es interessant.

Nehmen wir ein beliebtes Piraterie-Argument beim Wort und sagen, dass Medienpiraterie der Vorauswahl guter Werke dient (sprich, man schaut vorher, ob ein Film was taugt und geht ins Kino, wenn dem der Fall ist). Dann bekommen wir ein Problem: Schlechte Filme lohnen nicht mehr.
Nur, wenn schlechte Filme sich nicht mehr lohnen, woher weiss ein Filmstudio dann noch, ob ein Film sich überhaupt lohnt? Sowohl die Chance auf einen guten als auch das Risiko eines schlechten Films steigen erheblich mit der Neuartigkeit dessen, was er cinematografisch und erzählerisch versucht. Das Risiko der Ablehnung eines sich von der Masse abhebenden Films ist enorm und das lässt aus der Perspektive der Studios nur einen Schluss zu: Keine Experimente!
Und noch schlimmer: Online-Vorabschau tötet nicht nur schlechte Filme, es zerstört auch den soliden Mittelbau. Denn wer einen Film bereits gesehen hat, wird ihn nur dann noch einmal sehen wollen, wenn er wirklich verdammt gut war. Ein Film der nur ein ganz brauchbarer Zeitvertreib ist, aber nichts weiter besonderes, wird untergehen. Das ist beispielsweise meine Theorie, was Disney mit Prince of Persia und John Carter passiert ist, beides gute, aber eben nicht überwältigende Filme.
Wenn die Studios nun aber keine Risiken mehr eingehen, werden immer mehr Filme zum soliden Mittelbau zählen: Sie bieten nichts neues, sind aber kompetent gemacht. Der lohnt aber immer weniger, worauf die Studios mit noch weniger Risiko reagieren.
Deshalb wird die Hollywood-Ästhetik immer einheitlicher. Deshalb dreht sich praktisch jeder Hollywood-Film um einen austauschbaren Helden, der eine ebenso austauschbare Frau in Nöten retten muss (oder ist eine wahlweise ein Remake, eine Verfilmung von irgendwas oder eine Buddy-Komödie). Deswegen sind die Standardkost von der Stange liefernden J.J. Abrams und Joss Whedon Hollywoods neue Stars und gibt es auf absehbare Zeit keinen nächsten Tarrantino. Und deshalb ist der kommerziell größte Film der letzten zehn Jahre ein objektiv betrachtet ziemlich uninteressantes Pocahontas mit Schlümpfen.
[youtube mYr9eFgQIFI]
(PS: Das komischste an diesem Artikel dürfte ironischerweise die Anzahl von Youtube-Einbindungen und -Links sein)

Das alles wäre ein negativer Trend, der zwar traurig, aber nicht wirklich schlimm. Medien kommen und gehen. Dass ein neues Medium ein altes verdrängt ist legitimer Teil des technischen und kulturellen Fortschritts, selbst wenn man das im Einzelfall schade finden mag.
Aber hier ist es keine neue Technologie, keine neue künstlerische Vision, welche die alten Medien bedroht. Es ist reine Profitgier.
Zentren der Medienpiraterie sind mit Werbung überfrachtete und somit hochprofitable Seiten, die ständig versuchen, einem kostenpflichtige Zugänge und Abos auf irgendwelche Download-Plattformen zu verkaufen. Die Vergütungen für diese Verkäufe werden oft nur noch von Bank- und Versicherungstantiemen übertroffen. Es ist ein extrem profitables Geschäft. Von wegen harmlos und nichtkommerziell.
Einfach nur eine nichtkommerzielle Platform für Nutzer zu sein, das konnten Netzwerke wie Napster, eDonkey und BitTorrent für sich veranschlagen. Dies sind Phänomene, die passieren und auf die Medienanbieter eine Antwort finden müssen. Das ist legitimer technischer Fortschritt. Aber wenn Seitenbetreiber anfangen, damit ihre Geldbörsen vollzuscheffeln, ist die Linie überschritten, weil hier aktiv und aus niederen Gründen eine ganze Branche zerstört wird. Und den Nutzern wird noch einer vom Robin Hood vorgelogen.

2. Medienindustrie ist doof
Man kann nicht behaupten, dass es die Medienindustrie ihren Gegnern schwer machen würde: Über gute 100 Jahre ist mit Plattenfirmen, Verlagen, Buchhandlungen und Filmstudios ein Netzwerk von Industrien gewachsen, die ihre ursprüngliche Funktion als Vermarktungs- und Distributionskanäle längst zu Beiwerk degradiert haben.
Die großen Vertreter dieser Zünfte (in vorheriger Reihenfolge der Branchen Bertelsmann, Bertelsmann, Bertelsmann/Amazon und TimeWarner/Disney) haben schon lange jegliches Interesse an künstlerischer Qualität verloren und vertreiben nur noch jenes, von dem sie glauben, dass es sich gut verkauft. Dank des Selbstverlags können sie inzwischen sogar dazu übergehen, nur Dinge zu verkaufen, die sich bereits gut verkauft haben, was zugleich zum weiter oben angesprochenen Problem der Filmwirtschaft als auch zu solchen Entwicklungen führt.
Die Filmstudios haben es verpasst, hier trifft die Argumentation der Piraten ins Schwarze, sich auf neue Geschäftsmodelle einzurichten.
Andererseits, auf welche auch: Crowdfunding ist eine gute Methode, Projekte von einem Budget bis in den sechsstelligen Bereich zu stemmen. Hollywood fängt bei siebenstelligen Filmbudgets überhaupt erst an. Die Zahl der Marken, die sich über Zweitverwertungen und Lizenzen finanzieren können, ist gering (Filme, deren Titel mit „Star“ anfangen sind ein guter Ansatz – Star Wars; Star Trek, Stargate) und eine neue Marke mit dieser Erwartung aufzubauen, ist nur bei Fernsehserien (Mein kleines Pony) und Videospielen (Pokemon, Skylanders) realistisch.
Was die anderen Branchen angeht: Konservenmusik ist bereits auf iTunes & Co. übergegangen, Literatur und Wissenschaft sind drauf und dran, das Verlagswesen komplett abzuschaffen, Fernsehfiktion war noch nie auf Ausstrahlungseinnahmen alleine angewiesen.

Dieser Teil des Artikels sollte eigentlich in eine ganz andere Richtung gehen, aber nach der Reflexion während des Schreibens dieses Textes stückweise über drei Tage verstehe ich die Medienhäuser deutlich besser: Die Landschaft ist bereits in jenem Umbruch, den die „Piraten“ fordern.
Aussen vor ist dabei einzig die Filmindustrie, für die es ganz einfach keinen Weg gibt, anders zu sein, als sie es momentan ist. Teilweise hat sie sich da selbst reingeritten, teilweise ist es das auch durch Filmpiraterie steigende finanzielle Risiko, wenn man etwas neues probiert (ziemlich vermurkster Satz, ich weiss, aber grammatisch korrekt).
Somit verhindert die Medienpiraterie letztlich genau jene Reform, die ihre Akteure vordergründig beständig fordern.

3. Synthese: Alle doof Die unbekannte Zukunft
Wie gesagt, das ging in eine sehr andere Richtung, als ich erwartet hatte. Mein Blick auf die Medienpiraterie war deutlich positiver, bevor ich diesen Artikel geschrieben habe. Vor allem aber war mein Blick auf die Medienindustrie deutlich negativer.
Ja, die Industrie verhält sich den Künstlern gegenüber oft auch nicht besser als die Piraten. Das ist aber kein Argument für die Legitimität der Piraten. Bestenfalls ist es eines gegen die große Medienunternehmen.
Man kann die Argumentation fahren, dass Piraterie Exzellenz durch bekannt machen belohnt, dies aber zu einem so hohen Preis für das „nur“ kompetente bis gute, dass letztlich auch die Exzellenz schwindet.

Teils ist die Lösung die Ausschaltung der Mittelleute: Der Rückschnitt der Verlage und Vertriebe auf das, was sie einst waren, einfache Dienstleister für die eigentlichen Wertschöpfer, die Künstler und Autoren. Vielleicht gibt es auch einen Weg, wie Filmstudios sich verbessern können, den mögen klügere Menschen als ich es bin vorschlagen, denn ich habe keinen Vorschlag, wie das gehen soll (ausser durch die vollständige Abschaffung des Blockbusters, was aber wohl niemand will und letztlich zwischen all dem Schrott auch viel Qualität kostet).
Faire Preise sind eine Option, aber im Ernst: Die Preise für Musik und (mit wenigen Ausnahmen) Filme sind fair, jene für Videospiele sind es teilweise (wenn man mal die ca. 60 € für neue Konsolenspiele auslässt). eBooks sind noch zu teuer, aber auch dieses Problem schwindet mit der Etablierung verlagsunabhängiger Autoren zunehmend.

Die Medienwelt ist auf dem richtigen Weg, auch wenn es lange gedauert hat, auf diesen Weg zu gelangen. Das bedeutet nicht, dass es keinerlei Probleme mehr gäbe (Seriously, fuck you, Xbox One DRM scheme!). Man muss den Piraten zu Gute halten, Teil der Motivation zur Verbesserung der wirtschaftlichen Seite des Medienkonsums gewesen zu sein.

Ganz zuletzt sei es noch ein Mal gesagt: Ich habe kein Problem mit den Piraten selbst. Sie können, wie weiter oben aufgezeigt, Nutzen für die Künstler bringen, wenn auch nur in Ausnahmefällen.
Es gibt auch noch legitime Begründungen für bestimmte Bereiche, etwa diese gottverdammte Aufteilung der Datenträger-Welt in Distributionsregionen (für mich als großer Fan spezifisch japanischer Videospiel-Genres wie Shmup und Visual Novel ein echtes Problem). Womit ich ein Problem habe, sind jene Leute, die mit Medienpiraterie unter Ausschluss der Urheber Geld machen.
Portale wie movie2k/movie4k/kinox und was sonst alles auf die TLD .to hört. Die scheinheilig erzählen, wie wenig Geld Künstler für ihre Leistung bekommen und wie die Firmen das ganze Geld machen. Und sogleich daran gehen, auch diesen kümmerlichen Rest an Künstlereinkünften für sich einzusacken. Wo man fragen muss: Wenn jemand, der 90% der Einnahmen für sich behält, böse ist, was ist dann jemand, der 100% behält?

Paläo-Pfreitag 2 0 

Äffische Menschenfüße
Ameirkanische Forscher haben herausgefundenTM, dass der menschliche Fuß nicht so perfekt an das aufrechte Gehen angepasst und rigide ist, wie bisher gedacht.
Bei etwa 8% der Versuchsteilnehmer war der Fuß am Mittelfuß flexibel. Als normal gilt nur eine Flexibilität am Ballen und den Zehen. Bei den Affen dagegen ist der Mittelfuß flexibel, um besser klettern zu können. Auch wenn die Forscher aus Boston nicht sagen können (oder wollen), ob dies ein relikt aus evolutionärer Vorzeit oder eine neue Entwicklung ist, zeigt es doch sehr deutlich, dass der Mensch bei weitem noch nicht so perfekt gebaut ist, wie man immer meint.

Paläo-Krebs

Knochenkrebs beim Neandertaler

Tumorschaden in einer Neandertalerrippe (oben) (Credit: Janet Monge et al. Fibrous Dysplasia in a 120,000 Year Old Neandertal from Krapina, Croatia. PLoS ONE, 2013; 8 (6): e64539 DOI: 10.1371/journal.pone.0064539)


Und noch einen Mythos will ich hier zumindest etwas schwächen: Die Paläo-Diät. Die Paläo-Diät besteht auf dem Grundprinzip, dass wir alle gesünder seien, wenn wir uns so ernähren, wie der Urmensch. Welcher Urmensch, ist dabei nie wirklich klar, aber auf jeden Fall einer aus der Zeit, bevor Getreide erfunden wurde. Die Idee ist, dass diese Ernährung für unsere Gene besser seien, die sich laut Paläo-Diätler seit der Steinzeit nicht mehr weiterentwickelt hätten. Was relativ einfach durch die Fähigkeit vieler Menschen, Milch zu verdauen, zu widerlegen ist, aber nunja.
Eine damit in Verbindung stehende Behauptung ist die, dass Krebs (sowie Herzinfarkt, Allergien etc.) eine Zivilisationskrankheit sei, die erst durch die moderne Ernährung Verbreitung gefunden hätte. Das ist natürlich schwierig zu widerlegen, denn Krebs & Co. findet man nicht in Fossilien. Mit Ausnahme von Knochenkrebs.
Knochenkrebs kennt man schon länger von diversen Dinosauriern und jetzt auch vom Neandertaler. Und während der nächste lebende Verwandte des Tyrannosaurus rex das Grillhähnchen ist, sind Neandertaler etwas näher mit uns verwandt und zählen vor allem zur Gruppe der ominösen „Urmenschen“, die sowas ja angeblich nicht hatten.

Schönes Schaustück in Brasilien
Die Dinosaurier vertritt diesmal ein wunderschönes Skelette-Arrangement aus Brasilien mit einem Angaturama (ein Verwandter des Spinosaurus), der einen Flugsaurier (Anhanguera) im Maul trägt. Ich mag es, wenn Museen Tiere in einer solchen echten Lebenssituation zeigen, es gibt den Ausstellungsstücken irgendwie stärker das Gefühl, dass das mal echte, lebende Tiere waren.

Source: blogs.scientificamerican.com via Thomas on Pinterest