Buch-Doppel zum Jahresende 0 

Zum gestrigen Heiligabend erhielt ich zu gleich zwei Büchern an einem Tag die Mitteilung, dass sie nun zum Verkauf stünden. Dabei handelt es sich um einen von mir geschriebenen und einen von mir übersetzten Titel. Heute nun, nach wohlbehalten überstandenem Heiligabend, möchte ich euch die Geschichte hinter beiden Büchern nahebringen.

52 Wochen kreativ

Cover zu 52 Wochen kreativ52 Wochen kreativ war ein spontanes Projekt zum Jahresende, welches ich zwischen einige größere Vorhaben geschoben habe, als es mir einfiel.

Die Idee, den Jahreswechsel zur Herausgabe eines Kreativitäts-Jahrbuches zu nutzen, kam mir erst Mitte Dezember. Das verhinderte leider, es noch als Wochenkalender herauszugeben, da die Zeit der Kalender bereits durch war und die Produktion dieser auch länger dauert, zumal ich dafür noch zusätzlich Bilder machen müsste. Also begab ich mich in der wenigen Zeit, die ich bis zum Jahresende noch hatte daran, dies in Buchform zu gießen.

Mein Ziel bei diesem Buch war es, Anregungen zu geben, die nicht die klassische Form von „Writing Prompts“ haben, in denen entweder ein Szenario oder ein Bild vorgestellt wird, aus dem man eine Geschichte schreiben soll.

Nein, ich wollte neue Ansätze, neue Anregungen und Herausforderungen für die Kreativität einbringen, die zudem aktiver und individueller sein sollten. Ausserdem war es mir wichtig, die Anregungen so zu formulieren, dass sie nicht nur einer Kunstrichtung etwas brachten, sondern so, dass alle Kreativen etwas damit anfangen konnten.
Ebenso wichtig war mir, dass die Zahl 52 erreicht würde, um den klaren Bezug zum Jahresverlauf mit seinen 52 Wochen herzustellen. es hätte jede andere Zahl sein können, aber mit 52 kommt man eben sehr gut durch genau ein Jahr.

Und ganz ehrlich: Mit 52 neuen Ideen in so einem abgegrasten Feld aufwarten zu können, ist definitiv schwierig genug. So finden sich durchaus ein paar alte Klassiker darunter (etwa eine Brainstorming-Sitzung), aber das meiste sind neue Anregungen. Vor allem sind sie aber so formuliert, dass keine zwei Menschen aus der selben Anregung die selbe Ausgangssituation ziehen.

Damit sind die Anregungen durchaus wiederverwertbar. Bei den meisten führen zwei Anwendungen der selben Aufgabe zu zwei völlig unterschiedlichen Situationen. Somit ist es mehr ein echtes Training kreativer Herangehensweise als ein klassisches Buch voll Anregungen in Text- oder Bildform.

Dies entstand im Laufe von drei Nächten und einem Tag. Die erste Nacht für die Struktur, die zweite zur Sammlung der Ideen für Anregungen und die letzte Nacht plus Tag für die Ausformulierung der Ideen jenseits des bloßen Stichpunkts. Das Titelbild entstand mit der Handykamera, ein paar Kreativwerkzeugen auf einem Blatt Papier inklusive definitiv nicht für Produktfotos gedachter Raumbeleuchtung und der Software Gimp.

Das Ergebnis, entstanden im Laufe von drei Nächten, mag nicht so viele Wörter enthalten wie andere Bücher dieser Seitenzahl (114 sind es für die Taschenbuchausgabe geworden), aber das macht es eben durch reinen Wert für die Zielgruppe wett.

Das Ergebnis gibt es des Zeitdrucks wegen nun erstmal nur bei Amazon als eBook und als Taschenbuch. Ich mag die anderen Kanäle durchaus, aber eine Veröffentlichung innerhalb von 24 Stunden ist mit anderen Plattformen eben kaum möglich und wir sind zu nah am Jahresende, um eine weitere Wartezeit in Kauf nehmen zu können. Also erstmal nur Amazon.
Mitte 2021 soll eine Adaption in Form eines Wochenkalenders für 2022 folgen, die dann direkt über meine Website und wahrscheinlich auch über eBay verkauft wird.

Hühner im eigenen Garten

In eine völlig andere Richtung, aber ebenfalls im Ratgeber-Genre, geht das andere Heiligabend erschienene Buch. Hühner im eigenen Garten ist, wenig überraschend, ein kurzer Ratgeber über die Aufzucht von Hühnern im eigenen Garten.

Das Buch heisst im Original „How To Raise Backyard Chickens: The Complete Guide to Caring for Chicks to Laying Hens“ und stammt vom amerikanischen Autor Isaac Miller, der sich auf Ratgeber zur privaten Haltung von Nutztieren spezialisiert hat. Der Fokus liegt auf der Aufzucht der Tiere. bei den Hühnern geht es dabei vor allem um Leghennen, also um Tiere, die Eier produzieren. Fleisch ist kein Schwerpunkt des Buchs und wird nur am Rande erwähnt, wo es erwähnt werden muss, nämlich bei der Auswahl der Hühnerrasse und zu welchen Zwecken sie gezüchtet worden und bei der Frage, was man mit einem Huhn machen kann, wenn es zu alt wird, wenn man denn unbedingt will.

Das ist durchaus angenehm. Miller betrachtet die Hühner eher als Haustiere mit zusätzlichem Nutzen, denn als reine Nutztiere, die man in Käfige steckt und als organische Maschinen auslaugt. Das hat alles etwas klassisch bäuerliches.

Auch das waren etwa drei Tage Arbeit. Ein Tag ging dabei in die ersten zehn Seiten, die vorab zur Qualitätsprüfung der Arbeit abzugeben waren, zwei weitere gingen in eine Marathonsitzung, in der ich die kompletten 33 Seiten in zwei Sitzungen ins Deutsche übertrug, Recherchen zu den deutschen Namen oder Gegenstücken einzelner Hühnerrassen inklusive. Anfang Dezember war das dann fertig und nach positiver Qualitätsprüfung durch den Verleger ging es ins Verteilsystem zur Veröffentlichung.

Heiligabend dann kamen die ersten Meldungen, dass das Buch nun in die Systeme der ersten Plattformen eingespeist wurde. Die deutsche Plattform Tolino (bedient von Weltbild, Thalia, buecher.de, Hugendubel und weiteren) ist dabei, dauert aber wohl noch ein paar Tage, da die Händler den Titel einzeln ins Programm übernehmen müssen. Online ist das Buch bereits bei Apple, auf Kobo und Nook. Kindle und Google Play folgen noch, ebenso wie gesagt Tolino. Das System braucht eine Weile, bis es in allen Plattformen ankommt.

Ausblick

Dass gestern zwei Bücher gleichzeitig erschienen, war so natürlich Zufall. Der hat aber Ursachen.

Nach langer Zeit bin ich wieder sehr aktiv geworden, im Hintergrund kommen grade viele Projekte kräftig voran. Ich hoffe, dass sich das 2021 weiterzieht, die Vorhaben sind jedenfalls vorhanden. So arbeite ich etwa an einem Minecraft-Buch, welches gleichzeitig mit dem nächsten großen Update des Spiels erscheinen soll. Und auch aus dem Youtube-Kanal Steinklein wird in nächster Zeit ein neues Vorhaben an die Öffentlichkeit kommen. Ein 2020 wegen Corona unterbrochenes Filmprojekt zum Klimawandel kommt im Winter oder Frühjahr als Videoreihe zurück. Das alles läuft grade mit Druck im Kessel.

Wir sehen uns, was die Veröffentlichungen angeht, 2021 wieder.

eBook-Land Woche 35 0 

Bücher im Verkauf: 5 | Eigene: 2 | Einkünfte: 201,39 € | Händler: 6

Freundliche Hinweise

Nach dem Start von Createspace in Deutschland will jeder ein Printbuch und die entsprechenden Beiträge sprießen aus dem Boden. Ich verlinke mal stellvertretend auf die detailierte Anleitung von Emily Bold, den Erfahrtungsbericht von Eileen Janket und jenen von Phantanews. Die Liste könnte noch um einiges länger sein, aber ganz ehrlich: Ich hab die Übersicht verloren. Es gab einen regelrechten Sturm auf Createspace, auf den andere Print-on-Demand-Anbieter wie Lulu.com nur neidisch sein können.
Es macht halt einen Unterschied, wenn man bereits der größte Buchhändler des Planeten ist.

Aus der Szene
Fangen wir mit dem großen Nachrichtenthema an: Google startet auch in Deutschland den Verkauf von eBooks. Ich persönlich finde das eher uninteressant. Google ist keine zum Produkt eBook passende Marke und wird es schwer haben, Marktanteil zu erlangen. Deren einzig hervorgehobene Besonderheit sind die 7 Tage Rückgaberecht – die allerdings bietet beispielsweise amazon auch.
Einen Extremfall von hohen eBook-Preisen bieten deGruyter, die es bei einem juristischen Lehrbuch schaffen, mal eben den zehnfachen Preis der Print-Ausgabe zu verlangen. Und das definitiv mit Absicht. Das ist besonders deshalb erstaunlich, weil der Preis der Taschenbuchvariante für ein juristisches Lehrbuch durchaus angenehm ist.
Insgesamt kommt die eBook-Revolution langsam bei den deutschen Verlagshäusern an. Weniger aus Deutschland selbst, als international. Die großen deutschen Verlagsgruppen gehören zu den größten Verlagshäusern der Welt und so müssen sie auf internationale Trends entsprechend reagieren. So beginnt Holtzbrinck nun damit, sich vom veralteten Modell der geografisch basierten Strukturen zu lösen und die bis dato unsägliche deutsche eBook-Verhinderungsplattform Libreka schließt sich den Branchenriesen an und wundert sich, dass sie plötzlich Absätze vorweisen kann. Dazu passt dann auch, dass eBooks in den USA inzwischen den gesamten Hardcover-Markt überholt haben. Gleichzeitig bricht das Taschenbuch ein und es scheint immer weniger unrealistisch davon auszugehen, dass das Taschenbuch in spätestens 20 Jahren als Format verschwunden sein wird – ausser als Druck auf Abruf wie bei Lulu. BOD und Createspace.
Der Cicero war es, der sich – sehr zu meiner Überraschung – diese Woche gegen den Duktus von Gestrigkeit=Kultur gestellt hat. Das bestätigt ein wenig meine Lieblingspointe zu dem Bereich: Es gibt Menschen, die Bücher mögen und solche, die Literatur mögen.
Und zuletzt noch eine kleinere, etwas lästige Nachricht: Apple schraubt für iBooks die Mindestmaße für eBook-Cover nach oben.

eBook-Land: Woche 16 0 

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 35,84 € | Händler: 6

Kurzer Text diesmal, es gibt nicht viel zu erzählen.
Kurz hinweisen möchte ich nochmal auf die Umfrage rechts oben, die jetzt noch etwa 3 Tage läuft. Da dürfen ruhig noch mehr Leute mitstimmen ;-) .

In eigener Sache
Castor ist weiterhin im Zeitplan, ein bisher unangekündigtes Projekt (Der Molosser) ist aktuell im Lektorat und sollte noch vorher erscheinen.
Der Molosser wird ein etwas anderes Experiment: Drer Grundinhalt wird zeitgleich hier im Blog erscheinen, das eBook ist dann eine Art Bonusedition des Texts mit zahlreichen Extras. Erstens will ich das mal ausprobieren und zweitens will ich auch die Idee selber, die dort präsentiert wird, möglichst weit verbreiten. Also wird es diese hier kostenlos geben und wem das einen Euro wert ist oder wer zusätzliche Informationen haben will, für den gibt es das eBook. Im Erfolgsfalle wird da eine Serie draus.
Etwas länger als geplant ist unterdessen auch Feuchten Fußes im Lektorat. Da muss ich nochmal ran.

Aus der Szene
Der amüsanteste Meinungsaustausch zum eBook ist wohl diesmal diese Reaktion auf diesen Beitrag. Christian Stöcker schreibt – durchaus liebevoll und sich selbst dazuzählend – und Petra van Cronenburg platzt daraufhin die Hutschnur, weil sie ein Feindbild zu entdecken meint, welches der Text einfach nicht hergibt. Sicher ist er ab und an provokativ formuliert, aber feindselig? Sätze wie der folgende sind zwar starker Tobak, aber den braucht es auch, um die romantische Verklärung des Papiers zu durchbrechen und das Vorurteil zu durchbrechen, Papier sei an sich besser:

Es ist verblüffend, wie intensiv der Datenträger Papier mit bestimmten, geradezu mythischen Eigenschaften aufgeladen wird – obwohl doch auch die „Bild“-Zeitung, Hardcore-Pornografie und sogar „Mein Kampf“ auf Papier gedruckt werden. Die einzige Erklärung ist, dass hier wieder einmal jemand der so unbedingten wie anlasslosen Überzeugung ist, dass Papier als Datenträger Bildschirmen überlegen sei. Dass Nachrichten irgendwie besser, wahrer, wertvoller werden, wenn man sie auf Papier druckt, das danach quer durchs Land gekarrt werden muss, damit die Papierstapel frühmorgens überall auf den Türschwellen der Abonnenten abgelegt werden können.

Apple rudert nach der Diskussion um seine Nutzungbedingungen zurück und erhält möglicherweise Konkurrenz. Was zur absoluten Unzeit kommt, kocht doch das alte Zensurproblem doch wieder auf.
Telepolis tut inzwischen so, als hätte es Perry Rhodan, Flash Gordon und Buck Rogers nie und Kampfstern Galactica nicht bereits seit 35 Jahren gegeben. Wobei der Autor des Artikels aus der DDR ist und deerlei womöglich tatsächlich nicht mitbekommen hat. Dass die positive Utopie schon immer nur ein-zwei erwähnenswerte Werke pro Jahrzehnt hervorgebracht hat, wird da allerdings auch kurzerhand vergessen und vom Verschwinden positiver Utopien schwadroniert, nur weil grade keine in den Bestsellerlisten steht. Früher war halt alles besser, auch die Zukunft. In Sachen Überheblichkeit kann Telepolis aber trotzdem nicht mit dem englischen Guardian, wo Genre-Literatur eh Schund ist mithalten.

Servus, Apple! 0 

Na, erinnert sich noch wer?
Mein iPod, der gekaufte Songs nicht überspielen wollte und schließlich doch noch überspielt hat?

Tja, jetzt hat er wieder gemeint, ich dürfe die Songs doch nicht auf dem iPod abspielen und hat sie kurzerhand gelöscht, als ich ihn an den PC anschloss, um den Akku aufzuladen.
Richtig gelesen, iTunes hat die bereits auf meinen iPod übertragenen Songs gelöscht. Weil iTunes Müll ist. Einen anderen Grund gibt es nicht.
Ich hab jetzt genug von der Scheisse, in Zukunft kommen mp3s drauf.

Die kosten nix, funktionieren dafür aber besser und vor allem auf allen Playern.
Kein Wunder, dass die Musikindustrie jammert, wenn die Fälschungen besser sind als das Original.

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