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10. Türchen 2009 [Nachtrag] 0 

Okay, das zehnte Türchen gibt es nicht. Hauptsächlich deswegen, weil ich keine Ahnung habe, was das da gestern im Adventskalender eigentlich war – Pistole, Horn, Megafon?
Vom Aussehen her am ehesten ein Megafon – aber das ist dann doch etwas unwahrscheinlich.

9. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

9. Dezember: Glocken
Blogkonversion: Jingle Bells

Jingle Bells

Das ist die erste Strophe in einfach. Die übrigen Strophen und eine komplexere Notation gibt es hier

Stichworte: ,

Action und Kanadagänse 0 

Bisher hatte ich in den Gremien der Stadt ja die „Action“ vermisst – also Debatten, Streits, ausgiebige Diskussionen. Sowas gehört für mich einfach in einer gesunden Dosis zur politischen Kultur.
Mit der gestrigen Umweltausschusssitzung änderte sich dies nun endlich. Aber eins nach dem anderen.

Hundeauslaufflächen und Baumfällungen
Die Geschichte der Hundeauslaufflächen ist inzwischen ein Klassiker gladbacher Kommunalpolitik: Ursprünglich von dne Grünen in die Wege geleitet, wurde er damals Anfang 2009 von der CDU-Mehrheit abgelehnt um dann einige Monate später von der CDU beantragt zu werden. Dann kam er auch durch (und weil wir hier kein Kindergarten sind, haben auch die Grünen dann zugestimmt) und nun hat die Verwaltung 27 Flächen für Hundefreilaufwiesen vorgeschlagen. Davon war eine im Stadtteil Lürrip umstritten, wiel sie auf einem Friedhof und zwischen einem Kindergarten und einer Wildzucht lag – diese hat die Verwaltung bereits aus der Planung gestrichen.
Schon vor dem Tagesordnungspunkt wurde bei den Baumfällungen bemängelt, dass die Liste der zu fällenden Bäume erst einen Tag vor der Sitzung bei den Fraktionen eintraf und entsprechend nicht allen Ausschussmitgliedern vorlag. Darauf antwortete der zuständige Verwaltungsmitarbeiter, aus der Liste seien noch fast 100 Bäume rausgenommen worden, was erst vor wenigen Tagen abgeschlossen war. Mein Vorschlag, dem Ausschuss bereits die vorläufigen Listen zur Verfügung zu stellen und die Streichungen dann auf der Sitzung nachzutragen (wie bei den Hundauslaufflächen ja geschehen), fand keinen Zuspruch.

Was ich bei beiden Berichten sehr positiv fand: Über die vorgestellten Maßnahmen entscheidet nicht der Rat, sondern die Bezirke. Damit kommt die Entscheidung dahin, wo die Einwohner direkt betroffen sind und wo die anwesenden Politiker sich mit den lokalen Einzelfällen auskennen.
Das ist eine vernünftige Arbeitsteilung der Gremien und Stärkung der Bezirksvertretungen, die ich mir in Zukunft fortgesetzt wünschen würde.

Gebührensatzungen und Entsorgung
Das alte Thema Gebühren in MG.
Hier kam die Action in die Sitzung: Rolf Besten (CDU) griff Guido Mevißen (SPD) ob eines alten Wahlkampfplakates an, auf dem von Gebührenabzocke die Rede war.
Letztlich war die Position der Ampel und auch der Grund für unsere diesjährige Zustimmung zur Gebührenordnung klar: Die Stadt braucht eine rechtskräftig bestätigte Gebührenordnung – allein schon als Grundlage für unsere zukünftige Verbesserung der Gebührensituation. Wir wollen und werden die gebühren in Mönchengladbach senken und transparenter machen. Um das tun zu können, brauchen wir eine Grundlage – dies ist die nun abgestimmte Gebührenordnung. Die Kritik von Grünen und SPD an Höhe und Intransparenz der Gebühren bleibt selbstverständlich bestehen – aber wir werden daran auch etwas tun, das ist ein klares gemeinsames Vorhaben der Ampelkoalition.

Kanadagänse
Achja, die Kanadagans (Branta canadensis).
Die CDU stört sich an den Kanadagänsen am Kreuzweiher und stellte daher einen Berichtsantrag (PDF), nach dem die Verwaltung berichten sollte, wie sie die „Überpopulation […] einzudämmen“ gedenke.
Die Panik vor der Kanadagans ist ein verbreitetes Phänomen, da diese größte in Europa vorkommende Wildgans im Ruf steht, andere Wasservögel zu verdrängen und enorme Mengen Kot zu produzieren. Dass die Art ursprünglich nicht in Europa heimisch ist, hilft den durchaus attraktiven Tieren nicht grade.
Nun muss man klar sehen, dass die Kanadagans in der Tat Schaden verursachen kann. Wir sehen dies aber nicht als erwiesen an, weswegen es zu einem Stapel an Änderungsanträgen kam – vor allem jenem von mir, zusätzlich darzustellen, welche Schäden die Tiere denn überhaupt verursachen und ob eine Bekämpfung überhaupt nötig ist.
Nach der (schätzungsweise) fünften Änderung wurde es der CDU dann zu bunt und sie machte nicht mehr mit.
Daraufhin stellten wir nach einer kurzen Unterbrechung eine entsprechend der bisherigen Diskussion geänderte Version als Gegenantrag, der dann nach ein paar weiteren Ergänzungen abgestimmt wurde und der auch die CDU zufriedenstellte: Der Bericht umfasst nun das gesamte Stadtgebiet und berichtet auch darüber, welche Schäden die Gänse überhaupt verursachen. Daneben impliziert der neue Antrag auch nicht mehr bereits im voraus, dass es eine problematische Überpopulation gibt, wie die FDP richtigerweise bemängelt hatte.

Fazit
Jetzt geht die eigentliche Ratsarbeit los. Die CDU hat sich in der Opposition eingelebt und wird so bissig, wie man das von einer großen Oppositionspartei erwarten darf. Das halte ich durchaus für ein Plus in einer demokratischen Gesellschaft, trotz meiner inhaltlichen Ablehnung der meisten CDU-Positionen und ihres Umgangs nicht-bürgerlichen parteien gegenüber.
Die Ampel schließt das Jahr 2009 ab und beginnt, die Weichen für ihre Politik der nächsten fünf Jahre zu stellen. 2010 folgen dann die großen Aufgaben wie die umfassende Reform der Entsorgung zwecks Gebührensenkung.
Der Politikstil ist, von Ausrutschern abgesehen, konstruktiv und führte in dieser Sitzung zu einem breiten Konsens in den meisten Fragen. So kann das gerne weitergehen.

Bis zum nächsten Beitrag, ich mach nen Abflug:

Kanadagans im Tiefflug

Petitionnerstag Spezial II 0 

Eine aktuelle Aktion von Campact ist mir ob ihrer Aktualität dann glatt ein Petitionnerstag Spezial wert.
Es geht um das geplante Kohlektaftwerk von E.On in Datteln, dessen Bau im September vom OVG Münster gestoppt wurde. Die NRW-Regierungskoalition plant nun, den Bau dieser Dreckschleuder doch noch zu ermöglichen – indem man kurzerhand das Klimaschutzgesetz kippt, welches den Bau verhindert hatte.
Kohlekraftwerke sind vom Schadstoffausstoß die dreckigsten Kraftwerke, die es überhaupt gibt. Dass Rüttgers‘ Regierung, deren Parteien (CDU und FDP) sich übrigens beide schon lange gegen Steinkohlesubventionen einsetzen, ausgerechnet hier für E.On eine Extrawurst braten will – und das noch während der Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen – ist nicht nur für sich ein starkes Stück, es ist auch noch dumm.

Offener Brief gegen das SKKW Datteln

Sehr geehrter Herr Rüttgers,
sehr geehrte Damen und Herren,

während die Bundesregierung in diesen Tagen in Kopenhagen für ein ambitioniertes Klima-Abkommen streitet, will Nordrhein-Westfalen die Klimaziele im Landesentwicklungsgesetz ersatzlos streichen – damit der Energiekonzern E.on weiter den größten Kohlekraftwerksblock Europas bauen kann.

Vor drei Monaten hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Fertigstellung des Kohlemeilers in Datteln untersagt. Das Gericht beruft sich in seinem Urteil unter anderem auf die Klimaziele in Paragraf 26 des Gesetzes zur Landesentwicklung. Diese Vorgaben sollen jetzt kurzerhand auf Initiative von CDU und FDP getilgt werden.

Verzichten Sie auf eine Lex E.on! Verhindern Sie dieses fatale Signal an den Klimagipfel in Kopenhagen!

Mit freundlichen Grüßen

(Name, Adresse, Beruf, Mail-Adresse werden unten angefügt)

Kurzer Nachsatz zur Argumentation von E.ON zur Klimaschädlichkeit:

Hingegen weist die E.ON-Kraftwerke GmbH als Bauherr darauf hin, dass der Neubau mit einem Wirkungsgrad von über 45 Prozent neue Standards hinsichtlich Energieeffizienz und Klimaschutz setze.

Liebe Leute bei E.On,
ich kann problemlos meine Ernährung so umstellen, dass meine Scheisse 10% weniger stinkt. Ich glaube, Sie wollten trotzdem nicht, dass ich sie Ihnen ins Gesicht schmiere.

Die Zweitwohnungssteuer und die Studierenden 2 

Immer wieder spannend, so manche
Argumentation in der RP zu lesen – jetzt geht man also gegen die Zweitwohnungssteuer und behauptet, diese gehe vor allem zur Last der Studenten.
Nun erwähnt die RP zwischendurch das Rödl-Gutachten, dass Grüne und SPD bisher abgelehnt hätten, nun aber befürworteten. Offenbar kann hier jemand nicht zwischen einem Gesamtgutachten und einer einzelnen maßnahme unterscheiden…
Nunja, die Zweitwohnungssteuer habe ich selbst bei den Grünen während der Koalitionsverhandlungen ins Gespräch gebracht (erst danach erfuhr ich, dass dies auch das Rödl-Gutachten vorschlägt). Daher denke ich, sollte ich auch etwas zu den behauptungen der Rp schreiben.

Und das geht ganz einfach – Sehen wir uns die betroffenen Gruppen doch mal an:

Studierende
Studierende dürften genau die Gruppe sein, die die Zweitwohnungssteuer am wenigsten trifft: Der Großteil hat hier zwar eine Zweitwohnung, beim Erstwohnsitz handelt es sich aber oft um das alte Kinderzimmer im Haus der Eltern.
In solchen Fällen ist es relativ einfach und gefahrlos, die Zweitwohnung kurzerhand zum Erstwohnsitz umzumelden, wenn das günstiger ist als die Zahlung der Zweitwohnungssteuer. Die meisten Eltern werden die Zimmer auf Wunsch wohl auch erhalten, wenn der Nachwuchs auch offiziell ausgezogen ist.
Das ist auch ein Hauptziel der Steuer: Menschen dazu bewegen, komplett in Gladbach einzuziehen. Das vereinfacht die Verwaltung und hilft, die (im vergleich zum erwartete Zweitwohnungssteueraufkommen) wesentlich wichtigere Schlüsselzuweisung aus den Bundessteuern nach Bevölkerungszahl zu erhöhen.

Luxus-Doppelmieter
Die zweite Privatpersonengruppe, die mir einfällt sind die Leute, die tatsächlich als Luxus eine zweite Wohnung haben.
Von diesen eine entsprechende Steuer zu verlangen, sehe ich ganz einfach nicht als problematisch an. Davon dürfte es in Mönchengladbach aber so gut wie keine geben – üblich ist sowas in reichen Städten mit großen Villen- und/oder Bankenvierteln wie Hamburg und Frankfurt am Main.

Fremdenverkehr
Wer Wohnungen zur kurzfristigen Vermietung an Geschäftsreisende und ähnliches bereithält, ohne ein Hotel oder eine Herberge zu sein, muss wohl Zweitwohnungssteuer zahlen – kann sie aber als Werbungskosten geltend machen.
Das führt dazu, dass der Steuerzahler die Steuer nicht zahlen muss, die Stadt aber dennoch rechnerisch 85% des Steuerbetrags erhält (100% Steuerbetrag minus 15% Anteil an der Rückzahlung) – ja, meine lieben Leser, die Ampelkoalition kann zaubern und erhält Steuern, die niemand gezahlt hat ;-) . Naja, okay, doch, die übrigen 85% kommen von Bund und Land.

„Fremdenverkehr“
Und damit kommen wir zu einer Branche, die von den meisten in Gladbach weniger gern gesehen wird: Prostitution, hier Wohnungsbordelle.
Bordellbetreiber dürften ein nicht geringer Anteil an den Zweitwohnungsbesitzern sein. Einmal wird wohl (so weit ich das sehen kann) niemand unter den Kommunalpolitikern etwas gegen eine stärkere Besteuerung der Prostitution haben, zum anderen kann man wohl davon ausgehen, dass auch bei (offiziell als Gewerbe angemeldeten) Wohnungsbordellen die Zweitwohnungssteuer als Werbungskosten bzw. betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann.

Vermieter
Hier gilt etwas ähnliches wie beim Fremdenverkehr (ohne Anführungszeichen). Ist die Wohnung nicht vermietet, ist sie wohl eine Zweitwohnung.
Ich rechne aber damit, dass Leerstände von zur dauerhaften Vermietung gedachten Wohnungen von der Steuer ausgenommen werden, sobald diese beschlussfähig ist.

Pikant
Und jetzt enden wir noch – genau wie die RP – mit einem „Pikant“-Nachsatz:
Pikant auch, dass in diesem Artikel der Rheinischen Post nicht ein einziger studentischer Vertreter zu Wort kommt.

8. Türchen 2009 1 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

8. Dezember: Lokomotive
Blogkonversion: Falsche Schubladen

War ja klar. Gestern hab ich einen LKW und schreib daraufhin was über Eisenbahnen. Heute habe ich eine Lokomotive im Adventskalender – logischerweise sollte ich jetzt was über Lastwagen schreiben. Ich schreib aber lieber statt dessen über ein schienengebundenes Flugzeug – den Transrapid.

Die Tragödie des Transrapid beginnt damit, dass die Leute ihn für eine Eisenbahn gehalten haben. Tatsächlich stand er aber mehr mit dem Flugzeug in Konkurrenz – mit Betriebsgeschwindigkeiten knapp über 400 km/h und einer Transportkapazität von 150 Tonnen entspricht er in etwa einem großen Frachtflugzeug auf Inlandsflug.
Da der Transrapid aber auf einer Art Schiene läuft, musste er sich automatisch der Eisenbahn als Konkurrenz stellen – und wurde plötzlich auf Kurzstrecken verglichen, für die er nie gedacht war. Dass die Hersteller sich darauf einließen und plötzlich aberwitzige Projekte wie den Metrorapid (Düsseldorf-Dortmund mit Zwischenhalten sowie München-Hbf-Flughafen) vorstellten, die gegenüber einer normalen Bahnverbindung kaum Vorteile hatten und zudem extrem teuer waren, brach dem Transrapid schließlich das Genick.
Die ideale Strecke für den Transrapid wäre eine Großstadt-Ringlinie Berlin-Hamburg-Köln-München gewesen, optional als weiterer Ring auch mit Randstad, Brüssel und Paris oder Straßburg zwischen München und Köln. Hier hätte der Transrapid dem Flugverkehr ernsthafte Konkurrenz machen können und so genug Fahrgäste für einen wirtschaftlichen Betrieb erhalten.

Das ganze ist exemplarisch: Ein Projekt, dem letztendlich dadurch der Garaus gemacht wurde, dass es eine Sparvariante bekam. Die war gut gemeint, brachte aber letztendlich niemandem etwas.
Es gibt halt Dinge, die funktionieren nur als Großprojekt. Deutschland aber hat bei sowas Angst vor einer so genannten „Gigantomanie“ – ein Begriff, der mir bisher in keiner anderen Sprache begegnet ist.
Angst davor, Großes zu leisten. Gefüttert natürlich auch durch die (ausschließlich politisch, abgesehen von der grundsätzlichen Kritik am Neoklassizismus nicht architektonisch bedingte) Ablehnung der Bauwerke Albert Speers, also im Endeffekt aus dem alten Nazikomplex, den wir immer noch mit uns rumschleppen. Eine der seltsamsten deutschen Eigenheiten.

Es hängt aber auch mit der grundsätzlich menschlichen Konstante zusammen, Dinge möglichst schnell in Schubladen zu packen: Der Transrapid wurde mit der Eisenbahn verglichen, weil er auf Schienen lief.
Dass er auf den zweiten Blick bzw. von der Funktion her ein komplett anderes Fahrzeug war und ehe rmit dem Flugzeug konkurrierte, wurde kaum gesehen – er war ja bereits als Schienenfahrzeug klassifiziert. Fertig eingeschubladet, Schublade zu und nicht mehr reingeschaut.

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Böhmische Musikeinlage 0 

Mir steckt in letzter Zeit irgendwie die Bohemian Rhapsody im Kopf, das wahrscheinlich chaotischste Stück Musik innerhalb des Mainstream.
Ich will das gar nicht schönreden: Wer Freddy Mercurys Musik hört, der tut das bewusst und glaubt auch nicht, qualitativ gute Musik zu hören. Der hört Queen, der gibt sich in vollem Bewusstsein dem Trash hin – aber das ist durchaus positiv gemeint.

Das Original kennt eh jeder (und bleibt auf YouTube eh nicht lange ungesperrt, von wegen GEMA-Ansprüche). Nehmen wir lieber die Version, die das aktuelle Queen-Revival in mir ausgelöst hat: Die Muppets-Version.

Sehr genial auch Rick Miller, der (fast) das Original singt, aber mit den Stimmen und der Körpersprache der „25 nervigsten Stimmen der Musikindustrie“ – von Ricky Martin bis Meat Loaf. Beeindruckende Leistung und dann auch noch richtig gut gesungen.

Dann hätten wir noch eine Star-Trek-Variante. Wer die volle Version davon hat, bitte melden, würd ich gern mal hören. Der Song ist offenbar von Weird Al Jankovich.

Und damit zur Werbung: Mountain Dew ist eine koffeinierte Zitronenlimonade von Pepsi, die es seltsamerweise nie in großem Maßstab nach Europa geschafft hat. Wer es irgendwo findet: Mal probieren, ist wirklich ein seltsamer Geschmack, Zitrone mit Koffein.
Bekannt ist Mountain Dew unter anderem auch für seine kreativen Werbespots – darunter eben auch einer mit der Bohemian Rhapsody:

Und wie es sich langsam zur Tradition entwickelt, kommt natürlich auch dieser musikalisch garnierte Beitrag nicht ohne einen Videospielesoundtrack aus.
oder sowas ähnliches: Bohemian Rhapsody, nachgespielt in Mario Paint von jemandem, der offenbar wirklich viel Freizeit hat.

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7. Türchen 2009 1 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

7. Dezember: Lastwagen
Blogkonversion: Vergebens auf die Schiene

Einer der großen grünen Kämpfe ist jener um die Rückführung der Warenverkehre von der Straße (zurück) auf die Schiene. Allein: das wird nix.
Die Schienen wurden schon längst aus dem Boden geholt, Städte so umgebaut, dass die alten Schienenstrecken nicht mehr sichtbar sind und die alten Schneisen auch nicht mehr einfach so freigeräumt werden können. Selbst wo alte Trassen nicht entwidmet wurden, haben Anwohner inzwischen geduldet ihre Gärten über diese ausgedehnt.
Und den Lärm will natürlich auch niemand haben.

Das Thema ist in Mönchengladbach grade doppelt relevant.
Zunächst einmal – in aller Munde – der Eiserne Rhein. Dessen Führung durch oder nahe der Stadt führt zu paradoxen Situationen.
So will man natürlich den Bahnverkehr fördern, um die Schadstoffemissionen des Warentransports zu reduzieren. Aber bitte doch nicht in unserer Stadt. Wie die Waren aber auf den Zug kommen sollen, wenn dieser die Stadt gar nicht passiert, bleibt offen.
Wahrscheinlich doch wieder mit dem LKW…

Dann ist da noch die S28. Die S28 ist eine als S-Bahn in den Fahrplan integrierte Regiobahn, die von Kaarst über Neuss und Düsseldorf nach Mettmann Stadtwald verkehrt.
Die Stadt ist bei Pendlern sehr beliebt, auch weil sie den besten S-Bahn-Anschluss für Pendler bietet, die zu einem der Bahnhöfe zwischen Neuss und Düsseldorf Hbf wollen. In dne Stoßzeiten sind die kurzen Doppelwagen der S28 etwa so voll wie man sich das sonst bei japanischen U-Bahnen vorstellt. Das ist keine Übertreibung, ich fahr die Bahn sechsmal pro Woche, ich kann das bestätigen.
Nun will sich diese Bahn über Mönchengladbach nach Viersen verlängern, wozu eine alte Trasse wieder mit Schienen angebunden werden soll. Die Anwohner alleridngs haben, wie oben angedeutet, inzwischen (genehmigungslos) ihre Gärten über die Trasse ausgedehnt. Uns stehen auch hier lange Diskussionen bevor – dabei ist die S28 eine relativ unproblematische und leise Bahn.

Was das alles zeigt: Wir mögen die Verlagerung der Warenverkehre von der Straße auf die Schiene wollen – nur will offenbar niemand mehr Schienenverkehr (während zunehmender Straßenverkehr zumeist als „normal“ geduldet wird).
Das bedeutet nicht, dass wir aufgeben sollten. Aber so oder so müssen wir uns auch darum kümmenr, den Warenverkehr auf der Straße besser zu organisieren. Denn bis der Schienenverkehr auch nur annähernd ausreichende Kapazitäten aufbauen kann, gehen noch ein paar Jahr(zehnt)e ins Land. Wenn es überhaupt noch durchsetzbar ist.

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6. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

6. Dezember: Engel
Blogkonversion: Etwas Weihnachtsdeko

Okay, so langsam können wir mal anfangen, ein bisschen Schmuck für den Weihnachtsbaum zu machen. Hier habe ich einen relativ einfachen Engel für alle Bastler gefunden.
Anleitungsbilder unter der Textanleitung:
1. Wir zeichnen zwei konzentrische Kreise (und holen unsere alten Mathebücher raus, Kapitel „Was war nochmal konzentrisch?“), einen mit etwa 10-12 cm Durchmesser (z.B. eine Unterasse) und einen kleineren von 2-3 cm (z.B. ein altes Zehnpfennigstück – blöde Riffelränder an den Euros…)
2. Wir legen ein Lineal (oder etwas anderes grades) durch den Kreis, das durch den Mittelpunkt geht (für die, die jetzt tatsächlich das Mathebuch rausgeholt haben: Wir bilden die Zentralsekante) und zeichnen damit Linie A und B aus Bild 2 in der Abbildung unten. Dann im rechten Winkel dazu Linie C einzeichnen.
3. So, und jetzt alle Linien nachschneiden, vom inneren Kreis unten etwa ein Viertel auslassen, das wird der Hals.
4. Den äußeren Kreis zu einem Kegel biegen, sodass der innere Schlitz (Linie A) in den äußeren (Linie B) gesteckt werden kann. Was überhängt, sind die Flügel (Liebe Mathematiker, bitte Vorsicht, wir haben einen Ebenenwechsel in der Kreisfunktion, aber zum Kegel, nicht zur Kugel. Liebe zukünftige Linguisten, Kegel und Kugel sind übrigens ein typisches Minimalpaar.). Das ist nicht annähernd so kompliziert wie es klingt. Ausser für die Mathematiker, aber bei denen ist das normal.
5. Kopf (innerer Kreis) hochbiegen und zum Aufhängen von hinten eine Schnur drankleben. (@Mathematiker: Die Schnur bitte nicht als Passante oder Tangente anlegen, das funktioniert nicht)
Fertig!

Papierengel

Bastelanleitung und Illustration von der Polmont Old Parish Church, deutsche Version von mir.

Und als Ersatz für alle, die keine Engel basteln mögen mal wieder ein Videospielesoundtrack: One Winged Angel aus Final Fantasy VII.
Komponist: Nobuo Uematsu

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5. Türchen 2009 0 

Es ist Dezember und weil ich von einem Pizza-Anbieter einen Adventskalender mit Schokolade als Werbegeschenk bekommen habe, werde ich für jedes Türchen einen Blogeintrag schreiben. den 1. Dezember habe ich verpasst, da war ein Flugzeug drin.
Was in den Beiträgen drin ist? Woher soll ich das vorher wissen?

5. Dezember: Kirche
Blogkonversion: Öhm…

Eine Kirche also. was mach ich denn damit?
Ich könnte natürlich was über die Kirche schreiben. Aber dazu habe ich genug geschrieben, da fällt mir grade nix ein.

Früher hatten auch viele Schulen einen Turm und ein Schiff als Grundbestandteile ihrer Architektur, immehrin hat das Schokogebäude kein Kreuz drauf. Da könnte ich dann darauf hinweisen, dass eine aktuelle Pressemitteilung der Linken es an Geduld vermissen lässt, da einfach nicht die Zeit war, schon für 2010/11 eine neue Gesamtschule aufzubauen.
Da ginge es dann um die Allgegenwart der Ungeduld. Aber dazu habe ich im März bereits etwas geschrieben, das ich einfach nur zitieren muss:

Ungeduld ist eine Konstante menschlicher Psyche.
Religionen speisen sich aus unserer Ungeduld auf Antworten, totalitäre Systeme aus unserer Ungeduld auf echte Problemlösungen und Korruption speist sich maßgeblich aus unserer Ungeduld bei der Verwirklichung unserer Pläne. Ich sehe nichts, was wir da tun können, aber es ist wichtig, diese einfache Grundlage immer im Hinterkopf zu halten.
Andererseits ist Ungeduld auch ein mächtiger Motor für technischen Fortschritt. Wo wären wir ohne unseren beständigen Wunsch, Dinge schneller erledigen zu können? Wie fast immer gibt es zwei Seiten der Medaille.

Ich könnte über den Irrtum schreiben, zu glauben, Weihnachten sei ein christliches Fest.
Also, damit ich wenigstens etwas konstruktives zum heutigen Türchen geschrieben habe: Weihnachten ist im wesentlichen ein uraltes heidnisches Fest zur Wintersonnenwende, heutzutage bestehend aus alten heidnischen Bräuchen (ein immergrüner Baum im Haus, Geschenke), Folklore (Weihnachtsmann), kapitalistisch geprägter Eventkultur (Geschenke, Beleuchtung) und ein paar am Rande eingefügten Sprengseln christlicher Mythologie (Christkind, Engel und Sterne), die zudem zunehmend verblassen.

Nunja, ich denke, ich hab jetzt einfach mal genug darüber geschrieben, dass ich nicht weiss, was ich dazu jetzt schreiben soll. Kann ja auch mal passieren.