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eBook-Land Woche 29 0 

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 130,85 € | Händler: 6

Heute einmal recht kurz, weil einerseits wenig passiert ist, andererseits ich selbst diese Woche allgemein wenig Zeit übrig hatte.

In eigener Sache
Die Verkäufe von Feuchten Fußes sind inzwischen auf dem Niveau angekommen, das ich für langfristig normal halte: Ein Verkauf am Tag. Das bedeutet, dass in den letzten sieben Tagen auch sieben Exemplare des Buches verkauft wurden, zuzüglich einem Verkauf auf amazon.com. Insgesamt also acht und damit genau die Hälfte der Verkäufe der beiden vorherigen Wochen.
Zugleich fand ich zu meiner Begeisterung erstmals eine Mail zum Buch vor. Leser Richard B. schrieb mir mit ein paar Themenvorschlägen für weitere Bände und einem Vorschlag für einen zusätzlichen Abschnitt in den Büchern. Einer der Themenvorschläge (Die „kambrische Explosion“) war ohnehin geplant, den anderen (Massensterben) habe ich jetzt in der Planung ergänzt. Was den zusätzlichen Abschnitt, eine Übersicht der Erdzeitalter, angeht, werde ich diesen ebenfalls umsetzen – wahrscheinlich einmal kurz in jedem Band und einmal umfangreicher als eigenen Band ausserhalb der Reihe (diesen könnte ich dann auch grundsätzlich kostenlos anbieten, als Ergänzung und Werbung für die anderen). Ich mache das, nachdem der zweite Band übernächste Woche fertig und veröffentlicht ist, die beiden dann schon erschienenen Bände erhalten entsprechende Aktualisierungen.

Aus der Szene
Der Buchreport stellt fest, dass für multimediale eBooks kein Markt zu existieren scheint. Ob das daran liegt, dass die Editionen von Rowohlt Mist sind (weiss ich nicht, ich kenn die nicht) oder, was ich eher vermute, Leute Bücher einfach ohne irgendwelche Gimmicks (Yps ausgenommen) lesen wollen, überlass ich erstmal jedem selber. Ich persönlich verstehe nicht, dass Verleger, die sich sonst doch mit Büchern auskennen, auf derlei Unfug stürzen. Das ist irgendwie wie das Internet in den 90ern – sinnloser Klickibuntikram aus unreflektierter Begeisterung, was alles möglich ist.
Auch ohne einen Erfolg des Multimedia-Unfugs gerät die Papierbranche offenbar weiter ins Trudeln. In China gibt es inzwischen erste Experimente mit Werbeanzeigen auf Büchern, in England fängt der elektronische Markt den weiter schrumpfenden Papierbuchmarkt auf.
Innerhalb des eBook-Marktes scheint Barnes & Noble mit seinem Nook massiv Amazon anzugreifen. Diese Anzeige ist da der offensichtlichste Hinweis, subtiler aber interessanter ist, dass die Nook-App auf iOS inzwischen die Kindle-App überholt. Ein Hebel dafür scheint die zukünftig mögliche Nutzung des Nook in Buchhandlungen zu sein.

eBook-Land Woche 24 0 

Bücher im Verkauf: 4 | Eigene: 1 | Einkünfte: 75,95 € | Händler: 6

In eigener Sache
Vor einem Monat schrieb ich vor über die bisherigen Erkenntnisse aus meinem Twitter-Konto eBooksfuerlau und wie ich damit kein Geld machte. Am nächsten Tag änderte sich das plötzlich und der März war für dieses Angebot großartig. Was passierte war, dass eine einzelne Mitteilung sehr oft weiterverbreitet wurde. Plötzlich kam eine Massenwirkung auf und da einige Leser neben dem kostenlosen Download auch noch einen Einkauf mitnahmen bekam ich davon wie von Anfang an geplant etwas ab. Insgesamt rechnete Amazon meinen Links Umsätze von 1.177,39 € zu, wovon mir etwa 5% Vergütung zukommen. Wobei man sagen muss, dass da eine Kamera für etwas über 700 € drinsteckt (Hinweis: ich kann sehen, was über meine Links wie oft gekauft wird, aber nicht, wer kauft, datenschutztechnisch also keine Panik). Rechnet man diese raus, scheint das Ganze stabil zu bleiben – der aktuelle Stand für die ersten beiden Märztage sind 21,46 €.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Zahlenwelt zurück zu den eigenen eBooks: Feuchten Fußes ist endlich fertig und wird heute noch bei Amazon KDP hochgeladen. Mehr dazu, sobald das Buch bei Amazon ins Angebot aufgenommen wurde. Damit einher geht die Bekanntgabe der restlichen bisher geplanten Titel der Reihe: Schwarzer Schwinge war ja schon bekannt, danach folgen Klirrender Kälte, Zackigen Zahnes und Schreitenden Schrittes. Ein sechster, noch namenloser Band, macht die Serie Meilensteine der Evolution dann vorerst komplett. Jeder Band wird nach der Veröffentlichung für 90 Tage nur bei Amazon erhältlich sein, davon am Anfang zwei Tage kostenlos. Danach folgt die Veröffentlichung bei weiteren eBook-Anbietern (von Apple bis Xinxii). Ist die Serie komplett, wird es noch zwei Sammlungen mit je drei Bänden geben, einer sammelt die drei Bände aus dem Zeitalter der Dinosaurier (2, 3, 5) und einer die drei aus der Zeit davor (1, 4, 6). Die Einzelbände werden für 1,49 € erhältlich sein, die Sammelausgaben für 3,99 € oder 3,49 € (das entscheide ich noch konkret). Sollte ich die Reihe danach weiterführen geht es erstmal für drei Bände in das Zeitalter der Säugetiere um alle drei großen Erdzeitalter abzudecken und für jedes einen Sammelband anbieten zu können. Danach gibt es dann in punkto Erdzeitalter Kraut und Rüben, wobei ich dann lieber zu etwas anderem wechseln würde, wovon mich nur wirtschaftlich völlig überraschend großer Erfolg abbringen würde – auf jeden Fall wird es dann keine monatlichen Ergänzungen mehr geben, eher gelegentlich mal einen wenn ich eine gute Idee für ein noch nicht behandeltes Thema habe.
Die Bände können völlig unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge gelesen werden, sie beziehen sich nicht aufeinander. Ja, die Titel mit der zweiteiligen Alliteration bleiben Erkennungszeichen der Einzeltitel der Reihe. Wenn alles läuft wie geplant erscheint die Serie von März an mit einem neuen Band pro Monat. Sie sind wie auch am Preis erkennbar relativ kurz, daher geht das.

Immer im Hintergrund laufen unterdessen einige andere eBooks, die nicht zu dieser Reihe gehören, allen voran Ratgeber aus diversen Bereichen. Diese erscheinen nach dem alten Programmiererbrauch: Wenn sie fertig sind. Ich habe mir inzwischen die Arbeitsweise angewöhnt, in kurzen Kapiteln zu schreiben, von denen ich dann am Abend (gewöhnlich schreibe ich immer zwischen 20 und 24 Uhr) mal eben eines in zwei Stunden schreiben und später nachbearbeiten kann. Das ist sehr effektiv, man kommt jeden Tag etwas weiter. Und wenn es nur eine neue Kapitelüberschrift mit ein paar Notizen zum späteren Ausformulieren sind.

Freundliche Hinweise
Erneut darf ich hier auf Miriam Pharo hinweisen, deren Verlag sich kein Format entgehen lässt und auf Buch, eBook und App nun ein MP3-Hörbuch folgen lässt. Es freut mich für Miriam, dass sie einen so engagierten und multimedial offensiven Verlag hat, sowas ist selten. Ich bin selber eher kein Hörbuchkonsument und lese Bücher lieber, aber davon muss sich ja niemand abhalten lassen. Übrigens denke ich selber auch daran, meine geplanten Kurzgeschichtensammlungen als Hörbücher anzubieten. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig hin.

Aus der Szene
Es war die Woche der Urheberrechtler Verwertungsrechtler, die sich als Urheberrechtler ausgeben und dabei jede Menge Unsinn erzählen. Oder der Ahnungslosen, die eigentlich noch schlimmer sind, weil sie es besser wissen müssten. Ich weiss nicht wieso Leute, die für ihre Arbeit von der Verwertungswirtschaft je nach Branche nur 4-8% des Gewinns aus ihren Schöpfungen erhalten (oder wie bei der GEMA für die Aufführung ihrer eigenen Musik bezahlen dürfen) diese Verwertungswirtschaft verteidigen. Stockholm-Syndrom? Und die allem Anschein nach durch übertrieben lange Urheberrechtszeiträume (70 Jahre nach dem Tod!) dafür sorgt, dass breite Teile der Kulturerzeugnisse des 20. Jahrhunderts verloren gehen sofern es sich nicht um Best- oder Longseller mit immer neuen Auflagen handelt.
Nun gut, diese Industrie hat es aber auch zunehmend schwer. Nachdem Amazon schon ein Modell vorgestellt hat, das diese Verwerter auf das notwendigste reduziert folgt nun auch noch Barnes & Noble mit einer Deutschlandtochter – der bisher einzige große eBook-Händler, auf dessen Marktplatz Europäer keinen Zugriff hatten. Gleichzeitig präsentiert LG das erste biegsame eInk-Display, zum wirtschaftlichen kommt also auch der technische Fortschritt.
In der englischsprachigen Welt entsteht grade eine große Diskussion über Spam und das Selbstverständnis der Spammer, die selbst kurzerhand eigene Definitionen von „Spam“ erfinden um vorzugaukeln, sie handelten „ethisch“. Ausgelöst wurde das alles von diesem Beitrag der irischen Indie-Autorin Catherine Ryan Howard. Spannend, ich empfehle auch die Kommentare unter dem Beitrag und die dortigen Links zu lesen.

eBook-Land: Woche 15 0 

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 31,29 € | Händler: 6

In eigener Sache
Castor schreibt sich mal völlig anders als meine bisherigen Projekte, denn erstmals plotte ich vorher. Normalerweise schreibe ich einfach ohne vorher zu plotten. Das Interessante daran ist, dass es auch als einziges meiner Projekte absolut und 100% im Zeitplan liegt. Vielleicht hat Plotten doch etwas für sich.
Hier sei auch noch einmal die Bitte wiederholt, mir bei einer Formatierungsfrage zu helfen: Es gibt im Deutschen verschiedene Varianten von Anführungszeichen und ich möchte wissen, welche die Leser für die beste halten, um fortan diese in all meinen deutschsprachigen Veröffentlichungen zu nutzen. Dazu habe ich links in der Seitenleiste eine entsprechende Umfrage angebracht, die noch 10 Tage läuft.

Freundliche Hinweise
Fangen wir mal mit Wilhelm Ruprecht Frieling an, der nach einigen Ratgebern für Autoren nun ein Buch mit Autoren erstellt hat. Wie man erfolgreich E-Books verkauft bietet Interviews mit einigen erfolgreichen und namhaften eBook-Autoren. Ich hab es noch nicht durch, aber mir fällt durchaus positiv auf, dass die Interviews echte Gespräche sind, keine der leider all zu üblich gewordenen Fragerunden. Zugleich kündigt der Autor im Vorwort auch an, spätere Ergänzungen anzudenken. Das finde ich bei eBooks immer gut, mach ich ja selber auch.
Immer wieder angenehm, wenn man bekannte Gesichter in der Zeitung findet. Nunja, meistens, hier aber schon: Jutta Profijts Krimi Kühlfach: Betreten verboten ist zwar schon seit einem Monat raus, aber Jutta drischt offenbar grade noch etwas auf die Werbetrommel ein. Schade nur, dass der Deutsche Taschenbuch-Verlag die unrühmliche Tradition fortsetzt, eBooks nur einen Euro unter der Printausgabe anzusetzen.

Aus der Szene
Interessant, aber offenbar im Sande verlaufen war es, als letzte Woche jemandem auffiel, dass Apple mit seinem iBooks-Vorstoß das bisher als Standard geltende ePub-Format für eBooks angreift. Das tat zwar auch schon Amazon, aber die ersetzten es durch ein ähnlich offenes Format. Apple bietet nun ein Format an, welches nur von Apple-Kunden gekauft und erstellt werden kann. Allerdings scheint es der Apple-User-Gemeinde in ihrem güldenen Käfig hervorragend zu gefallen.
Sigmar Gabriel lässt sich in einer meines Erachtens etwas seltsam anmutenden Hinterzimmer-Besprechung vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels von der Buchpreisbindung für eBooks überzeugen, was ich auch weiterhin zweifelhaft finde. Übrigens hat Buchreport.de im Gegensatz zum Börsenblatt meinen Kommentar nie freigeschaltet. Dort schaltet man offenbar nur Kommentare frei, die der eigenen Linie entsprechen.
Die Süddeutsche Zeitung startet eine Debatte neu, die bereits in den 90ern ausgestanden war. Damals versuchten sich diverse Autoren daran, mit Hilfe von Webtechnologien die klassische Art und Weise Geschichten zu schreiben zu revolutionieren. Dass das damals kläglich daran scheiterte, dass es ganz einfach nicht den Bedürfnissen der Leser entsprach, die einfach nur lesen wollten, muss man nicht wissen, wenn man damals noch nicht im Netz war. Es sei denn, man schreibt Artikel über derlei Ideen. Aber zumindest ist „The Medium is the Massage“ einer der amüsantesten Tippfehler der Woche.
Unterdessen hat ein CDU-Hinterbänkler aus Korschenbroich durch einen Artikel im Handelsblatt Berühmtheit Bekanntheit erlangt und blamiert sich in der Süddeutschen munter weiter. Das wäre alles nicht passiert, hätten die Korschenbroicher bei der letzten Bundestagswahl für Horst Schlämmer gestimmt. Oder die Piraten.
Auf eBooks bezieht Heveling sich zwar nur in einem Nebensatz, aber das Thema immerhin. Es sei zudem zugestanden: So bescheuert, wie der ganze Text ist, zumindest ist er literarisch betrachtet sehr hübsch geschrieben, mit kreativen Metaphern. Die sind zwar – darin Vergleichen gleich – schwer hinkend, da der Verfasser die Hälfte der von ihm genutzten Begriffe offensichtlich nicht versteht, aber das passiert den besten Literaten. Wenigstens sind sie definitiv nicht abgeschrieben.
Ich warte indes weiter auf den Tag, an dem ein in Mönchengladbach geborener Bundespolitiker nicht vollkommen peinlich für alle Umstehenden ist.

Eigenerklärung: Ich war auf dem selben Gymnasium wie Heveling und kenne einen Landtagsmitarbeiter, der in Dialekt und Auftreten frapant an Schlämmer erinnert. Mein Leben ist seltsam.

Kindle gegen Bücherregal
Diesmal hat es meine Schiller-Sammlung getroffen. Wenn man die zwei dünnen Bände so bezeichnen mag.
Zum einen ein ziemlich zerfleddertes Heftchen von Wilhelm Tell, zum anderen eine Faksimile von Schillers Abschlussarbeit Versuche über den Zusammenhang der thierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen. Damit verringert sich auch der Bestand von in Fraktur gesetzten Schriften, die ich eigentlich sehr gerne lese, aber offenbar ist es möglich, dem Kindle über eine kleine Manipulation auch diese Schrift beizubringen. Sicher ein interessantes Projekt für die Zukunft ist der Versuch, dem Kindle das Umschalten zwischen Antiqua und Fraktur beizubringen. Ich glaube, das wäre möglich.
Wie dem auch sei: Wilhelm Tell erwies sich mit Preisen um 0,01 € als wertlos (zumal im Zustand meines Exemplars, die Arbeit hingegen geht etwa zum doppelte Preis, für den ich sie einst gekauft habe weg. Ich werde sie somit bei Amazon zum Verkauf stellen.

Nicht ganz so erfolgreich verlief das Vorhaben eines größeren Anschlages auf mein Bücherregal: Amazon bietet die Möglichkeit, gebrauchte Bücher und Videospiele gegen Guthaben einzutauschen. Obwohl die Preise im direkten Vergleich wohl sehr gut sein sollen, war ich doch sehr enttäuscht: Die Auswahl an einsendbaren Titeln ist extrem gering. Von etwa 50 versuchten Bänden waren nur wenige eintauschbar und die Preise waren lächerlich. Als ich den Versuch abbrach, zeigte mein „Warenkorb“ 4,50 € Gegenwert für die folgenden vier Titel, wobei das DS-Spiel davon 3,50 € ausmachte. Nein danke.

Bisken Neues im Blog 0 

Ich hab dann mal auf 90er-Retrowelle geschaltet und daher diverse Neuheiten im Blog verbaut, die mich irgendwie in meine Geocities-Zeit zurückversetzt haben. Damals, als Bunt König war, das Netz noch aus reinem HTML bestand, Framesets als Meisterdisziplin des Webdesign galten, jeder jeden kannte, man ins ZDF als eingeladen wurde, weil man über ein Thema bloggte (wahre Geschichte) und Raubkopieren noch über irgendwelche Webseiten mit MP3-Listen ging.
Okay, vielleicht bring ich auch nur ein paar Neuerungen ins Blog, die eher zufällig Parallelen zu den 90ern ziehen lassen und ich brauchte grade einen Aufmacher für diesen Beitrag. Schließlich ist der Rest eher uninteressante Eigenbeschäftigung.

Buntes zum Draufklicken
Das offensichtlichste neue Element findet sich oben in der Seitenleiste: Das Blog ist jetzt mit meinen Profilen anderswo verlinkt. Vorerst sind das:

  • Abgeordnetenwatch (Profil für Ratstätigkeit)
  • Amazon.de (Autorenprofil)
  • Twitter

Vielleicht kommen noch weitere dazu, das hängt davon ab, ob ich sie nutze. Ich habe ein moribundes Facebook-Profil, denke über Google+ nach und hab noch ein-zwei aktive, nicht vernetzte Profile (Windows/Xbox Live). StudiVZ und MySpace erachte ich als tot.
Im Moment sind die Symbole alphabetisch angeordnet. Vielleicht ändere ich das noch so, dass es hübscher aussieht, aber erstmal bin ich recht zufrieden damit. Das Twitter-Widget unten in der Seitenleiste behalte ich erstmal bei, hab da aber auch noch nicht endgültig entschieden, ob es mit dem Twitter-Link nicht doch überflüssig wird.

Baustellenseite
Mit der neuen Seite Politik habe ich in Zukunft noch einiges vor – sie soll in Zukunft eine Übersicht darstellen der politischen Vorhaben, die ich aktuell verfolge und die ich (erfolgreich oder nicht) verfolgt habe. Jeder, der politisch tätig ist, sollte meiner Meinung nach so was haben.
Was dort am Ende stehen wird ist eine Karte von Mönchengladbach, in der alle Orte markiert sind, an denen ich politisch an irgend etwas arbeite. Die Farbe der Markierung wird den Stand (in Arbeit, erledigt, gescheitert) anzeigen und ein Klick auf die Markierung führt zu einem erklärenden Text zum jeweiligen Vorhaben.
Vorerst ist das eine reine Baustellenseite. Ich habe sie aufgemacht, damit ich nicht vergesse, mein Vorhaben mit der Seite auch umzusetzen. Das ist nämlich so eine Gefahr bei mir, dass diese Sachen vergessen werden, weil die Webseite im sonstigen Kram untergeht.

Kleinkram
Die Seitenleiste hat jetzt eine Suchfunktion für dieses Blog unter dem Blog-Archiv.
Ich bin etwas enttäuscht von den Möglichkeiten, die ich bei Blogspot habe, was das Design angeht. Beispielsweise würde ich ein-zwei der Seitenleisteneinträge lieber in die Kopfleiste oder eine zweite Seitenleiste rechts einbinden. Wenn es möglich ist, das anzupassen, ist es extrem kompliziert.

Blinkende GIFs
Die gibt es zu meiner erheblichen Enttäuschung nicht. Blogspot unterstützt animierte GIFs nicht. Schade. Zum Ausgleich:
[youtube oBeeGworXIw]
Nachtrag:

eBook-Land: Woche 14 0 

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 30,91 € | Händler: 6

Viel gibt es diese Woche nicht zu berichten. Zumindest nicht zu mir selbst. Aber in der Szene hat sich viel getan, auf da sich lohnt einzugehen. Daher die neue Kategorie Aus der Szene. Das gibt mir die Gelegenheit, dieses regelmäßige Feature umzustrukturieren. Alles in eigener Sache kommt demnächst unter die Überschrift In eigener Sache, dann gibt es einen Teil Neuigkeiten von empfehlenswerten Indies in Freundliche Hinweise, dann folgt Aus der Szene und schließlich nochmal eine persönliche Kategorie mit Kindle gegen Bücherregal. Gibt es in einer Kategorie mal nichts zu berichten, fällt sie halt aus, so wie diese Woche Kindle gegen Bücherregal.
Mein bisheriges Modell, meine Bücher in Phasen zu telen und dann jede Phase als eigenes Vorhaben zu behandeln hat nicht funktioniert, dafür laufen die Sachen einfach zu sehr nebeneinander. Und spätestens wenn ich meine auch angedachten FanFictions ins Netz setze sowie meine fremdsprachigen Projekte mit in die Betrachtung kommen fällt das eh in sich zusammen. Ein Fazit zu den verschiedenen Ansätzen zu erhalten scheint nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht von Anfang an möglich zu sein, dafür sollte man wohl mindestens ein Jahr am Markt sein.

In eigener Sache
Die einzige wirklich interessante Neuigkeit ist, dass ich jetzt eine Autorenseite bei Amazon habe, die ich aber noch füllen muss (Twitter ist drin, Foto & Biografie folgen noch). Immerhin erhöht sowas den seriösen Eindruck und hilft, die Angebote zu verbinden. Ausserdem gibt es damit jetzt ein eigenes kleines Forum über mich. Das, muss ich zugeben, hat was.
Gut, ZDF Hyperland hat mich so beiläufig verlinkt als es um die Mehrwertsteuerumstellung in Luxemburg ging. Hier beweist sich allerdings J.A. Konraths Aussage – Publicity ist nahezu wertlos. 20 Klicks brachte der Link laut meiner Besucherstatistik. Das ist für meine Verhältnisse spürbar, aber wenn man bedenkt, dass hinter dem Link das ZDF steht lachhaft. Naja, es dürfte gesund fürs Google Ranking sein.

Freundliche Hinweise
Eileen Janket hat ihre Kurzgeschichtensammlung (siehe links) zwei Tage kostenlos angeboten und berichtet schonmal von ihren Zwischenerfahrungen.
Und da ich dafür jetzt nichts bezahlt habe sage ich reuig: Eileen, wenn ich mal wieder in Berlin bin, geht eine Runde auf mich ;-) . Leider ist ihr anderes Buch Thrill my Soul wohl eher nix für mich, aber das war ja hoffentlich nicht der letzte Roman, den Eileen rausbringt.
J.A. Konrath knöpft sich mit dem Bestseller einen weiteren publizistischen Mythos vor, der sich seiner Ansicht nach allein aus dem Bewahren alter Denkweisen aus dem Print-Verlagswesen ergibt.

Aus der Szene

„Amazon, Google oder Apple wollen selbst zu Verlegern werden und erwerben direkt von den Autoren die Rechte an ihren Werken. Natürlich zu anderen Konditionen und ohne das Recht einer produktiven Mitsprache des Autors oder seines früheren Verlegers“

Und damit willkommen bei Rangas Märchenstunde, einem Format, das uns sicher weiter begleiten wird. Tatsächlich ist es bei Amazon & Co. je genau umgekehrt: Niemand ausser dem Autoren hat ein Mitspracherecht an den Inhalten der von Indies veröffentlichten Bücher. Schlimmstenfalls kann ein Händler sich weigern, es ins Sortiment zu nehmen. Aber da ist ja genau das, was die Verlage zuvor – und zwar nach Gutdünken im wahrsten Wortsinne – getan haben. Man verkauft dann halt anderswo. Wo da die Gefahr liegen soll weiss Yogeshwar allein.
Ich könnte jetzt auf seine 10 Forderungen im Landtag NRW eingehen, aber das habe ich ja bereits getan – und andere auch. Aus irgendeinem mir unbekannten Grund gilt Yogeshwar als Experte für eBooks – vermutlich, weil Yogeshwar ja als Experte für alles gilt, sich im Bereich der Alleswisserei aber einen heftigen Konkurrenzkampf mit Harald Lesch, Stephen Hawking und Michio Kaku liefert. Muss irgendwas im Wasser sein bei den Astrophysikern.
Wesentlich interessanter ist da schon der Rummel um eine Rezension eines allen Indizien nach tatsächlich unterirdisch schlechten Buches eines Rechtaussen-No-Names aus Erlangen. Die üblen Schimpftiraden von Autor und Verlegerin verlinke ich nicht, nicht einmal mit nofollow. Ein paar davon kann man im Kommentarbereich unter der Rezension nachlesen und weitere Lnks finden sich dort auch, das sollte reichen. Ich treib meinerseits sicherlich nicht das Google Ranking dieser… Type… hoch. Es sei einfach empfohlen, Bücher von John Asht und des ihn verlegenden Roder Verlages zu meiden.
iBooks Author – dazu kann ich mangels Mac nichts sagen. Okay, ich hab einen Apple Macintosh 3G in der Ecke stehen, aber ich bezweifle, dass der die aktuellen Betriebssysteme gestemmt kriegt. Und mein iPod Shuffle hat ein für solche Aufgaben… unterkomplexes Interface. Allerdings fürchte ich, dass das Ergebnis eine Art Geocities der eBooks wird. Erinnert sich noch wer an Geocities‘ Klickibunti-Welt?
Nicht? Naja, vielleicht besser so.
Jedenfalls haben die Lizenzbedingungen für ordentlich Diskussionsstoff gesorgt – interessant wird, ob das ein Ausrutscher war oder sich zeigt, dass Apple ohne Steve Jobs seinen Zenit überschritten hat.

Verlage vs Fortschritt, eine alte Tradition 0 

Mal wieder ist so eine Diskussion ausgebrochen, in der die verlage meinen, sie würden vernichtet oder untergebuttetr werden. Diesmal geht es um das jehrzehntelang herbeilobbyierte „Kulturgut“ Buch.

Zur Definition: Ein Buch ist ein Stapel zusammengebundenes bedrucktes Papier. Recht komfortabel zu lesen, solange die einzigen anderen Optionen kiloschwere Steintafeln oder lose Blätter haufen waren.
Zunehmend überflüssig mit der Verbreitung gewichtsloser und platzsparender Alternativen wie digitaler Dateien.
Letztere hatten zuletzt den nachteil, dass das ständige Ansehen eines Bildschirms eher ungemütlich ist. Dank neuer Technologien wie eInk geht das aber inzwischen auch ohne Bildschirm.

Der bisher erfolgreichste Vertreiber von elektronischen Büchern auf speziell dafür zugeschnittenen Lesegeräten ist amazon mit seinem Kindle. Das ist zwar ein furchtbarer Name (kindle, englisch = zünndeln), aber dennoch recht erfolgreich.
Bücher werden für den fairen Preis von etwa 10 US-Dollar vertrieben. Das ist etwas weniger als ein Taschenbuch und angesichts der Tatsache, dass ein Kindle-Buch keine materiellen Herstellungskosten und weit unter einem Cent Lagerkosten pro Exemplar erzeugt eine beachtliche Gewinnmarge für die Verlage.

Nun kommt Apple und stellt mit iBooks ein iTunes für Bücher vor – und erhöht den Preis auf 15 Dollar pro Buch.
Das mag bei einzelnen Büchern gerechtfertigt sein, als Normalpreis empfinde ich es aber als unverschämt, mehr als 10 Dollar zu verlangen.
Und jetzt kommt die Begründung der Verlage: Die 10 Dollar machen die Preise kaputt.
Nur um das klarzustellen: Die Argumentation läuft darauf hinaus, dass ein günstigeres Herstellungsverfahren die alten, teureren Produkte überflüssig macht. Was ja genau der volkswirtschaftliche Sinn und Zweck von Fortschritt ist, auch wenn sich die Definition von „günstiger“ immer mal wieder ändert.

Aber es gibt noch einen interessanteren Aspekt:
Wisst ihr, wann das Argument schonmal kam? Bei der Erfindung des Taschenbuchs.

Das Taschenbuch, 1931 in Deutschland vom Albatross-Verlag erfunden, aber schnell aufgegeben und ab 1935 vom britischen Verlag Penguin Books zum Erfolg geführt, dürfte die in der Buchgeschichte bedeutendste Erfindung seit der Gutenberg-Presse sein.
Sie ermöglichte schlagartig, Bücher auch der weniger verdienenden Bevölkerung zugänglich zu machen, das Prestige des Buches als Statussymbol schwand mit dem Preis der Druckwerke. Zugleich ermöglichte das Taschenbuch aber mehr Umfang als etwa das Heft, weshalb es nun auch „richtige“ Literatur tragen konnte.
Die entwertete Elite reagierte darauf mit Empörung: Der niedrige Preis trivialisiere das Buch, Taschenbücher erhielten eine Bewertung irgendwo zwischen den Heftromanen („Schmutz- und Schunbdliteratur“) und „richtigen Büchern“.

Die Auswirkungen sind bis heute spürbar, die meisten Bücher erscheinen zunächst in einer teuren gebundenen Ausgabe und erst ein-zwei Jahre später als Taschenbuch. So retteten die Verlage das Hochpreissegment.

Und jetzt passiert das gleiche nochmal: amazon führt ein Preismodell ein, das für Texte (nicht Bücher!) einen vernünftigen Preis verlangt und die Verlagswelt macht erstmal mit.
Apple bietet den anderthalbfachen Preis und damit mehr als einige Texte in Buchform kosten und prompt riechen die Verlage das Geld. Plötzlich ist das Angebot von amazon „unmoralisch“. Jeder mag sich den Rest denken.

Also, als Zusammenfassung: Im Grunde geht es den Verlagen um das Recht auf Wucher.
Leidtragende sind die Leser, die sich ab und an auch mal ein Buch leisten können wollen.

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