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Christopher Walkens eigene Musikeinlage 0 

Okay, gesucht hatte ich eigentlich dieses Video:

Gefundne habe ich diese Großartigkeit:

Ich hätte noch den berühmten „More-Cowbell“-Clip eingebunden, in dem Christopher walken Blue Oyster Cult Kuhglocken in ihren Klassiker Don’t Fear the Reaper packt, aber da hat die GEMA was gegen. Ihr wisst schon, die Organisation, bei der man vor dem Betreten eines Verhandlungsraums mangels aufhängbaren Hutes das Hirn in einen Eimer wirft.

Oh, Moment, nehmen wir doch einfach mal nicht Youtube als Quelle. Der Kuhglockenspieler ist übrigens Will Ferrell.

11. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

11. Dezember: Tannenbaum
Blogkonversion: Noch etwas Musik

So, nach einem englischen nun mal ein deutsches Weihnachtslied, damit mir keiner Anglisierung und ähnlich garstige Fremdwörter unterstellt.

O Tannenbaum

Nachtrag
Spannend, die Wikipedia-Artikel deutsch/englisch zum Lied zu vergleichen.
Allein schon die Wahl der Illustration spricht Bände. Interessant auch der in der englischen Wikipedia vorhandene Hinweis auf die Favorisierung des Liedes durch die Nazis, der in der deutschen Version fehlt. Wer mal exemplarisch schauen will, was bei der deutschen Wikipedia falsch läuft, sehe sich das einfach mal an und lese sich dann noch die Diskussionsseite zum Artikel durch, in dem sich ein gewisser Mauki zeigt, der das Prinzip eines Wiki offenbar nicht verstanden hat und sich aufregt, dass ständig andere in „seinem“ Artikel rumschreiben.

Petitionnerstag XLII 0 

In einer positiven Überraschung gibt es diese Woche eine Petition aus unerwarteter Richtung: Von der EU.
Weniger positiv die Verzögerung des Petitionnerstages um einen Tag. Diesmal hab ich auch noch nicht mal eine fadenscheinige Begründung. Ich hab’s gestern einfach vergessen.

Europäisches Logo für Bionahrung
Die Jury, die über das zukünftige europäische Logo für Bio-Lebensmittel entscheidet, hat aus den über 3400 eingereichten Vorschlägen in mehreren Schritten drei für die Endrunde bestimmt und stellt diese nun online für alle Europäer zur Abstimmung:

Mögliche EU-Biologos

Das Originalbild heisst übrigens „Unbenannt2.jpg“ – seht ihr, die EU spricht doch deutsch ^^.


Veröffentlichung von Medikamentenstudien

Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Pharmaunternehmen und Forschungsinstitute werden gesetzlich verpflichtet, alle Studien über Medikamente zu veröffentlichen, auch und insbesondere dann, wenn diese die Wirkungslosigkeit oder negative Wirkungen eines Medikaments belegen.

Nichts zu ergänzen.

Freistellung von Azubis für Prüfungen

Der Deutsche Bundestag möge eine Änderung von § 10 des Jugendarbeitschutzgesetzes beschließen, wonach
minder- und volljährige Auszubildene in der dualen Berufsausbildung für Prüfungen in erweitertem Umfang als bisher freizustellen sind.

Das hatten wir letzte Woche für die Berufsschule, für Prüfungen macht es aber ebenso Sinn. Momentan werden nur minderjährige Prüflinge freigestellt.

Abwesenheit für SGB-II-Empfänger auf 21 Werktage

Änderung der Ortsabwesenheit nach § 7 Abs. 4a Zweites Sozialgesetzbuch (SGB II) i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz Erreichbarkeits-Anordnung (EAO) von 21 Kalendertagen auf 21 Werktage, sprich ohne Sonn- und Feiertage.

Eine Gleichstellung mit der arbeitenden Bevölkerung. Meines Erachtens tun sich 21 Kalender- oder 21 Werktage hier nix.

Fristenangleichung von Einkommenssteuer und Betriebskostenabrechnung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …die Frist für die Erstellung der Betriebskostenabrechnung (12 Monate) mit den gesetzlichen Fristen bei der Einkommensteuer in Einklang zu bringen.

Da man die Betriebskostenabrechnung unter Umständen für die Einkommenssteuererklärung braucht, sinnvoll.

Keine kostenfreien CO2-Zertifikate für Flugzeuge

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Fluggesellschaften ab dem Jahr 2013 ihre CO2-Zertifikate zu 100% kaufen müssen.

Die Fluglinien erhalten 85% der Kohlendioxidmenge, die sie momentan ausstoßen kostenfrei als Zertifikate, den Rest müssen sie dazu kaufen. Ziel dessen ist es, die Kohlendioxid-Produktion der Linien um die fehlenden 15% zu senken So weit, so gut.
Problematisch ist allerdings, dass die Bahn ihre Zertifikate komplett ankaufen muss. Womit diese petition an der falschen Stelle ansetzt – eigentlich sollte die Bahn ebenfalls 85% ihrer Zertifikate umsonst kriegen, um die durch die Zertifikate beabsichtigte Steuerungswirkung ohne hohe zusätzliche finanzielle Belastungen zu erreichen.
Andererseits ist der Effekt der Zertifikate natürlich grundsätzlich höher, wenn alle bezahlt werden müssen.

Verbot des Kleingedruckten

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass in sämtlichen Verträgen (bspw. Mietvertrag, Kaufvertrag, Arbeitsvertrag) das Kleingedruckte verboten wird. Die Schrift muss in einem Vertrag einheitlich sein und einer vorgeschriebenen Mindestgröße entsprechen.

Das wird viele Abzocker richtig ärgern – dafür ;-) .

Jahresabrechnung für Krankenversicherte

Der Petent fordert, dass jeder gesetzlich Krankenversicherte jährlich unaufgefordert eine Übersicht der für ihn abgerechneten Leistungen erhält.

Jahresabrechnung gesetzl. Krankenversicherung:

Jedes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung soll jährlich unaufgefordert eine Übersicht der für Ihn abgerechneten Leistungen zugeschickt bekommen.

Die Übersicht soll sämtliche abgerechneten Positionen in zeitlicher
Reihenfolge beinhalten.

Jede Position soll Datum, Ort, Leistungserbringer, Leistungsbeschreibung und abgerechneten Betrag ausweisen.

Am Ende der Liste soll der insgesamt aufgelaufene Abrechnungsbetrag stehen.

Das klingt überaus sinnvoll. Vor allem könnte ich dann mal nachschlagen, wann ich zuletzt bei welchem Arzt war (Hausarzt kurz vorm Mauerfall, Zahnarzt Ende 2008, soviel weiss ich noch). Vor allem aber wäre natürlich die Richtigkeit der Rechnung prüfbar.

Gleichberechtigung verheirateter freiwillig Versicherter in der GKV

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass verheiratete, freiwillig gesetzlich Versicherte die gleichen Rechte und Leistungen bekommen wie ledige und Pflichtversicherte, besonders in Hinsicht auf Beitragsfreiheit während des Bezuges von Elterngeld.
Immerhin stehen laut Grundgesetz Ehe und Familie unter besonderem Schutz der staatlichen Ordnung.

Viele Erleichterungen für Verheiratete in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ziehen nur, wenn beide Ehepartner pflichtversichert sind. Dies will diese Petition nun ändern.

Verbesserung der Rückkehrmöglichkeiten privat Versicherter in die GKV

Der Deutsche Bundestag sollte Regelungen vornehmen, die privatversicherten Personen eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ermöglichen.

Möglich sein sollte es so oder so. Das sehe ich schon als Grundsatz so – Gesundheit ist kein freies Wirtschaftsgut.

Ermöglichung einer Zusatzversicherung für stationäre Behandlung

Der Petent fordert, dass privat Krankenversicherte, die im Standardtarif versichert sind, eine zusätzliche Versicherung für den Fall eines stationären Krankenhausaufenthalts abschließen dürfen

Das ist in der Tat bei vielen Privatkassen nicht erlaubt. Warum, weiss der Teufel.

Fahrtüchtigkeitstest für Rentner

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das Führerscheininhaber ab erreichen des Rentealters sich regelmäßig (alle 3-5 Jahre) einer ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen. Diese sollte aus einem Seh-, Gleichgewichts- und Reaktionstest bestehen.

Das wird in den USA bereits mit Erfolg praktiziert, bei einigen Tests (Sehtest) sehe ich alleridngs keinen grund, dies erst ab dem Rentenalter zu machen.

Freier Zuverdienst zur Frührente

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Hinzuverdienstgrenzen bei einem vorzeitigen Altersrentenbezug vor dem 65. Lebensjahr abzuschaffen.

Kurzgesagt: Nö. Wer ohne Rente genug verdient, sollte dem Staat auch nicht auf der Tasche liegen. Sprechen kann man evtl. über eine Anhöhung der Grenzen.

Berücksichtigung aller Einsparpotenziale bei Gebühren, Abgaben und Steuern

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …, dass vor einer Erhöhung von Abgaben, Gebühren und Steuern zunächst alle Einsparpotentielle geprüft und gegebenenfalls umgesetzt sind.

Das setzt erstmal voraus, dass man alle Einsparpotenziale kennen könne. Das geht abernicht – irgendeine Idee ist immer neu und nicht geprüft.

Abschaltung der Online-Petitionen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass 1.) die Website epetionen.bundestag.de vorerst deaktiviert wird, damit verbunden 2.) der Online- Petitions- Service des Bundestages vorerst ausgesetzt wird und 3.) die dafür aufgewendeten finanziellen Mittel zur Evaluierung wirksamerer direkter demokratischer Partizipationsmöglichkeiten der BürgerInnen der Bundesrepublik in Zeiten der „Digitalen Revolution“ in einem offenem Forum mit allen im dt. Bundestag vertretenen Parteien eingesetzt wird.

Oh, eine Resignations-Petition: Macht dne Laden doch endlich dicht, bringt ja eh nix.
Hmm…, nö.

Weg mit dme Arbeitsamt

Der Deutsche Bundestag möge beschließen … Arbeitsagentur in Deutschland aufgelöst wird

Noch so einer.
Als Ersatz schlägt der petent ein Dreisäulenmodell vor: Arbeitslosenversicheurng, Arbeitsmarktagentur und Jobcenter. Wie genau sich das vom jetzigen Model unterscheiden würde, ist mir nicht ganz klar.

Irgendwas mit Selbsterhalt und Unterhaltsforderungen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen,
dass Arbeitslosengeld II-Empfänger eine Unterstützung in Höhe des Selbsterhaltes bei Unterhaltsforderungen erhalten.

Die Begründung der Petition hat irgendwie nix mit der Petition zu utn und im Endeffekt verstehe ich beides betrachtend nicht, was die Petentin nun eigentlich will.

Immobilienberücksichtigung, vermutlich bei ALG-II

Der Petent fordert die Berücksichtigung einer selbstgenutzten Immobilie nach dem Verkehrswert.

Und auch hier kann ich bestenfalls vermuten, dass es um ALG-II geht. Irgendwo in der Begründung taucht das Schlagwort „sgb 2“ auf, wird abe rnicht wirklich in einen Zusammenhang gebracht.

Verbot von Nebentätigkeiten für Politiker

Das Ziel dieser Petition soll die Untersagung von Nebentätigkeiten für Politiker auf Bundes und Landesebene sein, die offizielle Parteiämter begleiten und/oder Regierungsverantwortung tragen.

Der Petent argumentiert mit dem Zeitaufwand einer Nebentätigkeit. Hier vertraue ich ehrlich gesagt der selbsteinschätzung der Politiker, auch wenn ich weiss, dass das nicht immer funktioniert.

Verkürzung der Arbeitszeitanforderung für BAFöG-Geld

Der Deutsche Bundestag möge eine Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) dahingehend beschließen, dass die geforderte Dauer einer vorherigen Erwerbstätigkeit für eine vom Einkommen der Eltern unabhängige Ausbildungsförderung verkürzt wird.

Ich habe nie BAFöG beantragt, daher habe ich davon einfach keine Ahnung. Das möge jemand bewerten, der sich damit auskennt.

10. Türchen 2009 [Nachtrag] 0 

Okay, das zehnte Türchen gibt es nicht. Hauptsächlich deswegen, weil ich keine Ahnung habe, was das da gestern im Adventskalender eigentlich war – Pistole, Horn, Megafon?
Vom Aussehen her am ehesten ein Megafon – aber das ist dann doch etwas unwahrscheinlich.

9. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

9. Dezember: Glocken
Blogkonversion: Jingle Bells

Jingle Bells

Das ist die erste Strophe in einfach. Die übrigen Strophen und eine komplexere Notation gibt es hier

Stichworte: ,

Action und Kanadagänse 0 

Bisher hatte ich in den Gremien der Stadt ja die „Action“ vermisst – also Debatten, Streits, ausgiebige Diskussionen. Sowas gehört für mich einfach in einer gesunden Dosis zur politischen Kultur.
Mit der gestrigen Umweltausschusssitzung änderte sich dies nun endlich. Aber eins nach dem anderen.

Hundeauslaufflächen und Baumfällungen
Die Geschichte der Hundeauslaufflächen ist inzwischen ein Klassiker gladbacher Kommunalpolitik: Ursprünglich von dne Grünen in die Wege geleitet, wurde er damals Anfang 2009 von der CDU-Mehrheit abgelehnt um dann einige Monate später von der CDU beantragt zu werden. Dann kam er auch durch (und weil wir hier kein Kindergarten sind, haben auch die Grünen dann zugestimmt) und nun hat die Verwaltung 27 Flächen für Hundefreilaufwiesen vorgeschlagen. Davon war eine im Stadtteil Lürrip umstritten, wiel sie auf einem Friedhof und zwischen einem Kindergarten und einer Wildzucht lag – diese hat die Verwaltung bereits aus der Planung gestrichen.
Schon vor dem Tagesordnungspunkt wurde bei den Baumfällungen bemängelt, dass die Liste der zu fällenden Bäume erst einen Tag vor der Sitzung bei den Fraktionen eintraf und entsprechend nicht allen Ausschussmitgliedern vorlag. Darauf antwortete der zuständige Verwaltungsmitarbeiter, aus der Liste seien noch fast 100 Bäume rausgenommen worden, was erst vor wenigen Tagen abgeschlossen war. Mein Vorschlag, dem Ausschuss bereits die vorläufigen Listen zur Verfügung zu stellen und die Streichungen dann auf der Sitzung nachzutragen (wie bei den Hundauslaufflächen ja geschehen), fand keinen Zuspruch.

Was ich bei beiden Berichten sehr positiv fand: Über die vorgestellten Maßnahmen entscheidet nicht der Rat, sondern die Bezirke. Damit kommt die Entscheidung dahin, wo die Einwohner direkt betroffen sind und wo die anwesenden Politiker sich mit den lokalen Einzelfällen auskennen.
Das ist eine vernünftige Arbeitsteilung der Gremien und Stärkung der Bezirksvertretungen, die ich mir in Zukunft fortgesetzt wünschen würde.

Gebührensatzungen und Entsorgung
Das alte Thema Gebühren in MG.
Hier kam die Action in die Sitzung: Rolf Besten (CDU) griff Guido Mevißen (SPD) ob eines alten Wahlkampfplakates an, auf dem von Gebührenabzocke die Rede war.
Letztlich war die Position der Ampel und auch der Grund für unsere diesjährige Zustimmung zur Gebührenordnung klar: Die Stadt braucht eine rechtskräftig bestätigte Gebührenordnung – allein schon als Grundlage für unsere zukünftige Verbesserung der Gebührensituation. Wir wollen und werden die gebühren in Mönchengladbach senken und transparenter machen. Um das tun zu können, brauchen wir eine Grundlage – dies ist die nun abgestimmte Gebührenordnung. Die Kritik von Grünen und SPD an Höhe und Intransparenz der Gebühren bleibt selbstverständlich bestehen – aber wir werden daran auch etwas tun, das ist ein klares gemeinsames Vorhaben der Ampelkoalition.

Kanadagänse
Achja, die Kanadagans (Branta canadensis).
Die CDU stört sich an den Kanadagänsen am Kreuzweiher und stellte daher einen Berichtsantrag (PDF), nach dem die Verwaltung berichten sollte, wie sie die „Überpopulation […] einzudämmen“ gedenke.
Die Panik vor der Kanadagans ist ein verbreitetes Phänomen, da diese größte in Europa vorkommende Wildgans im Ruf steht, andere Wasservögel zu verdrängen und enorme Mengen Kot zu produzieren. Dass die Art ursprünglich nicht in Europa heimisch ist, hilft den durchaus attraktiven Tieren nicht grade.
Nun muss man klar sehen, dass die Kanadagans in der Tat Schaden verursachen kann. Wir sehen dies aber nicht als erwiesen an, weswegen es zu einem Stapel an Änderungsanträgen kam – vor allem jenem von mir, zusätzlich darzustellen, welche Schäden die Tiere denn überhaupt verursachen und ob eine Bekämpfung überhaupt nötig ist.
Nach der (schätzungsweise) fünften Änderung wurde es der CDU dann zu bunt und sie machte nicht mehr mit.
Daraufhin stellten wir nach einer kurzen Unterbrechung eine entsprechend der bisherigen Diskussion geänderte Version als Gegenantrag, der dann nach ein paar weiteren Ergänzungen abgestimmt wurde und der auch die CDU zufriedenstellte: Der Bericht umfasst nun das gesamte Stadtgebiet und berichtet auch darüber, welche Schäden die Gänse überhaupt verursachen. Daneben impliziert der neue Antrag auch nicht mehr bereits im voraus, dass es eine problematische Überpopulation gibt, wie die FDP richtigerweise bemängelt hatte.

Fazit
Jetzt geht die eigentliche Ratsarbeit los. Die CDU hat sich in der Opposition eingelebt und wird so bissig, wie man das von einer großen Oppositionspartei erwarten darf. Das halte ich durchaus für ein Plus in einer demokratischen Gesellschaft, trotz meiner inhaltlichen Ablehnung der meisten CDU-Positionen und ihres Umgangs nicht-bürgerlichen parteien gegenüber.
Die Ampel schließt das Jahr 2009 ab und beginnt, die Weichen für ihre Politik der nächsten fünf Jahre zu stellen. 2010 folgen dann die großen Aufgaben wie die umfassende Reform der Entsorgung zwecks Gebührensenkung.
Der Politikstil ist, von Ausrutschern abgesehen, konstruktiv und führte in dieser Sitzung zu einem breiten Konsens in den meisten Fragen. So kann das gerne weitergehen.

Bis zum nächsten Beitrag, ich mach nen Abflug:

Kanadagans im Tiefflug

Petitionnerstag Spezial II 0 

Eine aktuelle Aktion von Campact ist mir ob ihrer Aktualität dann glatt ein Petitionnerstag Spezial wert.
Es geht um das geplante Kohlektaftwerk von E.On in Datteln, dessen Bau im September vom OVG Münster gestoppt wurde. Die NRW-Regierungskoalition plant nun, den Bau dieser Dreckschleuder doch noch zu ermöglichen – indem man kurzerhand das Klimaschutzgesetz kippt, welches den Bau verhindert hatte.
Kohlekraftwerke sind vom Schadstoffausstoß die dreckigsten Kraftwerke, die es überhaupt gibt. Dass Rüttgers‘ Regierung, deren Parteien (CDU und FDP) sich übrigens beide schon lange gegen Steinkohlesubventionen einsetzen, ausgerechnet hier für E.On eine Extrawurst braten will – und das noch während der Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen – ist nicht nur für sich ein starkes Stück, es ist auch noch dumm.

Offener Brief gegen das SKKW Datteln

Sehr geehrter Herr Rüttgers,
sehr geehrte Damen und Herren,

während die Bundesregierung in diesen Tagen in Kopenhagen für ein ambitioniertes Klima-Abkommen streitet, will Nordrhein-Westfalen die Klimaziele im Landesentwicklungsgesetz ersatzlos streichen – damit der Energiekonzern E.on weiter den größten Kohlekraftwerksblock Europas bauen kann.

Vor drei Monaten hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Fertigstellung des Kohlemeilers in Datteln untersagt. Das Gericht beruft sich in seinem Urteil unter anderem auf die Klimaziele in Paragraf 26 des Gesetzes zur Landesentwicklung. Diese Vorgaben sollen jetzt kurzerhand auf Initiative von CDU und FDP getilgt werden.

Verzichten Sie auf eine Lex E.on! Verhindern Sie dieses fatale Signal an den Klimagipfel in Kopenhagen!

Mit freundlichen Grüßen

(Name, Adresse, Beruf, Mail-Adresse werden unten angefügt)

Kurzer Nachsatz zur Argumentation von E.ON zur Klimaschädlichkeit:

Hingegen weist die E.ON-Kraftwerke GmbH als Bauherr darauf hin, dass der Neubau mit einem Wirkungsgrad von über 45 Prozent neue Standards hinsichtlich Energieeffizienz und Klimaschutz setze.

Liebe Leute bei E.On,
ich kann problemlos meine Ernährung so umstellen, dass meine Scheisse 10% weniger stinkt. Ich glaube, Sie wollten trotzdem nicht, dass ich sie Ihnen ins Gesicht schmiere.

Die Zweitwohnungssteuer und die Studierenden 2 

Immer wieder spannend, so manche
Argumentation in der RP zu lesen – jetzt geht man also gegen die Zweitwohnungssteuer und behauptet, diese gehe vor allem zur Last der Studenten.
Nun erwähnt die RP zwischendurch das Rödl-Gutachten, dass Grüne und SPD bisher abgelehnt hätten, nun aber befürworteten. Offenbar kann hier jemand nicht zwischen einem Gesamtgutachten und einer einzelnen maßnahme unterscheiden…
Nunja, die Zweitwohnungssteuer habe ich selbst bei den Grünen während der Koalitionsverhandlungen ins Gespräch gebracht (erst danach erfuhr ich, dass dies auch das Rödl-Gutachten vorschlägt). Daher denke ich, sollte ich auch etwas zu den behauptungen der Rp schreiben.

Und das geht ganz einfach – Sehen wir uns die betroffenen Gruppen doch mal an:

Studierende
Studierende dürften genau die Gruppe sein, die die Zweitwohnungssteuer am wenigsten trifft: Der Großteil hat hier zwar eine Zweitwohnung, beim Erstwohnsitz handelt es sich aber oft um das alte Kinderzimmer im Haus der Eltern.
In solchen Fällen ist es relativ einfach und gefahrlos, die Zweitwohnung kurzerhand zum Erstwohnsitz umzumelden, wenn das günstiger ist als die Zahlung der Zweitwohnungssteuer. Die meisten Eltern werden die Zimmer auf Wunsch wohl auch erhalten, wenn der Nachwuchs auch offiziell ausgezogen ist.
Das ist auch ein Hauptziel der Steuer: Menschen dazu bewegen, komplett in Gladbach einzuziehen. Das vereinfacht die Verwaltung und hilft, die (im vergleich zum erwartete Zweitwohnungssteueraufkommen) wesentlich wichtigere Schlüsselzuweisung aus den Bundessteuern nach Bevölkerungszahl zu erhöhen.

Luxus-Doppelmieter
Die zweite Privatpersonengruppe, die mir einfällt sind die Leute, die tatsächlich als Luxus eine zweite Wohnung haben.
Von diesen eine entsprechende Steuer zu verlangen, sehe ich ganz einfach nicht als problematisch an. Davon dürfte es in Mönchengladbach aber so gut wie keine geben – üblich ist sowas in reichen Städten mit großen Villen- und/oder Bankenvierteln wie Hamburg und Frankfurt am Main.

Fremdenverkehr
Wer Wohnungen zur kurzfristigen Vermietung an Geschäftsreisende und ähnliches bereithält, ohne ein Hotel oder eine Herberge zu sein, muss wohl Zweitwohnungssteuer zahlen – kann sie aber als Werbungskosten geltend machen.
Das führt dazu, dass der Steuerzahler die Steuer nicht zahlen muss, die Stadt aber dennoch rechnerisch 85% des Steuerbetrags erhält (100% Steuerbetrag minus 15% Anteil an der Rückzahlung) – ja, meine lieben Leser, die Ampelkoalition kann zaubern und erhält Steuern, die niemand gezahlt hat ;-) . Naja, okay, doch, die übrigen 85% kommen von Bund und Land.

„Fremdenverkehr“
Und damit kommen wir zu einer Branche, die von den meisten in Gladbach weniger gern gesehen wird: Prostitution, hier Wohnungsbordelle.
Bordellbetreiber dürften ein nicht geringer Anteil an den Zweitwohnungsbesitzern sein. Einmal wird wohl (so weit ich das sehen kann) niemand unter den Kommunalpolitikern etwas gegen eine stärkere Besteuerung der Prostitution haben, zum anderen kann man wohl davon ausgehen, dass auch bei (offiziell als Gewerbe angemeldeten) Wohnungsbordellen die Zweitwohnungssteuer als Werbungskosten bzw. betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann.

Vermieter
Hier gilt etwas ähnliches wie beim Fremdenverkehr (ohne Anführungszeichen). Ist die Wohnung nicht vermietet, ist sie wohl eine Zweitwohnung.
Ich rechne aber damit, dass Leerstände von zur dauerhaften Vermietung gedachten Wohnungen von der Steuer ausgenommen werden, sobald diese beschlussfähig ist.

Pikant
Und jetzt enden wir noch – genau wie die RP – mit einem „Pikant“-Nachsatz:
Pikant auch, dass in diesem Artikel der Rheinischen Post nicht ein einziger studentischer Vertreter zu Wort kommt.

8. Türchen 2009 1 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

8. Dezember: Lokomotive
Blogkonversion: Falsche Schubladen

War ja klar. Gestern hab ich einen LKW und schreib daraufhin was über Eisenbahnen. Heute habe ich eine Lokomotive im Adventskalender – logischerweise sollte ich jetzt was über Lastwagen schreiben. Ich schreib aber lieber statt dessen über ein schienengebundenes Flugzeug – den Transrapid.

Die Tragödie des Transrapid beginnt damit, dass die Leute ihn für eine Eisenbahn gehalten haben. Tatsächlich stand er aber mehr mit dem Flugzeug in Konkurrenz – mit Betriebsgeschwindigkeiten knapp über 400 km/h und einer Transportkapazität von 150 Tonnen entspricht er in etwa einem großen Frachtflugzeug auf Inlandsflug.
Da der Transrapid aber auf einer Art Schiene läuft, musste er sich automatisch der Eisenbahn als Konkurrenz stellen – und wurde plötzlich auf Kurzstrecken verglichen, für die er nie gedacht war. Dass die Hersteller sich darauf einließen und plötzlich aberwitzige Projekte wie den Metrorapid (Düsseldorf-Dortmund mit Zwischenhalten sowie München-Hbf-Flughafen) vorstellten, die gegenüber einer normalen Bahnverbindung kaum Vorteile hatten und zudem extrem teuer waren, brach dem Transrapid schließlich das Genick.
Die ideale Strecke für den Transrapid wäre eine Großstadt-Ringlinie Berlin-Hamburg-Köln-München gewesen, optional als weiterer Ring auch mit Randstad, Brüssel und Paris oder Straßburg zwischen München und Köln. Hier hätte der Transrapid dem Flugverkehr ernsthafte Konkurrenz machen können und so genug Fahrgäste für einen wirtschaftlichen Betrieb erhalten.

Das ganze ist exemplarisch: Ein Projekt, dem letztendlich dadurch der Garaus gemacht wurde, dass es eine Sparvariante bekam. Die war gut gemeint, brachte aber letztendlich niemandem etwas.
Es gibt halt Dinge, die funktionieren nur als Großprojekt. Deutschland aber hat bei sowas Angst vor einer so genannten „Gigantomanie“ – ein Begriff, der mir bisher in keiner anderen Sprache begegnet ist.
Angst davor, Großes zu leisten. Gefüttert natürlich auch durch die (ausschließlich politisch, abgesehen von der grundsätzlichen Kritik am Neoklassizismus nicht architektonisch bedingte) Ablehnung der Bauwerke Albert Speers, also im Endeffekt aus dem alten Nazikomplex, den wir immer noch mit uns rumschleppen. Eine der seltsamsten deutschen Eigenheiten.

Es hängt aber auch mit der grundsätzlich menschlichen Konstante zusammen, Dinge möglichst schnell in Schubladen zu packen: Der Transrapid wurde mit der Eisenbahn verglichen, weil er auf Schienen lief.
Dass er auf den zweiten Blick bzw. von der Funktion her ein komplett anderes Fahrzeug war und ehe rmit dem Flugzeug konkurrierte, wurde kaum gesehen – er war ja bereits als Schienenfahrzeug klassifiziert. Fertig eingeschubladet, Schublade zu und nicht mehr reingeschaut.

Stichworte:

Böhmische Musikeinlage 0 

Mir steckt in letzter Zeit irgendwie die Bohemian Rhapsody im Kopf, das wahrscheinlich chaotischste Stück Musik innerhalb des Mainstream.
Ich will das gar nicht schönreden: Wer Freddy Mercurys Musik hört, der tut das bewusst und glaubt auch nicht, qualitativ gute Musik zu hören. Der hört Queen, der gibt sich in vollem Bewusstsein dem Trash hin – aber das ist durchaus positiv gemeint.

Das Original kennt eh jeder (und bleibt auf YouTube eh nicht lange ungesperrt, von wegen GEMA-Ansprüche). Nehmen wir lieber die Version, die das aktuelle Queen-Revival in mir ausgelöst hat: Die Muppets-Version.

Sehr genial auch Rick Miller, der (fast) das Original singt, aber mit den Stimmen und der Körpersprache der „25 nervigsten Stimmen der Musikindustrie“ – von Ricky Martin bis Meat Loaf. Beeindruckende Leistung und dann auch noch richtig gut gesungen.

Dann hätten wir noch eine Star-Trek-Variante. Wer die volle Version davon hat, bitte melden, würd ich gern mal hören. Der Song ist offenbar von Weird Al Jankovich.

Und damit zur Werbung: Mountain Dew ist eine koffeinierte Zitronenlimonade von Pepsi, die es seltsamerweise nie in großem Maßstab nach Europa geschafft hat. Wer es irgendwo findet: Mal probieren, ist wirklich ein seltsamer Geschmack, Zitrone mit Koffein.
Bekannt ist Mountain Dew unter anderem auch für seine kreativen Werbespots – darunter eben auch einer mit der Bohemian Rhapsody:

Und wie es sich langsam zur Tradition entwickelt, kommt natürlich auch dieser musikalisch garnierte Beitrag nicht ohne einen Videospielesoundtrack aus.
oder sowas ähnliches: Bohemian Rhapsody, nachgespielt in Mario Paint von jemandem, der offenbar wirklich viel Freizeit hat.

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